Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) ruft alle musikinteressierten und musikalisch versierten Jugendlichen im Freistaat ab 15 Jahren auf, sich für die Musikmentorenausbildung in der Landesmusikakademie Sondershausen anzumelden. Anmeldefrist ist der 20. September 2008.
Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler mit guten Leistungen im Musikunterricht sowie in Chor- oder Instrumentalgruppen. Die Mentorenausbildung soll musikpädagogische Begabungen fördern und Impulse für die Wahl eines musikpädagogischen Berufes bzw. für das Engagement in der musikalischen Jugendarbeit in Schulen und Vereinen geben. So sollen die Schüler Chöre und Vokalgruppen musikalisch betreuen sowie Register-, Chor- und Ensembleproben leiten können. Dazu gehören auch Planung und Durchführung von Konzertreisen und Auftritten. Die erstmals im Schuljahr 2008/2009 beginnende Ausbildung umfasst vier Arbeitseinheiten: Musikpraxis, Musikpädagogik, Veranstaltungstechnik und Management. Zunächst wird mit der Ausbildung im vokalen Bereich begonnen. Zum Abschluss vergibt die Landesmusikakademie ein Zertifikat. Die kostenlose Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Chorjugend des Thüringer Sängerbundes und dem Thüringer Landesverband deutscher Schulmusiker.
Kultusminister Müller freut sich auf viele Anmeldungen: „Thüringen ist ein Land der Musik. Neben der Förderung der Landesverbände, der Festivals der ‚alten’ und ‚neuen’ Musik sowie der Laien- und Kirchenmusik liegt ein besonderes Augenmerk auf der Unterstützung des künstlerischen Nachwuchses. Genauso wichtig wie die Förderung von musikalisch hochbegabten Kindern und Jugendlichen ist auch die Nachwuchsförderung in den vielen Vereinen und Musikensembles. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei auch die Musikmentorenausbildung der Landesmusikakademie Sondershausen. Allen teilnehmenden Musikbegeisterten wünsche ich viel Spaß.“
Im Mai 2008 hat das Thüringer Kultusministerium die Anschaffung von zwei Konzertflügeln für die Landesmusikakademie Sondershausen mit 35.000 Euro gefördert. Mit den beiden Instrumenten verfügt die Akademie in allen Unterrichtsräumen über einen Flügel. Insbesondere im Achteckhaus war für Proben und Konzerte der Akademie, die Sommerkonzerte des Loh-Orchesters und Rundfunkaufnahmen ein hochwertiger Flügel erforderlich. Die Gesamtanschaffungskosten für die beiden Instrumente belaufen sich auf rund 42.000 Euro. In diesem Jahr erhält die Akademie eine Landesförderung in Höhe von 95.000 Euro, 2009 sind es 150.000 Euro. Weitere Informationen sind im Internet unter www.landesmusikakademie-sondershausen.de zu finden.
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Von Museumsmäusen bis Modern Times, von Lessing bis Ringelnatz und von Brasilien bis Rügen: MIXED UP gilt auch im diesjährigen Durchlauf des gleichnamigen Wettbewerbs als Kredo der zahlreichen Kooperationsteams, die sich bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) um einen der Anerkennungspreise bewerben.
Unter der Schirmherrschaft der Bundesjugendministerin Ursula von der Leyen vergibt die BKJ auch in diesem Jahr wieder insgesamt vier Kulturpreise im Wert von je 2.500 Euro an Träger und Einrichtungen der Kulturellen Bildung, die sich durch ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit allgemein bildenden Schulen auszeichnen. Über 150 Bewerber/innen sind dem Aufruf der BKJ gefolgt und bereiteten ihre Konzepte und Projektdokumentationen für den Wettbewerb auf.
Für die Fachjury gilt es nun, diejenigen Beiträge zu Gewinnern zu küren, die durch Innovationen und Ideenvielfalt in ihren Bildungsangeboten neue Maßstäbe in der bundesweiten Kooperationspraxis zwischen Kultur und Schule setzen. „Beeindruckend in diesem Jahr ist vor allem die hohe Qualität in der breiten Masse der Bewerbungen“, so die Wettbewerbskoordinatorin Viola Kelb. „Wo es vor drei Jahren noch galt, wenige gelungene Kooperationen als modellhafte Praxis zu präsentieren, erfüllt heute ein großer Teil der Wettbewerbsbeiträge die maßgeblichen Qualitätsstandards“. Dabei sind große Theater- und Opernhäuser bundesweit ebenso aktiv wie Stadtteilinitiativen, lokale Vereine und freischaffende Künstlerinnen und Künstler. Im Verbund mit den Schulen ihres lokalen Umfeldes schaffen sie umfassende Bildungsangebote für die Kinder und Jugendlichen ihrer Region.
Kein Zweifel also: Die Allianz zwischen Kultur und Schule funktioniert! Für die BKJ als Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung in Deutschland heißt es nun, den folgerichtigen nächsten Schritt in Richtung „Kunst und Kultur für alle Kinder und Jugendlichen“ zu beschreiten. Erstmals wird sie deshalb einen der vier MIXED UP-Preise als Sonderpreis „KulturSchule“ an ein Kooperationsteam vergeben, das sich auf den Weg gemacht hat, mittels Kunst und Kultur neue Wege in der Schulentwicklung zu gehen und ein kulturelles Schulprofil zu realisieren. Denn der Weg zu einer neuen Lehr- und Lernkultur und damit zur konsequenten Realisierung umfassender Bildungskonzepte erfordert Neuerungen, die die gesamte Schulkultur und -struktur betreffen.
Die Preisverleihung zum Wettbewerb MIXED UP wird am 22. Oktober 2008 im Rahmen eines Fachtages in Berlin stattfinden. Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird den Gewinnern die Preise in feierlichem Rahmen überreichen.
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Obwohl Träger und Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung schon immer beliebte Partner für Schulen waren, erfährt die Rolle Kultureller Bildung aktuell eine neue Aufmerksamkeit. Sie wird zunehmend als Teil einer ganzheitlichen Allgemeinbildung anerkannt. Erkannt wurde, dass Kulturelle Bildung in der Angebotspalette der Schule gestärkt werden muss. Und durchgesetzt hat sich inzwischen auch die Erkenntnis, dass die Schule entsprechende bildungsreformerische Forderungen nicht allein umsetzen kann.
Im Rahmen des im März 2007 abgeschlossenen BKJ-Modellprojekts wurden mittels eines Wettbewerbs MIXED UP! konkrete Projektbeispiele für gelungene Kooperationen gesucht und ausgezeichnet. Sie sollen
- Modell dafür stehen, wie Schulen und kulturelle Partner nachhaltig
gut zusammenarbeiten können;
- beispielhaft sein für ein ganzheitliches Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche, das künstlerisch und kulturell ausgerichtet ist;
- zur Vielfalt von Bildungsorten und Bildungssituationen beitragen;
- innovative künstlerische Lern- und Lehrformen beinhalten und fördern;
- die Partizipation von Kindern und Jugendlichen fördern, individuelle Förderung ermöglichen oder zur sozialen Integration und zu Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen beitragen.
Die Publikation "MIXED UP - 25 Kooperationsprojekte zwischen Kultur und Schule" stellt neben den bis zum Jahr 2007 ausgezeichneten zwölf Preisträgern des Wettbewerbs dreizehn weitere Projekte aus der Wettbewerbsrunde des Jahres 2007 vor. 25 Projekte können keine repräsentative Auswahl sein. Dafür ist die Vielfalt der Kooperationen zu groß. Aber die im Folgenden vorgestellten Projekte vermitteln ganz sicher einen Eindruck von der Vielfalt der Kooperationsformen, der künstlerischen Inhalte und kulturellen Fragestellungen, der Themen und Methoden, der Schülerinnen und Schüler oder anderer beteiligter Teilnehmerinnen und Teilnehmer, der Alterstruktur und der Schul- und Einrichtungsformen, der zeitlichen und räumlichen Organisation, des Material- und Personaleinsatzes, der Zusammenarbeit zwischen außerschulischen Akteuren und Lehrkräften und der Vernetzungsmöglichkeiten. Gerade diese beeindruckende Vielfalt, die offen ist für Eigenarten, Zwischenräume und Innovation, könnte die Antwort sein, warum jede einzelne dieser Kooperationen als geglückt bezeichnet werden kann.
Bibliografische Angaben:
BKJ (Hrsg.): MIXED UP! - Kulturelle Bildung in der Schule. 25 Kooperationsprojekte zwischen Kultur und Schule. Text: Dr. Helle Becker. Remscheid 2007. 62 Seiten, ISBN: 978-3-924407-85-8. Preis: 5,00 Euro.
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Der Deutsche Musikrat veröffentlicht heute in einer DVD die Dokumentation zur Verleihung des Musikpreises 50+ und zum Kongress Es ist nie zu spät – Musizieren 50+.
Der erstmals vom Deutschen Musikrat und dem Hessischen Rundfunk, hr4, ausgeschriebene Musikpreis 50+ wurde in diesem Jahr von Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Christian Höppner, Juryvorsitzender des Musikpreises 50+ und Generalsekretär des Deutschen Musikrates, im Musikinstrumentenmuseum Berlin vergeben. Ausgezeichnet wurden herausragende Beispiele in den Bereichen Generationen-übergreifendes Arbeiten, Musikvermittlung 50+, Interkulturelles Musizieren, Musik in der Therapie und der Pflege und in der Sonderkategorie Musizieren 50+ im Laienensemble. Die Projekte der geehrten Ensembles und Initiativen zeigen auf beispielhafte Weise, welche bedeutende Rolle das Musizieren gerade im dritten und vierten Lebensalter spielen kann und sollen als Anreiz und gesamtgesellschaftliche Vorbilder für weitere Initiativen im Bereich des aktiven Musizierens im Alter dienen.
Auf der DVD äußert sich Ursula von der Leyen in einem Interview zur Bedeutung und zu den Rahmenbedingungen des Musizierens im Alter sowie zur Rolle der Musik in der Familie der Bundesministerin.
Neben der Dokumentation zur Verleihung des Musikpreises 50+ umfasst die DVD auch einen Film zum Kongress Es ist nie zu spät – Musizieren 50+, der 2007 vom Deutschen Musikrat unter Beteiligung des Landesmusikrates Rheinland-Pfalz, der Wiesbadener Musikakademie, dem Verband deutscher Musikschulen und der Deutschen Orchestervereinigung veranstaltet wurde. Der Film bietet Einblicke in den Kongress und in die Orchesterkurse mit Prof. Siegfried Köhler und Bernd Sallwey, in denen jugendliche und ältere Musiker gemeinsam musizierten. Überdies nehmen Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung, Kultur und Politik Stellung zu den Kongressthemen und -ergebnissen.
Der Festakt zur Verleihung des Musikpreises 50+ und der Kongress Es ist nie zu spät – Musizieren 50+ wurden von nmzMedia aufgezeichnet.
Die DVD kann gegen eine Schutzgebühr von 12,00 Euro/Stück über generalsekretariat@musikrat.de bestellt werden. Weitere Informationen zum Thema Musizieren 50+ unter http://www.es-ist-nie-zu-spaet.de
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"Kann man sich auch nach dem 15. Juli noch anmelden?" Diese Frage wurde Anne Jores vom Projektbüro "Der Schrei!" in den letzten Tagen ziemlich häufig gestellt. Deshalb wurde die Anmeldelfrist für das Musikprojekt "Der Schrei!" des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg bis Donnerstag, 31. Juli, verlängert. Grund für den Wunsch nach noch etwas mehr Bedenkzeit war der alljährliche Stress vor den Sommerferien:
Abschlussarbeiten, Projekttage und viele andere Dinge, die noch dringend im alten Schuljahr erledigt werden müssen, drängelten sich in den letzten Wochen vor Sommerferienbeginn und ließen wenig Raum für andere Überlegungen. Anmelden und informieren kann man sich im Internet unter http://www.der-schrei.com.
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Unter dem Namen „Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft“ (DMtG) sind seit dem 1. Juli 2008 der Berufsverband der Musiktherapeutinnen und Musiktherapeuten in Deutschland (BVM) sowie die Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie (DGMT) verschmolzen. Erste Vorstandsvorsitzende ist Beatrix Evers-Grewe (bisher DGMT), zweite Vorstandsvorsitzende ist Ilse Wolfram (bisher BVM).
Über die Zusammenführung war bereits Anfang April 2008 auf den jeweiligen Mitgliedsversammlungen der Verbände einstimmig abgestimmt worden. Vorausgegangen waren vier Jahre Verhandlungen und organisatorische Vorbereitungen, die auch von dem „Verein für Förderung der Nordoff/Robbins Musiktherapie“ unterstützt worden waren.
Mit der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft soll nach eigenen Angaben „ein Neubeginn“ gewagt werden. In einer Pressemitteilung verkündete der Vorstand: „Mit der Verschmelzung und Neugründung hat sich die musiktherapeutische Landschaft in Deutschland erneut verändert: neben dem neuen Verband gibt es noch vier Methodenverbände, die sich speziell für die Förderung der Musiktherapie nach Nordoff/Robbins, nach Orff, nach Schwabe und auf anthroposophischer Grundlage einsetzen.“
Der Sitz des neuen Verbandes wie auch die Geschäftsstelle ist in Berlin.
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Erstmals wird an der Hochschule für Musik und Theater Rostock eine Stiftungsprofessur vergeben. Sie geht an den Festspiel-Intendanten Dr. Sebastian Nordmann für das Fach Musikmanagement/Kulturmanagement. Am 14. Juli 2008 erfolgt die Ernennung im Schweriner Schloss durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Henry Tesch. Die Stifter sind die Deutsche Bank Stiftung, die Reederei Aida Cruises und die internationale Schiffbaugruppe Aker Yards Germany.
Bildungsminister Henry Tesch: "Dr. Nordmann gehört zu den Persönlichkeiten, die auf Grund ihrer Leistungen und ihrer Bedeutung im kulturellen und öffentlichen Leben prädestiniert sind, Fachperspektiven zu verbinden und übergreifende Einsichten zu entwickeln, die sich für die Studierenden der Rostocker Hochschule für ihre weitere Laufbahn als großer zusätzlicher Wert erweisen werden. Mit einer solchen Stiftungsprofessur wollen wir neue Akzente in Forschung und Lehre setzen, die der Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen noch stärker Rechnung tragen.“
Der Arbeitsmarkt für Musiker hat sich stark gewandelt. Die Bereiche Selbstmanagement und Karriereplanung für Musiker haben an Bedeutung gewonnen. Außerdem haben sich neue Tätigkeitsfelder für diesen Berufsstand eröffnet. „Der Absolvent soll sich nicht erst nach Studienabschluss die Frage nach dem weiteren Berufsweg stellen. Schon während des Studiums sollen enge Bezüge zur Berufspraxis geschaffen werden“, hebt Rektor Prof. Christfried Göckeritz die Wichtigkeit dieses Faches hervor. Vorlesungen und Seminare sollen daher in engem Bezug zur Praxis auch in Form von Exkursionen zu Veranstaltungsorten stattfinden. „Für die Studierenden sollen zum einen Möglichkeiten geschaffen werden, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke auszubauen. Zum anderen sollen Grundlagen für eine professionelle Karriereplanung gelegt werden“, erläutert Dr. Sebastian Nordmann sein Lehrkonzept.
Im Zusammenhang mit der Umstellung der Studienpläne auf Bachelor- und Masterabschlüsse wird die Hochschule für Musik und Theater Rostock das Modul Professionalisierung/Musikmanagement als Pflichtfach in die Studienpläne aufnehmen. Dr. Sebastian Nordmann, der seit September 2002 die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern leitet, tritt mit Beginn des Wintersemesters 2008/09 seine Lehrtätigkeit an.
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Unter dem Titel „Faszination Musik: Zwischen Beruf und Berufung“ hat Hans Günther Bastian eine neue DVD vorgelegt. Der mit Fördermitteln des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) produzierte Film entstand als Begleitprojekt zu Bastians noch bis Ende 2008 laufender Langzeitstudie zu Berufswahlen, Berufskrisen und Berufskarrieren ehemals hochbegabter Musiker. Gezeigt werden Portraits von sehr erfolgreichen Musikern (im Gespräch mit Riccardo Muti, Lars Vogt, Ralph Manno, Christoph Bull, Thomas Horch u.a.), bei denen aus dem jugendlichen Karrieretraum tatsächlich eine Traumkarriere wurde. Es kommen aber auch jene zu Wort, die Musik aus guten Gründen nicht zu ihrem Beruf gewählt haben, denen Musik dennoch alles bedeutet.
Das neue „Netzwerk Musik in Bayern“ intensiviert die Zusammenarbeit der musikalischen Einrichtungen in Bayern und stärkt damit musikalische Breitenbildung von Kindern. Dies gab Kunstminister Thomas Goppel am Montag in München bei der Vorstellung der neuen Initiative bekannt. Goppel: „Die musische und kulturelle Bildung unserer Kinder ist mir ein wichtiges Anliegen. Projekte wie das ‚Netzwerk Musik in Bayern’ haben hier Vorbildcharakter.“ Ziel des Netzwerkes sei es, gemeinsame Projekte zu entwickeln und mit übergreifenden Kooperationen eine kontinuierliche und inhaltlich abgestimmte Musikausbildung auf allen Ebenen zu gewährleisten. Dazu werden Kindertageseinrichtungen, allgemeinbildende Schulen, Laienmusikverbände, Sing- und Musikschulen sowie Musikakademien stärker miteinander vernetzt, erklärte der Minister. Jürgen Schwarz, Geschäftsführer der Bayerischen Musikrat Projekt GmbH, erklärte: „Bereits in den Jahren 2006 und 2007 konnten wir bei Projekten des Bayerischen Musikrats, der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf und dem Chorverband Bayerisch Schwaben verschiedene Verbands- und Institutionen übergreifende Projekte erproben. Auf Grundlage dieser Erfahrungen hat der Bayerische Musikrat das ‚Netzwerk Musik in Bayern’ entwickelt, das es nun in enger Abstimmung mit den zuständigen Ministerien umzusetzen gilt.“
Die zentrale Aufgabe des Netzwerkes besteht darin, regional erfolgreiche Projekte zur allgemeinen musikalischen Bildung auf ihre landesweite Übertragbarkeit zu überprüfen und Qualifizierungsmaßnahmen zu entwickeln, um über den Weg der Multiplikatoren die Umsetzung in der Breite zu gewährleisten. Entscheidend bei der Umsetzung ist die fachliche Kooperation und Vernetzung von Kindertageseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen mit außerschulischen Institutionen und Verbänden der Musikkultur, um so Synergieeffekte wirksam werden zu lassen. Inwieweit dies funktioniert, soll zunächst in einer zweijährigen Pilotphase im Regierungsbezirk Schwaben erprobt werden.
Eines der ersten Projekte des Netzwerkes Musik in Bayern ist die Fortbildung „Lehrer singen, Kinder klingen“. Karl Zepnik, künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie in Marktoberdorf und verantwortlich für das Lehrgangskonzept, will damit die Voraussetzungen schaffen, dass das Singen wieder als selbstverständlicher Bestandteil im täglichen Leben der Kinder verankert wird.
Das Netzwerk Musik in Bayern ist eine Kooperation zwischen dem Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Bayerischen Musikrat. Bei der Umsetzung seiner Projekte wird das Netzwerk vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus, von Verbänden und Institutionen des Musiklebens in Bayern sowie der Stiftung ZuHören des Bayerischen Rundfunks unterstützt. Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bezuschusst das Projekt mit insgesamt 70.000 € über zwei Jahre.
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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat eine Stellungnahme zur frühkindliche kulturellen Bildung veröffentlicht.
Frühe Förderung bildet die Grundlage für ein lebenslanges Lernen, das von der frühkindlichen über die schulische, außerschulische, berufliche bis hin zur weiterbildenden Bildung reicht. Nicht zuletzt durch die Debatten um das Abschneiden der deutschen Schüler bei den PISA-Studien hat sich im Bereich der frühkindlichen Bildung ein Paradigmenwechsel vollzogen. Während es vorher in Kindertagesstätten primär um die Betreuung ging, wurde seit dem Jahr 2000 verstärkt die Förderung und Bildung in den Blick genommen. Die frühkindliche Bildung soll den Schuleinstieg von Kindern erleichtern. Im Zuge dieser Debatte haben die Bundesländer Bildungs- und Erziehungspläne ausgearbeitet, die sich explizit mit der Förderung frühkindlicher Bildung beschäftigen. Angesichts der Erkenntnis, dass die Bildung eines Kindes spätestens unmittelbar nach der Geburt beginnt und ganzheitliche Bildungs- und Entwicklungsprozesse für die frühkindliche Lebensphase konstitutiv sind, wird die Bedeutung kultureller Bildung in diesem Lebensalter teilweise noch unzureichend berücksichtigt. Um die Kreativpotentiale von Kindern, insbesondere von Kleinkindern, intensiv zu fördern, müssen ausreichende kulturelle Kompetenzen der Akteure in Krippen, Eltern-Kind-Gruppen und in der Kindertagespflege herangebildet werden sowie Kulturfächer genuiner Bestandteil der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sein. Entwicklungspsychologische sowie neurobiologische Forschungsergebnisse müssen in der Praxis angemessen berücksichtigt werden. Hierzu sind qualitative und quantitative Voraussetzungen zu schaffen, was entsprechende politische und finanzielle Rahmenbedingungen erfordert.
Der Deutsche Kulturrat fordert:
allen Kindern den Zugang zu frühkindlicher Bildung zu ermöglichen, Kindertagesstätten flächendeckend in ausreichender Anzahl und grundsätzlich entgeltfrei anzubieten.
Länder und Kommunen auf, vielfältige und altersspezifische Angebote frühkindlicher kultureller Bildung zu unterbreiten, so dass Kinder verschiedene Erfahrungen machen können und vielfältige Anregungen erhalten.
Länder und Kommunen auf, neben den personellen und fachlichen Ressourcen auch eine ausreichende materielle und räumliche Ausstattung von Kindertageseinrichtungen und eine angemessene Angebotsqualität kultureller Bildung durch kompetentes Personal zu gewährleisten.
einen Stellenausbau für Erzieherinnen und Erzieher und die grundständige Einbeziehung der kulturellen Fächer in deren Ausbildung.
eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Kindertagesstätten und den Trägern der kulturellen Bildung. Damit wird die Vielfalt kultureller Bildungsangebote gefördert. Mit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den Kindertageseinrichtungen und den Trägern der kulturellen Bildung, sollen auch die Familien erreicht werden, deren Kinder nicht eine Kindertagesstätte besuchen.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagt: „Der Schlüssel für den Zugang unserer Kinder zur frühkindlicher Bildung sind die Kindertagesstätten. Sie müssen endlich flächendeckend in ausreichender Anzahl und grundsätzlich entgeltfrei angeboten werden. Neben den personellen und fachlichen Ressourcen muss gerade in den Kitas und Krippen eine ausreichende materielle und räumliche Ausstattung sichergestellt werden.“
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Am 8. Juli 2008 wurde dem Komponisten, Juristen und Kulturmanager Prof. Dr. Peter Ruzicka im Rahmen einer Feierstunde die Ehrendoktorwürde „Dr. phil. h.c.“ der Hochschule für Musik und Theater Hamburg verliehen.
Das Grußwort sprach Dr. Klaus von Dohnanyi, die Laudatio hielt der Präsident der Hochschule, Prof. Elmar Lampson. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt von Musikerinnen und Musikern des „Studio 21“ der Hochschule. Zur Aufführung gelangten Werke von Peter Ruzicka:
(ARERGON (2006/2007), Aus Sechs Skizzen zu Hölderlin für Klavier - Nr. I, IV, V, VI (Daria Iossifova); stille-vier epiloge für cello solo (Sonja Lena Schmid); Drei Szenen für Klarinette Solo (Carola Schaal).
"Wie kaum ein anderer verkörpert Peter Ruzicka das Leitmotiv und Leistungsspektrum unserer Hochschule", so der Präsident der HfMT, Prof. Elmar Lampson, in seiner Laudatio. Das Leitmotiv der Hochschule ist Künstlerische Exzellenz, die durch wissenschaftliche und pädagogische Leistungen gestützt wird. Peter Ruzicka weist in der Vielfalt seines Wirkens eben dieses Leistungsspektrum auf: Er ist ein international anerkannter Komponist und Dirigent, er gibt als Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale der aktuellen Musik ein prominentes Forum und er verantwortet seit 1990 am Institut für Kultur- und Medienmanagement der Hochschule das Lehrgebiet "Recht".
Prof. Dr. Peter Ruzicka hat sich in der musikwissenschaftlichen Forschung sehr umfassend betätigt. In seinen Analysen wandte er sich dabei vornehmlich der künstlerischen Ästhetik und ihren Anforderungen an Rezeption und Reflexion zu. Als Autor zahlreicher Veröffentlichungen widmete er sich schwerpunktmäßig der Auseinandersetzung mit aktueller Musik.
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Dr. Michael Stückrath, Staatssekretär im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen und Prof. Josef Protschka, Rektor der Hochschule für Musik Köln werden am 18. Juli 2008 gemeinsam am Standort Aachen eine Zielvereinbarung unterzeichnen, in der die Ausbildungsschwerpunkte, die Zukunftsperspektiven und die Ressourcen des Standortes im Gesamtkontext der Hochschule für Musik Köln beschrieben und garantiert werden.
Neben der Hervorhebung der Bedeutung des Standorts Aachen für das Kulturleben in der Region wird die Einbindung in die „Rheinische Opernakademie“ im Rahmen des Opernmasters der Hochschule als ein wesentlicher Profilschwerpunkt definiert. In enger Kooperation mit dem Theater Aachen, der Oper Köln und anderen assoziierten Partnern wird eine praxisnahe, stark projektbezogene Ausbildung - auf Augenhöhe mit vergleichbaren Angeboten in München, Salzburg und Hamburg - entwickelt. Damit wird eine enge Verzahnung der Hochschulstandorte Köln und Aachen im Bereich der Opernausbildung vorangetrieben und die Attraktivität beider Studienstandorte erhöht.
Zudem wird die Hochschule für Musik Köln zusätzlich den Profilschwerpunkt „Vermittlung im Bereich Musiktheater“ am Standort Aachen mit den Lehrgebieten Konzert- und Opernpädagogik, Programmgestaltung, Dramaturgiegrundlagen und Selfmarketing realisieren und damit das Studium um einen wichtigen weiteren praxisorientierten Ausbildungsbereich ergänzen.
Staatssekretär Dr. Stückradt: „Von diesem profilierten Ausbildungskonzept und der intensivierten Zusammenarbeit mit der Kölner Ausbildung werden auch die Bürger der Stadt Aachen und die gesamte Region profitieren.“
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Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg hat am vergangenen Mittwoch den Leiter der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg, Wolfhagen Sobirey, zum Professor ernannt. Damit würdigt die Hochschule ihren langjährigen Lehrbeauftragten für seine umfangreichen Verdienste in Kulturpolitik wie Musikpädagogik. Sobirey, Präsident des Landesmusikrates Hamburg und Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates, ist Mitglied des Bundesvorstandes des Verbandes deutscher Musikschulen und wirkt dort in vielfältiger Weise für die Entwicklung und Zukunftsorientierung der deutschen Musikschulen.
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Nachdem in der vorigen Woche von einer unabhängigen Jury bereits rund 470.000 Euro an 35 Kooperationsprojekte von Berliner Künstlern mit Kindern und Jugendlichen vergeben wurde, hat der Beirat des Fonds die Förderung dreier weiterer, stadtweit agierender Projekte mit einem Gesamtvolumen von 340.000 Euro beschlossen. Davon erhalten TanzZeit – Zeit für Tanz in Schulen 180.000 Euro, TUSCH Theater und Schule Berlin 150.000 Euro und die Atrium-Jugendkunstschule in Reinickendorf 10.000 Euro.
Von den für dieses Jahr zur Verfügung stehenden 1, 5 Millionen Euro sind damit in der ersten Bewerbungsrunde 810.000 Euro vergeben worden. Insgesamt stehen in dem Fonds in diesem und im nächsten Jahr 3,5 Millionen Euro für Projekte der kulturellen Bildung zur Verfügung.
Kulturstaatssekretär André Schmitz: „ Der Run auf den Projektfonds übertrifft alle meine Erwartungen. Wir haben in der ersten Runde bereits über ein Viertel aller Berliner Schulen erreicht und hätten jeden Euro viermal vergeben können. So groß sind Nachfrage und Engagement – vor allem in sogenannten Problembezirken. All das unterstreicht, wie groß das Bedürfnis nach kultureller Bildung in dieser Stadt geworden ist und wie wichtig und richtig es war, einen solchen Fonds einzurichten.“
Um möglichst viele Projekte mit dem neuen Schuljahr starten zu können, hat die zweite Ausschreibungsrunde bereits begonnen. Die Antragsfrist für Projekte, die noch in diesem Jahr starten, endet am 15. Juli 2008.
die Initiative für die Erhaltung der musikbetonten Grundschulen in Berlin hat einen Erfolg zu verzeichnen: Die Senatsverwaltung gab bekannt, dass die musikbetonten Schulen in Berlin über das Schuljahr 2008/09 hinaus erhalten und ihr Ressourcenbedarf gewährleistet werden sollen. Für die Schulen und ihre Fördervereine endet damit eine vierjährige Phase ohne Planungssicherheit und klare Zukunftsperspektiven.
Der Landesmusikrat Berlin hat sich stark für die Fortführung des erfolgreichen Projektes der musikbetonten Schulen eingesetzt und begrüßt die aktuelle Wendung außerordentlich. Vorausgegangen waren der Senatsentscheidung in jüngster Zeit unter anderem eine Unterschriftenkampagne, ein offener Brief an den Senator und eine Erklärung des Landeselternausschusses.
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Zum 1. August 2008 wird das Richard-Strauss-Konservatorium in die Musikhochschule München überführt und damit von städtischer in staatliche Trägerschaft übergehen. Eine entsprechende Übernahmevereinbarung unterzeichneten Kunstminister Thomas Goppel und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude am Mittwoch in München. Goppel betonte bei der Vertragsunterzeichnung, dass mit der Integration des Richard-Strauss-Konservatoriums die Münchner Musikhochschule weitere Profilierungschancen zur Ergänzung und Abrundung ihres Fächerspektrums erhält. Goppel: „Es kommen neue wichtige Fachbereiche an die Musikhochschule, die dort fehlen - etwa die Volksmusik oder der Jazz.“ Zugleich werde sie eine der größten Musikhochschulen in Deutschland überhaupt. Zudem, so der Minister, finde mit der Vereinbarung der langjährige Prozess der Neuordnung der Musikhochschullandschaft in Bayern seinen Abschluss. Nach dem Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg, den kommunalen Konservatorien in Nürnberg und Augsburg sowie den kirchlichen Konservatorien in Bayreuth und Regensburg wird mit dem Richard-Strauss-Konservatorium der Landeshauptstadt München die letzte in Bayern verbliebene Fachakademie für Musik in den Hochschulbereich eingegliedert.
Die Übernahmevereinbarung trägt den Empfehlungen der Internationalen Expertenkommission Musikhochschullandschaft Bayern Rechnung, die sich uneingeschränkt für die Überführung des Richard-Strauss-Konservatoriums in die staatliche Musikhochschule München ausgesprochen hat. Die Übernahmevereinbarung stellt sicher, dass durch die Landeshauptstadt München die hochschulgerechte räumliche und sachliche Erstausstattung für die vom Richard-Strauss-Konservatorium übernommenen 300 Studierenden bereitgestellt wird. Die Landeshauptstadt München stellt der Musikhochschule München die vom Richard-Straus-Konservatorium im Kulturzentrum am Gasteig genutzten Unterrichts-, Verwaltungs- und Überräume bis Ende 2030 zur Verfügung, ohne dass der Freistaat Bayern Miete bezahlen muss. Der Freistaat Bayern übernimmt im Gegenzug das gesamte Lehrpersonal des Konservatoriums und schafft dafür 78 neue Planstellen.
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„Nach wie vor gilt es, die Methoden und Inhalte musikalischer Erziehung kontinuierlich zu aktualisieren“, sagte die hessische Staatsministerin Silke Lautenschläger in Wiesbaden. „Moderne Musikerziehung kann nur dann beanspruchen zeitgemäß zu sein, wenn sie Erscheinungen und Tendenzen zeitgenössischer Kunst zur Kenntnis nimmt und angemessen reflektiert. Diese Einsicht in allen Bereichen der Musikerziehung, von den Kindergärten über die Musikschularbeit bis hin zur musikpädagogischen Forschung ausreichend durchzusetzen und aktiv zu verankern, ist eine wichtige Aufgabe musisch-kultureller Erziehung“. Diese Aufgabe hat sich das Institut für Neue Musik und Musikerziehung Darmstadt e.V. gestellt, das als Einrichtung zur Förderung der pädagogischen Vermittlung von neuer Musik in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert.
Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das Institut für Neue Musik und Musikerziehung im Rahmen einer institutionellen Förderung jährlich mit einem Betrag in Höhe von 15.000 Euro; weitere öffentliche Geldgeber sind die Stadt Darmstadt und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Verwandt werden die Fördermittel zur Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der alljährlich ausgerichteten dreitägigen Jahrestagung. Sie bietet Musikpädagogen und Musikwissenschaftlern ein Forum, sich in Vorträgen, Seminaren, Workshops und Konzerten mit neuer Musik und ihrer Vermittlung auseinanderzusetzen. Das Thema der diesjährigen Tagung lautete: „Spannungsfelder. Neue Musik im Kontext von Technik, Natur und Wissenschaft“.
„Investitionen in die musisch-kulturelle Bildung von Kindern und Jugendlichen sind Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, damit unterstrich Staatsministerin Lautenschläger die Bedeutung der Förderung.
Das Institut für Neue Musik und Musikerziehung wurde im Jahr 1948 in Bayreuth im Rahmen einer Arbeitstagung unter dem Thema „Die neue Musik im Unterricht“ gegründet. Anliegen war es, die während der Diktatur der Nationalsozialisten verbotene und daher nicht zugängliche neue Musik den Musikpädagogen und einem breiteren Publikum wieder bekannt zu machen.
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Das netzwerk junge ohren wird als förderungswürdige Initiative im Bereich Musikvermittlung durch die Expertenkommission „Kunst NRW“ empfohlen, deren aktueller Bericht am gestrigen Mittwoch, 25. Juni 2008, in der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen durch Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers, den Präsidenten der Kunststiftung NRW, Dr. Fritz Schaumann, den Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und den Vorsitzenden der Kommission, Dr. Heinz Dürr vorgestellt wurde. Seit November 2007 hatte diese Kommission aus zehn hochrangigen Experten im Auftrag der Landesregierung und der Kunststiftung NRW beraten.
Die Initiative netzwerk junge ohren entwickelt sich derzeit im gesamten deutschsprachigen Raum als Plattform für alle Aktiven im Bereich der Musikvermittlung. Sie richtet sich an Ausbildungsinstitutionen, Orchester, Theater, Dramaturgen, Pädagogen, Komponisten, Autoren, freischaffende Musiker und Ensembles, Verlage, Veranstalter, Konzerthäuser und die Musikindustrie sowie Musikschulen, Schulen und freie Initiativen – an alle, die sowohl sich selbst als auch andere über die eigenen Aktivitäten informieren wollen. Wirksam agiert das netzwerk junge ohren sowohl auf virtuell kommunikativer als auch auf gesellschaftlich politischer Ebene. Die Anschlussmöglichkeiten an dieses Netzwerk sind vielfältig und flexibel in der Ausrichtung. Dem grundlegenden Prinzip von Netzwerken folgend, zeichnet sich das netzwerk junge ohren durch gemeinsame Intentionen, Personenorientierung, das Prinzip der Unabhängigkeit und Freiwilligkeit sowie durch das Tauschprinzip aus. Es lädt zum Mitgestalten ein und fokussiert das Feld Musikvermittlung, um es in aller Ohren und Munde zu platzieren. Unter www.jungeohren.com ist es nun im Netz sichtbar.
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Prof. Elmar Lampson (55) wurde heute vom Hochschulsenat einstimmig als Präsident der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bestätigt, nachdem ihn der Hochschulrat bereits am 28. Mai 2008 einstimmig wiedergewählt hatte.
Elmar Lampson dankte dem Hochschulsenat für das Vertrauen und die Bestätigung seiner bisherigen Arbeit. „Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ist eine der führenden internationalen Musikhochschulen. Musik und Theater sind für die Gesellschaft unverzichtbare Kräfte, ihre Bedeutung kann nicht oft genug hervorgehoben werden. Dementsprechend ist das Angebot einer künstlerischen Spitzenausbildung einschließlich der Schnittstellen zu Pädagogik und Wissenschaft unabdingbar – als Präsident werde ich alles in meiner Macht stehende tun, um die Hochschule zu einer der ersten zehn Musikhochschulen der Welt zu machen. Die einstimmigen Beschlüsse von Hochschulrat und Hochschulsenat geben mir die Basis dafür.“
Elmar Lampson (geb. 1952 in Koblenz) studierte Komposition, Musiktheorie und Violine an den Musikhochschulen Hannover und Würzburg. Bis 2004 war er an der Universität Witten/Herdecke Mitglied der Geschäftsführung, Dekan der Fakultät für das Studium fundamentale und Professor für Musikphänomenologie, bis er 2004 als Präsident an die Hamburger Musikhochschule berufen wurde.
Als Komponist und Dirigent trat Lampson bei internationalen Festivals auf und unternahm Konzertreisen durch fast alle europäischen Länder und weite Teile der ehemaligen Sowjetunion. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen wurden während dieser Reisen gesendet. Er spielte CDs für die Firmen Sony Classical und col legno ein. Sein im Peer Musikverlag erschienener Werkkatalog als Komponist umfasst die Bereiche Chor, Orchester, Kammermusik und Oper. Aufsätze zu musikphänomenologischen Themen und zu Fragen der Hochschulentwicklung sind von ihm erschienen, und er ist Mitherausgeber der Buchreihe „Copyrights“, die im Kulturverlag Kadmos in Berlin erscheint.
Lampson war Mitbegründer Musikfestes “Hörwelten“, leitete die Orchester-Akademie Hamburg und war 1997 Professor für Ensemble Leitung - Neue Musik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
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In einem Radiogespräch zwischen dem Vorsitzenden des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM), Winfried Richter, und NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff hat der CDU-Politiker das Projekt von „Jedem Kind ein Instrument“ im Ruhrgebiet als Chance für Kinder und als Bestandsschutz für die Musikschulen gewürdigt. Nachdenkliche und konstruktiv kritische Töne lieferte der VdM-Vorsitzende.
Grosse-Brockhoff kündigte am 16. Juni im Deutschland Radio Kultur an, das im Ruhrgebiet seit einem Jahr laufende Projekt nach 2011 fortsetzen zu wollen und auf ganz Nordrhein-Westfalen auszuweiten. Der Kulturstaatssekretär erklärte, dass für das Projekt viele zusätzliche Musikschullehrer benötigt würden. Die Fortbildung von Musiklehrern sei dauerhaft sichergestellt. „Für das Musikschulwesen ist hier langfristig eine unglaublich positive Zukunft zu sehen“, sagte Grosse-Brockhoff. Die Politik werde hieraus Konsequenzen ziehen müssen. „Das, was wir jetzt in Nordrhein-Westfalen im großen Stil angestoßen haben, wird sich mit der Zeit flächendeckend auf die Bundesrepublik ausdehnen und auch einen neuen Markt bescheren.“
Winfried Richter (VdM) bestand auf einer qualitätvollen und praxisgerechten Ausbildung der Musikschullehrer. Hierzu sei manches Umdenken bei den Hochschulen erforderlich. Nachdrücklich plädierte er für eine solide Finanzplanung im Sinne von "Wenn Masse, dann mit Klasse" – die einen qualifizierten Musikunterricht dank bestens gebildeter Pädagoginnen und Pädagogen langfristig gewährleistet.
Zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 können rund 20.000 Erstklässler neu in das „JeKi“-Programm einsteigen. Von bisher 223 teilnehmenden Grundschulen erhöht sich die Zahl auf 348. Für Erstklässler ist die Teilnahme kostenlos. Im zweiten Schuljahr liegen die monatlichen Beiträge bei 20 Euro, im dritten und vierten Schuljahr bei 35 Euro. Kinder aus Familien, die Arbeitslosengeld II beziehen, sind von den Gebühren befreit. Dazu gibt es kostenlose Leihinstrumente. Die beliebtesten Instrumente sind bisher Querflöte, Gitarre und Geige.
Die Kulturstiftung des Bundes und das Land Nordrhein-Westfalen fördern das Projekt mit jeweils zehn Millionen Euro. Bis 2010, wenn Essen und das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas sind, soll es „Jedem Kind ein Instrument“ als Angebot für alle Grundschulkinder im Ruhrgebiet geben.
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Für eine zeitgemäße Qualifizierung von Musik- und Bewegungspädagogen hat die Akademie Remscheid ein neues Konzept entwickelt. Am 30. Mai 2008 haben die ersten drei Kandidatinnen das anspruchsvolle Fortbildungsprogramm abgeschlossen und erhielten ihr Zertifikat aus den Händen der beiden leitenden Dozenten Herbert Fiedler (Musik) und Barbara Schultze (Rhythmik). Insgesamt 17 Kurswochen in einem Zeitraum von 4 – 5 Jahren haben Susanne Kampel, Chorleiterin aus Detmold, Elsmarie Hemmer, Musikschule Bad Sassendorf, und Antje Steenbeck, Musik- und Sportpädagogin aus Kiel, in ihre berufsbegleitende Qualifizierung an der Akademie Remscheid investiert. Der interdisziplinäre Abschluss zur Musik- und Bewegungspädagogin (ARS) ist in dieser Form in Deutschland einmalig und wird von der Akademie Remscheid exklusiv angeboten.
„Kinder und Jugendliche lernen Musik am intensivsten mit ihrem ganzen Körper“, erläutert Barbara Schultze. „Uns geht es dabei nicht nur um das Musizieren im engeren Sinne, sondern darum, dass durch Musik und Bewegung sich die gesamte Wahrnehmung und das Ausdrucksvermögen von Kindern und Jugendlichen verbessern.“ Herbert Fiedler ergänzt: „Wenn es früh gelingt, ihnen auf spielerische Weise die Freude am Musikmachen, am Rhythmus und an der Beweglichkeit des eigenen Körpers zu vermitteln, werden schon im Vor- und Grundschulalter die Weichen für eine gesunde und kreative ernentwicklung von Kindern gestellt.“
Die drei frisch zertifizierten Musik- und Bewegungspädagoginnen treffen uf einen riesigen Bedarf in der Praxis. „Es gibt viel zu wenig gut usgebildete Fachkräfte für Musik und Bewegung – nicht nur in indergärten und Grundschulen“, betonen Barbara Schultze und Herbert iedler. „Man wird unsere Absolventen künftig sehr umwerben – da sind ir ganz sicher.“
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Das Bundesjugendorchester (BJO) soll zukünftig die Musikräume aller Schulen in Deutschland zieren, und zwar auf einem großen Orchesterposter. Seit heute gibt es kostenlos für jede Schule in Deutschland ein professionell gestaltetes, neues Orchesterposter. Das verkündete die Deutsche Orchestervereinigung (DOV), Initiatorin der bundesweiten Kampagne, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Philharmonie Essen. Die DOV möchte damit eine Lücke im Lehrmittelangebot der Schulen schließen und zugleich einen Beitrag zur musikalischen Bildung leisten.
\\"Viele Menschen können ein Cello nicht mehr von einem Kontrabass unterscheiden oder eine Trompete von einer Posaune. Das wollen wir ändern!\\", meint Gerald Mertens, Geschäftsführer der DOV. Das neue Poster zeigt die Mitglieder des BJO während einer Probenpause im großen Saal der Essener Philharmonie in fröhlicher Stimmung. Die Jugendlichen halten ihre Instrumente gut sichtbar hoch über ihre Köpfe. Im oberen Teil des Posters sind alle üblichen Orchesterinstrumente und die schematische Sitzordnung eines Sinfonieorchesters zu sehen. \\"Der Betrachter wird von der tollen Stimmung und der positiven Ausstrahlung der Jugendlichen animiert. Orchestermusik ist nicht langweilig und verstaubt, sondern kann sehr viel Spaß machen. Auch das will das Poster vermitteln\\", sagt Mertens weiter.
\\"Dass uns die Philharmonie Essen nicht nur mit wertvollem Fotomaterial unterstützt, sondern uns auch die Möglichkeit zum Start der Kampagne gibt, freut uns ganz besonders. In ihrer Kooperation mit der Herbart-Schule bietet die Philharmonie Essen eine Vielzahl musikalisch-künstlerischer Aktivitäten, durch die sie Kinder und Jugendlichen nicht nur auf beeindruckende Weise an die Musik, sondern auch zu sich selbst und den eigenen Potenzialen heranführt\\", so Mertens abschließend. Musiklehrer und Schulen erhalten das Plakat kostenlos bei der Geschäftsstelle der Deutschen Orchestervereinigung e.V. in Berlin, Telefon: 030-8279080, Kontakt.Berlin@dov.org.
Das nächste Projekt der DOV zur Verbesserung der Lehrmittelsituation im Musikunterricht ist schon in Arbeit: In Kooperation mit dem BJO und WDR entsteht eine DVD, die das Orchester und seine Instrumente am Beispiel von Richard Strauss\\ \\"Till Eulenspiegel\\" hautnah erlebbar macht. Geplanter Start für diese neue Aktion ist September 2008.
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Am 14. Juni treten die Musikschulen der Städte, Kreise und Gemeinden zum Deutschen Musikschultag 2008 an die Öffentlichkeit. Alle drei Jahre ruft der Verband deutscher Musikschulen (VdM) seit 1996 den Deutschen Musikschultag aus. Unter dem Motto „Musik zeigt Wirkung“ findet die bundesweite Aktion Mitte Juni zum fünften Mal statt. Die öffentlichen Musikschulen geben dabei ein eindrucksvolles Bild ihrer Leistungsfähigkeit: mit Open-Air-Konzerten, Tagen der Offenen Tür, Musikschulfesten und vielen weiteren Aktionen.
Deutschland ist das Land der Musik, weltweit bekannt für seine Qualität und seine Vielfalt, berühmt für seine Orchester- und Musiktheaterlandschaft, bewundert für seine Komponisten, Dirigenten und Solisten. Die musikalische Breitenbildung ab dem frühesten Lebensalter und die Begabtenförderung durch das bundesweit flächendeckende Netz der öffentlichen Musikschulen ist dabei die Basis, auf der dies alles entstehen kann.
Städte, Kreise und Gemeinden unterhalten rund 950 öffentliche gemeinnützige Musikschulen an fast 4.000 Standorten als musikalisches Bildungsangebot und Teil der kulturellen Grundversorgung. Aktuell werden dort über eine Million Kinder und Jugendliche (90 Prozent) sowie Erwachsene (10 Prozent) im Musizieren unterrichtet. Rund 35.000 qualifizierte Lehrkräfte führen in die Grundlagen der Musik ein, unterrichten alle erdenklichen Instrumente und Gesang, leiten Ensembles wie Orchester, Chöre oder Bands und bieten darüber hinaus Ergänzungsfächer, Kurse und Projekte an. Darüber hinaus sind die öffentlichen Musikschulen wichtigster Partner der allgemein bildenden Schulen und Kindergärten für ein qualifiziertes und nachhaltiges musikalisches Bildungsangebot, das zugangsoffen für alle Kinder und Jugendlichen ist. Die Musikschulen sind damit kulturelle Aktivposten im kommunalen Leben, das sie durch Kooperationen mit anderen Bildungs-, Kultur- und Jugendeinrichtungen mitgestalten und mit eigenen Veranstaltungen bereichern.
Die Erklärung des Verbandes deutscher Musikschulen zum Deutschen Musikschultag 2008 ist veröffentlicht unter www.musikschulen.de.
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Die Bundesversammlung des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) hat auf ihrer Hauptarbeitstagung am 30./31. Mai 2008 die „Limburger Erklärung“ verabschiedet. Darin fordert der VdM die Politik auf, notwendige Voraussetzungen und Bedingungen für eine qualitativ angemessene und zugangsoffene musikalische Bildung in ganz Deutschland zu schaffen.
Neue und viel versprechende Konzepte zur Verstärkung von musikalischer Bildung in Deutschland weisen in den Ländern unterschiedliche Ansätze und Ziele auf. Diese müssen nach Auffassung des VdM jedoch den erforderlichen Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit, Übertragbarkeit und Zugangsoffenheit genügen. Der VdM appelliert dazu in seiner „Limburger Erklärung“ an die zuständigen Ebenen in der Landes- und Kommunalpolitik, „Infrastruktur und Entwicklung der öffentlichen Musikschulen mit hoher Priorität zu fördern. Um Kontinuität und Qualität dieses musikalischen Bildungsangebots zu sichern, bedarf es insbesondere vor dem Hintergrund von Sparmaßnahmen- und vorgaben in Ländern und Kommunen gesetzlicher Regelungen“ dazu. Die finanzielle Förderung der öffentlichen Musikschulen durch Länder und Kommunen sei unumgänglich, um den Zugang für Kinder und Jugendliche aller Schichten zu ermöglichen. Eine entsprechende Empfehlung hat auch die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages gegeben.
Ebenso sei es erforderlich, die Ausbildung an den Hochschulen und Universitäten durch die Verstärkung der musikpädagogischen Studiengänge auf die neuen Erfordernisse auszurichten.
Dazu Winfried Richter, Vorsitzender des VdM: „Der VdM sieht die Politik in der Verantwortung für eine umfassende Förderung der öffentlichen Musikschulen zur Entwicklung nachhaltiger Strukturen für diesen zugangsoffenen Bildungsansatz. Denn diese dient als Investition in die nahe Zukunft eines Bildungs- und Kulturstaates, in dem die Entwicklung der Zivilgesellschaft wesentlich durch kreative und kulturelle Kompetenz bestimmt wird“.
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Zum 25. Mal findet in Berlin vom 27. November bis 1. Dezember 2008 das Treffen Junge Musik-Szene statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im Rahmen des 25. bundesweiten Wettbewerbs Treffen Junge Musik-Szene ermittelt. Dieser Bundeswettbewerb wird alljährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Förderung junger Talente finanziert und von den Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, Geschäftsbereich Berliner Festspiele, organisiert und durchgeführt. Im Kuratorium des Wettbewerbs wirken Vertreter der Kultusbehörden verschiedener Bundesländer, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ), des Verbands Deutscher Schulmusiker e. V., der Pop-Akademie Baden-Württemberg GmbH und des Verbands deutscher Musikschulen e. V. zusammen. Die Preisträger-Auswahl trifft eine unabhängige Experten-Jury.
Zur Teilnahme am Bundeswettbewerb sind Kinder und Jugendliche aller Schularten und Ausbildungswege im Alter von 10 bis 21 Jahren eingeladen. Der Wettbewerb ist offen für Bands und Einzelinterpretinnen und –interpreten.
Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:
Der ausgefüllte Bewerbungsbogen ist zusammen mit einer Demo-CD mit maximal drei Musikbeiträgen und den Texten der Stücke bis zum 31.07.2008 einzureichen. Preis des Wettbewerbs ist die Teilnahme am Treffen mit öffentlichem Konzert aller Preisträgerinnen und Preisträger, an Experten-Workshops und am umfangreichen Rahmenprogramm.
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„Wir verbinden Generationen!“ lautet das Motto der Kooperation zwischen der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Marseille-Kliniken AG, die am 29. Mai 2008 offiziell begonnen hat. Ein Motto, das kein Lippenbekenntnis ist, sondern durch Musik mit Leben gefüllt wird. Durch sie finden Menschen zueinander, werden Generationen verbunden. In der Pflegeeinrichtung AMARITA Hamburg-Mitte fand am 29. Mai 2008 der Auftakt zu der Kooperation und zu einer bundesweiten Konzerttournee durch die Häuser des privaten Pflegeheimbetreibers statt.
Die Studierenden erspielen für sich und einen Kommilitonen die Studiengebühr für ein ganzes Jahr. Zeitgleich finden die Generationen über die Sprache der Musik zueinander. Besonders in Zeiten, in denen der Generationenkonflikt stärker in den Fokus rückt, ist es der Hochschule und dem privaten Pflegedienstanbieter besonders wichtig, ein Zeichen für Solidarität und Miteinander zu setzen. Das Leben vieler Senioren ist von Musik geprägt. Sie begleitet sie bis heute.
„Künstlerische Exzellenz in gesellschaftlicher Verantwortung“ ist ein Leitmotiv der Hochschule. „Eine Konzertreihe innerhalb der Pflegeeinrichtungen zu etablieren, entspricht dem Selbstverständnis der Hamburger Musikhochschule“, sagte Hochschulpräsident Professor Elmar Lampson bei der Eröffnungsveranstaltung in der Angerstraße. In enger Zusammenarbeit sind Konzertreihen entwickelt worden, in denen Nachwuchskünstlerinnen und -künstler älteren Menschen ihr Können zeigen und den Dialog suchen.
„Wir sehen unsere gesellschaftliche Verantwortung für Alt und Jung und freuen uns, hochtalentierte Musiker durch einen Beitrag zur Festigung des finanziellen Fundaments in ihrer freien Entfaltung unterstützen zu dürfen“, sagte Estella-Maria Marseille. Vier Künstlerinnen und Künstler der Hochschule brachten am Donnerstag Arien aus beliebten Opern u. a. von Verdi, Mozart, Händel und Puccini dar. Rund 150 Gäste waren der Einladung gefolgt und begeistert. In den nächsten Monaten werden Studierende an insgesamt 14 Standorten der Marseille-Kliniken AG auftreten. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist kostenfrei.
Nicht nur für die Senioren ist die Kooperation etwas Besonderes, weil durch das Musizieren viele Erinnerungen geweckt werden und sie mit jungen Nachwuchskünstlern in Kontakt kommen. Auch für die Studierenden eröffnet sich bisweilen ein neuer Blick. „Es ist eine schöne Idee, das Prinzip des Generationenvertrags – das mir bisher nur im Zusammenhang mit der Rente bekannt war – aus einer anderen Richtung u betrachten“, sagt die Sopranistin Nicole Hoff. „Mich fasziniert dieses Konzert-Projekt und ich freue mich darauf.“
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Das Hamburger Konservatorium wurde 1908 als Klaer´sches Konservatorium in Blankenese gegründet. Seit 1927 ist die Instrumentallehrerausbildung am Hamburger Konservatorium staatlich anerkannt. Das traditionsreiche Institut ist mit 1600 Musikschülern und über 200 Studierenden das größte privat geführte Musikausbildungsinstitut in Norddeutschland. Mit der Verbindung von Musikschule und Hochschulausbildung unter einem Dach hat sich das Institut vor allem im musikpädagogischen Bereich besonders profiliert. Pionierarbeit leistete das Institut in den 60er Jahren, als hier schon die musikalische Frühförderung in der Musikschule eingeführt wurde und später auch als Studiengang an der Akademie. Ein 1982 geschlossener Kooperationsvertrag mit der Hochschule für Musik und Theater ermöglicht den Studierenden des Konservatoriums den Erwerb eines Hochschuldiploms für Musikerziehung.
Schon seit 1985, mit der Einführung des Studienjahrs für Japanische Studenten, ist das Hamburger Konservatorium auch international eine viel beachtete Ausbildungsstätte. In seiner langen Tradition blickt das Hamburger Konservatorium heute auf eine Reihe namhafter Musiker und Wettbewerbspreisträger, die am Institut ihre Ausbildung und Karriere begonnen haben oder als Lehrer dort tätig waren, darunter Peter Ruzicka (ehem. Intendant der Salzburger Festspiele), die Pianisten Conrad und Eliza Hansen, Miguel Iven (Flamenco-Gitarre), Rolf Zuckowski, Polo Roy (Drummer der Popgruppe „Wir sind Helden“) u.a. Mit seinen vielen Abteilungen, die von Alter Musik über Liedbegleitung bis Jazz und Popularmusik reichen, werden sämtliche Musikstile am Hamburger Konservatorium unterrichtet und studiert. Das Hamburger Konservatorium wird von der Kulturbehörde institutionell gefördert.
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Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg initiiert ein bislang einmaliges Musikprojekt für Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren zwischen Karlsruhe und Lörrach. "Lass raus, was in dir steckt" lautet die Aufforderung an alle, die sich mit einem Instrument oder ihrer Stimme ausdrücken können und wollen. Egal, ob Saxophon oder E-Gitarre, Hip-Hop oder Klassik, Gesang oder Instrumental, 1.000 Jugendliche haben die Chance, gemeinsam mit den Musikern des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg ihre eigene Musik zu einer großen Inszenierung zu entwickeln. Was sie erwartet und wie man Teil des Projekts wird, erfährt man bei den Informationsveranstaltungen in den Schrei-Partnerstädten Lörrach (4. Juni, Burghof), Karlsruhe (5. Juni, Tollhaus), Offenburg (13. Juni, Reithalle) und Freiburg (15. Juni, Konzerthaus), der Eintritt ist frei. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr, Freiburg um 15 Uhr.
Mit dabei sind auch die Künstlerischen Leiter des Projekts, der Musiker, Komponist und Pädagoge Werner Englert, der Regisseur und Dramaturg Dieter E. Neuhaus und in Freiburg auch der Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg Sylvain Cambreling. Filmausschnitte und Auftritte von Orchestermusikern und namhaften Künstlern aus der Region vermitteln eine Idee davon, wie sich das Zusammenspiel unterschiedlicher Musikrichtungen anhören kann und in welche Richtung "Der Schrei!" gehen könnte. Gemeinsam wollen sie mit diesem Projekt Grenzen überschreiten: Soziale und ethnische, religiöse und künstlerische. Denn Musik kennt keine Grenzen - Rap, Hip-Hop, Rock, Ethno, Folk, Jazz oder Klassik alles ist möglich - mit ausgebildeten Musikern ein Jahr lang ausprobieren und erweitern. Die Workshops und Veranstaltungen für jeweils 250 Jugendliche finden ab Ende September 2008 in Lörrach, Freiburg, Offenburg und Karlsruhe statt. Als Abschluss und Höhepunkt des Projekts wird "Der Schrei!" im Juni und Juli 2009 aufgeführt. Dann ist zu hören was sich aus den Begegnungen zwischen den musizierenden Jugendlichen und dem professionellen Orchester entwickelt hat.
Wer dann dabei sein will, kann sich vom 4. Juni bis 15. Juli im Internet unter www.der-schrei.com anmelden. Für die Teilnahme an den Workshops wird über die 10-monatige Laufzeit des Projekts eine Gebühr von 8,- Euro/Monat erhoben, in begründeten Fällen wird die kostenfreie Teilnahme durch Stipendien ermöglicht.
Der Hochschulrat der Hochschule für Musik und Theater Hamburg hat in seiner Sitzung am 28. Mai 2008 Prof. Elmar Lampson als Hochschulpräsident wiedergewählt – die neue Amtsperiode beginnt am 1. Oktober 2010.
Michael Lang, Vorsitzender des Hochschulrats und Direktor der Komödie Winterhuder Fährhaus dazu: „Wir freuen uns sehr, dass unser Beschluss einstimmig gefasst wurde und damit der erste Entscheidungsschritt getan ist. Prof. Lampson hat dem Hochschulrat ein überzeugendes Konzept für die Zukunft der HfMT vorgestellt. Mit dieser Wiederwahl hat der Hochschulrat die bisherige Arbeit von Prof. Lampson eindrucksvoll positiv bewertet und möchte ihm die Chance geben, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Gute Leute muss man frühzeitig und langfristig binden.“
Diese Wahl bedarf noch der Bestätigung durch den Hochschulsenat. Mit einer Entscheidung des Hochschulsenats ist im Juni 2008 zu rechnen.
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Die Südkoreanerin Eun Sun Kim wurde beim diesjährigen Dirigentenwettbewerb „Jesús López Cobos“ in Madrid mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die 27-Jährige, die seit 2007 Stipendiatin des DIRIGENTENFORUM des Deutschen Musikrats ist, konnte sich in drei Runden gegen 85 Mitbewerber durchsetzen. Mit dem Gewinn des international renommierten Wettbewerbs ist ein zweijähriges Engagement am Teatro Real in Madrid verbunden, wo sie als Assistentin des Chefdirigenten Jesús López Cobos tätig sein wird.
Die erfolgreiche Dirigentin studiert seit 2004 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Per Borin. Zuvor absolvierte sie ein Kompositions- und Dirigierstudium an der Universität von Seoul. Als Stipendiatin des DIRIGENTENFORUM besuchte Eun Sun Kim unter anderem Meisterkurse bei Kenneth Kiesler und Peter Gülke.
Das Dirigentenforum ist das Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.