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Bei der Amtseinführung der neuen Direktorin des Deutschen Studienzentrums Venedig, Michaela Meine, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann am gestrigen Montag: „Das deutsche Studienzentrum Venedig ist ein wichtiger deutscher Kulturbotschafter in Italien. In keinem anderen Land der Welt unterhält Deutschland ein vergleichbar dichtes Netz kultureller Institutionen. Das Studienzentrum ist zusammen mit der Villa Massimo in Rom und der Villa Romana in Florenz das gelebte Symbol für die engen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien, die weit in die Geschichte zurückreichen. Mit unseren Stipendien geben wir Wissenschaftlern und Künstlern die Gelegenheit in Venedig die Freiräume für Wissenschaft, Kunst und Kultur zu nutzen und an diesem einmaligen Ort Impulse und Anregungen aufzunehmen.“

Manuela Meine übernimmt turnusmäßig nach fünf Jahren die Leitung des Studienzentrums von ihrem Vorgänger Uwe Israel. Als Musikwissenschaftlerin und Romanistin ist Michaela Meine an der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit Forschungsschwerpunkten in der Musikgeschichte der Moderne und der Renaissance tätig. Daneben arbeitet sie an einem Forschungsprojekt zu einem römischen Musiksalon des späten 19. Jahrhunderts. Das Deutsche Studienzentrum in Venedig ist eine interdisziplinäre Einrichtung, die wissenschaftliche Arbeiten und Projekte zu Geschichte und Kultur Venedigs fördert. Stipendien werden an jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, deren Forschungsprojekte sich auf Venedig beziehen. Außerdem bekommen Künstlerinnen und Künstler zweimonatige Stipendien für Arbeitsprojekte mit Venedig-Bezug. Das Studienzentrum wird als Forschungseinrichtung vom BKM mit jährlich rund 450.000 Euro gefördert.

 

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Im Frühsommer 2011 finden zum fünften Mal die „Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik“ statt. Hierzu sind die allgemeinbildenden Schulen des Landes eingeladen, ihr musikalisches Können in der Zeit vom 20. bis 22. Mai 2011 im Rahmen öffentlicher Konzerte zu präsentieren. Anmeldeschluss ist der 16. November 2010.

Bis zu 50 Konzerte rheinland-pfälzischer Schulen können gefördert werden. Förderung erhalten sowohl Konzerte, die – bevorzugt mit anderen Schulen – eigens für diesen Termin organisiert, aber auch bereits geplante, die auf dieses Wochenende gelegt werden. Die Veranstaltung ist auf die Bedingungen des schulischen Musizierens abgestimmt. Sie wendet sich nicht an Solisten, sondern spricht Musikensembles an, wie sie in der Schule in unterschiedlichster Zusammensetzung anzutreffen sind.

Die Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik finden im Abstand von drei Jahren statt und wurden 1999 erstmalig durchgeführt. Mit über 11.000 mitwirkenden Schülerinnen und Schülern erreichten sie 2008 einen Teilnahmerekord. Auch diesmal wird die bewährte Zusammenarbeit des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, der LBS Rheinland-Pfalz und des Verbands Deutscher Schulmusiker (vds) fortgesetzt. Die Schirmherrschaft hat Bildungsministerin Doris Ahnen übernommen.

Anmeldungen an:
Tage der rheinland-pfälzischen Schulmusik, LBS Rheinland-Pfalz, Vordere Synagogenstraße 2, 55116 Mainz oder per E-Mail an info(at)schulmusik-rp.de. Weitere Informationen sind im Internet unter http://www.schulmusik-rp.de abrufbar.

 

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Die unabhängige Maecenas-Jury des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. - AsKI würdigt mit der Auszeichnung Anne-Sophie Mutter für ihr beispielgebendes, persönliches Engagement in ihrem Freundeskreis zur Förderung hochbegabter Streicher und in der von ihr gegründeten Anne-Sophie Mutter-Stiftung zur Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses.

Anne-Sophie Mutter hat bereits in jungen Jahren 1997 den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V." gegründet, mit dem sie seither junge, hochbegabte Solisten der Fächer Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass nicht nur finanziell fördert, sondern sie auch künstlerisch unter ihre Fittiche nimmt und inspiriert. Sie kümmert sich u. a. um die Bereitstellung adäquater Instrumente für ihre Stipendiaten und um die Vergabe von Kompositionsaufträgen zur Repertoire-Erweiterung.

In ihre 2008 gegründete „Anne-Sophie Mutter-Stiftung" mit Sitz in München brachte sie einen Teil ihres Preisgeldes des „Ernst von Siemens Musikpreises" ein. Zweck der Stiftung ist es, die Förderung des musikalischen Spitzennachwuchses weiter zu stärken.

Anne-Sophie Mutter hat diese Aufgaben nicht an Dritte delegiert, sondern sie verwendet einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit dafür, ihre Förderung aktiv persönlich umzusetzen. Mit ihrem außerordentlichen Engagement möchte die Künstlerin auch besonders auf die Defizite in der Musikausbildung und -praxis an den Schulen aufmerksam machen. Darüber hinaus weist Anne-Sophie Mutter mit Benefizkonzerten nicht nur auf medizinische und soziale Belange hin, sondern sie unterstützt auch kulturelle Projekte - wie den Wiederaufbau der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar oder das Beethoven-Haus Bonn, zuletzt zugunsten des Erwerbs der Originalhandschrift von Beethovens Diabelli-Variationen.

Der Festakt findet am 7. Dezember 2010 um 16.00 Uhr im Beethoven-Haus Bonn statt.

Der AsKI e.V. verleiht seit 1989 die undotierte Maecenas-Ehrung an Persönlichkeiten für ihr herausragendes Engagement für Kunst und Kultur. Er will auf diese Weise der privaten Kulturförderung Rechnung tragen, der ein Großteil seiner Mitgliedsinstitute ihre Entstehung verdankt.

Der AsKI e.V. ist ein Verbund von 35 national und international angesehenen, selbständigen Kultur- und Forschungsinstituten, die durch eine wertvolle Sammlung in besonderem Maße die Qualität und Vielfalt des kulturellen Deutschland repräsentieren. Der AsKI e.V. ist Träger der Casa di Goethe in Rom.

 

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Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, plädiert für einen „Freiwilligen Kultureinsatz“ als Fortführung und Ausbau des Freiwilligen sozialen Jahres im Kulturbereich (FSJ Kultur). Damit greift er die aktuelle Debatte um die Weiterentwicklung des Zivildienstes auf und lenkt gezielt auf das FSJ Kultur, das seit 10 Jahren ebenfalls im Rahmen des Wehrersatzdienstes geltend gemacht werden kann. Goppel: „Der Freiwilligendienst bietet jungen Leuten die Chance, wertvolle Erfahrungen für ihren späteren Beruf zu sammeln. Vor allem im „Freiwilligen Kultureinsatz“ erfolgt dies oft an der Schnittstelle zwischen Ehrenamt und Beruf. Das schafft grundsätzlich ein Bewusstsein für die eigene Kultur und für die soziale Verantwortung und prägt die jungen Leute nachhaltig.“

Um dem zunehmenden Interesse junger Leute am „Freiwilligen Kultureinsatz" gerecht zu werden, hat der BMR-Präsident nun eine offene Anfrage an Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gerichtet. In seinem Schreiben nimmt Goppel auf die Ankündigung der Ministerin Bezug, im Zusammenhang mit der Reduzierung und Verkürzung der Wehrpflicht einen bundesweit freiwilligen Zivildienst in sozialen Einrichtungen für geschätzte 35.000 Freiwillige einzurichten, und fragt an, inwieweit daneben der freiwillige Einsatz im Kulturbereich ausgebaut werden könne.

Laut Mitteilung der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) als Trägerverbund des FSJ Kultur sind es aktuell 1.100 Plätze an 900 Kultureinrichtungen in fünfzehn Bundesländern. In den zurückliegenden 10 Jahren zeigten mehr als 38.000 Bewerberinnen und Bewerber ihr Interesse für ein freiwilliges soziales Jahr im Bereich Kultur.

 

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Bei der Verleihung des diesjährigen BKM-Preises für Kulturelle Bildung betonte Kulturstaatsminister Bernd Neumann gestern in der Stiftung Genshagen: „Als wir im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Preis für Kulturelle Bildung ausgelobt haben, wollten wir erreichen, dass Kultureinrichtungen verstärkt die kulturelle Vermittlung als integralen Bestandteil ihrer Arbeit verstehen. Durch unsere Initiative haben die Aktivitäten zur kulturellen Bildung in Deutschland deutlichen Auftrieb erhalten. Heute zeichnen wir bundesweit vorbildliche Projekte aus, die insbesondere bislang unterrepräsentierten Zielgruppen einen besonderen Stellenwert einräumen.“

Zu den drei Preisträgern gehört der Verein FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg mit dem Musiktheaterprojekt „Dorf macht Oper!“ Hier haben Einwohner einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines „Festspielhaus“ umgewandelt, in dem von 60 Laien und Profis der „Sommernachtstraum“ aufgeführt wurde.

Preisträger sind auch die Münchner Kammerspiele, die in ihrem Projekt „Hauptschule der Freiheit“ gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert haben.

Ausgezeichnet wurde ebenfalls die Quartier gGmbH Bremen für „Götterspeise und Suppenkasper – Vom Essen und Gegessenwerden“, ein Projekt, bei dem unter anderem nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde – beispielsweise wie in „Mozarts Zeiten“.

Zur Bedeutung der kulturellen Bildung erklärte der Kulturstaatsminister: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Rolle von Kunst und Kultur im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung stärker zum Einsatz kommt. Denn Armut beruht unter anderem auch auf mangelnder Teilhabe an Kultur und Bildung oder zieht diese nach sich. Deshalb setzten wir uns dafür ein, gemeinsam mit den Ländern den Zugang zu kulturellen Angeboten unabhängig von finanzieller Lage und sozialer Bildung zu verstärken. Alle vom BKM geförderten Institutionen müssen mittlerweile Angebote zur kulturellen Vermittlung nachweisen. Die Staatlichen Museen zu Berlin, die von meinem Haus getragen werden, haben beispielsweise in der vergangenen Woche eine Kinderakademie gegründet, die sich besonders an die Kinder wendet, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft noch keinen Zugang zur Kultur gefunden haben. In den Haushaltsverhandlungen konnte ich zudem erreichen, dass wir ab 2010 zusätzliche Mittel in Höhe von einer Million Euro für die Förderung von wegweisenden Projekten kultureller Bildung zur Verfügung haben.“

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat den Preis für Kulturelle Bildung in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen. Mit dem Preis werden in der Stiftung Genshagen bundesweit vorbildliche Projekte ausgezeichnet, die nachhaltig wirken, innovativ sind und nach Möglichkeit bislang unterrepräsentierten Zielgruppen einen besonderen Stellenwert einräumen. Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis wird zu gleichen Teilen an drei Preisträger verliehen, deren Projekte bereits erfolgreich realisiert worden sind.

Die Stiftung Genshagen wird vom Bund gemeinsam mit dem Land Brandenburg getragen. Sie pflegt europaweit den Dialog zwischen Experten der kulturellen Bildung, ermöglicht konkrete Kooperationsprojekte und eröffnet jungen Menschen aus Europa die Chance zur kulturellen Begegnung.

Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Projekten unter:
http://www.dorf-macht-oper.de,
http://www.bkj-remscheid.de,
http://www.goetterspeise-quartier.de.

 

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Eine besondere Ehre wird dem Weimarer Musikwissenschaftler Prof. Dr. Detlef Altenburg zuteil: Der Direktor des Instituts für Musikwissenschaft Weimar-Jena und langjährige Präsident der Gesellschaft für Musikforschung erhält heute in der Thüringer Staatskanzlei das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Verleihung übernimmt Thüringens Kultusminister Christoph Matschie.

Seit 1999 amtiert Prof. Dr. Detlef Altenburg als Direktor des gemeinsamen Instituts für Musikwissenschaft der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Geboren 1947 in Bad Hersfeld, zählt Prof. Altenburg seit vielen Jahren zu den wichtigsten deutschen Musikwissenschaftlern.

Detlef Altenburg studierte Musikwissenschaft, Philosophie, Evangelische Theologie und Religionswissenschaft an den Universitäten in Marburg und Köln. Nach seiner Promotion (1973) mit einer grundlegenden Arbeit über die Clarinblaskunst vom 16. bis 18. Jahrhundert wurde er mit einer Arbeit über Franz Liszt 1980 in Köln habilitiert. Nach einer Lehrstuhlvertretung in Göttingen und einer Gastprofessur in Lissabon wurde er 1983 Professor für Musikwissenschaft an der Universität/Gesamthochschule Paderborn und an der Musikhochschule Detmold. 1994 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Musikwissenschaft an der Universität Regensburg, wo er 1995 bis 1997 zusätzlich als Dekan der Philosophischen Fakultät I wirkte. 1999 nahm er den Ruf an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar an, wo er seitdem das Institut für Musikwissenschaft Weimar | Jena leitet. Im Herbst 2008 wurde er zum Dekan der Fakultät III der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gewählt.

Wichtige kulturpolitische Akzente auf Bundesebene konnte Prof. Altenburg als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates setzen. Von großer Bedeutung ist auch seine Tätigkeit im Vorstand der RISM (Répertoire International des Sources Musicales), einem Projekt, das die Erschließung musikalischer Quellen weltweit koordiniert und dadurch die Grundlage für die Wiederentdeckung unzähliger musikalischer Schätze geschaffen hat. Er wirkt außerdem als Mitglied der Akademie der gemeinnützigen Wissenschaft zu Erfurt, in dessen Senat er 2001 aufgenommen wurde. Des Weiteren wurde er 2009 zum Präsidenten der neu gegründeten International Liszt Association (ILA), Budapest, gewählt.

Gerade das Musikland Thüringen mit seiner überreichen Musiktradition und seinen musikgeschichtlich bedeutsamen Quellenbeständen ist durch Professor Dr. Detlef Altenburg als ein exzellenter Standort der deutschen Musikwissenschaft seit vielen Jahren etabliert und geachtet. Die überregionale Strahlkraft des Instituts für Musikwissenschaft Weimar | Jena, das mit der Kombination von Wissenschaft, Praxis und Kulturmanagement ein einzigartiges Profil aufweist, ist wesentlich durch ihn geprägt worden. Als „Brückenbauer“ schuf er in der Funktion des Präsidenten der Franz-Liszt-Gesellschaft Weimar die Voraussetzungen für die Wiedereinrichtung des Faches Musikwissenschaft in Thüringen. Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist Prof. Dr. Detlef Altenburg seit jeher ein besonderes Anliegen: Für die Durchführung zahlreicher Sonderforschungsprojekte mit Beteiligung an Sonderforschungsbereichen konnte er stets namhafte Drittmittel-Spender gewinnen, außerdem gelang durch seine wichtigen Verbindungen nicht wenigen Studierenden der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar bereits unmittelbar nach dem Studienabschluss der Berufseinstieg in interessante Tätigkeitsfelder im gesamten Bundesgebiet.

 

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Mit dem soeben neu erschienenen „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ legt der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ein fundiertes Konzept für die musikalische Bildung im Elementar- und Grundstufenbereich vor. Ziel dabei ist es, Kindern bereits ab dem frühesten Lebensalter vielfältige musikalische Grunderfahrungen mit der eigenen Stimme, Bewegung, klingenden Materialien bis hin zum elementaren Einsatz von Instrumenten zu ermöglichen. Denn musikalische Bildung gerade in den ersten Lebensjahren trägt auf besondere Weise zur Persönlichkeitsentwicklung von Kindern bei und fördert sie hinsichtlich Emotion und Ausdrucksfähigkeit, Kognition und Sprache, Motorik und Sinneswahrnehmung sowie sozialer Interaktion.

Der vom VdM im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes „Musikalische Bildung von Anfang an“ entwickelte „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ korrespondiert dabei zum „Gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe kindliche Bildung in Kindertageseinrichtungen“, den Kultusministerkonferenz und Jugendministerkonferenz beschlossen haben, sowie zu den Bildungs- und Erziehungsplänen der Länder. Eigene Kapitel des Bildungsplans befassen sich dabei mit Integration und Inklusion von Kindern und Familien mit Migrationshintergrund sowie von Menschen mit Behinderung.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan: „Insbesondere die öffentlichen Musikschulen gewährleisten an mehr als 4.000 Standorten eine qualitativ hochwertige musikalische Erziehung. 2009 kooperierten sie darüber hinaus mit fast 5.000 Kindertagesstätten und mit ebenso vielen Grundschulen. Mit ‚Musikalische Bildung von Anfang an’ hat der Verband deutscher Musikschulen ein durchgängiges musikalisches Bildungskonzept entwickelt.“

Der VdM-Vorsitzende Winfried Richter: „Der Bildungsplan für die Elementarstufe/Grundstufe ist ein Meilenstein für die frühe musikalische Bildung, an dessen Entwicklung ein sehr großer Teil der Fachwelt an den bundesdeutschen Hochschulen und erfahrene Lehrkräfte aus der Musikschulpraxis beteiligt waren. Die Grundstufe bzw. Elementarstufe der Musikschulen kann nun gleichermaßen von Anfang an als Bildungsangebot ins Familienleben integriert und auch als Bestandteil der Bildungsarbeit in Kindertagesstätten wirksam werden.“

Der „Bildungsplan Musik für die Elementarstufe/Grundstufe“ ist erhältlich beim Verband deutscher Musikschulen, Plittersdorfer Str. 93, 53173 Bonn, vdm@musikschulen.de, www.musikschulen.de.

 

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Frühkindliche Bildung ist ein zentraler Bestandteil der Kulturpolitik des Landes Niedersachsen. Deshalb ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm langfristig bis 2016 angelegt und wird stufenweise aufgestockt: „Wir haben das Credo des Programms "Wir machen die Musik!" wörtlich genommen. Musikalische Bildung für alle ist seit einem Jahr nicht nur Ziel, sondern Realität im Musikland Niedersachsen. Deshalb haben wir die Fördersumme auf insgesamt 1,5 Mio. Euro erhöht. In jedem Jahr wird ein neuer Jahrgang von Schülern in das Musikalisierungsprogramm integriert," betont die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Prof. Dr. Johanna Wanka.

Die bereits im vergangenen Jahr geschlossenen Kooperationen zwischen Musikschulen und Kindertageseinrichtungen im Musikland Niedersachsen werden seit Beginn dieses Schuljahres durch Angebote in Grundschulen erweitert. Teilnehmende Kinder bekommen so auch nach ihrem Übergang in die Schule die Möglichkeit, weiterhin Bildungsangebote von „Wir machen die Musik!" in Anspruch nehmen zu können. Langfristig soll auf diese Weise das Ziel einer flächendeckenden Musikalisierung im Musikland Niedersachsen erreicht werden.

Unabhängig der sozialen Herkunft werden jetzt die Drei- bis Fünfjährigen in Kindertageseinrichtungen und ab diesem Schuljahr zusätzlich auch die sechsjährigen Kinder in der Grundschule auf professionelle Weise an Musik herangeführt. Neben der Freude am gemeinsamen Musizieren werden vor allem wichtige Schlüsselkompetenzen wie Konzentration und Leistungsfähigkeit sowie Ausdauer gefördert. Die Integration kindgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote in den Kindergartenalltag unterstützt die frühzeitige Sensibilisierung und Begeisterung für Musik ergänzend zum Schulunterricht. Dabei wird nicht nur Wert auf eine elementare Instrumentalausbildung der Kinder gelegt, sondern auch auf den Umgang mit der eigenen Stimme. Hier unterscheidet sich die Initiative „Wir machen die Musik!" grundlegend von Projekten anderer Bundesländer, wie „Jedem Kind ein Instrument" in Nordrhein-Westfalen. Damit ist das Niedersächsische Musikalisierungsprogramm bundesweit einzigartig, wie Gitta Connemann, MdB und Präsidentin des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen e.V. erklärt. „Unsere Musikschulen bringen musikalische Bildung dorthin, wo sie am stärksten nachgefragt und am dringendsten gebraucht wird - in die Kindergärten und Schulen. Viele tausend Kinder im Musikland Niedersachsen erhalten damit eine einmalige Chance. Ihnen wird die Welt des Gesangs, der Musik und des Tanzes eröffnet. Dafür stehen die öffentlichen Musikschulen Niedersachsens. Sie haben sich über viele Jahre als kompetenter und erfahrener Bildungspartner von Kitas, Schulen und des Landes Niedersachsen bewährt."

Im Laufe des vergangenen Schuljahrs haben sich 65 Musikschulen an der Initiative beteiligt, deren Lehrkräfte insgesamt 430 Jahreswochenstunden angeboten haben. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt die Musikschulen mit 50 Prozent ihrer Personalkosten. Im vergangenen Jahr wurden hierfür 500.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im laufenden Schuljahr 2010/2011 steigen die Fördermittel auf eine Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen. Euro.

Die Gegenfinanzierung geschieht in Eigenverantwortung der Musikschulen über Sponsoren, Spenden, Eigenmittel oder kommunale Zuwendungen. Erfahrungen aus dem vergangenen Schuljahr zeigen, dass die Strahlkraft des flächendeckend angelegten Programms positive Wirkungen auf die Gegenfinanzierung der Landesmittel hat.

Langfristiges Ziel des bis 2016 angelegten Förderprogramms ist es, 80 Prozent der Kinder in Kindertagesstätten und 30 bis 40 Prozent der Kinder in Grundschulen für „Wir machen die Musik!" zu gewinnen. Ab diesem Schuljahr werden auch Musikschulen privater Trägerschaft in das Musikalisierungsprogramm integriert. „Die privaten Musikschulen in Niedersachsen leisten so ihren Beitrag zur flächendeckenden Musikalisierung Niedersachsens und bringen ihre langjährige Erfahrung musikalischer Früherziehung aus Kooperationen mit Bildungsträgern, wie Schule und Kindergarten ein", erklärt Eric Ridder, Vorstand des Landesverbands privater Musikschulen.

Als Beispiel einer erfolgreichen Kooperation von Grundschule, Kindertagesstätte und Musikschule gilt das heute vorgestellte Pilotprojekt an der Albert-Schweitzer-Schule Hannover und der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover. „Wir erreichen mit dem Programm insbesondere sozial benachteiligte Kinder, die ohne das Förderprogramm nie Musik- oder Instrumentalunterricht bekommen hätten," so die Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule, Beatrix Albrecht. Kofinanziert werden die musikalischen Bildungsangebote unter anderem durch die Stadt Hannover und durch die Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung. Derzeit werden hier 90 Kurse mit rund 1.000 Kindern durchgeführt.

 

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Erstmalig bietet die Leuphana Universität Lüneburg jetzt Weiterbildungs- und Studienmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher. Mit dem Programm "Musik in der Kindheit" ermöglicht die Leuphana Professional School eine neuartige Qualifikation auf dem Feld der frühkindlichen Bildung. Bewerber haben die Wahl zwischen einer zweijährigen Weiterbildungsmaßnahme mit Zertifikat und einem sechssemestrigen Bachelor. „Musik ist eines der wichtigsten Bildungselemente für Mädchen und Jungen“, sagt Studiengangsleiterin Prof. Dr. Carola Schormann. „Wir wollen deshalb gerade Erzieherinnen und Erziehern die Möglichkeit eröffnen, sich an einer Universität musikalisch und musikpädagogisch weiterzubilden.“

Im Oktober 2010 startet an der Leuphana Universität Lüneburg das Programm „Musik in der Kindheit“. Dieses Angebot einer berufsbegleitenden Qualifikation richtet sich vor allem an Erzieherinnen und Erzieher. Eine vielseitige musikalische und musikpädagogische Ausbildung ist wichtig für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kindergärten und Kindertageseinrichtungen. Ausgestattet mit dieser Qualifikation können sie einen wesentlichen Beitrag zur frühkindlichen Bildung leisten, indem sie das kindliche Entwicklungspotenzial gezielt ansprechen. Weiterbildung und Studium schließen eine elementare musikpraktische Ausbildung ebenso ein wie den Umgang mit neuen Technologien und den Erwerb von musiktheoretischem Grundlagenwissen.

Für die Teilnahme an Weiterbildung oder Studium „Musik in der Kindheit“ ist eine Hochschulzugangsberechtigung nicht erforderlich. Bewerberinnen und Bewerber werden zu einer Aufnahmeprüfung eingeladen. Gelernt wird nicht nur bei Wochenendveranstaltungen an der Universität. Das Lernen findet vor allem am Arbeitsplatz und zu Hause statt. Mit ihren Dozentinnen und Dozenten stehen die Teilnehmer dann regelmäßig per Computer in Kontakt.
Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat und das Studium mit dem Bachelor-Titel abgeschlossen werden.

Die Weiterbildungsmaßnahme mit Zertifikatsabschluss ist Teil des landesweit vernetzten „Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung” (nifbe) und wird gefördert mit Mitteln des Landes Niedersachsen.

Der Studiengang ‚Musik in der Kindheit’ ist ein gemeinsames Angebot der Leuphana in Kooperation mit der Stiftung Citoyen Frankfurt als Initiatorin, der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt, dem Landesverband der niedersächsischen Musikschulen e.V. und der Arbeiterwohlfahrt.

Weitere Informationen: http://www.leuphana.de/ba-mik

 

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Zu der Diskussion um die Einführung der Bildungschipkarte äußert sich Hans-Willi Hefekäuser, Vizepräsident des Deutschen Musikrates und Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände:

„Die geplante Einführung der Bildungschipkarte ist eine große Chance, mehr Kindern und Jugendlichen als bisher den Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen. Dazu bedarf es einer eindeutigen Prioritätensetzung von Bund, Ländern und Gemeinden für ein durchgängiges und qualitätsgesichertes kulturelles Bildungsangebot. Die außerschulischen Träger kultureller Bildung sind ja infolge der bereits vorgenommenen Kürzungen schon jetzt oft nicht mehr in der Lage, den aktuellen Bedarf zu decken, geschweige denn einen Nachfrageüberhang zufrieden zu stellen. Für das unterstützenswerte Ziel der kulturellen Teilhabe aller muss deshalb wesentlich mehr Geld in die Hand genommen werden, damit die Chipkarte nicht zum politischen Alibi wird. Zudem ist die Einbeziehung der zivilgesellschaftlichen Fachkompetenz unerlässlich. Das Laienmusizieren mit seinem weitverzweigten Netzwerk steht dafür zur Verfügung.“

 

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Schule und Kultur gemeinsam in Aktion: Zusammen mit einem Theater, einem Museum, einem Orchester, einem einzelnen Künstler ein Projekt entwickeln und durchführen, neue kreative Impulse für den Schulalltag schaffen…

Im Rahmen ihrer Bildungsinitiative Kinder zum Olymp! ruft die Kulturstiftung der Länder zum siebten Mal bundesweit zu einem Wettbewerb auf. Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit erhalten, Kunst und Kultur zu entdecken.

In Kooperationsprojekten mit außerschulischen Partnern – kulturellen Einrichtungen oder Künstlern – können Schüler und Lehrer neue Ideen entwickeln und umsetzen. So lernen sie kulturelle Praxis kennen.

Außerdem: Kinder zum Olymp! sucht nicht nur Einzelprojekte, sondern möchte auch die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil auszeichnen, eine Schule, in der die Künste fächerübergreifend den Alltag prägen.

Seit 2009 gehört Kinder zum Olymp! zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlenen Schülerwettbewerben.


Der Wettbewerb umfasst die folgenden Bereiche:
Bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte
Film, Fotografie und Neue Medien
Literatur
Musik
Musiktheater
Tanz
Theater
Sonderpreis Schule mit Kulturprofil

Wer kann mitmachen?
Teilnehmen können alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und die deutschen Auslandsschulen mit ihren Kulturpartnern sowie Kultureinrichtungen und Künstler mit ihren Schulkooperationen. Gäste aus Nachbarländern sind willkommen.

Gemeinsam mit einer kulturellen Einrichtung oder Künstlern aller Sparten kann sich eine ganze Schule, eine Klasse, ein Kurs oder eine Arbeitsgemeinschaft beteiligen.
Der Wettbewerb ist nach den Schulklassen 1-4, 5-9 und 10-13 gestaffelt. Aber auch klassen- bzw. altersübergreifende Projekte sind möglich.

Mögliche Kooperationspartner der Schulen sind:
Museen, Galerien, Theater, Bibliotheken, Literaturhäuser, Bands, Tanztheater…
Musik- und Kunstschulen, Orchester…
Maler, Bildhauer, Architekten, Schriftsteller, Musiker, Tänzer, Schauspieler…

Projektinhalte:
Neue Ideen sind gesucht! Schüler, Lehrer und ihre Partner aus Kunst und Kultur sollen innovative Projekte gemeinsam entwickeln. Inspiration liefert die Datenbank „Praxisbeispiele“ unter www.kinderzumolymp.de: Hier finden sich über 2000 Projekte von Preisträgern und Endrundenteilnehmern der vorhergehenden Kinder zum Olymp!-Wettbewerbe, die zeigen, wie viel machbar ist – und das überall!

Zusätzliche Anregungen bietet das Handbuch Kinder zum Olymp! Wege zur Kultur für Kinder und Jugendliche (ISBN 3-87909-829-8) mit 85 beispielhaften Projekten quer durch alle Sparten. (Zu bestellen über kinderzumolymp@kulturstiftung.de)

Wettbewerbskriterien:
1. Prämiert werden gemeinsame Projekte zwischen Schulen und Kulturinstitutionen/ schulexternen Künstlern.
2. Teilnehmen können Klassen, Kurse, Arbeitsgemeinschaften oder Schulprojekte (keine Solistenprojekte!)
3. Das Projekt sollte als Schulveranstaltung in den Schulkontext eingebettet sein und der Wettbewerbsbeitrag als Facharbeit / besondere Leistung im Unterricht angerechnet werden können.
4. Um an der Vorauswahl des Wettbewerbs teilnehmen zu können, muss eine aussagekräftige Projektbeschreibung über die Webseite www.kinderzumolymp.de eingereicht werden. Die aktive Mitwirkung der Schüler an Konzeption und Durchführung des Projekts sowie die Kooperation zwischen Kulturpartner und Schule müssen klar ersichtlich sein.
5. Der Preis wird für durchgeführte und laufende Projekte vergeben. (Frühestmöglicher Projektstart: Schuljahresbeginn 2009, spätester Projektabschluss: 15. Mai 2011.) Projekte, die bereits teilgenommen haben, können nicht noch einmal eingereicht werden.
6. Das Konzept muss übertragbar und alltagstauglich sein: gute Ideen, wie wir sie suchen, sind weder von einem großen Budget abhängig noch zwangsläufig mit einem spektakulären Event verknüpft.
7. Gesucht sind nachhaltige Projekte, die über einen längeren Zeitraum im Schuljahr verankert sind: Einzelne Projekttage ohne intensive Vor- und Nachbereitung gehören nicht dazu.

Preise:
Pro Sparte/ Bereich werden in der Regel vier Preise à 1.000 Euro vergeben – jeweils ein Preis für jede Altersstufe.

Sonderpreis der Deutsche Bank Stiftung für die Schule mit dem überzeugendsten Kulturprofil: 5.000 Euro.
Die Beteiligung an der Sonderpreisausschreibung schließt eine zusätzliche Bewerbung mit Einzelprojekten bei den Spartenpreisen nicht aus. (Weitere Informationen zur Sonderpreisbewerbung zum Download unter www.kinderzumolymp.de)

Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich in jeder Sparte aus einem Künstler, einem Pädagogen und einem Jugendlichen zusammensetzt. Bei einer zentralen Preisverleihung im Herbst 2011 werden die Gewinnergruppen (2 Schüler pro Projekt sowie 1 Lehrer und ein Vertreter des Kulturpartners) eingeladen und ihre Projekte der Öffentlichkeit innerhalb eines kleinen Festaktes vorgestellt.

Anmeldung und Termine:
Anmeldung:
27. September bis 30. November 2010 über www.kinderzumolymp.de
durch die Schule oder den Kulturpartner

Einreichen des Wettbewerbsbeitrags:
bis 1. März 2011 nur über das Onlineformular auf www.kinderzumolymp.de

Vorauswahl:
März/April 2011, anschließend Information der Endrundenteilnehmer

Für Endrundenteilnehmer: Einsendung von zusätzlichen Dokumentationsmaterialien:
ab Mai 2011

Jurysitzung: Mai/Juni 2011

Information der Preisträger: Juni 2011

Preisverleihung: Herbst 2011

 

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Die Bundesministerin für Arbeit und Soziales Ursula von der Leyen plant für Mitte 2011 die Einführung einer Bildungs-Chipkarte, um damit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 09. Februar 2010 gerecht zu werden, die Teilhabe der Kinder von Hartz IV-Empfängern am Vereinsleben und an Bildungsangeboten stärker zu berücksichtigen. In einem zweiten Schritt plant sie die Ausweitung der Chipkarte über Hartz IV-Empfänger hinaus.

Zur aktuellen Diskussion äußert sich Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Jedem Kind und Jugendlichen kulturelle Teilhabe zu ermöglichen ist ein bisher unerreichtes Ziel. Mit dem Plan der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen zur Einführung einer Bildungs-Chipkarte besteht die Chance, dieses Defizit zu beheben. Voraussetzung ist, dass den außerschulischen Einrichtungen kultureller Bildung ermöglicht wird, die zu erwartende Nachfrage zu decken.

Allein 100.000 Schüler auf den jahrelangen Wartelisten der öffentlichen Musikschulen machen deutlich, dass die kulturellen Bildungseinrichtungen kürzungsbedingt bereits jetzt nicht mehr in der Lage sind, den vorhandenen Bedarf, geschweige denn einen Mehrbedarf zu decken. Hier ist dringend ein durchgreifendes Umlenken von Bund, Ländern und Kommunen notwendig. Kulturelle Teilhabe unterliegt einer gesamtstaatlichen Verantwortung. Deshalb bedarf diese Querschnittsaufgabe nicht nur der fairen Lastenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen, sondern auch der Zusammenarbeit aller mit diesem Thema befassten Ministerien auf Bundesebene. Die Chipkarte macht nämlich nur dann Sinn, wenn nachhaltige Bildungsangebote finanziert werden.“

Die bisherige Diskussion berücksichtigt zu wenig die Chancen einer tiefgreifenden Trendwende zugunsten kultureller Teilhabe. Die Erfahrungen in Holland sollten genauso Berücksichtigung finden wie die Klärung datenschutzrechtlicher und operativer Fragen.“

 

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Am 30. August 2010 wird Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Stiftung Genshagen bei Berlin die diesjährigen Preise für Kulturelle Bildung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) verleihen. Vorschläge wurden von Experten der kulturellen Bildung sowie Stiftungen und Verbänden eingereicht. Eine Fachjury stellte anschließend eine „Shortlist“ der zehn besten Projekte zusammen, von denen drei die mit jeweils 20.000 Euro dotierten Preise erhalten werden.

Staatsminister Neumann: „Ich habe den BKM-Preis für Kulturelle Bildung im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgelobt, damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt wird, welche großartigen Ideen es in unserem Land gibt – auch außerhalb der großen Kulturzentren. Mit dem Preis werden Projekte gewürdigt, denen es gelungen ist, auch diejenigen zu erreichen, die die Angebote der öffentlichen Kultureinrichtungen bislang kaum oder gar nicht nutzen. Denn eines scheint mir klar zu sein: Nur wenn es Theatern, Museen, Orchestern, aber auch den sogenannten ‚freien Trägern‘ gelingt, diese Menschen zu erreichen und sich ihnen verstärkt zu öffnen, bewahren sie ihr Zukunftspotenzial“.

Zu den zehn besten Projekten des Jahres 2010 gehören:

• „Lokale Liaison“, ein Vermittlungsprojekt des Kunstvereins Wolfsburg, dessen Ausstellungsprogramm sich aus den Fragen und Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort ableitet;

• "Das springende Pferd", ein Audioguide, der in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören von Jugendlichen für Jugendliche im Franz-Marc-Museum in Kochel am See entwickelt wurde;

• die „Kunstfähre“, eine Kulturagentur der Tuchfabrik Trier e.V. in Rheinland-Pfalz, die sich zum idealen Bindeglied zwischen Schulen und Künstlerinnen und Künstlern entwickelt hat;

• „kunst – raum – erinnerung“, ein Projekt des Bildungsverbunds für die internationale Jugendbegegnungsstätte Sachsenhausen, das Geschichte an Gedenkorten insbesondere für bildungsbenachteiligte Jugendliche aus ländlichen Regionen vermittelt;

• das Musiktheaterprojekt „Dorf macht Oper!“ des Vereins FestLand e.V. aus der Prignitz in Brandenburg, wo Einwohner einen ehemaligen Schweinestall in ein kleines „Festspielhaus“ umgewandelt haben, in dem von 60 Laien und Profis der „Sommernachtstraum“ aufgeführt wurde;

• „Frühling erwache!“, eine Inszenierung von gehörlosen Jugendlichen und hörenden Profis aus unterschiedlichen Kulturen in Berlin, getragen von possible world e.V.;

• „Hauptschule der Freiheit“, ein Projekt der Münchner Kammerspiele, die gemeinsam mit den Lehrern, Eltern und Schülern einer Hauptschule Stücke entwickelt und inszeniert hat;

• das Theaterprojekt „Die Kanzlerin kommt!“ des Theater Kulturkate e.V. Neu Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern, wo unterhaltsames und künstlerisch überzeugendes Volkstheater entstanden ist – mit besonderem Blick auf Menschen, die nicht zum Stammpublikum der öffentlich geförderten Kultureinrichtungen zählen;

• die „Winterakademie“ des Theaters an der Parkaue in Berlin, in der sich Künstler, Dramaturgen und Theaterpädagogen mit Kindern und Jugendlichen in künstlerischen Laboren über ihre Lebensentwürfe verständigen; sowie

• „Götterspeise und Suppenkaspar – Vom Essen und Gegessenwerden“ der Quartier gGmbH Bremen, ein Projekt, in dem u.a. nach verschiedenen Themen gekocht und gegessen wurde – beispielsweise wie in „Mozarts Zeiten“.

 

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Die Landesmusikakademie Niedersachsen in Wolfenbüttel hat sich binnen eines Jahres zu einer Erfolgsgeschichte für die Musikwelt Niedersachsens entwickelt. Die Niedersächsische Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bilanziert: „Für das Land ist es sehr wichtig, dass die Landesmusikakademie als reibungslos funktionierendes Bildungszentrum des Musiklandes Niedersachsen eine große Anziehungskraft für die jungen Musikerinnen und Musiker Niedersachsens hat. Daher freue ich mich sehr, dass die Landesmusikakademie ausgebucht ist und sich die neue Organisationsstruktur so gut bewährt."

Für das Jahr 2010 rechnet die Landesmusikakademie gGmbH mit etwa 10.000 Besuchern. Das sind etwa 6.000 Gäste, die in der Akademie proben, üben und musizieren werden und noch etwa 4.000 Besucher, die zu den zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in der Landesmusikakademie nach Wolfenbüttel kommen. Gerade an Wochenenden und in der Ferienzeit werden die Angebote auch von Laienmusikern stark nachgefragt und es herrscht Hochbetrieb. Es gibt fast keinen Ferientag mehr, an dem nicht Musik in der Akademie erklingt. Die meisten Gäste sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren, wobei in der Akademie auch viele Orchester, Ensembles und Gruppen zusammenkommen, deren Mitglieder die Musik neben Beruf und Familie leidenschaftlich betreiben.

„Mit der Landesmusikakademie ist nun ein wunderbares Zentrum entstanden, um begabte Jugendliche und die Laienmusik des Landes intensiv zu fördern", schwärmt Prof. Dr. Kemmelmeyer, Präsident des Landesmusikrates Niedersachsen e.V.

Am 30. September 2009 wurde die Landesmusikakademie Niedersachsen gemeinnützige GmbH als 100-prozentige Tochter des Landesmusikrates Niedersachsen e.V. gegründet. Das Land Niedersachsen fördert den Landesmusikrat und die Landesmusikakademie mit mehr als einer Millionen Euro. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb der Landesmusikakademie Niedersachsen, deren Bau im Wesentlichen aus Mitteln des Landes Niedersachsen finanziert wurde. Durch die Organisation, Realisierung und Verwaltung von Maßnahmen, Projekten, Kursen und Tagungen erfüllt die Landesmusikakademie Niedersachsen gGmbH in Zusammenarbeit mit dem Landesmusikrat Niedersachsen e.V. den Zweck, die Musikkultur des Landes Niedersachsen zu fördern.

Die Landesmusikakademie GmbH hat aufgrund der Infrastruktur des Akademiegebäudes und der Kompetenz des Personals die Möglichkeit, Bildungsmaßnahmen durchzuführen und weiter zu entwickeln; eine ideale Ergänzung zum Landesmusikrat, der aufgrund seines Netzwerkes und seiner spezifischen Kompetenzen die Möglichkeit hat, musikpolitische Prozesse in Niedersachsen zu erkennen und zu analysieren. Auf diese Weise können Handlungsstrategien für das Musikland Niedersachsen hervorragend abgeleitet und Projekte entwickelt werden.

So verbindet sich die kulturpolitische Expertise des Landesmusikrates mit der Bildungskompetenz der Landesmusikakademie zu einem starken Partner für das Musikland Niedersachsen.

 

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Morgen Abend ist er noch einmal zu hören: Mozar Tsang. Der aus Hongkong angereiste 17-jährige Teilnehmer spielt beim großen Abschlusskonzert der 51. Weimarer Meisterkurse am Samstag, 31. Juli 2010 um 19:30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere die dritte Klaviersonate von Sergej Prokofjew. „Unglaublich gut“ sei der junge Chinese, meint die Vizepräsidentin für Künstlerische Praxis der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Prof. Anne-Kathrin Lindig. Mozar Tsang hat in den vergangenen zwei Wochen in Weimar gleich an zwei Klavierkursen – bei Konstantin Scherbakov und Ferenc Rados – teilgenommen.

Beim Abschlusskonzert sind zudem die besten Kursanten des Klavierkurses von Claudius Tanski und des Trompetenkurses von Jean-François Michel sowie drei Lied-Duos des Liedinterpretationskurses von Irwin Gage zu hören. Ein kostenloses Bus-Shuttle fährt um 18:45 Uhr vom Platz der Demokratie zum Musikgymnasium und nach dem Konzert auch wieder zurück. Karten für das abwechslungsreiche Programm gibt es bei der Tourist-Information Weimar unter Tel. 03643 – 745 745 sowie an der Abendkasse.

209 Musikerinnen und Musiker aus 24 Ländern waren für die 51. Weimarer Meisterkurse mit ihren insgesamt zwölf Kursen für Klavier, Violine, Violoncello, Kontrabass, Flöte, Trompete, Horn und Liedinterpretation angereist, darunter Teilnehmer aus Ägypten, Neuseeland und Kirgisistan. „Freude am Lernen, Neugierde auf Neues, ausgelassene Freude am Miteinander und vor allem an der Musik ist unabhängig von tropischer Hitze oder kühlem Wechselwetter“, fasst Prof. Lindig die diesjährigen Meisterkurse zusammen: „Das Interesse an den Kursen ist offensichtlich. Ich habe auch viele Besucher aller Altersstufen, die nicht an unserem Hause tätig sind, als Gasthörer bei den Kursen beobachtet.“

Die abendlichen Konzerte seien gut besucht bis „supervoll“, resümiert Prof. Anne-Kathrin Lindig. Gastprofessor Claudius Tanski aus Salzburg sei sehr angetan von der Organisation, den Arbeitsbedingungen und dem Niveau der Meisterkurse gewesen. Und Gastprofessor Klaus Stoll habe sich begeistert gezeigt „über das Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie und über die Qualität der Weimarer Kontrabass-Ausbildung: Er sprach von einer Weimarer Basstradition, die Maßstäbe setzt“, freut sich die Vizepräsidentin.

Die 52. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar finden vom 16. bis 30. Juli 2011 statt.

 

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Klassische Musik und Oper genießen als kulturelles Erbe der Nation einen sehr hohen Stellenwert bei den Menschen in Deutschland. Einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung zufolge wollen fast 90 Prozent der Deutschen dieses musikalische Erbe für die kommenden Generationen gewahrt wissen. Dabei kommt nach Ansicht der Bevölkerung dem Musikunterricht in Kindergärten und Schulen eine besondere Bedeutung zu. Nahezu jeder Befragte (96 Prozent) hält den Musikunterricht für wichtig oder sehr wichtig.

Dieser Ansicht ist laut Umfrage auch eine Mehrheit junger Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren, die dem musikalischen Erbe allerdings insgesamt skeptischer gegenüber stehen: Fast jeder vierte von ihnen hält es für unwichtig. Als Gründe für die Wichtigkeit des Musikunterrichts nennt die Bevölkerung vor allem die Vermittlung einer umfassenden, auch kulturellen Bildung (91 Prozent) und die Förderung der emotionalen und geistigen Fähigkeiten der Kinder (ebenfalls 91 Prozent). „Gerade das gemeinsame Musizieren und Singen fördert Kreativität und Toleranz und stärkt darüber hinaus auch das Gemeinschaftsgefühl“, bekräftigt Liz Mohn, stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Daher müsse jedes Kind die Chance haben, im Sinne einer ganzheitlichen Bildung möglichst früh mit Musik in Berührung zu kommen.

Aus Sicht von fast 90 Prozent der Befragten ist das Erlernen eines Musikinstrumentes eine weitere Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an Klassik und Oper heranzuführen. Fast jeder Zweite gibt zudem an, selbst ein Instrument erlernt zu haben. Für nahezu ebenso geeignet wie das eigene Musizieren halten die Befragten fördernde Einrichtungen, wie zum Beispiel Kinder-Opern (81 Prozent), die den jungen Menschen Oper und Klassik mit gezielten Angeboten nahebringen. Auch unter den Jüngeren findet sich hierfür eine Mehrheit. Eine wichtige Rolle zur Bewahrung des musikalischen Erbes spielen auch der Besuch von klassischen Konzerten (72 Prozent) sowie die Nutzung neuer Medien (69 Prozent).

Laut Umfrage hört immerhin rund jeder Vierte unter 30 Jahren zumindest einmal in der Woche klassische Musik – sei es im Radio, im Fernsehen oder auf CD, bei Aufführungen, in Konzerten, an öffentlichen Orten oder bei privaten Gelegenheiten. In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt das sogar knapp die Hälfte aller Befragten (48 Prozent) an. Dabei ist Wolfgang Amadeus Mozart der bekannteste unter den Komponisten. Ihn nennt jeder Zweite, dicht gefolgt von Ludwig van Beethoven (36 Prozent) und Johann Sebastian Bach (23 Prozent). Nur die älteren Befragten kennen auch Komponisten wie Richard Wagner, Giuseppe Verdi und Peter Tschaikowski.

Die Bertelsmann Stiftung setzt sich in zahlreichen Projekten – von der frühkindlichen Musikförderung bis zur Förderung des Opernnachwuchses – dafür ein, dass Musikerziehung ein fester Bestandteil der Bildung jedes Kindes wird und junge Talente aus dem Opernfach auf ihrem Weg in nationale und internationale Karrieren umfassende und hochqualifizierte Unterstützung bekommen. In der von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage wurden in Deutschland im Juli 2010 vom Institut TNS Emnid 1.001 Menschen ab 14 Jahren befragt.

 

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Angehenden Musikstudenten macht das Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück noch in diesem Spätsommer ein besonderes Angebot. Mit einem zweiten, spät datierten Termin für Eignungsprüfungen vom 1. bis 3. September bietet sich allen Bewerbern noch die Möglichkeit für ein Musikstudium zum Wintersemester 2010/2011. Im Rahmen des Ausbauplans „Hochschulpakt 2020“ des Bundes und der Länder werden die Studienplatzkapazitäten am Institut für Musik weiter erhöht.

Musikerinnen und Musiker, die ihre Fähigkeiten durch eine professionelle Ausbildung perfektionieren wollen und den Schwerpunkt ihrer künftigen beruflichen Tätigkeit im künstlerisch-pädagogischen Bereich sehen, können sich noch bis zum 15. August für die Eignungsprüfungen bewerben.

Mit dem Institut für Musik bietet die Fachhochschule Osnabrück Studienmöglichkeiten an einer der innovativsten Ausbildungsstätten der deutschen Musikhochschullandschaft. Die besonders praxisorientierten Lehrkonzepte spannen sich in sieben Studienprofilen von Klassik über Pop bis zu dem neuen Profil Musical, von elementarer Musikpädagogik bis zu den verschiedenen Instrumental- und Vokalfächern. Dabei sind z.B. Pop- oder Musicalpädagogik sowie Singen mit Kindern bundesweit einzigartig. Mit diesen Studienangeboten ist das Institut für Musik am Puls der Zeit. Das spiegelt sich auch im wohl jüngsten Professorenkollegium einer deutschen Musikhochschule und in der Besetzung zahlreicher neuer Professuren mit Spitzenmusikern internationalen Rufs wieder.

In den zusätzlich zum Lehrbetrieb stattfindenden Workshops können die Studierenden mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Musikszene arbeiten.

Für Interessierte gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einen Eindruck von der besonderen Atmosphäre, der persönlichen Betreuung und den vielen Vorspielmöglichkeiten am Institut für Musik zu verschaffen: zum Beispiel durch die ausführlichen Informationen auf den Internetseiten. Die beste Möglichkeit ist jedoch ein Besuch des Instituts mit persönlichem Kontakt zu den Lehrenden und das Kennen lernen eines praxisorientierten Hochschulbetriebs, der so sehr von seinem pulsierenden kreativ-kulturellem Leben geprägt ist.

Fachhochschule Osnabrück
Institut für Musik
Caprivistraße 1
49076 Osnabrück
Tel.: 0541 969-3205

Weitere Informationen unter http://www.ifm.fh-osnabrueck.de.

 

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Für gemischte Chöre und Frauenchöre ist der 12. Internationale Kammerchorwettbewerb Marktoberdorf ausgeschrieben, der über die Pfingsttage vom 10. bis 15. Juni 2011, in Marktoberdorf, Bayern ausgetragen wird.

Kammerchöre mit mindestens 16 Sängern bis zu einer maximalen Sängerzahl von 36 werden zugelassen. Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Runden. In der ersten Runde ist ein Pflichtwerk vorgegeben, in der „Kür“, darf jeder Chor ein frei zusammengestelltes Programm vortragen. In jeder Kategorie können drei Preise vergeben werden. Darüber hinaus stehen vier Sonderpreise zur Verfügung. Eine siebenköpfige Jury, bestehend aus internationalen Chorfachleuten, wird die Chöre bewerten. Neben den Wettbewerben treten die Chöre auch in gemeinsamen Konzerten in den schönsten Kirchen und Sälen des Allgäus auf.

Der Marktoberdorfer Wettbewerb findet seit 1989 alle zwei Jahre statt und zählt zu den renommiertesten Kammerchor-Wettbewerben weltweit. Sein hohes künstlerisches Niveau zeichnet ihn ebenso wie seine sympathische Festivalatmosphäre aus. Marktoberdorf ist über Pfingsten der Treffpunkt für Chorfreunde aus aller Welt.

Fortbildungsangebot für Kulturmanager und Chorleiter

In Kooperation mit der Internationalen Förderation für Chormusik IFCM findet parallel zum Wettbewerb die „International Study Tour for Young Arts Managers“ statt. Sie ermöglicht es jungen Kulturschaffenden, musikalische Eindrücke und Erlebnisse während des Wettbewerbs mit einem intensiven Seminar zum Kulturmanagement zu verbinden. In einer kleinen effektiven Gruppe von 8-10 Personen wird der Wettbewerb beobachtet und direkter Kontakt zum Festivaldirektor, zum Geschäftsführer und dem Organisationsteam ermöglicht.

Für ambitionierte Chorleiter wird im Anschluss an den Wettbewerb eine „International Masterclass for Choral Conductors“ vom 15. bis 19. Juni 2011 angeboten. Prof. Volker Hempfling, Prof. Anders Eby aus Stockhom und Hermia Schlichtmann geben erfahrenen Chorleitern hier die Möglichkeit sich international auf höchstem Niveau fortzubilden. Als Studiochor steht ein Teilnehmerchor des Wettbewerbs zur Verfügung.

Bewerbungen bis 15. Oktober möglich

Alle Bewerbungsunterlagen für den Wettbewerb und zu den Seminaren können auf der Internetseite des Wettbewerbs unter http://www.modfestivals.org in deutsch und englisch nachgelesen und heruntergeladen werden. Der Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 15. Oktober 2010.

Alle Infos unter http://www.modfestivals.org, E-Mail office@modfestivals.org oder in der Geschäftsstelle unter Telefon +49 8342 8964033.

 

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Die Deutsche Streicherphilharmonie, das junge Spitzenensemble des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), geht mit seinen 65 jungen hochbegabten Streicherschülern am 28. Juli auf Konzerttournee nach Montenegro.

Unter der Leitung von Chefdirigent Michael Sanderling gastiert das Orchester unter der Schirmherrschaft des deutschen Botschafters in Montenegro Peter Platte am 30. Juli in Budva, am 31. Juli beim Klarinettenfestival Kotor und am 1. August in Tivat. Auf dem Programm stehen „Simple Symphony“ von Benjamin Britten, Thema mit Variationen für Klarinette & Streichorchester von Ante Grgin und das Streichsextett op. 70 „Souvenir de Florence“ (Fassung für Streichorchester) von Peter I. Tschaikowski. Solist ist der Klarinettist Damjan Begović, Jungstudent der Musikhochschule Belgrad. Gefördert wird die Konzertreise vom Goethe-Institut aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

Im Anschluss an die Tournee nach Montenegro gibt die Deutsche Streicherphilharmonie unter der Leitung von Michael Sanderling am 4. August, 19.30 Uhr, im Festsaal Hanns Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth ein Festkonzert zum 25. Jubiläum des „Freundeskreises für die Förderung junger Musiker“ (Tegernsee). Neben der „Simple Symphony“ von Benjamin Britten und Peter I. Tschaikowskis Streichsextett op. 70 wird nun das Saxophonkonzert Es-Dur op. 109 von Alexander Glasunow mit der Solistin Asya Fateyeva zu erleben sein.

1973 als Rundfunk-Musikschulorchester in der DDR gegründet, wurde das Orchester 1991 mit Unterstützung des Bundesjugendministeriums in die Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) übernommen. Mit den 65 11- bis 19-jährigen Hochbegabten besteht die DSP als jüngstes deutsches Spitzenorchester aus den besten Streichinstrumentalisten der Musikschulen der Bundesrepublik. Neben Chefdirigent Michael Sanderling arbeitet das Ensemble mit weiteren renommierten Dirigenten und Instrumentalvirtuosen wie Gerd Albrecht, Marek Janowski, Julia Fischer und Sabine Meyer zusammen.

 

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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, zeigt sich hoch erfreut, dass das Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an freiwilliger Kulturarbeit so groß ist wie nie zuvor.

Freiwilligendienste im Kulturbereich leisten einen wertvollen Beitrag für die Bildungsbiografie von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Meist wird ein Freiwilliges Jahr zwischen der Schulbildung und dem Eintritt in die Ausbildung oder ein Studium absolviert. In einem Jugendfreiwilligendienst sammeln Jugendliche und junge Erwachsene jenseits der formalen Schulbildung eine Vielzahl wertvoller und kreativer Kompetenzen, die für die Persönlichkeitsbildung sowie die Berufsorientierung und -qualifikation von unschätzbarem Wert sind. Insofern stellen die Jugendfreiwilligendienste nicht nur einen Beitrag für das Gemeinwohl dar, sondern sind dezidierte „Bildungsjahre“. Diese „Bildungsjahre“ im Kulturbereich sind bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr gefragt.

Ab September 2010 werden jährlich 1.100 Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr Kultur zur Verfügung stehen. Der Ansturm an Bewerbern im Bereich der Jugendfreiwilligendienste reist jedoch nicht ab. Deshalb ist eine Verzehnfachung der Stellen bis ins Jahr 2020 zwingend notwendig.

Die Qualität der Jugendfreiwilligendienste im Kulturbereich muss auch zukünftig gewährleistet werden. Deshalb müssen die Jugendfreiwilligendienste weiterhin bei den freien Trägern angesiedelt sein. Die freien Träger sind aktiver Bestandteil der regionalen Kulturszene. Sie garantieren bei einem Minimum an Bürokratie ein Maximum an Fachlichkeit. Die Bestrebungen der Bundesregierung, die Aufgaben im Bereich der Freiwilligendienste an das Bundesamt für den Zivildienst zu übertragen, sind abzulehnen.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Ansturm auf die Jugendfreiwilligendienste ist sehr erfreulich. Es ist großartig, dass sich so viele junge Menschen für Kultur engagieren möchten. Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, müssen in den nächsten zehn Jahren mindestens 11.000 neue Einsatzstellen in Museen, Musikschulen, Theatern oder Soziokulturellen Zentren geschaffen werden. Wir appellieren an den Bund, die notwendige finanzielle Unterstützung für diese neuen Stellen bereitzustellen.“

Die Resolution des Deutschen Kulturrates „Jugendfreiwilligendienste – stärken und ausbauen“ kann unter http://www.kulturrat.de/detail.php?detail=1835&rubrik=4 abgerufen werden.

 

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Der Hamburger Senat hat heute den Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Herrn Professor Elmar Lampson, für eine zweite Amtszeit von sechs Jahren bestellt, die am 1. Oktober 2010 beginnt. Dem hatten zuvor der Hochschulrat und der Hochschulsenat der Hochschule zugestimmt.

Elmar Lampson bedankte sich herzlich bei der Senatorin Frau Dr. Gundelach und bei Michael Lang, dem Vorsitzenden des Hochschulrats, sowie bei allen Hochschulmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und freut sich auf seine zweite Amtszeit, in der wichtige Vorhaben realisiert werden sollen:

"Alsterphilharmonie"
Die Musikhochschule soll als "Alsterphilharmonie" neben der Elbphilharmonie zu den profilgebenden Institutionen der "Musikstadt Hamburg" werden und damit die Attraktivität des Standortes Hamburg für hervorragende junge Musikerinnen und Musiker aus der ganzen Welt erhöhen. Exzellente künstlerische Ausbildungsbedingungen sollen ergänzt werden durch professionelle Auftrittsmöglichkeiten, Karriereförderung und Musikvermittlungsprojekte.

Ausbau des internationalen Netzwerks
Die Hochschule für Musik und Theater mit ihren Studierenden aus etwa 45 Nationen wird sich verstärkt als Modell für interkulturelle Zusammenarbeit positionieren und aufzeigen, welche Potenziale im Zusammenwirken verschiedener Kulturen liegen.

Die Theaterakademie soll im Jahr 2012 in der Gaußstraße ein neues Gebäude erhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater und dem Schauspielhaus soll dort ein neues Ausbildungszentrum für die Theater-, Opern- und Regiestudiengänge entstehen.

Die Bereiche Jazz und Popularmusik sollen gestärkt werden.

Die Förderung des deutschen Nachwuchses soll durch eigene Programme für Jungstudierende und intensivere Zusammenarbeit mit den Jugendmusikschulen und den freien Instrumentallehrern gestärkt werden. Dies gilt auch für die Weiterentwicklung des Programms "Jedem Kind ein Instrument".

Die Bachelor-, Master- und Konzertexamensstudiengänge müssen flexibilisiert, weiterentwickelt und durch Programme ergänzt werden, die immer besser auf die Berufswirklichkeit vorbereiten. Als Ergänzung zum bestehenden "Dr. phil." soll ein "Doctor of Musical Arts" eingerichtet werden.

Das Unterrichtsfach Musik an allgemein bildenden Schulen ist der Hochschule auf zweierlei Weise wichtig: Zum einen muss die hochschulische Lehramtsausbildung im Fach Musik durch die Hochschule entsprechend den Anforderungen an ein künstlerisches Fach gestaltbar sein – dies u. U. auch in Abweichung von den universitären Lehramtsfächern. Zum anderen ist die Stärkung des Unterrichtsfachs Musik im Rahmen der schulischen Curricula ein wichtiges Anliegen der Hochschule.

Schließlich soll die Zusammenarbeit zwischen den künstlerischen und wissenschaftlichen Bereichen (wie z. B. Musiktherapie, Kultur- und Medienmanagement, Studium fundamentale) intensiviert und ausgebaut werden.

 

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat am heutigen Freitag, 16. Juli 2010 das Grundsatzprogramm „Musikpolitik in der Verantwortung“ des Deutschen Musikrats von Präsident Prof. Martin Maria Krüger, Vizepräsident Hartmut Karmeier und Generalsekretär Christian Höppner entgegen genommen.

Darüber hinaus informierte die Musikratsspitze über die aktuellen musikpolitischen Schwerpunktthemen des Deutschen Musikrates. Zentrales Thema sei dabei die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musikalische Bildung. Anlässlich des Tages der Musik 2010 habe der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Konzerthaus Berlin und der Akademie der Künste die Kampagne „Ohne Musik keine Bildung“ gestartet. Ziel dieser Kampagne sei es, eine breite öffentliche Unterstützung für bessere Rahmenbedingungen in der Musikalischen Bildung in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen zu mobilisieren.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann: „Die kulturelle Bildung unserer Kinder und Jugendlichen insbesondere im musikalischen Bereich ist von unschätzbarem Wert für unser Gemeinwesen. Ich sehe hier den Bund mit seinen Anregungen und Projekten als einen wichtigen Impulsgeber, aber auch als Verantwortlichen für die Entwicklung adäquater Rahmenbedingungen. Dabei sollten auch diejenigen im Blickpunkt stehen, die bisher nicht von den Angeboten der öffentlichen Kultureinrichtungen profitiert haben.

Ich begrüße die Kampagne des Deutschen Musikrates ‚Ohne Musik keine Bildung’. Im Interesse einer ganzheitlichen Bildung brauchen wir mehr Musik in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen! Der Bund hat mit seinem Engagement für das Projekt ‚Jedem Kind ein Instrument’ beispielhaft gezeigt, welche positiven Wirkungen sich mit solchen Impulsen erzielen lassen.

Aufbauend auf dem neuen Grundsatzprogramm des Deutschen Musikrates ‚Musikpolitik in der Verantwortung’ sowie der Erklärung des Deutschen Musikrates und der Konferenz der Landesmusikräte ‚Kinder brauchen Musik’ kann es gelingen, durch zivilgesellschaftliches Engagement und politische Prioritätensetzung die kulturelle Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen.“

 

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Der vom Landesmusikrat Berlin initiierte Runde Tisch zur Zukunft der Musikalischen Bildung in Berlin hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Musikalische Bildung einfordert.

Die 10 Forderungspunkte umfassen alle Bereiche der schulischen und außerschulischen Musikalischen Bildung. Dazu gehört die Forderung nach einem qualifizierten und kontinuierlichen Musikunterricht in der Allgemein Bildenden Schule, wie nach einem erreichbaren und bezahlbaren Angebot bei den bezirklichen Musikschulen.

Dazu Christian Höppner, Präsident des Landesmusikrates Berlin: „Der Runde Tisch Musikalische Bildung fordert Senat und Abgeordnetenhaus auf, gemeinsam mit dem Landesmusikrat Berlin auf der Grundlage dieser Resolution bis Mai 2011 ein übergreifend auf Nachhaltigkeit angelegtes Konzept zur ‚Musikalischen Bildung in Berlin‘ zu erarbeiten, das als Grundlage für die bildungs- und kulturpolitische Arbeit dienen sollte.“

Dem Runden Tisch zur Zukunft der Musikalischen Bildung gehören Vertreter aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien an, der beiden künstlerischen Hochschulen, die Elternvertretung, die Intendanten der Berliner Philharmoniker und des Konzerthauses, die Akademie der Künste sowie Vertreter der Allgemein Bildenden Schulen, der Musikschulen und der musikalischen Fachverbände.

 

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Das Präsidium des Landesmusikrats begrüßt die Schulreform und appelliert an die Bürgerinnen und Bürger beim Volksentscheid dafür zu stimmen.

Längeres gemeinsames Lernen ist Standard in fast allen europäischen Ländern. Längeres gemeinsames Lernen hilft den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft abzukoppeln. Kinder aus bildungsfernen Familien, Kinder mit Migrationshintergrund und auch Spätentwickler können so noch zu einem späteren Zeitpunkt den Weg auf die weiterführende Schule finden. Es sorgt für mehr Bildungsgerechtigkeit, fördert das soziale Miteinander und wird mehr Talenten als bisher eine Chance geben.

Der Landesmusikrat begrüßt auch das Prinzip des individualisierten Unterrichts, weil dieser das einzelne Kind dort abholt, wo es motivierbar ist und Lernmöglichkeiten besitzt. Die Unterschiedlichkeit der Kinder wird nicht über einen Kamm geschoren.

Der Landesmusikrat begrüßt auch die Entscheidung für kleinere Klassen. Jede Lehrerin, jeder Lehrer weiß, dass individueller und damit besser gefördert werden kann, je weniger Kinder in einer Klasse sind. In der Primarschule werden auch die Kinder der Jahrgangsstufen 5 und 6 von kleineren Klassen profitieren.

Wie die Vertreter anderer Schulfächer auch begrüßen die Musikpädagogen im Landesmusikrat die Schulreform. Wenn im heute geforderten praktisch-ganzheitlichen Musikunterricht jedes Kind ein Instrument spielt, wenn verschiedene Instrumente gleichzeitig gespielt werden, wenn Kinder, die gerade anfangen, ein Instrument zu erlernen mit Kindern, die bereits Jahre dabei sind, gemeinsam erfolgreich Musik machen sollen, wenn kreative Prozesse in Gang gesetzt werden sollen, ist individuelles Unterrichten in kleinen Klassen unerlässlich. Eine Schule ohne diesen Musikunterricht ist heute undenkbar.

Der Landesmusikrat Hamburg e. V. (LMR HH) ist Dachverband der in der Freien und Hansestadt Hamburg am Musikleben beteiligten Fachverbände, Institutionen und Persönlichkeiten des Laienmusizierens und der professionellen Musik. Der LMR HH fördert insbesondere die zeitgenössische Musik, den Jazznachwuchs und die musikalische Breitenbildung. Er ist in Kooperation mit der Jugendmusikschule und dem Hamburger Konservatorium Träger der Landesmusikakademie, organisiert Musikprojekte und Fortbildungen für Kindertagesstätten, ist Träger von Jugendensembles (Landesjugendorchester, Landesjugendjazzorchester Jazzessence, VTF Landesjugendorchester), organisiert die Schulprojekte „Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts“, Klangradar 3000 und Klangwellen, bei denen Komponisten in die Schulen gehen und mit den Kindern Musik komponieren, organisiert die Jugendwettbewerbe Jugend jazzt und schooljam sowie die Chor- und Orchesterwettbewerbe.

 

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Nach ihrem Jubiläum im vergangenen Jahr wecken auch die 51. Weimarer Meisterkurse an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar wieder weltweites Interesse. Um vom 16. bis 31. Juli 2010 Unterricht von renommierten Gastprofessoren zu erhalten, nehmen die rund 200 angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Ländern weite Wege auf sich: Sie kommen aus allen Teilen Europas, aber auch u. a. aus Ägypten, Mexiko, den USA, Neuseeland und Kirgisistan. Die Ergebnisse der öffentlichen Meisterkurse werden allabendlich in Gastprofessoren- und Teilnehmerkonzerten präsentiert.

Den Auftakt der diesjährigen Meisterkurse gestaltet der Pianist Konstantin Scherbakov mit dem Eröffnungskonzert am 16. Juli um 19:30 Uhr im Großen Saal des Musikgymnasiums Schloss Belvedere – am selben Tag beginnt auch sein Meisterkurs. Einen weiteren Kurs im Fach Klavier gibt Ferenc Rados, einer der wichtigsten ungarischen Klavierpädagogen. Neu unter den Gastprofessoren für Klavier ist Claudius Tanski, Professor am Mozarteum in Salzburg. Erstmals unterrichtet der amerikanische Pianist Irwin Gage, Begleiter von Sänger-Stars wie Jessye Norman und Dietrich Fischer-Dieskau, das Fach Liedinterpretation (Duos Gesang & Klavier).

Kurse für Violine geben der weltweit gefragte Violinpädagoge Igor Ozim sowie Thomas Brandis, langjähriger erster Konzertmeister der Berliner Philharmoniker. Den Meisterkursen als Gastprofessor treu verbunden ist der Cellist Michael Sanderling. Außerdem tritt Wolfgang Emanuel Schmidt, ein Jungstar der internationalen Musikszene, mit einem weiteren Cello-Kurs ein „Heimspiel“ an, ist er doch frisch als Professor für Violoncello an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar berufen worden. Die Riege der Streicher komplettiert Klaus Stoll, ehemaliger Erster Solo-Kontrabassist der Berliner Philharmoniker.

Unterricht auf höchstem Niveau dürfen auch die Bläser erwarten: Der gefragte Flötist Robert Aitken gilt als Spezialist für zeitgenössische Musik. Die norwegische Meisterin des Horn-Spiels, Frøydis Ree Wekre, gibt Erfahrungen aus ihrer solistischen Karriere an die Studierenden weiter. Der international renommierte Musiker Jean-François Michel lehrt das Fach Trompete.

Besonders begehrt ist wie jedes Jahr die Teilnahme am Orchesterstudio mit der Jenaer Philharmonie, in dieser Form wohl weltweit einmalig. Die besten Kursteilnehmer haben hier die Chance, Werke des solistischen Konzertrepertoires ihres Faches mit einem professionellen Orchester unter der Leitung von Prof. Gunter Kahlert zu erarbeiten.

Interessierte Gasthörer haben die Möglichkeit, mit Tageskarten (erhältlich im Organisationsbüro im Fürstenhaus) die Meisterkurse mitzuerleben. Eintrittskarten für die Konzerte sind bei der Tourist Information Weimar unter Tel. 03643 - 745 745 sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

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Angesichts der existenziellen Bedrohung der Handlungsfähigkeit von Städten, Gemeinden und Landkreisen durch die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise fordert der Verband deutscher Musikschulen (VdM) in seiner kommunalpolitischen Erklärung die Sicherung der finanziellen Handlungsgrundlagen der Kommunen. Dies sei Voraussetzung dafür, dass in den Kommunen Bildungschancen wahrgenommen werden können und Integration gelinge. Andernfalls bewirken unterlassene Hilfeleistungen von Bund und Ländern ein Wegbrechen kommunaler Infrastruktur im Bildungs- und Kulturbereich. Dies gefährde auch kommunale Bildungsinstitutionen wie die öffentlichen Musikschulen, die an bundesweit 4.000 Standorten über eine Million Kinder und Jugendliche unterrichten und eine entscheidende Rolle für das Gelingen Kommunaler Bildungslandschaften spielen.

Der VdM fordert daher Bund und Länder auf, die Chancen für die Persönlichkeitsentwicklung derjenigen, die in Zukunft unsere Gesellschaft tragen und gestalten müssen, nicht durch eine unzureichende Finanzierung der Kommunen zu verhindern. Werde nicht entschieden beigesteuert, drohe die unzumutbare Leistungsreduzierung des musikalischen Bildungsangebotes bis hin zur Schließung von Einrichtungen.

Winfried Richter, Vorsitzender des VdM: „Öffentliche Musikschulen sind Orte breiter gesellschaftlicher Zugänge, durch Programm wie ‚Jedem Kind ein Instrument’ noch mehr als früher Orte gemeinschaftlicher kultureller Bildung. Musikalische Bildung überwindet Schranken und Grenzen. Bund und Länder tragen die Verantwortung, dass den Kommunen ausreichend finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung stehen, damit sie Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft diese Zugänge eröffnen können.“

 

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Professorin Dr. Dr. Sabine Kunst wird am 1. Juli 2010 neue Präsidentin des DAAD. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze. Die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 232 Mitgliedshochschulen und 123 Studierendenschaften des DAAD wählten Sabine Kunst bei ihrer Mitgliederversammlung am 29. Juni in Bonn mit großer Mehrheit in das Amt. Die 55-Jährige tritt die Nachfolge von Professor Stefan Hormuth an, der im Februar gestorben ist.

Sabine Kunst studierte von 1972 bis 1979 Biologie und Politologie sowie von 1979 bis 1982 Wasserbauingenieurwesen an der Universität Hannover. 1982 promovierte sie zunächst zum Dr.-Ing. in der Umweltbiotechnologie im Bereich des Bauingenieur- und Vermessungswesen. Im Jahr 1990 folgte ein weiterer Doktortitel in Politikwissenschaft zum Spannungsfeld von Technikbewertung und Interdisziplinarität. Im selben Jahr habilitierte sie sich an der Universität Hannover. Durch zahlreiche Forschungsaufenthalte weltweit (u.a. in China, Südafrika, Mexiko und Brasilien) erlangte sie ein hohes Maß an internationaler Erfahrung.

Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der Universität Potsdam im Januar 2007 war die Wissenschaftlerin zwei Jahre lang als Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung und Internationales an der Universität Hannover tätig. Sabine Kunst ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Für internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft engagiert sich Sabine Kunst bereits mehr als zwei Jahrzehnte. Seit Januar 2008 gehört sie dem Vorstand des DAAD an und ist außerdem Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien.

 

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Der Erweiterte Senat der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT) Leipzig hat auf seiner Sitzung am 15. Juni 2010 Herrn Prof. Robert Ehrlich zum Rektor für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren bis 2015 gewählt. Herr Prof. Ehrlich wurde daraufhin am 28. Juni 2010 von der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer, zum Rektor bestellt.

Auf seiner Sitzung am 29. Juni 2010 wählte der Senat für die gleiche Amtsperiode Herrn Prof. Martin Kürschner zum Prorektor für Lehre und Studium sowie Herrn Prof. Hanns-Martin Schreiber zum Prorektor für Künstlerische Praxis.

Prof. Schreiber war seit 2006 Prorektor für Lehre und Studium an der HMT Leipzig und löst nun den bisherigen Prorektor für Künstlerische Praxis Herrn Prof. Dirk Vondran, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidieren darf, ab. Prof. Kürschner war seit 2006 Dekan der Fakultät III und Bolognabeauftragter an der HMT Leipzig.

 

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Seit 1997 werden in Baden-Württemberg musikalisch engagierte und musikpädagogisch interessierte Schülerinnen und Schüler zu Musikmentorinnen und Musikmentoren ausgebildet. Die Erfahrungen der letzten Ausbildungsrunden zeigen, dass die Mentorenausbildung von allen Beteiligten als wertvolle Fortbildungsmaßnahme für musikalisch interessierte Jugendliche angesehen wird.

Die Mentorenausbildung Musik wird in Partnerschaft mit außerschulischen Musikinstitutionen durchgeführt. Kooperationspartner sind der Badische Chorverband, der Schwäbische Chorverband, der Blasmusikverband Baden-Württemberg, der Bund Deutscher Blasmusikverbände, der Deutsche Harmonika-Verband, der Landesverband Baden-Württembergischer Liebhaberorchester, der Landesverband der Musikschulen und der Bund Deutscher Zupfmusiker.

Was sind die Ausbildungsziele?
• Förderung musikpädagogischer Begabungen
• Vermittlung von Kompetenzen und Schlüsselqualifikationen
• Unterstützen von Eigeninitiative
• Wecken von Mitverantwortung
• Stärken des Selbstwertgefühls
• Impulse geben für ein Engagement in Schule und Verein
• Impulse geben für die Wahl eines musikpädagogischen Berufs
• Eröffnen von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schule und Verein und/oder Musikschule
• Stärken von Jugendarbeit und Ehrenamt

Wer ist geeignet?
Geeignete Mentorinnen und Mentoren sind Schülerinnen und Schüler, die im Klassenunterricht und in den Chor- oder Instrumentalgruppen der Schule, des Vereins oder der Kirche in positiver Weise auffallen, die beim Singen und Musizieren gute Leistungen aufweisen, sich in der Schule, dem Verein oder der Kirche engagieren, über Sozialkompetenz verfügen und verantwortungsbewusst handeln.

Aus jeder Schule können sich höchstens zwei Schülerinnen oder Schüler zur Mentorenausbildung bewerben. Die Schulleitungen und Musiklehrkräfte sind aufgerufen, geeignete Schülerinnen und Schüler ab Klasse 9, die mit Abschluss des laufenden Schuljahres mindestens 15 Jahre alt sind, über dieses Ausbildungskonzept zu unterrichten, sie zu beraten und zu einer Anmeldung zu ermutigen.

Weitere Informationen auf der Website der Bläserjugend Baden-Württemberg: http://www.bjbw.de oder in der Ausschreibung des Landesinstituts für Schulsport; Schulkunst und Schulmusik.

 

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Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS) haben in einer gemeinsamen Resolution Forderungen zur Verbesserung des Musikunterrichts für blinde Menschen aufgestellt:

"Musik ist herausragender und unverzichtbarer Bestandteil aller Kulturen unserer Erde, und sie ist für diejenigen Menschen von noch größerer Bedeutung, denen der Sehsinn nicht zur Verfügung steht.

Für blinde Menschen bedeutet der Umgang mit Musik neben den vielen anderen positiven Auswirkungen auch einen besonderen Zugang zu sozialer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, da sie in Chören und Instrumentalgruppen zusammen mit Sehenden singen und musizieren können.

Neben den Möglichkeiten des kulturellen Ausdrucks und der sozialen Teilhabe öffnet Musik natürlich auch Wege der beruflichen Integration und Rehabilitation für blinde Profimusiker bis hin zu herausragenden Spitzenleistungen weit mehr als in vielen anderen Bereichen der Arbeitswelt.

Ein sehr wichtiges Medium zur Verbreitung von Musik ist schon seit vielen Jahrhunderten die Notenschrift. Grundkenntnisse dieses Schriftsystems sind zum Verständnis des musikalischen Teils unseres kulturellen Erbes ebenso unverzichtbar wie Lesen und Schreiben für die Kommunikation innerhalb unserer Gesellschaft. Daher ist es auch Aufgabe der Schulen, diese Grundkenntnisse zu vermitteln, und die Lehrpläne für das Fach "Musik" sehen das auch vor.

Vertiefte Kenntnisse der Notenschrift werden im Einzelunterricht für Instrumente oder Gesang, in Chören und Musikgruppen an privaten und öffentlichen Musikschulen vermittelt ebenso wie natürlich auch im Rahmen professioneller Qualifizierung wie an Konservatorien und Hochschulen.

Louis Braille hat im Jahre 1825 nicht nur die Blindenschrift erfunden; er hat auch ein System der Notenschrift erdacht, das seitdem unzähligen blinden Menschen weltweit ermöglicht hat, sich unabhängig von der Hilfe Sehender komponierte Musik zu erarbeiten bzw. eigene musikalische Gedanken schriftlich festzuhalten. Dieses System hat sich bereits über fast zwei Jahrhunderte bewährt. Es gibt keine praktikable Alternative zur Musiknotation für blinde Musiker.

Die Selbsthilfeorganisationen blinder und sehbehinderter Menschen setzen sich daher dafür ein, dass es auch in Zukunft j e d e m blinden Menschen, der dies wünscht, zur Verfügung steht.

Daher erwarten wir von Bildungspolitik sowie öffentlichen und privaten Institutionen der musikalischen Bildung:

1. Alle blinden Schülerinnen und Schüler, die in der Lage sind, die Brailleschrift zu erlernen, müssen auch Grundkenntnisse in Blindennotenschrift erwerben. Ziel muss sein, sie in die Lage zu versetzen, einfache Melodien vom Notenbild her nachzuvollziehen. Um dies zu erreichen, muss das Fach "Musik" in den Stundentafeln der ersten 6 Schuljahre in ausreichendem Maße (2 Wochenstunden) Berücksichtigung finden.

2. Alle Notenwerke, die im Unterricht allgemeinbildender Schulen verwendet werden, müssen dort lernenden blinden Schüler/-innen in Blindennotenschrift zugänglich sein, und das ohne Mehrkosten für die Betreffenden.

3. Für die Unterrichtung blinder Schülerinnen und Schüler in Blindennotenschrift muss qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen, sowohl in Förderschulen für Blinde und Sehbehinderte als auch im gemeinsamen Unterricht. Wenn die Schulen über entsprechendes Personal nicht verfügen, sind fachkundige blinde Musiker hinzuzuziehen.

4. All denjenigen, die die Begabung bzw. den Wunsch haben, ein Instrument zu erlernen, muss ermöglicht werden, ihre Notenkenntnisse so zu vertiefen, dass sie selbstständig Musik lesen und sich den Notentext musikalischer Werke ohne die Hilfe Sehender erarbeiten können.

5. Öffentliche und private Musikschulen müssen blinden Menschen uneingeschränkt offenstehen. Damit sie dort die gleichen Bildungschancen haben wie ihre sehenden Mitschüler/-innen, müssen vor Ort Kooperationsmodelle von Musikschulen und blinden Experten/Expertinnen für Blindennotenschrift entwickelt werden. Da sich im Instrumentalunterricht spieltechnische Fähigkeiten sowie Notenschriftkenntnisse Hand in Hand entwickeln, bedarf es hier eines Höchstmaßes an Fantasie beim Erarbeiten individueller Lösungen.

Die Blindennotenschrift hat sich seit 180 Jahren als Schlüssel für Teilhabe und Inklusion blinder Menschen ins kulturelle Leben erwiesen. Sie ist unverzichtbar und unersetzlich.

Wir fordern daher, diese Schrift und ihre Anwendung so zu fördern, dass sie auch weiterhin den Erfolg blinder Kulturschaffender in unserer Gesellschaft sichern hilft."

Beschlossen vom Präsidium des DBSV und dem Vorstand des DVBS im März 2010.

 

721 - 750 of 1982 data sets

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