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10.08.2012 Neue Klanginstallation wird vor dem Kunstmuseum Bonn eingeweiht

 

Bereits seit vier Monaten ist Andreas Oldörp Stadtklangkünstler Bonn 2012. Am 12. August wird seine zweite Installation "2_pendulum" im Außenbereich des Kunstmuseums Bonn eingeweiht. Diese Klanginstallation haben die Bonner Orgelbauer Klais ermöglicht.

Die Idee zu "2_pendulum" verdankt sich dem glücklichen Umstand, dass Klais momentan in einer Karlsruher Orgel einen 1959 gefertigten Satz von 16-Prinzipalpfeifen aus Zink durch zeitgemäße Pfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung ersetzt und die alten Pfeifen zur freien Verfügung stellte. Mit ihrer maximalen Länge von 5,50 Metern formulieren sie einen eindrucksvollen Kontrast und zugleich eine Ergänzung zu der klaren Architektur des Kunstmuseums Bonn. Aus diesem Pfeifenrepertoire entsteht - von drei Positionen an den Fassaden des Gebäudes ausgehend - ein Klangfeld, das den Außenbereich klangenergetisch auflädt und mit einer eigenen akustischen Identität ausstattet. Diese außergewöhnliche Klanginstallation konnte in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn realisiert werden.

Im Bonner Kunstverein hatte sich Oldörp mit der Auftakt-Ausstellung "1_continuum" und in der Vortrags- und Gesprächsreihe des "bonn hoeren - stadtklangforums" vorgestellt. Für die Ausstellung in Bonn hat Oldörp eine Klanginnenarchitektur geschaffen, die drei "singende Flammen" umfasst. Das Projekt "bonn hoeren 2012" wurde bei dieser Gelegenheit als Preisträger im Wettbewerb 365 ausgewählte Orte 2012 im Land der Ideen ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt von Bonn hören 2012 stehen Klangkunst und Architektur. Ein Thema, das sich in vielfältigster Weise auch durch die künstlerischen und vermittelnden Projekte "Sonotopia" (in diesem Jahr mit Studierenden der Alanus Hochschule für Gestaltung Alfter) und "Klangstadt Bonn" (mit drei Bonner Schulen) zieht. Die Ergebnisse dieser Projekte werden im Rahmen des Beethovenfestes der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn beruft seit 2010 jährlich einen Bonner Stadtklangkünstler. Dessen künstlerischer Forschungsaufenthalt in Bonn kulminiert jeweils in einer großen Klanginstallation im öffentlichen Raum. Mit Arbeiten wie dem "grundklang bonn" am Bahnhofsvorplatz von Sam Auinger, der bis Ende 2012 verlängert worden ist, oder den "Klanginseln" von Erwin Stache errichtet die Beethovenstiftung Bonn mit dem Projekt "bonn hoeren" neue ästhetische Erlebnis- und Erfahrungsräume in der Stadt. Noch bis Ende 2012 ist in der Friedrichstraße Staches interaktive Klanginstallation "5,3 Kilo Meter pro Stunde" zu erleben.

 

Quelle: http://www.bonn.de