Beschreibung: Absolute Stille gibt es nicht. "Relative Stille" ist Voraussetzung für differenziertes Hören und musikalisches Gestalten. "Sounds are like bubbles on the surface of silence", ließ uns John Cage wissen. Motto, Losung, Mantra für diesen Workshop. Stille ist jedoch nicht Ruhe. Stille ist kalt. Stille ist oft genug angstbesetzt. Während der Horror Vacui und ein daraus resultierender Aktionismus gerade beim Improvisieren weit verbreitete Phänomene sind, soll an diesem Wochenende so etwas wie aktive Passivität erfahren werden. Durch Übungen und Vorgaben wie "den Klängen hinterher hören", "Close-to-silence-Spiel", "Die Stille einklammern" sollen u.a. folgende Fragen untersucht werden: Was ist der Unterschied zwischen nie, selten, oft und immer? Was ist der Unterschied zwischen Stille und Ruhe? Wie vermischen sich Stille und Nicht-Stille? Warum lässt sich durch Flüstern, Verstummen und das Auskosten des Hörschwellenerlebnisses so einfach Spannung erzeugen?
Kursleiter: Gerhard Uebele
Termin: 17.10.2008 - 19.10.2008
weitere Termine: Fr 20 – 22 h, Sa 10 – 18 h, So 10 – 16 h