Mit großer Betroffenheit hat der Deutsche Musikrat vom Tod seines Ehrenmitgliedes Prof. Thomas Brandis erfahren. Der Geiger, Instrumentalpädagoge und langjährige Konzertmeister der Berliner Philharmoniker engagierte sich u.a. verstärkt für die Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker. Am Donnerstag, 30. März 2017 starb er nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren.

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: "Mit Thomas Brandis verlieren wir einen herausragenden Musiker und eine bedeutende Persönlichkeit des internationalen Musiklebens. Neben seiner leidenschaftlichen Tätigkeit als Künstler, war ihm die Förderung des musikalischen Nachwuchses immer ein besonderes Anliegen. Die Ausbildung im Fach Violine prägte er als Professor an der Hochschule der Künste Berlin und der Musikhochschule Lübeck maßgeblich mit. Er war mehrere Jahre lang Vorsitzender der Leitungsgruppe Kammermusik von Jugend Musiziert des Deutschen Musikrates, gab weltweit Meisterkurse und war Juror bei verschiedenen internationalen Wettbewerben. Der Deutsche Musikrat wird Thomas Brandis ein ehrendes Andenken bewahren.“

Prof. Thomas Brandis wurde mit 26 Jahren Erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, denen er über zwei Jahrzehnte angehörte. Er war Mitglied der Philharmonischen Solisten Berlin, des Ensembles Villa Musica Mainz und gründete 1976 das Brandis-Quartett, das bei zahlreichen Festivals weltweit aufgetreten ist. Von 1983 bis 2004 war Brandis Professor für Violine an der Hochschule der Künste Berlin (heute Universität der Künste Berlin). Von 2002 bis 2015 war er Professor für Violine an der Musikhochschule Lübeck (MHL). Seit 2005 hatte er eine Gastprofessur an der Royal Academy of Music in London inne.

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