Ralf-Ingo Bossan
Neue Musikverbreitungsmöglichkeiten im ARD Digital-Bouquet

Was ist das ARD Play-Out-Center?

Das ARD Play-Out-Center beim Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg in Potsdam-Babelsberg wurde 1997 als Gemeinschaftseinrichtung der „Arbeitsgemeinschaft öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland" (ARD), in der alle zehn Landesrundfunkanstalten zusammengeschlossen sind, gegründet.
Von Potsdam aus wird ARD Digital ausgestrahlt, das digitale Programm-Bouquet der ARD. Unverschlüsselt und ohne Extrakosten bietet es seinen Zuschauern die gesamte Programmvielfalt der ARD. Die digitale Programmfamilie umfasst derzeit 18 Fernsehprogramme, 22 Hörfunkangebote und die jederzeit per Fernbedienung abrufbaren interaktiven Zusatzdienste wie den Electronic Program Guide (EPG) – die elektronische Programmzeitschrift von ARD Digital – und den multimedialen ARD-Online-Kanal. Darüber hinaus gibt es bei ARD Digital neue interaktive TV-Formate und -Specials.
Die digitale Übertragungs- und Empfangstechnik ermöglicht mehr Programmvielfalt, aber auch einen besseren Empfang. Es können nun alle ARD-TV-Programme bundesweit digital empfangen werden. Durch die neuen multimedialen Zusatzdienste, die mit den Fernseh- und Hörfunkprogrammen verknüpft sind (EPG und ARD-Online-Kanal), entsteht ein vernetztes Programm-Bouquet der ARD.
Zu den vom Play-Out-Center digital verbreiteten 18 TV-Angeboten gehören: das ARD-Gemeinschaftsprogramm Das Erste, die Dritten Programme der Landesrundfunkanstalten, der Bildungskanal BR-alpha sowie die mit Partnern veranstalteten Kanäle PHOENIX, KI. KA, 3sat und ARTE sowie die drei zusätzlichen, im Play-Out-Center generierten Programme EinsMuXx, EinsExtra und Eins-Festival.
Dazu kommen derzeit die 22 Hörfunkprogramme der ARD: Bayern1, Bayern4Klassik, B5aktuell, Fritz, hr-chronos, hr2, hr-klassik, hr-xxl, JUMP, MDR info, MDR KULTUR, MDR SPUTNIK, NDR 4 INFO, RADIO 3, BREMEN 2, RADIO multikulti, SR1-Europawelle, SWR2, WDR 3, WDR Radio 5 und das DeutschlandRadio Berlin und der Deutschlandfunk.

Wie können die digital ausgestrahlten Programme empfangen werden?

Das digitale Programm-Bouquet wird unverschlüsselt und ohne Extrakosten über das Astra-Satellitensystem und bundesweit im Kabelnetz ausgestrahlt. Für den Empfang ist ein geeigneter Decoder notwendig, derzeit ein Universaldecoder (F. U. N.) mit dem Betriebssystem OpenTV, künftig wahrscheinlich ein Decoder mit dem Betriebssystem MHP (Multimedia Home Platform). Die Programme, allerdings ohne die digitalen Zusatzdienste, sind auch über die D-Box zu empfangen, mit der die meisten Abonnenten von Premiere ausgestattet sind. Außerdem sind Zuschauer, die über eine Satellitenschüssel mit Digital-LNB verfügen, die sie bereits zum Empfang von digital ausgestrahlten Radio-Programmen nutzen, in der Lage, die TV-Sendungen von ARD Digital zu sehen. Viele Musik-Fans wissen gar nicht, dass sie auf diese Weise neben ihren bevorzugten Radiosendern mit klassischer Musik auch das Programm EinsFestival mit seinen beiden Musik-Abenden empfangen können.
In den Programmzeitschriften, jedenfalls in ihrer gedruckten Form, werden die digital ausgestrahlten Zusatzprogramme der ARD bisher noch nicht veröffentlicht, sind aber schon in einigen Internet-Seiten dieser Zeitschriften zu finden. Über die Videotexttafeln von ARD Das Erste ab Seite 391 (EinsFestival einschließlich Musik auf den Tafeln 393 und 394) erfährt man zumindest, welche Sendungen am aktuellen und am folgenden Tag laufen. Internet-Nutzer sind gut beraten, wenn sie über die ARD-Portale Informationen über die Programme suchen (z. B. www.ard-digital.de). Titel und Sende zeiten für einen kürzeren Zeitraum werden auch von den internen Navigatoren verschiedener Digi tal decoder generiert. Spätestens ab 2010 sollen Fernsehprogramme in Deutschland ausschließlich digital verbreitet werden.
Fast alle Programmveranstalter sind inzwischen dazu übergegangen, ihre Sendungen nicht nur ana log, sondern parallel dazu auch digital auszustrahlen.

Welche Möglichkeiten nutzt die ARD zur digitalen Ausstrahlung von Musik-Programmen?<

Zusätzlich zu den Musik-Sendungen, die bisher schon in den Fernseh- und Hörfunkprogrammen der ARD-Programmfamilie ausgestrahlt werden, gibt es seit dem 1. Januar 2001 ein neues Angebot: EinsFestival Musik.
Im Jahr 2000 entschlossen sich die Landesrundfunkanstalten, versuchsweise auch die Musik-Schätze aus den ARD-Archiven auf einem ihrer digitalen Zusatzkanäle zu zeigen. Dazu wurde das Programm EinsFestival ausgewählt, in dem bis dahin fast ausschließlich Fernsehfilme der ARD gezeigt worden waren.
Die ARD ist mit mehreren eigenen Orchestern sowie Musikredaktionen in allen Landesrundfunkanstalten weltweit der größte Produzent von TV-Musikprogrammen von der Klassik bis zum Jazz und Rock. Viele der zum Teil sehr aufwendig produzierten Sendungen können aber in den Vollprogrammen, die ja die verschiedenartigen Interessen möglichst des gesamten Fernsehpublikums bedienen sollen und wollen, nur wenige Male ausgestrahlt werden, und dann oft erst zu später Stunde. Immer wieder erreichen die Sender Anrufe von Musikfreunden, die die eine oder andere Sendung versäumt haben oder noch einmal sehen möchten. Sie bekamen sehr oft die enttäuschende Antwort, dass eine wiederholte Ausstrahlung in absehbarer Zeit nicht vorgesehen sei. Um diesen Engpass zu mildern, wurden der Freitagabend und der Sonntagabend mit Beginn des Jahres 2001 vorerst für die Musik reserviert. An diesen beiden Abenden der Woche werden seit dem 1. Januar 2001 jeweils von 20.15 Uhr bis in den frühen Morgen (jeweils etwa 9 bis 10 Stunden) Musik-Sendungen ausgestrahlt, die von den ARD-Sendern in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten produziert wurden, eingeschlossen die Produktionen des ehemaligen DDR-Fernsehens. An den bundesweiten Feiertagen kommen ebenfalls, am Abend oder auch zu anderen Sendezeiten, Musik-Sendungen zum Einsatz, vorzugsweise solche, die dem entsprechenden Feiertag angemessen sind.
Die Musik-Redakteure der Landesrundfunkanstalten, die den Musikanteil des Gemeinschaftsprogramms EinsFestival gestalten, entwickelten ein Konzept für die Struktur der Musik-Abende. Ausschlaggebend war bei den Überlegungen die in anderen Sendern (außer 3-sat und ARTE) kaum noch realisierbare Möglichkeit, mehrere Sendungen zu einem bestimmten Thema zusammenzufassen und in einem Block auszustrahlen. Beispielsweise kann einer Konzertaufzeichnung ein Portrait des Solisten oder Dirigenten dieses Konzertes folgen. Auch eine Dokumentation über den Komponisten eines im Konzert gespielten Werkes oder über das Orchester selbst ist interessant. Ebenso die Kopplung verschiedener Werke eines Komponisten, die musikalische Umsetzung ein und desselben Themas durch verschiedene Musiker oder andere Varianten sinnvoller Verbindungen bzw. Gegen über stellungen. Dabei kann für EinsFestival Musik auf die Archive aller Landesrundfunkanstalten zurückgegriffen werden. Ein vom WDR produziertes Konzert kann z. B. mit einem vom BR hergestellten Komponistenportrait kombiniert werden. Reizvoll erscheint auch die Beobachtung des Entwicklungsweges etwa eines Interpreten oder zeitgenössischen Komponisten, wenn man Aufzeichnungen aus verschiedenen Lebensphasen einander folgen lässt. Auch die Gegenüberstellung unterschiedlicher Interpretationen eines Werkes durch verschiedene Künstler kann sinnvoll sein. D. h. aus diesem inhaltlichen Ansatz lassen sich vielseitige Kombinationen entwickeln.
In den meisten Fällen wird sinnvollerweise aus den von der Thematik her zueinander passenden Sendungen ein Block von ca. 3 Stunden Sendelänge zusammengestellt. Dies korrespondiert mit der Annahme, dass Zuschauer kaum länger als drei Stunden ununterbrochen vor dem Fernsehgerät sit zen. Allerdings ist diese Zeitbegrenzung nicht zwin gend, sondern kann variabel genutzt werden, bei spielsweise für einen mehrstündigen Themenabend.
Für interessierte Zuschauer, die eine Sendung oder ihren Anfang verpasst haben, wurde ein Programmschema entwickelt, bei dem die 3-Stunden-Blöcke in der Regel zweimal wiederholt werden: Sendungen, die an einem Freitag ab 20.15 Uhr in EinsFestival ausgestrahlt wurden, werden eine Woche später wiederholt, dann allerdings ca. 3 Stunden später, also gegen 23.15 Uhr. Eine zweite Wiederholung wird nach einer weiteren Woche ausgestrahlt, dann aber erst in den Nachtstunden, also in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend, gegen 2.15 Uhr. Analog wird auch mit den Sendungen am Sonntag verfahren.
Sinnvoll erschien es allen Redakteuren, die in teressierten Musikfreunde wissen zu lassen, welche Überlegungen sie dazu bewogen hatten, gerade diese Sendungen zu einem Themenabend zusammenzustellen. Deshalb werden die Beiträge in EinsFestival Musik von sachkundigen Moderatoren eingeführt. Es sind Mitarbeiter verschiedener Landesrundfunkanstalten, die sich nicht nur für die so genannte „ernste" Musik interessieren, sondern auch eine musikalische Ausbildung absolviert haben. Zu ihnen zählen Evelyn Fischer vom Mitteldeutschen Rundfunk, Wolfgang Binder vom Bayerischen Rundfunk, Patricia Moreno vom Norddeutschen Rundfunk, Thorsten Lorenz vom Südwestrundfunk, Ingrid El Sigai vom Hessischen Rundfunk, Sebastian Kolb vom Saarländischen Rundfunk und Jürgen Schläder vom Westdeutschen Rundfunk.
Der Moderator des jeweiligen Monats bekommt von den Redaktionen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Sendungen. Die Anmoderationen für eine Sendung sind im Allgemeinen nicht länger als zwei Minuten.
Die Musik-Redakteure der Landesrundfunkanstalten haben in der Vorbereitungszeit der Musikabende die Idee entwickelt, die Programme wenn möglich zu monatlichen Themenschwerpunkten zusammenzufassen. Dabei ist der Freitagabend vor allem der konzertanten Musik, der Sonntagabend den musiktheatralischen Formen wie Oper, Operette, Ballett/ Tanz, den speziell für die Fernsehausstrahlung gestalteten Musiksendungen sowie den Musik-Festivals gewidmet. So gab es beispielsweise Monatsschwerpunkte zu den Themen:

Dabei kommen z. T. Archivmaterialien zur Ausstrahlung, die lange Zeit nicht ausgestrahlt wurden. Oft ist es nötig, diese Materialien erst wieder in einen sendefähigen Zustand zu versetzen, sei es, dass ein Überspielen von Filmrollen auf MAZ-Bänder einschließlich Farbkorrektur und Tonverbesserungen vorgenommen werden muss oder dass Fehler oder Alterungserscheinungen des Bandmaterials korrigiert werden müssen. Diese Arbeiten erfordern häufig einen großen Zeit- und Kostenaufwand. Diejenigen Sendungen, die für eine Ausstrahlung aufbereitet werden können, sind dann allerdings vom Material her oft nach langer Zeit wieder einsetzbar. Insofern erwirbt sich das ARD Play-Out-Center auch hinsichtlich der Erhaltung und Wiederaufbereitung wertvoller Archivmaterialien Verdienste.
Ein wesentlicher Aspekt für den Programmein satz ist die Klärung der Senderechte durch die Honorar- und Lizenzabteilungen der Landesrundfunkanstalten.
Mindestens einmal monatlich versucht die Planungsgruppe der „Musikabende", einen prominenten Vertreter der Musikszene aktuell zu einem der Themenschwerpunkte zu befragen. Es waren bisher u. a. zu Gast:

Im Jahr 2001 sind in EinsFestival Musik 322 Musik-Sendungen aus den ARD-Archiven ausgestrahlt worden.

Welche zusätzlichen Möglichkeiten bietet die digitale Verbreitung von Musik-Programmen – heute und in Zukunft?

Alles bisher Dargestellte könnte auch auf herkömmliche Weise, also analog gesendet werden. Wo liegt nun der Vorteil bzw. der Mehrwert der digitalen Ausstrahlung?
Bei der analogen Verbreitung von Programmen kommen nur jene Informationen zur Geltung, die in den Sendungen selbst vermittelt werden. Lediglich per Videotext kann der Zuschauer einige wenige zusätzliche Texte abrufen. Bei der Entstehung einer Sendung wird jedoch wesentlich mehr Hintergrundwissen gesammelt. Die Redakteure eignen sich umfangreiche Kenntnisse zum Thema einer Sendung an.
Bei der digitalen Ausstrahlung von Sendungen lassen sich jedoch zahlreiche Informationen an die Sendung selbst „andocken" bzw. als Datenströme so zur Verfügung stellen, dass sie bereits vor und/ oder auch im Anschluss an die Ausstrahlung abrufbar sind.
Gegenwärtig ist es aufgrund der personellen, finanziellen und technischen Gegebenheiten des ARD Play-Out-Centers nur möglich, eine begrenzte Anzahl von Informationen der Sendung folgen zu lassen. Das sind neben den Titeln der Musik-Sendungen vor allem die Titel der gespielten Werke, die Interpreten und ein mehr oder weniger ausführlicher Pressetext. Dabei ist zu bedenken, dass die Pressetexte nicht in jedem Fall unbearbeitet übernommen werden können. Informationen aus Sendungen, die vor längerer Zeit produziert wurden, müssen aktualisiert werden. So ist z. B. der damalige Chefdirigent eines Orchesters inzwischen in anderer Funktion tätig, steht vielleicht einem anderen Orchester vor. Oder mitwirkende Künstler haben eine Entwicklung genommen, die zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung noch nicht absehbar war, aber für den heutigen Zuschauer durchaus erwähnenswert und interessant ist. Die Aktualisierung der programmbegleitenden Texte und anderer Hintergrundinformationen wird mit erheblichem redaktionellem Aufwand realisiert. Im Laufe der Zeit entsteht auf diese Weise im Play-Out- Center ein Pool von Informationen, der später auch von anderen Programmveranstaltern innerhalb der ARD genutzt werden kann.
Besitzer von Universaldecodern (F. U. N.) mit den Betriebssystemen OpenTV oder MHP (Multimedia Home Platform) können die o. g. digitalen Zusatzdienste bereits heute nutzen. Die Informationen werden im Elektronischen Programmführer (Electronic Program Guide/ EPG) und im Online-Kanal bereitgestellt.
Der EPG ermöglicht schnell einen systematischen Überblick über alle Angebote von ARD Digital. Je nach Interesse bietet er knappe oder ausführliche Informationen zu den ausgewählten Sendungen, dazu Tipps zu den Highlights des Tages und eine komplette Vorschau auf die Programmwoche. Besonderes Markenzeichen des EPG ist das Lesezeichen. Damit lässt sich ein maßgeschneidertes immer wieder neues Programm nach den persönlichen Wünschen und Ansprüchen jedes Zuschauers zusammenstellen. Das vielfältige ARD-Angebot kann nach den eigenen Vorlieben sortiert werden, per Knopfdruck auf der Fernbedienung lassen sich die persönlichen Lieblingssendungen vormerken. Wird im Lesezeichen z. B. der Wunsch gespeichert, Musiksendungen aus dem Programm zu filtern, dann werden alle diese Sendungen aus dem gesamten Bouquet der ARD-Senderfamilie aufgelistet, sowohl im Fernsehen als auch im Hörfunk. Steht der Beginn einer solchen Sendung bevor, wird ein entsprechender Hinweis auf dem Fernsehschirm eingeblendet. In absehbarer Zeit soll sich auf diese Weise auch der Videorecorder vom EPG aus automatisch programmieren lassen.
Der ARD-Online-Kanal im TV-Portal bietet ständig aktualisierte Meldungen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport an. Darüber hinaus stellt er neue multimediale Möglichkeiten für das Fernsehen der Zukunft vor, wie z. B. redaktionell aufbereitete Service-Angebote zu beliebten Fernseh- und Radiosendungen der ARD. Bei den neuen interaktiven TV-Formaten von ARD Digital können die Zuschauer mitraten und Preise gewinnen.
Für die Musik stecken diese Zusatzangebote zwar noch in den Anfängen, werden aber nach und nach weiterentwickelt. Über den EPG ist es heute schon möglich, die bereitgestellten Zusatzinformationen zu einer Sendung während der Ausstrahlung auf dem Bildschirm einblenden zu lassen. Wann und auf welche Weise das geschieht – z. B. bildfüllend oder als Bild im Bild – entscheidet der Zuschauer individuell mit der Fernbedienung. Im ARD Play-Out-Center wird gegenwärtig auch für die Musik die Möglichkeit entwickelt, weitere, zusätzliche Informationen zu ausgewählten Sendungen bereits vor der Ausstrahlung einer Sendung und auch für eine gewisse Zeit danach per Online-Kanal abzurufen. Ähnlich wie über Links im Internet sollen dann Hintergrundinformationen abrufbar sein, wie z. B. die Vita der Komponisten und der mitwirkenden Künstler, das Textbuch einer Oper oder die deutsche Übersetzung der Texte eines in Originalsprache ausgestrahlten Musikwerkes, Anmerkungen zur Entstehung einer Komposition sowie wörtliche Zitate der Autoren, Hinweise auf Fachliteratur zu Themen der Sendungen, später möglicherweise auch Verzeichnisse der auf DVD, Videokassette, CD oder anderen Speichermedien vorhandenen Versionen eines Werkes, die in nächster Zeit vorgesehenen Live-Aufführungen der soeben gesendeten Musikstücke oder die Tourneedaten bedeutender Musiker. Die Liste ließe sich fortsetzen. Zusätzlich zu den schriftlichen Informationen kann sich der Zuschauer Standbilder bzw. Audio- oder Videosequenzen aus Sendungen abrufen. Über Rückkanäle soll künftig auch die Kommunikation zwischen Zuschauern und Programmveranstaltern möglich sein.
Diese zusätzlichen Möglichkeiten des digitalen Fernsehempfangs sollen in den kommenden Jahren nach und nach bereitgestellt werden.
Für die Musikfreunde wird es dann möglich sein, sich ihr spezielles Musikprogramm einschließlich aller Zusatzdienste nicht nur in Eins-Festival, sondern aus den Angeboten aller Sender der ARD-Programmfamilie zusammenzustellen. Die Bemühungen der Musik-Redaktionen der Landesrundfunkanstalten und des Play-Out-Centers in Potsdam richten sich darauf, die Musik angebote im digitalen Bouquet der ARD weiter auszubauen.

Ralf-Ingo Bossan ist Redakteur EinsFestival Musik im ARD-Play-Out-Center Potsdam.