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03.12.2018 Kulturfonds Frankfurt RheinMain gibt Förderentscheide bekannt

 

Im Rahmen seiner aktuellen Förderperiode hat der Kulturausschuss des Kulturfonds Frankfurt RheinMain die Förderung von elf Kunst- und Kulturprojekten beschlossen. Diese erhalten finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 2,75 Mio. Euro.

Die geförderten Projekte umfassen eine große Bandbreite unterschiedlicher Genres und Themengebiete. Vertreten sind unter anderem die Sparten Musik, Fotografie und Film, Schauspiel und Literatur, Tanz sowie bildende und darstellende Kunst. Der thematische Fokus liegt dabei nicht nur auf klassischen Werken, sondern ebenso auf neuen Kunstformen, der künstlerischen Entwicklung in Anbetracht der Digitalisierung und der identitätsstiftenden Funktion von Kunst und Kultur. Ulrich Krebs, Vorsitzender des Kulturausschusses und Landrat des Hochtaunuskreises, zeigt sich mit Blick auf die neuen Projekte begeistert: „Die neuen Förderprojekte stehen für die Vielfalt und Qualität von Kunst und Kultur in unserer Region. Jedes für sich genommen findet in der Region sein eigenes Publikum. Und die Unterschiedlichkeit ist verlockend für all jene, die offen für Neues sind. Die Strahlkraft, die Kunst und Kultur im Rhein-Main-Gebiet besitzen, wird durch diese Vorhaben in jedem Fall weiter gestärkt.“ Dr. Helmut Müller, Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, ergänzt: „Die Welt ist in den letzten Jahren aus der Balance geraten. Mit unseren Förderprojekten setzen wir ein deutliches Zeichen für mehr Zusammenhalt: Denn Kunst hat die Kraft, Menschen aus den verschiedensten Bereichen zusammenzuführen.“

Durch die Förderung international positionierter Projekte möchte der Kulturfonds die starke Position des Rhein-Main-Gebiets auf dem Gebiet von Kunst und Kultur festigen und weiter ausbauen. Gleichzeitig soll auch die künstlerische Vielfalt der Region in den Fokus gerückt werden.

Zu den elf Förderprojekten gehört „Digital Revolution“, eine Ausstellung des Deutschen Filminstituts (DIF), die die Transformation der Künste, insbesondere des Films, durch digitale Technologien seit den 1970er Jahren erforscht. Gezeigt wird vor allem, wie bestehende Konventionen von Zeit, Raum und Erzählung durch den Einsatz digitaler Werkzeuge neu imaginiert werden können.

Die Brüder Grimm Festspiele Hanau feiern 2019 ihr 35-jähriges Jubiläum und rufen deshalb in dieser Spielzeit zu einem Autorenwettbewerb für eine neue Dramatisierung des Märchens „Schneewittchen“ auf. Der Gewinnerbeitrag soll in der kommenden Saison uraufgeführt werden. Im Fokus steht darüber hinaus das Genre des Musicals, was in der Förderung von „Jacob und Wilhelm – Weltenwandler“, einer Hommage an die Gebrüder Grimm, seinen Ausdruck findet.

Die Ausstellung „Big Orchestra“ der Schirn Kunsthalle Frankfurt am Main GmbH widmet sich vom 19. Juni bis zum 8. September 2019 zeitgenössischen skulpturalen Arbeiten. Die Kunstwerke, die zugleich die Funktion von Klangkörpern oder Musikinstrumenten haben, stehen für ein noch relativ junges Kapitel der zeitgenössischen Kunst und thematisieren die Kraft von Sound und Musik. Um die Dualität der Werke erleben zu können, finden während der Ausstellung Performances und Konzerte statt.

„Nachtschicht – Night Shift“ ist ein Videoprogramm des Frankfurter Kunstvereins, welches im Juli 2019 anlaufen soll und auf drei Jahre ausgerichtet ist. Es beschäftigt sich mit den verschiedenen Facetten des zeitgenössischen Bewegtbildes. Das kontinuierliche Präsentationsformat soll in Frankfurt, Darmstadt und weiteren Orten im Rhein-Main-Gebiet gezeigt und gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern im öffentlichen Raum verwirklicht werden.

Die Förderung und Sichtbarmachung des Tanzes im Rhein-Main-Gebiet ist selbst erklärtes Ziel der „Tanzplattform Rhein-Main 2019-2022“, bei der das Künstlerhaus Mousonturm mit dem Hessischen Staatsballett zusammenarbeitet. Darüber hinaus setzt sie sich für Diversität und Inklusion, generationsübergreifende Vermittlungsarbeit und die Durchlässigkeit zwischen festen Ensemblestrukturen und der freien Tanzszene ein.

In enger Kooperation mit der Nationalgalerie Oslo und der Dulwitch Picture Gallery London plant das Museum Wiesbaden anlässlich des 150. Geburtstags von Harald Sohlberg die erste Retrospektive zum Werk des norwegischen Malers seit über 25 Jahren. „Mittsommernacht. Harald Sohlberg: Ein norwegischer Landschaftsmaler um 1900“ ist vom 12. Juli bis zum 27. Oktober 2019 in der hessischen Landeshauptstadt zu sehen und umfasst rund 80 Werke, darunter auch Sohlbergs Hauptwerk „Winternacht in Rondane“.

Eine Förderung erhält auch das „Musikfest 2019“ der Alten Oper Frankfurt, dass zwischen dem 15. und 29. September 2019 stattfinden wird.

Das Kronberg Academy Festival der Kronberg Academy Stiftung ist mit 21 Konzerten in Kronberg und Frankfurt am Main für den Zeitraum vom 25. September bis zum 1. Oktober 2019 geplant. Dabei geht es um die Frage, ob Musik die Macht hat, Menschen länderübergreifend zu verbinden und ein „Wir-Gefühl“ zu erzeugen. Auf der Suche nach einer Antwort befassen sich Künstler aus ganz Europa und darüber hinaus unter dem Leitmotiv „Searching for Ludwig“ mit den weltweit gefeierten Werken Ludwig van Beethovens.

„Marcel Duchamp. Eine Revision des Objekts“ – eine Einzelausstellung des MMK Museums für Moderne Kunst Frankfurt am Main - beschäftigt sich mit dem französisch-amerikanischen Maler und Objektkünstler Marcel Duchamp und den von ihm im 20. Jahrhundert geprägten Ready-mades, die das Denken über Kunst und die Arbeit des Museums grundlegend verändert haben. Angesetzt ist das Projekt für den Zeitraum zwischen dem 10. Oktober 2019 und dem 19. April 2020.

Unter dem Motto „Impressionismus. Malerei und Skulptur im Dialog“ planen das Städelsche Kunstinstitut und die Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main eine große Überblicksschau über den Impressionismus, in der seine malerisch und plastisch gestaltenden Ausprägungen gegenübergestellt und hinterfragt werden. Im Fokus steht dabei nicht nur die Übersetzung von Charakteristika der impressionistischen Malerei wie Licht, Farbe, Stimmung, Bewegung, Alltäglichkeit in ein Material wie Stein oder Bronze. Auch die Verknüpfungen von Impressionismus und industrieller Revolution werden untersucht.

Im Projekt „Worauf hoffen? Auf der Suche nach Klang und Identität“ stellt das Staatstheater Darmstadt Bernd Alois Zimmermanns monumentales „Requiem für einen jungen Dichter“ ins Zentrum. Das Werk, das ab Mai 2020 erstmals inszeniert zu sehen sein wird, thematisiert politische und gesellschaftliche Strukturen von Zimmermanns Geburtsjahr 1918 bis zum Kompositionsjahr 1969 in Deutschland und Europa und verwendet Texte von drei Dichtern, die allesamt Suizid begingen (wie auch Zimmermann selbst ein Jahr nach Vollendung des Requiems). Dem Stück gegenübergestellt werden Auftragskompositionen, die Identitätssuche anhand der gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit 1969 betrachten.

Quelle: http://kulturfonds-frm.de

 
 

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