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05.02.2020 Preis der deutschen Schallplattenkritik gibt Ehrenpreise 2020 und die Nachtigall 2020 bekannt

 

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. gibt heute die Ehrenpreise 2020 und die Nachtigall 2020 bekannt, wie sie vom Jahresausschuss gekürt wurden. Mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet werden drei Persönlichkeiten der Musikwelt, die in ihrem jeweiligen Wirkungskreis neue Maßstäbe setzen und zugleich für den Tonträger als Kulturgut einstehen: der Dirigent François-Xavier Roth, der Produzent und Musikwissenschaftler Alberto Basso und der Musiker und Musikproduzent Moses Pelham. Die Nachtigall 2020 geht an Brigitte Fassbaender –  eine Ausnahmesängerin, prägend für mehr ein halbes Jahrhundert der Gesangskultur auf Opernbühne und Konzertpodium, einerseits lebendig in der Erinnerung unzähliger Menschen in vielen glanzvollen Mezzo-Rollenporträts, andererseits Idol und Lehrmeisterin für Generationen von Sängern und gleichermaßen nachhaltig erfolgreich als Regisseurin und Intendantin.

Zu den Begründungen der Jury

Mit der Nachtigall – einer von dem Künstler Daniel Richter entworfenen Bronzeskulptur – zeichnet der PdSK herausragende Künstler aus, die unser Musikleben nachhaltig beeinflusst und zum Besseren gewendet haben – und noch wenden. Unter anderem sind Murray Perahia, Leonard Cohen, Nikolaus Harnoncourt, Christian Gerhaher, der RIAS Kammerchor und die Jazzpianistin Irène Schweizer Nachtigall-Preisträger.

Die Preise werden in festlichem Rahmen mit Publikum überreicht werden. Zeitpunkt und Ort gibt der PdSK e.V. jeweils zeitnah bekannt.

Im Jahresausschuss 2019 wirkten mit: Eleonore Büning (Jury Kammermusik & Grenzgänge), Torsten Fuchs (Jury R&B, Soul, HipHop), Christoph Irrgeher (Jury Grenzgänge), Mike Kamp (Jury Folk & Singer/Songwriter, Folker), Joachim Mischke (Jury Filmmusik), Max Nyffeler (Jury Oper I), Wolfgang Schreiber (Jury Historische Aufnahmen), Michael Stegemann (Jury Konzerte), Juliane Streich (Jury Rock), Heinz Zietsch (Jury Grenzgänge)
 
 Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik“ e.V. ist ein unabhängiger Zusammenschluss von deutschsprachigen Kritikern. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt, er finanziert sich durch Spenden und freut sich über jegliche Unterstützung. Der PdSK wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL).

Quelle: https://www.schallplattenkritik.de

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Preis für François-Xavier Roth
Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Gürzenich-Kapellmeister erhält Ehrenpreis 2020 der deutschen Schallplattenkritik

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. hat heute die Ehrenpreisträger bekannt gegeben: Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln François-Xavier Roth erhält den Ehrenpreis 2020 und ist damit der jüngste bisher ausgezeichnete Ehrenpreisträger in der Geschichte des renommierten Preises. Im Gegensatz zum Jahrespreis, den Roth 2015 für die Einspielung von „Le Sacre du Printemps“ mit Les Siècles erhalten hat, bezieht sich der Ehrenpreis auf sein gesamtes Wirken. „In gewisser Weise ist der Ehrenpreis schon ein Preis für das Lebenswerk“, schreibt die Vorsitzende des Preises der deutschen Schallplattenkritik, Dr. Eleonore Büning, in einem Brief an Roth. Der Rahmen der Preisübergabe wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Die Jury setzt sich aus deutschsprachigen Kritikern zusammen. Für den Jahresausschuss 2019 begründet Joachim Mischke den Ehrenpreis für Roth: „Ein Dirigent, der sich aufs Universalistendasein spezialisiert hat: Klingt widersprüchlich, ist aber nur konsequent, wenn man so vielseitig, so wach und aktiv ist wie François-Xavier Roth. Ebenso beliebt wie erfolgreich, setzt er als Kölner Generalmusikdirektor und Gürzenich-Chefdirigent Saison für Saison neue Akzente. Das von ihm begründete französische Originalklang-Ensemble Les Siècles hat er nebenbei zu internationalem Erfolg geführt. […] Seine Repertoire-Bandbreite reicht von frühem Barock bis in die jüngste Gegenwart. Und mit jedem Projekt, das er anpackt, setzt Roth neue Maßstäbe. Sein Motto: Musik provoziert. Das ist ein Erlebnis. Musik, die nicht provoziert, ist langweilig.“

„Es ist mir eine große Ehre und unbeschreibliche Freude, diese prestigevolle Auszeichnung zu erhalten, an der die Musikerinnen und Musiker meines Gürzenich-Orchesters und die Mitglieder meines französischen Ensembles Les Siècles großen Anteil haben“, dankt Generalmusikdirektor und Gürzenich-Kapellmeister François-Xavier Roth.

„Der Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik zeigt, dass François-Xavier Roth seit vielen Jahren Großartiges leistet – mit dem Gürzenich-Orchester ebenso wie mit seinem selbst gegründeten Ensemble Les Siècles“, freut sich Oberbürgermeisterin Henriette Reker. „Der Ehrenpreis für das Lebenswerk kommt wörtlich genommen natürlich viel zu früh – denn die Musikwelt hat noch viele preiswürdige musikalische Großtaten von Maestro Roth zu erwarten.“

„In seinen kraftvollen und charismatischen Konzerten mit dem Gürzenich-Orchester Köln wird immer wieder deutlich: Musik ist keine abstrakte Kunst, sondern erzählt vielmehr unmittelbar vom Leben“, erläutert Susanne Laugwitz-Aulbach, Beigeordnete für Kunst und Kultur der Stadt Köln. „Dafür steht François-Xavier Roth wie kaum ein anderer.“

Zum Hintergrund:

François-Xavier Roth ist seit Beginn der Spielzeit 2015/16 Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln. In seiner Amtszeit lässt er die romantischen Wurzeln des traditionsreichen Ensembles aufleben und schreibt die Geschichte des Orchesters mit neuen Auftragswerken weiter. Roth ist darüber hinaus Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra und „Associate Artist“ der Pariser Philharmonie, die diese Position eigens für ihn schuf, um die Vielfalt seines Wirkens zu würdigen. Bereits 2003 gründete Roth mit Les Siècles sein eigenes Orchester, das sowohl auf neuen wie auf alten Instrumenten musiziert, je nach Werk und oftmals im Wechsel während des gleichen Konzerts. Seit September 2019 ist Roth Intendant des „Atelier Lyrique de Tourcoing“ in Nordfrankreich.

Quelle: https://www.stadt-koeln.de

 
 

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