News

Zurück

In MyMIZ gespeichert

Eintrag in MyMIZ speichern

04.05.2020 Young Euro Classic sucht alternative Festivalformate für 2020

 

Young Euro Classic, das weltweit wichtigste Festival für Jugendorchester, wird diesen Sommer nicht in gewohnter Form stattfinden. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe sollte am 24. Juli im Konzerthaus Berlin beginnen. Nun geben die Regulierungen von Bund und Land im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus neue Rahmenbedingungen vor: „Wir tragen die Schutzmaßnahmen aus Überzeugung mit; die Gesundheit der Musiker*innen, des Publikums, aller Beteiligten hat die oberste Priorität“, sagt Festivalchefin Gabriele Minz. Dass die Orchesterkonzerte in diesem Jahr nicht stattfinden können, erfüllt sie und ihr gesamtes Festivalteam mit großem Bedauern. Gleichzeitig aber soll versucht werden, ohnehin gebeutelten Künstler*innen eine Perspektive und dem Publikum einen Grund zur Vorfreude zu bieten: „Wir arbeiten seit Wochen mit großem Engagement an alternativen Konzepten, denn Jugend, Musik und Europa stehen auch für Zukunftshoffnung“, so die Festivalleitung.

Wie so ein Alternativprogramm aussehen könnte, hängt von künstlerischen, gesundheitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen ab. Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt, von Anfang an Partner und Spielort von Young Euro Classic, bleibt bis zum 31. Juli geschlossen. Eine vorsichtige Öffnung ist nach aktuellem Stand ab 1. August zu erwarten. Dass dann wie gewohnt Jugendorchester aus aller Welt anreisen, ist angesichts der globalen Reisebeschränkungen ausgeschlossen. Vergessen werden die eigentlichen Protagonist*innen des Festivals bei dessen Neukonzeption aber keineswegs: „Wichtig wäre uns ein Zeichen an den musikalischen Nachwuchs“, erklärt Dieter Rexroth, Künstlerischer Leiter von Young Euro Classic: „Gebt nicht auf, das Leben geht weiter!“ Das alternative Programm soll mit gewohnt mitreißenden wie spannenden Beiträgen durch die kulturarme Zeit helfen.

Viele Orchester, die diesen Sommer nicht anreisen können, haben bereits angekündigt, in der kommenden Saison dabei sein zu wollen. Darunter das Tbilisi Youth Orchestra: „We will be more than happy to participate in YEC for the year of 2021“, teilte der Künstlerische Leiter Mikheil Mdinaradze mit. „Till then, we hope the world will move to a much more developed and positive reality.“

Ähnlich optimistisch ist auch Willi Steul, 1. Vorsitzender des veranstaltenden Freundeskreises: „Mag der Virus auch unberechenbar sein; klassische Musik bietet eine große Bandbreite von Möglichkeiten!“

Für das alternative Festivalformat im August prüft Young Euro Classic im Einvernehmen mit den zuständigen Behörden und dem Konzerthaus, unter welchen Umständen Konzerte zu realisieren wären. Dies wird noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Das Festival bittet daher alle Zuschauer*innen, alle Freund*innen um Geduld und Unterstützung.

Young Euro Classic ist dem Konzerthaus und den Partnern des Festivals, vor allem dem Hauptstadtkulturfonds, der KfW Bankengruppe, den Volksbanken und Raiffeisenbanken, der GVL, dem Auswärtigen Amt, dem Bundesfamilienministerium und der SARIAS Stiftung und allen Spender*innen sehr dankbar, dass sie diese noch ergebnisoffenen Bemühungen um ein alternatives Young Euro Classic Programm ab dem 1. August 2020 vertrauensvoll unterstützen.

Bereits gekaufte Tickets können erstattet, gutgeschrieben oder gespendet werden. Nähere Informationen dazu unter: www.young-euro-classic.de

Quelle: http://www.young-euro-classic.de