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03.08.2012 Zuschauerzahlen bei deutschen Orchestern und Opernhäusern steigen
Wieder im Trend: das totgesagte Abonnement

 

Mit hervorragenden Besucherbilanzen und Rekordauslastungen ist an zahlreichen Orchester- und Musiktheaterstandorten die Saison 2011/12 zu Ende gegangen. Rekordzahlen meldeten nicht nur Klangkörper und Bühnen aus den deutschen Metropolen, sondern auch zahlreiche aus regionalen Zentren.

So konnte z.B. die Oper Frankfurt ihre Saisonbilanz mit einer Höchstmarke beim Kartenverkauf abschließen. Auch die Mehrspartentheater in Lübeck oder Schwerin, wo mit knapp 200 000 Besuchern rund 10 000 Gäste mehr begrüßt wurden als in der Vorsaison, haben entsprechende Erfolgszahlen zu vermelden. Als Wachstumsbereich präsentieren sich zudem Open-Air-Veranstaltungen, wie z.B. die Opernfestspiele Heidenheim oder die oftmals zum Ende einer Spielzeit angebotenen „Public Viewing“-Events der Bayerischen und Berliner Staatsoper. Generell bestätigen die Meldungen das Ergebnis der aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), wonach Konzerte mit klassischer Musik, Oper und Operette mittlerweile den Löwenanteil des wachsenden Live-Musikmarktes ausmachen – noch vor Rock, Pop oder Musicals.

„Bei dieser höchst erfreulichen Entwicklung gibt es einen Trend, den wir ganz besonders aufmerksam verfolgen: die Rückkehr des oftmals schon totgesagten Abonnements“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin konnte gar eine Rekordsteigerung seiner Abonnentenzahlen von 14,09 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen. Doch auch von anderen Orchestern ist äußerst Positives zum Abonnement zu hören“, freut sich Mertens. „Einen stärkeren Beweis für die Wertschätzung der künstlerischen Leistung eines Orchesters oder Opernhauses als der Kauf eines Abonnements kann ein Besucher kaum geben. Wer mehrere Veranstaltungen im Paket kauft, bekennt sich deutlich zu seinem örtlichen Orchester und zeigt sich ihm auch emotional verbunden. Das lässt uns für die Zukunft hoffen“, so Mertens abschließend.

 

Quelle: http://www.dov.org