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ExpertInnen aus 100 Staaten haben sich darauf verständigt, die Bedeutung kultureller Bildung als Grundlage von Lernen und Forschen neu zu bewerten. Zum Abschluss der zweiten UNESCO-Weltkonferenz zur kulturellen Bildung verabschiedeten sie am 28.5.2010 in Seoul zehn Entwicklungsziele. "Kulturelle Bildung muss als Grundlage einer ausgewogenen kognitiven, emotionalen, ästhetischen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen begriffen werden", so die Seoul-Agenda.

Qualitativ hochwertige kulturelle Bildung soll, so die Abschlusserklärung, nicht nur in der Schule angeboten werden, sondern in Kooperation mit KünstlerInnen und PädagogInnen auch in Stadt- und Jugendzentren, in Museen und Volkshochschulen für alle Altersgruppen. Voraussetzung dafür ist ein fundiertes Wissen über die Wirkung von kultureller Bildung.

Lernpartnerschaften vor Ort und gezielte Zusammenarbeit der zuständigen Ministerien erhöhen den Wirkungsgrad kultureller Bildung. Investition in die Fortbildung von PädagogInnen und KünstlerInnen ist ein weiterer Faktor.

Mehr als 2.000 Kultur- und BildungsexpertInnen haben auf der Weltkonferenz Strategien identifiziert, um Menschen durch kulturelle Bildung bessere Entwicklungschancen zu eröffnen. Die koreanische Regierung hatte die Initiative zu dieser Weltkonferenz ergriffen, um in der Boomregion Asien eine Neuorientierung der Bildungsdebatte anzustoßen.

"Die praxisorientierte Bildungsforschung hat mit dieser zweiten Weltkonferenz zur kulturellen Bildung einen starken Schub erfahren", so Prof. Dr. Eckart Liebau, Inhaber des neu eingerichteten UNESCO-Lehrstuhls für Kunst und Kultur in der Bildung an der Universität Erlangen-Nürnberg. "Kontinuierliche internationale Zusammenarbeit ist vereinbart, um die langfristige Wirkung kultureller Bildung besser zu erfassen. Die Weiterentwicklung von Schule für die Generation iPod steht auf der Tagesordnung. Kunst und kulturelle Bildung können dabei zum Rückgrat der Lernkultur werden."

Kulturelle Bildung für alle – das ist ein Ziel, für das sich auch Deutschland verstärkt einsetzt. Leuchtturmprojekte, das Engagement von Stiftungen und Dokumentarfilme tragen bundesweit dazu bei, Menschen die Wirkung von Kunst und Kultur näher zu bringen. Kulturelle Bildung kann helfen, eine kreative und kulturbewusste Gesellschaft zu werden. Der Bundesbildungsbericht wird dazu 2012 eine Bestandsaufnahme vorlegen.

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat auf der Weltkonferenz die Publikation "Arts Education for All: What Experts in Germany are Saying" vorgestellt. Sie versammelt deutsche Fachbeiträge zur kulturellen Bildung und präsentiert dreißig Praxisbeispiele.

 

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Das zweijährige Projekt ÜBER LEBENSKUNST will gemeinsam mit Akteuren aus Kunst, Wissenschaft, Bildung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neue Ansätze einer Lebenskunst für das 21. Jahrhundert entwickeln und umsetzen.

Im Rahmen des Projekts werden 18 Kunst- und Kulturschaffende gesucht, die eine zukunftsfähige Lebenskunst mit Kindern und Jugendlichen an Schulen erproben. In einem Bildungsprogramm in Kooperation mit der Freien Universität Berlin werden sie in zehn Modulen zu Expert_innen einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ qualifiziert und auf die Zusammenarbeit mit Schulen vorbereitet. Teil des zertifizierten Programms ist die Entwicklung eines Kunst- bzw. Kulturprojekts gemeinsam mit einer Partnerschule. Die Teilnehmer/innen bewerben sich im Tandem mit den Schulen um die Förderung ihrer Projekte, die im Rahmen des ÜBER LEBENSKUNST-Festivals im Sommer 2011 von einer Fachjury ausgewählt und im Schuljahr 2011/2012 umgesetzt werden.

Aufgrund der grossen Nachfrage wurde der Einsendeschluss der Ausschreibung auf den 20. Juni verlängert.

Welche Inhalte bietet das Bildungsprogramm?
− Aktuelle Diskurse zum Thema Nachhaltigkeit und Klimawandel
− „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – Theorie und Praxis
− Die Schule als Arbeitsfeld
− Projektentwicklung, Moderation und Beratung
− Methoden kultureller Bildung und künstlerische Workshops
− Individuelle Projektentwicklung mit einer Partnerschule

An wen richtet es sich?
An Kunst- und Kulturschaffende, die
− an der Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft mitwirken wollen,
− Erfahrung mit der Durchführung von künstlerischen Projekten in der Schule haben,
− eine eigenständige künstlerische Position mitbringen,
− sich für die Professionalisierung des Arbeitsfelds von Künstler/innen in Schulen interessieren,
− eine Teilnahme an allen Ausbildungsmodulen garantieren können,
− bereit sind, mit einer Schule über die Ausbildungszeit hinaus zu arbeiten,
− gute Englischkenntnisse besitzen.

Was passiert wann und wo?
− Zeitraum: September 2010 bis Juli 2011
− Ort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
− Struktur: 10 Module etwa alle 4 Wochen, jeweils Donnerstag bis Samstag, ergänzt durch E-Learning
− Finanzierung: Die Ausbildung wird durch das Projekt ÜBER LEBENSKUNST finanziert, Fahrtkosten werden gemäß Bundesreisekostengesetz erstattet.

Wie kann man sich bewerben?
− Motivationsschreiben (max. 1 DIN-A4-Seite)
− Lebenslauf (max. 3 Seiten)
− Exposé bereits realisierter Projekte bzw. eigener künstlerischer Arbeit und/oder eine Ideenskizze für ein Schulprojekt (max. 5 Seiten)
− Einsendeschluss per Post oder E-Mail: 20. Juni 2010 (der Poststempel gilt)


Bewerbungen per Post oder E-Mail (max. 3 MB) an:
ÜBER LEBENSKUNST
- Bildungsprogramm -
c/o Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin
bildungsprogramm@ueber-lebenskunst.org

Weitere Informationen zum Programm, zu den Terminen und zum Bewerbungsverfahren unter http://www.ueber-lebenskunst.org.

 

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Im Rahmen des Projekts „Abenteuer Neue Musik“ - einer Kooperation von Deutscher Musikrat, Schott Music, Margraf Publishers und nmzMedia - war nun bereits der fünfte Komponist zu Gast in einer Schule: Arnulf Herrmanns fünfsätziges Werk "Fiktive Tänze" war Ausgangspunkt dafür, Schülerinnen und Schülern einer 7. Klasse in Lörrach zeitgenössische Musik näher zu bringen.

nmzMedia dokumentiert das anschließende Interview von Dr. Markus Böggemann, Musikwissenschaftler an der Universität Potsdam, mit dem Komponisten.

Weiter zum Filmbeitrag


Eine ausführliche Anleitung mit Konzepten, Unterrichtsmaterialien und Filmbeiträgen für Musikpädagogen und alle Interessierten ist auf http://www.abenteuer-neue-musik.de zu sehen.

 

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Der 47. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ hat vom 21. bis 28. Mai in Lübeck mit 2.400 Teilnehmern und mehr als 4.000 Gästen stattgefunden. 418 Teilnehmer erhielten einen 1. Bundespreis, 653 einen 2. Bundespreis und 668 einen 3. Bundespreis.

Dr. Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, sagte beim Abschlusskonzert: „Den eigenen Ton zu halten und gleichzeitig andere Stimmen zuzulassen, mit ihnen zusammenzuspielen: Das sind Fähigkeiten, die wir nicht nur beim Musizieren brauchen, sondern auch im täglichen Umgang. Dass sie Rhythmus, Takt und Harmonie beherrschen, haben alle Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer gezeigt. Deshalb kennt ‚Jugend musiziert’ auch nur Gewinner – viele Talente, die unsere Gesellschaft ein klein bisschen reicher machen“. Darüber hinaus sicherte sie die Mittel des Bundesjugendministeriums zur Förderung des Projektes „Jugend musiziert“ auch weiterhin zu.

Folgende Sonderpreise wurden verliehen: Der mit € 5.000 dotierte „Sonderpreis für Familienensembles“ der Sparkassen-Finanzgruppe ging an Martha und Paul Schnieber aus Bremen in der Kategorie „Harfen-Ensemble“. Der „Eduard-Söring“-Preis, ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben in Höhe von € 6.000 erhielt die 17-jährige Geigerin Felicitas Frey aus Ebringen, der mit € 1.500 dotierte „Hans Sikorski-Gedächtnispreis“ Deutschen Stiftung Musikleben ging an den 17-jährigen Cellisten Jonas Palm aus Affalterbach.

Mit dem Erhalt eines Bundespreises stehen den Jugendlichen zudem weitere Förderprojekte offen. Dazu gehören Einladungen zum Probespiel für das Bundesjugendorchester, zu Kammermusikkursen, zu Konzertauftritten im In- und Ausland oder zum Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds, einer gemeinsamen Initiative der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Stiftung Musikleben.

Neben Zuwendungen aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und denen des Hauptsponsors Sparkassen Finanzgruppe, beteiligte sich die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein mit € 100.000 am Bundeswettbewerb. Auf kommunaler Ebene flossen € 200.000 der Possehl-Stiftung Lübeck, € 40.000 der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck. Die Hansestadt Lübeck (u.a. Theater Lübeck GmbH, Lübecker Musik- und Kongresshallen GmbH) engagierte sich mit Leistungen im Wert von rund € 94.000. Die Musikhochschule Lübeck stellte für sieben Tage ihren Lehrbetrieb ein und machte rund 50 Übe-, Einspiel- und Wertungsräume nutzbar. Das Theater der Hansestadt Lübeck stoppte für „Jugend musiziert“ den regulären Spielbetrieb für eine Woche.

Seit 1963 wird der Bundeswettbewerb an wechselnden Orten in Deutschland ausgetragen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Träger ist der Deutsche Musikrat.

Hier ist die derzeit aktuelle Liste der Sonderpreise 2010 einzusehen, dazu Fotos von Stiftern und Sonderpreisträgern während des Festaktes am 28. Mai 2010.

 

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20 Jahre Studiengang Musical/Show – das ist neben großem Entertainment auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Musiktheater. So widmet sich das Symposium "Zwischen den Stühlen" den Remigranten im unterhaltenden Musiktheater der Fünfziger Jahre. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder oppositioneller Haltung nach 1933 ins Ausland geflohen waren, kamen nach 1945 wieder in den deutschen Sprachraum zurück – im Gepäck eine neue Gattung, die es bis dahin hierzulande noch nicht gab: das Musical.

Nach den Entbehrungen des Exils versuchten diese Künstlerinnen und Künstler, an ihre früheren Erfolge anzuknüpfen. Sie trafen auf die konservativen fünfziger Jahre und gerieten "zwischen die Stühle". Ein konfliktträchtiges Jahrzehnt, dynamisch pendelnd zwischen besitzstandswahrender Spätoperette und ästhetischer Innovation.

Beide Traditionsstränge, die des amerikanischen Musicals und des deutschen unterhaltenden Musiktheaters, fließen in der heutigen Ausbildung der UdK Berlin zusammen. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Studiengangs werden diese Zusammenhänge mit einem wissenschaftlichen Symposium zwei Tage lang untersucht.

28. und 29. Mai 2010, 10-18 Uhr
Alte Bibliothek, Hardenbergstraße 33, Berlin-Charlottenburg
Eine Veranstaltung des Deutschen Musikarchivs und des Studiengangs
Musical/Show der UdK Berlin


Die Universität der Künste Berlin ist eine der größten künstlerischen Hochschulen in Europa und die einzige, die alle Disziplinen der Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst sowie dem Zentralinstitut für Weiterbildung werden über 40 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten. Von rund 4000 Studierenden stammt etwa ein Fünftel aus dem Ausland. Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Präsident ist seit Januar 2006 Prof. Martin Rennert. Mit mehr als 500 Veranstaltungen im Jahr trägt die UdK Berlin maßgeblich zum kulturellen Leben der Stadt bei.

 

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Vom 21. bis 28. Mai werden 2.400 Jugendliche aus allen Teilen Deutschlands und 30 Deutschen Schulen im Ausland anreisen, um in Lübeck am 47. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" teilzunehmen. Die Hansestadt ist mit ihren zahlreichen Musikinstitutionen, allen voran die Musikhochschule, eine ideale Gastgeberin für die jungen Musikanten.

Eröffnet wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" am Samstag, 22. Mai mit dem Konzert des Philharmonischen Orchesters der Hansestadt Lübeck und zwei renommierten Solisten: der Pianistin Konstanze Eickhorst und dem Klarinettisten Sebastian Manz Darüber hinaus sorgen weitere Konzerte im Rahmenprogramm dafür, dass "Jugend musiziert" für Teilnehmer und Anteilnehmer zum Festival der Begegnung wird:

Drei Preisträgerkonzerte, in denen sich die eben erst gekürte Bundespreisträger mit Ausschnitten aus ihrem Wettbewerbsprogramm dem Publikum präsentieren, eine Orgelsoireé mit Bundespreisträgern "Jugend musiziert" des Vorjahres und einem Abschlusskonzert am 27. Mai um 16.00 Uhr, zu dem "Jugend musiziert" Bundesjugendministerin Kristina Schröder begrüßen wird.

Die Solo-Kategorien des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" 2010 sind: Streichinstrumente, Akkordeon, Percussion, Mallets, und zum ersten Mal auf Bundesebene, die Kategorie „Gesang (Pop)“. Die Ensemble-Kategorien lauten: Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Klavier-Kammermusik, Vokal Ensemble, Zupf-Ensemble, Harfen-Ensemble und Alte Musik

Insgesamt absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des Bundeswettbewerbs rund 1.400 Wertungsspiele vor 23 hochkarätig besetzten Jurygremien. Die Wertungsspiele finden in 19 Institutionen im Innenstadtbereich Lübecks statt. Der Besuch der Wertungsspiele ist kostenlos und für jeden öffentlich zugänglich.

Seit 1963 wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" an wechselnden Orten in Deutschland ausgetragen. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Träger ist der Deutsche Musikrat. Ständiger Förderer des Bundeswettbewerbs ist das Bundesjugendministerium. Seit vielen Jahren ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hauptsponsor von "Jugend musiziert".

 

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Mit einem Festakt eröffnete der Sächsische Musikrat die Landesmusikakademie Sachsen am 7. Mai im
Schloss Colditz.

In der Überzeugung, dass Kulturpolitik Gesellschaftspolitik ist, hat der Sächsische Musikrat die Institutionalisierung einer Landesmusikakademie seit seiner Gründung im Jahr 1990 als Landesaufgabe angesehen. Eine Landesmusikakademie die als musikalische Arbeitsstätte, als Fortbildungs- und Kommunikationszentrum, sowohl die künstlerische Qualität des Laienmusizierens fördert, als auch der musikalischen Jugend- und Erwachsenenbildung dient, erweist sich aus Sicht des Musikrates als ein notwendiges Erfordernis zur Pflege und Fortentwicklung der sächsischen Musikkultur und damit als ein wesentliches Element der gesellschaftlichen Zukunftssicherung in Sachsen.

Der Sächsische Musikrat als Träger der Akademie war sich bei der Planung der Akademie der hohen Qualitätsanforderungen an die Räume bewusst. Daher wurden im ehemaligen Marstallgebäudes des Schlosses höchste Anforderungen an die Ausstattung in den Bereichen Akustik, Klima, Licht und Mobiliar gestellt.
Der Präsident des Sächsischen Musikrates Prof. Dr. Christoph Krummacher betonte in seiner Eröffnungsrede: „Wir freuen uns, den zukünftigen Nutzern der Akademie in den eigenen Räumen beste Arbeitsbedingungen und durch die Zusammenarbeit mit der Europa-Jugendherberge angenehme Aufenthaltsbedingungen bieten zu können. Und wir fühlen uns in der Stadt Colditz willkommen geheißen.“

 

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Die Bundesversammlung des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) hat auf ihrer Hauptarbeitstagung am 7./8. Mai 2010 die „Schweriner Erklärung“ verabschiedet. Darin fordert der VdM die Beteiligung an den vom Bundesbildungsministerium geplanten Etatsteigerungen für die musikalisch-kulturelle Bildung sowie die gesetzliche Verankerung der Musikschularbeit in den Ländern. Ebenso müsse die musikalisch-kulturelle Bildung mit dem Bildungsauftrag der öffentlichen Musikschulen Thema im Bildungsbericht 2012 der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz werden.

Die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan angekündigte Erhöhung der Bildungsmittel um eine Milliarde Euro müsse auch die musikalischen Bildungsangebote der öffentlichen Musikschulen in Kooperation mit KiTa und allgemein bildender Schule erreichen. Denn musikalische Bildung fördert neben künstlerischer, emotionaler und sozialer Kompetenz auch Integration und eine kreative Lebensgestaltung. Um diese Kooperationen erfolgreich gestalten zu können und die zeitlichen und räumlichen Zugangsmöglichkeiten zu Musikschulangeboten als Basis der Musikkultur sicherzustellen, sei eine gesetzliche Verankerung in den Ländern und eine ausreichende finanzielle Landesbeteiligung für den Bildungsauftrag der öffentlichen Musikschulen zu gewährleisten.

Winfried Richter, Vorsitzender des VdM: „Bundes- und Landespolitik dürfen die Kommunen in ihrem Engagement für die Musikschulen nicht alleine lassen. Sie sind hier gefordert, die ausreichende Förderung der öffentlichen Musikschulen sicherzustellen, um dem Bildungsauftrag, den die Musikschulen mit ihrer musikalischen Breitenarbeit und der Förderung begabter junger Musiker erfüllen, gerecht zu werden. Heute mehr denn je bedeutet musikalisch-kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche bereits ab dem frühen Lebensalter auch allgemein bessere Bildungschancen und damit gesellschaftliche Teilhabemöglichkeiten“.

 

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Vom 7. bis 8. Mai 2010 veranstaltet der Verband deutscher Musikschulen (VdM) in Schwerin seine Hauptarbeitstagung und Bundesversammlung. Im Mittelpunkt steht dabei die aktuelle und zukünftige Arbeit der öffentlichen Musikschulen in Deutschland.

Einen wichtigen Stellenwert haben dabei das neue Positionspapier „Die Musikschule“ der Kommunalen Spitzenverbände mit Leitlinien und Hinweisen zur Musikschule in der kommunalen Bildungslandschaft und der neu überarbeitete erweiterte VdM-Strukturplan zu Konzept, Aufbau und Struktur der öffentlichen Musikschulen. Vorgestellt werden ebenfalls das vom Bundesbildungsministerium geförderte VdM-Projekt „Musikalische Bildung von Anfang an“ und der hierzu entwickelte Bildungsplan für die Grundstufe/Elementarstufe.

„Schwerin ist stolz auf seine beiden Musikschulen, die zahlreiche Preisträgerinnen und Preisträger in den Regional-, Landes- und Bundeswettbewerben ‚Jugend musiziert’ hervorgebracht haben und zum kulturellen Profil der Landeshauptstadt gehören“, hob Stephan Nolte, Stadtpräsident der Landeshauptstadt Schwerin, beim heutigen Pressegespräch zur Hauptarbeitstagung des VdM in Schwerin hervor. Die Musikschulen seien dabei Orientierungspunkt und Qualitätsgarant für die Basisarbeit im kulturellen Netzwerk. „Darüber hinaus zeigt das in Schwerin initiierte international preisgekrönte herausragende Musikfestival ‚Verfemte Musik’ die pädagogischen und künstlerischen innovativen Ansätze in der Wiederentdeckung der durch die Nationalsozialisten verfolgten Komponisten und vergessener Musikwerke“, so Nolte.

Wie wichtig die Musikschulen für das Bildungsangebot der Kreise, Städte und Gemeinden sind, betonte der VdM-Vorsitzende Winfried Richter: „Die öffentlichen Musikschulen sind von zentraler Bedeutung für die musisch-kulturelle Bildung der Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Die kommunalen Spitzenverbände fordern die Musikschule daher als festen Bestandteil der Bildungslandschaft. Dies ist eine grundlegende Erkenntnis, denn die qualifizierte Musikausbildung, die öffentliche Musikschulen für alle Alters- und sozialen Bevölkerungsgruppen gewährleistet, garantiert den Erhalt unserer Musikkultur. Die Umsetzung dieses Bildungsauftrags darf jedoch nicht nur auf den Schultern der Kommunen ruhen. Auch die Länder sind in hohem Maße dafür zuständig“, so Richter.

Die rund 920 öffentlichen Musikschulen im VdM sind bundesweit an mehr als 4.000 Standorten vertreten. An ihnen werden jährlich über eine Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene nach hohen Qualitätsstandards im Singen und Musizieren unterrichtet. Die öffentlichen Musikschulen sind damit die Bildungsinstitutionen, die die weitestgehende musikalische Breiten- und Spitzenförderung in ganz Deutschland bewirken.

 

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Der Landesmusikrat NRW, Dachverband von über fünfzig Musikverbänden in Nordrhein-Westfalen, begrüßt die Ausdehnung des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ auf das ganze Bundesland. Dass jedes Grundschulkind mit einem Musikinstrument vertraut wird und gemeinsam mit anderen musiziert, war bisher ein Angebot, das nur dem Ruhrgebiet vorbe­halten war, wo in diesem Schuljahr die Kinder aus mittlerweile über 500 Grundschulen an dem Programm teilhaben. Diesen Ansatz auf ganz NRW auszudehnen, bedeutet eine große Kraftanstrengung für das Land NRW, das die finanzielle Last ab 2011 zusammen mit Kommunen und Eltern ohne Bundeshilfe tragen muss, sowie für die beteiligten Musik­schulen, Grundschulen und ihre Lehrerinnen und Lehrer.

Es ist dabei ein von Vernunft getragener neuer Ansatz, vor Ort mehr Gestaltungsfreiheit einzuräumen – insbesondere auch im Kanon des Instrumentenangebots. Denn jede Region hat ihre Eigenheiten in ihrem Musikleben. Und die vielen bereits arbeitenden Projekte zur Musikalisierung im Grundschulbereich sollten ohne große inhaltlichen Kompromisse einbezogen werden. Vernünftig ist es auch, das Singen in das Programm zu integrieren und die Phase des Elementarunterrichts und Kennenlernens der Instrumente bis zum Ende des 2. Schuljahres zu verlängern.

Der Landesmusikrat begrüßt zudem, dass Staatskanzlei und Stiftung „Jedem Kind ein Instrument“ das Problem der nicht ausreichenden Zahl von Musiklehrern in NRW im Auge haben. Für angemessen hält er zudem, dass den eingesetzten Lehrerinnen und Lehrern, wie beabsichtigt, nun auch die Kommunikation mit den Grundschulmitarbeitern und mit den Eltern entgolten werden soll. Um mehr junge Musikschul­kräfte für „Jedem Kind ein Instrument“ zu gewinnen, werden Gespräche mit den Musikhoch­schulen geführt. Erforderlich wird jedenfalls nach Ansicht des Dachverbands die Einbindung aller kommunalen und auch privaten Musikschulen in NRW sein.

Der Landesmusikrat geht davon aus, dass in diese Anstrengung alle relevanten Einrich­tungen und Verbände einbezogen werden, und ist sich sicher, dass sich das Musikleben Nordrhein-Westfalens dieser Initiative stellen wird. Erfreulich war in der ablaufenden Legislaturperiode, dass „Jedem Kind ein Instrument“ von allen Abgeordneten im Kultur­ausschuss des Landtags – abgesehen von Detail-Diskussionen – unterstützt wurde, und es ist zu hoffen, dass dieses in den kommenden fünf Legislaturjahren wiederum der Fall ist.

 

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Jedes Kind in Nordrhein-Westfalen soll künftig die Chance erhalten, ein Instrument zu erlernen. Deshalb soll das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ im Ruhrgebiet fortgesetzt und in einem Prozess von etwa zehn Jahren auf das ganze Land ausgedehnt werden. Das gab der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff heute (4. Mai 2010) in Düsseldorf bekannt. Grosse-Brockhoff: „Jedem Kind ein Instrument“ hat sich im Ruhrgebiet nicht nur bewährt. Es ist in dieser Form einzigartig in Europa. Wir wollen allen Kindern un­abhängig von ihrer sozialen Herkunft die Möglichkeit geben, ihre Kreati­vität zu entfalten.“ Grosse-Brockhoff zufolge wisse man, wie positiv ge­rade gemeinsames Musizieren auf Kinder wirke. Es förderte Motivation und Konzentration, soziale Kompetenz und Offenheit. Oberstes Prinzip für die landesweite Ausdehnung des Programms sei die Freiwilligkeit. Ziel sei eine Teilnahmequote von 80 Prozent. Zahlreiche Prominente unterstützen das Projekt, indem sie als Paten auftreten und einen Un­terstützerkreis gründen. Hierzu gehören Daniel Barenboim, Jürgen Flimm, Alexander Pereira, RuhrTriennale-Intendant Willy Decker, der Leiter der Schlossfestspiele Ludwigsburg Thomas Wördehoff und der Präsident des Deutschen Bühnenvereins Klaus Zehelein sowie die Journalisten Claus Kleber und Manni Breuckmann.

Grosse-Brockhoff zog eine positive Bilanz des Ruhrgebietsprojekts. „Je­dem Kind ein Instrument“ habe eine große Ausstrahlung und Signalwir­kung - nicht nur innerhalb Nordrhein-Westfalens, sondern bundesweit und sogar international. In den Bundesländern Hamburg, Hessen, Thü­ringen und Sachsen seien durch das nordrhein-westfälische Beispiel inspirierte Initiativen entstanden oder in Vorbereitung. Im Schuljahr 2009/10 nehmen insgesamt 43.300 Kinder aus 522 Grundschulen in 42 Kommunen des Ruhrgebiets am Projekt teil. 56 kommunale und private Musikschulen sind an dem Projekt beteiligt. Das von den Kindern mit Abstand am häufigsten gewählte Instrument ist die Gitarre, gefolgt von Violine, Flöte und Trompete. Im kommenden Schuljahr 2010/11 werden erstmals alle Erstklässler der teilnehmenden Grundschulen im Ruhrge­biet die Chance haben, ein Instrument zu erlernen. Erste Berechnungen gehen davon aus, dass dann insgesamt 64.000 Kinder mit dabei sind. Die Umsetzung des Programms „Jedem Kind ein Instrument“ kostet vom Schuljahr 2007/2008 bis zum Ende des Schuljahres 2010/2011 rund 47,23 Millionen Euro. Davon hat die Kulturstiftung des Bundes 10 Millio­nen Euro als Anschubfinanzierung übernommen. Die prognostizierten Kosten der Ausweitung für das Land steigern sich im Zeitraum 2012 – 2023 je nach landesweiter Abdeckung von etwa 19 Millionen Euro auf ca. 70 – 80 Millionen Euro (einschließlich Ruhrgebiet).

Aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen soll das Projekt fortlaufend ausgebaut und modifiziert werden. Dazu hat die Landesregierung ein umfangreiches Konzept erarbeitet. Grosse-Brockhoff: „Die Veränderun­gen folgen vier Leitideen:

* Vor Ort soll mehr Gestaltungsfreiheit eingeräumt werden.
* Wir wollen, dass die Intensität und Qualität des Programms im Vorder­grund stehen.
* Wir wollen die Verankerung des Projektes in der Grundschule auch mit eigenen Beratungslehrern sicher stellen.
* Außerdem wollen wir die Voraussetzungen für die Gewinnung der benötigten Musikschullehrer verbessern.“

Das Tandem-Modell – Grundschullehrer und Musikschullehrer unter­richten im ersten Schuljahr gemeinsam - habe sich grundsätzlich be­währt und solle beibehalten werden.

Inhaltliche Veränderungen gegenüber dem bisherigen Konzept

* Die Kinder sollen mehr Zeit für den musikalischen Einführungsunter­richt und zum Kennenlernen der Instrumente haben. Dabei soll dem Singen mehr Raum gegeben werden. Der kostenlose JEKI-Unter­richt soll künftig erst nach einer Einführungsphase im 1. Schuljahrs beginnen (und nicht wie bisher sofort) und bis zum Ende des 2. Schuljahres dauern (bisher: nur 1. Schuljahr). In dieser Phase liegt ein Schwerpunkt beim Singen. Das heißt: Instrumentalunterricht soll erst ab dem 3. Schuljahr erteilt werden. Das geschieht nach wie vor in Gruppen, die aber mit maximal 4 Kindern kleiner werden. Parallel gibt es Ensembleunterricht (ca. 20 Kinder).
* Zukünftig können die Fächer „Singen“ und „Tanzen“ neben den Instrumenten angeboten werden. Nicht jedes Kind hat eine musische Begabung im Bereich des Instrumentalspiels, soll aber dennoch ge­fördert werden.
* Vor Ort soll mehr Gestaltungsfreiheit eingeräumt werden. Basismusikalisierungsprojekte, die es bereits gibt, sollen beim JEKI-Programm mitmachen können. Sie sollen ihren eigenen Weg entwi­ckeln können, der den JEKI-Zielen und –Ansprüchen gerecht werden muss.
* Elternbeiträge: 1. und 2. Schuljahr frei; 35 Euro im 3. und 4. Schul­jahr. Sozialhilfeempfänger / Hartz IV-Empfänger weiterhin frei (wird den Kommunen vom Land erstattet).
* Der Bedarf an Musikschullehrern steigt von ca. 660 in 2011 auf 3.556 in 2023 bei 15 JEKI-Stunden pro Woche). Wegen der erfor­derlichen Ausbildungskapazitäten an den Hochschulen sind wir mit dem Wissenschaftsministerium und den Hochschulen im Gespräch.
* Die Kommunen werden durch die JEKI-Stiftung in Bochum unter­stützt, die für die zentrale Programmentwicklung und -steuerung auf Landesebene zuständig sein soll. Regionalberaterinnen und -berater der Stiftung werden eine Präsenz in den einzelnen Regionen ge­währleisten.
* Das Prinzip der Freiwilligkeit soll eine besondere Rolle spielen. Das gilt für jedes einzelne Kind, das gilt aber auch für eine Grund­schule oder eine Kommune.
* Die Verankerung des Projektes in den Grundschulen muss sicher­gestellt werden. JEKI soll einen breiten Rückhalt bei Schülern, Lehrern und Eltern in der jeweiligen Grundschule finden. Besonders die räumlichen und personellen Voraussetzungen müssen vorhan­den bzw. – soweit möglich - durch den Schulträger rechtzeitig und im notwendigen Umfang geschaffen werden. Jede Grundschule soll eine(n) JEKI-Beauftragte(n) erhalten, der je nach Größe der Grundschule 1-2 Entlastungsstunden erhält.
* Auch bei den Musikschullehrern sollen Tätigkeiten wie z.B. die Kom­munikation mit den Grundschulmitarbeitern und –Eltern als (be­zahlte) Arbeitszeit zusätzlich zur eigentlichen Unterrichtszeit in einem bestimmten Rahmen anerkannt und durch das Land dementspre­chend bezuschusst werden.

 

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Die Studie ‚Lernorte oder Kulturtempel‘ wurde vom Zentrum für Kulturforschung (ZfKf) 2009/10 erarbeitet und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. In einer repräsentativen, bundesweiten Befragung von über 400 klassischen Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Museen, Theatern, Orchestern und Mehrspartenhäusern wurde die kulturelle Bildungsarbeit der Einrichtungen untersucht. Ziel der Studie war eine systematische Bestandsaufnahme der kulturellen Bildungsarbeit in klassischen Kultureinrichtungen, um der Notwendigkeit verstärkter und koordinierter Anstrengungen in der kulturellen Bildung gerecht zu werden

Die kulturpolitische Diskussion um kulturelle Bildung zeigt Wirkungen und zeugt von einem wachsenden Engagement der klassischen Kultureinrichtungen. In den letzten fünf Jahren ist die Angebotsvielfalt in diesen Einrichtungen deutlich angestiegen. Nur 13% aller in der Studie befragten Kultureinrichtungen haben keinerlei Bildungsangebote im Programm. Wenn man die Ergebnisse der Studie hochrechnet, so gab es in den klassischen Kultureinrichtungen im Jahr 2008 ca. 57 Millionen Besuche von Bildungsveranstaltungen.

Aus der empirischen Arbeit lassen sich einige spannende Empfehlungen ableiten. Kulturelle Bildung sollte immer ein Anliegen der Leitung von Einrichtungen sein, damit eine Weiterentwicklung von Angeboten die nötige Unterstützung erhält. Künstlerisch-kreative Ansätze und Vermittlungsmethoden sollten im Fokus stehen. Eine breite fachliche Diskussion um kulturelle Bildung würde helfen, herausragende Ansätze besser bekannt und für alle Institutionen zugänglich zu machen. So konnte in der Studie festgestellt werden, dass die Zahl der Angebote mit der Verfügbarkeit personeller Ressourcen steigt, die Differenziertheit des Angebots aber nicht vom Ressourceneinsatz abhängig ist.

Im ländlichen Raum sollte das Bildungsangebot ausgebaut werden. Kleine Einrichtungen haben es schwerer, ein adäquates Angebot zu realisieren. In der Zielgruppenarbeit bestehen einige blinde Flecken. Es gibt noch viel zu wenig Angebote, die unter anderem Menschen mit Migrationshintergrund ansprechen (1%). Hier muss in differenzierter und integrativer Form, mit Sensibilität für die verschiedenen Zielgruppen nachgearbeitet werden. Kulturelle Bildung sollte enger mit Migrantenvereinen bzw. -verbänden zusammen arbeiten und möglichst Künstler integrieren, die selbst aus anderen Kulturkreisen stammen.

Angebote speziell für Kindergärten und Kindertagesstätten (bisher 6%) sollten ebenso ausgebaut werden wie die für Jugendliche im Freizeitbereich (bisher 6%). Ein breites Angebotsspektrum besteht hingegen für Schulklassen, an die sich auch ein Großteil der Bildungsveranstaltungen im Jahr 2008 (60%) richtete. Die Untersuchung zeigt, dass nur die Hälfte der Schulklassenangebote altersspezifische Differenzierungen zwischen den Primar- und Sekundarschulklassen vornimmt. Hier besteht noch Entwicklungsbedarf. Schließlich gibt es Lücken in den Angeboten für die Zielgruppe älterer Menschen und Senioren. So fehlen zum Beispiel noch Bildungsangebote, die explizit intergenerative Themen aufgreifen, oder sich an ältere Bildungsferne richten.

Was die Perspektiven der Kultureinrichtungen selbst angeht, so wünschen sie sich vor allem mehr Unterstützung im finanziellen Bereich (82%) und mehr Interesse der Schulen an kultureller Bildung (55%). Ein Weg, hier Abhilfe zu schaffen wäre, dass die Angebote für Bildungseinrichtungen kommunal oder regional koordiniert werden, um die Einrichtungen zu entlasten und mehr Raum zu schaffen für ihre konkrete kulturelle Bildungsarbeit.

Im Anschluss an die Vorstellung der Studie wurden am 29.4.2010 in einer Expertentagung im BMBF mit den Fachverbänden, die die Durchführung der Studie unterstützten, politischen Vertretern und weiteren Multiplikatoren die Konsequenzen aus der Studie diskutiert und weiterführende Maßnahmen abgeleitet, die den Ausbau der Kulturangebote in klassischen Kultureinrichtungen fördern.

 

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Der Pianist Alfred Brendel ist der erste Dozent, der im Beethoven-Haus einen Meisterkurs für Kammermusik leiten wird. Vom 1. bis zum 5. August unterrichtet er zwei junge Streichquartette im Kammermusiksaal. Die Finanzierung übernimmt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Bereits seit 2006 richtet das Bonner Beethoven-Haus die „Internationalen Beethoven Meisterkurse Bonn” aus. Die Anregung dazu hatte Kurt Masur, der Dirigent und Vorstandsvorsitzende des Vereins Beethoven-Haus, gegeben. Er leitete auch selbst die ersten Beethoven Meisterkurse für junge Dirigenten. Sie fanden in den Jahren 2006, 2008 und 2009 in enger Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn und dem Dirigentenforum des Deutschen Musikrats statt.

Ab diesem Jahr wird es nun auch Meisterkurse für Kammermusik geben. Dr. Philipp Adlung, Direktor des Beethoven-Hauses, und Ursula Timmer-Fontani, Projektleiterin der Meisterkurse, stellten das Programm des ersten Meisterkurses für Kammermusik vor. „Die positiven Erfahrungen aus den sehr erfolgreichen Dirigier-Kursen mit Kurt Masur haben uns ermutigt, von diesem Jahr an Meisterkurse für Kammermusik in unserem eigenen Kammermusiksaal auszurichten”, erläutert Philipp Adlung.

Der Dozent des ersten Kammermusikkurses, der vom 1. bis zum 5. August stattfindet, ist Alfred Brendel, der große Pianist und langjähriges Ehrenmitglied des Vereins Beethoven-Haus. Er wird jedoch nicht etwa junge Nachwuchspianisten unterrichten, wie man es vermutlich erwarten würde. Alfred Brendel wird seine künstlerischen Erfahrungen vielmehr an zwei junge Streichquartett-Ensembles weitergeben, die von dem renommierten Artemis Quartett – ebenfalls Ehrenmitglieder des Beethoven-Hauses – ausgewählt wurden. Es sind das Quartetto Lyskamm aus Italien und das Meccorre String Quartet aus Polen. Auf dem Programm stehen die Streichquartette a-Moll op. 132 und F-Dur op. 135 von Ludwig van Beethoven. Die Finanzierung des Kurses für Kammermusik 2010 – wie schon der Dirigierkurse – übernimmt der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Ziel der Internationalen Beethoven Meisterkurse des Beethoven-Hausees ist es, dem künstlerischen Nachwuchs Beethovens Werk auf besonders intensive Weise näher zu bringen und den jungen Musikern nachhaltige Anregungen für die eigene Auseinandersetzung mit den Kompositionen Beethovens zu geben, darüber hinaus aber auch tiefere Einsichten in den Umgang mit dem musikalischen Repertoire überhaupt zu vermitteln.

Ein wesentlicher Bestandteil ist immer ein intensives Quellenstudium, also das Heranführen der jungen Künstler an den Umgang mit Beethovens Handschriften und anderen wesentlichen Quellen aus der bedeutenden Sammlung des Beethoven-Hauses sowie mit Urtext-Ausgaben, die dem praktischen Musiker wertvolle Einsichten vermitteln und neue Interpretationsansätze liefern können. Betreut wird dieser Teil der Kurse jeweils von den Wissenschaftlern des Beethoven-Archivs.

Das Quellenstudium macht die Beethoven Meisterkurse zu einem einzigartigen Angebot für die jungen Nachwuchsmusiker, und die Dozenten (bisher Kurt Masur und Alfred Brendel) legen darauf größten Wert.
Den Meisterkurs mit Alfred Brendel wird Prof. Dr. Emil Platen, der Herausgeber des Bandes mit den
späten Streichquartetten in der Neuen Gesamtausgabe (der Werke Beethovens, als wissenschaftlicher Berater betreuen. Die Neue Gesamtausgabe erscheint im Henle Verlag, der freundlicherweise auch das Notenmaterial für den Meisterkurs zur Verfügung stellen wird.

Die Proben sind öffentlich, so dass auch interessierte Laien und passive Teilnehmer den Unterricht verfolgen können. Der Kammermusik-Meisterkurs beginnt am Sonntag, dem 1. August, mit einem Lecture-Recital von Alfred Brendel zum Thema „Charakter in der Musik”. Den Kurs beschließt am 5. August ein – ebenfalls öffentliches – Abschlusskonzert der Teilnehmer. Auf dem Programm steht außerdem eine „Beethoven-Werkstatt”: Am Mittwoch, den 4. August, wird Emil Platen den teilnehmenden Ensembles und interessierten Musikfreunden Einblicke in editorische Fragen der späten Streichquartette Beethovens geben und den Weg „Von den Quellen bis zur Interpretation” erläutern. Moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Moosdorf, dem Cellisten des Leipziger Streichquartetts und Mitherausgeber einer Publikation über Beethovens Streichquartette.

Der Vorverkauf für die öffentlichen Proben, die Lecture und das Abschlusskonzert beginnt am 5. Mai.
Der Eintritt zur „Beethoven-Werkstatt” ist frei.

 

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Der Sächsische Musikrat hat sich als landesweit größter Kulturdachverband im Rahmen seiner Mitgliederversammlung mit dem Thema Musische Bildung in den Schulen im Freistaat Sachsen beschäftigt.

Die u.a. dabei anwesenden Vertreter von Musikhochschulen, Musikschulen, Freiberuflichen Musikern und Schulmusikverbänden haben dabei nochmals einstimmig auf die Bedeutung dieses Bereichs der Kulturellen Bildung für die schulische Bildung hingewiesen und ihre Grundbedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung und die gesellschaftliche Teilhabe des kulturell gebildeten, emanzipierten Individuums gewürdigt.

Die Mitgliederversammlung des Sächsischen Musikrates weist daher vor dem Hintergrund der laufenden Diskussion um die Zukunft der Lehrerbildung in Sachsen darauf hin, dass der musikalischen Breitenbildung im Grund- und Vorschulalter eine weitere Auszehrung droht.
Die mittel- und langfristig notwendigen Kapazitäten können auch für das Fach Musik nicht allein am Standort Leipzig bereitgestellt werden. Es bedarf nicht nur höherer Kapazitäten, sondern auch unterschiedlicher Profile, um die Breite des künftigen Bedarfs abzudecken.

Um diesen Prozess nachhaltig und auch von seinen Kosten her sinnhaft zu machen, sollen gesicherte und ausreichende Einstellungskorridore auch für diese Schularten bereit stehen.

 

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„Standortbestimmung Musikhochschule Nürnberg: Aufbruchstimmung oder Nachhilfesituation für die Musiklandschaft in Bayern?“ Mit dieser Frage eröffnete Präsident Thomas Goppel das Pressegespräch im Kammermusiksaal der Musikhochschule Nürnberg, zu welcher der Bayerische Musikrat geladen hatte. Martin Ullrich, Präsident der Musikhochschule Nürnberg, und Vizepräsidentin Renate Reitinger zeigten im Gespräch mit Vertretern des BMR-Präsidiums, seiner Mitgliedsverbände sowie der Presse deutlich auf, wohin der Weg führt. Ullrich: „Unsere Profilierung zielt darauf, künstlerische Exzellenz zu erzeugen und den musikalischen Bildungsauftrag zu erfüllen. Das ist für uns kein Gegensatz, sondern zentrales Anliegen.“

Die Musikhochschule Nürnberg nutzt dabei die Gunst des „verspäteten Starts“. Weil 2008 erst gegründet und im Oktober 2009 mit einem neuen Präsidenten besetzt, nimmt man die Chance wahr, im dadurch verzögerten Bologna-Prozess Fehler der Frühphase zu vermeiden und ein Profil zu entwickeln, das durch ein vielfältiges Angebot auf die optimierte Ausrichtung der Berufsfeldorientierung setzt. Wichtig ist der Hochschulleitung dabei die Vereinbarkeit von musikalischer Bildung und künstlerischer Exzellenz. Ullrich: „Wir finden uns hier im institutionellen Kontext mit der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen wieder. Sie hat im Herbst eine Imagekampagne gestartet, damit die Musikhochschulen in Deutschland zeigen können: wir erzeugen künstlerische Exzellenz, aber wir haben auch einen musikalischen Bildungsauftrag, der als ein Bestandteil kultureller Bildung insgesamt begriffen werden muss. So ist es zu dieser erstaunlichen Entwicklung gekommen, die große Imagekampagne unter den Begriff der “Musikalischen Bildung“ auszurichten.“ Da Nürnberg jedoch keine Schulmusikausbildung anbietet, konzentriert sich die Musikhochschule auf den Kernbereich der künstlerischen und der künstlerisch-pädagogischen Ausbildung sowie der elementaren Musikpädagogik. Ullrich: „Wir streben eine interne Vernetzung unserer Studienbereiche an. Da kommt uns auch die Bolognareform entgegen. Wir greifen den Trend zur Mehrfachqualifikation, wie er in den zurückliegenden Jahren verstärkt zu beobachten war, auf und versuchen, ihn sinnvoll in unseren Ausbildungsstrukturen abzubilden.“ Die Studiengänge zueinander durchlässig zu machen, darin sieht Ullrich die große Chance für den Standort Nürnberg. Ullrich: „Die Grenzen sind nur dort, wo die Grenzen der Ressourcen sind.“

„Unsere große Aufgabe ist es auch, Wege zu finden, um musikalische Bildung nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern“, so Renate Reitinger. Gezielt habe man sich mit Bildungsbereichen der Stadt, der Frühförderung und der Zielgruppe der Schüler vernetzt und zahlreiche Initiativen gestartet, unter anderem eine jährliche Musiktheaterproduktion mit der freien Theaterbühne Mumpitz, die Kinderuni, einen Seminarschulbetrieb, bei dem Kinder in der Musikhochschule im Rahmen der Lehrpraxis kostenlosen Unterricht erhalten, sowie das Kooperationsprojekt „Wachsen mit Musik“, das auf drei Säulen basierend jedem Kind an derzeit 20 Kindergärten in Nürnberg qualifiziert vermittelten Zugang zur Musik ermöglicht.

Einen weiteren Focus richtet die Musikhochschule Nürnberg auf Kooperationen mit Institutionen im Pre-College-Bereich wie Berufsfachschulen, studienvorbereitenden Musikschulen und Musikgymnasien. „Noch immer ist nicht weitreichend bekannt, dass ein Musikstudium auch ohne Abitur möglich ist“, so Präsident Thomas Goppel. Tatsächlich kommen 30 % der Studenten im künstlerisch-pädagogischen Ausbildungsbereich aus den Berufsfachschulen, informierte Reitinger, „und das ziemlich konstant“. Zum Novum zählt auch die Aufnahme von Studenten aus der Schule für Blinde und Sehbehinderte. Ullrich: „Das ist ein Pilotprojekt, aber wir sehen es als unsere Verpflichtung an, auch solchen Menschen individuell, gleichberechtigt und barrierefrei ein Studium zu ermöglichen.“

Zu dieser inhaltlichen Profilierung und der Bolognareform gibt es in Nürnberg ganz konkret noch eine dritte Baustelle. Laut Ullrich eine „Morgengabe der Stadt Nürnberg“, soll die Musikhochschule hochschulgerecht umgebaut werden. Auch soll es einen neuen Orchestersaal als Studien- und Probensaal im Innenhof geben. Die Bauphase ist von 2011 bis 2013 geplant. Vergleichbar mit der inhaltlichen Konzeption ist die Sanierung des Gebäudes auf eine Optimierung und Ausweitung der vorhandenen Strukturen ausgerichtet.

„Klein, aber fein“, lobte Goppel die Angebote und Pläne der Musikhochschule Nürnberg und unterstrich, was ihm besonders gefällt: die gezielte und konsequente Überprüfung des Bandbreitenangebots an Musikalität, die Konzentration auf fachliche Begabung und die Möglichkeit zur Meisterschaft im Einzelnen.

 

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Die Sing- und Musikschule Aschaffenburg feiert dieses Jahr ihren 200. Geburtstag - und anstatt die Arbeit so langsam Jüngeren zu überlassen, bündelt sie anlässlich ihres Jubiläums all ihre Expertise in unzähligen Veranstaltungen in und um Aschaffenburg. Ein Highlight: Mehr als 100 Vertreter von Musikschulen aus ganz Deutschland empfing sie kürzlich zum VdM-Fachkongress „Musikalische Bildung von Anfang an“, wo unter anderem der brandneue VdM-Bildungsplan vorgestellt wurde. In welchem Verhältnis steht der zu den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder? Wo lagen die Schwerpunkte in seiner Ausarbeitung und worauf genau zielt er ab? Und, vor allem: warum beschäftigen sich die Musikschulen immer mehr mit dem Thema „Musikalische Bildung von Anfang an“? Darüber diskutieren

Eva Reichert-Garschhammer (Staatsinstitut für Frühpädagogik)
Dr. Hans Eirich (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen)
Michael Kobold (VdM-Bundesvorstandsmitglied und Leiter der Rheinischen Musikschule Köln) und
Prof. Dr. Michael Dartsch (Hochschule für Musik Saar, Projektleiter "Musikalische Bildung von Anfang an“) mit
Moderator Theo Geißler (nmz)

in einem "taktlos spezial" live vom VdM-Kongress in Aschaffenburg.

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Am ersten Maiwochenende, vom 30. April bis 2. Mai, finden im Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz die 1. Musiktage Montabaur statt. Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler, Preisträger des Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in Rheinland-Pfalz und Hessen, aber auch andere begabte Jugendliche ab 14 Jahren bekommen in dieser Zeit die außergewöhnliche Gelegenheit, in Meisterkursen von Dozenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main unterrichtet zu werden. Damit erhalten die Teilnehmer einen ersten Einblick in die Arbeit mit Hochschulprofessoren und genauere Vorstellungen im Hinblick auf ihre eventuelle spätere Berufswahl. Gleichzeitig dient der intensive dreitägige Unterricht der Vorbereitung auf den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Nicht zuletzt erlaubt dieses überregionale Großereignis den externen Teilnehmern, das einzigartige Schulangebot des Landesmusikgymnasiums näher kennen zu lernen.

Eine Kostprobe ihres Könnens geben die Schülerinnen und Schüler in einem Abschlusskonzert am Sonntag, den 2. Mai 2010 um 15 Uhr, zu dem die Veranstalter herzlich in die Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums einladen. Der Eintritt ist frei.

Die Musiktage Montabaur, die von nun an jedes Jahr stattfinden sollen, gehen auf eine Initiative von Markus Schwind, Instrumentallehrer am LMG, zurück und finden in Kooperation mit der Frankfurter Musikhochschule sowie den Landeswettbewerben „Jugend musiziert“ und den Landesmusikräten in Hessen und Rheinland-Pfalz statt. Sie werden durch die freundliche Unterstützung der Kreissparkasse Westerwald ermöglicht.

 

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Am Sonntag, 18. April ging die EMCY Generalversammlung 2010 in Heerlen (Niederlande) trotz erheblichen vulkanischen Behinderungen erfolgreich zu Ende. Wegen der Sperre des europäischen Luftraums konnten zahlreiche Delegierte nicht anwesend sein. Die Versammlung war dank den eingereichten Stimmübertragungen trotzdem beschlussfähig und hat wichtige Satzungsänderungen und die Qualitätsstandards für EMCY-Mitgliedswettbewerbe verabschiedet. Dieses Papier wurde in den letzten zwei Jahren vom EMCY-Vorstand und der Mitgliedschaft entwickelt und wurde während einer einjährigen Testphase vor seiner Verabschiedung geprüft. Die Richtlinien berücksichtigen das Repertoire, die Teilnehmer, die Jury, die Preise und die Organisation eines Wettbewerbs und sollen Wettbewerbsveranstaltern innerhalb und außerhalb des EMCY-Netzwerkes helfen, ihre Aktivitäten für junge Musiker zu verbessern und weiter aufzubauen.

Der Mittelpunkt der Feierlichkeiten um das 40-jährige Jubiläum der EMCY war ein Festakt im Gouvernementsgebouw in Maastricht (Niederlande) am 16. April. Redner waren u.a. Mitgründer der EMCY Dr. Eckart Rohlfs und Kulturattaché der Provinz Limburg Frau Odile Wolfs. Die Auftritte des Schlagzeugduos Peter Fleckenstein/Quirin Reichl (Jugend musiziert, Deutschland), des Trompeten Sylvain Leclerc (Concours d’excellence, Frankreich) und der Pianistin Asagi Nakata (Internationaler Franz Liszt Wettbewerb für junge Pianisten, Weimar) bildeten eine Anregung an die Organisatoren der Bewerbung Maastrichts als Europäische Kulturhauptstadt 2018 und an weitere künftige Europäische Kulturhauptstädte , Nachwuchsmusiker in ihre Programme einzubeziehen.

Gastgeber waren Schunck und der Charles Hennen Concours: Internationaler Kammermusikwettbewerb für Streicher. Die EMCY Generalversammlung war Bestandteil eines umfangreichen Programms anlässlich des 25-jährigen Jubiläums dieses Wettbewerbs und des hundertjährigen Bestehens der Musikschule Heerlen.

Die Europäische Union der Musikwettbewerbe für die Jugend (EMCY) ist die europäische Dachorganisation für mehr als 50 nationale und internationale Musikwettbewerbe für Kinder und Jugendliche. Sie wurde 1970 als Vereinigung nationaler Musikwettbewerbe gegründet, um die musikalische Erziehung und Förderung von musikalischen Talenten im vorprofessionellen Bereich auf europäischer Ebene zu entwickeln. Seit 1992 können auch internationale Musikwettbewerbe Mitglied werden. Seit 1996 hat die EMCY ihren Sitz in München und ist dort als eingetragener Verein registriert. Anliegen der EMCY ist vor allem die Weiterförderung von Preisträgern nach dem Wettbewerb durch europäische Konzerte, Tourneen, Begegnungen und Meisterkurse.

 

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Die Sieger des 10. Bundeswettbewerbs Schulpraktisches Klavierspiel GROTRIAN-STEINWEG stehen fest: Es sind Schulmusiker aus Berlin, Detmold und Köln. Die erste Runde (Liedspiel) gewann Felix Heitmann von der Hochschule für Musik Detmold. In der zweiten Runde (Partitur- und Vom-Blatt-Spiel) konnte Christina Oepen von der Universität der Künste Berlin die Jury unter Vorsitz von Ortwin Nimczik von sich überzeugen. Sie gewann außerdem den Sonderpreis des Arbeitskreises für Schulmusik „Auszeichnung für Stiltreue“. Den Preis für die dritte Runde (Improvisation) erspielte sich Martin Rixen von der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Ein Gesamtpreis für alle drei Runden, die vom 22. bis 24. April 2010 an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar stattfanden, wurde – wie schon beim letzten „Schupra“-Wettbewerb – nicht vergeben.

Beim Preisträgerkonzert am Sonntag, 25. April im Saal Am Palais in Weimar waren gleich 9 der insgesamt 16 angehenden Musiklehrerinnen und -lehrer zu hören: Aufgrund der Vielzahl einzelner Spitzenleistungen hatte sich die Jury gemeinsam mit der Braunschweiger Klaviermanufaktur GROTRIAN-STEINWEG, die den Wettbewerb maßgeblich unterstützt, zur Vergabe einer Reihe zusätzlicher Preise entschlossen. So erhielt den Sonderpreis des Verbandes Deutscher Schulmusiker und der Initiative „Play Fair!“ für eine besonders kreative Eigenkomposition Patrick Heil von der Hochschule für Musik Freiburg. Den Publikumspreis, gestiftet von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, sowie den Sonderpreis für die stilgetreue Begleitung des Soultitels „Nightshift“ erspielte sich Niels Schröder von der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Weitere Sonderpreise gingen an Peter Schleicher von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart für die Improvisation einer barocken Fuge und an Gregor Wohak – ebenfalls aus Stuttgart – für eine originelle Boogie-Woogie-Improvisation über ein gegebenes Tonmaterial. Andreas Kuch von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar erspielte sich den Sonderpreis für die improvisatorische Interpretation einer eigenen Textvorlage und Tobias Rößler (Hochschule für Musik Saar) erhielt den Sonderpreis für die überzeugende Darbietung des eigenen Songs „Lied ohne Sinn“.

Veranstaltet wird der „Schupra-Wettbewerb“ von der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) und der renommierten Braunschweiger Klaviermanufaktur GROTRIAN-STEINWEG. Der nächste Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel findet in zwei Jahren in Weimar statt.

 

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Die kommunalen Kassen sind leer. Was liegt da näher als an den Musikschulen zu sparen, die ohnehin als freiwillige Leistung angesehen werden. Für die Musikschulen als elementarem Bestandteil des kulturellen Lebens in unseren Städten und Gemeinden - dafür streiten Winfried Richter (VdM) und Stefan Gretsch (ver.di). Moderation: Andreas Kolb (nmz)
Das Gespräch wurde von nmzMeida anlässlich der Frankfurter Musikmesse 2010 aufgezeichnet.

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„Musikalische Bildung von Anfang an“ – unter diesem Fachkongresstitel stellte der Verband deutscher Musikschulen (VdM) am vergangenen Wochenende in Aschaffenburg seinen „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ der Öffentlichkeit vor. In dem neuen Bildungsplan, der zum Sommer 2010 erscheint, wurden unter Mitwirkung zahlreicher ausgewiesener Expertinnen und Experten aus der Elementaren Musikpädagogik Grundsätze und Leitlinien für die musikalischen Bildungsangebote für Kinder von der Geburt bis ins Grundschulalter formuliert. Der Bildungsplan wird die künftige Arbeit der Musikschulen in Eltern-Kind-Gruppen, mit Kindern im Kindergartenalter und im Grundschulalter prägen. Kooperationen mit Kindertagesstätten und Grundschulen sowie die Offenheit für alle Kinder und Familien unabhängig von ihrem sprachlichen und kulturellen Hintergrund spielen dabei eine herausragende Rolle.

Die Arbeit der Musikschulen zu sichern und mit musikalischer Bildung in die Zukunft der nachwachsenden Generation zu investieren sei eine „freiwillige Pflichtaufgabe“ der Kommunen, sagte Oberbürgermeister Klaus Herzog bei seiner Begrüßung der rund 150 Fachbesucher in Aschaffenburg, deren Musikschule als älteste Musikschule Deutschlands dieses Jahr ihr 200-jähriges Gründungsjubiläum feiert.
Die Bedeutung von Musik für die Persönlichkeitsentwicklung und -entfaltung des ganzen Menschen hob Martin Thomé in seinem Grußwort für das Bundesbildungsministerium hervor, mit dessen Unterstützung das VdM-Projekt „Musikalische Bildung von Anfang an“ und damit auch die Entwicklung des VdM-Bildungsplans durchgeführt wurde.

Elfriede Ohrnberger, Abteilungsleiterin im Bayerischen Kultusministerium betonte, wie wichtig es sei, die musisch-ästhetische Erziehung verstärkt im Kindergarten und in der Grundschule zu beginnen. Das Interesse an starken Musikschulen als Partner und Träger eines umfassenden Bildungsverständnisses sei dabei groß. Dies decke sich auch mit der Position von Kultusminister Ludwig Spaenle als derzeitigem Präsidenten der Kultusministerkonferenz.

VdM-Bundesvorstandsmitglied Michael Kobold forderte, die Kongruenz zwischen dem VdM-Bildungsplan und den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder herzustellen, „in denen Musik bisher nicht immer den ihr zukommenden Stellenwert hat und in denen der Beitrag, den die Elementare Musikpraxis für frühkindliche Bildungsprozesse leisten kann, nicht immer hinreichend erkannt und berücksichtigt wird“.

Offen für dieses Anliegen zeigten sich Eva Reichert-Garschhammer, stellvertretende Leiterin des Bayerischen Staatsinstituts für Frühpädagogik, und weitere Mitautoren von Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder bei der Kurzvorstellung der Pläne und in einem Podiumsgespräch, das von BR5 und nmzMedia für die Sendung “Taktlos spezial“ aufgezeichnet wurde. Die Anschlussfähigkeit wurde auch von den Referentinnen und Referenten herausgestellt, die die einzelnen Bereiche des VdM-Bildungsplans vorstellten, allen voran Michael Dartsch, Projektleiter des VdM-Projektes „Musikalische Bildung von Anfang an“ und Professor für Elementare Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Saar.

Eine Kongressdokumentation wird zusammen mit dem VdM-Bildungsplan im Juli 2010 vorliegen.

 

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Das Rennen um den junge ohren preis 2010 beginnt. Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich – neu ist die experimentelle Sparte „LabOhr“. Erstmals erfolgt die Bewerbung im Online-Verfahren. Der Wettbewerb richtet sich an professionelle Projekte der Musikvermittlung im gesamten deutschsprachigen Raum. Medienpartner des junge ohren preis ist Deutschlandradio Kultur.

Bewerbungen für den junge ohren preis (jop!) 2010 können ab sofort eingereicht werden. Der jop! wird in drei Sparten vergeben. Neben „Best Practice“ und „Musik & Medien“ lädt die neue Kategorie „LabOhr“ experimentelle Projekte zur Bewerbung ein, die auf phantasievolle Weise junge Ohren für die Welt der Klänge und Geräusche begeistern und dafür innovative Formate und Ansätze entwickeln.

In diesem Jahr findet das Bewerbungsverfahren zum ersten Mal online statt. Bis zum 15. September 2010 läuft die Bewerbungsfrist. Die Preisträger werden am 18. November 2010 beim Bayerischen Rundfunk in München bekanntgegeben und wie im Vorjahr finden an diesem Tag Präsentationen der nominierten Projekte statt. Auch der folgende Tag steht mit einem Symposium ganz im Zeichen der „jungen Ohren“ und bringt Experten und Praktiker sowie Schüler in einen lebendigen Austausch.

Im vergangenen Jahr erlebte der junge ohren preis einen regelrechten Ansturm. Rund 120 Kandidaten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den Benelux-Ländern hatten sich beworben. In einer festlichen Preisverleihung, die ein internationales Fachpublikum aus Musikbetrieb, Wirtschaft und Kulturpolitik ins Kölner WDR Funkhaus führte, wurden die Gewinner im Dezember 2009 bekanntgegeben.

Ehemalige Preisträger des jop! sind inzwischen auf verschiedensten Podien gefragt: so wurde das Schweizer Projekt „Windrose“ (jop 2007) in Hamburg adaptiert, die Schurken präsentieren ihren Musikkrimi „Kommissarin Flunke“ (jop 2008) u. a. in der Philharmonie Essen sowie der Elbphilharmonie und die Luxemburgische Botschaft fördert eine Tournee des Traffik Theaters Luxemburg mit „Wanja“ (jop 2009).

Die Kategorien:

„Best Practice“
ist die Kategorie für Projekte im Bereich konzertbezogener Musikvermittlung, die sich an Kinder und Jugendliche als Publikum richten und die einen kreativen und innovativen Beitrag zum Musikleben leisten.

Musik & Medien“
Für Projekte, die durch den kreativen Einsatz audiovisueller Medien oder Internet das Spektrum von musikalischen Angeboten für Kinder und Jugendliche über den Konzertbereich hinaus erweitern.

NEU: „LabOhr“
Die experimentelle Kategorie regt dazu an, Hören als kulturelle Praxis künstlerisch zu erforschen. Gesucht sind kreative Formate und Ansätze, die neue Dimensionen der musikalisch-auditiven Umwelt vermitteln.

Die Online-Bewerbung sowie detaillierte Informationen zu den einzelnen Kategorien, der Fachjury und bisherigen Preisträgern stehen im Internet bereit unter http://www.jungeohren.de/jop

 

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„Musikalische Bildung von Anfang an“ ist das Thema des Fachkongresses, den der Verband deutscher Musikschulen (VdM) mit Unterstützung des Bundesbildungsministeriums, des Bayerischen Kultusministeriums und der Stadt Aschaffenburg, deren Musikschule ihr 200-jähriges Jubiläum feiert, am 16./17. April 2010 in der Stadthalle Aschaffenburg veranstaltet.
Im Mittelpunkt stehen dabei die musikalischen Bildungsangebote für die Jüngsten, vom frühesten Lebensalter in Eltern-Kind-Gruppen über Kooperationen mit Kindertagesstätten und Musikalische Früherziehung für Kinder im Vorschulalter bis hin zur Musikalischen Grundausbildung und weiteren Angeboten für Kinder im Grundschulalter.

„Musik fördert die Entwicklung eigener Wahrnehmung und Urteilskraft. Sie ist unverzichtbar im Rahmen von kultureller Bildung und damit für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen“, sagt der Bayerische Kultusminister und Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle, der den Fachkongress eröffnen wird.
Klaus Herzog, Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg ist sich der Bedeutung musikalischer Ausbildung bewusst: „Musikalische Bildung ist eine wertvolle Investition in die Zukunft der nachwachsenden Generation. Wir freuen uns deshalb besonders, im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums unserer Musikschule, diesen Bildungskongress ausrichten zu dürfen“.

Zur Herausgabe des „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ und zum Abschluss des vom Bundesbildungsministerium geförderten VdM-Projektes „Musikalische Bildung von Anfang an“ werden namhafte Wissenschaftler und Experten die wichtigsten Projektergebnisse und neueste Erkenntnisse zu diesem Fachthema vorstellen. Ebenso werden Mitautorinnen von Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder diese und den Stellenwert musikalischer Bildung darin darstellen.

Der VdM-Vorsitzende Winfried Richter: „Die öffentlichen Musikschulen stehen in der kommunalen Bildungslandschaft vor neuen Aufgaben. Durch zunehmende Ganztagsbetreuung und Ganztagsunterricht wächst die Bedeutung der Kooperationen von Musikschulen mit Kindertagesstätten und Grundschulen. Gleichzeitig ist dies auch die Chance, allen Kindern eines Jahrgangs den Zugang zum Musizieren zu ermöglichen – unabhängig von ihren familiären, sozialen oder finanziellen Voraussetzungen.“

Fachbesucher aus Musikschulen, Kindertagesstätten, Grundschulen und anderen Bereichen der frühkindlichen Bildung sind eingeladen, den neuen „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ kennen zu lernen und über Wechselwirkungen mit den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder, die Bedeutung von Musik für Bildungsprozesse in der Kita und weitere sich anschließende Fragen zu diskutieren.
VdM-Fachkongress „Musikalische Bildung von Anfang an“
von Freitag, 16. April, 14.00 Uhr, bis Samstag, 17. April 2010, 13.00 Uhr
In der Stadthalle am Schloss, Schlossplatz 1, 63739 Aschaffenburg

Information und Anmeldung:
Verband deutscher Musikschulen, Stephan Schmitz, Tel. 0228/95706-22,
Email schmitz@musikschulen.de, www.musikschulen.de.
Die Tagungsgebühr beträgt 29,00 Euro pro Person.

Das Kongressprogramm ist veröffentlicht unter www.musikschulen.de/medien/doks/veranstaltungen/Programmflyer_Fachkongress_2010.pdf

 

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Die Hochschule für Musik und Theater München bietet ab dem Wintersemester 2010/11 einen zweijährigen Masterstudiengang für Kultur- und Musikmanagement an. Zielgruppe der Vollzeitausbildung sind Absolventen unterschiedlichster Fächer, die eine – leitende – Funktion in einer Kulturinstitution anstreben oder im Kulturbereich selbstständig unter-nehmerisch tätig werden wollen. Besonderes Gewicht im Studiengang haben Institutionen und Unternehmen der Musik- und Theaterbranche. Thematische Schwerpunkte sind kulturelles Unternehmertum (Cultural Entrepreneurship), Unternehmensführung (Leadership) sowie die Vermittlung von Kultur und Musik. Geleitet wird der Studiengang von Prof. Maurice Lausberg, Geschäftsführer der actori GmbH, und Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats. Durch Kooperationsprojekte mit zahlreichen Münchner Kultureinrichtungen und die Verpflichtung hochkarätiger Dozenten aus Kultur und Wirtschaft ist ein enger Praxisbezug gewährleistet. Die Studierenden können so schon während des Studiums wichtige Kontakte knüpfen.

Der Studiengang vermittelt den angehenden Kulturmanagern Inhalte aus dem Bereich der Kulturwissenschaften und -politik, betriebswirtschaftliche Grundlagen und Management Skills, Marketing- und Finanzierungsstrategien sowie die notwendigen Rechtsgrundlagen. In Praxismodulen wie dem »Cultural Entrepreneurship Lab«, einem Versuchslabor für kulturelle Geschäftsideen, oder der »Music Management Company«, einer firmenähnlichen Teamkonstellation, in der die Studenten im Auftrag der Hochschule und interessierter externer Kulturinstitutionen Projekte in den Bereichen Künstlermanagement, Veranstaltungsmanagement, Beratung und Vermarktung bearbeiten, wird die spätere Kulturmanagement-Praxis realitätsnah geübt. Ein Pflichtpraktikum und Vortragsreihen mit Kulturmanagern aus der Praxis ergänzen die Ausbildung.

Mit der Einrichtung des Instituts für Kulturmanagement am Hochschulstandort Gasteig – einem Zentrum kulturellen Lebens in München – ermöglicht die Hochschule für Musik und Theater München den künftigen Kulturmanagern beste Ausbildungsvoraussetzungen. Die Landeshauptstadt München bietet darüber hinaus mit ihrer Vielzahl an international renommierten Kulturinstitutionen und -unternehmen hervorragende Arbeitsmöglichkeiten für angehende Kulturmanager.

Ausführliche Informationen zum Studiengang und zur Bewerbung stehen ab sofort auf der Homepage zur Verfügung (www.kulturmanagement-muenchen.de).

Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2010.

 

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Die Körber-Stiftung lädt ab Herbst 2010 eine kleine Gruppe junger Musikvermittler/innen zu einem einjährigen Reisestipendium quer durch Europa ein. Sie erhalten die Chance, durch persönliche Begegnungen und Projektarbeit mit herausragenden Persönlichkeiten - Solisten, Dirigenten, Schallplatten- und Medienvertretern, Vertretern aus Theater und Bildender Kunst, sowie Kulturpolitikern, Soziologen, Stadtplanern, Architekten, Mäzenen oder kulturfördernden Unternehmern etc. – die eigene Persönlichkeit und vernetztes Denken weiter zu entwickeln.
Die Ankündigung des neuen Projekts beim Symposium THE ART OF MUSIC EDCATTION im Februar 2010 stieß auf großes Interesse.

Ziel der Masterclass on Music Education ist,
• künftige Leitungspersönlichkeiten im Bereich Musikvermittlung zu identifizieren und zu fördern,
• Musikvermittlung insbesondere für Erwachsene in Bereiche wie Friend- und Fundraising weiterzudenken,
• für Musikvermittlung einen höheren Stellenwert im Bewusstsein künstlerischer Ausbildungsinstitutionen und in der Konzertszene zu schaffen,
• zu zeigen, dass auch für Musikvermittlung besondere Begabungen erforderlich ist, und Hochschulen zu ermutigen, im Rahmen der künstlerischen Ausbildung aktiv nach besonders begabten Musikvermittler-Persönlichkeiten zu suchen.

Die Ausbildungseinheiten werden in der Regel als Wochenendseminare abgehalten. Am Schluss soll ein eigenständig konzipiertes und moderiertes Education-Projekt im Rahmen eines renommierten Musikfestivals oder an einem Konzerthaus/Orchester stehen.

Auswahl der Teilnehmer
Voraussetzung zur Teilnahme ist ein Masterabschluss in Musik, Musikwissenschaft, Kulturwissenschaft oder Kulturmanagement. Nach einem schriftlichen Bewerbungsverfahren werden 15 bis 20 Teilnehmer Anfang Juli zu einem zweitätigen Workshop eingeladen. Dort werden sechs Stipendiaten für den berufsbegleitenden Ausbildungsgang ausgewählt.
Ausschlaggebend sind Sprachvermögen (mindestens deutsch/englisch), Kreativität, Präsentations- und Fachkompetenz, die Fähigkeit zum vernetzten (Quer-)Denken, Kenntnisse und Einschätzungsvermögen im Bezug auf andere Kunstsparten, sowie soziale Kompetenzen und Überzeugungskraft der Gesamtpersönlichkeit.

Termine
Bewerbungsschluss: 31. Mai 2010, Auswahlworkshop: 2./3. Juli

Weitere Informationen ab 22. April unter der Internetadresse: http://www.koerber-stiftung.de

Hintergrund-Informationen
Die Erfahrungen aus den von Elbphilharmonie und Körber-Stiftung veranstalteten internationalen Symposien THE ART OF MUSIC EDUCATION 2008 und 2010 haben gezeigt, dass die Aufbereitung und Präsentation musikalischer Inhalte - auch für die Zielgruppe Erwachsene - ein immer bedeutenderer Faktor für den Erfolg von Musikinstitutionen sein wird. Musikvermittlung hat als Tätigkeitsfeld für Musiker, Musik- oder Kulturwissenschaftler sowie Kulturmanager mit entsprechendem Hintergrund eine Zukunft.
Mittlerweile haben Musikhochschulen dieses Defizit erkannt und bieten Studiengänge im Bereich Musikvermittlung an.
Allen derzeitigen Ausbildungsangeboten fehlt jedoch eine gezielte Suche nach und Ausrichtung auf besondere Begabungen und herausragende Persönlichkeiten. Denn neben der fachlichen, in einem Studium erwerbbaren Qualifikation kommt es im Konzertleben der Mediengesellschaft in besonderer Weise auch auf die Persönlichkeit der Vermittlerfigur an, und auf ihre Fähigkeit, Begeisterung zu wecken. Es ist deshalb sinnvoll, die Ausbildung von Musikvermittlern analog zur künstlerischen Ausbildung mit einem Elitegedanken zu verbinden und gezielt herausragende Begabungen zu suchen und zu fördern.
An dieser Stelle setzt die » Masterclass on Music Education« an: Wo individuelle Begabung an den Hochschulen zu geringen Raum finden kann, konzentriert sich die Masterclass besonders auf die Entwicklung der Einzel-Persönlichkeiten.

 

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Die städtische Musikschule Monheim hat das bundesweit einmalige Projekt „Musikschule für alle!“ gestartet. Seit dem Schuljahr 2006/2007 erteilen Lehrkräfte der Musikschule allen rund 400 Schülern der ersten Klasse einmal wöchentlich kostenlosen Unterricht, eine Kombination aus musikalischer Grundausbildung und Instrumenten-Karussell. Für Kinder ab dem zweiten Schuljahr wird an allen Grundschulen Instrumentalunterricht angeboten.

Ein neuer Beitrag von nmzMedia stellt das Erfolgsprojekt vor.

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Musizieren fördert neben den musikalischen vor allem auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Geduld und Kreativität. Projekte und Einrichtungen, die Kindern und Jugendlichen Musik und Musikmachen nahebringen, verdienen daher besondere Förderung. Die Kleinsten schon früh mit dem Musizieren vertraut zu machen, ist ein erklärtes Ziel des Musikkindergartens Berlin, der von Daniel Barenboim gegründet wurde und gemeinhin als Best-Practice-Beispiel gilt. Im Rahmen eines besonderen Projekts fördert die GEMA-Stiftung nun diesen Musikkindergarten. Die Zusammenarbeit besiegelten der GEMA-Vorstandsvorsitzende Dr. Harald Heker und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim bei einem Treffen in der Berliner Staatsoper.

Die Unterstützung durch die GEMA-Stiftung erschöpft sich dabei nicht in finanziellen Fördermitteln: Im Rahmen eines Kooperationsprojekts werden einmal pro Monat Textdichter und Komponisten, die Mitglieder der GEMA sind, gemeinsam mit Kindern des Musikkindergartens Berlin Musik machen, begreifen und spielerisch erfahren.

Dr. Harald Heker: „Gerade in einer Zeit, in der der Wert geistigen Eigentums in unserer Gesellschaft vielen nicht mehr bewusst ist, sind Projekte und Initiativen wichtig, die Kindern und Jugendlichen Musik und vor allem auch das Musizieren und Komponieren selbst nahebringen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern fördern wir daher gern das engagierte Anliegen des Musikkindergartens Berlin.“

Daniel Barenboim: „Ich freue mich, dass die GEMA-Stiftung uns von nun an in unserem Engagement unterstützt, Kinder schon in einem sehr frühen Stadium ihres Lebens Musik als natürlichen, aber auch wertvollen Bestandteil ihres Alltags erfahren zu lassen. Dass die Kinder nun immer wieder mit heutigen Komponisten das Entstehen von Musik erfahren und damit zeitgenössische Musik erleben können, begrüße ich ganz besonders.“

Über die GEMA-Stiftung:
Die GEMA-Stiftung (gegründet 1976) ist eine als mildtätig und gemeinnützig anerkannte öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts. Zu den Schwerpunkten der Tätigkeit gehört die Unterstützung und Förderung zeitgenössischer Komponisten und Textautoren in allen Musikbereichen durch die Vergabe zweckgebundener Stiftungsmittel. Das Stiftungsvermögen ist erwachsen aus Vermächtnissen und Zustiftungen von Musikurhebern. Über die Vergabe entscheidet der Beirat in zwei Sitzungen pro Jahr.

Über den Musikkindergarten Berlin:
Zusätzlich zu einer fundierten, möglichst kreativen, ganzheitlichen, bunten und ästhetischen Grundausrichtung wird im Musikkindergarten Berlin ein besonderer Schwerpunkt auf die Vermittlung von Musik als Schlüssel für alle Lebens- und Bildungsbereiche gelegt. Die ersten Kontakte mit Musikinstrumenten, die spielerische Schulung des Gehörs, des Rhythmusgefühls wie auch von Motorik in Form von Bewegung und Tanz, das Singen sind auch immer Elemente der musischen Vermittlung in alle in einem Kindergarten abzudeckende Bildungsbereiche und fließen als fester Bestandteil in den ganz normalen Tagesablauf der Kinder ein.

Unterstützt werden die fachlich besonders geschulten Erzieher und Erzieherinnen hierbei insbesondere durch regelmäßige Besuche Daniel Barenboims und von Musikern der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchores, die als Berufsmusiker ihre Leidenschaft und ihr Können weitergeben.

 

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Das Kompositionsprojekt der UdK Berlin QuerKlang geht nun schon in die vierte Runde, und die Uraufführungen der Kompositionen im Rahmen des MaerzMusik-Festivals für aktuelle Musik | Berliner Festspiele haben sich zu einem kleinen Highlight des Festivals entwickelt. Auch in diesem Jahr darf man wieder auf die Ergebnisse gespannt sein, die in zwei Konzerten, im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin und im Haus der Kulturen der Welt präsentiert werden.

Querklang ist ein Projekt der Universität der Künste Berlin/KLANGZEITORT, Kulturkontakte e.V., K&K Kulturmanagement & Kommunikation und MaerzMusik | Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit SchülerInnen und LehrerInnen an Berliner Schulen sowie KomponistInnen und MusikerInnen. Das Projekt füllt eine Lücke im konventionellen Musikunterricht. Anstatt sich nur passiv mit Musik auseinanderzusetzen, komponieren Schüler zeitgenössische Stücke im Klassenverbund und führen diese selbst auf. Das Konzept von QuerKlang erlaubt es, dass die Schüler hierfür keine musikalische Vorbildung brauchen.

Begleitet und angeleitet von professionellen Komponisten sowie Musikstudierenden der UdK Berlin entstehen experimentelle Stücke, die – je nach ästhetischer Entscheidung der jeweiligen Klasse – zum Teil völlig ohne traditionelle Instrumente auskommen. Gieskannen, Fahrräder, Zeitungspapier, Megafone kein Gegenstand ist vor den jungen Klangforschern sicher. Geprägt durch den unterschiedlichen musikalischen Hintergrund der Schüler entstehen Stücke, die durch ihre Vielschichtigkeit überraschen und mit großem Ernst und Eifer entwickelt und uraufgeführt werden.

Projektleitung: Daniel Ott, Komponist, Hans Schneider, Musikpädagoge, Kerstin Wiehe, Kulturmanagerin
Assistenz: Iris ter Shiphorst, Komponistin, Stefan Roszak, Musikpädagoge, Almut Heidelberger, Kunstpädagogin

23. März 2010, 18 Uhr
Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin
Uraufführungen der Kompositionen der Evangelischen Schule Berlin Mitte und des Johann-Gottfried-Herder Gymnasium Lichtenberg begleitet durch die Komponisten Héctor Moro und Leah Muir

28.3.2010, 18 Uhr
Haus der Kulturen der Welt
Uraufführungen der Evangelischen Schule Berlin Zentrum und der Neumark-Grundschule Schöneberg begleitet durch die Komponisten Ana Maria Rodriguez und Robin Hayward

 

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Derzeit appellieren Musikschaffende und Musikpolitiker verstärkt an Verantwortliche, die Musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen zu fördern und Bildungsangebote zu erhalten und auszubauen. So haben der Präsident des Deutschen Musikrates, Prof. Martin Maria Krüger, und die Vorsitzende der Konferenz der Landesmusikräte, Dr. Ulrike Liedtke, am vergangenen Freitag, 05. März 2010 dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz (KMK), Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, das Papier „Kinder brauchen Musik“ überreicht, das Forderungen an die KMK zum Erhalt des Faches Musik stellt. Darüber hinaus setzen sich die Chefdirigenten und Intendanten der Berliner Orchester mit einem offenen Brief an Bildungssenator Prof. Dr. Jürgen Zöllner für den Erhalt des Schulfaches Musik in allen Klassenstufen ein.

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Seit Jahren gibt es bundesweit eklatante Versäumnisse beim Musikunterricht an allgemein bildenden Schulen und Musikschulen. Der offene Brief der Berliner Chefdirigenten und Intendanten an Bildungssenator Zöllner unterstreicht einmal, dass Musik kein Orchideenfach ist. Die Kulturmetropole und Hauptstadt Berlin nimmt leider einen Spitzenplatz auf der bundesweiten Versäumnisliste ein. Die Vorschläge des Landesmusikrates Berlin für einen Masterplan ‚Musikalische Bildung Berlin’ können im Verbund mit dem Forderungspapier des Deutschen Musikrates und der Konferenz der Landesmusikräte ‚Kinder brauchen Musik’ eine gute Ausgangsbasis für eine nachhaltige Verbesserung dieser Situation sein. Das beeindruckende bundesweite Engagement vieler Orchester mit Sonderprogrammen für die Musikalische Bildung wird auf Dauer als ergänzende Maßnahme nur fruchten können, wenn der Staat seiner Verantwortung für den Bereich der Musikalischen Bildung in Kindergarten, Schule und Musikschule nachkommt. Ziel muss es gemäß des 2. Berliner Appells des Deutschen Musikrates sein, jedem Kind gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft einen kontinuierlichen und qualifizierten Zugang zur Musikalischen Bildung zu ermöglichten

Hierzu Prof. Wolfgang Gönnenwein, Präsident des Landesmusikrates Baden-Württemberg: „Die Musikalische Bildung trägt wesentlich zur Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen bei. Gerade im Grundschulalter werden wichtige Weichen für die Weiterentwicklung der Schülerinnen und Schüler gelegt, die durch eine zunehmende Kürzung von Unterrichtsangeboten und Reduzierung von qualifizierten Fachlehrern nicht in die falsche Richtung gehen dürfen. Gemeinsames Musizieren fördert das Sozialverhalten und ist so ein wichtiger Mosaikstein, der zur Charakterentwicklung und Menschwerdung der Kinder mit beiträgt. Nur ein Bildungskonzept, das auf Kontinuität und Qualität beruht, wird die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen positiv beeinflussen. Der Landesmusikrat Baden-Württemberg setzt sich daher intensiv gegen die Realisierung eines isolierten Studienbereiches ‚Ästhetische Bildung’ ein“.

 

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Zu der aktuellen Diskussion um die Musikalische Bildung in Berlin äußert sich Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrats Berlin, wie folgt:

"Der Brandbrief der Berliner Chefdirigenten und Intendanten macht einmal mehr die desaströse Lage der Musikalischen Bildung in Berlin deutlich. Ich fordere den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit auf, dieses Thema endlich zur Chefsache zu erklären, damit möglichst rasch jedem Kind, gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft, der Zugang zur Musikalischen Bildung ermöglicht wird.

Gerade in jungen Jahren – wie im Kindergarten, der Musikschule und der Grundschule – ist die Musikalische Bildung besonders prägend für die Persönlichkeitsentwicklung. Zudem ist die Schule der einzige Ort, wo wir wirklich alle Kinder und Jugendlichen erreichen. Deshalb muss ein zweistündiger Musikunterricht für alle Schularten und Jahrgangsstufen verpflichtend zum Fächerkanon gehören. Musik muss wieder Hauptfach werden – im Denken und Handeln aller Entscheidungsträger.

Ich fordere Bildungssenator Zöllner auf – wie bereits vom Landesmusikrat Berlin vorgeschlagen –, einen Runden Tisch zur Musikalischen Bildung einzuberufen."

Der Deutsche Musikrat und die Konferenz der Landesmusikräte haben am vergangenen Freitag dem Präsidenten der Kultusministerkonferenz, Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, das Papier „Kinder brauchen Musik“ überreicht, das Forderungen an die KMK zum Erhalt des Faches Musik stellt.

 

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