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04.11.2020 Alvin Lucier erhält den Giga-Hertz-Preis 2020 für sein Lebenswerk

 

Seit 2007 vergeben ZKM und SWR EXPERIMENTALSTUDIO den Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik. Auch 2020 werden die PreisträgerInnen im Rahmen eines zweitägigen Festivals geehrt. In diesem besonderen Jahr wird die Veranstaltung vollständig und kostenfrei im ZKM-Livestream übertragen.

Die Giga-Hertz-Produktionspreise gehen dieses Jahr an PreisträgerInnen mit einem Fokus auf immersive, audiovisuelle Werke. Zusätzlich zur feierlichen Preisverleihung werden die ausgezeichneten Kompositionen aufgeführt. Die Verleihung findet am Abend des 28. November 2020 in digitaler Anwesenheit aller PreisträgerInnen statt.

Der mit 10.000 Euro dotierte Giga-Hertz-Hauptpreis 2020 geht in diesem Jahr an Alvin Lucier. Die Kompositionen des US-amerikanischen Künstlers beeinflussen seit Mitte der 1960er-Jahre nachhaltig die neue, experimentelle Musik und die Klangkunst. Als Forschender beschäftigt er sich in seinen Werken mit der phänomenologischen Verschmelzung von Akustik, Stimme und Klang als physischer Äußerung – sei sie elektronisch, instrumental oder anhand von Eigenschwingungen mikrophonierter Gegenstände wie beispielsweise Vasen – und als Partner in geteiltem Gespräch.

Vier Kompositionen aus dem Lebenswerk des Komponisten werden am Sonntag, 29.11.2020, ab 19 Uhr im Livestream zu hören sein. Zusätzlich wird ein weiteres, als zweitätige Installation aufgebautes Werk des Klangpoeten online erlebbar sein.

Aus rund 130 internationalen Einreichungen nominierte die Jury außerdem zwei herausragende Werke: Chris Cheung alias h0nh1m erhält für die audiovisuelle Performance RadianceScape 2016 den mit 5.000 Euro dotierten Giga-Hertz-Produktionspreis. Das als fortlaufendes Forschungsprojekt angelegte Stück visualisiert live die radioaktiven Strahlungsdaten verschiedener Großstädte und setzt diese in Relation zu den Strahlungsdaten von Tschernobyl und Fukushima.

Der zweite Produktionspreis, ebenfalls verbunden mit einem Preisgeld von 5.000 Euro, geht an Mark Pilkington für seine Komposition Hidden Forest. Die algorithmische, audiovisuelle Performance kombiniert eine Vielzahl an Medienelementen und untersucht das Zusammenspiel von Technologie und Ökologie, von natürlichen und künstlichen Entitäten.

Außerdem erhalten das Künstlerinnenduo Annie Rüfenacht & Sandra Schmid für die audiovisuelle Performance Kataklasit als auch Siamak Anvari für sein 24-kanaliges Fixed-Media-Stück Hafthasht je eine lobende Erwähnung. Weiterführende Informationen in Form von Jurystatements zu den PreisträgerInnen sind in der vollständigen Pressemitteilung zu finden.

Der Jury gehörten in diesem Jahr an: Prof. Ludger Brümmer (Komponist und Leiter ZKM | Hertz-Labor), Prof. Dr. h.c. mult. Peter Weibel (künstlerischer Leiter ZKM), Detlef Heusinger (künstlerischer Leiter des SWR Experimentalstudios), Dr. Palle Dahlstedt (Komponist, Professor für »Art & Technology« an der Aalborg Universität und Wissenschaftler für computergestützte Kreativität an der Gothenburg Universität), Björn Gottstein (Musikwissenschaftler und künstlerischer Leiter der Donaueschinger Musiktage), Natasha Barrett (Komponistin und Professorin für »Composition, Music Theory and Music« an der Norwegian Academy of Music), François Bonnet (Komponist und künstlerischer Leiter der Groupe de Recherches Musicales (GRM)).

Die Veranstaltung beginnt am 28.11.2020 um 19 Uhr im Livestream unter: zkm.de/giga-hertz-preis

Quelle: https://zkm.de

 
 

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