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14.02.2020 Deutsche Stiftung Musikleben vergibt beim 28. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds hervorragende Streichinstrumente an den Spitzennachwuchs

 

In diesem Jahr hält der Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ganz beson­dere Schätze bereit – darunter jahrhundertealte Meisterinstrumente von Rugeri, Storioni, Vuillaume und Gagliano – und lockt den Spitzennachwuchs im Streicherfach aus ganz Deutschland nach Hamburg, um sich eine der klangschönen Geigen, Bratschen und Celli zu erspielen oder die Leihfrist für ein bereits errungenes Instrument zu verlängern. Der Wettbewerb findet statt vom 21. bis 23. Februar 2020, Austragungsort ist traditionell der Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg. Die Wertungsspiele sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

59 aufstrebende Geiger, Bratscher und Cellisten im Alter von 13 bis 27 Jahren, die bereits bemerkenswerte Erfolge vorzuweisen haben, wurden zum Wettbewerb zugelassen und haben nun die Chance, die Fachjury unter dem Vorsitz der Geigerin und Stiftungsalumna Prof. Tanja Becker-Bender (Hamburg) mit ihrem Auftritt zu überzeugen. Jüngste Teilnehmerin ist die 13-jährige Geigerin Maya Wichert aus Gröbenzell. Ganz besonders spannend wird es in diesem Jahr bei den Celli: Fünf unserer zum Teil langjährigen Cello-Stipendiaten sind der Förderung entwachsen und werden daher nun ihr Instrument abgeben, so z.B. der rund um den Globus konzertierende Benedict Kloeckner oder Valentino Worlitzsch, ab der Spiel­zeit 20/21 Solocellist des Leipziger Gewandhausorchesters. Unter den „Heimkehrern“ befinden sich auch einige besondere Schätze wie etwa ein Cello von Nicolas Lupot, Paris 1821, das Nicolas Altstaedt 11 Jahre lang auf seinem außergewöhnlichen Weg begleitet hat, und ein anderes von Jean Baptiste Vuillaume, Paris 1845, das in den 1990er Jahren von Eckart Runge gespielt wurde.

„Die Wertungsspiele im Spiegelsaal sind ein intensives Erlebnis, das tiefe Einblicke gibt in das erstaunlich hohe Niveau der jüngeren Teilnehmer, wie des erst 14jährigen Leonard Toschev aus Leipzig, der sich im letzten Jahr eine klangschöne Violine von Enrico Ceruti erspielt hatte, und die außerordentliche musikalische Entwicklung der weit fortgeschrittenen Stipendiaten, wie etwa der Geiger Albrecht Menzel und Mayumi Kanagawa, die zur jungen Elite im Streicherfach zählen und mit ihren Instrumenten aus dem Fonds bedeutende internationale Wettbewerbe gewonnen haben,“ so Irene Schulte-Hillen. Als Präsidentin der Deutschen Stiftung Musikleben und Initiatorin des Deutschen Musikinstrumenten­fonds vor 28 Jahren traf sie hier schon auf heutige Stars in jungen Jahren wie Julia Fischer, Johannes Moser, Isabelle Faust, Julian Steckel, Viviane Hagner und Veronika Eberle.

Den Abschluss des Wettbewerbs bildet das Preisträgerkonzert am Sonntag, dem 23. Februar 2020 um 18 Uhr, in der Sammlung Beurmann im MKG mit feierlicher Übergabe der Instrumente an die Stipendiaten. Viele der Treugeber reisen eigens an, um ihre kostbaren Familienstücke an den Nachwuchs zu übergeben. Aufgrund des begrenzten Platzangebots nur für geladene Gäste, wird das Konzert aufgezeichnet und am 5.7.2020 ab 21.05 Uhr im Deutschlandfunk als „Konzertdokument der Woche“ gesendet.

Quelle: http://www.deutsche-stiftung-musikleben.de/