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05.08.2019 Kunstminister Bernd Sibler gibt vier Preisträger des Bayerischen Kunstförderpreises 2019 bekannt

 

Den Kunstförderpreis 2019 in der Sparte „Musik und Tanz“ erhalten in diesem Jahr die Münchner Cellistin Raphaela Gromes, die in Absberg geborene Organistin Angela Metzger und das „Verworner Krause Kammerorchester (VKKO)“ als Musiker sowie der Balletttänzer Alexsandro Akapohi, der am Staatstheater Nürnberg engagiert ist. Das gab Kunstminister Bernd Sibler am 4. August 2019 bekannt: „Nachwuchsförderung ist eine enorm wichtige Säule unserer bayerischen Kulturpolitik. Es sind insbesondere die jungen Künstlerinnen und Künstler, die mit Ihrem Talent, ihrer Kreativität, ihrem Esprit und ihrer Ausstrahlung die Zukunft unseres kulturellen Lebens sichern. Sie gestalten sie in entscheidender Weise mit! Mit dem Kunstförderpreis wollen wir sie für ihre beeindruckenden Leistungen auszeichnen und sie zugleich bei ihrer weiteren künstlerischen Entwicklung unterstützen. Wir sind sehr stolz auf unsere jungen Talente!“

Jedes Jahr verleiht der Freistaat bis zu 16 Kunstförderpreise. Die ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler, Duos oder auch Ensembles werden dabei von einem 12-köpfigen Fachgremium vorgeschlagen. Die maximal 40 Jahre alten Preisträgerinnen und Preisträger verfügen über eine abgeschlossene Ausbildung und zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Begabung aus, die sie bereits unter Beweis stellen konnten. Die Preise für Einzelkünstler sind mit je 6.000 Euro dotiert, für Ensembles mit 10.000 Euro. Die Verleihung der diesjährigen „Bayerischen Kunstförderpreise“ in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Tanz, Literatur und Darstellende Kunst findet im November 2019 in München statt.

Informationen zu den einzelnen Preisträgerinnen und Preisträgern:

Die Münchner Cellistin Raphaela Gromes studierte an der Mendelssohn-Bartholdy-Hochschule in Leipzig sowie an der Musikhochschule in München und an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Als Solistin gab sie bereits Konzerte mit Kent Nagano, Christoph Altstaedt und dem Beethoven-Orchester Bonn. Mit ihrem Duo-Partner, dem Pianisten Julian Riem, konzertiert sie im In- und Ausland. Raphaela Gromes gewann bereits 2012 den Richard Strauss-Wettbewerb, 2013 den internationalen Concorso Fiorindo Turin. Sie wurde u.a. mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Cello solo ausgezeichnet und vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl junger Solisten aufgenommen. Die Jury würdigt sie als „Vollblutmusikerin“, die „aufgrund ihrer Bühnenpräsenz, natürlichen Ausstrahlung und authentischen Vermittlungsgabe eine Ausnahmepersönlichkeit darstellt.“

Die in Absberg geborene Organistin Angela Metzger studierte an der Hochschule für Musik und Tanz München sowie am Innsbrucker Landeskonservatorium. Zu ihrem Repertoire zählt die gesamte Bandbreite der Orgelliteratur von der Spätrenaissance bis zu Neukompositionen. Weltweit beeindruckt sie mit ihrem Talent und Können: Sie wurde beim internationalen Orgelwettbewerb in Tokyo, in Saint-Maurice, in Wuppertal sowie beim ARD-Wettbewerb München ausgezeichnet. Die Jury sieht in Angela Metzger „eine ganz außergewöhnliche junge Künstlerin, die die ‚Königin der Instrumente‘ wie kaum jemand in ihrer Generation beherrscht.“ Eine hervorragende Spieltechnik zeichne sie ebenso aus wie eine hohe interpretatorische Intelligenz und ein hingebungsvoller Einsatz für das zeitgenössische Repertoire.

Das Verworner Krause Kammerorchester (VKKO), bestehend aus Streichquartett, Bläserensemble und Jazz-Rhythmusgruppe, die durch Live-Elektronik ergänzt wird, geht zurück auf Christopher Verworner und Claas Krause. Sie gründeten das Ensemble im Jahr 2014. Dem VKKO gehören 18 Musikerinnen und Musiker an – Studentinnen und Studenten sowie Alumni der Hochschule für Musik und Tanz München. Das Orchester überzeugte die Jury mit der „unbändigen Lust am Experimentieren, am Utopischen der eigenen Klangerfindungen und der kompromisslosen Intensität im gemeinsamen Performen.“ Virtuos und ideenreich bespiele das VKKO die Experimentierfläche zwischen den gewohnten Erscheinungsformen aktueller Musik: von Electro und Techno bis zu Jazz und zeitgenössischer Musik. „Vor allem aber erschließt es die aufregenden Übergänge zwischen den vorgestanzten Stilformaten“, hebt die Jury hervor.

Der Balletttänzer Alexsandro Akapohi ist seit der Spielzeit 2015/2016 Solist am Staatstheater Nürnberg. Der gebürtige Brasilianer absolvierte seine Ausbildung zum professionellen Tänzer an der Akademie für Bühnentanz Princesse Graace, die an die Ballettcompagnie Les Ballets de Monte Carlo angeschlossen ist. Er arbeitete mit renommierten Choreographen wie Marius Petipa, Jean Christophe Maillot, George Balanchine und Kenneth MacMillan. Die Jury sieht in Alexsandro Akapohi einen „äußerst musikalischen und hochsensiblen Tänzer mit Ausnahmebegabung“ sowie eine „wichtige Inspirationsquelle für die choreografische Arbeit innerhalb der Ballettcompagnie am Nürnberger Staatstheater“. Er verbinde makellose technische Präzision mit enormer Auffassungsgabe, Intelligenz und einer nie versiegenden Energie, so die Jury. Besonders lobt sie seine Interpretation des Puck in Goyo Monteros „A Midsummernight‘s Dream“.

Quelle: https://www.stmwk.bayern.de