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19.05.2020 Kultur- und Medienministerrat der EU tagt zu Auswirkungen der Corona-Krise

 

Der Kultur- und Medienministerrat der EU ist heute zu einer Sitzung in Form einer Videokonferenz zusammengekommen. Im Zentrum der Ratssitzung standen die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Bereich Kultur und Medien.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärt dazu: „Ich bin meiner kroatischen Amtskollegin Nina Obuljen Koržinek sehr dankbar dafür, dass sie diesen wichtigen Austausch ermöglicht hat. Auf der Grundlage der von Deutschland initiierten Gemeinsamen Erklärung der 26 EU-Kulturministerinnen und Kulturminister vom 6. Mai 2020, beraten wir nun wichtige Maßnahmen, die geeignet sind, Kreative und Medienschaffende zu stärken. Als Wesenskern unserer Gesellschaft brauchen Kultur und Medien unsere kräftige Unterstützung.“

Die Kultur- und Medienminister tauschten sich zu nationalen Hilfsmaßnahmen aus, mit denen die Künste und der Journalismus in den jeweiligen Mitgliedstaaten abgesichert werden können. Außerdem berieten sie über Möglichkeiten der Wiederaufnahme kultureller Veranstaltungen im Zuge der Corona-Krise.

„Der heutige Austausch hat deutlich gezeigt, dass Kultur und Medien als Ausdruck von Humanität in unseren demokratischen Gesellschaften der Ort sind, wo der europäische Gedanke lebt, wo Einheit in der Vielfalt gelingen kann. Denn Europa ist viel mehr als nur eine Freihandelszone. Kunst, Kultur und Medien sind Garanten für Solidarität und Zusammenhalt – gerade in Zeiten der Krise. Das ist heute deutlich spürbar geworden“ so Staatsministerin Grütters weiter.

Zugleich gab Kulturstaatsministerin Grütters auch einen Ausblick auf deutsche EU-Ratspräsidentschaft, die am 1. Juli 2020 beginnt:

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Kultur sowie auf die Kultur- und Kreativwirtschaft werden selbstverständlich einer unserer Schwerpunkte während der deutschen Ratspräsidentschaft sein. Im Medienbereich steht die Sicherung des Medienpluralismus im Vordergrund. Die Gewährleistung von Meinungs- und Medienfreiheit ist zentral für unsere Demokratie. In Krisenzeiten wie jetzt wird die Bedeutung eines breiten und vielfältigen Medien- und Meinungsspektrums mit unabhängigen Akteuren und qualitativ hochwertigen journalistischen Inhalten besonders deutlich. Darüber hinaus werden wir uns mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Kultur auseinandersetzen. Außerdem ist eine große Konferenz zum Umgang mit dem kulturellen Erbe im Humboldt Forum geplant. Begleitet wird die deutsche Ratspräsidentschaft mit einer Beethoven-Ausstellung im Bozar Museum in Brüssel, beendet werden soll sie mit einem Konzert unter der Leitung Daniel Barenboims mit Beethovens Neunter Sinfonie.“

Quelle: http://www.kulturstaatsministerin.de