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05.02.2018 Hamburger Senat ehrt den Organisten, Dirigenten und Kirchenmusiker Rudolf Kelber

 

Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg zeichnet den Kirchenmusikdirektor Rudolf Kelber für seine Verdienste um das Musikleben Hamburgs mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille aus. Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien, überreicht die Medaille am Dienstag, 13. Februar bei einem Orgelkonzert des Geehrten in seiner langjährigen Wirkungsstätte St. Jacobi.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Rudolf Kelber hat es in den 33 Jahren als Kantor und Organist der Hauptkirche St. Jacobi stets verstanden, musikalisch zu überraschen. Von Mozart bis Lloyd Webber, von Brahms bis Britten – seine künstlerische Offenheit und Experimentierfreude spiegeln sich in der großen Bandbreite seines musikalischen Wirkens, das über die Grenzen Hamburgs hinaus Beachtung findet. Rudolf Kelber bereichert das Hamburger Konzertleben und prägt die Musikstadt Hamburg mit – hierfür und auch für sein Engagement zur Restaurierung der Arp-Schnitger-Orgel in St. Jacobi gebühren ihm großer Dank und Anerkennung.“

Rudolf Kelber, 1948 im bayrischen Traunstein geboren, verbrachte seine ersten beruflichen Stationen nach dem Studium in den Fächern Kirchenmusik, Kapellmeister und Meisterklasse Orgel an Theatern in Gelsenkirchen und Heidelberg. Ab 1982 war er für 33 Jahre Kantor und Organist an der Hauptkirche St. Jacobi, wo er 1993 zum Kirchenmusikdirektor ernannt wurde.

Rudolf Kelbers Schaffen in Hamburg ist geprägt durch seine künstlerische Offenheit: Seine Kirchenmusikprogramme umfassen neben szenischen Aufführungen von Händel-Oratorien Werkaufführungen von Gluck oder Mozart ebenso wie die Produktion von Andrew Lloyd Webbers „Jesus Christ Superstar“. Er dirigierte sowohl Werke von Bach, Brahms und Bruckner, als auch von Strawinsky, Schönberg und Britten. Für die Zeit-Stiftung leitete er die konzertanten Aufführungen von fünf Barockopern, die dem Repertoire der Hamburger Gänsemarktoper entstammten. Auch bot er dem Hamburger Publikum immer wieder Erstaufführungen, zum Beispiel von Edward Elgar oder Olivier Messiaen.

Als Dirigent und Organist bereiste er zahlreiche europäische Länder, die USA, Japan und Israel. An der Orgel spielte er neben klassischer Musik auch Jazz, Blues oder Tango. Gleich drei Mal, an jeweils 17 Abenden, führte er das gesamte Orgelwerk Johann Sebastian Bachs auf (1985, 1994, 2000). Darüber hinaus gab er Orgel-Unterricht an den Musikhochschulen Bremen und Hamburg und organisierte Orgelfestivals. Auch als Komponist und Arrangeur trat er immer wieder erfolgreich in Erscheinung: Die Vervollständigung der Markus- und Lukas-Passion nach Vorlagen von Johann Sebastian Bach oder die „Missa Super Cantus Lennonenses McCartnesque“, eine lateinische Messe mit Musik der Beatles, zeigten abermals seinen Sinn für mutige und  außergewöhnliche Musikprojekte.

Neben seinen Verdiensten um das Konzertleben Hamburgs ist Kelbers Engagement für die grundlegende Restaurierung der historischen Arp-Schnitger-Orgel von 1693 in St. Jacobi hervorzuheben, die als eine der bedeutendsten erhaltenen Barockorgeln gilt.

Die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille wurde 1978 vom Hamburger Senat im Gedenken an den ehemaligen Kultursenator Hans-Harder Biermann-Ratjen (1901 bis 1969) gestiftet. Mit der Medaille werden Personen oder Gruppen geehrt, die verdienstvolle kulturelle Leistungen für die Stadt Hamburg erbracht haben sowie Institutionen, die die kulturelle Prägung der Stadt in besonderer Form repräsentieren.

Quelle: http://www.hamburg.de

 
 

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