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12.02.2020 Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein fordert eine Verdopplung der Landesförderung

 

Ein Saxofonquartett der Musikschule Neumünster fuhr am Freitag in Belegleitung eines Kamerateams von der Ostsee bis zur Nordsee und machte Musikschularbeit an ungewöhnlichen Orten erfahrbar. Das Quartett spielte vor Bahnhöfen und im Zug. Die Aktion „Musikschulen von Meer zu Meer“ wurde vom Landesverband der Musikschulen initiiert. Der Verband fordert damit eine umfangreichere Erhöhung der Landesförderung, um die Musikschulen im Land zu festigen und auszubauen.

Das Quartett sorgte für gute Stimmung im Zug und vor Bahnhöfen. Eine Mutter wippt mit ihrem Kind im Arm im Takt und viele Zuggäste holen ihr Smartphone heraus und machen Bilder und Videos. Die Musik steckt sofort an und macht gute Laune. Das Saxofonquartett zeigt erfolgreich, was Musikarbeit alles kann.
„Die Musikschule ist nicht nur ein Ort zum Musizieren. Hier trifft man Freunde und tauscht sich aus.“, so Stefan Back, Leiter der Musikschule Neumünster und Mitglied des Saxofonquartetts. Besonders in Zeiten der vermehrten rechtsextremen Hetze und Hass in der Gesellschaft sind Musikschulen unabdingbar. Sie sorgen nicht nur für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern können auch ein Ort der Demokratisierung sein.

Grund genug nachhaltige Perspektiven in der Musikschullandschaft zu schaffen. Dafür sind die öffentlichen Musikschulen jedoch auf Landesförderungen angewiesen. Die derzeitige Förderung gehört im bundesweiten Vergleich zu den Schlusslichtern. Eine Verdopplung der Landesmittel kann die Musikschullandschaft in Schleswig-Holstein gleich auf drei Ebenen verbessern: Eine umfangreichere Erhöhung kann helfen, die bestehenden Unterrichtsorte der Musikschulen weiter auszubauen. Dies ermöglicht mehr und vielfältigeren Unterricht auch in abgelegeneren Gebieten im schleswig-holsteinischen Flächenland. Eine Verdopplung der Landesmittel bringt auch den Musikschullehrkräften mehr Perspektive. Es können mehr Lehrkräfte in feste und abgesicherte Angestelltenverhältnisse übernommen werden. Das macht den Beruf auf für den Nachwuchs attraktiver. Doch besonders kann eine umfangreichere Erhöhung der Landesmittel die Möglichkeit der Teilhabe für alle steigern. Die Landesmittel können maßgeblich zur Senkung der Unterrichtsgebühren beitragen, sodass allen sozialen Schichten musikalische Bildung ermöglicht wird. Denn in Musikschulen kommen Menschen aller Generationen und mit verschiedenen ethnischen und soziokulturellen Hintergründen zusammen und lernen mit- und voneinander.

Der Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein setzt sich als Partner der Bildungslandschaft und Interessenvertreter der öffentlichen Musikschulen für die Festigung der öffentlichen Musikschulen ein. Musikalische Bildung ist unabdingbar für unsere Gesellschaft. Für den Erhalt und Ausbau der öffentlichen Musikschulen ist jedoch eine stärkere und dynamische Förderung durch Landesmittel zwingend notwendig. Daher fordert der Verband eine Verdopplung der derzeitigen Landesförderung.

Quelle: https://musikschulen-sh.de/