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23.10.2012 Giga-Hertz-Preis: Experimentalstudio des SWR und ZKM vergeben höchstdotierte Auszeichnung für elektronische Musik

 

Das SWR Experimentalstudio Freiburg und das ZKM / IMA verleihen ihren diesjährigen Giga-Hertz-Hauptpreis für elektronische Musik an zwei Ausnahmekünstler und ehren sie für ihr Lebenswerk und ihren Einfluss auf die Neue Musik: die Amerikanerin Pauline Oliveros, die besonders durch ihre „Deep Listening Pieces“ bekannt geworden ist, und dem kürzlich verstorbenen Portugiesen Emmanuel Nunes, der als „aufregendster Komponist unserer Zeit“ (nmz) gilt, in dessen Werk instrumentale und elektronische Elemente verschmelzen. Mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 77.000 Euro ist der Giga-Hertz-Preis die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für elektronische Musik. Detlef Heusinger, Leiter des SWR Experimentalstudios in Freiburg und Jurymitglied, betont, „dass ein neues Klangverständnis seinen Weg oft aus dem Experimentellen ins Allgemeine findet. Der Preis ist deshalb ein Seismograph.“ Das letzte Werk Nunes‘ „Peter Kien – eine akustische Maske“ wurde unter Heusingers Klangregie bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik uraufgeführt.

Der Giga-Hertz-Preis 2012 besteht erstmalig aus den drei Kategorien „elektronische Musik“, „Sound Art“ und „Tanz und Medien“. Insgesamt werden neun Preise verliehen und damit elf Künstler ausgezeichnet. Der Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik gliedert sich in die drei Kategorien Hauptpreis, Produktionspreis und Förderpreis. Die Produktionspreise gehen an Brice Pauset (Frankreich) für „Schwarzmärkte“, Lara Morciano für „Raggi di stringhe" und Valerio Sannicandro (beide Italien) für „Forces Motrices". Die Förderpreise werden an Douglas Henderson (USA) für sein Werk „In Order“ und Kumiko Omura (Japan) für ihre Komposition „Double-Contour Infinite" verliehen.

Der Giga-Hertz-Preis für Tanz und Medien (ehemals Walter-Fink-Preis des ZKM) geht an den Komponisten Kasper T. Toeplitz (Polen) und die Choreographin Myriam Gourfink (Frankreich) für ihr gemeinsames Projekt „Data Noise“. Erstmalig in diesem Jahr ist ebenfalls die Nominierung für den Giga-Hertz-Preis für Sound Art, mit dem Ryoji Ikeda (Japan) und Carsten Nicolai (Deutschland) für ihre gemeinsame Publikation „cyclo.id" bedacht werden.

Neben den Juroren Peter Weibel (Vorstand ZKM | Karlsruhe), Ludger Brümmer (Leitung ZKM | Institut für Musik und Akustik) und Detlef Heusinger (Leitung SWR Experimentalstudio Freiburg) gehörten Frank Madlener (Leitung des IRCAM | Institut de Recherche et Coordination Acoustique/Musique Paris) und Heike Hoffmann (Künstlerische Leitung Salzburg Biennale) zu den Mitgliedern der Jury 2012.

Der Giga-Hertz-Preis für elektronische und akusmatische Musik wird seit dem Jahr 2007 alljährlich zusammen vom ZKM | Institut für Musik und Akustik und dem Freiburger Experimentalstudio des SWR vergeben.

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung und in Anwesenheit der Preisträger am 24. November 2012 um 19 Uhr im Foyer des ZKM in Karlsruhe statt. Im Rahmen der Preisverleihung werden Konzerte mit Werken aktueller sowie früherer Preisträger im ZKM-Kubus erklingen.

Quelle: http://www.SWR.de

 
 

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