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16.02.2017 Preis der deutschen Schallplattenkritik veröffentlicht erste Vierteljahresliste 2017

 

Der Preis der deutschen Schallplattenkritik (PdSK e.V.) veröffentlicht heute seine erste Vierteljahresliste in 2017. Insgesamt haben 156 Juroren aus 32 Fachjurys die im letzten Quartal neu veröffentlichten Ton- und Bildtonträger gesichtet. Insgesamt wurden 282 Titel in 32 Kategorien für die Longlist nominiert. Aus dieser Vorauswahl schafften es jetzt 28 Titel auf die Liste der Besten. Mit einer Zehn-CD-Edition überzeugte noch einmal Wolf Biermann die Juroren der Hörbuch-Jury, als „Chronist des Widerstands“ - diesmal nicht mit Klampfe und Gesang, vielmehr mit seiner Autobiographie „Warte nicht auf bessre Zeiten“, gelesen von Burghart Klaußner. Zum wiederholten Mal erklomm auch Liedermacher Stephan Stoppok die Bestenliste, sechzigjährig und kein bisschen müde, mit einem Studioalbum „von gradliniger Frische“, wie die Juroren jubeln, es heißt: „Operation 17“. Ebenfalls immer wieder bestenlistenverdächtig: Das Huelgas Ensemble und Paul van Nevel, deren neuester Wurf, eine Konfrontation von Claudio Monteverdi mit seinen Zeitgenossen, das Monteverdi-Jahr glanzvoll eröffnet hat. Und auch die Rolling Stones melden sich unter den Besten zurück: ihr Vintage-Blues-Abenteuer „Blue & Lonesome“ begeisterte die Rock-Jury, wohingegen die Blues-Jury sich doch lieber überzeugen ließ von einem Konzertmitschnitt von Joe Bonamassa und seiner exzellenten Band. Die legendäre Geigerin Ginette Neveu, verstorben 1949 bei einem Flugzeugabsturz, ist Favoritin der Jury Historische Aufnahmen, die eine Neuveröffentlichung von Neveus letzter Rundfunkaufnahme prämiiert: Beethovens Violinkonzert, unter Hans Rosbaud in Baden-Baden gespielt: als ein „Lehrstück, im Gegensatz zu manch heutigem Lehrstück!“. Auch die quicklebendige junge Geigerin Tianwa Yang ist fast schon ständiger Gast der Bestenliste, die Konzerte-Jury bescheinigt ihr für ihre Neuaufnahme von Édouardo Lalos „Symphonie Espagnole“ eine „Sphäre völliger gestalterischer Freiheit“. Gleich mit ihrem ersten Solo-Album landete die junge Sopranistin Regula Mühlemann auf der Bestenliste, die Jury Lied entschied sich für ihr Mozart-Album. Ebenfalls ein glanzvolles Debut liefert das Neue-Musik-Ensemble LUX:NM aus Berlin ab, es schlug mit seinem Album „Luxus“ und fünf Ersteinspielungen junger Komponisten die Konkurrenz aus dem Feld. Die Jury Oper entschied sich für eine Dokumentation aus dem Bolschoi-Theater von Mikhail Glinkas „Ruslan und Ludmila“, inszeniert von Dmitri Tcherniakov, und die Juroren der Kategorie Kinder- und Jugendaufnahmen prämierte die „im Moment wohl coolsten Songs für Kids“, versammelt auf der Oetinger-LP- & CD-Edition „Unter meinem Bett 2“

Außerdem unter den Besten der Besten im Februar 2017: Die Dirigenten Christophe Rousset, Teodor Currentzis und Otto Klemperer, die Sängerinnen Kate Tempest und Solange Knowles, aus Istanbul Gaye Su Akyol, die Pianisten Daniil Trifonov und Maurizio Croci, die Komponisten Mieczysław Weinberg, Erwin Schulhoff und Ennio Morricone, das neue Jazztrio von Daniel Erdmann, die britische Folkband Faustus, die amerikanische Metalband High Spirits, der finnische Bassgitarrist Sami Yaffa, das österreichische Postrock-Industrial-Elektronik-Trio Radian und das Wachauer Blechbläserensemble Federspiel

Die komplette aktuelle Bestenliste mit den Begründungen der Jury ist online und als pdf-Dokument zu finden unter www.schallplattenkritik.de

Quelle: http://www.schallplattenkritik.de

 
 

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