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Ab dem kommenden Schuljahr soll es am Helmholtz-Gymnasium Potsdam deutlich weniger Musikunterricht geben. Mit der vom Schulamt Brandenburg verhängten Kürzung um insgesamt 17 Stunden ist das seit Jahrzehnten sehr erfolgreiche Musikprofil an dieser landesweit einzigartigen Bildungseinrichtung gefährdet. Andere Bundesländer gestalten ihre Musik-Gymnasien aus, in Brandenburg dagegen wird Vorhandenes und Bewährtes drastisch reduziert. Das Präsidium des Landesmusikrates Brandenburg protestiert gegen diesen Kürzungsbeschluss und fordert dessen Rücknahme.

 

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Pünktlich zur aktuell stattfindenden Didacta in Stuttgart, der europäischen Fachmesse für Bildungswirtschaft, präsentiert die GEMA „Das SchoolTour Buch: Konzept – Erfahrungen - Praxistipps“. Am Stand der Bosworth Music GmbH in Halle 9, G 78, können Lehrkräfte und Interessierte bereits einen Blick in die druckfrischen Exemplare werfen. Das Buch wird kostenfrei an Schulen verteilt und ist zudem im Handel verfügbar.

Das Buch zur SchoolTour ist ein Praxishandbuch, in dem Lehrkräfte Tipps für die Umsetzung einer musikalisch-kreativen Projektwoche bzw. innovative Anregungen für ihren Unterricht erhalten. Ziel des SchoolTour Buchs ist es, möglichst viele Nachahmer für modernen und kreativen Musikunterricht zu finden und Kindern den Wert der Arbeit von Komponisten und Textdichtern auch anhand eigener kreativer Leistung erfahrbar zu machen.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA: „Der Stolz und Spaß, den Kinder und Jugendliche durch das eigene Komponieren und Anfertigen von Texten erfahren, weckt auch Verständnis und Anerkennung für die Leistung professioneller Urheber von Werken der Musik. Deshalb freuen wir uns sehr, mit der Herausgabe des SchoolTour Buchs dieses Projekt weiter in die Schulen zu tragen und den Wert geistigen Eigentums vor allem in der jungen Zielgruppe deutlich machen zu können.“

Staatsministerin Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, unterstützt die SchoolTour als Projekt, das auch Grenzen zwischen Schülerinnen und Schüler überwinden lässt: „Die Liebe zur Musik, die positive Erfahrung, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und dafür auch anerkannt zu werden, ist eine grundlegende Erfahrung für Jugendliche. Ich wünsche dem SchoulTour-Ratgeber viele interessierte Leserinnen und Leser.“

Jürgen Stark konzipierte die SchoolTour zusammen mit der Deutschen Phono-Akademie und der Bundeszentrale für politische Bildung Ende der 1990er-Jahre. Seitdem gastierte die SchoolTour auch mit Unterstützung der GEMA bis heute an mehr als 100 Schulen.

 

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Zum Auftakt der Bildungsmesse Didacta hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung heute die „Allianz für Bildung“ ins Leben gerufen, zu deren Gründungsmitgliedern die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung e. V. (BKJ) gehört. Mit der „Allianz für Bildung“ führt das BMBF staatliche, private und zivilgesellschaftliche Kräfte im Kampf gegen Bildungsarmut zusammen. Derzeitig gehören der Allianz 12 Mitglieder an.

Die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan bezeichnete Kulturelle Bildung als einen Schwerpunkt der Allianz und betonte: „Die Allianz für Bildung wird den Stellenwert der Kulturellen Bildung stärken.“ Weiter bekräftige sie: „Die Bildung von Kindern und Jugendlichen, gerade von solchen, die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen, ist nicht allein eine Aufgabe für den Staat und die Schule, sondern für die ganze Gesellschaft.“ Im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung die Entwicklung von Lokalen Bildungsbündnissen beschlossen, in denen sich vor Ort Vereine, Verbände und engagierte Bürgerinnen und Bürger mit Schulen und Kommunen vernetzen. Die „Allianz für Bildung“ bildet auf Bundesebene das Dach über den lokalen Bildungsbündnissen.

Für die BKJ als Dachverband der Kulturellen Bildung in Deutschland steht fest: Um Bildungsbegeisterung und leidenschaftliches Lernen zu befördern, brauchen die lokalen Bildungsbündnisse Partner aus der Kulturellen Bildung! Seit Jahren engagiert sich die BKJ für die feste Verankerung von Kunst und Kultur innerhalb lokaler Bildungslandschaften. Ziel ist es, allen Kindern und Jugendlichen eine faire Chance einzuräumen, an künstlerischen und kulturpädagogischen Angeboten teilzunehmen.

„Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte „Allianz für Bildung“ ist ein erster Schritt in Richtung mehr Chancengerechtigkeit. Nun müssen dem guten Willen finanzielle Grundlagen für konkrete Umsetzungen folgen!“ so Dr. Gerd Taube. Der BKJ-Vorsitzende kündigt an: „Die BKJ wird sich dafür einsetzten, dass die Kulturelle Bildung fester Bestandteil der Bildungsbündnisse wird. Denn wo funktioniert die Verbindung von Lust, Neugierde und Lernen besser als in der Kulturellen Bildung? Allen jungen Menschen – insbesondere denjenigen aus benachteiligten Lebenslagen – muss kulturelle Teilhabe vor Ort ermöglicht werden!“

 

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Trotz Insolvenz der Yehudi Menuhin Stiftung sind die MUS-E Stunden im Saarland bis zu den Sommerferien gesichert. Die Staatskanzlei des Saarlandes und der vorläufige Insolvenzverwalter der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland haben sich über eine Finanzierung des MUS-E-Projektes bis zum Sommer geeinigt. Damit können die Künstlerinnen und Künstler ihre wöchentliche Arbeit in den 37 MUS-E Klassen im Saarland wieder aufnehmen. Das Saarland stellt zweckgebunden Mittel zur Verfügung ausschließlich zur Sicherstellung des Unterrichtes im Rahmen des MUS-E Projektes für das Saarland. Der vorläufige Insolvenzverwalter stellt sicher, dass die Gelder ausschließlich entsprechend dieser Vereinbarung verwendet werden.

„Wir sind froh, dass wir im Saarland dieses wichtige Projekt weiterführen können“, so der Minister der Staatskanzlei Karl Rauber. „Nun kann man umgehend mit dem pädagogisch erfahrenen Träger Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland weiter arbeiten.“ Mit der Wiederaufnahme der MUS-E Stunden wird bereits für Anfang der kommenden Woche gerechnet.

Der Stiftungsvorstand sieht in der Entscheidung eine große Signalwirkung. „Nachdem es nunmehr mit dem Saarland in einem ersten Bundesland gelungen ist, das MUS-E-Projekt wieder anlaufen zu lassen, bin ich zuversichtlich, dass dies auch in anderen Bundesländern gelingt“, so Werner Schmitt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. „Ohne Zweifel werden wir auch andernorts auf lokaler oder regionaler Ebene Lösungen finden. Hierzu haben wir allen betroffenen Alt- und Neuförderern ein Angebot gemacht. Mit Reaktionen hierauf rechnen wir bis Ende der Woche.“ Es war erforderlich, allen Förderern eine rechtlich gesicherte Grundlage zu eröffnen, auf deren Basis sie zweckgerichtet für ‚ihre Schulen’ neue Gelder zur Verfügung stellen können. Eine allgemeine Wiederaufnahme der Zahlung von Fördergeldern auf der bisherigen Grundlage ist rechtlich derzeit voraussichtlich in kurzer Zeit nicht zu leisten. In der Stiftung wird mit Hochdruck an der Aufarbeitung der Verwendungsnachweise entsprechend den Vorgaben der Bezirksregierung Düsseldorf gearbeitet. Die belastbare Qualität solcher Listen muss dann noch testiert werden, so dass nicht mit einer sehr kurzfristigen Lösung auf diesem Weg gerechnet werden kann. Aus diesem Grunde wurde ein Alternativangebot unterbreitet.

 

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Erstmals haben sich die an deutschen Musikhochschulen tätigen Lehrbeauftragten in einer Bundeskonferenz (bklm) zusammengeschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit dieser Konferenz die Kolleginnen und Kollegen zusammenführen konnten und der Anfang gemacht wurde, gemeinsam „stark“ zu sein. Es war große Solidarität spürbar und der Wille, sich mit hohem Einsatz für Veränderungen einzusetzen“, so Evelyn Wentz, gewählte Vertreterin der Lehrbeauftragten im Senat der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und neugewählte Sprecherin der Bundeskonferenz.

„Mit der „Frankfurter Resolution“ werden sich die Lehrbeauftragten endlich das Gehör verschaffen, welches man ihnen seit Jahren verwehrt hat“, ergänzt ihr Sprecherkollege Prof. Friedemann Immer von der Musikhochschule Köln, der gemeinsam mit Wentz die neue Doppelspitze der Bundeskonferenz bildet. „Anstelle von Festangestellten sichern z.Zt. Lehrbeauftragte den Lehrbetrieb. Das muss geändert werden. Obwohl wir die gleiche Arbeit wie Festangestellte leisten, unterrichten wir immer noch ohne Arbeitsverträge und unsere Bezahlung stagniert seit Jahren“, führt Immer aus. In Nordrhein-Westfalen scheinen die Hochschulleitungen inzwischen erkannt zu haben, dass es so nicht weitergehen kann und signalisieren erstes Verständnis für die in der „Frankfurter Resolution“ geäußerten Forderungen.

„Wir begrüßen die Gründung der Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten und unterstützen die in der „Frankfurter Resolution“ formulierten Forderungen“, sagt Andreas Bausdorf, stellv. Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung. „Darüber hinaus halten wir es für notwendig, die schwierigen Arbeits- und Vertragsbedingungen aller „Freien Musiker“ noch stärker als bisher ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken“, so Bausdorf abschließend.

 

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Aus Anlass der Bürgerschaftswahl in Hamburg am 20.02.2011 hat das Hamburger Bündnis für Musikunterricht - in dem Arbeitskreis für Schulmusik (AfS), der Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) und der Landesmusikrat Hamburg zusammenarbeiten - Wahlprüfsteine formuliert. Die 14 Fragen zu Problemen des Fachs Musik an Hamburger Schulen sind den vier Bürgerschaftsparteien vorgelegt worden.

Zu den Antworten

 

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Rückwirkend zum 1. Januar 2011 hat die VG Musikedition mit dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband e.V. einen Gesamtvertrag über das Fotokopieren von Noten in Kindergärten und vorschulischen Einrichtungen geschlossen. Ziel dieses Vertrages ist es, einerseits den Einrichtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes eine legale und praktikable Möglichkeit zum Kopieren von Noten und Liedtexten zu geben, und andererseits zu gewährleisten, dass die Urheber eine angemessene Vergütung für die Nutzung ihrer Werke erhalten.

Mit dem Abschluss dieses Gesamtvertrages erhalten die mehr als 4.000 Einrichtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes einen Nachlass in Höhe von 20 % auf die jeweils gültigen Tarife. Darüber hinaus, so Christian Krauß, Geschäftsführer der VG Musikedition, habe man dem Verband erhebliche Vereinfachungen bei der Verwaltung in Aussicht gestellt. Wir freuen uns, so Krauß weiter, dass wir nun neben den kirchlichen und kommunalen Kindergärten auch den Einrichtungen des Wohlfahrtsverbandes unsere günstigen Gesamtvertragskonditionen einräumen können.

Zum Hintergrund:
Grundsätzlich besteht in Deutschland gemäß § 53 Abs. 4a UrhG (Urheberrechtsgesetz) ein Kopierverbot für geschützte Werke der Musik. Es gibt nur wenige Ausnahmen (z.B. Archivkopien), die im Zusammenhang mit der Herstellung und Nutzung von Fotokopien in Kindergärten allerdings keine Rolle spielen. In der Vergangenheit gab es für Kindergärten keine Möglichkeit, legal Kopien von einzelnen Liedern anzufertigen. Es mussten in der Regel grundsätzlich komplette Liederbücher käuflich erworben werden, aus denen nicht kopiert werden darf. Die VG Musikedition bietet nun die Möglichkeit, Noten und Liedtexte für die musikalische Früherziehung, den vorschulischen Unterricht, Musikprojekte oder das Singen in der Gruppe kopieren zu können. Dies erleichtert die musikalische Arbeit in Kindergärten und stellt gleichzeitig eine signifikante Kostenersparnis dar.
Die administrative Durchführung der Rechtewahrnehmung erfolgt seit 2010 durch die GEMA (im Auftrag der VG Musikedition).

 

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„Eine Feier in einer Grundschule ohne Musik oder Gesang ist undenkbar – ob am Schuljahresbeginn, bei der Weihnachtsfeier, beim Schulfest mit den Eltern oder am letzten Schultag vor den Sommerferien. Auch im schulischen Alltag hört man immer wieder von sehr schönen Beispielen musikalischer Aktivitäten, die manchmal durch Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern aus der Musikszene zustande kommen. Eine neue Projektinitiative soll solche Beispiele in allen Grundschulen verbreiten, den Erfahrungsaustausch unter den Schulen auf diesem Feld intensivieren und die Unterstützung der Schulen verbessern. Besonders gelungene Beispiele musikalischen Engagements werden künftig alljährlich mit dem neuen Preis `Musik und Schule (MusikuS)’ ausgezeichnet.“ Das kündigte Bildungsministerin Doris Ahnen heute in der Maler-Becker-Grundschule in Mainz-Gonsenheim bei der Vorstellung des neuen Projektes „Kinder singen und musizieren“ an.

Um den Stellenwert der Musik im Schulleben weiter zu steigern, sei beabsichtigt, auf den Grundschul-Internetseiten des Bildungsservers eine zentrale Kommunikationsplattform für „Musik in der Grundschule“ einzurichten, sagte Doris Ahnen. „Dort sollen Grundschulen erfolgreiche Beispiele für die musikalische Förderung aus der Praxis selbst vorstellen und sich mit anderen Schulen austauschen können. Zugleich geht es darum, die Weiterbildungsangebote verschiedenster Träger auf dem Feld der Musik enger miteinander zu verzahnen und für Kooperationen zwischen Grundschulen einerseits und Chören, Musikvereinen, Musikschulen oder Musik- und Gesangsgruppen andererseits zu werben.“ Ausdrücklich erwünscht seien auch musikalische Kooperationen von Grundschulen und Kindertagesstätten.

Auf einem landesweiten Kongress zum Thema „Musik in der Grundschule“ im Herbst dieses Jahres solle der Startschuss für die weitere Intensivierung der musikalischen Erziehung in den Grundschulen fallen, so die Ministerin. Zugleich solle erstmals der neue Landespreis „MusikuS“ verliehen werden, der herausragende Beispiele für die Einbettung von Musik und Gesang im Alltagsleben von Grundschulen auszeichne. Den so ausgezeichneten Schulen winkten dann als Anerkennung für ihr Engagement Workshops für die Lehrkräfte und Gastauftritte von bekannten Musikerinnen und Musikern aus Rheinland-Pfalz.

„Musik nimmt bereits jetzt einen wichtigen Platz in den Angeboten der frühen Bildung und Erziehung in Kindertagesstätten und in Grundschulen ein. Auf dieser guten Basis aufbauend sollen jetzt noch neue Akzente gesetzt werden“, hielt die Bildungs- und Jugendministerin fest. So knüpften die aufeinander abgestimmten „Handreichungen Musik in Kindertagesstätten“ für Erzieherinnen und Erzieher und der Teilrahmenplan Musik der Grundschulen einen „roten Faden in der musikalischen Erziehung“. Als sehr erfolgreich hätten sich zudem die seit 2005 angebotenen gemeinsamen Fortbildungsangebote für Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrkräfte erwiesen: Allein in dem Grundkurs dieser Fortbildungen seien bislang rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt worden. In den Stundentafeln der Grundschulen seien wöchentlich zwei Unterrichtsstunden Musik (zu jeweils 50 Minuten) festgeschrieben, die allerdings oft nur einen rechnerischen Wert darstellen, weil die Grundschulen durch ihre spezielle Unterrichtsorganisation die verschiedensten Lernfelder mit musikalischen Elementen bereicherten. Und im Zuge der Reform der Lehrerausbildung sei bei der Ausbildung für das Grundschullehramt ein Basismodul Musik neu aufgenommen worden, das mittlerweile etwa ein Drittel aller Studierenden belege.

Der Koordinator der neuen Initiative und ehemalige Präsident des Landesmusikrates, Wolfgang Schmidt-Köngernheim wies darauf hin, dass mittlerweile durch zahlreiche Untersuchungen hinreichend belegt sei, dass musikalische Aktivitäten das gesamte Lernverhalten von Kindern positiv beeinflussen. „Auf der Ebene der Schulen wird es daher in den nächsten Jahren darum gehen, Angebote für die musikalische Förderung von Kindern zu nutzen und darüber hinaus ein vielfältiges musikalisches Freizeitangebot zu konzipieren, das anregend ist und Gelegenheit zu einem informellen – oft fast unbemerkten – Lernen gibt. Dieses Angebot sollte thematisch so breit angelegt sein, dass die Kinder tatsächlich ihre Stärken einsetzen können. Die neue Projektinitiative des Bildungsministeriums ,Kinder singen und musizieren’ kann hierzu einen entscheidenden Beitrag leisten. Und wenn dann noch Musik in Musik investiert wird, wie durch die Prämierung des neuen Landespreises ,MusikuS’, ist dies eine unglaublich gute Investition in die Zukunft unserer Kinder.“

Die Schulleiterin der Maler-Becker-Grundschule, Sandra Schneider, die in dem Projekt „Kinder singen und musizieren“ die Geschäftsleitung übernimmt, sagte, Musik gehöre „auf jeden Fall in den gesamten schulischen Alltag“ und nicht nur in einzelne Unterrichtsstunden. „Und wenn es dann noch gelingt, durch Kooperationen mit lokalen Verbänden und Vereinen Musik in die aktive Freizeitgestaltung der Kinder zu integrieren, kann sie das Leben jedes Einzelnen um ein ganzes Stück bereichern. Wir haben hier in Gonsenheim damit bereits erste gute Erfahrungen gemacht und wollen diese mit Hilfe der neuen Projektinitiative des Bildungsministeriums weiter ausbauen.“

Mehr Informationen zum Projekt „Kinder singen und musizieren“ im Internet unter: http://grundschule.bildung-rp.de/projekte/kinder-singen-und-musizieren.html

 

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Orchesterdienste sind die beste Praxis für einen angehenden Instrumentalisten. Sind diese noch mit intensivem Einzelunterricht an einer Musikhochschule kombiniert, ist der Wirkungsgrad der Ausbildung vervielfacht. Mit genau diesem Doppelmodell punktet seit mehreren Jahren die Thüringer Orchesterakademie, die für ihre Stipendiaten neben Konzerten mit der Staatskapelle Weimar und der Jenaer Philharmonie optimale Unterrichtsbedingungen an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bereithält. Für das Studienjahr 2011/12 sind jetzt wieder freie Plätze in allen Instrumenten zu besetzen: Die Bewerbung für die Thüringer Orchesterakademie ist noch bis zum 15. März 2011 möglich.

Die Thüringer Orchesterakademie ist ein postgradualer Studiengang der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Kooperation mit der Staatskapelle Weimar und der Jenaer Philharmonie. Zu den angebotenen Fächern gehören Hauptfach-Einzelunterricht, Werkstudium und Orchesterstudien. Die Stipendiaten werden im jeweiligen Orchester von einem Musiker als Mentor betreut. Durch einen engen Austausch zwischen den Lehrenden der Hochschule und den Mentoren der Orchester werden die Lehrinhalte des Studienganges auf Praxisnähe ausgerichtet.

Der Studiengang eröffnet jungen Musikern die Chance, professionelle Berufserfahrungen im Orchester zu sammeln, intensiv vorbereitet und begleitet durch Unterrichte an der Hochschule durch die jeweiligen Instrumental-Professorinnen und -Professoren. Die Aufnahme erfolgt zunächst für ein Studienjahr. Die Mitglieder der Thüringer Orchesterakademie erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 750 Euro.

Voraussetzung für die Aufnahme sind ein abgeschlossenes Studium im Hauptinstrument sowie das Bestehen der Eignungsprüfung in Form eines Probespiels. Bewerbungen für das Studienjahr 2011/12 sind bis zum 15. März 2011 an die Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Thüringer Orchesterakademie, Postfach 25 52, 99406 Weimar zu richten.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/orchesterakademie oder telefonisch unter 03643 – 555 245.

Der Freistaat Thüringen unterstützt die Thüringer Orchesterakademie im Rahmen des Landesprogramms „ProExzellenz“.

 

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Ab dem 1. Oktober 2011 wird ein weiterer Master-Studiengang in der Gesangsabteilung der Hochschule für Musik und Theater Hamburg eingeführt: der Master Gesang.

Dieser Master Gesang füllt die Lücke zwischen dem Master Oper und dem Master Lied, was nicht bedeutet, dass es ein Oratoriums-Studiengang ist. Vielmehr ist sein Thema der bewusste Umgang mit verschiedenen Stilepochen, wobei die Akzente auf der historischen Aufführungspraxis und der zeitgenössischen Musik sowie auf dem sogenannten „Pflicht“- oder „Standard-Repertoire“ für die Konzertbühne liegen. Ob Oper, Oratorium oder Lied gesungen wird, ist dabei völlig offen. Die Entstehung und Trennung von Lied, Oratorium und Oper wird man durch die historische Aufführungspraxis besser verstehen. Hierdurch wird ein besserer Zugang zur Interpretation der späteren Epochen geschaffen, der im Vergleich zum bisherigen Vorgehen spannender, phantasievoller und farbenreicher ist.

Studierende dieses Masters werden hier die Unterstützung erhalten, um über ein stimmgerechtes Repertoire ihre Stimme weiter auszubauen und damit zu einer größeren Selbstständigkeit und Persönlichkeit zu finden, die ihnen den Weg zu einem erfolgreichen Berufsleben eröffnen kann. Leitfaden für das viersemestrigen Studium wird eine selbst zu entwickelnde Repertoireliste sein, welche historische Aufführungspraxen, eine Epoche nach Wahl, zeitgenössische Musik sowie verschiedene Sprachen enthalten muss. Zur Abschlussprüfung wird auch ein Konzert gehören, das die Studierenden selbst zusammenstellen werden.

Das Studienangebot umfasst u.a. Gesangsunterricht, Repertoirestudium, Seminar historische Aufführungspraxis, Liedgestaltung, Bühnengestaltung, Bewegung, Sprecherziehung, Seminar „Die Geschichte des Oratoriums“.

Bewerbungsfrist: bis 1. April
Studienbeginn: einmal jährlich zum WS
Zugangsvoraussetzungen: abgeschlossenes Bachelor-, Diplom- oder äquivalentes Studium in den Hauptfächern Gesang, Lied oder Oratorium

Ansprechpartner:
martin.zeitz[at]hfmt.hamburg.de
Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Harvestehuder Weg 12
20148 Hamburg
http://www.hfmt-hamburg.de

 

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Vom 18. bis 20.03.2011 findet in der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover zum siebten Mal die Werkstatt Junger Komponisten statt, ein Nachwuchsprojekt von Musik 21 Niedersachsen. Ein Wochenende lang können Jugendliche aus Niedersachsen und Norddeutschland im Alter bis zu 21 Jahren in Kompositionsseminaren und Workshops zeitgenössische Kompositionstechniken erlernen und ihre bisherigen Kenntnisse vertiefen – unter der Künstlerischen Leitung von Benjamin Lang, Komponist und Kompositionspädagoge, und mit dem Gastdozenten Mark Andre, Kompositionsprofessor in Dresden.

Mit dem Klarinettisten Udo Grimm von Das Neue Ensemble probieren die Teilnehmer eigene Kompositionen und feilen an deren Umsetzbarkeit. Hierfür sind sie eingeladen, eine eigene Komposition für Es-/B-, Bass- oder Kontrabassklarinette einzureichen.

Auf dem dreitätigen Programm steht zudem ein Besuch des Musik 21 Nachwuchsfestival. Am 19. und 20.03. bietet es eine Plattform der Generationen übergreifenden Begegnung und des kreativen Austauschs zwischen jungen Musikern, Komponisten, Schülern, Pädagogen/-innen sowie etablierten Musker/innen und Ensembles. In öffentlichen Konzerten präsentieren sie ausgewählte, herausragende Ergebnisse.

Gerade durch „die Mischung aus Seminaren, Probe und Konzertbesuch, aber auch, dass Zeit ist, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen“ zeichne sich die Werkstatt Junger Komponisten aus, stellte ein Teilnehmer der letzten Werkstattausgabe fest. Seit Projektbeginn im Jahr 2008 haben sich die Bewerberzahlen mehr als verdoppelt.

Anmeldeschluss für die 7. Werkstatt Junger Komponisten ist am 01.03.2011, Einsendeschluss für die eigenen Kompositionen am 10.03.2011. Die Teilnahmegebühr beträgt 40,- Euro, inklusive Unterbringung und Vollpension 70,- Euro.

Anmeldebogen und weitere Informationen: http://www.musik21niedersachsen.de/Nachwuchs/WJK VII
Email: info@musik21niedersachsen.de, Tel. 0511 – 7635297-1

Dozenten der 7. Werkstatt Junger Komponisten
Benjamin Lang, geboren 1976, studierte Komposition und Dirigieren und besuchte weiterführende Kurse und Seminare. Nach Lehraufträgen in Komposition und Musiktheorie an den Musikhochschulen in Hannover, Bremen, Rostock sowie an der FH Osnabrück und an der Universität Lüneburg wurde er 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Komposition, Kompositionspädagogik und Musiktheorie am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück. Seit 2010 ist er Dozent an der Zürcher Hochschule für Künste.
Mark Andre, geboren 1964, studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris (CNSMP) Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre und musikalische Analyse. Lehrer waren u. a. Claude Ballif und Gérard Grisey. Kompositionsstudien bei Helmut Lachenmann in Stuttgart, 1997 Aufenthalt bei André Richard im Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR Freiburg. Lehrte Kontrapunkt und Instrumentationslehre am Conservatoire National de Région de Strasbourg. Seit dem Wintersemester 2009/10 ist er Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
Udo Grimm studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Klasse von Prof. Hans Deinzer und anschließend im Studiengang Soloklassen. 1990 gewann er den 1. Preis im Fach Klarinette der Hochschule Hannover. 1987–91 war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Er ist Gründungsmitglied von Das Neue Ensemble und ständiger Gast bei Orchestern wie dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Ensemble Modern und dem Ensemble Resonanz.

 

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In einem offenen Brief hat sich Prof. Wolfhagen Sobirey, Präsident des Landesmusikrats Hamburg, an den Hamburgischen Bildungssenator gewandt, um seiner Forderung nach einer Verankerung von Musik und Kunst als Pflichtfächer Nachdruck zu verleihen.

"Sehr geehrter Herr Senator Wersich,

grundsätzlich ist Ihr Engagement für den Musikunterricht zu begrüßen. Aber auch ich setze mich für die Gleichrangigkeit der Fächer Musik und Kunst ein.

Was ist der Hintergrund der aktuellen Debatte?

Die Bildungsbehörde plante bisher Kunstfeindliches. Der Musik- und Kunstunterricht der Klassen eins bis sechs soll halbiert, der Pflicht-Musik- und Kunstunterricht der Klassen 7 und 8 am Gymnasium soll abgeschafft werden - eine weitere Schwächung des Gymnasiums. Bereits die letzte Oberstufenreform hat bewirkt, dass immer weniger Oberstufenschüler das Fach Musik wählen können usw. Diese negativen Entwicklungen hat die Öffentlichkeit bisher gar nicht aufgenommen.

Statt wie bisher meist zwei Musik- und zwei Kunststunden pro Woche, soll es in den Grundschulen zukünftig zulässig sein, nur noch je eine Stunde pro Jahrgang und Woche anzubieten. Das wäre ein Dammbruch! Der Musik- und Kunstunterricht der Grundschulen ist die Basis unseres Kulturlebens. Es soll zwar einen „Gestaltungsraum“ mit 17 Stunden pro Schule geben, aus denen z.B. auch eine zweite Musik- oder Kunststunde genommen werden könnte, aber an diesem Stundenpool haben alle Fächer Interesse, und die Künste haben in den Lehrerkonferenzen vieler Schulen einen schweren Stand.

Die zukünftig wegfallenden Stunden sollen durch Angebote am Nachmittag ersetzt werden, so erneut eine Äußerung der GAL vom 25.1.2011. Was das bedeutet, wissen wir. Statt professioneller Pädagogen werden allzu häufig Personen eingesetzt, die pädagogisch nicht angemessen ausgebildet sind, unsichere Verträge bekommen und schlecht bezahlt sind. Seit langem kritisiert der Landesmusikrat diese Entfachlichung des Musikunterrichts.
Ein Wort zur Musik. Hamburg will eine Musikstadt werden, setzt eine halbe Milliarde Euro in Bewegung, um die Elbphilharmonie als zusätzliches, großes Musikzentrum, zu bauen, das ist selbstverständlich sehr zu begrüßen – und die Schulbehörde kürzt gleichzeitig den grundlegenden Musikunterricht der Schulen? Das passt nicht zusammen, da haben Sie recht.

Aber ganz ähnlich ist die Situation beim Kunstunterricht. Wir leben im „optischen Zeitalter“, die Menschen werden mit Bildern geradezu überschüttet – und sie sollen weniger Anregungen bekommen, damit kompetent und selbstbestimmt umgehen zu können?

Auch die künstlerischen Fächer gehören in den Kernunterricht der Schule. Weil die Kinder dann erst kreative, „ganze Persönlichkeiten“ werden und weil sie in solchen Schulen auch motivierter lernen.

Musik und Kunst müssen Pflichtfächer bleiben mit je zwei Schulstunden pro Woche. Die Stunden dafür können in den Grundschulen aus dem „Gestaltungsraum“ genommen werden.

Prof. Wolfhagen Sobirey, Präsident des Landesmusikrats"

 

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Der Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, Prof. Martin Ullrich, wurde auf der Wintertagung am 16. Januar in Berlin zum nächsten Vorsitzenden der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) gewählt. Der 39-jährige Pianist und Musiktheoretiker wird damit Nachfolger von Prof. Dr. Werner Heinrichs, Rektor der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Prof. Ullrich tritt sein neues Amt am 01. Oktober 2011 an, die Amtszeit beträgt drei Jahre.

 

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2011 feiert die Musikakademie Rheinsberg ihr 20jähriges Bestehen. In einem Pressegespräch stellte Dr. Ulrike Liedtke, Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin der Musikakademie Rheinsberg, heute die Höhepunkte der Jubiläumsspielzeit vor: Auch 2011 präsentiert die Musikakademie Rheinsberg zu Ostern wieder eine Oper aus der Zeit von Prinz Heinrich, dem Gründer des historischen Schlosstheaters Rheinsberg. In diesem Jahr fiel die Wahl auf die komische Oper „Das Urteil des Midas“ von André-Ernest-Modeste Grétry. Die musikalische Leitung der Produktion hat Elias Grandy übernommen, der neben seinem Dirigierstudium auch als stellvertretender Solo-Cellist an der Komischen Oper Berlin engagiert ist. Regie führt Barbara Schöne, die bereits mit Inszenierungen am Theater Erfurt, am Theater am Haidplatz in Regensburg und beim Kulturfestival „Montafoner Sommer“ in Österreich auf sich aufmerksam machte. Neben einer Opernproduktion präsentiert die Musikakademie Rheinsberg aus dem Bereich der Alten Musik auch Konzerte mit der diesjährigen Rheinsberger Hofkapelle, dem Ensemble „La Prosperina“.
Am Pfingstwochenende stehen bei der 20. Rheinsberger Pfingstwerkstatt Neue Musik unter dem Motto „Schlaglichter“ zeitgenössische internationale Klänge auf dem Programm. Mit dabei sind szenische Produktionen von Carola Bauckholt (Deutschland), Elena Mendoza (Spanien) und Pei-Yu Shi (Taiwan). Außerdem vertreten sind die Chinesin Sabrina Ma am Schlagwerk, der Schweizer Egidius Streiff auf der Violine und die aus den USA stammende Flötistin Carin Levine mit einem Internationalen Meisterkurs. Für Freunde der klassischen Musik gibt es im Liszt-Jahr eine Reihe mit Klavierkonzerten ab Mitte Mai jeweils am Sonntagnachmittag im Foyer des Schlosstheaters. Darüber hinaus gibt es Abschlusskonzerte internationaler Meisterkurse, Jazz im Hof der Musikakademie, und erstmals eine Kino-Reihe mit legendären DEFA-Produktionen.

Die Angebotsvielfalt ist Ergebnis einer kontinuierlichen Entwicklung, die die Musikakademie Rheinsberg in den letzten 20 Jahren zu dem gemacht hat, was sie heute ist: Ein Ort künstlerischen Austauschs unterschiedlichster Bereiche, ein „Haus junger Künstler“, das renommierte Profis und ambitionierte Laien vereint. Mit einer Handvoll ABM-Kräften und einem Leihklavier ging man 1991 an den Start und hatte dennoch eine klare Vision vor Augen. Heute hat sich vieles von dem, was damals als ferner Traum erschien, verwirklichen lassen. Das Jubiläumsjahr 2011 bietet einen Querschnitt an Höhepunkten, die sich aus Neuem und Bewährtem zusammensetzen und damit den Blick zurück, aber auch in die Zukunft öffnen.

 

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Das Doppelmodell aus Praxis und Lehre ist erfolgreich: Ausnahmslos allen Stipendiaten des Thüringer Opernstudios gelang in den vergangenen Jahren der reibungslose Einstieg in die Bühnenkarriere. Die Absolventen des letzten Studienjahres erhielten unter anderem Festengagements am Tiroler Landestheater Innsbruck, am Theater Erfurt und am Theater Heidelberg. Nun werden wieder neue Stipendiaten gesucht: Die Bewerbungsfrist für das Studienjahr 2011/12 des Thüringer Opernstudios endet am 1. März 2011.

Das Thüringer Opernstudio ist ein postgradualer Studiengang der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Theater Erfurt und dem Theater Nordhausen. Der Studiengang eröffnet jungen hochbegabten Sängern die Chance, professionelle Berufserfahrungen auf der Opernbühne zu sammeln – intensiv vorbereitet und begleitet durch Unterrichte an der Hochschule unter der Leitung von Prof. Elmar Fulda.

Die Aufnahme erfolgt zunächst für eine Spielzeit mit der Option der Verlängerung um eine weitere Spielzeit. Die Mitglieder des Opernstudios erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von 750 Euro. Das Stipendium ermöglicht, in finanzieller Unabhängigkeit konzentriert die künstlerischen Kompetenzen zu erweitern und durch die vorhandene Berufspraxis die Chance zu erhöhen, am Theater Engagements zu finden.

Voraussetzung für die Aufnahme ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Die Bewerbung erfolgt schriftlich mit Lebenslauf und Foto, Zeugnissen in Kopie, aktueller Demo-CD und Bewerbungsformular an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Thüringer Opernstudio, Leitung Prof. Elmar Fulda, Postfach 2552, 99406 Weimar.

 

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Mehr als 1000 Musiklehrer sind im Oktober nach Hessen gereist, um dort an der 28. Bundesschulmusikwoche des VDS teilzunehmen. Workshops und Gesprächsrunden, Konzerte und Vorträge - für die aktive Weiterbildung wurde hier traditionsgemäß viel geboten. nmzMedia hat nun eine Filmdokumentation über die Bundesschulmusikwoche veröffentlicht.

Weiter zum Filmbeitrag

 

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Die Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Verband deutscher Musikschulen (VdM) bündeln ihre Kräfte, um Kindern aus bedürftigen Familien zu helfen. Für das ab 2011 kommende Bildungspaket unterzeichneten Dr. Winfried Richter, Vorsitzender des VdM und Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit eine gemeinsame Erklärung. Ziel ist es, Kindern einen unbürokratischen Zugang u.a. zu Angeboten an Musikschulen des Verbandes zu ermöglichen.

Die Grundsicherung für Arbeitsuchende erfährt ab 2011 einen grundlegenden Wandel. Sie wird künftig ergänzt um eine verstärkte Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die neuen Leistungen werden voraussichtlich als individuelle Gutscheine ausgegeben, die Kinder und Jugendliche zum Beispiel bei Schulen, Musikschulen, Sportvereinen, Kultur- oder Nachhilfeeinrichtungen einreichen können, die mit den Jobcentern Vereinbarungen geschlossen haben. Das Abkommen zwischen BA und VdM ist eines der ersten im Rahmen des neuen Bildungspaketes und hat daher richtungweisende Bedeutung.

Alt: „Trotz sehr ambitionierter Zeitschiene für die Vorbereitung und vor dem Hintergrund der noch an-stehenden Bundesratsentscheidung bin ich mir sicher, dass es uns in den Jobcentern gelingt, ab Jahresanfang eine gute Angebotsstruktur für Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen bereitzuhalten. Daran arbeiten wir mit Hochdruck. Wir sind aber auf Partner angewiesen, wie Jugendämter, Lehrer, Musik- oder Volkshochschulen. Ich freue mich, dass wir in dem VdM einen starken Partner gewinnen konnten und erhoffe mir damit eine Signalwirkung auch bei andern lokalen Anbietern“.

 

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Zum Wintersemester 2011/2012 startet an der Folkwang Universität der Künste ein deutschlandweit einzigartiger Masterstudiengang, der sich ausschließlich mit der Vokal- und Instrumentalmusik des Mittelalters befasst. Die Ausbildung zum Master of Music "Musik des Mittelalters" umfasst vier Semester; Studienbeginn ist jeweils zum Winter- und zum Sommersemester.
Voraussetzungen für die Aufnahme in den Studiengang sind ein abgeschlossenes Studium der Musik oder der Musikwissenschaft (Bachelor oder vergleichbare Qualifikation) sowie der Nachweis der künstlerischen Eignung im gewählten vokalen oder instrumentalen Schwerpunktfach.

Die vier Studiensemester sind jeweils einer Projektarbeit gewidmet, die mit einer Aufführung abgeschlossen werden:
1. Semester: Gregorianischer Choral und frühe Mehrstimmigkeit
2. Semester: Ars antiqua / Musik der Schule von Notre-Dame
3. Semester: Musik der Troubadours und Trouvères sowie Minnegesang
4. Semester: Masterprojekt.

Zur praktischen Ensemblearbeit kommen die musiktheoretischen, quellenkundlichen und liturgisch-historischen Grundlagen sowie lateinische Psalmodie.

Der Studiengang wird fachlich verantwortet von Prof. Dr. Stefan Klöckner (Professor für Musikwissenschaft/Gregorianik und Geschichte der Kirchenmusik, Leiter des "ensemble VOX WERDENSIS", Schola der Folkwang Universität der Künste) und Maria Jonas (Lehrbeauftragte und Leiterin des Ensembles "Ars Choralis Coeln"). Weitere renommierte Lehrende kommen projektweise hinzu. Die Unterrichtssprache ist deutsch.

Mit der Professur für Gregorianik, die seit 1981 an Folkwang besteht - erster Stelleninhaber war Prof. Dr. Godehard Joppich -, und den "Internationalen Sommerkursen Gregorianik" aber auch durch viele Konzerte (u.a. die "Musica enchiriadis" und das "Essener Osterspiel" im Kontext der Kulturhauptstadt RUHR.2010) ist die Folkwang Universität der Künste inzwischen eine feste Größe im Bereich der mittelalterlichen Musik geworden. Dem wird nun durch die Einrichtung eines entsprechenden Studiengangs Rechnung getragen.

Wer sich für die Eignungsprüfung (Studienbeginn Wintersemester 2011/12) anmelden möchte, hat dazu bis zum 15. März 2011 Gelegenheit unter:
http://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/studium/bewerbung-einschreibung/

Informationen zum neuen Studiengang gibt es über das Institut für Gregorianik der Folkwang Universität der Künste - telefonisch unter 0201
4903 301 oder per Mail: gregorianik@folkwang-uni.de.

 

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In den vergangenen Tagen beherrschte ein Thema die Presse: Kopieren von Noten für Kindergärten und Kindertagesstätten und der rechtliche Rahmen hierfür. Oftmals irreführend wurde berichtet, die GEMA wolle für das Singen von urheberrechtlich geschützten Weihnachtsliedern hohe Tantiemen verlangen oder das Singen gar verbieten. Diese Meldungen beruhen aber nicht auf Tatsachen und von einem Sing-Verbot durch die GEMA kann keinesfalls die Rede sein.

Grundsätzlich besteht in Deutschland nach dem Urheberrechtsgesetz ein Kopierverbot für Werke der Musik. Dies umfasst auch das Kopieren von Noten, die zum Bildungszweck in vorschulischen Einrichtungen wie etwa Kindergärten genutzt werden. Die Wahrnehmung der Rechte für das Kopieren von Noten und Liedtexten liegen bei der Verwertungsgesellschaft Musikedition (VG Musikedition).

Diese ist eine eigene, von der GEMA komplett unabhängige deutsche Verwertungsgesellschaft.
Das Singen selbst sowie das Kopieren nicht-geschützter Musikwerke sind entgegen anderslautender Medienberichte natürlich vergütungsfrei erlaubt.
Bereits zum 1. Januar 2010 hat die VG Musikedition die GEMA mit der Lizenzierung der Notenkopien für vorschulische Einrichtungen beauftragt. Dies bedeutet, dass die GEMA für die VG Musikedition die administrative Durchführung der Rechtewahrnehmung übernimmt. Deshalb wurden von der GEMA im Namen der VG Musikedition 36.000 Kindergärten im gesamten Bundesgebiet angeschrieben und über die Neuregelung sowie geltende Tarife informiert.

„Der Tarif der VG Musikedition ermöglicht Kindergärten nicht nur eine legale musikalische Erziehung, sondern bietet auch eine signifikante Kostenersparnis: Da Noten aufgrund der Gesetzeslage eigentlich nicht kopiert werden dürfen, müssten die vorschulischen Bildungseinrichtungen ansonsten auf die Anschaffung kompletter Liederbücher ausweichen“, erläutert Christian Krauß, Geschäftsführer der VG Musikedition.

Die Tarifgestaltung für das Kopieren urheberrechtlich geschützter Werke der Musik strebt nach einem Ausgleich zwischen den Interessen der Urheber der VG Musikedition und dem Bildungsauftrag der Kindergärten. Der Vergütungssatz für bis zu 500 Kopien beträgt einmalig 56 Euro im Jahr, für kirchliche oder kommunale Kindergärten gilt mit 44,80 Euro darüber hinaus ein Gesamtvertragsrabatt. Weitere Lizenzen zum Selbstkopieren können in verschiedenem Umfang erworben werden. Eine Übersicht über das vollständige Angebot gibt es auf www.vg-musikedition.de. Kindergärten haben unterschiedliche Träger wie Kommunen, Gemeinden, Kirchen oder Wohltätigkeitsorganisationen.

Deshalb ist ein Gesamtvertrag, wie er beispielsweise für das Kopieren zu
Unterrichtszwecken an allgemein bildenden Schulen zwischen den verschiedenen Verwertungsgesellschaften und der Kultusministerkonferenz existiert, laut der VG Musikedition nicht in gleicher Weise realisierbar.

 

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Die Musikhochschule Lübeck, einzige Musikhochschule des Landes Schleswig-Holstein, feiert 2011 ihr hundertjähriges Jubiläum. Im Jahr 1911 gründete die Klavierlehrerin Luise Kaibel das erste Musikkonservatorium in Lübeck und schuf damit die Basis für eine professionelle Musikausbildung in der Hansestadt. Im Laufe der Jahrzehnte wechselte die Institution rund zehn Mal ihren Rang und Namen, bis sie 1973 schließlich Universitätsstatus erlangte. Heute ist die Ausbildung an der Musikhochschule Lübeck international anerkannt: Hier studieren 500 junge Musiker aus über 40 Nationen.

Das Jubiläum feiert die Musikhochschule mit hochkarätigen Konzerten, in denen Dozenten, Studierende, Absolventen und Gäste mitwirken, unter anderem die Klarinettistin Sabine Meyer, der Geiger Christian Tetzlaff, der Tenor Klaus Florian Vogt und der Spezialist für alte Musik Ton Koopman. Neben traditionellen Veranstaltungen – darunter das 20. Brahms-Festival unter dem Motto „Brahms gewidmet“ – bietet das Programm unter anderem eine musikwissenschaftliche Reihe „Schlüsselwerke 1911“ mit Werken aus dem Entstehungsjahr der Hochschule. Das Brahms-Institut zeigt mit der Ausstellung „Beziehungszauber“ Brahms gewidmete Grafiken und Musikhandschriften aus der kostbaren Sammlung. Mit der neuen Konzertreihe „Wir in Kiel“ in Kooperation mit dem Theater Kiel zeigen Studierende und Dozenten der Lübecker Hochschule auch in der Landeshauptstadt Präsenz.

Mit über 300 Konzerten und Veranstaltungen im Jahr ist die Musikhochschule Lübeck größter Konzertveranstalter des Landes Schleswig-Holstein. Sie bildet Instrumentalisten, Komponisten, Sänger, Kirchenmusiker und Musikpädagogen aus. Auf die 93 Studienplätze, die jährlich zur Verfügung stehen, bewerben sich bis zu 1600 junge Musiker. Als eine der ersten der bundesweit 24 Musikhochschulen hat die Lübecker Hochschule ihre Studiengänge auf das neue Studiensystem umgestellt. Dazu Prof. Inge-Susann Römhild, Präsidentin der Musikhochschule Lübeck: „Es gibt nicht mehr den reinen Solisten, Orchestermusiker oder Pädagogen. Die Berufsbilder wandeln sich und wir reagieren auf die jeweils aktuellen Strömungen mit der Anpassung unseres Studienangebots. Unsere Kernkompetenz bleibt die hochqualitative künstlerische Ausbildung, die wir mit den pädagogischen Fächern in ihrer ganzen Bandbreite verknüpfen. Wir hoffen angesichts unserer Erfolge auf die notwendigen personelen und finanziellen Ressourcen.“

Die Gründerin Luise Kaibel, Tochter eines Musikalienhändlers, war für die damalige Zeit überdurchschnittlich mutig und geschäftstüchtig. Wie viele unverheiratete „höhere Töchter“ verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt mit Klavierunterricht. Als sie den wachsenden Bedarf an Musikpädagogen erkannte, gründete sie ihr privates Konservatorium nach dem Vorbild des Leipziger Konservatoriums, das Felix Mendelssohn Bartholdy 1843 ins Leben gerufen hatte. Kaibel beschäftigte bis zu 40 Lehrkräfte, die rund 500 Schüler in praktischen und theoretischen Fächern unterrichteten. Im Laufe der Jahrzehnte wanderte die Institution durch Lübeck. So wurde unter anderem in der Fleischhauerstraße, in den Schüsselbuden, am langen Lohberg, in der Mengstraße, der Königstraße, in der Seefahrtsschule und im Behnhaus unterrichtet, bevor die Ausbildungsstätte in zwei ehemaligen Patriziervillen am Jerusalemsberg eine vorläufige Heimat fand. Eine von ihnen beherbergt heute das 1990 gegründete, durch seine Forschungsvorhaben und seine wertvolle Sammlung international angesehene Brahms-Institut. 1993 wurde nach zwanzig Baujahren der letzte von fünf Bauabschnitten im Altstadtquartier an der Obertrave eingeweiht. In Sichtweite des Holstentores, direkt am Wasser gelegen, beherbergen dort 22 historische Kaufmannshäuser einen modernen, internationalen Musikbetrieb. 2007 übergab die Hansestadt Lübeck der Musikhochschule mit der sanierten Holstentorhalle weitere tausend Quadratmeter Unterrichts- und Übefläche. Den Umbau der 1926 entstandenen Ausstellungshalle am Holstentor finanzierte die Possehl-Stiftung Lübeck, eine der größten Förderer der Musikhochschule Lübeck.

Rund 170 Dozenten, viele von ihnen mit internationalem Ruf, bereiten die Studierenden durch individuelle Betreuung auf die Berufswelt vor. Gemeinsame Projekte und Kooperationen mit regionalen und internationalen Kulturinstitutionen ermöglichen den Studierenden eine praxisnahe Ausbildung. Die Musikhochschule Lübeck hat ihren Ruf als Hochburg der Instrumental- und Kammermusikausbildung erworben und berühmte Solisten hervorgebracht, unter ihnen der Tenor Klaus Florian Vogt, die Geiger Christian Tetzlaff, Maxim Vengerov und Vadim Repin, die Cellisten Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz und Troels Svane, den Klarinettisten Sebastian Manz sowie das Artemis-Quartett. Viele Absolventen der instrumentalen Ausbildungsgänge besetzen Solopositionen in führenden deutschen Kulturorchestern. Ein Schwerpunkt liegt in allen Studiengängen auf den pädagogischen Fächern. Prof. Inge-Susann Römhild: „Mit unserer Ausbildung garantieren wir, dass unsere Absolventen auch in Zukunft zur Verankerung von Musik in der Gesellschaft und zu einer fundierten und breiten musikali-schen Bildung in Deutschland beitragen.“

 

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Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, und Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan zu den internationalen PISA-Ergebnissen 2009: „Die Zahlen der PISA-Studie zeigen einen klaren Aufwärtstrend. Gerade im Vergleich zu anderen Staaten hat sich Deutschland über die Jahre kontinuierlich verbessert und liegt inzwischen in vielen Bereichen über dem OECD-Durchschnitt. Dafür haben Bund und Länder mit ihrer deutlichen Steigerung der Bildungsinvestitionen sowie mit ihren qualitätssichernden Maßnahmen gesorgt und damit eine positive Dynamik im Bildungswesen eingeleitet. Der Einsatz aller an Bildung Beteiligten hat sich gelohnt, daher werden wir diesen Weg konsequent fortsetzen.“

Zentrale Ergebnisse für den Bereich Lesen:
● Deutschland gehört zu den sieben OECD-Staaten, in denen sich die Lesekompetenz von PISA 2000 zu PISA 2009 signifikant verbessert hat; sie liegt nunmehr mit 497 Punkten im Mittelfeld der OECD-Staaten.
● Die Leistungsunterschiede zwischen guten und schwachen Leserinnen und Lesern haben sich zwischen PISA 2000 und 2009 verringert. Die Streuung der Kompetenzwerte ist in Deutschland so stark gesunken wie in keinem anderen Staat der OECD und unterscheidet sich nicht mehr wesentlich vom OECD-Durchschnitt.
● Der Anteil der schwachen Leserinnen und Leser ist seit PISA 2000 von 22,6 % auf 18,5 % deutlich zurückgegangen; am oberen Ende der Kompetenzskala sind in Deutschland kaum Veränderungen zu beobachten.
● Im Gegensatz zu den meisten anderen Staaten ist in Deutschland die Freude am Lesen bei den 15- Jährigen angestiegen. Dennoch gilt weiterhin: Mädchen lesen deutlich lieber und besser als Jungen.

Zentrale Ergebnisse für den Bereich Mathematik:
● Deutschland gehört zu den sechs OECD-Staaten, deren Durchschnittswerte in der mathematischen Kompetenz seit PISA 2003 signifikant angestiegen sind. Mit 513 Punkten gehört Deutschland 2009 erstmals zu der Gruppe jener Staaten, die signifikant über dem OECD-Durchschnitt von 496 Punkten liegt.
● Der Anteil der Jugendlichen mit geringer mathematischer Kompetenz hat sich von 21,6 % bei PISA 2003 auf 18,6 % bei PISA 2009 reduziert. Dieser Anteil ist signifikant niedriger als im OECD-Durchschnitt (22,0 %). Der Anteil der Schülerinnen und Schüler auf der höchsten mathematischen Kompetenzstufe fällt in Deutschland mit 4,6 Prozent signifikant höher aus als im OECD-Durchschnitt (3,1 %). Die Leistungsstreuung ist mit 98 Punkten jedoch höher als im OECD-Durchschnitt (92 Punkte).

Zentrale Ergebnisse für den Bereich Naturwissenschaften:
● In Deutschland liegt die naturwissenschaftliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler bei durchschnittlich 520 Punkten und damit deutlich oberhalb des OECD-Durchschnitts von 501 Punkten.
● Der Anteil der Jugendlichen, die in Deutschland unter oder auf der niedrigsten Stufe naturwissenschaftlicher Kompetenz liegen, ist mit 14,8 % signifikant niedriger als im OECD-Durchschnitt (18,0 %). Auf den beiden höchsten naturwissenschaftlichen Kompetenzstufen befindet sich mit 12,8 % in Deutschland ein signifikant höherer Anteil der Schülerinnen und Schüler als im Durchschnitt der OECD-Staaten (8,5 %). Die Leistungsstreuung ist mit 101 Punkten jedoch signifikant höher als im OECD-Durchschnitt (94 Punkte).

Für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zeigen sich bei PISA 2009 folgende zentrale Ergebnisse:
● Rund ein Viertel der fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland stammt aus zugewanderten Familien. Dieser Anteil hat seit PISA 2000 um etwa vier Prozentpunkte zugenommen. Damit liegt Deutschland im Vergleich zu den anderen mittel- und nordeuropäischen Ländern etwa im Mittelfeld.
● Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland konnten sich seit PISA 2000 im Lesen um 26 Punkte substanziell verbessern. Dadurch haben sich auch die Unterschiede zu Schülern ohne Migrationshintergrund deutlich reduziert. Unter den mittel- und nordeuropäischen Staaten haben nur die Schweiz, Belgien und Luxemburg eine ähnlich positive Entwicklung zu verzeichnen.
● Während Schülerinnen und Schüler, die im Jahr 2000 in der Familie eine andere Sprache als Deutsch sprachen, noch etwa 60 Punkte weniger im Lesekompetenztest erzielten, liegt der Unterschied in PISA 2009 nur noch bei rund 20 Punkten.
● Die Lesekompetenz von Jugendlichen türkischer Herkunft hat sich seit PISA 2000 leicht, die von Jugendlichen, deren Eltern aus dem Gebiet der ehemaligen UdSSR stammen, deutlich verbessert.
● Trotz der Verbesserungen sind auch in PISA 2009 die mit einem Migrationshintergrund verbundenen Disparitäten weiterhin groß. So beträgt der Unterschied in der Lesekompetenz zwischen in Deutschland geborenen Schülerinnen und Schülern zugewanderter Eltern (zweite Generation) und Schülerinnen und Schülern ohne Migrationshintergrund 57 Punkte, was einem Lernfortschritt von mehr als einem Schuljahr entspricht.

Für den Zusammenhang zwischen sozialem Hintergrund, Bildungsbeteiligung und Lesekompetenz ergeben sich bei PISA 2009 folgende zentrale Ergebnisse:
● Der Zusammenhang zwischen Lesekompetenz und sozialer Herkunft hat seit PISA 2000 abgenommen.
● Der Abstand in der Lesekompetenz von Jugendlichen, deren Eltern Berufe mit hohem Sozialstatus ausüben, und solchen aus Familien un- und angelernter Arbeiter ist von durchschnittlich 106 Punkten in PISA 2000 auf 75 Punkte in PISA 2009 gesunken.
● Von der Expansion des Gymnasiums im Verlauf des Jahrzehnts haben vor allem Schülerinnen und Schüler aus Arbeiterfamilien und diejenigen, deren Eltern Berufe im Bereich der Routinedienstleistungen ausüben, profitiert. Sie besuchen nun häufiger diesen Bildungsgang.

Entwicklung der schulischen Rahmenbedingungen:
● Die personelle Ausstattung wird von Schulleitungen in Deutschland positiver beurteilt als im Durchschnitt der OECD-Staaten. Die Entscheidungsspielräume an Schulen in Deutschland in Bezug auf die Verwendung der Ressourcen und die Gestaltung des Curriculums werden hingegen geringer eingeschätzt als dies im Durchschnitt der OECD-Staaten der Fall ist.
● Als Maßnahmen der Qualitätssicherung kommen standardisierte Testverfahren in Deutschland noch immer seltener zum Einsatz als im OECD-Durchschnitt, ihre Anwendung hat aber seit PISA 2000 zugenommen.
● Positive Entwicklungen von PISA 2000 zu PISA 2009 zeigen sich insbesondere beim Schulklima.
● In Deutschland werden geringere Störungen und Disziplinprobleme im Unterricht und damit eine effektivere Klassenführung berichtet als im OECD-Durchschnitt.
● Zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern mit anderer Herkunftssprache als Deutsch wird in allen Schularten Förderunterricht angeboten. Allerdings besucht in Deutschland nur etwa ein Drittel der fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund Schulen, in denen zusätzlicher Förderunterricht in Deutsch angeboten wird; im OECD-Durchschnitt liegt dieser Anteil jedoch fast doppelt so hoch.

Hierzu erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle: „Die nach PISA 2000 eingeleiteten Maßnahmen der Länder in sieben zentralen Handlungsfeldern, die in der Kultusministerkonferenz einvernehmlich beschlossen wurden - hierzu zähle ich vor allem den Ausbau der frühkindlichen Bildung und der Ganztagsschulen sowie Maßnahmen der Qualitätssicherung - haben sich offensichtlich bewährt und zeigen klar sichtbare Erfolge. Das OECD-Niveau ist erreicht oder wird übertroffen und das bei mehr Bildungsgerechtigkeit. Wir müssen und werden diese grundsätzlich positive Entwicklung konsequent fortsetzen und über alle Länder hinweg verstärken: Intensive Förderung der Leistungsschwächeren sowie der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund durch eine systematische Lese- und Sprachförderung, die frühzeitig einsetzt und auch in den weiterführenden Schulen gezielt fortgesetzt wird. Die auf allen Stufen erforderliche individuelle Förderung bezieht auch die leistungsstärkeren Schüler mit ein.“

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan sagte: „Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Risikogruppen ist gegenüber PISA 2000 gesunken. Das ist aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen.
Gerade für benachteiligte Kinder werden wir noch mehr tun. In unserer Initiative „Lernen vor Ort“ arbeiten Kommunen daran, mehr Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen. Mit dem Programm „Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Berufsabschluss“ wollen wir die Zahl der Schulabbrecher weiter verringern - 500 neue Bildungslotsen haben gerade die Arbeit aufgenommen."

Die Steigerung des Kompetenzniveaus insbesondere im unteren Leistungsbereich zeigt deutlich, dass der in Deutschland nach PISA 2000 eingeschlagene Weg, ein umfassendes und abgestimmtes System der Qualitätssicherung aufzubauen, erfolgreich ist. Die beobachteten Trends sprechen dafür, dass zur weiteren Steigerung der Lernergebnisse die Qualitätsentwicklung noch stärker auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität und die gezielte individuelle Förderung ausgerichtet werden sollte. Von entscheidender Bedeutung wird es hierbei sein, dass die Bildungsstandards für die Unterrichtsentwicklung in den Schulen tatsächlich genutzt werden. Hierzu hat die Kultusministerkonferenz in diesem Jahr eine Konzeption zur Nutzung der Bildungsstandards für die Unterrichtsentwicklung vorgelegt.

Anlage der Studie
PISA wird seit 2000 von der OECD durchgeführt, um die Kompetenzen 15-Jähriger in den zentralen Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu ermitteln. Bei PISA 2000 und PISA 2009 stand die Erfassung des Leseverständnisses im Zentrum, bei PISA 2003 die Mathematik, bei PISA 2006 die Naturwissenschaften. An PISA 2009 haben neben den 34 OECD-Staaten 31 Partnerstaaten und -regionen teilgenommen. In Deutschland wurden für den internationalen Vergleich insgesamt ca. 5000 Schülerinnen und Schüler aus 226 Schulen getestet.

Die Tests zu PISA 2009 wurden in Verantwortung eines Konsortiums unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) durchgeführt und ausgewertet. Die Erhebungen wurden mit dem Ländervergleich des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur Überprüfung der KMK-Bildungsstandards in der Sek. I koordiniert. Die Ergebnisse von PISA 2009-International dienen der Verortung des deutschen Bildungswesens im internationalen Vergleich auf der Grundlage einer bundesweiten Stichprobe. Aufgrund der Unterschiede bei der Testpopulation und den getesteten Domänen sowie der verschiedenen Skalen ist es nicht möglich, die Ergebnisse des IQB-Ländervergleichs, die am 23.Juni 2010 veröffentlicht wurden, direkt in die Skala von PISA 2009-International einzuordnen.

Ab PISA 2012 ist in Deutschland das Zentrum für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) verantwortlich. Das neu gegründete ZIB als von Bund und Ländern gemeinsam getragener Verbund der Technischen Universität München (TUM), des DIPF und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und der Mathematik an der Universität Kiel (IPN) wird zunächst bis Ende 2016 die Durchführung der PISA-Studien in Deutschland sowie daran angelehnte Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung übernehmen. Die mit der Gründung des ZIB erreichte Verstetigung der Durchführung der PISA-Studien soll dazu beitragen, ein hohes Qualitätsniveau für das von Bund und Ländern gemeinsam getragene international vergleichende Bildungsmonitoring zu sichern sowie die Bedeutung und Präsenz der deutschen Bildungsforschung im Kontext internationaler Bildungsvergleichsstudien zu verbessern.

Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse und mehr Informationen finden Sie im Internet unter: http://www.dipf.de und
http://www.pisa.oecd.org.

 

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Am 27. November 2010 haben die Mitglieder von Europa Cantat – Europäische Föderation Junger Chöre e.V. und AGEC – Arbeitsgemeinschaft Europäischer Chorverbände die Fusion zwischen den beiden Verbänden unter dem Namen “European Choral Association – Europa Cantat” besiegelt. Unter diesem neuen Namen werden die beiden europäischen Chorverbände ab dem 1. Januar 2011 zum führenden pan-europäischen gemeinnützigen Dachverband im Bereich der kulturellen Jugend- und Erwachsenenbildung und des Austausches in der Vokalmusik. Die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Chorverbände - AGEC wurde 1955 gegründet, mit dem Ziel, die Kooperation zwischen nationalen Chorverbänden anzuregen und das Verständnis füreinander durch das gemeinsame Singen und Musizieren zu fördern. Europa Cantat wurde 1960/63 unter dem Namen Europäische Föderation Junger Chöre gegründet, als Instrument für die internationale Zusammenarbeit und um Toleranz und Friedensstiftung durch gemeinsames Singen sowie den interkulturellen Austausch von Chor-Repertoire zu fördern. Ohne ihre ursprünglichen Ziele aufzugeben, werden die beiden Organisationen in dem neuen Verband ihre Kräfte vereinen.

European Choral Association – Europa Cantat vertritt direkt ca. 50 nationale und regionale Chorverbände sowie weit über eine Million Sänger/innen, Chorleiter/innen, Komponist/innen und Chor-Manager/innen und erreicht mehr als 20 Millionen in über 40 europäischen Ländern.

Durch die Fusion zur European Choral Association – Europa Cantat wird die Chormusik in Europa also mit einer Stimme sprechen und das europäische Chorleben in internationalen Musikverbänden, sowie auf politischer Ebene in Europa vertreten.

European Choral Association – Europa Cantat hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Fusion die Position der Chormusik innerhalb Europas zu stärken und die menschlichen, pädagogischen und sozialen Auswirkungen des Chorsingens und gemeinsamen Musizierens noch deutlicher sichtbar zu machen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Verband weiterhin Aktivitäten organisieren, in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedern und (neuen) Partnern. Er wird seine Bandbreite erweitern und mit Forschungsinstituten zusammen arbeiten, um neue Erkenntnisse z.B. zu sozialen und physischen Auswirkungen des Singens zu gewinnen und er wird die wirtschaftliche Seite des Bereichs unterstützen, indem er mit Arbeitsbereichen wie Kulturmanagement, Fundraising und Sponsoring zusammenarbeitet. Vor dem Hintergrund erfolgreicher und inspirierender Projekte wird die European Choral Association – Europa Cantat auch weiterhin musikalische Integrations-Projekte lancieren, für und gemeinsam mit Minderheiten und Menschen mit Behinderungen.

Zum Programm der European Choral Association – Europa Cantat in den kommenden Jahren gehören das EUROPA CANTAT Festival in Turin (IT) im Juli/August 2012, EUROPA CANTAT junior in Pärnu (EE) im Juli 2011, jährliche Arbeitsphasen des Eurochores (2011 in Italien und 2012 in der Tschechischen Republik) und des Weltjugendchores, mehrere Internationale Singwochen in verschiedenen europäischen Ländern, Seminare, Kurse und Studienfahrten für Chorleiter/innen, Komponist/innen und Chor-Manager/innen, ein regelmäßig stattfindender Kompositions-Wettbewerb sowie Konferenzen.

Die European Choral Association – Europa Cantat wird von einem 15-köpfigen Vorstand mit Vertreter/innen aus 13 europäischen Ländern geführt, mit Mitgliedern der Vorstände beider Verbände, unter der Präsidentschaft von Sante Fornasier (Italien), der von den drei Vizepräsidenten Gábor Móczár (Ungarn), Fred Sjöberg (Schweden) und Anneliese Zeh (Österreich) sowie von Schatzmeister Jean Smeets (Belgien) unterstützt wird. Der Sitz des Verbandes ist mit Generalsekretärin Sonja Greiner und ihrem Team in Bonn (Deutschland).

European Choral Association – Europa Cantat
c/o Haus der Kultur, Weberstr. 59a, 53113 Bonn, Germany
Tel: +49 228 9125663, Fax: +49 228 9125658
NEUE Website: http://www.eca-ec.org, http://www.EuropeanChoralAssociation.org
NEUE Kontakt-Mail: info@eca-ec.org, info@EuropeanChoralAssociation.org

 

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Alle drei Jahre wieder werden die Ergebnisse der PISA-Studie International vorgestellt. In der PISA-Studie werden die Ergebnisse 15-jähriger Schülerinnen und Schüler in bestimmten Kompetenzbereichen getestet. Im Jahr 2000 stand die Lesekompetenz im Mittelpunkt, im Jahr 2003 die mathematische Grundbildung, im Jahr 2006 die naturwissenschaftliche und im Jahr 2009 erneut die Lesekompetenz. Die Ergebnisse des Jahres 2009 und vor allem das Abschneiden Deutschlands im Vergleich zu anderen OECD-Staaten wurden heute in Berlin vorgestellt. Und erneut sitzen viele wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange und warten, wie deutsche Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu anderen abschneiden.

Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, anerkennt, dass insbesondere durch die erste PISA-Studie bildungspolitische Veränderungen möglich wurden, die ansonsten kaum umgesetzt werden. Zu denken ist beispielsweise an das Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung, das den Ausbau der Ganztagsschulen in den Ländern maßgeblich beförderte. Zu erinnern ist aber auch an die Bildungspläne für die vorschulische Bildung, die im Nachgang zur ersten PISA-Studie von den Ländern entwickeln wurden. Kindertagesstätten haben sich von Betreuungs- zu Bildungseinrichtungen entwickelt.

Zugleich müssen andere Entwicklungen mit einem großen Fragezeichen versehen werden. Allzu oft wird vergessen, dass die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) keineswegs eine Institution ist, die aus altruistischen Gründen, das Bildungswesen untersucht. Die OECD ist der Zusammenschluss von 33 marktwirtschaftlich orientierten Ländern, die sich unter anderem der Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums und dem Wachstum des Welthandels verschrieben hat. Bildung dient dazu, diese Ziele zu verwirklichen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Gerade die künstlerischen Fächer leiden unter den PISA-Untersuchungen. Nur die vermeintlich messbaren "harten" Schulfächer wurden abgeprüft. Künstlerische Fähigkeiten erscheinen oft nur noch als ein entbehrlicher Luxus, der eine Schulkarriere behindert. Wer glaubt, mit Lesekompetenz sei bei der PISA-Untersuchung das Lesen und Verstehen eines Romans oder Gedichts gemeint, ist auf dem Holzweg. Das von der OECD angelegte Untersuchungsraster geht eindeutig zu Lasten der künstlerischen Fächer in der Schule. Die PISA-Ergebnisse können wichtige Hinweise für die Schulentwicklung geben, eine umfassende Bildungspolitik können sie aber nicht ersetzen."

 

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Zwei Projekte des Beethovenfestes Bonn gehen in die nächste Runde: der Kurzfilmwettbewerb „Look at Beethoven“ und die Schülermanager des Jungen Beethovenfestes.

Seit 2006 organisiert das Beethovenfest Bonn das Kurzfilmprojekt „Look at Beethoven“. Auch 2011 schreibt das Festival einen Kurzfilmwettbewerb unter Filmemachern, Filmstudenten, Künstlern, filmisch Kreativen und auch Musikschaffenden aus. Bis zum 30. Januar 2011 können Konzepte für Musik-Kurzfilme bis maximal acht Minuten Länge eingereicht werden. Die Filme können sich am programmatischen Schwerpunkt des Beethovenfestes orientieren, sie können sich aber auch allgemein mit dem Thema Musik beschäftigen. 2011 wird Franz Liszts 200. Geburtstag gefeiert, und auch das nächste Beethovenfest legt ein besonderes Gewicht auf das Werk und die vielseitige Künstlerpersönlichkeit von Franz Liszt, der 1845 das erste Beethovenfest in Bonn initiierte. Das Leben und Werk Beethovens können, müssen aber nicht bearbeitet werden. Aus Beethovens Oeuvre sind nur die Symphonien Nr. 5 und Nr. 9 (Schlusssatz) ausgeschlossen, da diese in den vergangenen Jahren besonders oft einbezogen wurden. Formal möchte das Beethovenfest vor allem den künstlerischen Dokumentarfilm einerseits und den Experimentalfilm andererseits fördern.

Aus den eingereichten Filmen wählt eine Fachjury bis zu fünf Konzepte für einen Produktionskostenzuschuss von jeweils 2.000 Euro aus. Bis zum 30. Juni müssen dann alle realisierten Filme eingeschickt werden. Die fünf prämierten Filme sowie weitere ausgewählte Darstellungen werden im Rahmen des Beethovenfestes Bonn 2011, das vom 9. September bis 9. Oktober 2011 dauert, gezeigt. Die Premiere von „Look at Beethoven“ 2011 findet am 13. September im Auditorium des Kunstmuseums Bonn statt. Die Filmemacher, deren Beiträge bezuschusst wurden, stellen sich und ihre Kurzfilme vor. Den Abend moderiert wie auch in den vergangenen Jahren der Filmregisseur Enrique Sánchez Lansch.

Die Konzepte und fertigen Beiträge zu „Look at Beethoven“ sind beim Filmbüro Bremen e. V. einzureichen, das die Einsendungen im Auftrag des Beethovenfestes koordiniert: Plantage 13, D-28215 Bremen, Tel. 0049-(0)421-708 48 91, rieke@filmbuero-bremen.de.

Ebenfalls seit 2006 bietet das Beethovenfest Bonner Schülern vielfältige Möglichkeiten, hinter die Kulissen eines großen Musikfestivals zu blicken. Die Schülermanager beim Jungen Beethovenfest gibt es seit zwei Jahren. Ein Schülerteam aus zehn bis zwölf Schülern arbeitet über acht Monate an der Organisation, Finanzierung und Vermarktung eines Konzertes aus dem Hauptprogramm des Beethovenfestes Bonn. Alle Funktionen im Organisationsteam des Beethovenfestes werden von Jugendlichen gedoppelt, die Mitarbeiter des Beethovenfestes begleiten die Schüler bei allen Arbeitsschritten. Es gibt Sponsorentermine, Verhandlungen mit Künstlern, Agenturen und Kooperationspartnern sowie eine eigene Pressekonferenz. Die Schüler beteiligen sich in Absprache mit den auftretenden Künstlern an der Programmgestaltung und Spielstättenkonzeption. Von den Jugendlichen werden Flyer und Plakate entworfen, produziert und verteilt. Sie gestalten die eigene Website http://www.schuelermanager-beethovenfest.de, außerdem werden die Netzwerke Twitter und Facebook sowie YouTube als Informations- und Marketinginstrumente genutzt.

Neben ausführlichen Schulungen in den jeweiligen Arbeitsbereichen zu Beginn des Projektes gibt es zahlreiche Workshops und Trainings zu Themen wie Videotraining, Mikrofongebrauch und Präsentation, Internet- und Netzwerkkunde, Marketing-Konzeption und Konzerteinführung, Sponsorenpräsentation und –betreuung.

Schüler der Stufen 10 und 11 von Schulen aus Bonn und dem näheren Umkreis können sich bei Interesse bis zum 21. Januar 2011 als Schülermanager bewerben. Die Bewerbungsmappe sollte ein kurzes Anschreiben enthalten, warum der Schüler an dem Projekt teilnehmen möchte. Er soll begründen, warum er sich für einen bestimmten Arbeitsbereich besonders interessiert und wie er sich dessen Gestaltung vorstellt. Zudem sollen zwei Alternativbereiche angegeben werden, die ihn beim dem Projekt ebenfalls interessieren. Der Bewerbung sollte ein tabellarischer Lebenslauf mit Foto und Angabe der Schule, der Jahrgangsstufe und der gewählten Kursfächer beiliegen sowie ausführliche Angaben über Interessen, Hobbies und Berufswünsche.

Als Arbeitsbereiche stehen zur Auswahl: Intendanz, kaufmännische Direktion, künstlerisches Betriebsbüro, Marketing, Presse, Dramaturgie und Dokumentation. Steckbriefe der Schülermanager 2011 mit der Beschreibung ihrer Aufgaben sind unter http://www.schuelermanager-beethovenfest.de/team/ einzusehen.

Bewerbungen müssen bis zum 21. Januar an das Beethovenfest Bonn geschickt werden: Helmut Seidenbusch, Projektleiter „Junges Beethovenfest“, Kurt-Schumacher-Str. 3, 53113 Bonn oder per Mail an: seidenbusch@beethovenfest.de.

Die Schülermanager 2009 wurden für ihre Leistung mit dem „Kinder zum Olymp!“-Preis 2009/2010 der Kulturstiftung der Länder ausgezeichnet, ihre Nachfolger des Jahrganges 2010 erhalten am 8. Dezember 2010 die Möglichkeit, ihre Arbeit dem Kulturausschuss der Stadt Bonn vorzustellen.

 

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„Wir haben unser Etappenziel erreicht“, fasste Thomas Goppel die Ergebnisse zur Halbzeit seiner ersten Legislaturperiode als Präsident des Bayerischen Musikrats am Rande der Mitgliederversammlung in Würzburg zusammen und formulierte auch gleich das Ziel der kommenden zwei Jahre: „Im Ganztagsbereich gilt es nun, alle Kräfte darauf zu konzentrieren, damit ein Drittel der zusätzlichen Zeit an der Schule für die musischen Fächer reklamiert und reserviert ist.“

Vor zahlreichen Delegierten aus den 56 Mitgliedsverbänden zog BMR-Präsident Thomas Goppel in seinem Tätigkeitsbericht Bilanz. Auf verschiedenen Podien sei es gelungen, die Diskussion um den Stellenwert der Musik an Schulen und die Bedeutung der Musikschulen wie auch die der Laienmusikverbände im Bereich musikalischer Bildung deutlich mitzugestalten. Dabei verwies er u.a. auf die erfolgreiche Durchführung der Arbeitstagung 2009 in Hammelburg zum Thema „Musik an Schulen“ und der Fachtagung „Ästhetische Bildung“ mit den Landesmusikräten im November 2009 in München sowie diversen Diskussionsforen im Rahmen des Erdinger Bildungsgipfels und des Verbands der Bayerischen Sing- und Musikschulen. Die Signale von Seiten der Politik, deutlich geworden auch durch den Nachtragshaushalt 2010, zeigen, dass man auf dem richtigen Weg sei. Thomas Goppel: „Die Damen und Herren in den einzelnen Verbänden haben erkannt, dass wir aufeinander angewiesen sind und alle zusammen einen Chor ergeben, der hörbar ist in der bayerischen Kulturszene.“

Ein weiteres Erfolgsmodell sei der Zusammenschluss der Laien unter einem Dach. Mit der Einrichtung des Referats Laienmusik im Bayerischen Musikrat gleich zu Beginn seiner BMR-Präsidentschaft sieht Goppel gerade jene, die sich freiwillig und unentgeltlich für die Musik einsetzen, gut betreut. So verwies er u.a. auf die erfolgreiche Durchführung von zwischenzeitlich drei Fachtagungen zum Thema Ehrenamt, die dazu dienen, den Vorsitzenden kompetente Orientierung und Hilfe durch die Fülle an rechtlichen Pflichten zu geben.

Dringliche Aufgabe und Herausforderung für die kommende Zeit bildet die Diskussion um den Stellenwert des Fachs Musik im Ganztagesbereich und in der Ganztagsbetreuung. Thomas Goppel: „Die Situation hat sich sehr stark verändert. Der Staat und die Kommunen müssen noch haushälterischer mit dem Geld umgehen. In der zurückgehenden Bevölkerung wird die Frage nach der wirklichen Zeit und Freizeit, um sich mit Musik zu beschäftigen, anders beantwortet wird als bisher. In der Schule haben wir andere Anforderungen, die sich aus dem Anspruch einer zunehmend akademisierten Gesellschaft ableiten. Das alles geht zu Lasten der Musik. Umso wichtiger ist es, dass es uns gelingt, gerade beim Thema Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule ein Drittel der zusätzlichen Zeit an der Schule für die jungen Leute beziehungsweise für die musischen Fächer zu reklamieren.“

 

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Erstmals können Studierende der Hochschule für Musik und Tanz Köln in diesem Semester den neuen Masterstudiengang Neue Klaviermusik bei Prof. Pierre-Laurent Aimard belegen. Der Studiengang richtet sich an hochqualifizierte Pianistinnen und Pianisten, die speziell die Arbeit mit der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts vertiefen möchten.

Mit Prof. Pierre-Laurent Aimard verfügt die Hochschule in ihrem Kollegium über einen weltweit renommierten Spezialisten für das zeitgenössische Klavier-Repertoire. Aimard wurde 1957 in Frankreich geboren und studierte am Pariser Konservatorium. Mit zwölf Jahren lernte Aimard Olivier Messiaen kennen und wurde in kurzer Zeit zum berufenen Interpreten von dessen Werken. Er gilt als zentrale Persönlichkeit in der Zeitgenössischen Musik und arbeitete über 15 Jahre eng mit György Ligeti.

Der von der Hochschule gegründete neue Studiengang ist sehr facettenreich. Er beinhaltet eine Fülle von Lehrangeboten in den Bereichen Instrumentalpraxis, Kammermusik/Ensemble und Theorie der Neuen Musik/Komposition. Studierende die anstreben Mitglied in einem Ensemble für Neue Musik zu werden, werden in diesem Studiengang ideal auf ihren weiteren künstlerischen Werdegang vorbereitet. Durch das vor kurzem gegründete Institut für Neue Musik wird den Studierenden zudem ein lebhaftes und kreatives Umfeld geschaffen.

Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2011/2012 endet am 1. März 2011. Weitere Informationen zu diesem Studiengang finden Sie auf der Homepage der Hochschule für Musik und Tanz Köln (http://www.hfmt-koeln.de/studiengaenge/mmus/neueklaviermusik.html).

 

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Das Herz schlägt bis zum Hals und der Atem rast: Viele Musiker leiden unter extremem Lampenfieber. Die Angst vor dem Auftritt kann so groß werden, dass sie sogar Karrieren zerstört. Hilfe finden Betroffene jetzt am Universitätsklinikum Bonn. Dort gibt es seit kurzem deutschlandweit die erste Lampenfieberambulanz speziell für Musiker.

So mancher Musiker braucht das Prickeln vor dem Auftritt, um brillant zu sein. Doch andere entwickeln eine solche Angst davor, den falschen Ton zu treffen oder aus dem Takt zu kommen, dass sie vor lauter Nervosität nicht mehr auftreten können. Denn ein Fehler lässt sich nicht durch Improvisation überspielen und ist so für den Zuhörer auf jeden Fall hörbar. Schätzungsweise jeder zweite Berufsmusiker leidet unter Lampenfieber. Dem Sänger versagt die Stimme, der Bläser hat einen trockenen Mund und dem Geiger zittert die Bogenhand – jede Musikergruppe hat ihr spezielles Problem.

Doch die Ursache ist für alle gleich, weiß Dr. Déirdre Mahkorn, Oberärztin an der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie: „Es sind leistungsorientierte Perfektionisten mit hohem Ehrgeiz. Sie sind mit sich selbst zu streng und hadern im Rückblick über jeden Fehler.“ Es entsteht ein Teufelskreis: Das Scheitern wird vorweggenommen, obwohl es noch gar nicht passiert ist. Dadurch erhöht sich die Angst vor dem Auftritt.

Über die Jahre kann das Lampenfieber immer stärker werden. Manche Musiker greifen dann auch zu Alkohol, Drogen oder Beta-Blockern, die das Herzrasen senken. Irgendwann ist eventuell sogar der Punkt erreicht, an dem der Künstler nicht mehr seinen Beruf ausüben kann. Auch Studenten können bereits ein so starkes Lampenfieber allein vor dem Vorspielen vor Mitstudenten, Lehrern oder für ein Engagement entwickeln, dass sie das Studium abrechen und sich nach einem anderen Beruf umsehen.

Lampenfieber ist heilbar

„Wir wollen betroffenen Musikern helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen“, sagt Martin Landsberg, Psychologe an der Bonner Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Zusammen mit seiner Kollegin Mahkorn geht er bei jedem Patienten der Ursache für das Lampenfieber auf den Grund. Dazu erstellen sie ein Persönlichkeitsprofil und nutzen ein individuelles Angst-Tagebuch. Hinzu kommen Entspannungsübungen, die helfen die Lampenfiebersymptome zu lindern. „Je länger das Problem bereits bestand, desto länger braucht der Betroffene auch, um sein Lampenfieber zu kontrollieren“, sagt Landsberg.

„Ein solches Angebot speziell für Musiker gab es so bisher nicht in Deutschland“, beschreibt Mahkorn die Motivation, die Lampenfieberambulanz zu gründen. Der Bedarf ist hoch wissen die beiden Hobby-Musiker – Landsberg ist Waldhornist; Mahkorn hat eine Gesangsausbildung und spielt Klavier: „Lampenfieber ist ein Tabuthema, über das gerade unter Kollegen nicht gesprochen wird. Umso höher ist die Resonanz auf unsere neue Ambulanz. Die Musiker sind froh, dass ihre Ängste wahrgenommen werden.“ So zählt die junge Lampenfieberambulanz bereits 40 Patienten. Dabei ist Anonymität das höchste Gebot: Die Termine werden möglichst so koordiniert, dass die Betroffenen sich nicht rein zufällig vor Ort begegnen.

 

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Die Stiftung Mozarteum Salzburg präsentiert in Kooperation mit der Robert Bosch Stiftung eine neue Studie zum Thema „Qualitäten in der Musikvermittlung und Konzertpädagogik“.

Musikvermittlung ist mittlerweile ein fester Bestandteil des europäischen und internationalen Konzertlebens. Inszenierte Konzerte für Kinder, Workshopreihen mit Musikern oder Patenschaften mit Bildungseinrichtungen etablieren sich an Orchestern und Konzerthäusern und formulieren einen neuen Anspruch seitens der Kulturinstitutionen, Verantwortung für die Musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen zu übernehmen. Durch diese Entwicklung angeregt, wird seit einiger Zeit in der Fachöffentlichkeit die Qualität von Musikvermittlung und Konzertpädagogik diskutiert. Hierbei geht es primär um die Frage, wie Vermittlungsprojekte verbessert und im internationalen Austausch weiterentwickelt werden können. Eine informative Einschätzung von fachlicher Seite fehlt jedoch bislang.

Diese Lücke schließt die von der Stiftung Mozarteum Salzburg und der Robert Bosch Stiftung initiierte Studie, welche die Qualität der Vermittlungsangebote an Orchestern und Konzerthäusern erfasst und beleuchtet. Ziel der Studie ist einerseits, einen Überblick über die Qualitätsbegriffe und -kriterien der Akteure in Orchestern und an Konzerthäusern zu erhalten, der Vergleiche im internationalen Maßstab einbezieht. Zum anderen bietet sie einen Fragebogen zur Selbstevaluierung, der Musikvermittlern und Konzertpädagogen in der Reflexion ihrer Arbeit unterstützt. Die Studie möchte dazu beitragen, die Qualität von Projekten der Musikvermittlung zu verbessern und die Diskussion darüber zu vertiefen. Im Rahmen der ca. 150 Seiten umfassenden Studie wurden 40 leitfadengestützte Interviews mit Anbietern und Entwicklern konzertpädagogischer Angebote in Europa und den USA geführt. Sie wird ergänzt durch eine DVD mit 5 Beispielen aus der Praxis.

Für Musikvermittler, Intendanten und Pädagogen bietet die Studie „Exchange – Die Kunst, Musik zu vermitteln“ Orientierung und Auswahlhilfe, um Angebote von Orchestern und Konzerthäusern besser beurteilen zu können. „Die größte Qualität an unseren Projekten ist, dass wir Kinder und Jugendliche berühren oder erreichen. Dass man sie – wie es immer so schön heißt – da abholt, wo sie gerade stehen. Wir wollen sie mit unseren Angeboten nicht überrollen, sondern einfach Musik begreifbar machen, im wahrsten Sinn des Wortes,“ resümiert einer der 40 Interviewpartner der Studie, wenn er über die Qualitäten seiner Arbeit als Musikvermittler eines Orchesters nachdenkt.

 

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Im Rahmen seiner Aufklärungsarbeit hat der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) eine Kurzfilmserie produziert, die verschiedene Berufsbilder in der Musikbranche vorstellen. Fünf unterschiedliche Videos erklären Jobs und Ausbildungsmöglichkeiten in der Musikindustrie. In den kommenden Tagen werden die ersten Filme auf der Website des BVMI gezeigt und zusätzlich im Netz sowie in sozialen Netzwerken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

„Wir möchten zeigen, wie viele verschiedene und facettenreiche Berufe es in der Musik­branche gibt und dabei zugleich Vorurteile gegenüber der Musikindustrie abbauen. Hinter dieser Branche der Kultur- und Kreativwirtschaft stecken Unternehmen und Mitarbeiter, die mit viel Einsatz das hochemotionale Gesamtkunstwerk Musik für andere kreieren und den Musikgenuss damit erst ermöglichen“, so BVMI-Geschäftsführer Dr. Florian Drücke. Die Kurzfilme unterstreichen darüber hinaus, dass bei Piraterie nicht nur „gesichtslose Unternehmen“ geschädigt werden, sondern zu einem ganz wesentlichen Teil diejenigen Personen, die Künstler und deren Musik zu dem machen, was es ist – Emotion und Entertainment.

Die im April vorgestellte TERA-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet allein in Deutschland im Jahr 2008 bei Produktion und Vertrieb von Spielfilmen, TV-Serien, Musik und Software einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht und damit rund 34.000 Arbeitsplätze gekostet hat.

Als ersten Film präsentiert der BVMI das Berufsbild des "A&R-Managers". In den folgenden Tagen werden die Kurzfilme zu den Berufsbildern „Fotograf“, „Promoter“, „Produktmanager“ und „Grafiker“ auf der Website des BVMI www.musikindustrie.de veröffentlicht. Darüber hinaus informiert der Branchenverband auf seiner Website über mögliche Ausbildungsmöglichkeiten in der Musikbranche mittels weiterführender Links zu Institutionen wie der Popakademie Mannheim oder beispielsweise der Jazz & Rock Schulen Freiburg.

 

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Vom 13. bis 16. Dezember erarbeitet Kurt Masur mit drei internationalen Nachwuchsdirigenten Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 9. Den fünften Meisterkurs für Dirigieren mit Kurt Masur in Bonn veranstaltet das Beethoven-Haus Bonn in enger Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn, unterstützt vom Dirigentenforum des Deutschen Musikrates und dem Beethovenfest Bonn. Der Meisterkurs wird wie auch in den vergangenen Jahren vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Mit der Arbeit an Beethovens 9. Symphonie beendet Kurt Masur den Zyklus der Meisterkurse zu Beethovens Orchesterwerken in Bonn.

Beethovens Symphonie Nr. 9 hat im Sommer 1943 bei Kurt Masur den Wunsch ausgelöst, Dirigent zu werden. Seine geplante Karriere als Organist war durch eine Handverletzung nicht mehr möglich. Dieses Hörerlebnis von Beethovens letzter Symphonie in der Breslauer Philharmonie, nach dem Masur „tagelang nicht ansprechbar“ war und „wie abwesend durch die Straßen gelaufen“ ist, löste nicht nur Masurs Entschluss aus, Dirigent zu werden, sondern prägt auch Masurs Beziehung zu Beethovens Œuvre bis heute. Er selbst sagt, dass er die Neunte nie mit Routine dirigiert, sondern jedes Mal neu angeht. „Es war jedes Mal mein Antrieb, dem Chor, den Solisten, dem Orchester klarzumachen, dass es Menschen gibt, die die Neunte wieder neu hören wollen und müssen, als ob sie sie zum ersten Mal hören. (…) Es ist meist auch gelungen.“

Diese Erfahrung möchte Kurt Masur den drei jungen Dirigenten mitteilen, die er für den Meisterkurs ausgewählt hat. Christoph Altstaedt aus Deutschland, Mirga Grazinyte aus Litauen und Joshua Kang Ming Tan aus Singapur haben bereits an Meisterkursen mit Kurt Masur teilgenommen. Mit Christoph Altstaedt arbeitete er beim ersten Dirigier-Meisterkurs in Bonn 2006, mit den anderen beiden im vergangenen Jahr.

Christoph Altstaedt, Jahrgang 1980, hat seit seiner ersten Meisterkurs-Teilnahme zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten und trat mit verschiedenen renommierten Orchestern auf. Derzeit ist er als Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf engagiert. Mirga Grazinyte, Jahrgang 1986, studiert seit 2010 an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Johannes Schlaefli. In der Spielzeit 2009/10 war sie Stipendiatin der Orchesterakademie der Bergischen Symphoniker und Assistentin des GMD Hermann Bäumer am Theater Osnabrück. Christoph Altstaedt und Mirga Grazinyte gehören zu den Stipendiaten des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates.

Joshua Kang Ming Tan wurde 1980 in Singapur geboren. 2007 schloss er sein Dirigierstudium an der Juilliard School of Music in New York mit dem Master of Music ab und wurde dort Stipendiat des Music Advancement Program. Seit Anfang 2010 ist er Chefdirigent des Orchesters des Chinese National Centre for Performing Arts in Peking.

Der viertägige Kurs beginnt am 13. Dezember mit einer Beethoven-Werkstatt im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses Bonn. Unter dem Titel „Wo ist eigentlich Beethovens Neunte?“ präsentiert Dr. Beate Angelika Kraus, Mitarbeiterin der Forschungsstelle Beethoven-Archiv im Beethoven-Haus, zunächst aktuelle Forschungsergebnisse bevor Kurt Masur zusammen mit den drei Nachwuchsdirigenten und dem Plenum über die Partiturhandschrift Ludwig van Beethovens zu seiner neunten Symphonie, aktuelle Notentexte und die Beethoven-Gesamtausgabe diskutiert. Die Beethoven-Werkstatt ist für Publikum geöffnet, der Eintritt ist kostenlos.

Am 14. und 15. Dezember erarbeitet Kurt Masur mit den drei ausgewählten Dirigenten und dem Beethoven Orchester Bonn in öffentlichen Proben die ersten drei Sätze von Beethovens Symphonie Nr. 9. Die Arbeit Kurt Masurs mit Grazinyte, Altstaedt und Kang Ming Tan wird auf Großbildleinwände im Saal der Beethovenhalle übertragen. Für die öffentlichen Proben in der Beethovenhalle Bonn sind noch Tickets erhältlich: Die Eintrittskarten für die Proben am Dienstag, 14. Dezember von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und 19 Uhr bis 21.30 Uhr und am Mittwoch, 15. Dezember 2010 von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und 17 Uhr bis 20 Uhr kosten 9 Euro (ermäßigt 5 Euro). Die Generalprobe zum Abschlusskonzert findet am Donnerstag, 16. Dezember um 10 Uhr statt und ist ebenfalls öffentlich, die Karten kosten 16 Euro (ermäßigt 9 Euro). Für alle Proben inklusive der Generalprobe kann ein Probenpass für 42 Euro (ermäßigt 22 Euro)erworben werden. Die Karten für die öffentlichen Proben und die Generalprobe sind bei Bonnticket unter 0228-502010 oder über die Website www.bonnticket.de erhältlich.
Der fünfte Internationale Beethoven Meisterkurs Bonn für Dirigieren mit Kurt Masur findet seinen Abschluss im Rahmen der „BeethovenNacht“ des Beethoven Orchesters Bonn am 16. Dezember um 19 Uhr. Stefan Blunier, Generalmusikdirektor der Stadt Bonn und Chefdirigent des Beethoven Orchesters Bonn, dirigiert zu Beginn Ludwig van Beethovens Fantasie c-Moll für Klavier, Chor und Orchester op. 80 mit dem Pianisten Matthias Kirschnereit. Im Anschluss dirigieren Christoph Altstaedt, Mirga Grazinyte und Joshua Kang Ming Tan die ersten drei Sätze von Beethovens Symphonie Nr. 9. Kurt Masur, der in diesem Jahr den Echo Klassik für sein Lebenswerk ausgezeichnet würde, dirigiert den 4. Satz mit dem berühmten Schlusschor. Für die „BeethovenNacht“ gibt es nur noch einige Restkarten, die an der Städtischen Theaterkasse Bonn oder über Bonnticket erworben werden können.

 

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