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Der Verband Deutscher Schulmusiker (VDS) hat den Pianisten Lars Vogt mit der Leo-Kestenberg-Medaille 2010 ausgezeichnet. Diese höchste musikpädagogische Auszeichnung wurde im Rahmen eines Nachtkonzertes am 30. September im Clara-Schumann-Saal des Dr. Hoch`s Konservatorium in Frankfurt a. M. feierlich überreicht. Lars Vogt, einer der führenden Vertreter der mittleren Pianisten-Generation in Deutschland, erhielt die Auszeichnung für die von ihm 2005 gegründete Initiative „Rhapsody in School“. In ihr engagieren sich zahlreiche andere Musiker persönlich dafür, dass Schülerinnen und Schüler mit klassischer Musik in Kontakt kommen. Die Künstler gehen mit ihren Instrumenten in ihrer freien Zeit in die Schulen und bilden so eine Brücke zwischen der Musik und den einzelnen Kindern.

In seiner Laudatio betonte der Bundesvorsitzende des VDS, Prof. Dr. Ortwin Nimczik, dass „Rhapsody in School“ Schwellenängste abbaut, die viele Schüler heute allein schon beim Hören des Stichwortes „Klassische Musik“ befallen: „Dadurch, dass die Künstler ihr Podium verlassen und sich in den Schulen auf Augenhöhe mit den Kindern begeben, entstehen Begeisterung und gerade auch Wertschätzung gegenüber klassischer Musik“.

Lars Vogt und seine Initiative würden, so Nimczik weiter, ein klares kulturpolitisches und musikpädagogisches Signal aussenden, indem Künstler ihre Verantwortung übernähmen, die Wirkkraft der Musik direkt an junge Menschen heranzutragen.

Mit einer beeindruckenden Interpretation von Schumanns Fantasie C-Dur op. 17, einem Walzer von Brahms sowie einem Chopin-Nocturne „beschenkte“ Lars Vogt die zahlreichen Zuhörer des Abends.

 

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Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters am 4. Oktober 2010 ist die Umbenennung der Hochschule vollzogen. Von nun an heißt es „Willkommen an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH)“. Der Prozess, eingeleitet im Dezember 2009 durch den Senat der Hochschule und bestätigt im Juni 2010 durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, wird durch ein überarbeitetes Logo nun deutlich nach außen getragen.

Die Idee, das seit 25 Jahren der Hochschule angehörende Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) im Titel der Hochschule zu verankern und damit die zwei Teile der Hochschule, Musik, Theater – und Medien, auch visuell zusammenwachsen zu lassen, wurde mit Überzeugung verfolgt und umgesetzt. Das IJK mit rund 280 (von insgesamt rund 1300) Studierenden zeichnet sich durch eine enge Verbindung von Wissenschaft und Praxis in der Ausbildung von Medienmanagern, aber auch durch exzellente Leistungen im Forschungsbereich, aus. Das Institut wird stets mit Bestnoten in den Bereichen Forschung und Lehre im renommierten CHE-Ranking ausgezeichnet. Verbindende Projekte wie der Masterstudiengang „Medien und Musik“, welcher seit zwei Jahren an der HMTMH angeboten wird, sind Zeugnis der bereits vorhandenen engen Verzahnung der Disziplinen innerhalb der Hochschule.

„Die HMTMH ist stark gerade durch ihre Vielfalt“, bekräftigt die Präsidentin, Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann. Sie ist nicht nur eine der größten, sondern auch die wissenschaftlich profilierteste Musikhochschule Deutschland, was sich in mehreren wissenschaftlichen Instituten dokumentiert (IMMM, ifmpf, fmg, IJK). Deutschlandweit einzigartig an einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule ist das IJK mit seiner Kompetenz im Bereich der Medienwissenschaft „Und all das, was wir hier können, wollen wir auch zeigen“, so Rode-Breymann.

Um diese um das Wort Medien erweiterte Dachmarke auch deutlich zu machen, bedurfte es einer Überarbeitung des wichtigsten Erkennungssymbols – des Logos. Seit Eröffnung des Gebäudes am Emmichplatz (1973) repräsentierte der Grundriss des damals neuen Haupthauses die Hochschule als Bildmarke auch nach außen. Im Zuge der Umbenennung wurde aus dem alten Logo heraus ein neues entwickelt. Ergebnis dieses Prozesses ist ein kräftiges und starkes Logo, welches kompakt, trotzdem individuell und offen auftritt. Als neues Element hat die sehr oft verwendete Abkürzung des langen Hochschulnamens, durch das M der Medien zum Palindrom geworden, Platz im Logo gefunden und gibt ihm eine zweite Ebene. Das Akronym soll so in Zukunft noch sinnbildlicher und nutzbarer gemacht werden.

Ihre Vielfältigkeit zwischen Exzellenz und Breitenausbildung, zwischen Musik, Theater und Wissenschaft will die HMTMH auch in der Zukunft bewahren. Die Wahrung der Ausbildung aller (!) Orchesterinstrumente im Haus, eine Stärkung der Lehrerbildung und des JazzRockPop-Bereichs und die noch stärkere Orientierung der Ausbildung an der beruflichen Praxis (u.a. durch ein Opernstudio gemeinsam mit der Staatsoper Hannover) sind wichtige Aspekte dabei. Mit der Gründung zweier Institute für Alte Musik und für Kammermusik sollen innerhalb der Hochschule die Querverbindungen zwischen den einzelnen Ausbildungssträngen gestärkt werden. „Wir versuchen, Brücken zu schlagen“, erklärt Prof. Dr. Rode-Breymann den Weg dahin, Professuren auch disziplinübergreifend einzusetzen. „Aber auch Kooperationen mit anderen niedersächsischen Hochschulen (etwa das Centre of world music an der Universität Hildesheim oder das Graduiertenkolleg Musikwissenschaft gemeinsam mit den Universitäten in Göttingen, Oldenburg und Osnabrück) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel bieten für die Ausbildung wichtige zusätzliche Möglichkeiten“.

 

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„Singen macht Spaß, Singen tut gut...“. Dieses Lied wird heute wieder mehr und mehr gesungen. Die Zeiten, in denen das Singen im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich jahrzehntelang zurückging oder sogar verstummte, scheinen überwunden. Vor allem im pädagogischen Bereich hat man erkannt, dass Singen in Kindertagesstätten, in Schulen, aber auch in den Kinder-, Jugend- und Laienchören einen unverzichtbaren Bestandteil der Entwicklung und Selbstverwirklichung des Menschen darstellt.

In Deutschland gibt es zwei große kulturelle Vereinigungen, die sich zum Ziel gesetzt haben, das Singen in Schule und Gesellschaft zukünftig zu vermehren und zu pflegen. In Rheinland-Pfalz sind dies sind die drei regional zuständigen Chorverbände sowie der Landesverband der Musikschulen. Um der Gesangskultur immer mehr den Stellenwert in Öffentlichkeit und Politik zu verschaffen, der ihr kulturell und pädagogisch zusteht, haben sich diese Vier zu einer offiziellen Aktions- bzw. Kooperationsgemeinschaft zusammengeschlossen. Um gemeinsam stärker zu werden, wird zukünftig ein ständiger Dialog der Beteiligten stattfinden. Um das Image des Singens in der Öffentlichkeit zu verbessern, wird es gemeinsame Veranstaltungen geben. Auch in personeller Hinsicht wird die Zusammenarbeit verstärkt werden: Musikschullehrkräfte wirken als Chorleiter und Stimmbildner in Chören mit usw.

Bildungs- und Kulturministerin Doris Ahnen, die bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung als Gast dabei war, begrüßte die verstärkte Zusammenarbeit zwischen den Musikschulen und den Chorverbänden und wies in diesem Zusammenhang auch auf die Bemühungen des Landes hin, musische Bildung frühzeitig zu fördern: “Die Musikerziehung genießt in Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz einen hohen Stellenwert. Die intensive Beschäftigung mit Musik macht nicht nur Freude, sie fördert auch optimal die Sprachentwicklung kleiner Kinder.“ Das Land fördere daher das Projekt ‚Musik für Kinder in Grundschule und Kindertagesstätte’ (MuKi) und biete über das Landesprogramm ‚Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an’ Erzieherinnen und Erziehern Fortbildungen in diesem Bereich an, so Ahnen weiter. Daher seien die heute geschlossene Kooperation und die Projekte der Musikschulen und der Chorverbände eine gute Ergänzung in diesem Bereich.

Zur Vermehrung eines qualitätsvollen Singens hat die Kooperationsgemeinschaft ihr wichtigstes Projekt bereits gestartet: Gemeinsame Aus- bzw. Fortbildung von Erzieherinnen und Lehrkräften zu dem Thema „Singen und Musizieren in der Kindertagesstätte“ (SIMUKI). „Wie man mit Kindern gewinnbringend und freudvoll singt und musiziert ist Inhalt des Fortbildungsangebots“ (Auszug aus dem Flyer zu SIMUKI). Dabei ist allen Beteiligten klar, dass eine Erneuerung und Stärkung einer Singkultur in erster Linie an der Basis in Vorschule und Schule angepackt werden muss. Und was dabei die Erfahrung lehrt ist, dass die heutige Generation von Erzieherinnen, Lehrerinnen und Lehrern den Wert des Singens wiederentdeckt haben und große Bereitschaft zeigen, am Erreichen des angestrebten Zieles eines tägliches Singens mit den Kindern nach Kräften mitzuwirken. Deutschland singt wieder!

 

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Schule und Kultur gemeinsam in Aktion: Zusammen mit einem Theater, einem Museum, einem Orchester, einem einzelnen Künstler ein Projekt entwickeln und durchführen, neue kreative Impulse für den Schulalltag schaffen…

Im Rahmen ihrer Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! ruft die Kulturstiftung der Länder zum siebten Mal bundesweit zu einem Wettbewerb auf. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, Kunst und Kultur zu entdecken.

In Kooperationsprojekten mit außerschulischen Partnern – kulturellen Einrichtungen oder Künstlern – können Schüler und Lehrer neue Ideen entwickeln und umsetzen. So lernen
sie kulturelle Praxis kennen.

Außerdem: Kinder zum Olymp! sucht nicht nur Einzelprojekte, sondern möchte auch die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil auszeichnen, eine Schule, in der die Künste fächerübergreifend den Alltag prägen.

Seit 2009 gehört Kinder zum Olymp! zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerben.


DER WETTBEWERB UMFASST DIE BEREICHE

Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte
Film, Fotografie und Neue Medien
Literatur
Musik
Musiktheater
Tanz
Theater
Sonderpreis Schule mit Kulturprofil

WER KANN MITMACHEN?

Teilnehmen können alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und die deutschen Auslandsschulen mit ihren Kulturpartnern sowie Kultureinrichtungen und Künstler mit ihren Schulkooperationen. Gäste aus Nachbarländern sind willkommen.

Gemeinsam mit einer kulturellen Einrichtung oder Künstlern aller Sparten kann sich eine ganze Schule, eine Klasse, ein Kurs oder eine Arbeitsgemeinschaft beteiligen.
Der Wettbewerb ist nach den Schulklassen 1-4, 5-9 und 10-13 gestaffelt. Aber auch klassen- bzw. altersübergreifende Projekte sind möglich.

Mögliche Kooperationspartner der Schulen sind:
Museen, Galerien, Theater, Bibliotheken, Literaturhäuser, Bands, Tanztheater…
Musik- und Kunstschulen, Orchester…
Maler, Bildhauer, Architekten, Schriftsteller, Musiker, Tänzer, Schauspieler…

PROJEKTINHALTE

Neue Ideen sind gesucht! Schüler, Lehrer und ihre Partner aus Kunst und Kultur sollen innovative Projekte gemeinsam entwickeln. Inspiration liefert die Datenbank „Praxisbeispiele“ unter www.kinderzumolymp.de: Hier finden sich über 2000 Projekte von Preisträgern und Endrundenteilnehmern der vorhergehenden Kinder zum Olymp!-Wettbewerbe, die zeigen, wie viel machbar ist – und das überall!

Zusätzliche Anregungen bietet das Handbuch Kinder zum Olymp! Wege zur Kultur für Kinder und Jugendliche (ISBN 3-87909-829-8) mit 85 beispielhaften Projekten quer durch alle Sparten. (Zu bestellen über kinderzumolymp@kulturstiftung.de)

WETTBEWERBSKRITERIEN

1. Prämiert werden gemeinsame Projekte zwischen Schulen und Kulturinstitutionen/ schulexternen Künstlern.
2. Teilnehmen können Klassen, Kurse, Arbeitsgemeinschaften oder Schulprojekte (keine Solistenprojekte!)
3. Das Projekt sollte als Schulveranstaltung in den Schulkontext eingebettet sein und der Wettbewerbsbeitrag als Facharbeit / besondere Leistung im Unterricht angerechnet werden können.
4. Um an der Vorauswahl des Wettbewerbs teilnehmen zu können, muss eine aussagekräftige Projektbeschreibung über die Webseite www.kinderzumolymp.de eingereicht werden. Die aktive Mitwirkung der Schüler an Konzeption und Durchführung des Projekts sowie die Kooperation zwischen Kulturpartner und Schule müssen klar ersichtlich sein.
5. Der Preis wird für durchgeführte und laufende Projekte vergeben. (Frühestmöglicher Projektstart: Schuljahresbeginn 2009, spätester Projektabschluss: 15. Mai 2011.) Projekte, die bereits teilgenommen haben, können nicht noch einmal eingereicht werden.
6. Das Konzept muss übertragbar und alltagstauglich sein: gute Ideen, wie wir sie suchen, sind weder von einem großen Budget abhängig noch zwangsläufig mit einem spektakulären Event verknüpft.
7. Gesucht sind nachhaltige Projekte, die über einen längeren Zeitraum im Schuljahr verankert sind: Einzelne Projekttage ohne intensive Vor- und Nachbereitung gehören nicht dazu.

PREISE

Pro Sparte/ Bereich werden in der Regel vier Preise à 1.000 Euro vergeben – jeweils ein Preis für jede Altersstufe.

Sonderpreis der Deutsche Bank Stiftung für die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil: 5.000 Euro.
Die Beteiligung an der Sonderpreisausschreibung schließt eine zusätzliche Bewerbung mit Einzelprojekten bei den Spartenpreisen nicht aus. (Weitere Informationen zur Sonderpreisbewerbung zum Download unter www.kinderzumolymp.de)

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich in jeder Sparte aus einem Künstler, einem Pädagogen und einem Jugendlichen zusammensetzt. Bei einer zentralen Preisverleihung im Herbst 2011 werden die Gewinnergruppen (2 Schüler pro Projekt sowie 1 Lehrer und ein Vertreter des Kulturpartners) eingeladen und ihre Projekte der Öffentlichkeit innerhalb eines kleinen Festaktes vorgestellt.

ANMELDUNG UND TERMINE

Anmeldung:
27. September bis 30. November 2010 über www.kinderzumolymp.de
durch die Schule oder den Kulturpartner

Einreichen des Wettbewerbsbeitrags:
bis 1. März 2011 nur über das Onlineformular auf www.kinderzumolymp.de

Vorauswahl:
März/April 2011, anschließend Information der Endrundenteilnehmer

Für Endrundenteilnehmer: Einsendung von zusätzlichen Dokumentationsmaterialien:
ab Mai 2011

Jurysitzung: Mai/Juni 2011

Information der Preisträger: Juni 2011

Preisverleihung: Herbst 2011

KONTAKT UND INFORMATION
Kulturstiftung der Länder
Kinder zum Olymp!
Lützowplatz 9
10785 Berlin
030 – 89 36 35 17
kinderzumolymp@kulturstiftung.de
www.kinderzumolymp.de

 

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Gestern wurden die begehrten Preise in Berlin übergeben: Die rund 400 Gewinner versammelten sich am 27. September 2010 im Konzerthaus Berlin zur Preisverleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Schulen kooperieren mit Kultur“ der Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! Die Kulturstiftung der Länder hatte zum 6. Mal zusammen mit der Deutsche Bank Stiftung zum Wettbewerb aufgerufen: Schulen, kulturelle Institutionen und Künstler sollten gemeinsam innovative kulturelle Projekte auf die Beine stellen, um Kunst und Kultur nachhaltig in den Schulalltag zu integrieren.

Mit einem erfolgreichen Ergebnis: Von rund 700 zum Wettbewerb angemeldeten Projekten der Sparten Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte, Film, Fotografie und Neue Medien, Theater, Tanz, Literatur, Musik und Musiktheater hatten sich die Vertreter der 33 Preisträgerprojekte im Konzerthaus Berlin eingefunden. Prof. Dr. Karin von Welck, Senatorin a. D., überreichte die mit je 1.000 Euro dotierten Preise. „Kinder zum Olymp! hat sich zu einer Bewegung entwickelt, an der sich immer mehr Schüler, Kultureinrichtungen und Künstler mit innovativen, Spaß an Kunst und Kultur vermittelnden Projekten beteiligen. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt und man kann auch mit wenigen Mitteln viel erreichen“, sagte Frau von Welck anlässlich der Preisverleihung. Insgesamt wurden dieses Jahr Preisgelder in Höhe von 36.000 Euro an die vorbildlichen Kooperationsprojekte vergeben. Die Preisträger kamen aus Grund-, Gesamt- und Förderschulen, Haupt-, Realschulen und Gymnasien und sie haben bewiesen, was Kunst und Kultur in ihren Schulen alles bewirken kann. „Besonders freut uns, dass sich an den vielen Projekten in den Schulen immer mehr Schülerinnen und Schüler beteiligen. Seit Jahren appellieren wir an die Länder, die kulturelle Bildung stärker in den Lehrplänen zu verankern – der deutliche Anstieg der Teilnehmer zeigt uns heute, dass es für die kreativen, künstlerischen Projekte immerhin endlich Freiräume im Schulalltag gibt“, erklärte Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder.

Als Laudatoren wirkten prominente Gäste mit: Prof. Dr. Bernd Lindemann, Direktor der Gemäldegalerie Berlin, die Geigerin Viviane Hagner, Annegret Hahn, Intendantin des Thalia Theaters, Halle, und der KI.KA-Moderator Juri Tetzlaff.

Dieses Jahr wurden erstmalig zwei Schulen mit dem Sonderpreis „Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil“ der Deutsche Bank Stiftung ausgezeichnet. Mit einer Vielzahl von Projekten in allen kulturellen Sparten überzeugte die LVR Anna-Freud-Schule/Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung aus Köln (Preisgeld 5.000 Euro). Auch die Thalia Grundschule Berlin beeindruckte mit ihrem Konzept der „Neun Säulen der Kreativitätsförderung“ (Preisgeld 3.000 Euro). Dr. Tessen von Heydebreck, Vorstand der Deutsche Bank Stiftung, überreichte die Preise an beide Gewinner. „Wir freuen uns, dass wir erstmals zwei Schulen für ihr überzeugendes Kulturprofil auszeichnen konnten. Damit zeigen wir, wie wichtig die Einbeziehung künstlerischer Aktivitäten in den gesamten Schulalltag ist. Zugleich soll der Preis Ansporn sein für weiteres kulturelles Engagement von Schulen.“

Mit ihrem bundesweiten Wettbewerb möchte die Kulturstiftung der Länder zusammen mit der Deutsche Bank Stiftung auch in Zukunft weiter kreative und innovative Projekte zwischen allgemeinbildenden Schulen und Kulturschaffenden fördern mit dem Ziel Kinder und Jugendliche für Kunst und Kultur zu begeistern. Schirmherr der Initiative ist Bundespräsident Christian Wulff.

Die Zwischenbilanz der Bildungsinitiative: Die sechs Wettbewerbe von Kinder zum Olymp! für die besten kulturellen Bildungsangebote sprechen in deutlichen Zahlen – 180 Projekte wurden bisher ausgezeichnet, 150.000 Schülerinnen und Schüler haben sich insgesamt an den 4.334 Projekten, die zum Wettbewerb angemeldet wurden, beteiligt. Rund 200.000 Euro an Preisgeldern konnten in den letzten Jahren an die Gewinner vergeben werden.

Unter den Preisträgern sind Projekte aus zwölf Ländern vertreten. Die Spannbreite ist auch in diesem Jahr sehr groß: In Nordrhein-Westfalen beispielsweise haben 60 Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Velbert-Mitte sich gemeinsam mit der Musik&Kunstschule und dem Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum Velbert dem Thema Raum gewidmet. In ihrem Projekt „RaumTraum“ entwarfen sie Türen und gestalteten Kisten, die sie mit ihren Träumen füllten: einem weißen Sandstrand mit Meerblick oder einer Wolkentreppe, die in Richtung Himmel führt. Zu bestaunen sind die Kunstwerke in ihrer eigenen Ausstellung. Das Projekt erhielt zusätzlich den Sonderpreis der Jugendjury von Kinder zum Olymp! Vier Klassen der Helene-Fernau-Horn-Schule für Sprachbehinderte in Stuttgart arbeiteten regelmäßig im Schulalltag an ihrem Projekt „Traumzirkus“. Vor einer Fernsehleinwand balancierten und jonglierten die Schüler in einer Zirkusarena: ein wahres Zauberwerk, bei dem auf einmal ein Seiltänzer auf der Oberleitung einer Straßenbahn balanciert! Ein Preis in der Sparte Theater ging an Saalfelder Gymnasiasten für das Projekt „MySpace. Ein öffentlicher Schau-Spiel-Raum für Saalfeld“. Dort konnten sich die Schüler in einem leer stehen Kaufhaus in der Innenstadt austoben: Sie veranstalteten Lesungen mit Poetry Slam, zeigten aber auch die Nutzung des Gebäudes im Nationalsozialismus und brachten verschiedene Licht- und Farbinstallationen an, die die Räume in neuem Glanz zeigten.

 

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Ab sofort ist die „DATENBANK KULTURELLE BILDUNG – Berliner Netzwerk für Kooperationen“ für alle Interessierten und Aktiven der kulturellen Kinder- und Jugendbildung und die Öffentlichkeit kostenlos unter www.DatenbankKulturelleBildung.de zugänglich.

Claudia Zinke, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Familie und der Leiter der Kulturabteilung der Senatskanzlei, Volker Heller, haben heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Museum für Kommunikation die neue DATENBANK KULTURELLE BILDUNG vorgestellt.

Staatssekretärin Claudia Zinke: „Ziel ist, mithilfe der Datenbank die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Kultur, Schule und Jugendarbeit auszubauen und die an Kultureller Bildung Beteiligten innerhalb der Stadt stärker miteinander zu vernetzen. Projektideen können in der neuen Internetplattform eingesehen, Kontakte geknüpft, bestehende Beziehungen intensiviert und Partnerschaften entwickelt werden. Die Datenbank ist ergänzend zu den vielfältig vorhandenen Angeboten ein virtueller Ort, der die Grundlage für reale Begegnungen schafft und neue Kooperationen ermöglicht.“

Volker Heller betonte, die Datenbank biete Kulturschaffenden, die sich in der Kulturellen Bildung engagieren, ein Forum, sowohl Projektformate und -ideen als auch gelungene schon durchgeführte Projekte vorzustellen. „Wir haben mit der Datenbank eine kostenfreie und nutzerfreundliche Ideen- und Kontaktbörse für kulturelle Bildung.“

Die DATENBANK KULTURELLE BILDUNG geht aus dem Berliner Rahmenkonzept Kulturelle Bildung hervor. Sie wurde unter Federführung der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) Berlin e.V. in Kooperation mit der JugendKulturService gGmbH, der Kulturprojekte Berlin GmbH, dem Kulturwerk des bbk berlin GmbH und der Stiftung Demokratische Jugend/jugendnetz-berlin.de entwickelt und von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie aus Mitteln der Stiftung für kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung gefördert.

 

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Wissen Sie eigentlich, wer Luigi Cherubini war? Selbst die Forscher stehen vor Hindernissen: Die Quellenlage für das Studium seiner Werke ist weitgehend diffus, es stehen nur wenige verlässliche Werkausgaben zur Verfügung und große Teile des Oeuvres dieses Mozart- und Beethoven-Zeitgenossen sind unbekannt. Anlässlich seines 250. Geburtstags (*14.09.1760 in Florenz) befasst sich nun ein internationaler Kongress mit dem italienischen Komponisten: Unter dem Titel „Cherubini – vielzitiert, bewundert, unbekannt“ findet die Tagung vom 25. bis 27. November 2010 im Festsaal Fürstenhaus der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar statt. Die Leitung des Kongresses hat die Weimarer Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Helen Geyer, die derzeit auch eine wissenschaftlich-kritische Cherubini-Werkausgabe im Simrock-Verlag herausgibt.

Verschiedene Aspekte des Cherubini-Werkes werden beleuchtet und das bisher nur in Teilen erforschte Wirken und Schaffen des Komponisten in den Fokus der Betrachtung gerückt. Die Frage nach der ästhetischen Einordnung vor allem des mächtigen Opernschaffens bildet einen zentralen Aspekt. Es werden auch Fragen zum Sublimen und Erhabenen gestellt: Diese Bereiche betreffen Kirchenmusik und Oper gleichermaßen. Aus Cherubinis umfangreichem sakralem Schaffen werden unter anderem völlig unbekannte frühe Messen vorgestellt und die späteren sinfonisch anmutenden Werke neu diskutiert.

Den Kongress flankieren eine kleine Ausstellung, die die Cherubinischen Werke in ihrer Rezeption an den mitteldeutschen Bühnen – speziell Thüringens – veranschaulichen soll, sowie drei Konzerte, in denen einige der diskutierten Werke zu hören sein werden. So erklingen in Weimar unbekannte Arien aus Cherubinis Opern, frühe Messkompositionen und einige seiner Streichquartette.

Veranstalter des Kongresses ist die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Kooperation mit dem gemeinsamen Institut für Musikwissenschaft der Hochschule und der Friedrich- Schiller-Universität Jena, der Internationalen Cherubini-Gesellschaft und dem Deutschen Studienzentrum Venedig. Finanziell unterstützt wird die Tagung von der der Gerda Henkel Stiftung, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Internationalen Cherubini-Gesellschaft.

Luigi Cherubini (1760-1842) war ein außerordentlich vielseitiger Künstler und Kosmopolit. Neben seinem Wirken als Komponist und Direktor des Pariser Conservatoire betätigte er sich auch als Maler und Botaniker. Seine Werke erfreuten sich auf deutschen Bühnen großer Beliebtheit, seine Ouvertüren empfand Richard Wagner als vorbildhaft. Robert Schumann verglich seine Streichquartette mit Dichtungen Dantes, und Cherubinis Messe in d-Moll von 1811 sprengte in mancher Hinsicht die Maßstäbe der Missa Solemnis Beethovens.

Beim Kongress werden Aspekte seines Opernschaffens diskutiert: die Problematik der kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonialisierung Südamerikas (L’Idalide), des Ifigenien- oder Démophoon-Stoffes sowie der Blick auf den bedeutenden Lehrer und Wegbereiter Cherubinis, Giuseppe Sarti. Auch das spätere französische Opernwerk (Médée/Les Abençérages) wird Gegenstand der Betrachtung sein. Ein weiteres Thema bildet eine Neubewertung der Quellen der Streichquartette. Wenig berücksichtigt wurden überdies bislang die widersprüchlichen Rezensionen von Cherubinis Kompositionen: Das Echo reichte von vorbehaltloser Bewunderung (Beethoven, Haydn, Brahms) bis hin zu harscher Kritik (Berlioz). Einen wichtigen Beitrag zu editorischen Problemen soll ein Roundtable leisten.

 

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Das Präsidium des Deutschen Musikrates und die Konferenz der Landesmusikräte haben sich in einer gemeinsamen Erklärung zur Einführung einer Bildungscard geäußert:

„Das Präsidium des Deutschen Musikrates und die Konferenz der Landesmusikräte begrüßen im Grundsatz die Einführung einer Bildungscard. Wir fordern Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf, eine Kommission für die Einführung der Bildungscard mit den Akteuren aus Politik und Zivilgesellschaft einzusetzen.

Wir unterstützen die Zielsetzung, mittelfristig alle Kinder und Jugendliche in das Nutzungskonzept der Bildungscard einzubeziehen – je nach sozialer Lage mit unterschiedlichen Leistungsmerkmalen. Jedem Kind und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, ist ein bisher unerreichtes Ziel. Wir sehen in der Bildungscard auch einen Beitrag zur Verstärkung der Finanzierung der Musikalischen Bildung, da die notwendigen Kapazitäten für die zu erwartende Nachfrage geschaffen werden müssen. Dazu ist eine vernetzte Zusammenarbeit der Ministerien auf Bundesebene mit den Ländern, sowie den Dach- und Fachverbänden notwendig.

Die Bildungscard wird nur dann Wirkung entfalten, wenn sie nachhaltig konzipiert wird und Qualität und Kontinuität in den Konzepten und Rahmenbedingungen der Musikalischen Bildung zur Bedingung macht.“

 

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Von Bamberg über Hamburg bis Nicaragua, in stadtweiten Kooperationsnetzwerken, modellhaften Einzelinitiativen und generationsübergreifenden Partizipationsprojekten kooperieren Kultureinrichtungen und Schulen auf hohem Niveau und schaffen ganzheitliche Bildungsgelegenheiten für Kinder und Jugendliche: „MIXED UP“ sind die Themen, Konzepte und Kooperationsformate der diesjährigen Preisträger des gleichnamigen Wettbewerbs der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Am 14. September kam in Bonn die MIXED UP Fachjury zusammen, um aus über 380 Bewerbungen die sechs Preisträger auszuwählen. Die Entscheidung fiel nicht leicht – angesichts der deutlich gestiegenen Anzahl qualitätsvoller Wettbewerbseingänge aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Rennen machten:

- der Zirkus Giovanni des Don Bosco Jugendwerks Bamberg, der in enger Zusammenarbeit mit Grund- und Hauptschulen zirkuspädagogische Methoden für die Förderung benachteiligter junger Menschen einsetzt und dabei, so die MIXED UP Fachjury, „das Thema Berufsorientierung vorbildlich angeht“;
- das medien- und museumspädagogische Projekt Audioguide von Jugendlichen für Jugendliche, bei dem neben der Reformschule Kassel und der Stiftung Zuhören weitere Partner wie die museumslandschaft hessen kassel, das Freie Radio Kassel und der Verein Medienblitz e. V. involviert waren und dessen Modellcharakter die Juroren überzeugte;
- die Schule Arnkielstrasse und der Bürgertreff Altona Nord, die mit ihrem poetischen Stadtteilprojekt durch konsequente Einbeziehung des Sozialraums und originelle Präsentationsformate punkteten;
- das Kooperationsprojekt ELEMENTANZ des afz/TAPST und der Marktschule Bremerhaven, das eine komplette Schule in Form von naturwissenschaftlichen Experimenten, Tanz und dem Fachunterricht um das Thema Elemente kreisen ließ und dabei einen generationsübergreifenden Ansatz verfolgte;
- sowie das EinWanderHaus der Quartier gGmbH Bremen, das sich in einem stadtweiten Netzwerk von Kulturpartnern und Schulen mit der Selbstverständlichkeit von Zuwanderung auseinandersetzt.

Der diesjährige Sonderpreis Grenzgänger für eine international vernetzte MIXED UP Kooperation geht an das deutsch-nicaraguanische Zirkusprojekt SOMOS – Wir sind!, eine langfristig angelegte und durch Nachhaltigkeit und vielfältige Bildungsmöglichkeiten geprägte Kooperation der Willi-Brandt-Gesamtschule Köln-Höhenhaus und des Städtepartnerschaftsvereins Köln-Corinto/El Realejo e. V.

Auf unterschiedlichste Weise und an verschiedensten Orten bieten die preisgekrönten MIXED UP Projekte Kindern und Jugendlichen kulturelle Bildungsgelegenheiten, die stark fürs Leben machen. Stärkenorientiert und jenseits von unüberwindbaren Bildungsbarrieren schaffen sie neue Erfahrungsräume für Schülerinnen und Schüler und stehen Modell dafür, wie das Lernen und Leben in und mit Schule durch die Zusammenarbeit mit Kulturpartnern nachhaltig verändert werden kann.

Die feierliche Vergabe der MIXED UP Kulturpreise durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) wird am Montag, 25. Oktober 2010 in Berlin stattfinden.

Unter dem Motto Grenzgänger: Kultur macht Schule werden im Rahmen eines BKJ Fachforums die diesjährigen Preisträger gekürt. Neben den Präsentationen und Erfahrungsberichten der MIXED UP Preisträger 2010 diskutieren Experten/innen aus dem In- und Ausland über Perspektiven für mehr Kulturelle Bildung an und mit Schulen. Interessierte Fachvertreter/innen und Praktiker/innen sind auch zum anschließenden Auftakt der MIXED UP Akademie am 26. Oktober mit Werkstätten rund um das Themenfeld Kultur macht Schule herzlich eingeladen! Anmeldungen werden bis zum 4. Oktober 2010 gerne noch entgegengenommen: http://www.kultur-macht-schule.de.

 

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute gemeinsam mit dem polnischen Kulturminister Bogdan Zdrojewski das internationale Symposium der Mercator Stiftung „Arts for Education“ in Essen eröffnet. In seiner Eröffnungsrede betonte der Kulturstaatsminister: „Kulturelle Bildung ist eines der Schlüsselthemen unserer Gesellschaft. Nur wer am kulturellen Leben teilnehmen kann, der kann auch die Gesellschaft aktiv mitgestalten. Deshalb habe ich dieses Thema zu einem Schwerpunkt meiner Politik gemacht. Gerade bei der Förderung der Kulturhauptstadt Europas 2010 hier in Essen war es mir wichtig, dass der Löwenanteil der Bundesförderung Projekten der kulturellen Bildung zugutekommt. Besonders erfolgreich ist hier das Modellprojekt ‚Jedem Kind ein Instrument‘.“

Dieses internationale Symposium sei ein weiterer Baustein für eine fruchtbare Zusammenarbeit der Akteure kultureller Bildung in Europa, erklärte Staatsminister Bernd Neumann weiter. „Ich danke der Mercator Stiftung für ihr außergewöhnliches Engagement. Seit vergangenem Jahr ist auch die von meinem Haus geförderte Stiftung Genshagen im europäischen Rahmen für die kulturelle Bildung aktiv. Mit dem heutigen Kongress werden tragfähige Verbindungen geknüpft, die sicherlich auch in Zukunft fruchtbar werden. Nutzen wir die Chance, über den nationalen Tellerrand zu blicken und in der kulturellen Bildung europaweit zusammenzuarbeiten.“

Kulturstaatsminister Bernd Neumann und sein polnischer Amtskollege besuchten anschließend auch das im Januar dieses Jahres neu eröffnete Ruhr Museum auf Zeche Zollverein, dessen Planung und Aufbau durch BKM gefördert wurde. Seit der Eröffnung zählte das Museum bereits 350.000 Besucher.

Das internationale Symposium der Mercator Stiftung findet vom 13. bis zum 15. September in Essen statt. Über 300 internationale Experten diskutieren in Themen und Gesprächsrunden über verschiedene Aspekte der kulturellen Bildung. Parallel findet eine Jugendkonferenz mit 100 Jugendlichen aus 35 Ländern statt. Seit 2007 ist die kulturelle Bildung Arbeitsschwerpunkt der Mercator Stiftung.

Das Symposium findet im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas 2010 statt, die mit 19 Millionen Euro aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers unterstützt wird. Schwerpunktmäßig werden dadurch Projekte der kulturellen Bildung gefördert. Unter diesem Gesichtspunkt hat auch Kulturstiftung des Bundes die Initiative „Jedem Kind ein Instrument“ zusätzlich mit 10 Millionen Euro unterstützt. Mit bislang acht Millionen Besuchern hat die Kulturhauptstadt Europas 2010 „Essen für das Ruhrgebiet“ bereits heute eine einzigartige Breitenwirkung erzielt. Das Projekt „Still-Leben“ versammelte drei Millionen Bürgerinnen und Bürger auf der gesperrten Autobahn A 40. Beim „Day of Song“ sangen 60.000 Menschen gemeinsam mit Chören und Orchestern in der Veltins Arena.

 

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Musikschulen, Chöre, Orchester, Bands und andere Musikgruppen bieten Kindern und Jugendlichen hervorragende Möglichkeiten der musikalischen Bildung. Neben der Förderung nach dem Musikschulgesetz liegt dem Kulturministerium die Nachwuchsförderung besonders am Herzen. Die Steinbeis-Hochschule Berlin wurde deshalb beauftragt, die Musikschulförderung in Brandenburg zu bewerten.

Erstmals werden bei dieser Analyse auch die privaten Musikschulen und Musikpädagogen/innen des Landes ins Blickfeld gerückt. Dafür wird eine anonyme Umfrage gestartet. Ziel ist es, alle privaten Anbieter von musischer Bildung zu erreichen, also Musikpädagogen/innen an privaten Musikschulen, aber auch Freiberufler/innen, die beispielsweise im heimischen Wohnzimmer unterrichten. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Wie viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhalten jenseits der allgemein bildenden Schulen eine musikalische Ausbildung in Brandenburg? Wie viele Pädagogen/innen nehmen diese Aufgabe war und unter welchen Rahmenbedingungen findet der Unterricht statt?

Mit dieser Umfrage beschreitet Brandenburg einen neuen Weg, um die Angebote für die musikalische Bildung im Land möglichst vollständig zu erfassen und bewerten zu können.

Alle, die im Bereich musikalische Bildung aktiv sind, werden gebeten, sich an dieser Umfrage zu beteiligen. Der Fragebogen ist mit weiteren Informationen zum Projekt im Internet zu finden:
http://www.musikunterricht-brandenburg.de

 

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Sie leiten das Schulorchester, inszenieren Theateraufführungen, organisieren Schulfeste oder bringen die Website der Schule auf den neuesten Stand: Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 26 Jahren, die ab September 2011 für sechs oder zwölf Monate als Freiwillige des Programms »kulturweit« an einer Deutschen Auslandsschule mitarbeiten möchten, können sich vom 1. bis 30. November 2010 für einen der Plätze bewerben. Gute Vermittlungschancen bestehen vor allem für einen Freiwilligendienst in Mittel-, Südost- und Osteuropa. Darauf weist der Pädagogische Austauschdienst (PAD) der Kultusministerkonferenz hin.

Gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) wählt er die Freiwilligen aus. Das Bewerbungsverfahren läuft online unter www.kulturweit.de. Durchgeführt wird »kulturweit« vom Auswärtigen Amt in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission.

Der Dienst basiert auf den Regelungen für das Freiwillige Soziale Jahr.
Bewerber müssen über einen Haupt- oder Realschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder das Abitur verfügen. Vorausgesetzt wird außerdem, dass sie ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und Deutsch auf muttersprachlichem Niveau beherrschen. Während des Aufenthalts erhalten die Freiwilligen unter anderem einen Zuschuss zu den Mietkosten und ein Taschengeld.

 

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Der Deutsche Kulturrat hat den Umgang des Auswärtigen Amts mit dem Vorhaben einer deutschen Künstlerakademie in Istanbul kritisiert. «Es wäre vollkommen falsch, dieses wichtige Projekt zu verhindern», sagte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin. Gerade in der Türkei und in Istanbul sei ein solches Haus vernünftig und logisch, weil es den kulturellen Austausch erlaube und zur Integrationsdebatte beitrage.

Der Bundestag hatte 2009 Mittel für die Errichtung einer Akademie mit Künstleraustausch und Stipendienprogramm in Tarabya, der historischen Sommerresidenz des deutschen Botschafters in Istanbul, bereitgestellt. Vorbild ist die Villa Massimo in Rom. In den vergangenen Wochen erklärte das Auswärtige Amt das Vorhaben für gescheitert. Es werde neue Pläne geben.

Zimmermann forderte die im Außenamt für Kulturfragen zuständige Staatsministerin Cornelia Pieper (FDP) zum Handeln auf. Der Umgang mit Tarabya werde für die Liberale zum Lackmustest. «Ich bin überrascht», so der Geschäftsführer, dass man ein solches Projekt einfach zur Disposition stellen kann». Wenn Pieper sich nicht kämpferisch engagiere, wäre das «auch für sie selbst zutiefst bedauerlich».

Bei der Debatte um Tarabya gehe es längst nicht nur um eine Künstlerakademie, sondern um eine Symbolfrage, erläuterte Zimmermann. Irritierend sei, dass Minister Guido Westerwelle sehr kulturinteressiert sei, sein Haus aber eine solche Entscheidung treffe. Damit agiere es gegen eine Entscheidung des Parlaments.

Zimmermann betonte, er befürchte, dass Tarabya nur die Spitze eines Eisbergs sei. «Und wir wissen ja alle aus Erfahrung, dass der Eisberg unter der Wasseroberfläche dann weit größer ist», meinte er. Es dürfe bei der auswärtigen Kulturpolitik nicht zu einer erneuten «Fischerisierung» kommen, sagte er unter Anspielung auf den Außenminister der rot-grünen Regierung von 1998 bis 2005, Joschka Fischer (Grüne). Dessen Nachfolger Frank-Walter Steinmeier (SPD) habe in diesen Politikbereich Ruhe und Verlässlichkeit hineingebracht und habe sich bei den Mittlerorganisationen großes Ansehen erworben. Ein erneuter Wandel wäre zutiefst bedauerlich.

Vor zehn Tagen hatte das Außenamt mitgeteilt, das bisherige Konzept für eine deutsche Künstlerakademie in Istanbul werde nicht umgesetzt. Die ursprünglichen Planungen würden überarbeitet. Das sorgte bei Fachpolitikern der CDU und der Grünen für Empörung. Sie forderten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum Eingreifen auf.

Seit Jahren laufen Vorarbeiten für die Akademie, die ein Ort des künstlerischen Austauschs mit der Istanbuler Kunst- und Kulturszene werden soll. Zuletzt hatte der Bundestags-Haushaltsausschuss im Juli vorigen Jahres sechs Millionen Euro für das Vorhaben freigegeben. Zwischenzeitlich war eine Eröffnung im Jahr 2010 geplant. Istanbul ist 2010 eine der Kulturhauptstädte Europas. Die Akademie in Istanbul sollte nach bisherigem Stand in Partnerschaft mit dem Goethe-Institut entstehen und je sieben Künstlern unterschiedlicher Sparten aus Deutschland bis zu sechsmonatige Aufenthalte ermöglichen. Das Grundstück von Tarabya hatte Sultan Abdülhamid II. 1880 dem Deutschen Reich geschenkt.

 

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Bei der Amtseinführung der neuen Direktorin des Deutschen Studienzentrums Venedig, Michaela Meine, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann am gestrigen Montag: „Das deutsche Studienzentrum Venedig ist ein wichtiger deutscher Kulturbotschafter in Italien. In keinem anderen Land der Welt unterhält Deutschland ein vergleichbar dichtes Netz kultureller Institutionen. Das Studienzentrum ist zusammen mit der Villa Massimo in Rom und der Villa Romana in Florenz das gelebte Symbol für die engen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, die weit in die Geschichte zurückreichen. Mit unseren Stipendien geben wir Wissenschaftlern und Künstlern die Gelegenheit in Venedig die Freiräume für Wissenschaft, Kunst und Kultur zu nutzen und an diesem einmaligen Ort Impulse und Anregungen aufzunehmen.“

Manuela Meine übernimmt turnusmäßig nach fünf Jahren die Leitung des Studienzentrums von ihrem Vorgänger Uwe Israel. Als Musikwissenschaftlerin und Romanistin ist Michaela Meine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit Forschungsschwerpunkten in der Musikgeschichte der Moderne und der Renaissance tätig. Daneben arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zu einem römischen Musiksalon des späten 19. Jahrhunderts. Das Deutsche Studienzentrum in Venedig ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zu Geschichte und Kultur Venedigs fördert. Stipendien werden an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, deren Forschungsprojekte sich auf Venedig beziehen. Außerdem bekommen Künstlerinnen und Künstler zweimonatige Stipendien für Arbeitsprojekte mit Venedig-Bezug. Das Studienzentrum wird als Forschungseinrichtung vom BKM mit jährlich rund 450.000 Euro gefördert.

 

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Im Frühsommer 2011 finden zum fünften Mal die „Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik“ statt. Hierzu sind die allgemeinbildenden Schulen des Landes eingeladen, ihr musikalisches Können in der Zeit vom 20. bis 22. Mai 2011 im Rahmen öffentlicher Konzerte zu präsentieren. Anmeldeschluss ist der 16. November 2010.

Bis zu 50 Konzerte rheinland-pfälzischer Schulen können gefördert werden. Förderung erhalten sowohl Konzerte, die – bevorzugt mit anderen Schulen – eigens für diesen Termin organisiert, aber auch bereits geplante, die auf dieses Wochenende gelegt werden. Die Veranstaltung ist auf die Bedingungen des schulischen Musizierens abgestimmt. Sie wendet sich nicht an Solisten, sondern spricht Musikensembles an, wie sie in der Schule in unterschiedlichster Zusammensetzung anzutreffen sind.

Die Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik finden im Abstand von drei Jahren statt und wurden 1999 erstmalig durchgeführt. Mit über 11.000 mitwirkenden Schülerinnen und Schülern erreichten sie 2008 einen Teilnahmerekord. Auch diesmal wird die bewährte Zusammenarbeit des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der LBS Rheinland-Pfalz und des Verbands Deutscher Schulmusiker (vds) fortgesetzt. Die Schirmherrschaft hat Bildungsministerin Doris Ahnen übernommen.

Anmeldungen an:
Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik, LBS Rheinland-Pfalz, Vordere Synagogenstraße 2, 55116 Mainz oder per E-Mail an info(at)schulmusik-rp.de. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.schulmusik-rp.de abrufbar.

 

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Die unabhängige Maecenas-Jury des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI würdigt mit der Auszeichnung Anne-Sophie Mutter für ihr beispielgebendes, persönliches Engagement in ihrem Freundeskreis zur Förderung hochbegabter Streicher und in der von ihr gegründeten Anne-Sophie Mutter-Stiftung zur Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses.

Anne-Sophie Mutter hat bereits in jungen Jahren 1997 den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V." gegründet, mit dem sie seither junge, hochbegabte Solisten der Fächer Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass nicht nur finanziell fördert, sondern sie auch künstlerisch unter ihre Fittiche nimmt und inspiriert. Sie kümmert sich u. a. um die Bereitstellung adäquater Instrumente für ihre Stipendiaten und um die Vergabe von Kompositionsaufträgen zur Repertoire-Erweiterung.

In ihre 2008 gegründete „Anne-Sophie Mutter-Stiftung" mit Sitz in München brachte sie einen Teil ihres Preisgeldes des „Ernst von Siemens Musikpreises" ein. Zweck der Stiftung ist es, die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses weiter zu stärken.

Anne-Sophie Mutter hat diese Aufgaben nicht an Dritte delegiert, sondern sie verwendet einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit dafür, ihre Förderung aktiv persönlich umzusetzen. Mit ihrem außerordentlichen Engagement möchte die Künstlerin auch besonders auf die Defizite in der Musikausbildung und -praxis an den Schulen aufmerksam machen. Darüber hinaus weist Anne-Sophie Mutter mit Benefizkonzerten nicht nur auf medizinische und soziale Belange hin, sondern sie unterstützt auch kulturelle Projekte - wie den Wiederaufbau der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar oder das Beethoven-Haus Bonn, zuletzt zugunsten des Erwerbs der Originalhandschrift von Beethovens Diabelli-Variationen.

Der Festakt findet am 7. Dezember 2010 um 16.00 Uhr im Beethoven-Haus Bonn statt.

Der AsKI e.V. verleiht seit 1989 die undotierte Maecenas-Ehrung an Persönlichkeiten für ihr herausragendes Engagement für Kunst und Kultur. Er will auf diese Weise der privaten Kulturförderung Rechnung tragen, der ein Großteil seiner Mitgliedsinstitute ihre Entstehung verdankt.

Der AsKI e.V. ist ein Verbund von 35 national und international angesehenen, selbständigen Kultur- und Forschungsinstituten, die durch eine wertvolle Sammlung in besonderem Maße die Qualität und Vielfalt des kulturellen Deutschland repräsentieren. Der AsKI e.V. ist Träger der Casa di Goethe in Rom.

 

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Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, plädiert für einen „Freiwilligen Kultureinsatz“ als Fortführung und Ausbau des Freiwilligen sozialen Jahres im Kulturbereich (FSJ Kultur). Damit greift er die aktuelle Debatte um die Weiterentwicklung des Zivildienstes auf und lenkt gezielt auf das FSJ Kultur, das seit 10 Jahren ebenfalls im Rahmen des Wehrersatzdienstes geltend gemacht werden kann. Goppel: „Der Freiwilligendienst bietet jungen Leuten die Chance, wertvolle Erfahrungen für ihren späteren Beruf zu sammeln. Vor allem im „Freiwilligen Kultureinsatz“ erfolgt dies oft an der Schnittstelle zwischen Ehrenamt und Beruf. Das schafft grundsätzlich ein Bewusstsein für die eigene Kultur und für die soziale Verantwortung und prägt die jungen Leute nachhaltig.“

Um dem zunehmenden Interesse junger Leute am „Freiwilligen Kultureinsatz" gerecht zu werden, hat der BMR-Präsident nun eine offene Anfrage an Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gerichtet. In seinem Schreiben nimmt Goppel auf die Ankündigung der Ministerin Bezug, im Zusammenhang mit der Reduzierung und Verkürzung der Wehrpflicht einen bundesweit freiwilligen Zivildienst in sozialen Einrichtungen für geschätzte 35.000 Freiwillige einzurichten, und fragt an, inwieweit daneben der freiwillige Einsatz im Kulturbereich ausgebaut werden könne.

Laut Mitteilung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) als Trägerverbund des FSJ Kultur sind es aktuell 1.100 Plätze an 900 Kultureinrichtungen in fünfzehn Bundesländern. In den zurückliegenden 10 Jahren zeigten mehr als 38.000 Bewerberinnen und Bewerber ihr Interesse für ein freiwilliges soziales Jahr im Bereich Kultur.

 

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Bei der Verleihung des diesjährigen BKM-Preises für Kulturelle Bildung betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann gestern in der Stiftung Genshagen: „Als wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Preis für Kulturelle Bildung ausgelobt haben, wollten wir erreichen, dass Kultureinrichtungen verstärkt die kulturelle Vermittlung als integralen Bestandteil ihrer Arbeit verstehen. Durch unsere Initiative haben die Aktivitäten zur kulturellen Bildung in Deutschland deutlichen Auftrieb erhalten. Heute zeichnen wir bundesweit vorbildliche Projekte aus, die insbesondere bislang unterrepräsentierten Zielgruppen einen besonderen Stellenwert einräumen.“

Zu den drei Preisträgern gehört der Verein FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg mit dem Musiktheaterprojekt „Dorf macht Oper!“ Hier haben Einwohner einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines „Festspielhaus“ umgewandelt, in dem von 60 Laien und Profis der „Sommernachtstraum“ aufgeführt wurde.

Preisträger sind auch die Münchner Kammerspiele, die in ihrem Projekt „Hauptschule der Freiheit“ gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert haben.

Ausgezeichnet wurde ebenfalls die Quartier gGmbH Bremen für „Götterspeise und Suppenkasper – Vom Essen und Gegessenwerden“, ein Projekt, bei dem unter anderem nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde – beispielsweise wie in „Mozarts Zeiten“.

Zur Bedeutung der kulturellen Bildung erklärte der Kulturstaatsminister: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Rolle von Kunst und Kultur im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung stärker zum Einsatz kommt. Denn Armut beruht unter anderem auch auf mangelnder Teilhabe an Kultur und Bildung oder zieht diese nach sich. Deshalb setzten wir uns dafür ein, gemeinsam mit den Ländern den Zugang zu kulturellen Angeboten unabhängig von finanzieller Lage und sozialer Bildung zu verstärken. Alle vom BKM geförderten Institutionen müssen mittlerweile Angebote zur kulturellen Vermittlung nachweisen. Die Staatlichen Museen zu Berlin, die von meinem Haus getragen werden, haben beispielsweise in der vergangenen Woche eine Kinderakademie gegründet, die sich besonders an die Kinder wendet, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft noch keinen Zugang zur Kultur gefunden haben. In den Haushaltsverhandlungen konnte ich zudem erreichen, dass wir ab 2010 zusätzliche Mittel in Höhe von einer Million Euro für die Förderung von wegweisenden Projekten kultureller Bildung zur Verfügung haben.“

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Preis für Kulturelle Bildung in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Mit dem Preis werden in der Stiftung Genshagen bundesweit vorbildliche Projekte ausgezeichnet, die nachhaltig wirken, innovativ sind und nach Möglichkeit bislang unterrepräsentierten Zielgruppen einen besonderen Stellenwert einräumen. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis wird zu gleichen Teilen an drei Preisträger verliehen, deren Projekte bereits erfolgreich realisiert worden sind.

Die Stiftung Genshagen wird vom Bund gemeinsam mit dem Land Brandenburg getragen. Sie pflegt europaweit den Dialog zwischen Experten der kulturellen Bildung, ermöglicht konkrete Kooperationsprojekte und eröffnet jungen Menschen aus Europa die Chance zur kulturellen Begegnung.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten unter:
http://www.dorf-macht-oper.de,
http://www.bkj-remscheid.de,
http://www.goetterspeise-quartier.de.

 

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Eine besondere Ehre wird dem Weimarer Musikwissenschaftler Prof. Dr. Detlef Altenburg zuteil: Der Direktor des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena und langjährige Präsident der Gesellschaft für Musikforschung erhält heute in der Thüringer Staatskanzlei das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Verleihung übernimmt Thüringens Kultusminister Christoph Matschie.

Seit 1999 amtiert Prof. Dr. Detlef Altenburg als Direktor des gemeinsamen Instituts für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Geboren 1947 in Bad Hersfeld, zählt Prof. Altenburg seit vielen Jahren zu den wichtigsten deutschen Musikwissenschaftlern.

Detlef Altenburg studierte Musikwissenschaft, Philosophie, Evangelische Theologie und Religionswissenschaft an den Universitäten in Marburg und Köln. Nach seiner Promotion (1973) mit einer grundlegenden Arbeit über die Clarinblaskunst vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde er mit einer Arbeit über Franz Liszt 1980 in Köln habilitiert. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Göttingen und einer Gastprofessur in Lissabon wurde er 1983 Professor für Musikwissenschaft an der Universität/Gesamthochschule Paderborn und an der Musikhochschule Detmold. 1994 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Regensburg, wo er 1995 bis 1997 zusätzlich als Dekan der Philosophischen Fakultät I wirkte. 1999 nahm er den Ruf an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar an, wo er seitdem das Institut für Musikwissenschaft Weimar | Jena leitet. Im Herbst 2008 wurde er zum Dekan der Fakultät III der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gewählt.

Wichtige kulturpolitische Akzente auf Bundesebene konnte Prof. Altenburg als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates setzen. Von großer Bedeutung ist auch seine Tätigkeit im Vorstand der RISM (Répertoire International des Sources Musicales), einem Projekt, das die Erschließung musikalischer Quellen weltweit koordiniert und dadurch die Grundlage für die Wiederentdeckung unzähliger musikalischer Schätze geschaffen hat. Er wirkt außerdem als Mitglied der Akademie der gemeinnützigen Wissenschaft zu Erfurt, in dessen Senat er 2001 aufgenommen wurde. Des Weiteren wurde er 2009 zum Präsidenten der neu gegründeten International Liszt Association (ILA), Budapest, gewählt.

Gerade das Musikland Thüringen mit seiner überreichen Musiktradition und seinen musikgeschichtlich bedeutsamen Quellenbeständen ist durch Professor Dr. Detlef Altenburg als ein exzellenter Standort der deutschen Musikwissenschaft seit vielen Jahren etabliert und geachtet. Die überregionale Strahlkraft des Instituts für Musikwissenschaft Weimar | Jena, das mit der Kombination von Wissenschaft, Praxis und Kulturmanagement ein einzigartiges Profil aufweist, ist wesentlich durch ihn geprägt worden. Als „Brückenbauer“ schuf er in der Funktion des Präsidenten der Franz-Liszt-Gesellschaft Weimar die Voraussetzungen für die Wiedereinrichtung des Faches Musikwissenschaft in Thüringen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist Prof. Dr. Detlef Altenburg seit jeher ein besonderes Anliegen: Für die Durchführung zahlreicher Sonderforschungsprojekte mit Beteiligung an Sonderforschungsbereichen konnte er stets namhafte Drittmittel-Spender gewinnen, außerdem gelang durch seine wichtigen Verbindungen nicht wenigen Studierenden der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bereits unmittelbar nach dem Studienabschluss der Berufseinstieg in interessante Tätigkeitsfelder im gesamten Bundesgebiet.

 

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Mit dem soeben neu erschienenen „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ legt der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ein fundiertes Konzept für die musikalische Bildung im Elementar- und Grundstufenbereich vor. Ziel dabei ist es, Kindern bereits ab dem frühesten Lebensalter vielfältige musikalische Grunderfahrungen mit der eigenen Stimme, Bewegung, klingenden Materialien bis hin zum elementaren Einsatz von Instrumenten zu ermöglichen. Denn musikalische Bildung gerade in den ersten Lebensjahren trägt auf besondere Weise zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern bei und fördert sie hinsichtlich Emotion und Ausdrucksfähigkeit, Kognition und Sprache, Motorik und Sinneswahrnehmung sowie sozialer Interaktion.

Der vom VdM im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Musikalische Bildung von Anfang an“ entwickelte „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ korrespondiert dabei zum „Gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe kindliche Bildung in Kindertageseinrichtungen“, den Kultusministerkonferenz und Jugendministerkonferenz beschlossen haben, sowie zu den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder. Eigene Kapitel des Bildungsplans befassen sich dabei mit Integration und Inklusion von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund sowie von Menschen mit Behinderung.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan: „Insbesondere die öffentlichen Musikschulen gewährleisten an mehr als 4.000 Standorten eine qualitativ hochwertige musikalische Erziehung. 2009 kooperierten sie darüber hinaus mit fast 5.000 Kindertagesstätten und mit ebenso vielen Grundschulen. Mit ‚Musikalische Bildung von Anfang an’ hat der Verband deutscher Musikschulen ein durchgängiges musikalisches Bildungskonzept entwickelt.“

Der VdM-Vorsitzende Winfried Richter: „Der Bildungsplan für die Elementarstufe/Grundstufe ist ein Meilenstein für die frühe musikalische Bildung, an dessen Entwicklung ein sehr großer Teil der Fachwelt an den bundesdeutschen Hochschulen und erfahrene Lehrkräfte aus der Musikschulpraxis beteiligt waren. Die Grundstufe bzw. Elementarstufe der Musikschulen kann nun gleichermaßen von Anfang an als Bildungsangebot ins Familienleben integriert und auch als Bestandteil der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten wirksam werden.“

Der „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ ist erhältlich beim Verband deutscher Musikschulen, Plittersdorfer Str. 93, 53173 Bonn, vdm@musikschulen.de, www.musikschulen.de.

 

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Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016 angelegt und wird stufenweise aufgestockt: „Wir haben das Credo des Programms "Wir machen die Musik!" wörtlich genommen. Musikalische Bildung für alle ist seit einem Jahr nicht nur Ziel, sondern Realität im Musikland Niedersachsen. Deshalb haben wir die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht. In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das Musikalisierungsprogramm integriert," betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen im Musikland Niedersachsen werden seit Beginn dieses Schuljahres durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von „Wir machen die Musik!" in Anspruch nehmen zu können. Langfristig soll auf diese Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung im Musikland Niedersachsen erreicht werden.

Unabhängig der sozialen Herkunft werden jetzt die Drei- bis Fünfjährigen in Kindertageseinrichtungen und ab diesem Schuljahr zusätzlich auch die sechsjährigen Kinder in der Grundschule auf professionelle Weise an Musik herangeführt. Neben der Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor allem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration und Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. Die Integration kindgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote in den Kindergartenalltag unterstützt die frühzeitige Sensibilisierung und Begeisterung für Musik ergänzend zum Schulunterricht. Dabei wird nicht nur Wert auf eine elementare Instrumentalausbildung der Kinder gelegt, sondern auch auf den Umgang mit der eigenen Stimme. Hier unterscheidet sich die Initiative „Wir machen die Musik!" grundlegend von Projekten anderer Bundesländer, wie „Jedem Kind ein Instrument" in Nordrhein-Westfalen. Damit ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm bundesweit einzigartig, wie Gitta Connemann, MdB und Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen e.V. erklärt. „Unsere Musikschulen bringen musikalische Bildung dorthin, wo sie am stärksten nachgefragt und am dringendsten gebraucht wird - in die Kindergärten und Schulen. Viele tausend Kinder im Musikland Niedersachsen erhalten damit eine einmalige Chance. Ihnen wird die Welt des Gesangs, der Musik und des Tanzes eröffnet. Dafür stehen die öffentlichen Musikschulen Niedersachsens. Sie haben sich über viele Jahre als kompetenter und erfahrener Bildungspartner von Kitas, Schulen und des Landes Niedersachsen bewährt."

Im Laufe des vergangenen Schuljahrs haben sich 65 Musikschulen an der Initiative beteiligt, deren Lehrkräfte insgesamt 430 Jahreswochenstunden angeboten haben. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Musikschulen mit 50 Prozent ihrer Personalkosten. Im vergangenen Jahr wurden hierfür 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im laufenden Schuljahr 2010/2011 steigen die Fördermittel auf eine Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen. Euro.

Die Gegenfinanzierung geschieht in Eigenverantwortung der Musikschulen über Sponsoren, Spenden, Eigenmittel oder kommunale Zuwendungen. Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr zeigen, dass die Strahlkraft des flächendeckend angelegten Programms positive Wirkungen auf die Gegenfinanzierung der Landesmittel hat.

Langfristiges Ziel des bis 2016 angelegten Förderprogramms ist es, 80 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und 30 bis 40 Prozent der Kinder in Grundschulen für „Wir machen die Musik!" zu gewinnen. Ab diesem Schuljahr werden auch Musikschulen privater Trägerschaft in das Musikalisierungsprogramm integriert. „Die privaten Musikschulen in Niedersachsen leisten so ihren Beitrag zur flächendeckenden Musikalisierung Niedersachsens und bringen ihre langjährige Erfahrung musikalischer Früherziehung aus Kooperationen mit Bildungsträgern, wie Schule und Kindergarten ein", erklärt Eric Ridder, Vorstand des Landesverbands privater Musikschulen.

Als Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Grundschule, Kindertagesstätte und Musikschule gilt das heute vorgestellte Pilotprojekt an der Albert-Schweitzer-Schule Hannover und der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. „Wir erreichen mit dem Programm insbesondere sozial benachteiligte Kinder, die ohne das Förderprogramm nie Musik- oder Instrumentalunterricht bekommen hätten," so die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Beatrix Albrecht. Kofinanziert werden die musikalischen Bildungsangebote unter anderem durch die Stadt Hannover und durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Derzeit werden hier 90 Kurse mit rund 1.000 Kindern durchgeführt.

 

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Erstmalig bietet die Leuphana Universität Lüneburg jetzt Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher. Mit dem Programm "Musik in der Kindheit" ermöglicht die Leuphana Professional School eine neuartige Qualifikation auf dem Feld der frühkindlichen Bildung. Bewerber haben die Wahl zwischen einer zweijährigen Weiterbildungsmaßnahme mit Zertifikat und einem sechssemestrigen Bachelor. „Musik ist eines der wichtigsten Bildungselemente für Mädchen und Jungen“, sagt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Carola Schormann. „Wir wollen deshalb gerade Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit eröffnen, sich an einer Universität musikalisch und musikpädagogisch weiterzubilden.“

Im Oktober 2010 startet an der Leuphana Universität Lüneburg das Programm „Musik in der Kindheit“. Dieses Angebot einer berufsbegleitenden Qualifikation richtet sich vor allem an Erzieherinnen und Erzieher. Eine vielseitige musikalische und musikpädagogische Ausbildung ist wichtig für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten und Kindertageseinrichtungen. Ausgestattet mit dieser Qualifikation können sie einen wesentlichen Beitrag zur frühkindlichen Bildung leisten, indem sie das kindliche Entwicklungspotenzial gezielt ansprechen. Weiterbildung und Studium schließen eine elementare musikpraktische Ausbildung ebenso ein wie den Umgang mit neuen Technologien und den Erwerb von musiktheoretischem Grundlagenwissen.

Für die Teilnahme an Weiterbildung oder Studium „Musik in der Kindheit“ ist eine Hochschulzugangsberechtigung nicht erforderlich. Bewerberinnen und Bewerber werden zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Gelernt wird nicht nur bei Wochenendveranstaltungen an der Universität. Das Lernen findet vor allem am Arbeitsplatz und zu Hause statt. Mit ihren Dozentinnen und Dozenten stehen die Teilnehmer dann regelmäßig per Computer in Kontakt.
Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat und das Studium mit dem Bachelor-Titel abgeschlossen werden.

Die Weiterbildungsmaßnahme mit Zertifikatsabschluss ist Teil des landesweit vernetzten „Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung” (nifbe) und wird gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

Der Studiengang ‚Musik in der Kindheit’ ist ein gemeinsames Angebot der Leuphana in Kooperation mit der Stiftung Citoyen Frankfurt als Initiatorin, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt, dem Landesverband der niedersächsischen Musikschulen e.V. und der Arbeiterwohlfahrt.

Weitere Informationen: http://www.leuphana.de/ba-mik

 

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Zu der Diskussion um die Einführung der Bildungschipkarte äußert sich Hans-Willi Hefekäuser, Vizepräsident des Deutschen Musikrates und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände:

„Die geplante Einführung der Bildungschipkarte ist eine große Chance, mehr Kindern und Jugendlichen als bisher den Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen. Dazu bedarf es einer eindeutigen Prioritätensetzung von Bund, Ländern und Gemeinden für ein durchgängiges und qualitätsgesichertes kulturelles Bildungsangebot. Die außerschulischen Träger kultureller Bildung sind ja infolge der bereits vorgenommenen Kürzungen schon jetzt oft nicht mehr in der Lage, den aktuellen Bedarf zu decken, geschweige denn einen Nachfrageüberhang zufrieden zu stellen. Für das unterstützenswerte Ziel der kulturellen Teilhabe aller muss deshalb wesentlich mehr Geld in die Hand genommen werden, damit die Chipkarte nicht zum politischen Alibi wird. Zudem ist die Einbeziehung der zivilgesellschaftlichen Fachkompetenz unerlässlich. Das Laienmusizieren mit seinem weitverzweigten Netzwerk steht dafür zur Verfügung.“

 

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Schule und Kultur gemeinsam in Aktion: Zusammen mit einem Theater, einem Museum, einem Orchester, einem einzelnen Künstler ein Projekt entwickeln und durchführen, neue kreative Impulse für den Schulalltag schaffen…

Im Rahmen ihrer Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! ruft die Kulturstiftung der Länder zum siebten Mal bundesweit zu einem Wettbewerb auf. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, Kunst und Kultur zu entdecken.

In Kooperationsprojekten mit außerschulischen Partnern – kulturellen Einrichtungen oder Künstlern – können Schüler und Lehrer neue Ideen entwickeln und umsetzen. So lernen sie kulturelle Praxis kennen.

Außerdem: Kinder zum Olymp! sucht nicht nur Einzelprojekte, sondern möchte auch die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil auszeichnen, eine Schule, in der die Künste fächerübergreifend den Alltag prägen.

Seit 2009 gehört Kinder zum Olymp! zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerben.


Der Wettbewerb umfasst die folgenden Bereiche:
Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte
Film, Fotografie und Neue Medien
Literatur
Musik
Musiktheater
Tanz
Theater
Sonderpreis Schule mit Kulturprofil

Wer kann mitmachen?
Teilnehmen können alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und die deutschen Auslandsschulen mit ihren Kulturpartnern sowie Kultureinrichtungen und Künstler mit ihren Schulkooperationen. Gäste aus Nachbarländern sind willkommen.

Gemeinsam mit einer kulturellen Einrichtung oder Künstlern aller Sparten kann sich eine ganze Schule, eine Klasse, ein Kurs oder eine Arbeitsgemeinschaft beteiligen.
Der Wettbewerb ist nach den Schulklassen 1-4, 5-9 und 10-13 gestaffelt. Aber auch klassen- bzw. altersübergreifende Projekte sind möglich.

Mögliche Kooperationspartner der Schulen sind:
Museen, Galerien, Theater, Bibliotheken, Literaturhäuser, Bands, Tanztheater…
Musik- und Kunstschulen, Orchester…
Maler, Bildhauer, Architekten, Schriftsteller, Musiker, Tänzer, Schauspieler…

Projektinhalte:
Neue Ideen sind gesucht! Schüler, Lehrer und ihre Partner aus Kunst und Kultur sollen innovative Projekte gemeinsam entwickeln. Inspiration liefert die Datenbank „Praxisbeispiele“ unter www.kinderzumolymp.de: Hier finden sich über 2000 Projekte von Preisträgern und Endrundenteilnehmern der vorhergehenden Kinder zum Olymp!-Wettbewerbe, die zeigen, wie viel machbar ist – und das überall!

Zusätzliche Anregungen bietet das Handbuch Kinder zum Olymp! Wege zur Kultur für Kinder und Jugendliche (ISBN 3-87909-829-8) mit 85 beispielhaften Projekten quer durch alle Sparten. (Zu bestellen über kinderzumolymp@kulturstiftung.de)

Wettbewerbskriterien:
1. Prämiert werden gemeinsame Projekte zwischen Schulen und Kulturinstitutionen/ schulexternen Künstlern.
2. Teilnehmen können Klassen, Kurse, Arbeitsgemeinschaften oder Schulprojekte (keine Solistenprojekte!)
3. Das Projekt sollte als Schulveranstaltung in den Schulkontext eingebettet sein und der Wettbewerbsbeitrag als Facharbeit / besondere Leistung im Unterricht angerechnet werden können.
4. Um an der Vorauswahl des Wettbewerbs teilnehmen zu können, muss eine aussagekräftige Projektbeschreibung über die Webseite www.kinderzumolymp.de eingereicht werden. Die aktive Mitwirkung der Schüler an Konzeption und Durchführung des Projekts sowie die Kooperation zwischen Kulturpartner und Schule müssen klar ersichtlich sein.
5. Der Preis wird für durchgeführte und laufende Projekte vergeben. (Frühestmöglicher Projektstart: Schuljahresbeginn 2009, spätester Projektabschluss: 15. Mai 2011.) Projekte, die bereits teilgenommen haben, können nicht noch einmal eingereicht werden.
6. Das Konzept muss übertragbar und alltagstauglich sein: gute Ideen, wie wir sie suchen, sind weder von einem großen Budget abhängig noch zwangsläufig mit einem spektakulären Event verknüpft.
7. Gesucht sind nachhaltige Projekte, die über einen längeren Zeitraum im Schuljahr verankert sind: Einzelne Projekttage ohne intensive Vor- und Nachbereitung gehören nicht dazu.

Preise:
Pro Sparte/ Bereich werden in der Regel vier Preise à 1.000 Euro vergeben – jeweils ein Preis für jede Altersstufe.

Sonderpreis der Deutsche Bank Stiftung für die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil: 5.000 Euro.
Die Beteiligung an der Sonderpreisausschreibung schließt eine zusätzliche Bewerbung mit Einzelprojekten bei den Spartenpreisen nicht aus. (Weitere Informationen zur Sonderpreisbewerbung zum Download unter www.kinderzumolymp.de)

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich in jeder Sparte aus einem Künstler, einem Pädagogen und einem Jugendlichen zusammensetzt. Bei einer zentralen Preisverleihung im Herbst 2011 werden die Gewinnergruppen (2 Schüler pro Projekt sowie 1 Lehrer und ein Vertreter des Kulturpartners) eingeladen und ihre Projekte der Öffentlichkeit innerhalb eines kleinen Festaktes vorgestellt.

Anmeldung und Termine:
Anmeldung:
27. September bis 30. November 2010 über www.kinderzumolymp.de
durch die Schule oder den Kulturpartner

Einreichen des Wettbewerbsbeitrags:
bis 1. März 2011 nur über das Onlineformular auf www.kinderzumolymp.de

Vorauswahl:
März/April 2011, anschließend Information der Endrundenteilnehmer

Für Endrundenteilnehmer: Einsendung von zusätzlichen Dokumentationsmaterialien:
ab Mai 2011

Jurysitzung: Mai/Juni 2011

Information der Preisträger: Juni 2011

Preisverleihung: Herbst 2011

 

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Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen plant für Mitte 2011 die Einführung einer Bildungs-Chipkarte, um damit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09. Februar 2010 gerecht zu werden, die Teilhabe der Kinder von Hartz IV-Empfängern am Vereinsleben und an Bildungsangeboten stärker zu berücksichtigen. In einem zweiten Schritt plant sie die Ausweitung der Chipkarte über Hartz IV-Empfänger hinaus.

Zur aktuellen Diskussion äußert sich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Jedem Kind und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen ist ein bisher unerreichtes Ziel. Mit dem Plan der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zur Einführung einer Bildungs-Chipkarte besteht die Chance, dieses Defizit zu beheben. Voraussetzung ist, dass den außerschulischen Einrichtungen kultureller Bildung ermöglicht wird, die zu erwartende Nachfrage zu decken.

Allein 100.000 Schüler auf den jahrelangen Wartelisten der öffentlichen Musikschulen machen deutlich, dass die kulturellen Bildungseinrichtungen kürzungsbedingt bereits jetzt nicht mehr in der Lage sind, den vorhandenen Bedarf, geschweige denn einen Mehrbedarf zu decken. Hier ist dringend ein durchgreifendes Umlenken von Bund, Ländern und Kommunen notwendig. Kulturelle Teilhabe unterliegt einer gesamtstaatlichen Verantwortung. Deshalb bedarf diese Querschnittsaufgabe nicht nur der fairen Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen, sondern auch der Zusammenarbeit aller mit diesem Thema befassten Ministerien auf Bundesebene. Die Chipkarte macht nämlich nur dann Sinn, wenn nachhaltige Bildungsangebote finanziert werden.“

Die bisherige Diskussion berücksichtigt zu wenig die Chancen einer tiefgreifenden Trendwende zugunsten kultureller Teilhabe. Die Erfahrungen in Holland sollten genauso Berücksichtigung finden wie die Klärung datenschutzrechtlicher und operativer Fragen.“

 

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Am 30. August 2010 wird Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Stiftung Genshagen bei Berlin die diesjährigen Preise für Kulturelle Bildung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verleihen. Vorschläge wurden von Experten der kulturellen Bildung sowie Stiftungen und Verbänden eingereicht. Eine Fachjury stellte anschließend eine „Shortlist“ der zehn besten Projekte zusammen, von denen drei die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preise erhalten werden.

Staatsminister Neumann: „Ich habe den BKM-Preis für Kulturelle Bildung im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgelobt, damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt wird, welche großartigen Ideen es in unserem Land gibt – auch außerhalb der großen Kulturzentren. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, denen es gelungen ist, auch diejenigen zu erreichen, die die Angebote der öffentlichen Kultureinrichtungen bislang kaum oder gar nicht nutzen. Denn eines scheint mir klar zu sein: Nur wenn es Theatern, Museen, Orchestern, aber auch den sogenannten ‚freien Trägern‘ gelingt, diese Menschen zu erreichen und sich ihnen verstärkt zu öffnen, bewahren sie ihr Zukunftspotenzial“.

Zu den zehn besten Projekten des Jahres 2010 gehören:

• „Lokale Liaison“, ein Vermittlungsprojekt des Kunstvereins Wolfsburg, dessen Ausstellungsprogramm sich aus den Fragen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ableitet;

• "Das springende Pferd", ein Audioguide, der in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören von Jugendlichen für Jugendliche im Franz-Marc-Museum in Kochel am See entwickelt wurde;

• die „Kunstfähre“, eine Kulturagentur der Tuchfabrik Trier e.V. in Rheinland-Pfalz, die sich zum idealen Bindeglied zwischen Schulen und Künstlerinnen und Künstlern entwickelt hat;

• „kunst – raum – erinnerung“, ein Projekt des Bildungsverbunds für die internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, das Geschichte an Gedenkorten insbesondere für bildungsbenachteiligte Jugendliche aus ländlichen Regionen vermittelt;

• das Musiktheaterprojekt „Dorf macht Oper!“ des Vereins FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg, wo Einwohner einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines „Festspielhaus“ umgewandelt haben, in dem von 60 Laien und Profis der „Sommernachtstraum“ aufgeführt wurde;

• „Frühling erwache!“, eine Inszenierung von gehörlosen Jugendlichen und hörenden Profis aus unterschiedlichen Kulturen in Berlin, getragen von possible world e.V.;

• „Hauptschule der Freiheit“, ein Projekt der Münchner Kammerspiele, die gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert hat;

• das Theaterprojekt „Die Kanzlerin kommt!“ des Theater Kulturkate e.V. Neu Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern, wo unterhaltsames und künstlerisch überzeugendes Volkstheater entstanden ist – mit besonderem Blick auf Menschen, die nicht zum Stammpublikum der öffentlich geförderten Kultureinrichtungen zählen;

• die „Winterakademie“ des Theaters an der Parkaue in Berlin, in der sich Künstler, Dramaturgen und Theaterpädagogen mit Kindern und Jugendlichen in künstlerischen Laboren über ihre Lebensentwürfe verständigen; sowie

• „Götterspeise und Suppenkaspar – Vom Essen und Gegessenwerden“ der Quartier gGmbH Bremen, ein Projekt, in dem u.a. nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde – beispielsweise wie in „Mozarts Zeiten“.

 

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Die Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel hat sich binnen eines Jahres zu einer Erfolgsgeschichte für die Musikwelt Niedersachsens entwickelt. Die Niedersächsische Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bilanziert: „Für das Land ist es sehr wichtig, dass die Landesmusikakademie als reibungslos funktionierendes Bildungszentrum des Musiklandes Niedersachsen eine große Anziehungskraft für die jungen Musikerinnen und Musiker Niedersachsens hat. Daher freue ich mich sehr, dass die Landesmusikakademie ausgebucht ist und sich die neue Organisationsstruktur so gut bewährt."

Für das Jahr 2010 rechnet die Landesmusikakademie gGmbH mit etwa 10.000 Besuchern. Das sind etwa 6.000 Gäste, die in der Akademie proben, üben und musizieren werden und noch etwa 4.000 Besucher, die zu den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in der Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel kommen. Gerade an Wochenenden und in der Ferienzeit werden die Angebote auch von Laienmusikern stark nachgefragt und es herrscht Hochbetrieb. Es gibt fast keinen Ferientag mehr, an dem nicht Musik in der Akademie erklingt. Die meisten Gäste sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, wobei in der Akademie auch viele Orchester, Ensembles und Gruppen zusammenkommen, deren Mitglieder die Musik neben Beruf und Familie leidenschaftlich betreiben.

„Mit der Landesmusikakademie ist nun ein wunderbares Zentrum entstanden, um begabte Jugendliche und die Laienmusik des Landes intensiv zu fördern", schwärmt Prof. Dr. Kemmelmeyer, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen e.V.

Am 30. September 2009 wurde die Landesmusikakademie Niedersachsen gemeinnützige GmbH als 100-prozentige Tochter des Landesmusikrates Niedersachsen e.V. gegründet. Das Land Niedersachsen fördert den Landesmusikrat und die Landesmusikakademie mit mehr als einer Millionen Euro. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Landesmusikakademie Niedersachsen, deren Bau im Wesentlichen aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert wurde. Durch die Organisation, Realisierung und Verwaltung von Maßnahmen, Projekten, Kursen und Tagungen erfüllt die Landesmusikakademie Niedersachsen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Niedersachsen e.V. den Zweck, die Musikkultur des Landes Niedersachsen zu fördern.

Die Landesmusikakademie GmbH hat aufgrund der Infrastruktur des Akademiegebäudes und der Kompetenz des Personals die Möglichkeit, Bildungsmaßnahmen durchzuführen und weiter zu entwickeln; eine ideale Ergänzung zum Landesmusikrat, der aufgrund seines Netzwerkes und seiner spezifischen Kompetenzen die Möglichkeit hat, musikpolitische Prozesse in Niedersachsen zu erkennen und zu analysieren. Auf diese Weise können Handlungsstrategien für das Musikland Niedersachsen hervorragend abgeleitet und Projekte entwickelt werden.

So verbindet sich die kulturpolitische Expertise des Landesmusikrates mit der Bildungskompetenz der Landesmusikakademie zu einem starken Partner für das Musikland Niedersachsen.

 

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Morgen Abend ist er noch einmal zu hören: Mozar Tsang. Der aus Hongkong angereiste 17-jährige Teilnehmer spielt beim großen Abschlusskonzert der 51. Weimarer Meisterkurse am Samstag, 31. Juli 2010 um 19:30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere die dritte Klaviersonate von Sergej Prokofjew. „Unglaublich gut“ sei der junge Chinese, meint die Vizepräsidentin für Künstlerische Praxis der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Prof. Anne-Kathrin Lindig. Mozar Tsang hat in den vergangenen zwei Wochen in Weimar gleich an zwei Klavierkursen – bei Konstantin Scherbakov und Ferenc Rados – teilgenommen.

Beim Abschlusskonzert sind zudem die besten Kursanten des Klavierkurses von Claudius Tanski und des Trompetenkurses von Jean-François Michel sowie drei Lied-Duos des Liedinterpretationskurses von Irwin Gage zu hören. Ein kostenloses Bus-Shuttle fährt um 18:45 Uhr vom Platz der Demokratie zum Musikgymnasium und nach dem Konzert auch wieder zurück. Karten für das abwechslungsreiche Programm gibt es bei der Tourist-Information Weimar unter Tel. 03643 – 745 745 sowie an der Abendkasse.

209 Musikerinnen und Musiker aus 24 Ländern waren für die 51. Weimarer Meisterkurse mit ihren insgesamt zwölf Kursen für Klavier, Violine, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Trompete, Horn und Liedinterpretation angereist, darunter Teilnehmer aus Ägypten, Neuseeland und Kirgisistan. „Freude am Lernen, Neugierde auf Neues, ausgelassene Freude am Miteinander und vor allem an der Musik ist unabhängig von tropischer Hitze oder kühlem Wechselwetter“, fasst Prof. Lindig die diesjährigen Meisterkurse zusammen: „Das Interesse an den Kursen ist offensichtlich. Ich habe auch viele Besucher aller Altersstufen, die nicht an unserem Hause tätig sind, als Gasthörer bei den Kursen beobachtet.“

Die abendlichen Konzerte seien gut besucht bis „supervoll“, resümiert Prof. Anne-Kathrin Lindig. Gastprofessor Claudius Tanski aus Salzburg sei sehr angetan von der Organisation, den Arbeitsbedingungen und dem Niveau der Meisterkurse gewesen. Und Gastprofessor Klaus Stoll habe sich begeistert gezeigt „über das Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie und über die Qualität der Weimarer Kontrabass-Ausbildung: Er sprach von einer Weimarer Basstradition, die Maßstäbe setzt“, freut sich die Vizepräsidentin.

Die 52. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar finden vom 16. bis 30. Juli 2011 statt.

 

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Klassische Musik und Oper genießen als kulturelles Erbe der Nation einen sehr hohen Stellenwert bei den Menschen in Deutschland. Einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung zufolge wollen fast 90 Prozent der Deutschen dieses musikalische Erbe für die kommenden Generationen gewahrt wissen. Dabei kommt nach Ansicht der Bevölkerung dem Musikunterricht in Kindergärten und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Nahezu jeder Befragte (96 Prozent) hält den Musikunterricht für wichtig oder sehr wichtig.

Dieser Ansicht ist laut Umfrage auch eine Mehrheit junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die dem musikalischen Erbe allerdings insgesamt skeptischer gegenüber stehen: Fast jeder vierte von ihnen hält es für unwichtig. Als Gründe für die Wichtigkeit des Musikunterrichts nennt die Bevölkerung vor allem die Vermittlung einer umfassenden, auch kulturellen Bildung (91 Prozent) und die Förderung der emotionalen und geistigen Fähigkeiten der Kinder (ebenfalls 91 Prozent). „Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen fördert Kreativität und Toleranz und stärkt darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl“, bekräftigt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Daher müsse jedes Kind die Chance haben, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung möglichst früh mit Musik in Berührung zu kommen.

Aus Sicht von fast 90 Prozent der Befragten ist das Erlernen eines Musikinstrumentes eine weitere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an Klassik und Oper heranzuführen. Fast jeder Zweite gibt zudem an, selbst ein Instrument erlernt zu haben. Für nahezu ebenso geeignet wie das eigene Musizieren halten die Befragten fördernde Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinder-Opern (81 Prozent), die den jungen Menschen Oper und Klassik mit gezielten Angeboten nahebringen. Auch unter den Jüngeren findet sich hierfür eine Mehrheit. Eine wichtige Rolle zur Bewahrung des musikalischen Erbes spielen auch der Besuch von klassischen Konzerten (72 Prozent) sowie die Nutzung neuer Medien (69 Prozent).

Laut Umfrage hört immerhin rund jeder Vierte unter 30 Jahren zumindest einmal in der Woche klassische Musik – sei es im Radio, im Fernsehen oder auf CD, bei Aufführungen, in Konzerten, an öffentlichen Orten oder bei privaten Gelegenheiten. In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt das sogar knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dabei ist Wolfgang Amadeus Mozart der bekannteste unter den Komponisten. Ihn nennt jeder Zweite, dicht gefolgt von Ludwig van Beethoven (36 Prozent) und Johann Sebastian Bach (23 Prozent). Nur die älteren Befragten kennen auch Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski.

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich in zahlreichen Projekten – von der frühkindlichen Musikförderung bis zur Förderung des Opernnachwuchses – dafür ein, dass Musikerziehung ein fester Bestandteil der Bildung jedes Kindes wird und junge Talente aus dem Opernfach auf ihrem Weg in nationale und internationale Karrieren umfassende und hochqualifizierte Unterstützung bekommen. In der von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage wurden in Deutschland im Juli 2010 vom Institut TNS Emnid 1.001 Menschen ab 14 Jahren befragt.

 

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Angehenden Musikstudenten macht das Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück noch in diesem Spätsommer ein besonderes Angebot. Mit einem zweiten, spät datierten Termin für Eignungsprüfungen vom 1. bis 3. September bietet sich allen Bewerbern noch die Möglichkeit für ein Musikstudium zum Wintersemester 2010/2011. Im Rahmen des Ausbauplans „Hochschulpakt 2020“ des Bundes und der Länder werden die Studienplatzkapazitäten am Institut für Musik weiter erhöht.

Musikerinnen und Musiker, die ihre Fähigkeiten durch eine professionelle Ausbildung perfektionieren wollen und den Schwerpunkt ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit im künstlerisch-pädagogischen Bereich sehen, können sich noch bis zum 15. August für die Eignungsprüfungen bewerben.

Mit dem Institut für Musik bietet die Fachhochschule Osnabrück Studienmöglichkeiten an einer der innovativsten Ausbildungsstätten der deutschen Musikhochschullandschaft. Die besonders praxisorientierten Lehrkonzepte spannen sich in sieben Studienprofilen von Klassik über Pop bis zu dem neuen Profil Musical, von elementarer Musikpädagogik bis zu den verschiedenen Instrumental- und Vokalfächern. Dabei sind z.B. Pop- oder Musicalpädagogik sowie Singen mit Kindern bundesweit einzigartig. Mit diesen Studienangeboten ist das Institut für Musik am Puls der Zeit. Das spiegelt sich auch im wohl jüngsten Professorenkollegium einer deutschen Musikhochschule und in der Besetzung zahlreicher neuer Professuren mit Spitzenmusikern internationalen Rufs wieder.

In den zusätzlich zum Lehrbetrieb stattfindenden Workshops können die Studierenden mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Musikszene arbeiten.

Für Interessierte gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre, der persönlichen Betreuung und den vielen Vorspielmöglichkeiten am Institut für Musik zu verschaffen: zum Beispiel durch die ausführlichen Informationen auf den Internetseiten. Die beste Möglichkeit ist jedoch ein Besuch des Instituts mit persönlichem Kontakt zu den Lehrenden und das Kennen lernen eines praxisorientierten Hochschulbetriebs, der so sehr von seinem pulsierenden kreativ-kulturellem Leben geprägt ist.

Fachhochschule Osnabrück
Institut für Musik
Caprivistraße 1
49076 Osnabrück
Tel.: 0541 969-3205

Weitere Informationen unter http://www.ifm.fh-osnabrueck.de.

 

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