Beschreibung: Als Musikpädagoge oder Chorleiter hat man es häufiger mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die scheinbar nicht singen können, selbst wenn sie es wollen; schlimmer noch: die nicht einmal hören können, was sie selbst oder andere singen. Da das Singen aber oftmals die einzige in Gruppen praktikable Möglichkeit des Musizierens ist, wird es gleichzeitig immer notwendiger, wenn diese Generation nicht völlig ohne eigenes Live-Musikerlebnis aufwachsen soll.
Die Relative Solmisation ist ein probater Weg, das Gehör als elementare Voraussetzung für das Musizieren dahingehend zu sensibilisieren, dass unabhängig von der Notation eine innere Tonvorstellung entsteht, dass auch das Tonartensystem sowie harmonische Zusammenhänge intuitiv hör- und erlebbar gemacht werden können und das musikalische Gedächtnis der Kinder soweit geschult werden kann, dass auch die Übertragung auf ein Instrument ohne Noten problemlos gelingt.
Der Workshop richtet sich an Musiklehrende aller Schulstufen, an Unterrichtende aus dem Instrumentalbereich sowie Kinderchorleiterinnen und -leiter. Im Mittelpunkt stehen praktische Übungen zur Festigung der Gehör- und Tonfestigkeit, die mit Schulkindern und Jugendlichen praktizierbar sind. Außerdem zeigen jugendliche Musikschülerinnen und -schüler in einer Unterrichtsdemonstration das Ergebnis jahrelanger Hörerziehung mittels Solmisation.
Heike Trimpert
studierte in Hamburg Violine und Instrumentalpädagogik und erwarb zahlreiche Zusatzqualifikationen (Rhythmik, Ensembleleitung, Bodypercussion u.a.). Relative Solmisation lernte sie bei Anikó Baberkoff-Montag, mit der sie zahlreiche Kurse leitete.
Solmisation wendet Heike Trimpert seit vielen Jahren in den verschiedensten Zusammenhängen an: als Kinderchorleiterin, an Musikschulen und Lehrkraft einer offenen Ganztagsgrundschule sowie als Musiklehrerin in der Gymnasialstufe. Im Frühjahr 2007 referierte sie zum Thema »Relative Solmisation« auf dem Deutschen
Musikschulkongress in Mannheim.