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Musikunterricht, musikalische Ausbildung und Fortbildung werden von einer Vielzahl an Institutionen und Einrichtungen angeboten. Neben den staatlichen Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen gibt es zahlreiche Ausbildungsstätten in der Trägerschaft von Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen, im Bereich der Kirchen sowie auf privater Basis. Die entsprechenden Einrichtungen werden im Folgenden in einem Hauptkapitel zusammengefasst, dessen Untergliederung sich an den Bildungs- und Ausbildungsaufgaben der Institute orientiert. Die Zuordnung zu den einzelnen Rubriken wurde dadurch erschwert, dass gleiche Begriffe oft sehr verschiedenartige Einrichtungen bezeichnen und umgekehrt für gleiche oder ähnliche Einrichtungen häufig unterschiedliche Begriffe verwendet werden. Auch die Grenzen zwischen allgemein bildender, vorberuflicher und beruflicher (Aus-)Bildung sind vielfach fließend. Innerhalb der einzelnen Rubriken sind die Einrichtungen entsprechend der föderativen Struktur des Bildungssystems nach Bundesländern geordnet. In der Rubrik Allgemein bildende Schulen mit Schwerpunkt Musik werden Schulen aufgeführt, die einen im Vergleich mit der Stundentafel des betreffenden Bundeslands erweiterten Musikunterricht anbieten (Stundentafel für Schulen mit erweitertem Musikunterricht) oder Instrumental- bzw. Gesangsunterricht auf Grund eines besonderen schulischen Engagements im Bereich der Musikerziehung erteilen (soweit dazu Angaben eingereicht wurden). Nähere Angaben zu Umfang und Art der Erweiterung finden sich entweder in den Vorbemerkungen zu den Schularten (nur in der Bundesländeransicht) oder unter dem Absatz "Erweiterung" (ERW) bei den einzelnen Schulen. Angegeben wird jeweils die Wochenstundenzahl des Klassenunterrichts im Fach Musik; Instrumentalunterricht und die obligatorische Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften sind i. d. R. gesondert vermerkt. Die genannten Schulen haben im Allgemeinen ein vielfältiges Angebot im Bereich des Ensemblemusizierens (Chor, Orchester, Kammermusik, Bands, Musiktheater u. a.), das jedoch nicht im Einzelnen aufgeführt werden kann. In der Oberstufe des Gymnasiums und der Gesamtschule (Sekundarstufe II) kann Musik grundsätzlich als Leistungskurs (i. d. R. mit 5–6 Wochenstunden) oder als Grundkurs ( i. d. R. mit 2–3 Wochenstunden) belegt werden. Das Zustandekommen dieser Kurse ist jedoch abhängig vom Interesse der Schüler sowie von personellen und organisatorischen Voraussetzungen. Besondere Schulen sind hierbei nicht benennbar, da das Angebot z. T. jährlich wechselt. Zahlreiche weitere Schulen mit regulärer Stundentafel im Fach Musik haben durch Wahlfachangebote und Arbeitsgemeinschaften ein intensives und reges Musikleben. Dazu gehören auch Waldorf-Schulen und Montessori-Schulen sowie private Internatsschulen wie Christophorus-Schulen und Hermann-Lietz-Schulen, an denen Musikunterricht, Musizieren und ästhetische Erziehung eine wichtige Rolle spielen. Diese Schulen können aus Umfangsgründen nicht alle aufgeführt werden. Insofern erfolgt durch die hier getroffene Auswahl keine Qualifizierung. Musikerziehung und Musikpflege zeigen auch außerhalb der allgemein bildenden Schule eine außerordentliche Vielfalt. Die Rubrik Musikschulen im VdM weist einen zentralen Bereich dieses Bildungsangebots nach. Neben den im VdM zusammengeschlossenen Musikschulen gibt es zahlreiche sonstige Musikschulen und andere Unterrichtsstätten für Musik, die sich hinsichtlich ihrer konzeptionellen Ausrichtung, der Breite des Unterrichtangebots, der Zahl der Lehrkräfte und der Trägerschaft z. T. erheblich unterscheiden. Dazu gehören Musikschulen im Bundesverband Deutscher Privatmusikschulen ebenso wie Jugendkunstschulen mit Musikanteil, spezialisierte Ausbildungsinstitute (z. B. für Jazz, Rock und Pop, für einzelne Instrumente oder Instrumenten-Gruppen) oder Unterrichtsstätten, die in enger Verbindung mit Firmen des Musikhandels stehen. Die Aufführung dieser Einrichtungen kann hier lediglich in Auswahl erfolgen, da eine umfassende Recherchierung dieser Schulen auf Grund fehlender Quellen nicht möglich ist und zudem eine Vielzahl an Benennungen und Organisationsformen eine systematische Erfassung erschwert. Auch der von Privatmusikerziehern erteilte Unterricht, dem für die instrumentale und vokale Bildung und Ausbildung große Bedeutung zukommt, sowie die pädagogische Vereinsarbeit in instrumentalen und vokalen Laienmusikverbänden und die musikalische Arbeit der Volkshochschulen können nicht dokumentiert werden. Die hier nicht dargestellten Bereiche sind jedoch über die in dieser Datenbank verzeichneten Verbände vertreten (s. dazu auch die Systematische Suche, insbesondere die Punkte "Laienmusikpflege" und "Musikerziehung und Musikausbildung"). Ausbildungsstätten für Musikberufe sind Einrichtungen, die im Bereich künstlerischer, wissenschaftlicher und pädagogischer Musikausbildung sowie in weiteren speziellen Ausbildungsfeldern für Musikberufe tätig sind. Eine Übersicht über die an den Instituten tätigen Dozenten nach Fächern bzw. Fachrichtungen bietet der Studienführer Musikstudium in der Bundesrepublik Deutschland sowie häufig auch die Internetseiten der Institute; auf eine detaillierte Auflistung des Lehrpersonals dieser Einrichtungen kann deshalb verzichtet werden. Auch auf die zahlreichen Ensembles der Ausbildungsstätten (Chöre, Orchester, Kammermusikgruppen, Bands, Spezialensembles für Alte Musik und Zeitgenössische Musik u. a.), die für die Vermittlung von Orchester- und Ensemblepraxis große Bedeutung haben und darüber hinaus das Musikleben der Region bereichern, kann hier nur in genereller Form hingewiesen werden. Die im Rahmen des Bologna-Prozesses eingeführten Bachelor- und Masterabschlüsse werden angegeben, soweit die entsprechenden Studiengänge bereits akkreditiert sind. Bei den schulmusikalischen Studiengängen, für die i. d. R. der Masterabschluss gefordert wird, werden auch nicht akkreditierte Masterstudiengänge verzeichnet, soweit der ihnen vorausgehende Bachelorstudiengang bereits akkreditiert ist. Da die Umstellung der Studiengänge auf die neuen, international vergleichbaren Ausbildungsabschlüsse noch einige Jahre in Anspruch nehmen wird, kann die jetzige Darstellung nur eine Momentaufnahme sein. Informationen zu den aktuellen Studienangeboten finden sich u. a. auf den Internetseiten der Hochschulrektorenkonferenz unter www.hochschulkompass.de Die Rubrik Konservatorien, Fachakademien, Kirchenmusikschulen und -hochschulen führt insbesondere die in den entsprechenden bundesweiten Arbeitsgemeinschaften vertretenen Institute auf: Arbeitsgemeinschaft deutscher Musikakademien und Konservatorien, Konferenz der Leiter der kirchlichen und der staatlichen Ausbildungsstätten für Kirchenmusik und der Landeskirchenmusikdirektoren in der Evangelischen Kirche, Konferenz der Leiter katholischer kirchenmusikalischer Ausbildungsstätten Deutschlands. Im Bereich der Kirchenmusik sind dabei auch Einrichtungen erfasst, die sich auf die kirchenmusikalische C-Ausbildung für eine nebenberufliche Tätigkeit als Organist und/oder Chorleiter beschränken. In der Rubrik Musikhochschulen werden die in der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen zusammengeschlossenen Ausbildungsstätten sowie die 1998 gegründete Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg dargestellt. Weitere Einrichtungen im Status einer Musikhochschule finden sich an den Universitäten Mainz und Münster (s. Rubrik Universitäten, Gesamt- und Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen); Kirchenmusikhochschulen sind in der entsprechenden Rubrik verzeichnet. Die Musikhochschulen bieten ein breites Spektrum an künstlerischen, künstlerisch-pädagogischen und wissenschaftlichen Studiengängen an, die hier in systematisierter Form dargestellt werden. Darüber hinaus haben viele Musikhochschulen ebenso wie Fachakademien und Konservatorien in den letzten Jahren zusätzliche Studienangebote, z. T. in Form neuer Studiengänge und Studienfächer, z. T. in Form von Kursen, Kompaktseminaren und Aufbauangeboten entwickelt, die – soweit sie als ständige Einrichtungen existieren – ebenfalls angegeben werden. Die Rubrik Universitäten, Gesamt- und Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen führt Hochschulen mit musikwissenschaftlichen, musikpädagogischen und sonstigen relevanten Instituten bzw. Seminaren auf. Neben den hier angegebenen Studienmöglichkeiten kann Musikwissenschaft i. d. R. im Rahmen zahlreicher anderer Studiengänge als Nebenfach gewählt werden; Musikpädagogik wird als Haupt- oder Nebenfach u. a. in Studiengängen für Diplompädagogik angeboten. Das Lehrpersonal der Institute ist im Allgemeinen nur mit den hauptberuflich dort tätigen Dozenten verzeichnet; Leitungs- und Geschäftsführungsfunktionen sind angegeben, soweit sie nicht turnusmäßig innerhalb des Instituts bzw. Seminars wechseln. Spezialausbildungsstätten für Musikberufe in öffentlicher und privatwirtschaftlicher Trägerschaft sind in der folgenden Übersicht aufgeführt, darunter auch die Berufsfachschulen für Musik in Bayern. Vor allem im Bereich der populären Musik, des Musiktheaters und des Musik- bzw. Kulturmanagements gibt es neben den Ausbildungsmöglichkeiten an Musikhochschulen, Konservatorien und Fachakademien zahlreiche private Institute, die – soweit sie eine grundständige Ausbildung anbieten – hier dargestellt werden. Ausbildungsangebote von privaten Gesang- und Opernstudios oder freiberuflich wirkenden Musikerziehern im instrumentalen und vokalen Bereich sind i. d. R. nicht erfasst. Musikalische Fort- und Weiterbildung für Tätigkeiten im Berufs- und Laienbereich wird mit unterschiedlichsten Themenstellungen und in vielfältigen Veranstaltungsformen von einer großen Zahl von Trägern angeboten. Insbesondere in der Laienmusikarbeit sind Ausbildung und Fortbildung oft nicht eindeutig zu trennen. Die staatliche Fortbildung für Lehrer an allgemein bildenden Schulen, für die die Bundesländer eigene Akademien und Institute unterhalten, bezieht i. d. R. auch Angebote für Musiklehrer ein. Z. T. sind diese Institute auch mit Aufgaben der Curriculumforschung und -entwicklung beauftragt. Musikalische Fortbildung von pädagogischen und künstlerischen Mitarbeitern in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung leisten die öffentlich geförderten Akademien für musikalische bzw. kulturelle Bildung auf Bundes- und Landesebene. Diese Einrichtungen finden sich zusammen mit den zentralen Fortbildungsstätten einiger Musikverbände in der folgenden Rubrik. Fort- und Weiterbildung wird – neben den gerade aufgeführten Instituten und Einrichtungen – von einer Vielzahl weiterer Träger angeboten. Dazu gehören insbesondere Verbände und Vereinigungen im Bereich der Musikpädagogik, des Laienmusizierens und der Kirchenmusik sowie Berufsverbände und Vereinigungen, die sich speziellen Feldern des Musiklebens widmen (z. B. Popularmusik, Tanz und Rhythmik, Musiktherapie). Darüber hinaus wird Fort- und Weiterbildung teilweise auch von Musikschulen und von Ausbildungsstätten für Musikberufe angeboten. Der musikalischen Fortbildung dienen auch Kurse und Seminare, die als selbstständige Veranstaltungen oder auch im Rahmen von Festivals und Festspielen durchgeführt werden. Ein umfassend angelegtes Informationssystem über Angebote musikalischer Fort- und Weiterbildung sowie über Kurse, Seminare und Lehrgänge stellt das MIZ in seinem Kursinformationssystem bereit. Sowohl Ausbildung wie Fortbildung, teilweise studienvorbereitende, studienbegleitende oder auch berufsvorbereitende Qualifizierung haben sich einige Spezialinstitute, darunter vor allem Orchesterakademien, Opernstudios und Akademien für Alte Musik, zur Aufgabe gemacht. Diese Akademien sind zusammen mit weiteren Fort- und Weiterbildungsinstituten, z. B. für zeitgenössische Musik, Jazz und Popularmusik, für instrumentale, vokale und pädagogische Studienergänzung bzw. Studienvorbereitung und Musiktherapie, in der Rubrik Sonstige Einrichtungen der Aus- und Fortbildung genannt. Initiativen und Projekte im Bereich der Musikvermittlung gewinnen im deutschen Musikleben stetig an Bedeutung. Die Rubrik Musikvermittlungsprojekte stellt Maßnahmen vor, die mit unterschiedlichen Zielen, Ansätzen und Schwerpunkten das Interesse für Musik anregen, fördern und vertiefen. Die hier aufgeführten Projekte sind in der Regel bundes- oder landesweit ausgerichtet und zeitlich nicht befristet. Einen Überblick über die Vielfalt lokaler, regionaler und überregionaler Musikvermittlungsaktivitäten, die von Orchestern, Musiktheatern und Konzerthäusern, von allgemeinbildenden Schulen und Musikschulen, von Vereinen, privaten Initiativen und anderen Trägern angeboten werden (z.B. Orchesterpatenschaften, spezielle Museen, Musikfeste oder Fortbildungseinrichtungen), bietet das "netzwerk junge ohren" in einer umfassenden Datenbank (derzeit in Aufbau).
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