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27.11.2020 Fünf Ensembles stehen auf der Shortlist für den Preis Innovation 2020

 

Die Jury unter Leitung des Intendanten der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, hat fünf Ensembles mit ihren Projekten für die Shortlist des Preises Innovation 2020 ausgewählt.

„Auch in diesem Jahr von der Corona-Pandemie geprägten Jahr wollen wir durch die Vergabe des Preis Innovation 2020 zeigen, wie innovativ das Musikland Deutschland trotz aller aktuellen Einschränkungen weiterhin ist. Wir sind fest davon überzeugt, dass diese beispielhaften Projekte eine überregionale Wahrnehmung und Würdigung verdient haben“, so Langevoort.

Erstmals stand neben professionellen Orchestern auch professionellen Chören und Big Bands die Möglichkeit für eine Bewerbung offen. Der seit 2017 vergebene Preis ist mit 15.000 € dotiert. Der Preisträger wird in ca. einer Woche bekannt gegeben.

Die Playalong-App der WDR Big Band bietet Jazzbegeisterten die Gelegenheit, per App gemeinsam mit einer international renommierten Big Band zu musizieren. Jedes der eigens komponierten Arrangements kann angehört, elf Instrumente können als Solospuren ausgewählt werden. Dafür sind Noten sowie Audiofiles hinterlegt, die sich über eine externe Übe-Software auch in langsamerem Tempo abspielen lassen. Die kostenlose App unterstützt Schul- und Amateur-Big Bands sowie Hobbymusiker, bietet aber auch angehenden Profis die Möglichkeit zur Weiterbildung auf hohem Niveau.

Pachelbel 4.0 ist ein digitales Projekt der Nürnberger Symphoniker, für das man Johann Pachelbels berühmten Kanon in D mit Unterstützung des Medienpartners BR-KLASSIK aufnahm und einer breiten Öffentlichkeit per Video zur Verfügung stellte. Die Aufforderung lautete, das Video allein oder im Ensemble abzuspielen, zugleich mit Instrument oder Stimme eine eigene Melodie dazu zu erfinden und eine neue Video-Aufnahme zurückzusenden. Rund 200 Beiträge gingen aus diesem Community-Projekt hervor, im Zusammenschnitt ein bunter und kreativer, ein „neuer europäischer Kanon“.

Die Hamburger Symphoniker haben das Projekt „Die liebe Erde überall“ konzipiert, um das Verhältnis von klassischer Musik und Internet künstlerisch zu reflektieren. Unter dem Eindruck der Pandemie wählte man als Ausgangspunkt Gustav Mahlers „Lied von der Erde“, das Erfahrungen von Trauer und Abschied thematisiert. Im ersten Schritt waren an sechs Abenden zeitgleich gestreamte Konzerte zu erleben, philosophisch-poetische Kommentare, Videokunst und eine durch Künstliche Intelligenz erschaffene Bildwelt. Im zweiten Teil des Projekts wurde das Geschehen zu einem audiovisuellen Konzert vor live-Publikum weiterentwickelt.

Der Rundfunkchor Berlin setzte mit „THE WORLD TO COME“ seine Reihe transdisziplinärer Projekte fort. Tilman Hecker (Konzept und Szene) und Birte J. Bertelsmeier (Partitur) verbanden Beethovens „Missa solemnis“ mit zeitgenössischen Musikströmungen, die polyphone Textur dieses Werkes mit dem Aufeinander-Hören als Grundlage allen Zusammenlebens. Anders als bei einer gewöhnlichen Aufführung kamen in der Konzertinstallation unterschiedliche Stimmen, Traditionen und Publikumsschichten zusammen, verbanden sich oder verblieben im Widerspruch. Auf künstlerische Weise erprobte man damit die Vielstimmigkeit einer kommenden Welt.

Das Staatsorchester Stuttgart und das SWR Symphonieorchester haben als erste Orchester in Deutschland 1:1 Concerts von jeweils 10 Minuten ins Leben gerufen. Nach der Idee von Marina Abramovics „The Artist Is Present“ musiziert nur eine Person für einen Zuhörer: musikalische Intimität bei sicherem Abstand, ein persönliches Kunsterlebnis mit intensivem Blickkontakt. Das Konzept basiert auf den vier Säulen „Unterstützung der freischaffenden Szene“, „die Arbeit von Musikerinnen und Musikern ermöglichen“, „Live-Musik zugänglich machen“ und „neue Orte erschließen“. Mitglieder beider Orchester unterstützen damit ihre durch die Corona-Krise in Not geratenen freischaffenden Kolleginnen und Kollegen, indem Zuhörende für den Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung spenden, anstatt Eintrittsgelder zu entrichten.

Jurymitglieder:

Louwrens Langevoort (Vorsitz)
Intendant, Kölner Philharmonie und Geschäftsführer, KölnMusik GmbH

Dr. Susanne Litzel,
Stellv. Vorsitzende Kuratorium der Deutschen Orchester-Stiftung
Geschäftsführende Gesellschafterin Klaus Herding GmbH Bocholt

Prof. Dr. Christiane Tewinkel
Professorin für Musikwissenschaft, Universität der Künste Berlin

Dr. Ute Welscher
Senior Expert Musikalische Bildung, Bertelsmann Stiftung Gütersloh

Alexander Meraviglia-Crivelli
Generalsekretär, Gustav Mahler Jugendorchester

Dr. Stefan Rosu
Intendant, Philharmonie Zuidnederland

Jean-Marc Vogt
Vorsitzender des Gesamtvorstands der Deutschen Orchestervereinigung

Quelle: https://orchesterstiftung.de

 
 

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