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01.02.2018 Tanzpakt - Exzellenzförderung im Tanz durch Bund, Land und Kommunen erstmals vergeben

 

TANZPAKT Stadt-Land-Bund ist eine gemeinsame Initiative von Kommunen, Bundesländern und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Exzellenzförderung im Tanz. Ziel ist die Förderung von substantiellen Projekten, die zur künstlerischen wie strukturellen Weiterentwicklung, Stärkung und Profilierung der Kunstform Tanz in Deutschland beitragen.

Die TANZPAKT-Jurymitglieder Felizitas Ammann, Esther Boldt, Marguerite Donlon, Claudia Feest, Cornelia Walter und Katharina von Wilcke haben in ihrer Sitzung am Dienstag, den 30. Januar 2018 über die Anträge der ersten Förderrunde entschieden. Aus den 26 eingereichten Projekten wurden acht ausgewählt. TANZPAKT Stadt-Land-Bund fördert die Vorhaben mit insgesamt 2.185.300 € und matcht mit diesem Betrag die von Kommunen, Bundesländern und weiteren Förderern bereitgestellten Mittel in Höhe von 2.930.358,60€. Das Antragsvolumen der ersten Förderrunde betrug rund 8 Mio € bei Projektgesamtkosten von mehr als19 Mio €.

Statement der Jury: „An der hohen Qualität und Vielfalt der Anträge lässt sich ein erfreulich großes Engagement der Künstler*innen und Institutionen, Länder und Kommunen für die Stärkung ihrer Tanzszenen ablesen. Durch seine besondere Struktur macht das neue Förderinstrument TANZPAKT Bedürfnisse und Defizite sichtbar, die in diesem Spektrum selten abgebildet werden. Zugleich haben die Anträge gezeigt, wie unterschiedlich die Voraussetzungen des Tanzes in den jeweiligen Bundesländern sind, eine Heterogenität, der unsere Förderentscheidung Rechnung trägt. “

Kulturstaatsministerin Monika Grütters stellte darüber hinaus fest: „Ich bin sehr froh, dass ich mit Mitteln aus dem Kulturetat dazu beitragen konnte, einen neuen „Tanzpakt“ zu schließen. Erfreulich ist dabei auch das immense Engagement der Kommunen und Bundesländer, mit denen gemeinsam durch diesen Pakt die Chancen für die Tanzszene vor Ort gestärkt werden. Die Anzahl und vor allem die Qualität der Anträge zeigen das große Potential des Tanzes für die Gesellschaft. Allen Akteuren ist an dieser Stelle zu danken.“

Geförderte Projekte der 1. Antragsrunde

Projekt: EinTanzHaus+
Antragsteller : EinTanzHaus Mannheim
Kofinanziert von: Land Baden-Württemberg, Stadt Mannheim

Das EinTanzHaus, beheimatet in der Mannheimer Trinitaskirche, soll sich zur professionellen Produktions -und Spielstätte in Süddeutschland mit internationaler Strahlkraft entwickeln. Dies geschieht zum einen durch den Ausbau des künstlerischen Programms und der Infrastruktur. Zum anderen werden Maßnahmen entwickelt wie z.B. ein neu aufgelegter Kunstpreis für interdisziplinäre Kunstprojekte oder der Aufbau einer Juniorcompany.

Projekt: Kooperatives Tanzentwicklungskonzept Freiburg
Antragsteller: Kulturamt Freiburg
Kofinanziert von: Land Baden - Württemberg, Stadt Freiburg

Als Ergebnis einer langjährigen gemeinsamen Vorarbeit von freier Tanzszene, bewegungsartfreiburg, E-WERK Freiburg und dem Kulturamt Freiburg soll dieses Projekt die Freiburger Szene nachhaltig entwickeln und den zeitgenössischen Tanz über Freiburg hinaus künstlerisch und strukturell stärken, vernetzen und prägen

Projekt: Making A Difference (MAD) 
Antragsteller : Sophiensaele
Kofinanziert von : Land Berlin

Die Berliner Institutionen Sophiensaele, Uferstudios und Tanzfabrik Berlin schließen sich  für dieses Fördervorhaben zum MAD Tanznetz zusammen, um Tanz mit und vor allem auch von körperlich und/oder sensorisch behinderten Performer*innen und Choreograf*innen zu fördern und so den zeitgenössischen Tanz um eine Ästhetik der Differenz zu ergänzen. Geplant ist ein modular angelegtes Programm, das durch Ausbildung, Produktionsresidenzen und Produktionsbegleitung im Sinne der Aesthetics of Access strukturelle Impulse setzt.   

Projekt: explore dance – Netzwerk Tanz für junges Publikum (AT)
Antragsteller : fabrik moves
Kofinanziert von : Land Brandenburg, Land Hamburg, Stadt Potsdam, Stadt München

Das gemeinsame Projekt von fabrik Potsdam, Fokus Tanz  – Tanz und Schule e.V. München und K3 | Tanzplan Hamburg auf Kampnagel entwickelt eine nachhaltige Struktur zur Produktion zeitgenössischer Tanzstücke für junges Publikum mit dem Ziel der qualitativen Stärkung dieses in Deutschland kaum entwickelten Bereichs. In drei Spielzeiten werden etablierte Choreograf* innen eingeladen, Stücke zu entwickeln, die  innerhalb des bundesweiten Netzwerks präsentiert werden sollen.

Projekt: Teilgesellschaften (AT)
Antragsteller : Antje Pfundtner 
Kofinanziert von: Land Hamburg

Das Projekt der Hamburger Choreografin Antje Pfundtner besteht aus drei sich ergänzenden Schwerpunkten: Mit dem Modul „Tischgesellschaften“ entsteht ein Modellprojekt zur Vernetzung, Ressourcenteilung und Verstetigung von künstlerischem Austausch jenseits von Institutionen. Darüber hinaus will die Kompanie unter optimierten Bedingungen produzieren sowie ihre interne Struktur mit dem Ziel der Professionalisierung und Internationalisierung ausbauen.

Projekt: Vorpommern tanzt an
Antragsteller: Tanzregion Vorpommern
Kofinanziert von: Land  Mecklenburg - Vorpommern

Für die Schaffung einer Plattform für den zeitgenössischen freien Tanz in Mecklenburg - Vorpommern haben sich die Partner Perform[d]ance (Stralsund), schlossbröllin (Fahrenwalde) und das Theater Vorpommern (Stralsund, Greifswald und Putbus) zusammengeschlossen. Tänzer*innen und Tanzvermittler*innen werden durch die Schaffung neuer Produktionsstrukturen und Aufführungsmöglichkeiten, überregionale Vernetzung, gezielte Kommunikationsstrategien sowie Qualifizierungsangebote gefördert und zum Bleiben bewegt. Darüber hinaus soll durch Vermittlungsmaßnahmen neues Publikum für den Tanz gewonnen werden.  

Projekt:  Gastgeberschaft
Antragsteller :MOUVOIR
Kofinanziert von : Land NRW, Stadt Köln, tanzhaus nrw

Die Kölner Choreografin Stephanie Thiersch und ihre Kompanie MOUVOIR realisieren ein Projekt der Gastgeberschaft für Künstler*innen, Expert*innen, Laien, Bürger*innen und Interessierte. In einem Recherche- und Vermittlungsprogramm mit den Formaten LAB und SALON zu den Themen „Tanz und Musik“, „Partizipation/Offene Architekturen“ und „Postkolonialismus/Globaler Feminismus“ sollen regelmäßig Fragestellungen zu Tanzkunst und politischer Realität diskutiert werden. Ziel ist u.a.die Publikumsbindung vor Ort und eine Stärkung von Künstlernetzwerken .  

Projekt: TanzWert
Antragsteller: Tanztheater Erfurt 
Kofinanziert von: Land Thüringen, DNT Weimar, Theater Erfurt

Unter der künstlerischen Leitung der Choreografin Ester Ambrosino will das Tanztheater Erfurt die Sparte Tanz am DNT Weimar und dem Theater Erfurt neu beleben und langfristig etablieren. Geplant sind zunächst drei thematisch motivierte Tanzinszenierungen unterschiedlicher Formate, die von einem umfassenden Vermittlungsprogramm begleitet werden.

Antragsschluss für die zweite Förderrunde von TANZPAKT Stadt- Land -Bund ist der 14. Dezember 2018.

Quelle: http://www.tanzpakt.de

 
 

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