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Statement der konstituierenden Sitzung des Bundesfachausschusses Neue Musik

anlässlich der Mitgliederversammlung 2003 des Deutschen Musikrates e.V. am 25.10.2003

Der Bundesfachausschuss Neue Musik ist bestürzt über die Kürzung der Projekte im Bereich der Neuen Musik und fordert das geschäftsführende Präsidium auf, alles für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Projekte der zeitgenössischen Musik zu tun. Es sind die Projekte "Konzert des Deutschen Musikrats" und die "Edition Zeitgenössische Musik".

Wir fordern das geschäftsführende Präsidium des Deutschen Musikrats zu überdurchschnittlichem Engagement in der Akquise von Drittmitteln für den Bereich Neue Musik auf und verlangen die Zusage der Zuführung aller zusätzlichen eingeworbenen Drittmittel in den Bereich Neue Musik.

Weiterhin soll der eingetragene Verein Deutscher Musikrat sowie die Deutscher Musikrat gemeinnützige Projektgesellschaft alle politischen wie lobbyistischen Mittel nutzen, auch neue Wege der Finanzierung und Flankierung zu entwickeln. Für die inhaltliche und methodische Beratung beider Institutionen steht der Bundesfachausschuss Neue Musik zur Verfügung.

Wir sind der festen Überzeugung, dass die nachfolgenden Generationen die Qualität des heutigen Musikrats und seines Präsidiums an seinem verantwortungsvollen Umgang mit dem künstlerischen Nachwuchs und der aktuellen Kunst messen werden. Wir stellen deshalb als Minimalforderung für das Projekt "Konzert des Deutschen Musikrats" im Haushaltsjahr 2004 300 T€ sowie für das Projekt "Edition Zeitgenössische Musik" 100 T€. Jede Kürzung in diesem Bereich hat fatale Konsequenzen und muss mit allen Mitteln unterbunden werden.

Der Bundesfachausschuss Neue Musik unterstützt nachdrücklich die Resolution der Ensemble-Konferenz, die der Mitgliederversammlung mit den Tagungsunterlagen zugegangen ist.

Der Bundesfachausschuss Neue Musik ist weiter an der Entwicklung neuer Projekte im Bereich aktueller Musik interessiert und ist zu Gesprächen und Kooperationen mit anderen Bundesfachausschüssen, den Partnerinstitutionen und auch den Zuwendungsgebern bereit.

Bonn, 25. Oktober 2003