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27.04.2012 Rekordbilanz beim „Heidelberger Frühling“
33 800 Zuhörer besuchten die 16. Saison des internationalen Musikfestivals

 

Mit einem Konzert des Baritons Thomas Hampson und des Bassbaritons Luca Pisaroni beendet das Musikfestival „Heidelberger Frühling“ am Sonntagabend (29. April) seine 16. und bislang erfolgreichste Saison. Die ausverkaufte Operngala mit dem WDR Rundfunkorchester unter Leitung von Massimo Zanetti setzt den Schlussakkord unter mehr als 90 Veranstaltungen seit dem 23. März. Insgesamt zählte das Festival 33 800 Gäste und übertrifft damit das Vorjahresergebnis, das mit mehr als 31 800 einen Besucherrekord darstellte. Unter dem Motto „Metamorphosen“ warf das Festival diesmal einen Blick auf den Aspekt der Verwandlung im kompositorischen Prozess und das Phänomen der Nachahmung von Natur, also deren Metamorphose in künstlerische Schöpfungen.

Erstmals wird das Abschlusskonzert des „Heidelberger Frühling“ auch als Video-Stream live im Internet übertragen. Er beginnt um 18 Uhr und wird vom Finanz- und Vermögensberater MLP kostenlos präsentiert unter www.mlp-heidelberger-fruehling.de. Dort ist bis zum 6. Mai auch eine Aufzeichnung des Abends aufrufbar. Auf dem Programm stehen Arien und Duette aus Opern wie Wolfgang Amadeus Mozarts „Le nozze di Figaro“, Vincenzo Bellinis „I Puritani“, Giuseppe Verdis „Don Carlos“ und vielen anderen. Durch die Kombination von Pisaronis dunklem, kraftvollen Bassbariton und Hampsons weltberühmtem lyrischen Bariton erwartet die Zuhörer eine einmalige Mischung aus Kraft und Feinsinnigkeit, aus gestalterischem Ideenreichtum und vollkommener Musikalität.

Überregionale Beachtung fanden vor allem die Festival Akademie, eine Konzertinstallation mit Musik von Vivaldi und Hosokawa und die erste Eigenproduktion des „Heidelberger Frühling“, eine vertanzte Version von Franz Schuberts „Die schöne Müllerin“ mit John Neumeiers Bundesjugendballett und Stipendiaten der Festival Akademie. „Gerade für auswärtige Besucher sind Abende interessant, die man nicht überall erleben kann“, so Intendant Thorsten Schmidt. „Deshalb wundert es mich nicht, dass neben der Festivaleröffnung die Uraufführung der ‘Schönen Müllerin’ unsere am schnellsten ausverkaufte Veranstaltung war.“ Zu den Höhepunkten des Festivals gehörten weiterhin ein Fest zu Ehren des Komponisten Wolfgang Rihm, der im März seinen 60. Geburtstag feierte, die Deutschlandpremiere des neuen Südamerika-Projekts der Lautenistin Christina Pluhar mit dem Titel „Los pájaros perdidos“ (Die verlorenen Vögel) und vier Konzerte mit dem Streichquartett Quatuor Ebéne. Die jungen Franzosen waren dieses Jahr „Artists in Residence“.

Finanziert wurde der „Heidelberger Frühling“ erneut durch eine ausgewogene Mischung aus Förderungen durch Privatleute und Unternehmen, Zuschüssen der Stadt Heidelberg und Einnahmen durch den Kartenverkauf. Unter den Förderern sind zuvorderst der Freundeskreis Heidelberger Frühling e.V., der Hauptförderer HeidelbergCement sowie die Manfred Lautenschläger Stiftung und Octapharma zu nennen. Musikliebenden Privatpersonen wie Dr. Renate Keysser-Götze und Dr. Dietrich Götze, Dr. Jobst Wellensiek, Dr. Manfred Lamy, Dr. Meinhard Erben und der Familie Bruder sowie der Klaus Tschira Stiftung ist es maßgeblich zu verdanken, dass internationale Spitzenkünstler in Heidelberg zu Gast waren. Für das Jugendprojekt „Classic Scouts“ setzte sich bereits im sechsten Jahr SAS Institute ein, und die Festival Akademie wurde von der Stiftung Heidelberger Frühling ermöglicht.

Als neue Förderer begrüßte das Festival den Autohersteller Audi, die Heinz-Götze-Stiftung und als Frühlingspartner die Unternehmen Sovanta und Gelita. Die umfangreiche begleitende Berichterstattung sicherten die langjährigen Medienpartner Rhein-Neckar-Zeitung, SWR2 und Deutschlandradio Kultur.

Der 17. „Heidelberger Frühling“ findet vom 16. März bis zum 21. April 2013 statt, unter anderem mit dem Pianisten Igor Levit als „Artist in Residence“.

 

Quelle: http://www.heidelberger-fruehling.de