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Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen plant für Mitte 2011 die Einführung einer Bildungs-Chipkarte, um damit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09. Februar 2010 gerecht zu werden, die Teilhabe der Kinder von Hartz IV-Empfängern am Vereinsleben und an Bildungsangeboten stärker zu berücksichtigen. In einem zweiten Schritt plant sie die Ausweitung der Chipkarte über Hartz IV-Empfänger hinaus.

Zur aktuellen Diskussion äußert sich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Jedem Kind und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen ist ein bisher unerreichtes Ziel. Mit dem Plan der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zur Einführung einer Bildungs-Chipkarte besteht die Chance, dieses Defizit zu beheben. Voraussetzung ist, dass den außerschulischen Einrichtungen kultureller Bildung ermöglicht wird, die zu erwartende Nachfrage zu decken.

Allein 100.000 Schüler auf den jahrelangen Wartelisten der öffentlichen Musikschulen machen deutlich, dass die kulturellen Bildungseinrichtungen kürzungsbedingt bereits jetzt nicht mehr in der Lage sind, den vorhandenen Bedarf, geschweige denn einen Mehrbedarf zu decken. Hier ist dringend ein durchgreifendes Umlenken von Bund, Ländern und Kommunen notwendig. Kulturelle Teilhabe unterliegt einer gesamtstaatlichen Verantwortung. Deshalb bedarf diese Querschnittsaufgabe nicht nur der fairen Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen, sondern auch der Zusammenarbeit aller mit diesem Thema befassten Ministerien auf Bundesebene. Die Chipkarte macht nämlich nur dann Sinn, wenn nachhaltige Bildungsangebote finanziert werden.“

Die bisherige Diskussion berücksichtigt zu wenig die Chancen einer tiefgreifenden Trendwende zugunsten kultureller Teilhabe. Die Erfahrungen in Holland sollten genauso Berücksichtigung finden wie die Klärung datenschutzrechtlicher und operativer Fragen.“

 

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Am 30. August 2010 wird Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Stiftung Genshagen bei Berlin die diesjährigen Preise für Kulturelle Bildung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verleihen. Vorschläge wurden von Experten der kulturellen Bildung sowie Stiftungen und Verbänden eingereicht. Eine Fachjury stellte anschließend eine „Shortlist“ der zehn besten Projekte zusammen, von denen drei die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preise erhalten werden.

Staatsminister Neumann: „Ich habe den BKM-Preis für Kulturelle Bildung im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgelobt, damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt wird, welche großartigen Ideen es in unserem Land gibt – auch außerhalb der großen Kulturzentren. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, denen es gelungen ist, auch diejenigen zu erreichen, die die Angebote der öffentlichen Kultureinrichtungen bislang kaum oder gar nicht nutzen. Denn eines scheint mir klar zu sein: Nur wenn es Theatern, Museen, Orchestern, aber auch den sogenannten ‚freien Trägern‘ gelingt, diese Menschen zu erreichen und sich ihnen verstärkt zu öffnen, bewahren sie ihr Zukunftspotenzial“.

Zu den zehn besten Projekten des Jahres 2010 gehören:

• „Lokale Liaison“, ein Vermittlungsprojekt des Kunstvereins Wolfsburg, dessen Ausstellungsprogramm sich aus den Fragen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ableitet;

• "Das springende Pferd", ein Audioguide, der in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören von Jugendlichen für Jugendliche im Franz-Marc-Museum in Kochel am See entwickelt wurde;

• die „Kunstfähre“, eine Kulturagentur der Tuchfabrik Trier e.V. in Rheinland-Pfalz, die sich zum idealen Bindeglied zwischen Schulen und Künstlerinnen und Künstlern entwickelt hat;

• „kunst – raum – erinnerung“, ein Projekt des Bildungsverbunds für die internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, das Geschichte an Gedenkorten insbesondere für bildungsbenachteiligte Jugendliche aus ländlichen Regionen vermittelt;

• das Musiktheaterprojekt „Dorf macht Oper!“ des Vereins FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg, wo Einwohner einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines „Festspielhaus“ umgewandelt haben, in dem von 60 Laien und Profis der „Sommernachtstraum“ aufgeführt wurde;

• „Frühling erwache!“, eine Inszenierung von gehörlosen Jugendlichen und hörenden Profis aus unterschiedlichen Kulturen in Berlin, getragen von possible world e.V.;

• „Hauptschule der Freiheit“, ein Projekt der Münchner Kammerspiele, die gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert hat;

• das Theaterprojekt „Die Kanzlerin kommt!“ des Theater Kulturkate e.V. Neu Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern, wo unterhaltsames und künstlerisch überzeugendes Volkstheater entstanden ist – mit besonderem Blick auf Menschen, die nicht zum Stammpublikum der öffentlich geförderten Kultureinrichtungen zählen;

• die „Winterakademie“ des Theaters an der Parkaue in Berlin, in der sich Künstler, Dramaturgen und Theaterpädagogen mit Kindern und Jugendlichen in künstlerischen Laboren über ihre Lebensentwürfe verständigen; sowie

• „Götterspeise und Suppenkaspar – Vom Essen und Gegessenwerden“ der Quartier gGmbH Bremen, ein Projekt, in dem u.a. nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde – beispielsweise wie in „Mozarts Zeiten“.

 

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Die Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel hat sich binnen eines Jahres zu einer Erfolgsgeschichte für die Musikwelt Niedersachsens entwickelt. Die Niedersächsische Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bilanziert: „Für das Land ist es sehr wichtig, dass die Landesmusikakademie als reibungslos funktionierendes Bildungszentrum des Musiklandes Niedersachsen eine große Anziehungskraft für die jungen Musikerinnen und Musiker Niedersachsens hat. Daher freue ich mich sehr, dass die Landesmusikakademie ausgebucht ist und sich die neue Organisationsstruktur so gut bewährt."

Für das Jahr 2010 rechnet die Landesmusikakademie gGmbH mit etwa 10.000 Besuchern. Das sind etwa 6.000 Gäste, die in der Akademie proben, üben und musizieren werden und noch etwa 4.000 Besucher, die zu den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in der Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel kommen. Gerade an Wochenenden und in der Ferienzeit werden die Angebote auch von Laienmusikern stark nachgefragt und es herrscht Hochbetrieb. Es gibt fast keinen Ferientag mehr, an dem nicht Musik in der Akademie erklingt. Die meisten Gäste sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, wobei in der Akademie auch viele Orchester, Ensembles und Gruppen zusammenkommen, deren Mitglieder die Musik neben Beruf und Familie leidenschaftlich betreiben.

„Mit der Landesmusikakademie ist nun ein wunderbares Zentrum entstanden, um begabte Jugendliche und die Laienmusik des Landes intensiv zu fördern", schwärmt Prof. Dr. Kemmelmeyer, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen e.V.

Am 30. September 2009 wurde die Landesmusikakademie Niedersachsen gemeinnützige GmbH als 100-prozentige Tochter des Landesmusikrates Niedersachsen e.V. gegründet. Das Land Niedersachsen fördert den Landesmusikrat und die Landesmusikakademie mit mehr als einer Millionen Euro. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Landesmusikakademie Niedersachsen, deren Bau im Wesentlichen aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert wurde. Durch die Organisation, Realisierung und Verwaltung von Maßnahmen, Projekten, Kursen und Tagungen erfüllt die Landesmusikakademie Niedersachsen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Niedersachsen e.V. den Zweck, die Musikkultur des Landes Niedersachsen zu fördern.

Die Landesmusikakademie GmbH hat aufgrund der Infrastruktur des Akademiegebäudes und der Kompetenz des Personals die Möglichkeit, Bildungsmaßnahmen durchzuführen und weiter zu entwickeln; eine ideale Ergänzung zum Landesmusikrat, der aufgrund seines Netzwerkes und seiner spezifischen Kompetenzen die Möglichkeit hat, musikpolitische Prozesse in Niedersachsen zu erkennen und zu analysieren. Auf diese Weise können Handlungsstrategien für das Musikland Niedersachsen hervorragend abgeleitet und Projekte entwickelt werden.

So verbindet sich die kulturpolitische Expertise des Landesmusikrates mit der Bildungskompetenz der Landesmusikakademie zu einem starken Partner für das Musikland Niedersachsen.

 

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Morgen Abend ist er noch einmal zu hören: Mozar Tsang. Der aus Hongkong angereiste 17-jährige Teilnehmer spielt beim großen Abschlusskonzert der 51. Weimarer Meisterkurse am Samstag, 31. Juli 2010 um 19:30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere die dritte Klaviersonate von Sergej Prokofjew. „Unglaublich gut“ sei der junge Chinese, meint die Vizepräsidentin für Künstlerische Praxis der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Prof. Anne-Kathrin Lindig. Mozar Tsang hat in den vergangenen zwei Wochen in Weimar gleich an zwei Klavierkursen – bei Konstantin Scherbakov und Ferenc Rados – teilgenommen.

Beim Abschlusskonzert sind zudem die besten Kursanten des Klavierkurses von Claudius Tanski und des Trompetenkurses von Jean-François Michel sowie drei Lied-Duos des Liedinterpretationskurses von Irwin Gage zu hören. Ein kostenloses Bus-Shuttle fährt um 18:45 Uhr vom Platz der Demokratie zum Musikgymnasium und nach dem Konzert auch wieder zurück. Karten für das abwechslungsreiche Programm gibt es bei der Tourist-Information Weimar unter Tel. 03643 – 745 745 sowie an der Abendkasse.

209 Musikerinnen und Musiker aus 24 Ländern waren für die 51. Weimarer Meisterkurse mit ihren insgesamt zwölf Kursen für Klavier, Violine, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Trompete, Horn und Liedinterpretation angereist, darunter Teilnehmer aus Ägypten, Neuseeland und Kirgisistan. „Freude am Lernen, Neugierde auf Neues, ausgelassene Freude am Miteinander und vor allem an der Musik ist unabhängig von tropischer Hitze oder kühlem Wechselwetter“, fasst Prof. Lindig die diesjährigen Meisterkurse zusammen: „Das Interesse an den Kursen ist offensichtlich. Ich habe auch viele Besucher aller Altersstufen, die nicht an unserem Hause tätig sind, als Gasthörer bei den Kursen beobachtet.“

Die abendlichen Konzerte seien gut besucht bis „supervoll“, resümiert Prof. Anne-Kathrin Lindig. Gastprofessor Claudius Tanski aus Salzburg sei sehr angetan von der Organisation, den Arbeitsbedingungen und dem Niveau der Meisterkurse gewesen. Und Gastprofessor Klaus Stoll habe sich begeistert gezeigt „über das Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie und über die Qualität der Weimarer Kontrabass-Ausbildung: Er sprach von einer Weimarer Basstradition, die Maßstäbe setzt“, freut sich die Vizepräsidentin.

Die 52. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar finden vom 16. bis 30. Juli 2011 statt.

 

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Klassische Musik und Oper genießen als kulturelles Erbe der Nation einen sehr hohen Stellenwert bei den Menschen in Deutschland. Einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung zufolge wollen fast 90 Prozent der Deutschen dieses musikalische Erbe für die kommenden Generationen gewahrt wissen. Dabei kommt nach Ansicht der Bevölkerung dem Musikunterricht in Kindergärten und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Nahezu jeder Befragte (96 Prozent) hält den Musikunterricht für wichtig oder sehr wichtig.

Dieser Ansicht ist laut Umfrage auch eine Mehrheit junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die dem musikalischen Erbe allerdings insgesamt skeptischer gegenüber stehen: Fast jeder vierte von ihnen hält es für unwichtig. Als Gründe für die Wichtigkeit des Musikunterrichts nennt die Bevölkerung vor allem die Vermittlung einer umfassenden, auch kulturellen Bildung (91 Prozent) und die Förderung der emotionalen und geistigen Fähigkeiten der Kinder (ebenfalls 91 Prozent). „Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen fördert Kreativität und Toleranz und stärkt darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl“, bekräftigt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Daher müsse jedes Kind die Chance haben, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung möglichst früh mit Musik in Berührung zu kommen.

Aus Sicht von fast 90 Prozent der Befragten ist das Erlernen eines Musikinstrumentes eine weitere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an Klassik und Oper heranzuführen. Fast jeder Zweite gibt zudem an, selbst ein Instrument erlernt zu haben. Für nahezu ebenso geeignet wie das eigene Musizieren halten die Befragten fördernde Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinder-Opern (81 Prozent), die den jungen Menschen Oper und Klassik mit gezielten Angeboten nahebringen. Auch unter den Jüngeren findet sich hierfür eine Mehrheit. Eine wichtige Rolle zur Bewahrung des musikalischen Erbes spielen auch der Besuch von klassischen Konzerten (72 Prozent) sowie die Nutzung neuer Medien (69 Prozent).

Laut Umfrage hört immerhin rund jeder Vierte unter 30 Jahren zumindest einmal in der Woche klassische Musik – sei es im Radio, im Fernsehen oder auf CD, bei Aufführungen, in Konzerten, an öffentlichen Orten oder bei privaten Gelegenheiten. In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt das sogar knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dabei ist Wolfgang Amadeus Mozart der bekannteste unter den Komponisten. Ihn nennt jeder Zweite, dicht gefolgt von Ludwig van Beethoven (36 Prozent) und Johann Sebastian Bach (23 Prozent). Nur die älteren Befragten kennen auch Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski.

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich in zahlreichen Projekten – von der frühkindlichen Musikförderung bis zur Förderung des Opernnachwuchses – dafür ein, dass Musikerziehung ein fester Bestandteil der Bildung jedes Kindes wird und junge Talente aus dem Opernfach auf ihrem Weg in nationale und internationale Karrieren umfassende und hochqualifizierte Unterstützung bekommen. In der von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage wurden in Deutschland im Juli 2010 vom Institut TNS Emnid 1.001 Menschen ab 14 Jahren befragt.

 

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Angehenden Musikstudenten macht das Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück noch in diesem Spätsommer ein besonderes Angebot. Mit einem zweiten, spät datierten Termin für Eignungsprüfungen vom 1. bis 3. September bietet sich allen Bewerbern noch die Möglichkeit für ein Musikstudium zum Wintersemester 2010/2011. Im Rahmen des Ausbauplans „Hochschulpakt 2020“ des Bundes und der Länder werden die Studienplatzkapazitäten am Institut für Musik weiter erhöht.

Musikerinnen und Musiker, die ihre Fähigkeiten durch eine professionelle Ausbildung perfektionieren wollen und den Schwerpunkt ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit im künstlerisch-pädagogischen Bereich sehen, können sich noch bis zum 15. August für die Eignungsprüfungen bewerben.

Mit dem Institut für Musik bietet die Fachhochschule Osnabrück Studienmöglichkeiten an einer der innovativsten Ausbildungsstätten der deutschen Musikhochschullandschaft. Die besonders praxisorientierten Lehrkonzepte spannen sich in sieben Studienprofilen von Klassik über Pop bis zu dem neuen Profil Musical, von elementarer Musikpädagogik bis zu den verschiedenen Instrumental- und Vokalfächern. Dabei sind z.B. Pop- oder Musicalpädagogik sowie Singen mit Kindern bundesweit einzigartig. Mit diesen Studienangeboten ist das Institut für Musik am Puls der Zeit. Das spiegelt sich auch im wohl jüngsten Professorenkollegium einer deutschen Musikhochschule und in der Besetzung zahlreicher neuer Professuren mit Spitzenmusikern internationalen Rufs wieder.

In den zusätzlich zum Lehrbetrieb stattfindenden Workshops können die Studierenden mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Musikszene arbeiten.

Für Interessierte gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre, der persönlichen Betreuung und den vielen Vorspielmöglichkeiten am Institut für Musik zu verschaffen: zum Beispiel durch die ausführlichen Informationen auf den Internetseiten. Die beste Möglichkeit ist jedoch ein Besuch des Instituts mit persönlichem Kontakt zu den Lehrenden und das Kennen lernen eines praxisorientierten Hochschulbetriebs, der so sehr von seinem pulsierenden kreativ-kulturellem Leben geprägt ist.

Fachhochschule Osnabrück
Institut für Musik
Caprivistraße 1
49076 Osnabrück
Tel.: 0541 969-3205

Weitere Informationen unter http://www.ifm.fh-osnabrueck.de.

 

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Für gemischte Chöre und Frauenchöre ist der 12. Internationale Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf ausgeschrieben, der über die Pfingsttage vom 10. bis 15. Juni 2011, in Marktoberdorf, Bayern ausgetragen wird.

Kammerchöre mit mindestens 16 Sängern bis zu einer maximalen Sängerzahl von 36 werden zugelassen. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Runden. In der ersten Runde ist ein Pflichtwerk vorgegeben, in der „Kür“, darf jeder Chor ein frei zusammengestelltes Programm vortragen. In jeder Kategorie können drei Preise vergeben werden. Darüber hinaus stehen vier Sonderpreise zur Verfügung. Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus internationalen Chorfachleuten, wird die Chöre bewerten. Neben den Wettbewerben treten die Chöre auch in gemeinsamen Konzerten in den schönsten Kirchen und Sälen des Allgäus auf.

Der Marktoberdorfer Wettbewerb findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und zählt zu den renommiertesten Kammerchor-Wettbewerben weltweit. Sein hohes künstlerisches Niveau zeichnet ihn ebenso wie seine sympathische Festivalatmosphäre aus. Marktoberdorf ist über Pfingsten der Treffpunkt für Chorfreunde aus aller Welt.

Fortbildungsangebot für Kulturmanager und Chorleiter

In Kooperation mit der Internationalen Förderation für Chormusik IFCM findet parallel zum Wettbewerb die „International Study Tour for Young Arts Managers“ statt. Sie ermöglicht es jungen Kulturschaffenden, musikalische Eindrücke und Erlebnisse während des Wettbewerbs mit einem intensiven Seminar zum Kulturmanagement zu verbinden. In einer kleinen effektiven Gruppe von 8-10 Personen wird der Wettbewerb beobachtet und direkter Kontakt zum Festivaldirektor, zum Geschäftsführer und dem Organisationsteam ermöglicht.

Für ambitionierte Chorleiter wird im Anschluss an den Wettbewerb eine „International Masterclass for Choral Conductors“ vom 15. bis 19. Juni 2011 angeboten. Prof. Volker Hempfling, Prof. Anders Eby aus Stockhom und Hermia Schlichtmann geben erfahrenen Chorleitern hier die Möglichkeit sich international auf höchstem Niveau fortzubilden. Als Studiochor steht ein Teilnehmerchor des Wettbewerbs zur Verfügung.

Bewerbungen bis 15. Oktober möglich

Alle Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb und zu den Seminaren können auf der Internetseite des Wettbewerbs unter http://www.modfestivals.org in deutsch und englisch nachgelesen und heruntergeladen werden. Der Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. Oktober 2010.

Alle Infos unter http://www.modfestivals.org, E-Mail office@modfestivals.org oder in der Geschäftsstelle unter Telefon +49 8342 8964033.

 

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Die Deutsche Streicherphilharmonie, das junge Spitzenensemble des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), geht mit seinen 65 jungen hochbegabten Streicherschülern am 28. Juli auf Konzerttournee nach Montenegro.

Unter der Leitung von Chefdirigent Michael Sanderling gastiert das Orchester unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters in Montenegro Peter Platte am 30. Juli in Budva, am 31. Juli beim Klarinettenfestival Kotor und am 1. August in Tivat. Auf dem Programm stehen „Simple Symphony“ von Benjamin Britten, Thema mit Variationen für Klarinette & Streichorchester von Ante Grgin und das Streichsextett op. 70 „Souvenir de Florence“ (Fassung für Streichorchester) von Peter I. Tschaikowski. Solist ist der Klarinettist Damjan Begović, Jungstudent der Musikhochschule Belgrad. Gefördert wird die Konzertreise vom Goethe-Institut aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Im Anschluss an die Tournee nach Montenegro gibt die Deutsche Streicherphilharmonie unter der Leitung von Michael Sanderling am 4. August, 19.30 Uhr, im Festsaal Hanns Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth ein Festkonzert zum 25. Jubiläum des „Freundeskreises für die Förderung junger Musiker“ (Tegernsee). Neben der „Simple Symphony“ von Benjamin Britten und Peter I. Tschaikowskis Streichsextett op. 70 wird nun das Saxophonkonzert Es-Dur op. 109 von Alexander Glasunow mit der Solistin Asya Fateyeva zu erleben sein.

1973 als Rundfunk-Musikschulorchester in der DDR gegründet, wurde das Orchester 1991 mit Unterstützung des Bundesjugendministeriums in die Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) übernommen. Mit den 65 11- bis 19-jährigen Hochbegabten besteht die DSP als jüngstes deutsches Spitzenorchester aus den besten Streichinstrumentalisten der Musikschulen der Bundesrepublik. Neben Chefdirigent Michael Sanderling arbeitet das Ensemble mit weiteren renommierten Dirigenten und Instrumentalvirtuosen wie Gerd Albrecht, Marek Janowski, Julia Fischer und Sabine Meyer zusammen.

 

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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, zeigt sich hoch erfreut, dass das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an freiwilliger Kulturarbeit so groß ist wie nie zuvor.

Freiwilligendienste im Kulturbereich leisten einen wertvollen Beitrag für die Bildungsbiografie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Meist wird ein Freiwilliges Jahr zwischen der Schulbildung und dem Eintritt in die Ausbildung oder ein Studium absolviert. In einem Jugendfreiwilligendienst sammeln Jugendliche und junge Erwachsene jenseits der formalen Schulbildung eine Vielzahl wertvoller und kreativer Kompetenzen, die für die Persönlichkeitsbildung sowie die Berufsorientierung und -qualifikation von unschätzbarem Wert sind. Insofern stellen die Jugendfreiwilligendienste nicht nur einen Beitrag für das Gemeinwohl dar, sondern sind dezidierte „Bildungsjahre“. Diese „Bildungsjahre“ im Kulturbereich sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr gefragt.

Ab September 2010 werden jährlich 1.100 Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur zur Verfügung stehen. Der Ansturm an Bewerbern im Bereich der Jugendfreiwilligendienste reist jedoch nicht ab. Deshalb ist eine Verzehnfachung der Stellen bis ins Jahr 2020 zwingend notwendig.

Die Qualität der Jugendfreiwilligendienste im Kulturbereich muss auch zukünftig gewährleistet werden. Deshalb müssen die Jugendfreiwilligendienste weiterhin bei den freien Trägern angesiedelt sein. Die freien Träger sind aktiver Bestandteil der regionalen Kulturszene. Sie garantieren bei einem Minimum an Bürokratie ein Maximum an Fachlichkeit. Die Bestrebungen der Bundesregierung, die Aufgaben im Bereich der Freiwilligendienste an das Bundesamt für den Zivildienst zu übertragen, sind abzulehnen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Ansturm auf die Jugendfreiwilligendienste ist sehr erfreulich. Es ist großartig, dass sich so viele junge Menschen für Kultur engagieren möchten. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, müssen in den nächsten zehn Jahren mindestens 11.000 neue Einsatzstellen in Museen, Musikschulen, Theatern oder Soziokulturellen Zentren geschaffen werden. Wir appellieren an den Bund, die notwendige finanzielle Unterstützung für diese neuen Stellen bereitzustellen.“

Die Resolution des Deutschen Kulturrates „Jugendfreiwilligendienste – stärken und ausbauen“ kann unter http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1835&rubrik=4 abgerufen werden.

 

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Der Hamburger Senat hat heute den Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Herrn Professor Elmar Lampson, für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren bestellt, die am 1. Oktober 2010 beginnt. Dem hatten zuvor der Hochschulrat und der Hochschulsenat der Hochschule zugestimmt.

Elmar Lampson bedankte sich herzlich bei der Senatorin Frau Dr. Gundelach und bei Michael Lang, dem Vorsitzenden des Hochschulrats, sowie bei allen Hochschulmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und freut sich auf seine zweite Amtszeit, in der wichtige Vorhaben realisiert werden sollen:

"Alsterphilharmonie"
Die Musikhochschule soll als "Alsterphilharmonie" neben der Elbphilharmonie zu den profilgebenden Institutionen der "Musikstadt Hamburg" werden und damit die Attraktivität des Standortes Hamburg für hervorragende junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt erhöhen. Exzellente künstlerische Ausbildungsbedingungen sollen ergänzt werden durch professionelle Auftrittsmöglichkeiten, Karriereförderung und Musikvermittlungsprojekte.

Ausbau des internationalen Netzwerks
Die Hochschule für Musik und Theater mit ihren Studierenden aus etwa 45 Nationen wird sich verstärkt als Modell für interkulturelle Zusammenarbeit positionieren und aufzeigen, welche Potenziale im Zusammenwirken verschiedener Kulturen liegen.

Die Theaterakademie soll im Jahr 2012 in der Gaußstraße ein neues Gebäude erhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater und dem Schauspielhaus soll dort ein neues Ausbildungszentrum für die Theater-, Opern- und Regiestudiengänge entstehen.

Die Bereiche Jazz und Popularmusik sollen gestärkt werden.

Die Förderung des deutschen Nachwuchses soll durch eigene Programme für Jungstudierende und intensivere Zusammenarbeit mit den Jugendmusikschulen und den freien Instrumentallehrern gestärkt werden. Dies gilt auch für die Weiterentwicklung des Programms "Jedem Kind ein Instrument".

Die Bachelor-, Master- und Konzertexamensstudiengänge müssen flexibilisiert, weiterentwickelt und durch Programme ergänzt werden, die immer besser auf die Berufswirklichkeit vorbereiten. Als Ergänzung zum bestehenden "Dr. phil." soll ein "Doctor of Musical Arts" eingerichtet werden.

Das Unterrichtsfach Musik an allgemein bildenden Schulen ist der Hochschule auf zweierlei Weise wichtig: Zum einen muss die hochschulische Lehramtsausbildung im Fach Musik durch die Hochschule entsprechend den Anforderungen an ein künstlerisches Fach gestaltbar sein – dies u. U. auch in Abweichung von den universitären Lehramtsfächern. Zum anderen ist die Stärkung des Unterrichtsfachs Musik im Rahmen der schulischen Curricula ein wichtiges Anliegen der Hochschule.

Schließlich soll die Zusammenarbeit zwischen den künstlerischen und wissenschaftlichen Bereichen (wie z. B. Musiktherapie, Kultur- und Medienmanagement, Studium fundamentale) intensiviert und ausgebaut werden.

 

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am heutigen Freitag, 16. Juli 2010 das Grundsatzprogramm „Musikpolitik in der Verantwortung“ des Deutschen Musikrats von Präsident Prof. Martin Maria Krüger, Vizepräsident Hartmut Karmeier und Generalsekretär Christian Höppner entgegen genommen.

Darüber hinaus informierte die Musikratsspitze über die aktuellen musikpolitischen Schwerpunktthemen des Deutschen Musikrates. Zentrales Thema sei dabei die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musikalische Bildung. Anlässlich des Tages der Musik 2010 habe der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Konzerthaus Berlin und der Akademie der Künste die Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ gestartet. Ziel dieser Kampagne sei es, eine breite öffentliche Unterstützung für bessere Rahmenbedingungen in der Musikalischen Bildung in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen zu mobilisieren.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Die kulturelle Bildung unserer Kinder und Jugendlichen insbesondere im musikalischen Bereich ist von unschätzbarem Wert für unser Gemeinwesen. Ich sehe hier den Bund mit seinen Anregungen und Projekten als einen wichtigen Impulsgeber, aber auch als Verantwortlichen für die Entwicklung adäquater Rahmenbedingungen. Dabei sollten auch diejenigen im Blickpunkt stehen, die bisher nicht von den Angeboten der öffentlichen Kultureinrichtungen profitiert haben.

Ich begrüße die Kampagne des Deutschen Musikrates ‚Ohne Musik keine Bildung’. Im Interesse einer ganzheitlichen Bildung brauchen wir mehr Musik in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen! Der Bund hat mit seinem Engagement für das Projekt ‚Jedem Kind ein Instrument’ beispielhaft gezeigt, welche positiven Wirkungen sich mit solchen Impulsen erzielen lassen.

Aufbauend auf dem neuen Grundsatzprogramm des Deutschen Musikrates ‚Musikpolitik in der Verantwortung’ sowie der Erklärung des Deutschen Musikrates und der Konferenz der Landesmusikräte ‚Kinder brauchen Musik’ kann es gelingen, durch zivilgesellschaftliches Engagement und politische Prioritätensetzung die kulturelle Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.“

 

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Der vom Landesmusikrat Berlin initiierte Runde Tisch zur Zukunft der Musikalischen Bildung in Berlin hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musikalische Bildung einfordert.

Die 10 Forderungspunkte umfassen alle Bereiche der schulischen und außerschulischen Musikalischen Bildung. Dazu gehört die Forderung nach einem qualifizierten und kontinuierlichen Musikunterricht in der Allgemein Bildenden Schule, wie nach einem erreichbaren und bezahlbaren Angebot bei den bezirklichen Musikschulen.

Dazu Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrates Berlin: „Der Runde Tisch Musikalische Bildung fordert Senat und Abgeordnetenhaus auf, gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin auf der Grundlage dieser Resolution bis Mai 2011 ein übergreifend auf Nachhaltigkeit angelegtes Konzept zur ‚Musikalischen Bildung in Berlin‘ zu erarbeiten, das als Grundlage für die bildungs- und kulturpolitische Arbeit dienen sollte.“

Dem Runden Tisch zur Zukunft der Musikalischen Bildung gehören Vertreter aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien an, der beiden künstlerischen Hochschulen, die Elternvertretung, die Intendanten der Berliner Philharmoniker und des Konzerthauses, die Akademie der Künste sowie Vertreter der Allgemein Bildenden Schulen, der Musikschulen und der musikalischen Fachverbände.

 

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Das Präsidium des Landesmusikrats begrüßt die Schulreform und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger beim Volksentscheid dafür zu stimmen.

Längeres gemeinsames Lernen ist Standard in fast allen europäischen Ländern. Längeres gemeinsames Lernen hilft den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft abzukoppeln. Kinder aus bildungsfernen Familien, Kinder mit Migrationshintergrund und auch Spätentwickler können so noch zu einem späteren Zeitpunkt den Weg auf die weiterführende Schule finden. Es sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit, fördert das soziale Miteinander und wird mehr Talenten als bisher eine Chance geben.

Der Landesmusikrat begrüßt auch das Prinzip des individualisierten Unterrichts, weil dieser das einzelne Kind dort abholt, wo es motivierbar ist und Lernmöglichkeiten besitzt. Die Unterschiedlichkeit der Kinder wird nicht über einen Kamm geschoren.

Der Landesmusikrat begrüßt auch die Entscheidung für kleinere Klassen. Jede Lehrerin, jeder Lehrer weiß, dass individueller und damit besser gefördert werden kann, je weniger Kinder in einer Klasse sind. In der Primarschule werden auch die Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 von kleineren Klassen profitieren.

Wie die Vertreter anderer Schulfächer auch begrüßen die Musikpädagogen im Landesmusikrat die Schulreform. Wenn im heute geforderten praktisch-ganzheitlichen Musikunterricht jedes Kind ein Instrument spielt, wenn verschiedene Instrumente gleichzeitig gespielt werden, wenn Kinder, die gerade anfangen, ein Instrument zu erlernen mit Kindern, die bereits Jahre dabei sind, gemeinsam erfolgreich Musik machen sollen, wenn kreative Prozesse in Gang gesetzt werden sollen, ist individuelles Unterrichten in kleinen Klassen unerlässlich. Eine Schule ohne diesen Musikunterricht ist heute undenkbar.

Der Landesmusikrat Hamburg e. V. (LMR HH) ist Dachverband der in der Freien und Hansestadt Hamburg am Musikleben beteiligten Fachverbände, Institutionen und Persönlichkeiten des Laienmusizierens und der professionellen Musik. Der LMR HH fördert insbesondere die zeitgenössische Musik, den Jazznachwuchs und die musikalische Breitenbildung. Er ist in Kooperation mit der Jugendmusikschule und dem Hamburger Konservatorium Träger der Landesmusikakademie, organisiert Musikprojekte und Fortbildungen für Kindertagesstätten, ist Träger von Jugendensembles (Landesjugendorchester, Landesjugendjazzorchester Jazzessence, VTF Landesjugendorchester), organisiert die Schulprojekte „Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts“, Klangradar 3000 und Klangwellen, bei denen Komponisten in die Schulen gehen und mit den Kindern Musik komponieren, organisiert die Jugendwettbewerbe Jugend jazzt und schooljam sowie die Chor- und Orchesterwettbewerbe.

 

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Nach ihrem Jubiläum im vergangenen Jahr wecken auch die 51. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar wieder weltweites Interesse. Um vom 16. bis 31. Juli 2010 Unterricht von renommierten Gastprofessoren zu erhalten, nehmen die rund 200 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Ländern weite Wege auf sich: Sie kommen aus allen Teilen Europas, aber auch u. a. aus Ägypten, Mexiko, den USA, Neuseeland und Kirgisistan. Die Ergebnisse der öffentlichen Meisterkurse werden allabendlich in Gastprofessoren- und Teilnehmerkonzerten präsentiert.

Den Auftakt der diesjährigen Meisterkurse gestaltet der Pianist Konstantin Scherbakov mit dem Eröffnungskonzert am 16. Juli um 19:30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere – am selben Tag beginnt auch sein Meisterkurs. Einen weiteren Kurs im Fach Klavier gibt Ferenc Rados, einer der wichtigsten ungarischen Klavierpädagogen. Neu unter den Gastprofessoren für Klavier ist Claudius Tanski, Professor am Mozarteum in Salzburg. Erstmals unterrichtet der amerikanische Pianist Irwin Gage, Begleiter von Sänger-Stars wie Jessye Norman und Dietrich Fischer-Dieskau, das Fach Liedinterpretation (Duos Gesang & Klavier).

Kurse für Violine geben der weltweit gefragte Violinpädagoge Igor Ozim sowie Thomas Brandis, langjähriger erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Den Meisterkursen als Gastprofessor treu verbunden ist der Cellist Michael Sanderling. Außerdem tritt Wolfgang Emanuel Schmidt, ein Jungstar der internationalen Musikszene, mit einem weiteren Cello-Kurs ein „Heimspiel“ an, ist er doch frisch als Professor für Violoncello an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar berufen worden. Die Riege der Streicher komplettiert Klaus Stoll, ehemaliger Erster Solo-Kontrabassist der Berliner Philharmoniker.

Unterricht auf höchstem Niveau dürfen auch die Bläser erwarten: Der gefragte Flötist Robert Aitken gilt als Spezialist für zeitgenössische Musik. Die norwegische Meisterin des Horn-Spiels, Frøydis Ree Wekre, gibt Erfahrungen aus ihrer solistischen Karriere an die Studierenden weiter. Der international renommierte Musiker Jean-François Michel lehrt das Fach Trompete.

Besonders begehrt ist wie jedes Jahr die Teilnahme am Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie, in dieser Form wohl weltweit einmalig. Die besten Kursteilnehmer haben hier die Chance, Werke des solistischen Konzertrepertoires ihres Faches mit einem professionellen Orchester unter der Leitung von Prof. Gunter Kahlert zu erarbeiten.

Interessierte Gasthörer haben die Möglichkeit, mit Tageskarten (erhältlich im Organisationsbüro im Fürstenhaus) die Meisterkurse mitzuerleben. Eintrittskarten für die Konzerte sind bei der Tourist Information Weimar unter Tel. 03643 - 745 745 sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

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Angesichts der existenziellen Bedrohung der Handlungsfähigkeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise fordert der Verband deutscher Musikschulen (VdM) in seiner kommunalpolitischen Erklärung die Sicherung der finanziellen Handlungsgrundlagen der Kommunen. Dies sei Voraussetzung dafür, dass in den Kommunen Bildungschancen wahrgenommen werden können und Integration gelinge. Andernfalls bewirken unterlassene Hilfeleistungen von Bund und Ländern ein Wegbrechen kommunaler Infrastruktur im Bildungs- und Kulturbereich. Dies gefährde auch kommunale Bildungsinstitutionen wie die öffentlichen Musikschulen, die an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder und Jugendliche unterrichten und eine entscheidende Rolle für das Gelingen Kommunaler Bildungslandschaften spielen.

Der VdM fordert daher Bund und Länder auf, die Chancen für die Persönlichkeitsentwicklung derjenigen, die in Zukunft unsere Gesellschaft tragen und gestalten müssen, nicht durch eine unzureichende Finanzierung der Kommunen zu verhindern. Werde nicht entschieden beigesteuert, drohe die unzumutbare Leistungsreduzierung des musikalischen Bildungsangebotes bis hin zur Schließung von Einrichtungen.

Winfried Richter, Vorsitzender des VdM: „Öffentliche Musikschulen sind Orte breiter gesellschaftlicher Zugänge, durch Programm wie ‚Jedem Kind ein Instrument’ noch mehr als früher Orte gemeinschaftlicher kultureller Bildung. Musikalische Bildung überwindet Schranken und Grenzen. Bund und Länder tragen die Verantwortung, dass den Kommunen ausreichend finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung stehen, damit sie Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft diese Zugänge eröffnen können.“

 

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Professorin Dr. Dr. Sabine Kunst wird am 1. Juli 2010 neue Präsidentin des DAAD. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze. Die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 232 Mitgliedshochschulen und 123 Studierendenschaften des DAAD wählten Sabine Kunst bei ihrer Mitgliederversammlung am 29. Juni in Bonn mit großer Mehrheit in das Amt. Die 55-Jährige tritt die Nachfolge von Professor Stefan Hormuth an, der im Februar gestorben ist.

Sabine Kunst studierte von 1972 bis 1979 Biologie und Politologie sowie von 1979 bis 1982 Wasserbauingenieurwesen an der Universität Hannover. 1982 promovierte sie zunächst zum Dr.-Ing. in der Umweltbiotechnologie im Bereich des Bauingenieur- und Vermessungswesen. Im Jahr 1990 folgte ein weiterer Doktortitel in Politikwissenschaft zum Spannungsfeld von Technikbewertung und Interdisziplinarität. Im selben Jahr habilitierte sie sich an der Universität Hannover. Durch zahlreiche Forschungsaufenthalte weltweit (u.a. in China, Südafrika, Mexiko und Brasilien) erlangte sie ein hohes Maß an internationaler Erfahrung.

Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der Universität Potsdam im Januar 2007 war die Wissenschaftlerin zwei Jahre lang als Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung und Internationales an der Universität Hannover tätig. Sabine Kunst ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Für internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft engagiert sich Sabine Kunst bereits mehr als zwei Jahrzehnte. Seit Januar 2008 gehört sie dem Vorstand des DAAD an und ist außerdem Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien.

 

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Der Erweiterte Senat der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT) Leipzig hat auf seiner Sitzung am 15. Juni 2010 Herrn Prof. Robert Ehrlich zum Rektor für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren bis 2015 gewählt. Herr Prof. Ehrlich wurde daraufhin am 28. Juni 2010 von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer, zum Rektor bestellt.

Auf seiner Sitzung am 29. Juni 2010 wählte der Senat für die gleiche Amtsperiode Herrn Prof. Martin Kürschner zum Prorektor für Lehre und Studium sowie Herrn Prof. Hanns-Martin Schreiber zum Prorektor für Künstlerische Praxis.

Prof. Schreiber war seit 2006 Prorektor für Lehre und Studium an der HMT Leipzig und löst nun den bisherigen Prorektor für Künstlerische Praxis Herrn Prof. Dirk Vondran, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren darf, ab. Prof. Kürschner war seit 2006 Dekan der Fakultät III und Bolognabeauftragter an der HMT Leipzig.

 

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Seit 1997 werden in Baden-Württemberg musikalisch engagierte und musikpädagogisch interessierte Schülerinnen und Schüler zu Musikmentorinnen und Musikmentoren ausgebildet. Die Erfahrungen der letzten Ausbildungsrunden zeigen, dass die Mentorenausbildung von allen Beteiligten als wertvolle Fortbildungsmaßnahme für musikalisch interessierte Jugendliche angesehen wird.

Die Mentorenausbildung Musik wird in Partnerschaft mit außerschulischen Musikinstitutionen durchgeführt. Kooperationspartner sind der Badische Chorverband, der Schwäbische Chorverband, der Blasmusikverband Baden-Württemberg, der Bund Deutscher Blasmusikverbände, der Deutsche Harmonika-Verband, der Landesverband Baden-Württembergischer Liebhaberorchester, der Landesverband der Musikschulen und der Bund Deutscher Zupfmusiker.

Was sind die Ausbildungsziele?
• Förderung musikpädagogischer Begabungen
• Vermittlung von Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen
• Unterstützen von Eigeninitiative
• Wecken von Mitverantwortung
• Stärken des Selbstwertgefühls
• Impulse geben für ein Engagement in Schule und Verein
• Impulse geben für die Wahl eines musikpädagogischen Berufs
• Eröffnen von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Verein und/oder Musikschule
• Stärken von Jugendarbeit und Ehrenamt

Wer ist geeignet?
Geeignete Mentorinnen und Mentoren sind Schülerinnen und Schüler, die im Klassenunterricht und in den Chor- oder Instrumentalgruppen der Schule, des Vereins oder der Kirche in positiver Weise auffallen, die beim Singen und Musizieren gute Leistungen aufweisen, sich in der Schule, dem Verein oder der Kirche engagieren, über Sozialkompetenz verfügen und verantwortungsbewusst handeln.

Aus jeder Schule können sich höchstens zwei Schülerinnen oder Schüler zur Mentorenausbildung bewerben. Die Schulleitungen und Musiklehrkräfte sind aufgerufen, geeignete Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, die mit Abschluss des laufenden Schuljahres mindestens 15 Jahre alt sind, über dieses Ausbildungskonzept zu unterrichten, sie zu beraten und zu einer Anmeldung zu ermutigen.

Weitere Informationen auf der Website der Bläserjugend Baden-Württemberg: http://www.bjbw.de oder in der Ausschreibung des Landesinstituts für Schulsport; Schulkunst und Schulmusik.

 

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Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) haben in einer gemeinsamen Resolution Forderungen zur Verbesserung des Musikunterrichts für blinde Menschen aufgestellt:

"Musik ist herausragender und unverzichtbarer Bestandteil aller Kulturen unserer Erde, und sie ist für diejenigen Menschen von noch größerer Bedeutung, denen der Sehsinn nicht zur Verfügung steht.

Für blinde Menschen bedeutet der Umgang mit Musik neben den vielen anderen positiven Auswirkungen auch einen besonderen Zugang zu sozialer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, da sie in Chören und Instrumentalgruppen zusammen mit Sehenden singen und musizieren können.

Neben den Möglichkeiten des kulturellen Ausdrucks und der sozialen Teilhabe öffnet Musik natürlich auch Wege der beruflichen Integration und Rehabilitation für blinde Profimusiker bis hin zu herausragenden Spitzenleistungen weit mehr als in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt.

Ein sehr wichtiges Medium zur Verbreitung von Musik ist schon seit vielen Jahrhunderten die Notenschrift. Grundkenntnisse dieses Schriftsystems sind zum Verständnis des musikalischen Teils unseres kulturellen Erbes ebenso unverzichtbar wie Lesen und Schreiben für die Kommunikation innerhalb unserer Gesellschaft. Daher ist es auch Aufgabe der Schulen, diese Grundkenntnisse zu vermitteln, und die Lehrpläne für das Fach "Musik" sehen das auch vor.

Vertiefte Kenntnisse der Notenschrift werden im Einzelunterricht für Instrumente oder Gesang, in Chören und Musikgruppen an privaten und öffentlichen Musikschulen vermittelt ebenso wie natürlich auch im Rahmen professioneller Qualifizierung wie an Konservatorien und Hochschulen.

Louis Braille hat im Jahre 1825 nicht nur die Blindenschrift erfunden; er hat auch ein System der Notenschrift erdacht, das seitdem unzähligen blinden Menschen weltweit ermöglicht hat, sich unabhängig von der Hilfe Sehender komponierte Musik zu erarbeiten bzw. eigene musikalische Gedanken schriftlich festzuhalten. Dieses System hat sich bereits über fast zwei Jahrhunderte bewährt. Es gibt keine praktikable Alternative zur Musiknotation für blinde Musiker.

Die Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen setzen sich daher dafür ein, dass es auch in Zukunft j e d e m blinden Menschen, der dies wünscht, zur Verfügung steht.

Daher erwarten wir von Bildungspolitik sowie öffentlichen und privaten Institutionen der musikalischen Bildung:

1. Alle blinden Schülerinnen und Schüler, die in der Lage sind, die Brailleschrift zu erlernen, müssen auch Grundkenntnisse in Blindennotenschrift erwerben. Ziel muss sein, sie in die Lage zu versetzen, einfache Melodien vom Notenbild her nachzuvollziehen. Um dies zu erreichen, muss das Fach "Musik" in den Stundentafeln der ersten 6 Schuljahre in ausreichendem Maße (2 Wochenstunden) Berücksichtigung finden.

2. Alle Notenwerke, die im Unterricht allgemeinbildender Schulen verwendet werden, müssen dort lernenden blinden Schüler/-innen in Blindennotenschrift zugänglich sein, und das ohne Mehrkosten für die Betreffenden.

3. Für die Unterrichtung blinder Schülerinnen und Schüler in Blindennotenschrift muss qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen, sowohl in Förderschulen für Blinde und Sehbehinderte als auch im gemeinsamen Unterricht. Wenn die Schulen über entsprechendes Personal nicht verfügen, sind fachkundige blinde Musiker hinzuzuziehen.

4. All denjenigen, die die Begabung bzw. den Wunsch haben, ein Instrument zu erlernen, muss ermöglicht werden, ihre Notenkenntnisse so zu vertiefen, dass sie selbstständig Musik lesen und sich den Notentext musikalischer Werke ohne die Hilfe Sehender erarbeiten können.

5. Öffentliche und private Musikschulen müssen blinden Menschen uneingeschränkt offenstehen. Damit sie dort die gleichen Bildungschancen haben wie ihre sehenden Mitschüler/-innen, müssen vor Ort Kooperationsmodelle von Musikschulen und blinden Experten/Expertinnen für Blindennotenschrift entwickelt werden. Da sich im Instrumentalunterricht spieltechnische Fähigkeiten sowie Notenschriftkenntnisse Hand in Hand entwickeln, bedarf es hier eines Höchstmaßes an Fantasie beim Erarbeiten individueller Lösungen.

Die Blindennotenschrift hat sich seit 180 Jahren als Schlüssel für Teilhabe und Inklusion blinder Menschen ins kulturelle Leben erwiesen. Sie ist unverzichtbar und unersetzlich.

Wir fordern daher, diese Schrift und ihre Anwendung so zu fördern, dass sie auch weiterhin den Erfolg blinder Kulturschaffender in unserer Gesellschaft sichern hilft."

Beschlossen vom Präsidium des DBSV und dem Vorstand des DVBS im März 2010.

 

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Im April 1840 schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy den Entwurf einer Petition an König Friedrich August II. von Sachsen. Dieses bislang unbekannte Dokument enthält Mendelssohns erste detaillierte Gedanken zur Gründung der ersten deutschen Musikhochschule – das 1843 gegründete Konservatorium, heute die international renommierte HMT Leipzig, an der Musiker von Edvard Grieg bis Kurt Masur studieren sollten.

Die eng beschriebene 11-seitige Handschrift wurde persönlich von Rektor Prof. Robert Ehrlich bei Sotheby’s in London für 22.000,00 Euro ersteigert und am Mittwoch, dem 23.06.2010, ins Archiv der HMT gebracht, wo sie nun der Forschung zugänglich gemacht wird. Der Kauf wurde mit Unterstützung vieler großzügiger Spenden, u. a. der Sparkasse Leipzig, der Leipziger Stadtbau AG, Aengevelt Immobilien und der Kulturstiftung der Länder, möglich gemacht.

„Ich bin überglücklich, die ,Geburtsurkunde‘ der HMT zurück nach Leipzig geholt zu haben“, so Rektor Ehrlich: „Dieses Dokument enthält enorm viele Details, die nun wissenschaftlich ausgewertet werden. Ich verspreche mir eine Vertiefung unseres Verständnisses, wie und warum Mendelssohn die Gründung der ersten deutschen Musikhochschule in Leipzig erreicht hat.“

Die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig wird Ende Juli 2010 im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig detaillierte Informationen zur Auswertung des Dokuments geben und dieses erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

 

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Mit einem zweiten Prüfungstermin vom 1. bis 3. September bietet die Fachhochschule in Osnabrück jetzt noch die Möglichkeit für ein Musikstudium zum Wintersemester 2010. Junge Musiker, die den Schwerpunkt ihrer künftigen Tätigkeit im künstlerisch-pädagogischen Bereich sehen, wegen der Abiturprüfungen jedoch kaum Möglichkeiten hatten, sich auf die notwendigen Eignungsprüfungen an den Musikhochschulen vorzubereiten oder durch die geringen Kapazitäten an anderen Musikhochschulen keine Chance auf einen Studienplatz hatten, können sich noch bis zum 15. August am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück bewerben. Möglich ist das durch den Ausbauplan des Bundes und der Länder „Hochschulpakt 2020“, in dem sich das zweitgrößte Institut für Musik in Niedersachsen derzeit befindet.

Mit insgesamt sieben verschiedenen Studienprofilen – Popularmusik, Jazz, Klassik, Vokalpädagogik, Musiktheorie und Komposition sowie Elementare Musikpädagogik und für das kommende Semester auch Musical – bietet das Institut für Musik ein breit gefächertes Studienangebot für Instrumentalisten und Sänger und nimmt dadurch in der deutschen Bildungslandschaft eine Ausnahmeposition ein. Die Ausbildung zum Musikpädagogen und Berufsmusiker beinhaltet neben dem individuellen Instrumental- und Gesangsunterricht weiterführende Kurse in Fachdidaktik und Pädagogik sowie Musiktechnologie, Bühnenperformance und Musikmanagement.

 

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In rund 1.500 Veranstaltungen feierten über 600.000 Menschen vom 17. bis 21. Juni 2010 den Tag der Musik. Weltmusik in Gütersloh, Jazz in Stuttgart, Orgelnacht in Essen: Deutschland hat einmal mehr seine musikalische Vielfalt unter Beweis gestellt. Bei der Zentralveranstaltung im Konzerthaus Berlin am Sonnabend, 19. Juni 2010 kamen zur Flashband, dem musikalischen Flashmob, spontan 250 Menschen zum Konzerthaus und musizierten gemeinsam auf der Freitreppe. Danach fanden Konzerte der Projekte des Deutschen Musikrates und des Konzerthausorchesters sowie eine musikpolitische Podiumsdiskussion statt.

Der diesjährige Tag der Musik war gleichzeitig Auftakt der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ – einer Kooperation zwischen dem Deutschen Musikrat, dem Landesmusikrat Berlin, dem Konzerthaus Berlin, den Berliner Philharmonikern und der Akademie der Künste.

Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die hohe Besucherzahl am Tag der Musik hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie wichtig eine solche Initiative für den kulturellen Zusammenhalt in unserem Land ist. Darüber hinaus hat der Start der Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’ eine wichtige Signalwirkung sowohl für die Politik als auch für die Bevölkerung. Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an der Kampagne zu beteiligen und sich für mehr Musikalische Bildung in Deutschland einzusetzen.“

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin: „Bei der Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’ können wir mit dem bisherigen Echo bereits eine positive Bilanz ziehen. Darüber hinaus hat der Tag der Musik bundesweit und bei der Zentralveranstaltung in unserem Haus gezeigt, wie Musik Menschen zusammenführt und begeistert. Ohne eine abgesicherte musikalische Basisförderung werden die Konzerthäuser und Orchester langfristig sowohl im Bereich des Spitzennachwuchses als auch bei den Besucherzahlen Probleme bekommen.“

Weitere Informationen unter http://www.tag-der-musik.de

 

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Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) hat ihren Tätigkeitsbericht 2009 vorgelegt. Für seine Arbeit zieht der Dachverband von 54 bundesweiten und landeszentralen Fachverbänden die Bilanz: Kulturelle Bildung schafft Perspektiven für ein gelingendes Leben und für die erfolgreiche Gestaltung einer „Bildungsrepublik Deutschland“.

In den Angeboten der Kulturellen Bildung werden Wissen und Kreativität, Reflexions- und Handlungsfähigkeit, Sinn und Lebensfreude zugleich gefördert. Zu den besonderen Qualitäten der Kulturellen Bildung zählt ihr Empowerment-Potenzial: In der Kulturellen Bildung verbinden sich künstlerisches und soziales Lernen. Sie stärkt Schlüsselkompetenzen und wird an allen Orten des Lebens gebraucht: in der formalen, non-formalen und informellen Bildung, von Anfang an und ein Leben lang.

In der BKJ und ihren Mitgliedsorganisationen haben Jugend-, Bildungs- und Kulturpolitik kompetente Partner, um Bildung und Teilhabe an Kunst und Kultur zu unterstützen. In diesen Strukturen soziokultureller und künstlerischer Bildung existieren Ideen und zukunftsfähige Konzepte für eine neue Lernkultur und für die Stärkung der Persönlichkeit.

Die gesellschaftlichen Themen des Jahres 2009 spiegeln sich in dem vorliegenden Tätigkeitsbericht wieder: kulturelle Vielfalt, Freiheit, Teilhabegerechtigkeit, Bildungschancen für alle. Die Darstellungen von Positionen und Aktivitäten der BKJ – beschrieben u. a. für die Handlungsfelder Qualitätsentwicklung, Austausch und Vernetzung, Kultur macht Schule, FSJ Kultur und freiwilliges Engagement, Kulturelle Bildung International – verdeutlichen: Trotz Finanzkrise dürfen Bund, Länder und Kommunen nicht an der Kulturellen Bildung sparen! Investitionen in die Kulturelle Bildung sind grundlegend für eine demokratische und menschenwürdige Entwicklung unserer Gesellschaft.

Die Geschäftsführerin der BKJ, Hildegard Bockhorst, erklärt hierzu: „Wer Bildung fordert, muss Kulturelle Bildung fördern! Angebote von Bibliotheken und Museen, Theatern, Orchestern und Chören, Musikschulen und Jugendkunstschulen, Tanz- und Medienprojekten, Zirkus- und Kulturinitiativen schaffen verbesserte Bildungs- und Integrationschancen. Kulturelle Bildung ist Daseinsvorsorge, weil sie die Lebensqualität von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verbessert und soziale Verantwortung stärkt. Wenn radikale Einsparungen im Sozialbereich die finanziell schwachen Familien in unserer Gesellschaft noch mehr ins Abseits stellen, dann werden den Kindern in diesen Familien Chancen auf ein gelingendes Aufwachsen genommen. Die Angebote Kultureller Bildung sind keine freiwilligen Aufgaben eines Sozialstaates. Sie dürfen nicht gegen gesetzliche Pflichtaufgaben ausgespielt werden. Vielmehr müssen Kultur-, Sozial-, Jugend- und Bildungspolitik mit dem Ausbau Kultureller Bildung zu sozialer Integration und Teilhabegerechtigkeit beitragen. Für die BKJ ist klar: Wer beim Sozialen und bei der Kultur spart, der schadet auch der Bildung!“

Der Tätigkeitsbericht 2009 liegt zum Download auf der Homepage der BKJ unter http://bkj.de/tae/2009.zipm bereit.

 

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Die Ergebnisse sind alarmierend: Mehr als 60 Prozent der Erzieherinnen in Kindergärten fühlen sich im Bereich musikalische Bildung mittelmäßig bis schlecht ausgebildet und äußern entsprechend großen Fortbildungsbedarf. Dies ist ein Ergebnis der Umfrage, die das Kompetenzzentrum Frühe Kindheit der Stiftung Universität Hildesheim im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt hat. Befragt wurden 104 Fachschulen für Sozialpädagogik, 150 Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen sowie Hochschulen mit dem Studiengang der Elementarpädagogik.

Die Einschätzung der Erzieherinnen deckt sich mit Aussagen der Musiklehrkräfte, von denen sogar mehr als 80 Prozent den Fort- und Weiterbildungsbedarf ihrer Absolventinnen nach Beendigung der Ausbildung als hoch bzw. sehr hoch bewerten. Insbesondere wünschen sich alle Akteure höhere Kompetenzen für die musikalische Arbeit mit unter dreijährigen Kindern. Ebenso fordern sie, dass Erzieherinnen in der Kindergarten-Praxis ein Musikinstrument beherrschen und für ihre Arbeit mit den Kindern nutzen sollten.

Musik hat für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern eine große Bedeutung. "Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen stärkt das Gemeinschaftsgefühl, fördert Kreativität und Toleranz", so Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung.

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich mit ihren Projekten zur Musikalischen Bildung dafür ein, dass jedes Kind möglichst früh mit einem qualifizierten musikalischen Angebot in Berührung kommt. Auf Basis der Erkenntnisse aus der Umfrage werden in einem neuen Projekt sowohl die Ausbildung als auch die Weiterbildung der Erzieherinnen in den Fokus gerückt.

"Die Umfrage hat gezeigt, dass Kitas und Fachschulen die große Chance durchaus sehen, die Musik für die frühkindliche Entwicklung spielt", betont Dr. Ute Welscher, Leiterin der Projekte "Musikalische Bildung" bei der Bertelsmann Stiftung. "Dies steht jedoch im Widerspruch zu der niedrigen Bedeutung des Faches Musik an den Fachschulen und einschlägigen Studiengängen in Nordrhein-Westfalen. Hier muss sich dringend etwas ändern." Als Motor für emotionale, kognitive, motorische und soziale Bildungsprozesse unterstütze Musik die natürliche Entwicklung des Kindes. Sie leiste einen wichtigen Beitrag zur Integration aller Kinder.

Die Bertelsmann Stiftung und regionale Partner erarbeiten derzeit ein Qualifizierungskonzept für Ausbildung und Praxis in Ostwestfalen-Lippe. Es soll die Erzieherinnen befähigen, musikalische Aktivitäten zum alltäglichen Bestandteil im Kindergarten werden zu lassen. Der erste Baustein steht bereits: Ein gemeinsames Weiterbildungsangebot für Musiklehrkräfte an Fachschulen und erfahrene Erzieherinnen startet im Herbst.

Über die Bertelsmann Stiftung:

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie Internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann AG. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet operativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.

 

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Am 17.06.2010 haben die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam den von unabhängigen Experten erarbeiteten Bericht „Bildung in Deutschland 2010“ vorgestellt.

Der dritte Bildungsbericht untersucht in seinem Schwerpunktkapitel, welche Perspektiven sich für das Bildungswesen durch den demografischen Wandel ergeben. Die Ergebnisse des aktuellen Bildungsberichts belegen, dass die Zukunft unserer Gesellschaft wesentlich davon abhängt, ob es gelingt, die bereits eingeleiteten dynamischen Modernisierungsprozesse des Bildungssystems zu verstärken.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz und bayerische Kultusminister Dr. Spaenle betonte dazu: „Auch in Zeiten der Finanzkrise gilt: Investitionen in Bildung und Forschung haben Priorität. Sie leisten einen zentralen Beitrag, um unser Bildungssystem zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland auf Dauer zu sichern. Dabei erbringen Länder und Kommunen den mit Abstand größten Beitrag an den Bildungsausgaben in Deutschland.“ Parlamentarischer Staatssekretär Braun: „Bildung muss weiter Priorität haben. Gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gehört die Weiterentwicklung des Bildungssystems zu den zentralen Zukunftsaufgaben. Die Bundesregierung hält deshalb an dem Ziel fest, dass im Jahr 2015 für Bildung und Forschung zehn Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegeben werden. Sie investiert deshalb in dieser Legislaturperiode 6 Mrd. Euro in Bildung.“

Neben den aktuellen Entwicklungen stellt der Bildungsbericht 2010 erstmals auch Perspektiven des Bildungswesens im demografischen Wandel vor, der für das Bildungswesen weitreichende Auswirkungen haben wird:

  • Alternde Gesellschaft: Anwachsen des Anteils der Personen, die 65 Jahre oder älter sind, bis zum Jahr 2025 um 21%, Rückgang der Altersgruppe der unter 30-Jährigen bis 2025 von 25,5 auf 21,3 Mio. um 16,4%;

  • Sinken der Gesamtzahl der Bildungsteilnehmer bis 2025 um insgesamt 15%. Rückgang der Schülerzahlen an allgemeinbildenden Schulen von 9 Mio. (2008) auf 7,3 Mio. (2025) um 18,9%; insbesondere in westdeutschen Flächenländern;

  • Große regionale Unterschiede vor allem zwischen Ballungsräumen/Großstädten mit einer Zunahme und dem ländlichen Raum mit einer Abnahme von Bildungsteilnehmern.

Die aktuellen Entwicklungen bestätigen die in den vergangenen Berichten aufgezeigten Trends:
  • Zunehmendes Betreuungsangebot von Kindern unter drei Jahren und neuer Personalhöchststand bei pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen;

  • Verdoppelung der Schülerinnen und Schüler, die Ganztagsangebote nutzen - mittlerweile arbeitet fast jede zweite Schule des Primar- und Sekundarbereichs I im Ganztagsbetrieb;

  • Steigendes Bildungsniveau: der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Hochschulzugangsberechtigung ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen; zugleich ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss rückläufig; zunehmende Qualifikation zeigt sich vor allem bei Frauen;

  • Höchststand bei der Zahl der Studienanfänger, sodass die Studienanfängerquote mit 43% (2009) deutlich über der Zielmarke von 40% liegt; ebenso ist die Zahl der Studienabsolventen weiter gestiegen;

  • Anstieg der absoluten Bildungsausgaben von 147,8 Mrd. Euro (Anteil von 6,1% am BIP) im Jahr 2007 auf 155 Mrd. Euro (Anteil von 6,2% am BIP) im Jahr 2008;

  • Verbesserung der Ausbildungsmarktsituation mit einem Rückgang des Übergangssystems.

Der demografische Wandel stellt neue Herausforderungen an Wirtschaft und Gesellschaft, zu deren Bewältigung das Bildungssystem einen wesentlichen Beitrag leisten muss:
  • Die Bildungsteilnehmer müssen über den gesamten Lebenslauf qualifiziert werden. Insbesondere die Arbeitskräfteentwicklung macht einen Ausbau von Bildungsangeboten und Qualifizierungsmöglichkeiten auf allen Stufen erforderlich.

  • Die Kluft in den Bildungsverläufen von Kindern und Jugendlichen, die bestehende Bildungsangebote erfolgreich nutzen, und jenen, bei denen sich schwierige soziale und kulturelle Rahmenbedingungen nachteilig auswirken, muss deutlich verringert werden.

  • Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft Deutschlands wird mit davon abhängen, inwieweit auch für sozial Benachteiligte und Menschen mit Migrationshintergrund durch deren Bildungsbeteiligung eine erfolgreiche Teilhabe am gesellschaftlichen und beruflichen Leben ermöglicht wird.

  • Auch unter den sich verändernden demografischen Bedingungen der kommenden Jahre muss eine regional ausgewogene Bildungsversorgung sichergestellt werden.

  • In der „alternden Gesellschaft“ muss zum einen durch eine verstärkte berufsbezogene Weiterbildung das Qualifikationspotenzial der Bevölkerung gesichert und zum anderen durch nicht berufsbezogene Weiterbildungsangebote die gesellschaftliche Teilhabe der älteren Bevölkerung erhöht werden.

Parlamentarischer Staatssekretär Braun: „Der aktuelle Bildungsbericht zeigt, dass wir angesichts des demografischen Wandels die Potenziale aller Kinder und Jugendlichen entwickeln müssen. Der Bund wird deshalb 3 Mrd. Euro in die Schaffung von mehr Bildungsgerechtigkeit investieren. Konkret gehören dazu lokale Bildungsbündnisse und der Einsatz von Bildungslotsen für den Übergang von der Schule in die Ausbildung. Darüber hinaus schaffen wir mit 3 Mrd. Euro die Voraussetzungen für den Ausbau der Hochschulbildung.“

Der Präsident der Kultusministerkonferenz wies in diesem Zusammenhang auf die Chancen des föderalen Prinzips hin: „Der demografische Wandel wirkt sich in den einzelnen Ländern unterschiedlich aus - je nach regionalen und standortspezifischen Gegebenheiten. Unser föderales Bildungssystem ist bestens geeignet, diesen unterschiedlichen Herausforderungen im Bildungswesen passgenau zu begegnen. Es ermöglicht den Ländern, ihre gemeinsam im Rahmen der Kultusministerkonferenz entwickelten Leitlinien länderspezifisch auszugestalten. So haben die Länder bereits im März 2010 eine Förderstrategie für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler verabschiedet. Zudem werden die Übergänge von der Schule in die Ausbildung mit Hilfe eines nachhaltigen Ausbildungspakts weiter verbessert. Und die Kultusministerkonferenz schafft darüber hinaus Möglichkeiten, Zusatzqualifikationen über die berufliche Ausbildung zu erlangen und beruflich Qualifizierten den Hochschulzugang zu ermöglichen. Zusätzlich wird der Hochschulpakt um den Qualitätspakt ‚Lehre’ ergänzt.“

Funktion und Grundlage des Bildungsberichts Der zum dritten Mal vorgelegte Bildungsbericht als aktuelle Bestandsaufnahme zur Entwicklung des gesamten deutschen Bildungswesens wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz von einer unabhängigen Wissenschaftlergruppe unter Leitung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) erstellt. Beteiligt sind das Deutsche Jugendinstitut (DJI), die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), das Soziologische Forschungsinstitut e.V. an der Universität Göttingen (SOFI), das Statistische Bundesamt und die Statistischen Ämter der Länder.
Der Bildungsbericht mit seiner auf Indikatoren gestützten Gesamtschau ist eine verlässliche Grundlage für Zieldiskussionen sowie für politische Entscheidungen und er sorgt für Transparenz im Bildungssystem. Mit dem heute vorgelegten dritten Bericht werden in Kontinuität zu den Bildungsberichten 2006 und 2008 sowohl Veränderungen im zeitlichen Verlauf verdeutlicht als auch aktuelle Entwicklungen im Bildungssystem aufgegriffen.

Den Bericht sowie weiterführende Materialien und Informationen finden Sie im Internet unter http://www.bildungsbericht.de.

 

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Der Deutsche Musikrat, der Landesmusikrat Berlin, das Konzerthaus Berlin, die Berliner Philharmoniker und die Akademie der Künste rufen als Partner der Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ alle Bürgerinnen und Bürger und die Bildungs- und Kultureinrichtungen auf, sich an dem Online-Voting unter www.ohne-musik-keine-bildung.de zu beteiligen und somit die Musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.

Anlass des Kampagnenstarts ist die bundesweite Initiative Tag der Musik. Vom 17. bis 21. Juni 2010 werden deutschlandweit rund 1.500 Veranstaltungen unter dem Motto Tag der Musik stattfinden. Jede Veranstaltung setzt hierbei ein Zeichen für die Kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit im Musikland Deutschland, die langfristig nur durch eine nachhaltige Musikalische Bildung gesichert werden kann. Weitere Informationen unter www.tag-der-musik.de

Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und Präsident des Landesmusikrates Berlin: „Deutschland muss seine Chance neu ergreifen und jedem Kind und Jugendlichen den Zugang zur aktiven musikalischen Erfahrung ermöglichen. Um sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten zu entwickeln, brauchen Menschen den Zugang zu kulturellen Werten, die ihr Woher und Wohin vermitteln. Wer Musik macht, lernt zuzuhören, wird neugierig auf das Andere und entdeckt seine eigenen Potentiale. Wir brauchen mehr Musik in Kita, Schule und Musikschule.“

Prof. Dr. Sebastian Nordmann, Intendant des Konzerthauses Berlin: „Wenn der Musikunterricht vom Pflicht- zum Wahlfach wird, werden die Musiklehrer als Ansprechpartner für das Konzerthaus Berlin fehlen. Wir können nur Projektarbeit über einen bestimmten Zeitraum leisten, die Schulen müssen die Grundlage über das ganze Jahr hinweg legen. Wer denkt, gerade hier in Berlin, an die integrative Kraft der Musik, die über 750.000 Migranten eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Diskurs bieten könnte? Diese Fragen müssen wir gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen angehen. Wir unterstützen als Partner deshalb nachdrücklich die Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’.“

Pamela Rosenberg, Intendantin der Berliner Philharmoniker: „Den Berliner Philharmonikern ist die Musikvermittlung ein wichtiges Anliegen. Dabei geht es nicht nur um die Förderung des Publikumsnachwuchses, sondern vor allem um den Zugang zur Musik für alle Kinder und Jugendlichen, um so die eigene Identität erfahren zu können. Wir gratulieren dem Deutschen Musikrat zu dem von ihm verantworteten Tag der Musik und engagieren uns als Partner für die Kampagne ‚Ohne Musik keine Bildung’.“

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates: „In Zeiten dramatischer Unterversorgung im kulturellen Bildungsbereich ist es dringend geboten, mit Kampagnen wie ‚Ohne Musik keine Bildung’ und Tag der Musik einer qualitativen sowie quantitativen Abwärtstrendwende zu begegnen. Der Deutsche Kulturrat unterstützt ausdrücklich die Ziele dieser Kampagnen.“

 

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Die deutschsprachige Opernkonferenz hat auf ihrer Frühjahrs-Tagung, die am vergangenen Wochenende in Dresden stattgefunden hat, den hohen Stellenwert der Oper für Orientierung und Entwicklung der Gesellschaft hervorgehoben und ein verstärktes Interesse der Bildungspolitik an der ästhetischen Bildung gefordert. "Bildung ist mehr als Ausbildung. Gerade in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche braucht die Gesellschaft ein Forum der Reflexion", stellte der neugewählte Vorsitzende der Opernkonferenz, der Frankfurter Opernintendant Bernd Loebe nach der Konferenz, die am Samstag zu Ende ging, fest. Die schwierige ökonomische Situation in der Welt wie auch die zunehmende Globalisierung führen aus Sicht der Opernkonferenz dazu, dass Effektivität und wirtschaftlich Maßstäbe in der Gesellschaft immer mehr in den Vordergrund treten. Andere Werte drohen dabei aus dem Blick zu geraten. Selbst die Bildung begrenzt sich zunehmend auf Ausbildung und stellt damit nur auf das ab, was für den ökonomischen Erfolg wichtig ist. Die Menschen, insbesondere die jüngeren, reagieren darauf mit Verunsicherung und Aggression. Es sei, so Loebe, gerade die Kunst, die das alles aufnehmen und zur Diskussion stellen könne. Das geschehe vor allem im Theater. Immer wieder aufs neue beleuchte und reflektiere auch die Oper die entscheidenden menschlichen Fragen. In der Bildungspolitik, so hat die Opernkonferenz in ihrem Meinungsaustausch festgestellt, fehlt es an ausreichendem Bewusstsein für diese Bedeutung des künstlerischen Schaffens. Oft gibt es nicht einmal einen Meinungsaustausch über Fragen ästhetischer Bildung zwischen dem Kulturministerium einerseits und dem Bildungsministerium andererseits. Die Opernkonferenz hält diesen Dialog aber für dringend überfällig. Es gehe immer nicht nur ums Sparen sondern vielmehr um die Frage, wieviel einer Gesellschaft die ästhetische Bildung wert sei.

Bernd Loebe löst als neuer Vorsitzender der Opernkonferenz den Intendanten der Semperoper in Dresden, Gerd Uecker ab, der dem Gremium fünf Jahre vorgestanden hat und seine Intendanz in Dresden zum Ende dieser Spielzeit aufgibt. Der deutschsprachigen Opernkonferenz gehören die 11 größten Opernhäuser der Bundesrepublik Deutschland an. Außerdem sind Mitglied der Opernkonferenz die Opernhäuser in Zürich und Wien. Assoziierte Mitglieder sind die Opern Covent Garden in London und die Opéra National in Paris.

 

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Zum „Tag der Musik“ äußert die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) Sorge um die Zukunft der musikalischen Bildung in Deutschland. Vom 17. bis 21. Juni 2010 finden zum „Tag der Musik“ bundesweit über 1500 Veranstaltungen von Laien- und Profiensembles statt, um damit die gegenwärtig noch bestehende Vielfalt des Musiklebens in Deutschland zu dokumentieren.

„Die in diesen Tagen auch von vielen Berufsorchestern präsentierte Angebotspalette ist zwar beeindruckend“, sagt Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV. „Doch bei aller Vielfalt dürfen wir uns hiervon nicht täuschen lassen, denn die strukturellen Probleme im Musikleben werden immer größer. Der tatsächlich erteilte Musikunterricht in Schulen geht weiter zurück. Bis zu 80 Prozent des eigentlich vorgesehenen Musikunterrichts fällt aus oder wird fachfremd erteilt. Die Studien- und Berufsaussichten für angehende Musiker aus Deutschland werden auch aus diesem Grunde immer schlechter, die musikalische Vorbildung des Publikums nimmt allgemein ab“, so Mertens weiter.

„Die deutschen Orchester und Musiktheater haben in den vergangenen Jahren viele gute und erfolgreiche Education- und Musikvermittlungsprojekte entwickelt. Diese werden jedoch nur dann nachhaltig in die Gesellschaft wirken, wenn auch die musikalische Bildung in ganz Deutschland endlich wieder einen höheren Stellenwert bekommt. Wir brauchen mehr Musikunterricht!“, fordert Mertens abschließend.

 

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Am 12. Juni 2010 fand im Kölner Funkhaus die Preisverleihung des 3. bundesweiten Wettbewerbs „musik gewinnt! – Musikalisches Leben an Schulen“ statt.

Die Jurymitglieder Prof. Dr. Ortwin Nimczik, Prof. Karl Karst, Christian Höppner und Dr. Markus Köhler überreichten den Schülern und Lehrern ihre Urkunden. Zuvor hatten 180 Kinder und Jugendliche der Rheinischen Musikschule Köln unter Beteiligung mehrerer Kölner Schulen das Stück „Olivers Abenteuer“ von Markus Stockhausen aufgeführt.

Die mit je € 2.000 dotierten Hauptpreise gingen an folgende Schulen:
• Aschaffenburg: Staatliches Berufliches Schulzentrum
• Bamberg: Kaiser-Heinrich-Gymnasium
• Hamburg: Louise Schroeder Ganztagsgrundschule
• Leipzig: 68. Mittelschule
• Schongau: Welfen-Gymnasium
• Rostock: Förderzentrum an der Danziger Straße

Folgende Schulen wurden mit einem Förderpreis in Höhe von je € 300 ausgezeichnet:
• Berlin: Arndt-Gymnasium Dahlem
• Dortmund: Gesamtschule Gartenstadt
• Marktoberdorf: Gymnasium Marktoberdorf
• Naila: Staatliche Realschule
• Waldenburg: Europäisches Gymnasium und Freie Jugendkunstschule
• Würzburg: Matthias-Grünewald-Gymnasium

Der Wettbewerb „musik gewinnt“ wurde 2004 vom Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) ins Leben gerufen und seither in Zusammenarbeit mit der Strecker-Stiftung, dem Kulturradio WDR 3, der INITIATIVE HÖREN und dem Deutschen Musikrat durchgeführt. Mit dem Wettbewerb werden Schulen ausgezeichnet, an denen das Musikleben weit über den regulären Musikunterricht hinausgeht und an denen neue, ideenreiche musikalische Initiativen oder wegweisende Modelle entstanden sind. Mitglieder der Jury 2010 waren unter Vorsitz von Prof. Karl Karst (WDR 3 Programmchef) Dr. Peter Hanser-Strecker (Strecker-Stiftung), Christian Höppner (Generalsekretär des Deutschen Musikrates), Dr. Markus Köhler (Stellvertretender Vorsitzender des VDS) und Prof. Dr. Ortwin Nimczik (Vorsitzender des VDS).

 

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Als erste künstlerische Hochschule Deutschlands hat die UdK Berlin eine Graduiertenschule eingerichtet. Sechs Stipendien wurden für Projekte vergeben, die künstlerische und wissenschaftliche Fragestellungen, Erkenntnisweisen und Ausdrucksformen miteinander verschränken. Beginnend mit einem Auftaktcolloquium werden die Stipendiaten nun zwei Jahre lang an der UdK Berlin arbeiten und lehren. Erste Ergebnisse sollen auf dem offiziellen Eröffnungsforum im Oktober vorgestellt werden. Die Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften an der UdK Berlin ist ein postgraduales, transdisziplinäres und internationales Qualifikationsprogramm für herausragende Absolventen aller künstlerischen, gestalterischen und wissenschaftlichen Disziplinen, die den Austausch mit anderen Methoden und Erkenntnisweisen suchen. Sie wird von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziell gefördert.

„Mehr als 300 Bewerbungen von allen Kontinenten beweisen das hohe Interesse an einer Graduiertenschule, die nicht nur die Exzellenz innerhalb eines bestimmten Faches fördert, sondern vielmehr das Überschreiten der traditionellen Grenzen der Disziplinen verlangt“, sagt der Präsident der Universität der Künste, Prof. Martin Rennert. „Die Graduiertenschule an der Universität der Künste Berlin soll ein solches Labor sein, das künstlerische und wissenschaftliche Methoden füreinander produktiv macht. In den von uns ausgewählten Projekten wird diese Auseinandersetzung auf ganz unterschiedliche Art geführt werden – und auch die gegenseitige Anregung der Stipendiatinnen und Stipendiaten ist ein wesentliches Moment der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften an der UdK Berlin.“

Die Stipendiaten und ihre Projekte sind:

Ketan Bhatti, geboren 1981 in Neu Delhi, ist Jazz-Drummer und Komponist. In seinem Projekt Gemeinsam anders werden – Künstlerische Innovation durch verkörpernde Nachahmung will er gestützt auf eine Theorie der Mimesis als Weise des Verstehens untersuchen, inwieweit sich sinnliche Qualitäten wie Klang, Farbe, Textur usw. verkörperlichen lassen. Dies könnte dann eine Art gemeinsamer Sprache ergeben, die die Übertragung dieser Qualitäten in „fremde“ Disziplinen ermöglicht und so Innovationen anstößt. Bhatti will in seinem Projekt auch mit zwei Sonderforschungsbereichen der FU zusammenarbeiten.

Josa Gerhard, geboren 1981 in Köln, ist Musiker (Violine) und Darsteller in Musiktheaterproduktionen. Sebastian Quack, geboren 1982 in Siegburg, ist Game-Designer und Spiel-Forscher. Sie teilen sich das Stipendium für ihr Projekt Invisible Playgrounds, das die Bedingungen kollektiven und individuellen Handelns in den digital vernetzten Städten der Gegenwart thematisiert. Am Ende steht dabei ein Spiel, das Spielfeld ist die Stadt selbst, die Züge werden durch Street Games, Audio Adventures und partizipatives Musiktheater bestimmt. Kooperationspartner ist das Berliner Theater Hebbel am Ufer.

Vanessa Stern, geboren 1976 in Graz, ist Schauspielerin. Ihr Projekt Heulen kann jede. Weibliche Komik in der Krise wird, aufbauend auf empirischen Studien, in die Einrichtung eines „Krisenzentrums für weibliche Komik“ münden. Dort werden u.a. komische Aktionen im öffentlichen Raum geplant, außerdem dient es als Heimat einer komischen Figur, die Stern entwickeln will. So soll aus dem Zentrum ein „Basislager für die humoristische und politische Bearbeitung der Gesellschaft“ entstehen.

Pedro Stoichita, geboren 1983 in München, ist Philosoph und Zeichner. Seine Spinoza Variationen – Versuch einer bildlichen scientia intuitiva befassen sich im Anschluss an die Ideenlehre Spinozas mit der Möglichkeit einer nicht-diskursiven visuellen Erkenntnis. Die Frage lautet: Welche Erkenntnis ermöglicht ein Bild? Und: Wie kann man mit Bildern argumentieren? Die Antwort sucht Stoichita im Medium der sequenziellen Kunst und in Form eines grafischen Essays.

Ulrich Urban, geboren 1981 in Berlin, ist Fotograf und Medienkünstler. Ausgehend von der These, dass Bilder eine eigenständige Art des Denkens und Erkennens darstellen, reflektiert er in Augen brennen sehen die Entwicklung des Dorfes Berlin-Buch zu einem der größten Klinikkomplexe Europas. Eine Geschichte, die auch eine der Normierung von Krankheit und der Konstruktion von Normalität ist – welche wiederum von der Entwicklung der bildgebenden Verfahren beeinflusst ist. Am Ende des Projektes soll eine multimediale Installation mit einem Essayfilm als zentralem Element stehen.

Agnes Meyer-Brandis, geboren 1973 in Aachen, ist Bildhauerin und Medienkünstlerin. In Meteoros – In der Luft befindlich setzt sie sich mit Dingen zwischen Himmel und Erde auseinander, deren Bewegungen und Wirkungen und den jeweiligen Messinstrumenten. Sie unternimmt eine künstlerische Wirklichkeitsforschung an Objekten wie Meteoriten und Einschlagkratern, Federn und Bleikugeln, Weltraumschrott und interstellarem Staub. In welcher Form sich diese Fall-Studien schließlich manifestieren sollen, steht noch nicht fest – ist quasi noch in der Schwebe.

Die Stipendiaten wurden nach einer internationalen Ausschreibung von einer Jury aus zehn Professorinnen und Professoren der UdK aus 336 Bewerbern ausgewählt. Sie erhalten zwei Jahre lang eine Förderung von monatlich 1000 Euro plus einen Sachkostenzuschuss, um ihr Projekt verwirklichen zu können. Sie werden von Professorinnen und Professoren der UdK Berlin unterstützt und haben die Möglichkeit zur Lehre. Die jährlichen Auftakt- und Abschlussveranstaltungen der Graduiertenschule (Herbst- und Sommerforum) werden ergänzt durch monatliche Colloquien sowie Seminare, Workshops, Vorträge oder auch Ausstellungen und Performances. Die Graduiertenschule sucht die Kooperation mit führenden Partnerinnen und Partnern aus Wissenschaft, Forschung, Kunst, Kultur, Bildung und Wirtschaft und strebt den Status einer deutschlandweit und international herausragenden Kulturinstitution an.

 

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