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Am heutigen Freitag übernahm bei einer Festveranstaltung im Bundesrat in Berlin Dr. Ludwig Spaenle die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz 2010. Der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus folgt auf Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Ich danke dem Kollegen Henry Tesch ganz herzlich für seine Arbeit im vergangenen Jahr an der Spitze der Kultusministerkonferenz“, erklärte Spaenle. Er werde den eingeschlagenen Reformkurs zur Qualitätsentwicklung im Bildungsbereich nachhaltig unterstützen und 2010 konsequent weiterentwickeln.

Als Schwerpunkte seiner Präsidentschaft nannte Spaenle die Stärkung der Bedeutung der Bildungspolitik, sonderpädagogische Förderung gemäß der UN-Konvention zu den Behindertenrechten, Weiterentwicklung der Bildungsstandards und der Studiengänge Bachelor und Master. „Ich möchte die Bedeutung der Bildungspolitik für unsere Gesellschaft noch stärker ins Bewusstsein rufen und auch deutlich machen, dass sich die Länder in Wahrnehmung ihrer abschließenden Gestaltungskompetenz der gesamtstaatlichen Verantwortung für die Bildungspolitik bewusst sind“, so der Präsident. Entscheidend sei dabei, dass Bund und Länder in Bildungsfragen unter Wahrung der jeweiligen Verantwortung einen intensiven Dialog führen. Beim jüngsten Bildungsgipfel im Dezember 2009 haben sich Bund Länder auf ein Ziel, nämlich die Ausweitung der Ausgaben für Bildung auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis zum Jahr 2015 verständigt. „Ich bin zuversichtlich, dass die Finanzierung für die damit anvisierten Bildungsausgaben gesichert werden kann“, betont Spaenle.

Im Bereich der sonderpädagogischen Förderung will der Präsident die Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen im Schulbereich vorantreiben. Dies wird Thema einer Fachtagung sein, welche die Kultusministerkonferenz im Frühjahr 2010 durchführt. Zudem werden die „Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung in den Schulen der Bundesrepublik Deutschland“ überarbeitet, um den neuen Entwicklungen Rechnung zu tragen. „Die Ziel der Konvention sind Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe von jungen Menschen mit Behinderung. Diese möchte ich im Bildungsbereich nachdrücklich fördern und unterstützen. Für mich dient die Konvention den individuellen Interessen der kinder und Jugendlichen. Es muss das Ziel sein, für jede Schülerin und jeden Schüler den richtigen Weg zu finden und dabei die Möglichkeit von gemeinsamem Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung vor allem an der Regelschule zu verbessen“,, erklärt der Präsident. „Wir sind hier gefordert.“

Die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz für die einzelnen Abschlüsse müssen weiter entwickelt beziehungsweise fortgeschrieben, aber auch in ihrer konkreten Umsetzung überprüft werden. Zu diesem Zweck hat die Kultusministerkonferenz Ende 2009 eine gemeinsame Empfehlung zur „Nutzung der Bildungsstandards für die Unterrichtsentwicklung“ beschlossen. „Künftig werden nationale und internationale Qualitätsentwicklung im Bildungswesen noch enger verbunden werden können“, so Spaenle. Large Scale Assessment-Studien (LSA) werden in Zukunft im sogenannten „PISA-Verbund“ der Technischen Universität München in Verbindung mit der Ludwig-Maximilian-Universität München, dem Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften in Kiel und dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt institutionalisiert. Hier wird künftig die Serviceleistung für das international vergleichende Bildungsmonitoring gesichert sowie Reputation, Präsenz und Einfluss der deutschen Bildungsforschung im Kontext internationaler LSA ausgebaut.

Als weiteren Schwerpunkt seiner Amtszeit nannte der Präsident die Weiterentwicklung der Studiengänge Bachelor und Master. Der Erfolg des Bologna-Prozesses setzt gute Studienbedingungen für die Studierenden voraus. Die jungen Leute müssten die Studiengänge auch bewältigen können. Probleme, die bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses aufgetreten sind, müssen zeitnah behoben werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Kultusministerkonferenz konkrete Beschlüsse gefasst, die es nun gilt, umzusetzen. Im Rahmen einer Fachtagung im Frühjahr 2010 wird sich die Kultusministerkonferenz gemeinsam mit der HRK, den Studierenden und anderen Beteiligten zusammensetzen, um gemeinsame Wege zur Umsetzung zu finden. „Wir Kultusminister nehmen die Sorgen der Studierenden sehr ernst und haben bei unserer jüngsten Sitzung in Bonn mit der Hochschulrektorenkonferenz eine Weiterentwicklung der Studiengänge vereinbart, die auch die Prüfungssituation für Studierende verbessert und ihnen mehr Freiräume sichert“, betont der Präsident.

Weiterhin will Spaenle aktuelle Themen und Perspektiven der europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Bildungs-, Forschungs- und Kulturpolitik während seiner Präsidentschaft aufgreifen. „ Die Kultusministerkonferenz übernimmt gesamtstaatliche Verantwortung für die deutsche Bildungspolitik und begleitet die Entwicklung der EU-Bildungskooperation mit großem Interesse und Engagement“, unterstreicht Spaenle. Der im Jahr 2000 eingeleitete Lissabon-Prozess hat den Bereichen Bildung und Forschung eine Schlüsselrolle für Innovation, Wachstum und Beschäftigung zugewiesen. Besondere Anliegen der Kultusministerkonferenz für die weitere Zukunft des europäischen Einigungsprozesses sind konkrete Schritte innerhalb der neuen Bildungs- und Kulturprogramme, die dazu beitragen, europäisches Bewusstsein insbesondere bei der jungen Generation zu entwickeln und Begeisterung für Europa zu wecken. Dazu gehört insbesondere die Förderung der Mobilität zu Lernzwecken, die es jungen Menschen ermöglicht, neues Wissen und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben, Sprachkenntnisse zu erweitern, ihre persönliche Entwicklung voranzubringen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern.
Die eigenstaatliche politische Verantwortung für die Bildung muss als übergeordnetes politisches Ziel gewahrt bleiben.

Präsident 2009 zieht Bilanz
Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern zog eine insgesamt positive Bilanz des Präsidentschaftsjahres 2009. Schon im Sommer 2009 suchte die Kultusministerkonferenz unter der Präsidentschaft von Tesch den direkten Dialog mit den Schülern und Studierenden des Bündnisses „Bildungsstreik 2009“. Im Mittelpunkt standen dabei die Themen Bologna-Reform, Personalsituation an Schulen und Universitäten sowie die Finanzierung des Bildungswesens. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Henry Tesch, bot im Namen der Ländergemeinschaft eine Fortsetzung der Gespräche an: „Mit den Schülern und Studierenden eint uns das Ziel, Verbesserungen für die Bildung zu erreichen. Es war ein konstruktiver Dialog, den wir fortsetzen wollen.“ Im Oktober und Dezember 2009 fasste die Kultusministerkonferenz daher konkrete Beschlüsse, um adäquat und schnell auf die vorgebrachten Kritikpunkte zu reagieren und die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses gemeinsam mit den Hochschulen voranzutreiben.

Besonders erfreut zeigte sich der Minister über die auf seine Initiative hin in 2009 gefasste Stralsunder Erklärung „Einstellung und Ausbildung von Lehrern in den Ländern“, die aufgrund des prognostizierten bundesweiten Lehrkräftemangels in bestimmten Fächern eine gemeinsame Strategie der Kultusministerkonferenz bezogen auf Lehrerausbildung und Lehrerbesoldung bewirken soll. Zu diesem Zweck wird die Kultusministerkonferenz im Jahre 2010 eine neue Modellrechnung „Lehrereinstellungsbedarf und –angebot 2010-2020“ vorlegen, die dann Grundlage für weitere Maßnahmen der Länder wird. „Um den Lehrerbedarf künftig decken zu können, sind kurz- und langfristige Maßnahmen zur Bewältigung der Situation entsprechend der Spezifika der Länder, Regionen und der Fachlichkeiten dringend notwendig“, unterstreicht Tesch.

Mit dem 2009 gefassten gemeinsamen Beschluss „Den Übergang von der Tageseinrichtung für Kinder in die Grundschule sinnvoll und wirksam gestalten – Das Zusammenwirken von Elementarbereich und Primarstufe optimieren“ haben Kultusministerkonferenz und die Jugendministerkonferenz erneut auf die Bedeutung dieser für die Bildungsbiographie eines jeden Kindes so entscheidende Phase hingewiesen. „Das Eckpunktepapier bietet klare Orientierungshilfen für die Zusammenarbeit vor Ort. Bildung von Anfang an ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche schulische und berufliche Entwicklung“, erklärt der Minister. Eine bundesweite Fachtagung gemeinsam mit der Jugend- und Familienministerkonferenz im Jahre 2010 in Schwerin soll die vertiefte Zusammenarbeit beim Übergang von Kindertagesstätten in die Grundschulen weiter stärken.

Im Juni 2009 hat sich die Kultusministerkonferenz erneut mit der historischen Bedeutung des 9. November für die Bundesrepublik Deutschland beschäftigt und den 9. November als jährlichen Projekttag zur Stärkung der Demokratieerziehung ins Leben gerufen. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe. „Wir wollen die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts wach halten. Der 9. November als Jahrestag der Novemberrevolution 1918/1919, der Reichspogromnacht 1938 und des Mauerfalls 1989 eignet sich in hervorragender Weise dafür“, betont Tesch. Darüber hinaus hat sich der Minister 2009 bei einem Treffen mit dem israelischen Bildungsminister Gideon Sa`ar in Jerusalem über die Wiederbelebung der deutsch-israelischen Schulbuchgespräche verständigt und unter seiner Federführung hat die Kultusministerkonferenz 2009 die Erarbeitung eines Deutsch-polnischen Geschichtsbuches beschlossen.

Mit der Qualifizierungsinitiative für Deutschland „Aufstieg durch Bildung“ haben die Regierungschefs von Bund und Ländern am 22.10.2008 in Dresden die Weichen für ein umfassendes Programm zur Stärkung von Bildung und Ausbildung in Deutschland gestellt.

Erfreut zeigte sich Tesch auch über den ersten Zwischenbericht 2009 zur Umsetzung der Maßnahmen der Qualifizierungsinitiative. „Es ist deutlich geworden, dass bereits zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht und vereinbarte Initiativen angeschoben worden sind“, so der Minister. Der Zwischenbericht orientiert sich an der Struktur der Dresdner Vereinbarung und den dort genannten Leitsätzen und Handlungsfeldern. In Fortsetzung der Beratungen des vergangenen Jahres wird sich die Kultusministerkonferenz auch im Jahr 2010 mit der Umsetzung des sogenannten 10-Prozent-Ziels befassen, also dem Ziel, bis zum Jahr 2015 den Anteil der Aufwendungen für Bildung und Forschung gesamtstaatlich auf 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern.

 

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Ausnahmslos alle Absolventen des Thüringer Opernstudios haben in den vergangenen Jahren erfolgreich Festengagements gefunden: am Deutschen Nationaltheater Weimar, Staatstheater Karlsruhe, Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Theater Chemnitz, Theater Bremerhaven, Theater Erfurt, Theater Plauen-Zwickau und an vielen anderen Häusern. Nun werden wieder neue Stipendiaten gesucht: Die Bewerbungsfrist für das nächste Studienjahr 2010/11 endet am 15. Februar 2010.

Das Thüringer Opernstudio ist ein postgradualer Studiengang der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Theater Erfurt und dem Theater Nordhausen. Der Studiengang eröffnet jungen hochbegabten Sängern die Chance, professionelle Berufserfahrungen auf der Opernbühne zu sammeln, intensiv vorbereitet und begleitet durch Unterrichte an der Hochschule unter der Leitung von Prof. Elmar Fulda.

Die Aufnahme erfolgt zunächst für eine Spielzeit mit der Option der Verlängerung um eine weitere Spielzeit. Die Mitglieder des Opernstudios erhalten ein monatliches Stipendium in Höhe von € 750. Das Stipendium ermöglicht, in finanzieller Unabhängigkeit konzentriert die künstlerischen Kompetenzen zu erweitern und durch den Vorsprung Berufspraxis ihre Chancen zu erhöhen, am Theater Engagements zu finden.

Voraussetzung für die Aufnahme ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Die Bewerbung erfolgt schriftlich mit Lebenslauf und Foto, Zeugnissen in Kopie, aktueller Demo-CD und Bewerbungsformular an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Thüringer Opernstudio, Leitung Prof. Elmar Fulda, Postfach 2552, 99406 Weimar.

Nähere Informationen: www.hfm-weimar.de/opernstudio oder telefonisch unter 03643 - 555 136.

Der Freistaat Thüringen unterstützt das Thüringer Opernstudio im Rahmen des Landesprogramms „ProExzellenz“.

 

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Heute Abend stellt sich das Preisträger-Duo Christine Rauh (Cello) und Johannes Nies (Klavier) von der Hochschule für Musik und Theater Hannover, das den diesjährigen Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb gewann, im Konzertsaal der Universität der Künste Berlin dem Publikum vor. Der älteste Klassik-Musikpreis Deutschlands wird jährlich von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Musik­hochschulen Deutschlands vergeben. In dem zweitägigen Wettbewerb, der gestern ent­schieden wurde, konkurrieren die besten Studierenden aus den Musikhochschulen Deutschlands. Das Duo aus Hannover erhält zusätzlich den "Kammermusikpreis der Freunde Junger Musiker e.V.", der zusätzliche diverse Aufführungsmöglichkeiten eröffnet.

Im Rahmen des Wettbewerbs wird seit Jahren auch das "Stipendium des Bundespräsi­denten zur Förderung junger Musiker" verliehen. Dieses Mal erhält es die Cellistin Ruodi Li und der Pianist Vasyl Kotys (Hochschule für Musik und Theater Rostock). Eine Förderungsprämie erhält das Duo der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin (Jonathan Weigle, Cello, Zheeyoung Moon, Klavier).

Der Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb wird für zwei, jährlich wechselnde musikali­sche Fächer ausgeschrieben. Im diesjährigen zweiten Fach Vokalensemble wird kein Preis vergeben. Zwei Ensembles erhalten jedoch eine Förderungsprämie: Anna Sophia Back­haus, Karolin Zeinert, Mareike Weiffenbach, Natalie Niederhofer (Hochschule für Mu­sik Franz Liszt Weimar) und Anna Lucia Richter, Elvira Bill, Michael Mogl, Thomas Schütz (Hochschule für Musik Köln). Das begleitende Klavierduo des Kölner Ensembles erhält eine Sonderprämie (Ainoa Padrón, Christoph Schnackertz).

Die Preisträger und Ausgezeichneten präsentieren heute Abend (17. 1. 2010, 19 Uhr, Kon­zertsaal der Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 1, Berlin-Tiergarten - Karten nicht mehr erhältlich) Werke u.a. von Brahms, Schumann Mendelssohn Bartholdy, Rachma­ninow und Richard Strauss.

Der Felix Mendelssohn Bartholdy-Preis wurde 1878 durch den preußischen Staat in Form eines Stipendiums "zur Ausbildung befähigter und strebsamer Musiker" begründet. Er war die ideelle Gegengabe für die Schenkung der Musikhandschriften und des Archivs des Komponisten durch dessen Erben an die königliche Bibliothek, die heutige Staatsbibliothek zu Berlin. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist in diese Verpflichtung gegenüber der Fa­milie Mendelssohn eingetreten und hat die Tradition der Preisvergabe 1963 wieder aufge­nommen.

 

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Ab 1. Januar wird das SANAA-Gebäude von der Folkwang Universität genutzt. Damit siedelt sich Folkwang nun verbindlich auf dem Gelände des Welterbes Zollverein an. Gleichzeitig hat die Hochschule die ihr im Kunsthochschulgesetz gegebene Möglichkeit einer eigenen Namensgebung wahrgenommen und sich umbenannt in Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft.

Der neue Name Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft wird dem besonderen Bildungsanspruch gerecht, dem erweiterten und nun umfassenden Folkwang-Fächerkanon aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft, dem Promotions- und Habilitationsrecht und vor allem der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Internationalisierung sowie der Funktion der Folkwang Künste im Dialog mit der Gesellschaft. Dies alles sind Kriterien einer Universität, die Folkwang erfüllt. Deshalb ist der Name Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft ab sofort gültig für alle Folkwang Institute und Standorte in Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund.

Die Zeche Zollverein ist nun der zweite Essener Standort der Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft neben dem Werdener Campus mit dem Hauptgebäude Alte Abtei.
Das SANAA-Gebäude wird von den Folkwang Gestaltern genutzt, außerdem finden dort auch Veranstaltungen aus den anderen Folkwang Disziplinen sowie Symposien, Kongresse und Untervermietungen etc. statt. Zusätzlich ist soeben die Ausschreibung für den Neubau des Fachbereichs Gestaltung auf dem Zechengelände veröffentlicht worden. Die Fertigstellung des in Sichtnähe vom SANAA-Gebäude geplanten Neubaus soll in 2012 erfolgen. Dann wird der gesamte Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft, mit allen Studierenden und Lehrenden aus Fotografie, Kommunikationsdesign und Industrial Design, auf Zollverein verortet sein. Einschließlich der ehemaligen Kommunikationsdesigner der Bergischen Universität Wuppertal, die seit diesem Wintersemester zu Folkwang gehören.

Das SANAA-Gebäude gilt seit seiner Errichtung in 2006 als ein architektonisches Meisterwerk mit bahnbrechendem Energiekonzept, das auch die SANAA-Architekten (Kazuyo Sejima und Ruye Nishizawa) als eines ihrer bedeutendsten Gebäude betrachten. Nicht zuletzt deshalb ist dies der ideale Ort für die neue Heimat der Folkwang Gestalter.

 

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Die Konferenz der Landesmusikräte sowie der Deutsche Musikrat, die Hanns-Seidel-Stiftung und die Konrad-Adenauer-Stiftung veranstalteten im November 2009 eine Fachtagung zum Thema "Musikalische versus ästhetische Bildung". Anlass war die Empfehlung der Kultusministerkonferenz, die Fächer Musik, Kunst und Sport zum „Studienbereich Ästhetische Bildung“ zusammenzufassen.

Diskutiert wurden Rahmenbedingungen zum Erhalt der qualifizierten Musikvermittlung an Grundschulen. Ein Videobeitrag mit zusammenfassenden Statements und weiteren Informationen zur Tagung steht nun auf der Seite des Bayerischen Musikrates bereit.

weiter zum Filmbeitrag

 

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Der Senat der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) hat auf seiner letzten Dezember-Sitzung kurz vor Weihnachten beschlossen, die Erweiterung des Hochschulnamens um das Wort „Medien“ beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zu beantragen. Zukünftig möchte sie sich „Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover“ – kurz „HMTMH“ nennen.

Nach bald 20 Jahren, in denen das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) an die HMTH angegliedert ist, soll sich nunmehr dieser Bereich auch im Titel der Hochschule wieder finden. Kernkompetenz des IJK ist die Medienwissenschaft. Theorie und Praxis genauso wie die Vernetzung mit artverwandten Fächern und innerhalb der Hochschule mit der Musik zeichnen das Institut aus, stets sehr gute Platzierungen im Ranking des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung) belegen die Qualität der Ausbildung am IJK. Durch die Ergänzung des Wortes „Medien“ in der Bezeichnung möchte die Hochschule dieses Standbein mit immerhin rund 280 Studierenden und vier eigenen Professuren nun nach außen hin sichtbarer machen. „Die Hochschule ist Stolz darauf, ein so renommiertes Institut am Haus zu haben. Ich freue mich, das es zukünftig auch nach außen hin sichtbar im Profil zu finden ist“, so Jann Bruns, hauptamtlicher Vizepräsident der HMTH.

Im Wege der Anhörung zur Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) wird im niedersächsischen Kabinett nun über das Gesetz und damit auch die Namenserweiterung der Hochschule für Musik und Theater Hannover verhandelt. Für die Umsetzung muss die Landesregierung dem Antrag stattgeben und der Landtag entsprechend beschließen. Die formelle Umbenennung inklusive die Änderung des Logos und neue Einbettung in das Corporate Design der Hochschule wird – je nachdem, wie rasch der Entschluss gefasst wird – im Laufe des Jahres 2010 erfolgen.

Die Ursprünge der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) gehen zurück auf die Landesmusikschule und die Hannoversche Schauspielschule, die beide bereits im 19. Jahrhundert gegründet wurden. 1950 wurde aus ihnen die Akademie für Musik und Theater, 1973 wurde das Land Niedersachsen Träger der HMTH. 1978 erhielt die Hochschule für Musik und Theater den Status einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule mit Promotions- und Habilitationsrecht. Als einzige Musikhochschule in Niedersachsen und Zweitgrößte Deutschlands nimmt die Hochschule eine Sonderstellung sowohl in der Wissenschafts- als auch in der Kulturlandschaft des Landes ein.

Die Hochschule für Musik und Theater Hannover bildet in über 30 Studiengängen Musiker/innen, Schauspieler/innen, Musiklehrer/innen sowie Musik- und Medienwissenschaftler/innen erfolgreich bis zur Soloklasse/Promotion aus. Fast 1400 Studierende aus der ganzen Welt werden hier von 350 Lehrenden, darunter zahlreiche international bekannte Persönlichkeiten aus Kunst, Pädagogik und Wissenschaft, unterrichtet und gefördert.

 

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Wie alle führenden Orchester Deutschlands kann nun auch das Konzerthaus Berlin mit einer Orchesterakademie aufwarten. Auf Anregung des Konzerthausorchesters fand am 15. Dezember eine Versammlung zur Gründung des gemeinnützigen Vereins Orchesterakademie am Konzerthaus Berlin statt. Nach Abschluss der Formalitäten wird die neu gegründete Orchesterakademie zum 1. Januar 2010 ihren Dienst aufnehmen. Dem Vorstand gehören an: der Intendant Prof. Dr. Sebastian Nordmann, der Geschäftsführende Direktor Georg Vierthaler, der Sprecher des Konzerthausorchesters und Mitglied des Orchestervorstandes Felix Korinth sowie Programm- und Orchesterdirektor Ulf Werner. Chefdirigent Lothar Zagrosek ist Gründungsmitglied.

Die Orchesterakademie hat sich zur Aufgabe gemacht, junge angehende Berufsmusiker mit einem Stipendium von einem Jahr und länger zu fördern. Als Mentoren werden Musiker des Konzerthausorchesters Berlin die Akademisten in ihrem Fach unterstützen und sie auf eine professionelle Laufbahn vorbereiten. Ziel ist auch, begabte Nachwuchsmusiker für das Orchester zu gewinnen.

Die Akademie richtet sich an Instrumentalisten der Fächer Horn, Klarinette, Trompete und Fagott. In vorangegangenen Probespielen wurden bereits folgende Instrumentalisten für die Akademie ausgewählt: Hedwig-Martha Fuchs (Trompete, Foto), Johannes Wache (Horn) und Felix Welz (Klarinette).

 

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Alle zwei Jahre findet die Bundesbegegnung "Schulen musizieren" in einem anderen Bundesland statt. Diesen Sommer war es Hamburg. Bereits zum 15. Mal trafen sich auf Einladung des "Verbands Deutscher Schulmusiker (VDS)" über 700 Teilnehmer aus rund 20 Ensembles. Kammerchöre, Samba AG, Tanzgruppen und Symphonieorchester ließen die musikalische Vielfalt an deutschen Schulen deutlich werden. Dabei reichten die Auftrittsorte vom klassischen Konzertsaal über Kirchen, Schulen und Open-Air-Bühnen bis zum Ausflugsdampfer auf Hamburgs Alster. nmzMeida hat sich bei dem Ereignis umgeschaut.

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Detaillierte Informationen zu 269 Studienangeboten der Kulturvermittlung und Interkultur an Hochschulen in Deutschland bietet die neue Online-Datenbank, die im Rahmen des vom BMBF geförderten Projektes »Studium–Arbeitsmarkt–Kultur« erarbeitet wurde. Mit nutzerfreundlich gestalteten, vielfältigen Suchfunktionen können neben den strukturellen Angaben (u.a. Abschluss, Voraussetzungen, Semester- und Studienbeiträge, Kontaktdaten) auch Informationen zu Zielen, Inhalten, vermittelten Kompetenzen sowie zur Arbeitsmarktorientierung der Studienangebote kostenlos recherchiert werden.

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Die Auswahl der Schulen für die „School of Rock“ im kommenden Jahr steht fest. Mit dabei im erfolgreichen Coaching-Modell der Popakademie Baden-Württemberg und ihres Partners BASF SE sind die Anne-Frank-Realschule/Ludwigshafen, die Seckenheimschule (Haupt- und Real)/Mannheim, das Elisabeth-Gymnasium/Mannheim, die Carl-Bosch-Schule/Heidelberg, die Otto-Graf-Realschule/Leimen, die Maria-Montessori-Schule/Mannheim, das Theodor Heuss Gymnasium/Ludwigshafen, das St. Raphael-Gymnasium/Heidelberg, die Kurpfalz-Realschule/Schriesheim, das Johann-Sebastian-Bach Gymnasium/Mannheim, die Eugen-Neter-Schule für Geistigbehinderte/Mannheim und die Nardini-Schule/Walldürn. Vom 18. Februar bis 12. März 2010 gehen Teams aus Studierenden und Dozenten der Popakademie auf Tour durch die beteiligten Schulen. Ziel ist die frühzeitige Sinnesschärfung der Schüler für den kreativen Umgang mit Popularmusik und deren nachhaltige Integration in den Musikunterricht. Das gemeinsame Musizieren verbessert zudem die soziale Kompetenz der Jugendlichen. Das Abschlusskonzert der „School of Rock“ findet am 12. Mai 2010 in der Alten Feuerwache in Mannheim statt.

Hauptsponsor für "School of Rock" ist die BASF SE, die das Projekt gemeinsam mit der Popakademie 2005 ins Leben gerufen hat. Nach dem großen Erfolg der „School of Rock“ in den Jahren 2005 bis 2009 wird das Projekt auch im kommenden Jahr weitergeführt. „School of Rock“ findet außerdem in Kooperation mit der Stiftung Lesen statt. Medienpartner ist DASDING, weitere Partner sind die Städte Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim.

 

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Die Auswirkungen des neuen Sächsischen Hochschulgesetzes (SächsHSG) zeigen sich durch geänderte Strukturen und Gremien nun auch an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. So gibt es künftig einen fünfköpfigen Hochschulrat. Die Ernennungsurkunden überreichte Rektor Prof. Robert Ehrlich am 3.
Dezember 2009.

Die Mitglieder des HMT-Hochschulrates wurden von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Prof. Dr. Dr. Sabine Freifrau von Schorlemer, berufen und sind:

- Dr. Eckart Hien (Präsident des Bundesverwaltungsgerichts a. D.),
- Iris Weidinger (Finanzvorstand European Energy Exchange AG Leipzig),
- Prof. Monika Harms (Generalbundesanwältin des Bundesgerichtshofes),
- Prof. Frithjof Martin Grabner (HMT-Professor im Fach Kontrabass) und
- Dr. Martin Krumbiegel (Wissenschaftlicher Mitarbeiter am HMT-Institut für Musikwissenschaft und Bruder des PRINZEN-Sängers Sebastian Krumbiegel).

Die Mitglieder des Hochschulrates wählten Herrn Dr. Eckart Hien zum Vorsitzenden.

Die Aufgaben des Hochschulrates bestehen u.a. darin, Kandidaten für das Amt des Rektors vorzuschlagen und ist in der Art eines Aufsichtsrates einer Aktiengesellschaft in grundlegende wirtschaftliche und strategische Entscheidungen eingebunden. Eine erste Sitzung fand im Anschluss an die Ernennung statt. Bei dieser wurde ein Zeitplan für die Rektorenwahl im Sommer 2010 erstellt.

Mit dem Hochschulrat an der HMT hat sich unter den vier Leipziger staatlichen Hochschulen das erste Gremium dieser Art etabliert.

 

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Der Bologna-Prozess soll zum gemeinsamen europäischen Hochschulraum führen. Im Mittelpunkt steht das Ziel, ein qualitätsvolles Studium zu gewährleisten und die internationale Mobilität der Studierenden zu fördern. Hierzu müssen die Qualität gesichert, vergleichbare Studienstrukturen geschaffen und die gegenseitige Anerkennung sowohl der Abschlüsse als auch einzelner Teilabschnitte von Studiengängen erleichtert werden. Nur so wird das gemeinsame Europa hochschulpolitisch Wirklichkeit.

Der Erfolg des Bologna-Prozesses setzt gute Studienbedingungen für die Studierenden voraus. Die Studierbarkeit der Studiengänge steht dabei an vorderster Stelle. Probleme, die bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses aufgetreten sind, müssen behoben werden. Die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz setzen sich gemeinsam dafür ein:

* die Prüfungsbelastungen zu reduzieren, indem grundsätzlich nicht mehr als eine Prüfung pro Modul vorgesehen wird,
* die Arbeitsbelastung für die Studierenden zu überprüfen und ein realistisches und vertretbares Maß zu gewährleisten,
* die Anerkennung der Prüfungsleistungen zwischen den Hochschulen national und international zu vereinfachen, um die Mobilität der Studierenden zu gewährleisten,
* die ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Bachelor- und Masterstudiengänge weitgehend zu flexibilisieren und
* keine über die ländergemeinsamen Strukturvorgaben hinausgehenden spezifischen Länderregelungen zu treffen, die die Gestaltungsfreiheit der Hochschulen einengen.

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz haben damit Kritikpunkte der Studierenden zum Bologna-Prozess aufgenommen und Entscheidungen getroffen. Sie sind der Auffassung, dass es an der Zeit ist, wieder zu einem geregelten Studienbetrieb überzugehen.

Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz setzen sich gemeinsam dafür ein, dass das Ziel des Bildungsgipfels, 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Forschung aufzuwenden, erreicht wird und aus diesen Mitteln auch die Umsetzung des Bologna-Prozesses vorangetrieben wird.

 

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Seit 1969 für alle Musikschulen im Verband deutscher Musikschulen (VdM) verbindlich, beschreibt der VdM-Strukturplan das Konzept, den Aufbau und die Struktur einer öffentlichen Musikschule. 1998 zum ersten Mal aktualisiert, wurde er von der Strukturkommission des Verbandes neu überarbeitet und in dieser Fassung von der Bundesversammlung des VdM am 14. Mai 2009 in Berlin verabschiedet.

In seiner Sitzung am 19./20. November hat der Erweiterte Bundesvorstand des VdM auch die Grafiken zum Strukturplan verabschiedet (-> Abbildungen).

Neu im Strukturplan und seiner grafischen Darstellung ist die weiter und anspruchsvoller gefasste Beschreibung und Ausrichtung der öffentlichen Musikschulen als Grundbestandteil der kommunalen Bildungslandschaft. Unter Beibehaltung ihrer Kernaufgaben, zu denen "die musikalische Grundbildung, die Breitenförderung, die Begabtenfindung und Begabtenförderung sowie gegebenenfalls die Vorbereitung auf ein Musikstudium" gehören, ebenso wie "das Musizieren im Ensemble in Unter-, Mittel- und Oberstufe" als regelmäßiger, systemrelevanter Bestandteil der Ausbildung an VdM-Musikschulen, sind Kennzeichen der Musikschularbeit die Zugangsoffenheit des Musikschulangebots "im räumlichen wie im sozialen Sinne" und die Einhaltung "bundesweiter Qualitätsstandards". Dabei sind insbesondere vielgestaltigere Zugangsmöglichkeiten, der Ausbau des Musikschulangebots durch die deutliche Differenzierung und Erweiterung der frühkindlichen Förderung im Sinne der "Musikalischen Bildung von Anfang an" im Strukturplan verankert. Als weiteres wichtiges Element ist die Ausweitung des Angebotsspektrums öffentlicher Musikschulen in die kommunale Bildungslandschaft hervorgehoben – durch Kooperationen mit Kindertagesstätten, allgemein bildenden Schulen und weiteren Einrichtungen.

 

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Die erstmalige Zusammenarbeit mit dem NDR Chor im Jahr 2010 ist ein weiterer Meilenstein in der jungen Geschichte des Förderzweiges DIRIGENTENFORUM – Chor. In einem Meisterkurs unter Leitung des schwedischen Chordirigenten Stefan Parkman werden fünf Stipendiaten des Forums mit dem renommierten Rundfunkchor Werke von Bach, Brahms, Debussy und Mäntyjärvi erarbeiten. Um die Veranstaltung zu ermöglichen sicherte die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius nun die finanzielle Förderung des Meisterkurses zu.

Dazu Andreas Bausdorf, Projektleiter DIRIGENTENFORUM: „Wir sind überaus glücklich, dass die ZEIT-Stiftung erstmals eine Veranstaltung des DIRIGENTENFORUMs fördert. Durch die Unterstützung eröffnet die ZEIT-Stiftung unseren Chordirigentinnen und -dirigenten nicht nur die seltene Chance, vor einem bedeutenden Chor zu stehen, sondern auch die wunderbare Gelegenheit, sich in einem Abschlusskonzert dem Hamburger Publikum zu präsentieren. Konzerte mit professionellen Ensembles sind wichtige Erfahrungen für unsere Stipendiaten.“

Die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius fördert in ihren Satzungsbereichen ‚Wissenschaft und Forschung’, ‚Kunst und Kultur’ sowie ‚Bildung und Erziehung’ durch selbstinitiierte Vorhaben und unterstützt Projekte qualifizierter Antragsteller. Als eine der größten privat errichteten deutschen Kapitalstiftungen gründet sie auch eigene Einrichtungen und übernimmt damit nachhaltig und langfristig Verantwortung für die von ihnen wahrgenommenen Förderaufgaben.

Das DIRIGENTENFORUM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates, welches talentierte, hoffnungsvolle Nachwuchsdirigenten fördert. In mehr als 20 Veranstaltungen pro Jahr bietet es seinen Stipendiaten die Möglichkeit, mit bedeutenden Berufsorchestern und –chören und erfahrenen Dirigenten zusammen zu arbeiten.

Das Abschlusskonzert des Meisterkurses mit dem NDR Chor findet am 9. April 2010 um 20 Uhr im Rolf-Liebermann Studio des NDR statt.

 

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Europäische Bildungs- und Kulturexperten fordern mehr Forschung für Kulturelle Bildung, Qualitätssicherung und mehr Teilhabe an Kultureller Bildung. Dies sind die Ergebnisse der Tagung "Arts Education – Culture Counts", die vom 30. November bis 1. Dezember 2009 in Berlin stattfand. Die 50 Teilnehmer aus 11 Ländern zogen aus europäischer Perspektive eine Zwischenbilanz zur "UNESCO Road Map für Kulturelle Bildung". Veranstalter waren die Deutsche UNESCO-Kommission und der Lehrstuhl für Pädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit der Siemens Stiftung. Im Mai 2010 findet die zweite UNESCO-Weltkonferenz über Kulturelle Bildung in Seoul statt.

Seit der ersten UNESCO-Weltkonferenz über Kulturelle Bildung in Lissabon 2006 hat sich Kulturelle Bildung in Europa positiv entwickelt. Dieses Fazit zogen auf der Tagung zahlreiche Vertreter europäischer Länder, darunter Frankreich, Belgien und Großbritannien. Zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Initiativen für Kulturelle Bildung haben in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Ein Beispiel dafür ist auch das Engagement der Siemens Stiftung, die sich dem Thema Kulturelle Bildung verstärkt widmet.

Die Tagungsergebnisse sind ein wichtiger Baustein für die Vorbereitung der zweiten UNESCO-Weltkonferenz in Südkorea. Als Herausforderung sehen die europäischen Experten insbesondere lebensbegleitende Bildung für Alle. Diese müsse Differenz, Vielfalt und Inklusion ermöglichen. Die Ergebnisse der Tagung wurden den Vertretern des koreanischen Organisationskomitees der UNESCO-Weltkonferenz überreicht. Die zweite UNESCO-Weltkonferenz Kulturelle Bildung findet vom 25. bis 28. Mai 2010 in Seoul statt.

Auf der Tagung in Berlin wurde außerdem bekannt gegeben, dass dem Lehrstuhl für Pädagogik von Prof. Dr. Eckart Liebau der Status eines "UNESCO-Lehrstuhls für Kulturelle Bildung" verliehen wird. Damit würdigt die UNESCO das langjährige Engagement des Instituts zu diesem Thema. Mit dem Lehrstuhl in Erlangen wurde der neunte deutsche Lehrstuhl in das weltweite Netzwerk der UNESCO Chairs aufgenommen. Diese Lehrstühle forschen und lehren zu den Aufgaben und Zielen der UNESCO.

Kulturelle Bildung für Alle – das ist das Ziel, für das sich auch Deutschland seit der UNESCO-Weltkonferenz in Lissabon 2006 verstärkt einsetzt. Die politischen Empfehlungen der Konferenz wurden in einer "UNESCO Road Map for Arts Education" festgehalten. Literatur und Theater, Tanz und Musik, Film und Architektur sind Motoren gesellschaftlicher Entwicklungen – sie machen Kulturelle Bildung als Teil der Allgemeinbildung bedeutsam. Ohne Kulturelle Bildung ist es nur begrenzt möglich, am künstlerischen Leben einer Gesellschaft teilzunehmen.

 

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Die Gewinner des junge ohren preis 2009 stehen fest. In einer festlichen Preisverleihung im WDR Funkhaus wurden gestern die diesjährigen Sieger gekürt. Ein international durchmischtes Publikum aus Vertretern des Musiklebens verfolgte die Präsentationen der Preisträgerprojekte sowie Konzerte und eine Podiumsdiskussion. Mit weiteren Sonderauszeichnungen setzten die Landesanstalt für Medien NRW und die Strecker-Stiftung Akzente. Gastgeber der Veranstaltung war die Initiative Hören.

Mit rund 120 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Luxemburg und den Niederlanden erlebte der junge ohren preis 2009 einen regelrechten Ansturm. „Dabei zeigt sich eine erfreulich hohe Qualität und kreative Vielfalt der Einreichungen“, freut sich Prof. Dr. Ingrid Allwardt, Geschäftsführerin des netzwerk junge ohren, das den Musikvermittlungspreis alljährlich auslobt. Die diesjährigen Preisträger zeigten Wege, mit Kreativität und Mut auf unausgetretenen Pfaden ein Publikum zu gewinnen.

junge ohren preis 2009
Sechs Projekte konnten den Wettbewerb für sich entscheiden. In der Kategorie „Best Practice“ für aufführungsbezogene Formate gibt es drei gleichberechtigte Gewinner: Das Theater Hagen mit dem Projekt „Beinahe Peter und der Wolf“, die Produktion „Wanja, eine musikalische Wintererzählung“ des Traffik Theater Luxemburg und „Fealan – Winterthur schreibt eine Oper“ des Musikkollegiums Winterthur. In der Kategorie „Musik & Medien“ gibt es zwei Gewinner: das österreichische Ensemble das Tetete mit seinem „Bienenkino“ und die Zeitgenössische Oper Berlin mit dem Opernclip „Error 90/91“. Eine weitere Auszeichnung in dieser Kategorie geht an die „Klangkiste“ des WDR. Preisgelder stifteten die Deutsche Orchester-Stiftung und die Strecker-Stiftung.

Sonderauszeichnung „Junges Hören“ der Strecker-Stiftung
Die Strecker-Stiftung vergibt eine zusätzliche Sonderauszeichnung, die sich unter dem Titel „Junges Hören“ an Projekte richtet, die sich dem Hören selbst zuwenden und darin das Konzertformat überschreiten. Prämiert wurden die Kinder Insel Hombroich mit der „Hörschule“ im Rahmen der „Konzerte für Kinder“ und die Soundinstallation „Regenwurmstadt & Maulwurfgarten“ der „ohrenhoch-Kids“ des Geräuschladens ohrenhoch aus Berlin. Eine besondere Belobigung erhält das Konzept „Hörclubs“ der Stiftung Zuhören. „Die Vermittlung des Hörens selbst ist Grundlage der musikalischen Vermittlung und nicht zuletzt Basis jeder menschlichen Kommunikation“, bestätigt Ingrid Allwardt. Mit dieser Sonderauszeichnung ist das Signal für eine zukunftsweisende Erweiterung des junge ohren preis gesetzt.

Preis der Landesanstalt für Medien NRW (LfM)
Einen Sonderpreis für medial gestützte Musikvermittlung vergab die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) an das Kooperationsprojekt „Peter und der Wolf“ der Oberlinschule und des Stadttheaters Hagen. Mit der Produktion einer DVD als eigenständiges Medienformat leistet es nachhaltige Musikvermittlungsarbeit für eine besondere Zielgruppe.

Die Preisverleihung des junge ohren preis 2009 wurde unterstützt durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Förderer des junge ohren preis 2009 sind die Deutsche Orchester-Stiftung und die Strecker-Stiftung. Medienpartner ist Deutschlandradio Kultur.

 

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Für ihre vorbildlichen Konzepte im Bereich der kulturellen Bildung hat der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff am 26. November 2009 zehn Städte und Gemeinden ausgezeichnet. Die Gewinner des Wettbewerbs in diesem Jahr sind Dortmund, Düsseldorf, Herne, Mülheim, Herten, Moers, Unna, Warendorf, Altenberge und Sendenhorst. Einen Sonderpreis erhalten die Städte Lohmar, Overath, Rösrath und Troisdorf für ihre gemeinsame Bewerbung. Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff sagte im Rahmen Preisverleihung in Düsseldorf: „Jedes Kind und jeder Jugendliche sollte im Laufe seiner Kindergarten - und Schulzeit die Chance haben, mit jeder Kunstsparte und jedem Kulturinstitut seiner Stadt oder seines Kreises passiv und aktiv in Berührung zu kommen. Damit das gelingen kann, brauchen Kulturprojekte für Kinder und Jugendliche die Unter­stützung vieler Partner vor Ort. Die Preise sollen alle Städte und Gemeinden dazu ermutigen, sich im Bereich der kulturellen Bildung zu vernetzen und ganzheitliche Bildungskonzepte zu entwickeln.“

Im Rahmen des Wettbewerbs „Kommunale Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung“ hatten sich insgesamt 22 Städte und Gemeinden beworben. Preisträger aus dem Jahr 2007 konnten sich erstmals erneut bewerben. Die zum zweiten Mal ausgezeichneten Kommunen erhalten die Hälfte des Preisgeldes. Die Preise sind entsprechend der Ein­wohnerzahl gestaffelt.

Mit der Verankerung der kulturellen Bildung im kommunalen Leitbild und der Vernetzung wichtiger Akteure leisten die Preisträger einen wesent­lichen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Bildung in Nordrhein-Westfalen. Kultureinrichtungen öffnen sich für Kinder und Jugendliche – mit Projekten für die künstlerisch-kulturelle Bildung in Kooperation von Künstlerinnen und Künstlern, mit Kindergärten und Schulen. Eltern, ehrenamtlich engagierte Bürger und die Wirtschaft gestalten Kunst- und Kulturprojekte auf kommunaler Ebene mit.

 

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Für ein Forschungsprojekt der Neurologischen Universitätsklinik Heidelberg und des Psychologischen Institutes der Universität Graz werden ab sofort Grundschulkinder aus dem Raum Heidelberg, Mannheim und Umgebung gesucht. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Peter Schneider (Heidelberg) und Privatdozentin Dr. Annemarie Seither-Preisler (Graz) wollen gemeinsam die pädagogischen, psychologischen und neurologischen Folgen der musikalischen Förderung untersuchen. Vor allem Kinder mit Legasthenie und dem Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom AD(H)S ohne musikalische Förderung, aber auch unauffällige Kinder, die nicht oder sehr viel musizieren, sollen getestet werden. Gesucht werden Grundschulkinder, die im Schuljahr 2009/2010 die 2. oder 3. Klasse besuchen.

Besonders interessant für die Wissenschaftler sind Veränderungen im Hörvermögen sowie eine mögliche Verbesserung von Kreativität, Intelligenz, Aufmerksamkeit oder Konzentration. Aber auch eine Leistungssteigerung beim Lesen, Rechnen oder in der Rechtschreibung ist Gegenstand der Untersuchungen. Diese durch aktives Musizieren stattfindenden Lerneffekte sollen dann in den Strukturen und der Funktion des Gehirns nachgewiesen werden. Dazu werden psychoakustische und psychologische Tests sowie medizinisch unbedenkliche neurologische Messungen wie MEG (Magnetencephalogpraphie) und MRT (Magnetresonanztomographie) verwendet.

Das Verbund-Forschungsprojekt der Universitäten Heidelberg und Graz „Audio- und Neuroplastizität des musikalischen Lernens“ (AMseL) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über drei Jahre mit 1,1 Mio. € gefördert. Es ist eines von insgesamt acht Forschungsprojekten in ganz Deutschland, die das musikpädagogische Projekt JeKi (Jedem Kind ein Instrument) in NRW und Hamburg begleiten.

Erwartet werden Erkenntnisse über die Auswirkung der Klangeigenschaften bestimmter Instrumente auf das kindliche Gehör sowie deren Eignung beim Einsatz für Kinder mit einer speziellen Wahrnehmungsstörung. Außerdem soll geklärt werden, ob musikalisches Training hilft, phonologische Defizite, die eine häufige Ursache von Lese-Rechtschreibschwäche sind, zu beheben. Von den Ergebnissen dieses Forschungsprojekts erhoffen sich die Wissenschaftler zudem wichtige Hinweise darauf, ob frühe musikalische Förderung auf andere schulische Lernbereiche Einfluss nimmt. Dieser Punkt ist für die zukünftige Gestaltung von Lehrplänen von großem Interesse.

Jeweils drei Termine fallen in den beiden Erhebungzeiträumen an: Die erste Untersuchungsreihe findet zwischen Dezember 2009 bis Juli 2010 statt. Danach sind Wiederholungsmessungen zwischen Februar und September 2011 vorgesehen. Der Untersuchungsort ist Heidelberg. Eine pauschale Aufwandsentschädigung von 300 Euro pro Kind wird bezahlt, Fahrtkosten und Parkgebühren werden erstattet. Eine Schatzsuche und Spielekiste sorgen dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.

Bei Interesse melden Sie sich bitte unter folgender Adresse:
Tel.: 0176 / 624 08 732
E-Mail: amsel@uni-heidelberg.de

 

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Der Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK), die Fächer Musik, Kunst und Sport an der Grundschule in einen Studienbereich „Ästhetische Bildung“ zusammen zu fassen, wird trotz zunehmender Kritik bereits in einigen Ländern umgesetzt.

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Der Beschluss der KMK zur Zusammenlegung der Fächer Musik, Kunst und Sport an der Grundschule darf nicht umgesetzt werden, weil dadurch die Kinder und Jugendlichen noch weniger qualifizierten Musikunterricht erhalten würden als das bisher schon der Fall ist.

Die wünschenswerte Zusammenarbeit der künstlerischen Fächer in der allgemein bildenden Schule unter dem ganzheitlichen Blickwinkel der musisch-ästhetischen Erziehung kann nur gelingen, wenn die Eigenständigkeit und inhaltliche Profilierung des Faches Musik gewährleistet ist. Mit dem Beschluss der KMK für einen Studienbereich ‚Ästhetische Bildung’ wird jedoch einer Entprofessionalisierung im Schulunterricht Vorschub geleistet und ein qualifizierter und kontinuierlicher Musikunterricht in der Grundschulzeit – als wichtige Grundlage für eine lebenslange aktive Kulturteilhabe – aufs Spiel gesetzt. Darüber hinaus gefährdet die Fächerzusammenlegung zukünftig nicht nur die fachliche Qualifikation der Musiklehrer und verstärkt den Fachlehrermangel, sondern verschleiert auch den ohnehin hohen Musikunterrichtsausfall an Grundschulen, da Musik in diesem Fächerverbund als eigenständiges Fach nicht mehr erkennbar sein wird.“

Mit dem Titel „Musikalische versus Ästhetische Bildung“ veranstaltet der Deutsche Musikrat in Kooperation mit der Konferenz der Landesmusikräte, den Landesmusikräten Bayern und Baden-Württemberg und durch Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hanns-Seidel-Stiftung eine Fachtagung zu diesem Thema. Diese wird am Freitag, 27. November und Sonnabend, 28. November 2009 im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung, Lazarettstr. 33, 80636 München stattfinden und von Hans Zehetmair, Staatsminister a.D. und Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, eröffnet werden.

Weitere Informationen unter http://www.musikinbayern.de

 

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Die Internationale Bachakademie Stuttgart und ihr musikwissenschaftlicher Leiter Dr. Norbert Bolín haben sich in gegenseitigem Einvernehmen zum 31.10.2009 getrennt. Der Trennung liegt eine strukturelle Veränderung innerhalb der Bachakademie zu Grunde.

Der Bereich Musikwissenschaft der Bachakademie wird künftig mit dem Bereich Dramaturgie verschmolzen und von Dr. Michael Gassmann als Chefdramaturgen geleitet. Gassmann arbeitet seit dem 1. Oktober 2008 als Dramaturg für das neuprofilierte Musikfest Stuttgart bei der Bachakademie. Er ist ausgebildeter A-Kirchenmusiker, promovierter Musikwissenschaftler und war mehrere Jahre als Journalist insbesondere für die FAZ tätig. Der Stiftungsvorstand der Bachakademie hat den strukturellen und personellen Veränderungen in seiner Sitzung am 21.11.2009 zugestimmt.

 

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Am 19. November haben die deutschen Musikhochschulen zusammen zu einem Aktionstag musikalische Bildung eingeladen und aufgerufen. Alle Hochschulen für Musik haben sich beteiligt, so auch die beiden Berliner Ausbildungsstätten, die Hochschule für Musik Hanns Eisler und die Musikabteilung der UdK. Ein paar Eindrücke von diesem Tag hat nmzMedia in knapp vier Minuten mit der Handkamera aufgesammelt und zusammengestellt.

Weiter zum nmzMedia

 

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Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Minister Henry Tesch, nahm gestern Stellung zur Weiterentwicklung der Bachelor- und Masterstudiengänge an den Hochschulen:

"Die Entscheidung für den Bologna-Prozess war richtig. Er gewährleistet die internationale Anerkennung und Gleichwertigkeit von Abschlüssen im akademischen Bereich.

Die große Mehrheit von Studiengängen an deutschen Universitäten und Fachhochschulen folgt inzwischen den Prinzipien dieser Studienreform. Gleichwohl gilt, dass die zuständigen Kultusministerien und die Hochschulen dafür Sorge zu tragen haben, dass diese Reform sinnvoll realisiert wird. Dies gilt vor allem für die Fragen der Anerkennung von Modulen und ein vernünftiges Maß an Prüfungen durch die Hochschulen. Hier sind die Hochschulen in der Pflicht, im Rahmen ihrer Autonomie die Studierbarkeit der Bachelor- und Masterstudiengänge zu gewährleisten. Viele Professoren werden sich davon verabschieden müssen, ihre speziellen Lehr- und Forschungsinteressen in den Modulen unterzubringen.

Der Bologna-Prozess darf nicht dazu führen, dass einfach nur alter Wein in neue Schläuche gegossen wird. Die Kultusministerkonferenz hat mit ihrem Beschluss vom Oktober dieses Jahres zum Bologna-Prozess die Korrektur eingeleitet:

„Mit der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung 1999 wurden die verschiedenen, bis dahin parallel laufenden Stränge europäischer Bildungs- und Hochschulpolitik der beteiligten Staaten zusammengefasst und gebündelt. Durch die Einführung eines zweistufigen Systems leicht verständlicher und vergleichbarer Studienabschlüsse (BA/MA), eines Leistungspunktesystems und der Modularisierung sollte die Mobilität von Studierenden, Lehrenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert und die europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Qualitätssicherung erhöht werden. Die deutschen Hochschulen haben in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um nahezu alle Studiengänge auf die neuen Studienstrukturen umzustellen, die Studiengänge zu modularisieren, das Leistungspunktesystem einzuführen und die Qualität der Lehre zu verbessern.

Neben der Anerkennung erzielter Fortschritte und Erfolge wurde aber auch Kritik gegenüber empfundenen Überregulierungen und einzelnen Schwächen des Bologna-Prozesses laut. Deshalb müssen die Wirkungen analysiert und, wo nötig, Korrekturen vorgenommen werden. Dabei sind mögliche Schwachstellen in der Umsetzung aufzugreifen und zu korrigieren, ohne die erreichten Verbesserungen in der Lehre aufs Spiel zu setzen. Vielmehr müssen die Aufwertung der Lehre und ihre Verbesserung als entscheidendes bisheriges Ergebnis des Bologna-Prozesses stabilisiert und weiterentwickelt werden.

Gegenwärtig werden insbesondere folgende Punkte kritisiert, die teils auf der jüngsten Bologna-Nachfolge-Konferenz in Leuven am 28./29. April 2009 eine prominente Rolle gespielt haben und teils durch Studierende während des „Bildungsstreiks“ im Sommer dieses Jahres vorgetragen wurden:

- stoffliche Überfrachtung, zu hohe Anwesenheitspflicht und Prüfungsdichte im Gefolge zunehmender Strukturierung und „Verschulung“ des Studiums
- zu geringe Ausnutzung der Bandbreite der Regelstudienzeiten für Bachelor- und Master-Studiengänge
- Zugang zum Master-Studium (Leistungsvoraussetzungen, Kapazitäten, „Quotierung“)
- restriktive Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, unzureichende Äquivalenzregelungen in den Studien- und Prüfungsordnungen
- Verschlechterung der nationalen und internationalen Mobilität
- Akzeptanz des Bachelors als ersten, berufsqualifizierenden Abschluss
- aufwändige Akkreditierungsverfahren
- Studienbeiträge in mehreren Bundesländern
Unabhängig davon, ob die öffentlich geäußerten Kritikpunkte in jedem Fall, an jeder Hochschule und in allen Bundesländern zutreffend sind, spiegeln sie doch eine nicht unerhebliche Skepsis in Teilen der akademischen Öffentlichkeit hinsichtlich des Bologna-Prozesses wider.

Die Kultusministerkonferenz hat sich zum Ziel gesetzt, adäquat und schnell auf die vorgebrachten Kritikpunkte zu reagieren und die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses gemeinsam mit den Hochschulen voranzutreiben. Die Kultusministerkonferenz beschließt deshalb folgende Punkte:

1. Die Länder sehen die strukturierten Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master als einen entscheidenden Schritt zur Flexibilisierung von Studium und Ausbildung und zur Verbesserung der Durchlässigkeit innerhalb des Bildungssystems an. Dabei hat der Bachelor-Abschluss als erster berufsqualifizierender Abschluss eine Schlüsselfunktion. Die Länder würdigen ausdrücklich die bisher geleistete Arbeit der Hochschulen, ihre Studienstrukturen innerhalb der letzten Jahre zum Großteil auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt, die Studieninhalte modularisiert, ihre Curricula entsprechend angepasst sowie die Vorbereitung und Durchführung der Akkreditierungsverfahren erfolgreich absolviert zu haben.

2. Im Rahmen der „sozialen Dimension“ des Bologna-Prozesses setzen sich die Länder für einen weiteren Ausbau des BAföG ein. Eine Stärkung der Studentenwerke hält die KMK für sinnvoll.

3. Die Länder fordern die Hochschulen dazu auf, im Rahmen der ländergemeinsamen Strukturvorgaben bei der Einführung neuer Studiengänge die vorhandene Bandbreite von Regelstudienzeiten in Bachelor-Studiengängen (die sechs, sieben oder acht Semester betragen kann) zu nutzen. Die Hochschulen werden gebeten, im Rahmen der Reakkreditierung die Studieninhalte zu überprüfen. Dabei können Grundlagen und Spezialisierungen im Rahmen von Bachelor- und Masterstudiengängen neu austariert werden. Zugleich fordern sie die Hochschulen auf, in ihren Studiengangskonzepten, insbesondere bei konsekutiven Studiengängen, „Mobilitätsfenster“ vorzusehen, die den Studierenden den Wechsel zwischen den Hochschulen in Deutschland und darüber hinaus erleichtern.

4. Die Länder erwarten vom Akkreditierungsrat und den Akkreditierungsagenturen, dass sie bei der (Re-)Akkreditierung von Studiengängen der Studierbarkeit des Studiums Geltung verschaffen, und zwar im Hinblick auf die Studieninhalte, die Studiendauer und das Verhältnis von Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlveranstaltungen. Auch die Modulgestaltung und Kompetenzorientierung sowie die „Employability“ sind im Zuge anstehender (Re-)Akkreditierungen verstärkt einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Jedes Studienprogramm muss auch daraufhin geprüft werden, ob die den Studierenden zu vermittelnden Kompetenzen sinnvoll definiert sind, der Studiengang für die Studierenden in zeitlicher Hinsicht studierbar ist, der Prüfungsumfang angemessen ist und die Ziele des Studiengangs tatsächlich erreicht werden. Die KMK befürwortet die aktive Einbeziehung der Studierenden in diesen qualitätsorientierten Weiterentwicklungsprozess. Bei der Systemakkreditierung hat die Hochschule nachzuweisen, dass ihre internen Qualitätssicherungsmechanismen geeignet sind, die Studierbarkeit des Studiums zu gewährleisten.

5. Die Grundsätze Vermittlung von Grundlagenwissen und Methodenkompetenz sowie exemplarische Themen- bzw. Inhaltswahl im Studium müssen auch Maßstab für die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen in und zwischen den Hochschulen sein. Bei der Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, die sich auf diese Ansprüche gründen, kann es nicht um gleichartige, sondern muss es um gleichwertige Studienergebnisse gehen. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung für die Verbesserung der Mobilität der Studierenden zwischen den Hochschulen entsprechend den Regelungen der Lissabon-Konvention. Das bedeutet, dass die Anerkennung zu erteilen ist, sofern keine wesentlichen Unterschiede bestehen. Hochschulen, Akkreditierungsagenturen, Fachgesellschaften und Fakultätentage werden aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, dass die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen in den jeweiligen Studiengängen von den Hochschulen im gegenseitigen Vertrauen auf Qualitätssicherung und erfolgreiche Akkreditierung gegründet wird, um sie einfacher, verlässlicher, flexibler und schneller zu gestalten. Zudem werden die Hochschulen ermuntert, den Aufbau strukturierter Austauschprogramme mit ausländischen Partnerhochschulen voranzutreiben, um die gegenseitige Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen zu gewährleisten. Die Wissenschaftsminister der Länder werden diesem Aspekt der Mobilitätssicherung, z. B. in den Zielvereinbarungen mit den Hochschulen, künftig besonderes Augenmerk widmen.

6. Die Länder wirken ggf. auch im Rahmen ihrer Hochschulgesetzgebung darauf hin, dass nicht ein kleinteiliges Prüfungswesen zu Lasten der Studierenden, aber auch der Lehrenden aufgebaut wird. In diesem Sinne sollten die Hochschulen anstreben, dass Module in der Regel nur mit einer Prüfung abzuschließen sind. Eine individuelle und flexible Studiengestaltung der Studierenden sollte nicht durch eine übermäßige Verknüpfung von Modulen innerhalb von Studiengängen eingeschränkt werden, damit individuelle Freiräume für die Studierende erhalten bleiben bzw. ausgebaut werden. Die Länder erwarten von den Hochschulen eine angemessene systematische Studienberatung.

7. Für die Akzeptanz des Bachelorabschlusses von Seiten der Studierenden ist es mitentscheidend, welche beruflichen Perspektiven dieser Abschluss eröffnet. Je mehr berufliche Wege den Studierenden bereits mit dem Bachelorabschluss zur Verfügung stehen, desto mehr gewinnen nicht-konsekutive und weiterbildende Masterstudiengänge an Bedeutung. Sie eröffnen die Möglichkeit, sich nach einer ersten Berufseinstiegsphase beruflich erforderliche Spezialisierungen anzueignen und sich weiterzuentwickeln. Die Länder erwarten von den Hochschulen, dass sie verstärkte Anstrengungen für den Ausbau entsprechender Studienangebote unternehmen.

8. Damit der Bachelorabschluss erfolgreich in eine erste Berufstätigkeit einmünden kann, sind weitere Anstrengungen erforderlich, um noch bestehende Informationsdefizite bei künftigen Arbeitgebern – hier insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) – weiter abzubauen, um dem Bachelor zu dem Stellenwert zu verhelfen, der ihm im Rahmen der gestuften Studienstruktur zukommen soll. Dazu gehört auch, dass jedem Abschlusszeugnis ein Diploma Supplement beigefügt wird, das Struktur und Inhalte des Studiengangs erläutert. Für die zukünftige Entwicklung des Akademikerarbeitsmarktes ist es unverzichtbar, dass die derzeitige Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse uneingeschränkt von der Wirtschaft mitgetragen wird. Die Länder empfehlen daher den Hochschulen nachdrücklich, Studieninhalte und zu erwerbende Kompetenzen mit möglichen künftigen Arbeitgebern zu diskutieren, ihre Alumni in die Weiterentwicklung der Studiengänge einzubinden und Absolventinnen und Absolventen auch auf die Option der beruflichen Selbstständigkeit vorzubereiten. Die Länder werden Maßnahmen entwickeln, die die Akzeptanz des Bachelorabschlusses steigern können, um den Hochschulabsolventinnen und -absolventen bessere Chancen für ihren Berufsstart zu ermöglichen. Als Beispiel sei hier auf die durch den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, BDI und BDA ins Leben gerufene Initiative „Bachelor Welcome“ verwiesen.

9. Die KMK wird die genannten Punkte mit der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) diskutieren.

10. Die KMK begrüßt, dass sich der Akkreditierungsrat auf seiner 60. Sitzung am 09.12.2009 unter dem Titel „Studierbarkeit und Beschäftigungsbefähigung in der Reakkreditierung sichern“ in einem Expertengespräch der Thematik annehmen wird.

11. Die KMK wird im Frühjahr 2010 eine Fachtagung initiieren, um eine erste Bestandsaufnahme der eingeleiteten Schritte zu ziehen.“

Tesch erklärte weiter, die Kultusminister erwarteten von den Hochschulen die zügige Umsetzung dieser Beschlüsse. An die Studierenden, die die gegenwärtigen Proteste organisieren, appellierte der Präsident, den Weg des Dialogs mit den Hochschulen zu suchen. Die Kultusministerkonferenz werde die begonnenen Gespräche mit autorisierten Vertretern der Studierenden wie angekündigt fortsetzen."

 

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant für Dezember 2009 einen neuen Bildungsgipfel. Bei dem ersten Bildungsgipfel im Oktober 2008 in Dresden hatte die kulturelle Bildung keine Rolle gespielt.

Der Deutsche Kulturrat fordert, dass auf dem zweiten Bildungsgipfel über den Beitrag der kulturellen Bildung zur Allgemeinbildung debattiert wird. Zu diesen Beratungen müssen auch die organisierte Zivilgesellschaft und die kommunalen Spitzenverbände eingeladen werden, um die Verzahnung zwischen frühkindlicher, schulischer und außerschulischer kultureller Bildung sowie der Ausbildung zu verdeutlichen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Kulturelle Bildung ist kein Beiwerk, sondern eine wesentliche Grundlage um sich in der modernen Welt zu orientieren. Vielfach wird die mangelnde Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen beklagt. Kulturelle Bildung gerade in der frühkindlichen Erziehung kann dem entgegen wirken und einen wichtigen Beitrag zur Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen leisten. Es war ein schwerer Fehler, dass der erste Bildungsgipfel das Thema kulturelle Bildung ausgeklammert hatte. Beim zweiten Bildungsgipfel der Bundeskanzlerin sollte dieser Fehler nicht wiederholt werden. Ein Bildungsgipfel ohne das Thema kulturelle Bildung ist nur Stückwerk.“

 

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Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Rektorenkonferenz treten die deutschen Musikhochschulen am 19. November an die Öffentlichkeit heran mit einem bundesweiten Aktionstag zur Bedeutung der musikalischen Bildung. Ihr Ziel: auf die Unverzichtbarkeit der musikalischen Bildung in einer menschlichen Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen wurde 1950 gegründet. Sie nimmt ihr sechzigjähriges Bestehen zum Anlass, um in einem Aktionsjahr auf ihre Möglichkeiten und Leistungen hinzuweisen und für die musikalische Ausbildung an deutschen Musikhochschulen zu werben. Der Einstieg in die Kampagne findet am Donnerstag, den 19. November 2009, mit einem bundesweiten „Aktionstag musikalische Bildung" statt. Unter einem gemeinsamen Label werden alle 24 selbständigen deutschen Musikhochschulen ausgewählte Beiträge zu diesem speziellen Thema präsentieren. Der Aktionstag wendet sich an eine breite Öffentlichkeit und zielt darauf ab eine nachhaltig wirksame Erfahrung mit der Musik anzuregen.

 

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Am gestrigen Mittwoch ist erstmals ist der Förderpreis Musikvermittlung von Musikland Niedersachsen und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung verliehen worden. Mit dem Preis werden Konzepte gefördert, die neuen Publikumskreisen besondere Zugänge zur Musik ermöglichen. Das von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bereitgestellte Preisgeld in Höhe von 47.000 Euro unterstützt die Realisierung von sechs Projekten.

Um den neuen Förderpreis hatten sich 90 niedersächsische Musik-Veranstalter beworben. Dies zeigt, dass es ein großes aktuelles Bedürfnis nach Entwicklung und Förderung neuer musikalischer Veranstaltungsformen gibt. Am Wettbewerb beteiligt haben sich Konzertveranstalter, Orchester, Ensembles, Theater, Festivals, Musikschulen, allgemeinbildende Schulen, KirchenmusikerInnen, Blaskapellen und Chöre aus ganz Niedersachsen. Um der Vielfalt der zahlreichen qualitätvollen Bewerbungen gerecht zu werden, haben Musikland Niedersachsen und die Niedersächsische Sparkassenstiftung die Zahl der Preisträger auf sechs erhöht.

Der Preis wurde am Abend auf der Jahreskonferenz Musikland Niedersachsen 2009 in der neuen Landesmusikakademie Wolfenbüttel verliehen. Die Konferenz versammelt die Musik-Entscheider des Landes aus den Bereichen Festival, Musiktheater, Kirchenmusik, Kulturpolitik, Stiftungen und Verbänden. Ziele sind gegenseitige Information und Austausch, fachliche Anregung, Vernetzung, Verdeutlichung von Qualitätsstandards.

Mit Musikland Niedersachsen unternimmt es ein Bundesland erstmals, die Musikkultur in ihrer Vielfalt und Breite mit Blick auf aktuelle Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster weiter zu entwickeln. Möglichst vielen Menschen, auch neuen, oft jüngeren Zielgruppen, sollen neue Zugänge zur aktiven Teilnahme am musikalischen Leben ermöglicht werden. Zu diesem Zweck hat Musikland Niedersachsen in den vergangenen 12 Monaten einen landesweiten Dienst für Musikvermittlung aufgebaut. Im Herbst ging zusätzlich die interaktive Internet-Plattform musikland-niedersachsen.de online, die erste Plattform im Web 2.0-Format für die gesamte Musikkultur in einem deutschen Bundesland. Träger des Projektes Musikland Niedersachsen ist die Stiftung Niedersachsen, unterstützt wird es zu gleichen Teilen vom Land Niedersachsen und von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Der deutschlandweit besetzten Jury des Förderpreises gehören an: Markus Lüdke (Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel), Klaus Georg Koch (Musikland Niedersachsen), Thomas Rietschel (Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main), Albert Schmitt (Deutsche Kammerphilharmonie Bremen), Dr. Sabine Schormann (Niedersächsische Sparkassenstiftung).

Die sechs ausgezeichneten Projekte sind: „Rheingold – Der Film“ vom Musikzentrum Hannover gGmbH in Kooperation mit der Staatsoper Hannover, „I.G.O.R – I Get on Rhythm“ von der Hauptschule Kaiserpfalz Goslar, „Labor Orchester“ von den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, „Klänge, die Springe sprengen“ von Kunst und Begegnung Hermannshof, „Heiderauschen“ von der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen und „Haltbar gemacht“ vom Ensemble L’ART POUR L’ART.

„Rheingold – Der Film“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des MusikZentrum Hannover gGmbH, der Staatsoper Hannover, der TVN Film & TV Production und ca. 50 Jugendlichen aus Hannover. Auf der Grundlage von Wagners Musikdrama entstehen vier Musikfilmclips. Endprodukt: die DVD „Rheingold – Der Film“. Das Ergebnis wird als Filmvorführung im Opernhaus präsentiert. Innerhalb von sechs Monaten werden die Musik- und Filmsequenzen entwickelt. Workshops finden in den Bereichen Musik, Schauspiel, Komposition, Technik, Choreographie, Sport- und Stunttraining statt. Ein Besuch des „Ring des Nibelungen“ in der Staatsoper und ein Austausch mit professionellen Sängerinnen und Sängern ist Bestandteil des Projekts. Die Jugendlichen werden in Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, Förder-, Real- und Hauptschulen angesprochen.

Das Tanzprojekt „I.G.O.R.“ entspringt einer Initiative des Goslarer Komponisten Wolfgang Knuth und wird mit der Hauptschule Kaiserpfalz in Goslar realisiert. Neben der tänzerischen Umsetzung erarbeiten Schülerinnen und Schüler der Schule altersübergreifend und interdisziplinär verschiedene Aspekte zu Strawinskys Leben und Werk für eine öffentliche Präsentation und beteiligen sich an der technischen Realisation des Projektes (Bau einer Konzertmuschel).

Das Konzept zu „Labor Orchester“ wird von der Gesellschaft der Freunde der Sommerlichen Musiktage Hitzacker e.V. getragen und wird bei den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker realisiert. Im Lauf eines Tages wird an mehreren Stationen eine klassische Komposition auf unterschiedliche Weise vorgestellt und erfahrbar gemacht: Durch Interpretationsvergleiche im Skulpturengarten eines Künstlerpaares, in einem begehbaren Orchester als Klanginstallation in einem ländlichen Hotel sowie in einer kompletten Konzertaufführung zum Abschluss.

„Klänge, die Springe sprengen“ wird realisiert von Kunst und Begegnung Hermannshof e.V. Der niederländische Künstler, Lautpoet und Schwitters-Interpret Jaap Blonk entwickelt eine Komposition für Laienchöre in der Region Springe. In einem gemeinsamen Prozess gehen lautpoetische Schöpfungen, Improvisation sowie standard-musikalische Muster eine neue reizvolle Verbindung ein. Der Gesangsverein Augusta seit 1887 aus Völksen sowie Mitglieder weiterer Chöre in der Kommune Springe sind die Hauptakteure; das Projekt ist offen für Sängerinnen und Sänger aus der Region. Leitfaden für die Komposition ist eine von Jaap Blonk verfasste Erzählung, in der viele Neuwortbildungen verwendet werden. Diese setzen sich zusammen aus topografischen Namen im ehemaligen Kreis Springe.

„Heiderauschen“ wurde konzipiert von Daniel Orthey und wird realisiert mit der Musikschule für Kreis und Stadt Uelzen e.V. Musik-, Grund- und Förderschüler, sowie deren Eltern setzen sich in jeweils drei Projektgruppen in Zusammenarbeit mit dem Komponisten mit einer zeitgenössischen Komposition auf künstlerische Weise auseinander (Tanz, Bildende Kunst, Theater). Ihre Ergebnisse präsentieren sie gemeinsam in einem Abschlusskonzert. Grundidee ist es, eine Lernpatenschaft zwischen Schülern, Eltern, Komponisten und professionellen Musikern aufzubauen.

„Haltbar gemacht“ ist ein Projekt des Vereins der Freunde und Förderer des Ensembles L’ART POUR L’ART Niedersachsen e.V. Es handelt sich um eine Erweiterung des Projektes Kompositionsklasse Winsen. Kompositionen von Kindern werden von Profis aufgeführt und von den Kindern zusammen mit Lehrern und Tonmeistern im Studio des Hessischen Rundfunks aufgenommen. Bei dem Projekt „Haltbar gemacht“ erhalten die Schülerinnen und Schüler der Kompositionsklasse die Möglichkeit, ihre Kompositionen im professionellen Umfeld im Funkhaus aufzunehmen. Das Projekt fördert die musikalische Urteilskraft, indem die Kinder dazu aufgefordert sind, ihre Hörerfahrungen und -erwartungen zu artikulieren.

Detailinformationen zu den Preisträgern „förderpreis musikvermittlung 2009“ auf musikland-niedersachsen.de sowie eine Liste der Organisationen, die sich an dem Wettbewerb beteiligt haben, mit Kurzinformationen zu den Projekte

 

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Mit einem öffentlichen Festakt wurde am 4. November, dem Todestag von Hochschulnamenspatron Felix Mendelssohn Bartholdy, die „Stiftung der Hochschule für Musik und Theater Leipzig“ ins Leben gerufen. Als deren Präsidenten konnten die Schauspielerin Nadja Uhl und der Dirigent Fabio Luisi gewonnen werden. Als Gründungsstifter beteiligten sich neben dem Freundeskreis der Hochschule, der zugleich Träger der Stiftung ist, die namhaften Unternehmen Verbundnetz Gas AG, Aengevelt Immobilien GmbH & Co. KG Düsseldorf, Leipziger Stadtbau AG und die Stiftung 100 Jahre Yamaha e.V.

Mit der Stiftungsgründung schloss sich historisch gewissermaßen ein Bogen: Als Mendelssohn 1843 das damalige „Conservatorium der Musik“ ins Leben rief, spielte privates Stiftungskapital eine Rolle. Denn 1839 hinterließ Oberhofgerichtsrat Heinrich Blümner dem König Friedrich August II. eine Summe von 20.000 Talern zur Förderung eines Instituts für Kunst oder Wissenschaft. Mendelssohn gelang es, den Monarchen für die Schaffung eines Conservatoriums der Musik – dem damals ersten in Deutschland – zu gewinnen.

Nach der Unterstützung von Lehre und Studium durch private Stiftungen auch während der folgenden 100 Jahre bedeutete die Zeit des NS-Regimes einen dramatischen Einschnitt für die Hochschule: Durch den Krieg wurden wichtige Gebäude, Instrumente und andere Bestände zerstört. Auch fand die vormalige Art der privaten Förderung dort ebenso wenig Platz wie im späteren Staatssystem der DDR. Als 1991 der Neubau des Großen Saals der Hochschule eingeweiht werden konnte, war wieder bürgerliches Engagement ausschlaggebend: Der Freundeskreis der HMT brachte damals eine Summe von einer Million DM auf, die als Voraussetzung für eine Baufinanzierung durch den Freistaat Sachsen galt.

Auch wenn jetzt die Häuser, Säle, Bühnen und das Instrumentarium weitestgehend wiederhergestellt sind, steht die Leipziger Bildungsstätte heute vor einer großen Herausforderung: Für die Sicherung von Lehre und Studium muss sie erneut mit einem unabhängigen Vermögen ausgestattet werden, um Stipendien, Stiftungsprofessuren und Stiftungslehraufträge zu finanzieren. Als kapitaler Grundstock steht dafür jetzt ein Vermögen von 100.000 Euro zur Verfügung. Damit wurde ein deutliches Zeichen für die Zukunft der HMT gesetzt.

 

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Die aktuelle Situation der Bologna-Reform der Musiklehrerausbildung an bundesdeutschen Universitäten und Musikhochschulen ist Thema einer neuen Studie, die Niels Knolle, Professor für Musikpädagogik an der Universität Magdeburg, vorgelegt hat. Der Bologna-Prozess stellt keineswegs eine Erfolgsstory dar, er ist aber auch bisher nicht als grundsätzlich gescheitert anzusehen. Vielmehr kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass einige seitens der Bildungspolitik gut begründbare Theorien zu Struktur- und Zielvorgaben sich in der Praxis der Planung und Realisation an den realen Bedingungen in den Ausbildungsinstitutionen brechen.

Positiv ist festzuhalten, dass der Bologna-Prozess für die beteiligten Hochschulen und Lehrenden zu einer grundlegenden Standortbestimmung der eigenen Ausbildungspraxis und ihrer curricularen sowie materiellen Ressourcen geführt hat und damit zu einer zuvor so nicht vorhandenen kritischen Bewusstheit für die Strukturen der Ausbildung, der Relevanz ihrer Inhalte und des Anspruchs auf nachhaltige Verwertbarkeit im jeweiligen Berufsfeld. Dieses Potenzial eines reformorientierten Denkens und Handelns materialisiert sich in dem bis in die Studien- und Modulordnungen zu verfolgenden Bemühen, den u. a. vom Deutschen Musikrat geforderten Bezug zur Berufswirklichkeit des Musikunterrichts in die Reform der Ausbildungsinhalte einzubringen.

Andererseits zeigen die Ergebnisse der Studie, dass die gravierenden Problempunkte der Umsetzung des Bologna-Prozesses schon zu einem frühen Zeitpunkt erkennbar gewesen sind, etwa die Tendenz zur Verschulung der Studiengänge, oder die mit der hohen Zahl von Modulprüfungen einhergehende Belastung der Studiengänge durch Administration und Prüfungsdurchführung. Kritisiert werden auch die im Bereich der Musiklehrerausbildung nicht realisierbaren Vorgaben für den workload und damit einhergehend die Benachteiligung jener Studierenden, die während des Studiums mit zusätzlichen Jobs ihren Lebensunterhalt sichern müssen, dies aber nicht mit den rigiden Zeitvorgaben des Studiums vereinbaren können mit der Folge, dass es zu einer ökonomisch bedingten sozialen Auslese unter den Studierenden kommt. Nimmt man als zusätzliche Kritikpunkte die weitgehende Inkompatibilität der Studieninhalte und –modulabschlüsse, die die gewünschte Mobilität international und auch national oder regional behindert, sowie den schleichenden Qualitätsverlust einer Ausbildung, die mit ihren starren Strukturen der Individualisierung der Professionalisierungswege wie auch der Entwicklung eines vernetzten Denkens (und wissenschaftlichen Handelns) weitgehend entgegensteht, so wird man festzustellen haben, dass die zentralen bildungspolitische Zielsetzungen der KMK im Blick auf den aktuellen Stand des Bologna-Prozesses als nicht eingelöst anzusehen sind.

 

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Acht Projekte hat die international besetzte Fachjury für den junge ohren preis 2009 nominiert. Rund 120 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Luxemburg und den Niederlanden waren in diesem Jahr für die Musikvermittlungsprämie eingereicht worden. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt am 1. Dezember im Kleinen Sendesaal des WDR Funkhauses in Köln in einer gemeinsamen Veranstaltung der Initiative Hören und WDR 3 sowie des netzwerk junge ohren, das den Preis alljährlich auslobt.

Musikvermittlung boomt, wie die diesjährige Ausschreibung des junge ohren preis mit einem rasanten Anstieg der Bewerbungen zeigte. „Das große Interesse am junge ohren preis belegt das wachsende Bewusstsein der Orchester, Theater und Ensembles für die Notwendigkeit von mehr zeitgemäßer Musikvermittlung“, bestätigt Prof. Dr. Ingrid Allwardt, Geschäftsführerin des netzwerk junge ohren in Berlin. Erfreulich sei die „durchweg hohe Qualität und kreative Vielfalt der Einreichungen“. Aus rund 120 Bewerbungen nominierte die international besetzte Fachjury acht Projekte für den junge ohren preis 2009.

Die Nominierungen:
Nominiert für den junge ohren preis in der Kategorie „Best Practice“ sind das Traffik Theater Luxemburg mit der Produktion „Wanja, eine musikalische Wintererzählung“, das Theater Hagen mit „Beinahe Peter und der Wolf“ und das Musikkollegium Winterthur (CH) für „Fealan – Winterthur schreibt eine Oper“. Nominiert für den junge ohren preis „Musik & Medien“ sind das österreichische Ensemble „Das Tetete“ mit dem Programm „Bienenkino“, die Zeitgenössische Oper Berlin mit dem Projekt „Error 90/91“ und die Internetseite „Klangkiste“ des WDR sowie die Kinderinsel Hombroich mit ihren „Konzerten für Kinder“ und die „ohrenhoch-Kids“ des Geräuschladens ohrenhoch aus Berlin. Dieser Medienpreis wird in diesem Jahr gestiftet durch die Strecker-Stiftung.

Die Landesanstalt für Medien NRW vergibt im Rahmen des junge ohren preis eine Auszeichnung an das Kooperationsprojekt „Beinahe Peter und der Wolf“ des Theaters Hagen und der Oberlinschule Hagen. Mit der Produktion einer DVD als eigenständiges Medienformat leistet es nachhaltige Musikvermittlungsarbeit für eine besondere Zielgruppe.

Preisverleihung
Die Preisverleihung findet am 1. Dezember 2009 in Köln statt. Zusammen mit der Initiative Hören und dem WDR lädt das netzwerk junge ohren alle Nominierten sowie Fachpublikum und interessierte Gäste ab 11 Uhr zu einer ganztägigen Veranstaltung in den Kleinen Sendesaal des WDR Funkhauses. Neben Konzerten und Präsentationen der nominierten Projekte steht eine Expertendiskussion mit internationalen Gästen auf dem Programm, die das Verhältnis von Musikvermittlung und Hörschule befragt. Moderatorin Andrea Thilo führt durch den Tag, der um 18 Uhr mit der Bekanntgabe und Ehrung der Preisträger seinen Höhepunkt findet und mit einem Empfang in Lounge Atmosphäre ausklingt.

 

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Der Minister für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Ekkehard Klug, hat sich heute auf dem Kulturkongress 2009 für eine Stärkung der kulturellen Bildung und für die Sicherung der kulturellen Infrastruktur ausgesprochen. "Für die kommenden fünf Jahre steht zumindest eines fest: Die gemeinsamen Schnittmengen von Kultur und Bildung in Schleswig-Holstein können wieder stärker zur Geltung kommen. Wenn es um die Perspektiven der schleswig-holsteinischen Kulturpolitik geht, gehört kulturelle Bildung sicher zu den Punkten, die es zu stärken gilt", sagte Klug in Rendsburg.

Weitere wichtige Aufgabenfelder sieht der Minister in der Bewahrung des kulturellen Erbes, der Sicherung der kulturellen Infrastruktur und in der Stärkung der Kultur als Wirtschaftsfaktor. Entscheidend sei hierbei - insbesondere mit Blick auf die allgemein schwierige Finanzlage - ein grundlegender kulturpolitischer Konsens über realistische Ziele. Um die kulturelle Infrastruktur zu sichern, solle künftig ein Kulturentwicklungsplan das Fundament für eine Vereinbarung zwischen dem Land und den Kommunen legen; dies vor allem im Sinne einer künftigen Aufgabenteilung, einer Verständigung auf gemeinsame Ziele und eines damit verbundenen Controllings. Das Land bereite diesen Prozess derzeit mithilfe eines externen Sachverständigen vor, um dann im ersten Quartal 2010 mit der gesamten Kulturszene und den Kommunen in einen konstruktiven Dialog zu treten.

 

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Am heutigen Donnerstag ist Prof. Martin Rennert erneut zum Präsidenten der Universität der Künste Berlin gewählt worden. Mit großer Mehrheit (28:2:3 Stimmen) bestätigte ihn der Erweiterte Akademischen Senat der größten künstlerischen Hochschule Europas für weitere fünf Jahre im Amt.

"Für diesen Vertrauensbeweis bin ich nicht nur persönlich sehr dankbar. Er ist auch eine Bestätigung für den von der Universität als ganzer eingeschlagenen Weg", sagte Prof. Martin Rennert nach der Wahl. "Wir haben die in ihrer Form und ihren Möglichkeiten einzigartige UdK Berlin zu einer der international ersten Adressen für die Ausbildung in den Künsten gemacht. Diese große Unterstützung zeigt mir, dass die Mitglieder dieser Universität aus allen Kunstdisziplinen, aus der Gestaltung, der Lehrerbildung und den Wissenschaften meinen Kurs mittragen.

Auch in den kommenden Jahren werde die UdK Berlin "kompromisslos auf Qualität und Exzellenz setzen", kündigte Rennert an. "Das Ziel einer Universität der Künste muss immer höchste Meisterschaft sein. Sonst hätte sie ihr Selbstverständnis verfehlt." Zugleich werde sich die UdK noch stärker an kulturpolitischen Diskursen beteiligen. "Die UdK hat Verantwortung für Berlin übernommen, ihr ist national und international eine wesentliche und führende Rolle zugewachsen. Diese Verpflichtungen tragen wir gerne und mit Stolz."

Seit 1985 ist der 55-jährige Martin Rennert Professor an der UdK Berlin. Zwischen 1989 und 1995 war er Dekan der Fakultät Musik, im Dezember 2003 wurde er zum Ersten Vizepräsidenten der UdK Berlin gewählt. Das Amt des Präsidenten der UdK Berlin hat er seit 2005 inne. Von 1995 bis 1997 war Martin Rennert außerdem Präsident von Elia, dem Zusammenschluss der europäischen Kunst- und Musikhochschulen.

Gewählt wird der Präsident der UdK Berlin vom Erweiterten Akademischen Senat. Dieser besteht aus insgesamt 37 Mitgliedern. Die zweite Amtszeit des wiedergewählten Präsidenten beginnt am 10. Januar 2010.

 

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