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Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutsche Bundesjugendring zeichnen Jugendliche aus, die sich ehrenamtlich engagieren. Bis zum 2. September 2011 können sich alle Verbände, die im Jugendbereich tätig sind oder das Engagement junger Menschen fördern, online für den diesjährigen Heinz-Westphal-Preis bewerben.

"Mit anderen jungen Menschen etwas auf die Beine zu stellen, um anderen zu helfen, macht nicht nur Riesenspaß, sondern gibt auch Kraft und
Selbstvertrauen", sagte Dr. Hermann Kues, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gestern in Berlin.

"Gerade Jugendliche sammeln bei ihrem freiwilligen Einsatz enorm wichtige Erfahrungen für ihr ganzes Leben. Mit ihrem Elan und ihrer Begeisterung holen sie vielfach andere Gleichaltrige mit ins Boot. Der Heinz-Westphal-Preis bietet einen tollen Rahmen, eigene Ideen für Hilfsprojekte zu entwickeln und kreative Pläne konkret umzusetzen."

"Ehrenamtliches Engagement und Selbstorganisation sind die Basis für unsere Arbeit", erklärte Sven Frye, Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendringes.

"Wir bieten Kindern und Jugendlichen Freiräume, sich selbstbestimmt zu entwickeln. Sie lernen in den Gruppen vor Ort verantwortlich zu handeln. Mit dem Heinz-Westphal-Preis wollen wir junge Menschen anregen, immer wieder neue Herausforderungen anzupacken." Der Deutsche Bundesjugendring ist das Netzwerk der Jugendverbände und Landesjugendringe und vertritt mehr als sechs Millionen Kinder und Jugendliche.

Mit dem Heinz-Westphal-Preis werden kreative Aktivitäten und Aktionen gesucht, die das ehrenamtliche Engagement junger Menschen ermöglichen, stärken oder Jugendliche zu freiwilliger Arbeit motivieren. Dies können beispielsweise Integrationsprojekte sein sowie Engagements, bei denen junge Menschen sich um Teilhabe und Demokratie bemühen. Einzige Ausnahme: Einzelpersonen können nicht teilnehmen. Eine Expertenjury, in der unter anderem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Deutsche Bundesjugendring sowie Wissenschaftler aus der Jugendforschung vertreten sind, wählt die Siegerprojekte aus. Die drei Gewinner des Heinz-Westphal-Preises 2011 werden Ende November mit insgesamt 15.000 Euro Preisgeld geehrt. Die besten Projekte werden in einer Dokumentation publiziert.

Der Heinz-Westphal-Preis ist nach dem Mitbegründer des Deutschen Bundesjugendrings benannt und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Er würdigt das ehrenamtliche Engagement der Jugendlichen in Deutschland.

 

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Gemeinschaft in der Musik erleben, über Vergangenheit und Gegenwart reflektieren: Diese Möglichkeiten der interkulturellen Verständigung eröffnet die Gründung des „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar“, das im August 2011 zu einer ersten Probenphase und Konzerten in Weimar, Eisenach und Berlin zusammenkommt. Das Orchester bilden Studierende der Jerusalem Academy of Music and Dance und der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar sowie Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Hochbegabtenzentren, die ihre Zusammenarbeit im Dezember 2011 mit Konzerten in Jerusalem, Tel Aviv und dem Kibbuz „Sde Boker“ fortsetzen werden.

Die Schirmherrschaft des Projekts haben Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaats Thüringen, Yoram Ben Zeev, Israelischer Botschafter in Deutschland sowie Dr. Dr. h. c. Harald Kindermann, Deutscher Botschafter in Israel, übernommen. Die erste Probenphase unter der Leitung der Dirigier-Studierenden Karin Ben-Josef (Jerusalem) und David Afkham (Weimar) beginnt am 12. August im Festsaal Fürstenhaus der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Eine erste musikalische Kostprobe des neu gegründeten Klangkörpers bietet dann ein Gesprächskonzert am 17. August um 19:30 Uhr im Dorint-Hotel am Goethepark in Weimar.

Den würdigen Rahmen für das israelisch-deutsche Orchester-Debüt bietet das Eröffnungskonzert des Kunstfests Weimar „pèlerinages“ am 19. August um 18:30 Uhr in der Weimarhalle unter der Leitung von David Afkham, traditionell dem „Gedächtnis Buchenwald“ gewidmet. Hier erklingen die „Tragische Ouvertüre“von Johannes Brahms, Karl Amadeus Hartmanns Violinkonzert „Concerto funebre“ (Solist: Roi Shiloah, Jerusalem) sowie ein Sonatensatz von Viktor Ullmann in einer Orchesterfassung von Michael Wolpe. Es folgt ein Konzert auf der Wartburg in Eisenach am 20. August 2011 um 20:00 Uhr unter der Leitung von Karin Ben-Josef (Jerusalem). Hier stehen ebenfalls die Werke von Brahms und Ullmann/Wolpe auf dem Programm, anstelle des Violinkonzerts von Hartmann erklingt das Violinkonzert in a-Moll von Carl Goldmark (Solist: Dragos Mânza, Weimar) sowie die 1. Sinfonie von Brahms.

Sein dritter Auftritt in Deutschland führt das „Young Philharmonic Orchestra“ dann in die Hauptstadt: Es konzertiert am 22. August um 19:00 Uhr in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin mit dem gleichen Programm wie in Eisenach, ebenfalls unter der Leitung von Karin Ben-Josef. In der Projektphase im Dezember 2011 in Israel sind Konzerte im Kibbuz „Sde Boker“ (26.12.), im Holocaust Memorial Yad Vashem in Jerusalem (27.12.) sowie in Tel Aviv (28.12.) geplant.

Die bereits vor einigen Jahren in Weimar geborene Idee des Projektes ist es, dass junge Musikerinnen und Musiker aus Weimar und Jerusalem gemeinsam proben, Konzerte geben, diskutieren und feiern. Die Geschichte, die sie eint und trennt, wird lebendig in der Perspektive der Anderen. Weimar ist gleichermaßen ein Ort des Geistes und Ungeistes: Zwischen Klassik, Bauhaus und Buchenwald werden auf engem Raum die Glanzpunkte und Verirrungen europäischer Geschichte sichtbar. Gerade hier kann eine junge Generation, die Zeitzeugenschaft meist nur noch mittelbar und medial erlebt, einen Diskurs und die Verständigung über Vergangenheit und Gegenwart beginnen. Konkret, persönlich. Mit Hilfe der Musik. Denn Musik ermöglicht Begegnung. Musik fördert Zuhören, intuitives Verstehen und gedankliche Auseinandersetzung. Sie schafft Gemeinschaft und macht, insbesondere im Erlebnis des Konzerts, durch ihre radikale Gegenwärtigkeit den Wert menschlichen Miteinanders erlebbar.

 

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Das Erfolgskonzept der International Summer Academy for Young Artists ist schnell erklärt: hochbegabte junge Künstler aus aller Welt bekommen Einzelunterricht von renommierten Gastprofessoren, die Bayerische Musikakademie Marktoberdorf bietet für die Teilnehmer ideale Probenbedingungen und dazu die Möglichkeit in öffentlichen Konzerten aufzutreten.

Seit 16 Jahren wird dieses Konzept konsequent verfolgt und der Erfolg gibt den Organisatoren recht. Der Meisterkurs, der in Zusammenarbeit mit „Jugend musiziert“ veranstaltet wird, lockt jedes Jahr rund 50 junge Musiker ins Marktoberdorfer Schloss. Künstlerischer Leiter ist Prof. Gerald Kegelmann, Direktor a. D. der Hochschule für Musik in Mannheim. Er sorgt für die Auswahl der Gastprofessoren, darunter seit vielen Jahren Prof. Hatto Beyerle, einer der gefragtesten Kammermusik-Experten in Europa und Mitbegründer des berühmten Alban-Berg-Quartetts, der den Teilnehmern im Bereich Kammermusik in dem Zusatzkurs „Eins Plus“ wertvolle Anleitungen gibt. Prof. Patrick Jüdt unterrichtet Viola, Kammermusik und Interpretation zeitgenössischer Musik an der Hochschule der Künste Bern und spielt im Ensemble Phoenix Basel und Trio Ginkgo. Prof. Ulf Tischbirek von der Musikhochschule Lübeck lehrt Cello, war viele Jahre 1. Solocellist am Staatstheater Braunschweig und ist heute gefragter Juror bei internationalen Wettbewerben. Stephan Picard ist Professor für Violine an der renommierten Hanns-Eisler-Hochschule in Berlin. Auch er kann eine erfolgreiche Solokarriere aufweisen mit Engangements in den großen Konzertsälen der Welt. Gleich im Anschluss an sein Konzertexamen gewann er den Deutschen Musikwettbewerb und den Internationalen Musikwettbewerb "Maria Canals" und war 1. Konzertmeister des Sinfonie Orchesters Aachen. Prof. Willem Brons, lehrt Klavier am Sweelinek Konservatorium Amsterdam und doziert als Gastprofessor an der Universität für Musik und Kunst in Tokyo und in Nagoya.

Seit einigen Jahren wird in Marktoberdorf zusätzlich ein, gerade für junge Künstler, sehr wichtiger Schwerpunkt angeboten: Alexandra Türk Espitalier ist Expertin für Physioprophylaxe für Musiker in Frankfurt und gibt Kurse für schmerzfreies Üben und Musizieren.

Für die raren Plätze bewerben sich Musiker aus aller Welt. 48 TeilnehmerInnen aus 12 verschiedenen Ländern konnten dieses Jahr zugelassen werden. Wer einmal da war, möchte im nächsten Jahr meist noch einmal kommen. Gut ein Drittel der Teilnehmer kommen über Stipendien zum Meisterkurs: vier Gewinner des Bundeswettbewerbs von "Jugend musiziert" werden jährlich nominiert, zusätzlich ein 1. Preisträger aus der "European Union of Music Competitions for Youth" und dazu Stipendiaten vom Musikkonservatorium St. Petersburg. Seit Beginn des Meisterkurses besteht zum Konservatorium eine besondere Beziehung. Von dort kommen die Begleitpianisten, die den jungen Künstlern eine wichtige Stütze sind. Allen voran Evgueni Sinaiski, der inzwischen in Wien lebt. Er gewann schon zahlreiche internationale Wettbewerbe und belegte mit dem Duo Orient beim ARD-Wettbewerb den 3. Rang. Dazu Svetlana Sokolova-Hatina, die auch schon in China als Klavierdozentin tätig war und die "Entdeckung" der International Summer Academy von 2003, Stanislav Soloviev.

Was den Meisterkurs in Marktoberdorf noch so besonders macht, sind die abendlichen Konzerte. Hier haben die jungen Künstler die Chance wichtige Bühnenerfahrung zu sammeln. Erst am Morgen wird entschieden, wer am Abend konzertieren darf. Gute Leistungen in Unterricht und Proben werden mit Konzertauftritten belohnt. Hier erfahren die Nachwuchsstars, was es heißt, jeden Abend auf der Bühne zu stehen, mit wechselnden Programmen und in neuen Formationen. 12 Konzerttermine in Bad Grönenbach, Berkheim, Buching, Marktoberdorf, Memmingen, Kempten, Obergünzburg, Ofterschwang, Ottobeuren, und Schongau stehen vom 9. bis 17. Juli auf dem Terminplan. Treue Konzertbesucher wissen um den Charme dieser Abende, wenn die kommenden Stars von morgen mit Inbrunst und Gefühl mit unglaublicher technischer Perfektion, Werke aus Klassik und Romantik von Bach bis Tschaikovsky spielen. Ein schöner Nebeneffekt: Mit den Eintrittsgeldern werden die Stipendien für die Hochbegabten aus finanziell schwierigen Verhältnissen bezuschusst. Konzertübersicht unter www.modakademie.de, Karten: Telefon (0 83 42) 96 18-0 oder per E-Mail info@modakademie.de.

 

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In einem Gespräch zwischen dem Gründungsintendanten des Deutschlandradios Prof. Ernst Elitz und dem Chefredakteur des Musikforums Christian Höppner sowie dem Redaktionsmitglied Prof. Dr. Hans Bäßler hat sich Elitz für das Staatsziel Kultur ausgesprochen. „Dass man das Entscheidende, nämlich die Basis der Bildung in diesem Lande, nicht als Staatsziel aufnimmt, ist eine Pflichtvergessenheit der Politik“.

„Für eine Kulturnation gibt es Maßstäbe, die über das rein ökonomische Denken hinausreichen.“ Ernst Elitz betonte die wichtige Funktion von Kultur für die Bildung des Menschen und die Entfaltung sozialer Kompetenzen. Hätte Elitz ein leitendes kulturpolitisches Amt, würde er unter anderem klare Zuständigkeiten bei den kultur- und bildungspolitischen Aufgaben zwischen Bund, Ländern und Kommunen schaffen und die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufnehmen.

Elitz sprach Schulen eine große Bringschuld als Kulturvermittler zu, denn besonders hier könne ein Interesse für Kultur geweckt werden. Fernsehsendungen wie Castingshows seien deshalb nicht zu verteufeln, sondern als Ausgangspunkt zu nutzen, junge Menschen im Unterricht mit Musik vertraut zu machen: „Eigentlich müsste Dieter Bohlen ein Preis des Deutschen Musikrates verliehen werden.“

Schulen sollten auch den Wert kreativer Schaffensprozesse vermitteln und ein gesellschaftliches Verständnis dafür schaffen. Die Wertschätzung geistigen Eigentums und kreativen Schaffens sei aber ebenso von öffentlichen Institutionen wie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk – auch materiell – ausreichend zu honorieren.

Weiterhin sprach sich Elitz für eine Neugestaltung der öffentlich-rechtlichen Sender aus: eine schärfere Konturierung der öffentlich-rechtlichen Fernsehangebote und eine stärkere Nutzung der Synergien zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Aus Gründen des Markenprofils sollte auf Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verzichtet werden.

Weitere Informationen in der Ausgabe 2/2011 des Musikforums.

 

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Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professorin Dr. Margret Wintermantel, wird ab 1. Januar 2012 neue Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Neuer Vizepräsident wird der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Professor Dr. Joybrato Mukherjee. Die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 235 Mitgliedshochschulen und 125 Mitgliedsstudierendenschaften des DAAD wählten Margret Wintermantel und Joybrato Mukherjee bei ihrer Mitgliederversammlung in Bonn mit großer Mehrheit. Seit dem Rücktritt von Sabine Kunst, die im Februar 2011 zur brandenburgischen Wissenschaftsministerin berufen wurde, führt der langjährige Vizepräsident Prof. Dr. Max G. Huber die Amtsgeschäfte. Durch die Wahl Wintermantels steht zum zweiten Mal eine Frau an der Spitze der weltweit größten Organisation für akademischen Austausch.

Margret Wintermantel studierte von 1966 bis 1970 Psychologie und Publizistik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 1972 promovierte sie zunächst zum Dr. rer. nat. in der Psychologie, bevor 1986 die Habilitation im Fach Psychologie an der Universität Heidelberg folgte. Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der HRK im März 2006 war die Wissenschaftlerin bereits HRK-Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs sowie von 2000 bis 2006 Präsidentin der Universität des Saarlandes. Sie ist außerdem Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien.

Prof. Joybrato Mukherjee studierte von 1992 bis 1997 an der RWTH Aachen Anglistik, Biologie und Erziehungswissenschaften. Im Jahr 2000 promovierte er an der Universität Bonn in der Englischen Sprachwissenschaft und habilitierte sich 2003 im Fach Englische Philologie. Bevor der damals 36-Jährige im Dezember 2009 Präsident der Universität Gießen wurde, war er dort von 2004 bis 2008 bereits Prodekan des Fachbereichs Sprache, Literatur und Kultur sowie von 2008 bis 2009 Erster Vizepräsident.

Die Mitgliederversammlung wählte auch 12 weitere Vorstandsmitglieder, darunter drei studentische Vertreter, die ihre Amtszeit ebenfalls am 1. Januar 2012 antreten.

 

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Im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2011, der der teilnehmerstärkste in den 48 Jahren seines Bestehens war, waren als Solo-Kategorien Klavier, Harfe, Drum-Set (Pop), Gesang und Gitarre (Pop) ausgeschrieben, als Ensemble-Kategorien Bläser-Ensemble, Streicher-Ensemble, Akkordeon-Ensemble und Neue Musik. Rund 2.300 Teilnehmende hatten sich vom 10. bis 16. Juni vor 19 Jurygremien präsentiert: 352 erste Bundespreise, 538 zweite Bundespreise und 688 dritte Bundespreise wurden vergeben. 660 jugendliche Nachwuchsmusikerinnen und –musiker hatten sich in den Solo-Kategorien beteiligt, 1.600 in den Ensemble-Kategorien.

Im Rahmen des Abschlusskonzertes am 16. Juni stiftete der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern den mit € 4.000 dotierten Sonderpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern an das Querflöten-Duo Anissa Baniamahd (Marburg) / Marie-Luise Kerkau (Woggersin) und an die Harfenistin Catharina Morthes aus Kassel. Die Deutsche Stiftung Musikleben überreichte den „Eduard-Söring-Gedächtnispreis“ für eine herausragende Leistung im Fach Streicher an Miriam und Melanie Schulz aus München und der „Sonderpreis für Familienensembles“ der Sparkassen-Finanzgruppe ging an Pauline und Julien Floreani aus dem elsässischen Drusenheim, überreicht durch den Präsidenten des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Claus Friedrich Holtmann.

Weitere Sonderpreise im Gesamtwert von € 190.000 wurden am darauffolgenden Tag im Rahmen eines Festaktes im Gymnasium Carolinum an ausgewählte Bundespreisträgerinnen und -preisträger verliehen. Sie erhielten sie zum größten Teil aus den Händen der jeweiligen Stiftungsrepräsentanten. Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern, ließ es sich als Ehrengast nicht nehmen, den Sonderpreis der Walter und Charlotte-Hamel-Stiftung an die Mezzosopranistin Svenja Kallweit zu überreichen.
Eine vollständige Liste aller Sonderpreisträger ist in Kürze unter www.musikrat.de/jumu zu finden.

Neben Teilnehmern aus den 16 Bundesländern haben sich auch Jugendliche aus den 35 deutschen Schulen im Ausland am Bundeswettbewerb beteiligt. Als nationaler Wettbewerb hat er traditionell eine große Strahlkraft in die deutschen Auslandsschulen; sie beteiligen sich seit vielen Jahren an allen drei Ebenen von „Jugend musiziert“. Dazu kommen zahlreiche Jugendliche mit chinesischen, koreanischen oder russischen Wurzeln, die ihren Wohnsitz in Deutschland haben. In diesem Jahr hatten sich rund 80 Jugendliche aus 18 Nationen für den Bundeswettbewerb qualifiziert.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern, die gastgebende Region mit der Stadt Neubrandenburg und der Region Mecklenburg-Strelitz, für die die Stadt Neustrelitz die Gastgeberrolle übernommen hat, haben in hohem Maße zum Erfolg des diesjährigen Wettbewerbes beigetragen.

Seit 1963 wird der Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ an wechselnden Orten in Deutschland ausgetragen. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Träger ist der Deutsche Musikrat. Ständiger Förderer des Bundeswettbewerbes ist das Bundesjugendministerium. Seit vielen Jahren ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hauptsponsor von „Jugend musiziert“.

 

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Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute die Nominierungen für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung 2011“ bekannt gegeben. Welche der zehn nominierten Projekte den Preis erhält, wird er bei der Preisverleihung am 13. September 2011 in der Stiftung Genshagen verkünden.

Mit dem „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ honoriert der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) seit 2009 jährlich hervorragende Projekte der künstlerisch-kulturellen Vermittlung. Die Auszeichnung würdigt auch Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements. Sowohl die kulturellen Einrichtungen selbst als auch ihre Zuwendungsgeber, Kooperationspartner und potenziellen Nutzer sollen durch den Preis ermutigt werden, der kreativen Vermittlung von Kunst ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. In der Regel werden drei Preise verliehen.

Zu den zehn bemerkenswertesten Projekten des Jahres 2011 gehören (in alphabetischer Reihenfolge):

• „Der unbekannte Krieg“ der Landesmusikjugend Rheinland-Pfalz, in dem über 250 Menschen jeden Alters mitwirkten, um sich mit Ursachen, Verlauf und Folgen des Zweiten Weltkriegs künstlerisch auseinanderzusetzen.
• „Die Kleist-WG“ der Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V., in dem sich Schülerinnen und Schüler über ein Schuljahr hinweg künstlerisch mit Heinrich von Kleist, seiner Biografie, seinem Werk und seinem Ruhm auseinandergesetzt haben.
• „Es geht um Dein Leben“, eine Telenovela des Offenen Kanals Magdeburg, in deren Mittelpunkt Jugendliche aus Magdeburg stehen, die sich an der Produktion aktiv beteiligt haben.
• „Haslach 2010“ des Theaters Freiburg, eine künstlerisch-soziologische Erkundung des Freiburger Stadtteils Haslach.
• „Heimat unter Erde - memleket topragin altinda“ des Schauspiels Dortmund, eine dokumentarisch-literarische Recherche mit „Gastarbeitern“ der 60/70iger Jahre, deutschen Kumpeln jener Zeit und Jugendlichen von heute.
• „Horch, es brennt“ der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz, eine seit 2005 kontinuierlich aufgebaute Angebotsreihe der Theater und Orchester GmbH Neustrelitz zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern.
• „Ich sehe was, was du nicht siehst“, ein generationsübergreifendes Kunstprojekt zum Thema demografischer Wandel der Kunsthalle Emden, in dessen Verlauf ein intensiver, künstlerisch vermittelter Austausch über unterschiedliche Lebenswelten, Erfahrungen und Utopien stattfand.
• „Mutwerk. Ein Theaterprojekt über Zivilcourage“ des Theaters Erlangen, das sich gemeinsam mit der Kirche, dem Seniorenbeirat, der Polizei, der Uni und vielen anderen regionalen Akteuren dem Thema "Zivilcourage" auf theatralische Weise näherte.
• „Paradies 2“ der IBA Fürst-Pückler-Land GmbH, ein Kunstprojekt im Rahmen des Abschlussjahres der IBA, bei dem 7.000 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 10.000 Besucher mitwirkten.
• „Zukunftsmusik“ der Musik der Jahrhunderte Stuttgart e.V. / Netzwerk Süd, in dem sich 12 Komponisten als „composer in residence“ mit dem konkreten Lebensumfeld in den teilnehmenden Städten auseinandergesetzt und mit den örtlichen Musikvereinen zusammengearbeitet haben.

Das Auswahlverfahren für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ ist zweistufig: Zunächst sondieren über 50 Vorschlagsberechtigte geeignete Projekte. Zu den Vorschlagsberechtigten gehören rund 50 Einrichtungen und Organisationen aus allen Sparten der Kultur, darunter Stiftungen, Dachverbände und gemeinnützige Vereine. Anschließend reichen die Vorschlagsberechtigten jeweils bis zu drei Vorschläge für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ein. Daraufhin prüft eine Fachjury diese Vorschläge, nominiert zehn überzeugende Projekte und empfiehlt dem Kulturstaatsminister drei Projekte für die Auszeichnung mit dem „BKM-Preis Kulturelle Bildung“. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des Preises liegt beim Kulturstaatsminister.

 

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Die Kulturstiftung der Länder gab heute in Berlin die diesjährigen Gewinner des Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs „Schulen kooperieren mit Kultur“ bekannt. In diesem Jahr werden 27 Schulen ausgezeichnet, die mit innovativen kulturellen Kooperationen die Jurys überzeugen konnten. Der Hauptpreis des Wettbewerbs geht in die Ferne: Die Deutsche Schule Shanghai erhält den Sonderpreis der Deutsche Bank Stiftung als Schule mit dem besten Kulturprofil.

Der Wettbewerb der Bildungsinitiative Kinder zum Olymp!, an dem sich alle allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und die deutschen Auslandsschulen beteiligen können, wird seit 2004 von der Kulturstiftung der Länder jährlich in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bank Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt.

Die acht Fachjurys des bundesweiten Wettbewerbs von Kinder zum Olymp! haben in Berlin 27 innovative Kooperationsprojekte zwischen Künstlern oder kulturellen Institutionen und Schulen in acht Sparten zu Preisträgern gekürt. Mehr als 850 allgemeinbildende Schulen hatten sich in diesem Jahr mit ihren Projekten um die begehrten, mit je 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen beworben. 41.000 Schüler aller Altersgruppen hatten im Rahmen des Wettbewerbs aktiv an den verschiedenen kreativen kulturellen Schulprojekten mitgewirkt. Die Preise in den Kategorien Musik und Musiktheater, Tanz, Theater, Bildende Kunst, Literatur und Medien – jeweils für die Klassen 1-4, 5-9, 10-13 und „Altersübergreifend“ vergeben – werden am 12. September 2011 im Konzerthaus Berlin an die Schülerinnen und Schüler überreicht.

Erfolgreichstes Land im Wettbewerb ist Nordrhein-Westfalen mit acht Gewinnern, gefolgt von Bayern und Berlin (jeweils sechs Preisträger). Jeweils ein Preis geht nach Bremen, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und ins Saarland. Vielfältig sind die beteiligten Schultypen. Nicht nur Gymnasien haben qualitätvolle Kulturkooperationen vorzuweisen; ebenso engagierte Projekte kommen aus Grund- und Hauptschulen, aus Gesamt- und Förderschulen. Bei insgesamt zwar steigenden Bewerberzahlen nimmt die Zahl der Oberstufenprojekte im Wettbewerb von Jahr zu Jahr leicht ab: Grund dafür sei der zunehmende Druck auf die Oberstufen durch das Zentralabitur und „G8“, so die Veranstalter.

Mit dem Sonderpreis der Deutsche Bank Stiftung wird zum zweiten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs eine Schule für ihr hervorragendes kulturelles Gesamtprofil ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis geht in diesem Jahr an die Deutsche Schule Shanghai: „Besonders überzeugend sind die vielfältig eingeführten Handlungsebenen, die alle ästhetischen Handlungsfelder beinhalten, dabei künstlerisch-ästhetischen Ausdrucksweisen ein hohes Maß an Alltagstauglichkeit zusprechen und so zum prägenden Element der Schule, aber auch für den Einzelnen werden. Dabei sind die vielfältigen Aktivitäten und Angebote im kontinuierlichen, über viele Jahre andauernden Schulentwicklungsprozess deutlich zu erkennen und können so auch für andere Schulen zum Vorbild werden“, erklärte die Jury.

 

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Anlässlich des Tages der Musik, der bundesweit vom 17. bis 19. Juni 2011 stattfindet, erklären der Generalsekretär des Deutschen Musikrates, Christian Höppner, und der Präsident des Landesmusikrates Berlin, Dr. Hubert Kolland: „Berlin steht beispielhaft für Kulturelle Vielfalt: Das kulturelle Erbe, die zeitgenössischen Ausdrucksformen einschließlich der Populären Musik und die Kulturen anderer Länder in der Metropole prägen maßgeblich das faszinierende Fluidum der Hauptstadt.

Immer mehr Kindern und Jugendlichen ist jedoch die Teilhabe an den bildungskulturellen Angeboten verwehrt, weil die Musikalische Bildung in Kindertagesstätten, Schulen und Musikschulen in verantwortungsloser Weise vernachlässigt wird. Die eigenen Kreativpotenziale zu entdecken, gehört genauso zur Menschenbildung wie Rechnen, Schreiben und Lesen, die durch Musikunterricht positiv beeinflusst werden. Weit über Berlin hinaus gilt: (Musikalische) Bildung braucht Qualität und Kontinuität und nicht immer wieder neue Events ohne Nachhaltigkeit. Mit dem Tag der Musik engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt und den Ausbau der Kulturellen Vielfalt, deren Wurzeln besser gepflegt werden müssen als bisher.“

Der Tag der Musik, eine Initiative des Deutschen Musikrates, wird unterstützt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Stretta Music GmbH. Medienpartner sind die ARD, Deutschlandradio Kultur und concerti – Das Berliner Musikleben GmbH.

Die Veranstaltungen können unter http://www.tag-der-musik.de und http://www.landesmusikrat-berlin.de eingesehen werden.

 

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Der Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Jürgen Trittin, und der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Peter Harry Carstensen, unterstreichen anlässlich des Tages der Musik die Bedeutung der Kulturellen Vielfalt sowie der Musikalischen Bildung für unsere Gesellschaft.

Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN: „Musik ist allgegenwärtig – und trotzdem brauchen wir Initiativen wie den Tag der Musik, um sie zeitweise ganz in den Mittelpunkt zu stellen. Denn der Erhalt der musikalischen Vielfalt, die Förderung von Musik und die Heranführung an Musik sind keinesfalls selbstverständlich. Wenn an Schulen bei überfüllten Lehrplänen gerade bei musischen Fächern gekürzt wird und in Kommunen viele Musikschulen den Sparzwängen zum Opfer fallen, werden Kindern und Jugendlichen wichtige Zugänge zu Musik verwehrt. So wird ihnen nicht nur die Chance genommen, verschiedenste Musikrichtungen kennenzulernen und zu erproben, sondern auch die Möglichkeit, sich durch eigenes Musizieren Anerkennung und Erfolgserlebnisse zu sichern.
Hier müssen wir gegensteuern und uns immer wieder aufs Neue den wichtigen Stellenwert von Musik in Erinnerung rufen. Unter anderem durch den Tag der Musik.”

Peter Harry Carstensen, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein: „Musik ist ein menschliches Grundbedürfnis und eine hohe Kunst. Neben den professionellen Musikern sind rund sieben Millionen Deutsche in Musikvereinen und Ensembles aktiv. Musizieren ist für sie ein wichtiger Teil ihres Lebens. Und für uns alle ist dieses Engagement ein großer kultureller Reichtum. Musik stärkt Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. ‚Wehe dem Land, wo man nicht mehr singet!’, mahnte schon der Schriftsteller Johann Gottfried Seume. Der Tag der Musik 2011 ist für mich Anlass, allen zu danken, die uns immer wieder mit ihrem musikalischen Können erfreuen!“

Der Tag der Musik, eine Initiative des Deutschen Musikrates, findet vom 17. bis 19. Juni 2011 statt und wird unterstützt vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und der Stretta Music GmbH. Medienpartner sind die ARD, Deutschlandradio Kultur und concerti – Das Berliner Musikleben GmbH.

 

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In einem Gespräch, das am 9. Juni 2011 in Köln stattgefunden hat, haben der Deutsche Bühnenverein und die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen eine engere Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Musikern vereinbart. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, vor dem Hintergrund veränderter Herausforderungen weiterhin eine praxisorientierte Ausbildung von Orchestermusikern sicherzustellen. Es geht vor allem darum, die Musiker ausreichend auf die Arbeit in einem Orchester vorzubereiten. Dazu sind Veränderungen in der Ausbildung, aber auch bei der Eingliederung in ein Orchester erforderlich. So müssten die Lehrangebote zur Musikvermittlung und das Angebot von Orchester-Praktika weiter ausgebaut werden. Zu überprüfen ist gegebenenfalls auch die in Deutschland übliche Praxis des Probespiels.

Der Dialog soll im Herbst dieses Jahres fortgesetzt werden. Beabsichtigt ist, spätestens im Frühjahr nächsten Jahres einen Leitfaden für die Ausbildung von Orchestermusikern vorzulegen, der dann mit den Orchestern und ihren Vorständen diskutiert werden soll. Ziel beider Institutionen ist es, die Orchesterarbeit für die Musiker attraktiver zu machen und den Wert dieser Arbeit zu stärken.

Dem Deutschen Bühnenverein gehören knapp 100 Opern- und Sinfonieorchester sowie 10 Rundfunkorchester an; die Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen vertritt 24 selbstständige staatliche Hochschulen für Musik und Theater.

 

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Das Üben hat sich gelohnt: Für viele Teilnehmer des 48. Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in der Musikregion Neubrandenburg/ Neustrelitz hat sich dieser Satz bewahrheitet.
Am 13. Juni 2011 wurden die Preisträger der Kategorie Gesang der Altersgruppe III bekannt gegeben. Einen 1. Bundespreis erhielt:
Lucas Hofmann (Sopran) aus Neubrandenburg.

Weitere Ergebnisse der einzelnen Kategorien und Altersgruppen des diesjährigen Bundeswettbewerbs werden in den folgenden Tagen bekannt gegeben und können auf der Internetseite www.jugend-musiziert.org abgerufen werden.

Noch bis zum 17. Juni spielen 2.300 Jugendliche in zwölf Instrumental- und Vokal-Kategorien vor hochkarätig besetzten Jurygremien.

Seit 1963 wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" an wechselnden Orten in Deutschland ausgetragen. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Träger ist der Deutsche Musikrat. Ständiger Förderer des Bundeswettbewerbs ist das Bundesjugendministerium.

Der 48. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" mit einem Gesamtvolumen von rund einer Million Euro wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dem Hauptsponsor, der Sparkassen Finanzgruppe, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Stadt Neubrandenburg, dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Medienpartner ist der Norddeutsche Rundfunk.

 

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Mit dem Förderpreis Musikvermittlung wollen die Niedersächsische Sparkassenstiftung und Musikland Niedersachsen die Entwicklung und Realisierung neuer Musikvermittlungsformen in Niedersachsen anregen und kreative Ansätze unterstützen. Qualitätsvolle Angebote sollen ein neues Publikum ansprechen und Menschen dazu ermuntern, mehr unterschiedliche Musik zu erleben und zu entdecken.

Die LAG Rock hat mit Back to school einen der fünf begehrten Förderpreise gewonnen. Das neue Projekt ist die Verbindung zwischen Spitzenförderung und Basisarbeit. Vier erfolgreiche Bands aus Niedersachsen gehen im Rahmen einer Projektwoche zurück an ihre Schule. Die Songs der Bands werden in verschiedenen Kursen bearbeitet: vom Neuarrangement für ein Orchester über eine Hinzufügung von Chorstimmen bis hin zu komplett neuen Teilen wie Raps, Videoinstallationen oder Tanzeinlagen ist alles möglich. Back to school sieht zum einen die Zusammenarbeit mit vorhandenen Gruppen vor, wie z.B. mit dem Schulorchester, der Bigband, einer Bläserklasse, dem Schulchor oder der Theatergruppe. Zusätzlich will Back to school neue Angebote integrieren: z.B. Rap, Tanz, Producing und Songwriting. Zur Komplettierung des Angebotes werden im Rahmen dieser Projektwoche die Kurse Bühnenbild/Requisite, Foto und Film, Technik/Licht und Ton angeboten. Insgesamt sollen pro Schule zehn Kurse stattfinden. Bei diesem Projekt können pro Schule bis zu 250 Schülerinnen und Schüler integriert werden.

Es entsteht eine Gesamtproduktion von ca. einer bis 1,5 h Stunde Länge, die zum Abschluss in der jeweiligen Schule präsentiert wird.

Die Bands und die Schulen
1. Annie Soulshine (Friedeburg, Ostfriesland) – KGS Wittmund
Bandfactory Niedersachsen 2010, Showbox 2010, Auftritt beim PopMeeting Niedersachsen 2010
2. Denmantau (Uelzen,Wendland) - KGS Bad Bevensen
2. Platz local heroes landesweit 2010 und
3. News from the North (Uelzen, Wendland), Praetorius Musikpreis 2010, Gewinner Jugend jazzt 2008
4. Geplant: frames (Hannover) - Georg-Büchner-Gymnasium Letter/Hannover
Landessieger local heroes 2009, 3. Platz bundesweit local heroes, Bandfactory Niedersachsen

Die Vergabe des Förderpreises Musikvermittlung 2011 findet öffentlich am 23. Juni 2011 um 19.30 Uhr in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel statt.

 

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Mit großem Erfolg endete Anfang Juni die erste Ausschreibung des YEAH! Young EARopean Award: über 200 Projekte aus 31 europäischen Ländern wurden für die neue Musikvermittlungsprämie eingereicht. Die Preisträger werden Mitte Juli durch eine internationale Fachjury ausgewählt. Am 19. November findet die Preisverleihung im Rahmen des YEAH! Festivals (13. bis 20. November 2011) in Osnabrück statt.

Mit dieser Resonanz hatte niemand gerechnet: Die Telefone im Wettbewerbsbüro stehen seit Wochen nicht mehr still – Clara Schürle, Mitarbeiterin des netzwerk junge ohren, hat ein offenes Ohr für alle Fragen der YEAH! Bewerber und beantwortet sie je nach Bedarf auf Englisch, Französisch, Deutsch oder Spanisch. Täglich treffen neue Sendungen aus den verschiedenen Ländern ein. „Unsere Erwartungen wurden um mehr als das Dreifache überschritten“, freut sich Dr. Ingrid Allwardt, Geschäftsführerin des netzwerk junge ohren. Die vorsichtige Prognose lag bei einer Zahl von 50 bis 70 Projekten für die erste Runde des neuen YEAH! Young EARopean Award – jetzt sind es über 200.

Musikvermittlung als grenzüberschreitendes Thema – rund 31 Nationen von Moldawien bis Portugal, Holland bis Norwegen, England bis Lettland präsentieren beim YEAH! ihre Ansätze, um junge Menschen für die klassische Musik zu begeistern. Ein Erfolg, ganz im Sinne der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die den YEAH! Award finanziell fördert. „Die Idee von Musik als Mittel der Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen bildet den Ausgangspunkt für das Projekt“, so Hans-Jürgen Fip, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück und Vorstandsmitglied der Stiftung.

Für das netzwerk junge ohren als Träger des Wettbewerbs beginnt jetzt der spannende Teil des Wettbewerbs: Im Juli kommt die Jury zusammen, um die Preisträger auszuwählen. Parallel laufen die Vorbereitungen für das YEAH! Festival auf Hochtouren – vom 13. bis 20. November wird Osnabrück zur Hochburg der Musikvermittlung. Künstler und Programme aus ganz Europa bespielen die Bühnen und Häuser der Stadt. Krönendes Highlight der Woche bildet die Preisverleihung des YEAH! Young EARopean Award am 19. November im Schloss Osnabrück.

 

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Birgit Walter tritt die Nachfolge von Manfred Grunenberg an der Spitze der Stiftung "Jedem Kind ein Instrument" an. Die 36-jährige Musikschulleiterin aus Euskirchen wird ab 1. August 2011 als Direktorin die Stiftung leiten. Birgit Walter, gebürtige Essenerin, hat neben ihrer musikalischen Ausbildung auch Kulturmanagement und Betriebswirtschaft studiert. Mit dieser Berufung wird ein deutliches Zeichen in Richtung Zukunft gesetzt.

"Ich freue mich sehr, dass wir mit Birgit Walter eine hochqualifizierte Fachfrau gewinnen konnten, die dem Programm JeKi neue Impulse geben wird. Ich bin sicher, dass JeKi bei ihr in den besten Händen ist und wünsche ihr einen guten Start und viel Erfolg", sagte Kulturministerin Ute Schäfer.

 

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Für die in den vergangenen Tagen begonnenen Eignungsprüfungen an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar gab es rund 1.700 Bewerbungen, etwa 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp 700 Studienbewerber kommen aus dem Ausland, davon mehr als die Hälfte aus Asien. Unter den europäischen Interessierten stammen die zahlenmäßig stärksten Gruppen aus Spanien und Russland. Besonderer Nachfrage erfreuten sich auch die neuen Master of Music-Studiengänge, die nach mehrjähriger Vorbereitung zum Wintersemester 2011/12 eingeführt werden. Damit sind die Anforderungen des so genannten Bologna-Prozesses nun komplett erfüllt, war doch der Bachelor of Music bereits zum Wintersemester 2010/11 angeboten worden. Seit 2007 gibt es zudem bereits die Studiengänge „Bachelor and Master of Music Education“ sowie seit 2009 die Studiengänge „Bachelor and Master of Arts“ in den Fächern Musikwissenschaft und Kulturmanagement.

Im Bereich der neuen Master-Studiengänge kann stolz ein „Weimarer Modell“ präsentiert werden. Dieses Modell ermöglicht unter anderem eine viersemestrige „Künstlerische Professionalisierung mit Profil“, deren Profilanteil beachtliche 30 Credit Points (CP) von insgesamt 120 ausmacht, ein Viertel des Gesamtumfangs also. So kann zum Beispiel ein Student im Fach Orchesterdirigieren seinen Master mit dem Fach „Historische Aufführungspraxis“ koppeln – als gemeinsames Angebot der Institute für Dirigieren und Alte Musik. In diesem Profil erhalten die Dirigenten zusätzlich zu Ihrem Hauptfachunterricht regelmäßig Unterricht in Fächern wie Historischer Satzlehre, Rezitativ- und Aufführungspraxis. Eine Kombination am anderen Ende des musikalischen Spektrums wäre jene mit der Neuen Musik: Hier würden die Dirigenten Fächer wie die „Instrumentation 20. und 21. Jahrhundert“, „Computermusik“ oder einen „Grundkurs Elektroakustische Musik“ besuchen.

Betrachtet man andere Fächer, werden ganz unterschiedlich zugeschnittene Angebote erkennbar. So kann am Institut für Gesang und Musiktheater einzig ein viersemestriger Master of Music Operngesang (ohne Profilanteil) an den achtsemestrigen Bachelor angeschlossen werden. Es wird damit eine qualitativ hochwertige Entsprechung für die bislang 12 Semester dauernde Diplomausbildung geschaffen. Anders sieht es am Institut für Gitarre aus: Hier ist auch ein Master of Music Gitarre im so genannten „Zwei-Fach“ über vier Semester möglich. Dies bedeutet, dass der Studierende seinen Master in zwei gleichberechtigten Fächern mit jeweils 50 CP zuzüglich 20 CP für die Masterarbeit ablegen kann. Im „Zwei-Fach“ werden in Weimar spannende Kombinationen wie zum Beispiel Gitarre und Elektrische Gitarre angeboten.

Dieses offene System sei noch nicht ausgeschöpft, wie die Bologna-Beauftragte der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, Kathrin Seyferth, betont: „Es können zukünftig neue Profile, spezifizierte Master oder neue Zwei-Fach-Kombinationen hinzukommen“, sagt sie, „das System ist nicht hermetisch abgeschlossen.“

 

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Die Verantwortlichen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und die der Gastgeberregion Neubrandenburg/Neustrelitz können in zehn Tagen die Früchte ihrer jahrelangen intensiven Kooperation ernten: Wenn am 10. Juni die ersten Teilnehmer am 48. Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" eintreffen, kennt Deutschlands erfolgreichstes Projekt für Nachwuchsmusiker auch hinter den Kulissen nur Gewinner.

„Seit langem haben wir uns auf diesen besonderen Höhepunkt für unser Bundesland gefreut und alles sorgsam vorbereitet, um gute Gastgeber zu sein. Dazu gehören auch Finanzmittel in Höhe von 200.000 Euro, die das Land für die Durchführung des Bundeswettbewerbs "Jugend musiziert" zur Verfügung gestellt hat. Wichtig ist uns, dass die jungen Künstlerinnen und Künstler beste Bedingungen für einen erfolgreichen Wettbewerb vorfinden, sich bei uns wohlfühlen und viel Spaß haben,“ so Kultusminister Henry Tesch anlässlich der Auftakt-Pressekonferenz am 30. Mai im Rathaus von Neubrandenburg.

Die Repräsentanten der gastgebenden Musikregion Neubrandenburg und des Land-kreises Mecklenburg-Strelitz, für den die Stadt Neustrelitz die Gastgeberrolle übernommen hat, äußerten ebenfalls ihre große Freude über das bevorstehende Großereignis. So warb Oberbürgermeister Dr. Paul Krüger einerseits für die Region und machte andererseits deutlich, wie konstruktiv die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen im Vorfeld gewesen war: „Die Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Tourismus, den Medien und Verwaltungen haben seit Monaten die Vorausset-zungen für einen reibungslosen Ablauf der Spiele geschaffen.“

Die Stadt steuert 75.000 Euro bei, ebenso wie der Landkreis Mecklenburg Strelitz, die Finanzmittel werden flankiert von geldwerten Leistungen der gastgebenden Region: Der Musikschulzweckverband kon.centus stellt seinen regulären Musikschulbetrieb für zehn Tage ein und viele kommunale Einrichtungen, darunter Schulen, stellen ihre Räume zur mietfreien Nutzung bereit.

„Bisher hat es bei uns ein Ereignis von diesem Stellenwert und Umfang noch nicht gegeben.“, so brachte Landrat Heiko Kärger die Situation auf den Punkt. „Wir freuen uns auf Sie, weil wir zeigen wollen, in welch einmalig schöner Gegend wir zuhause sind.“ Deshalb hat die gastgebende Region als besonderes Highlight ein attraktives Freizeit- und Kulturprogramm für alle Gäste zusammengestellt, das in den Tourist-Informationen ausliegt und im Internet einzusehen ist.

Rund 3.500 Besucher: die jungen Musiker, dazu ihre Eltern, Lehrer, Wettbewerbsbeobachter aus ganz Deutschland und Europa, werden vom 10.bis 17. Juni in der Musikregion Neubrandenburg/Neustrelitz erwartet.Die rund 1.200 öffentlichen Wertungsspiele vor den 17 Jurygremien finden an 18 Orten in der Region statt. Ihr Besuch ist kostenlos. Abendliche Höhepunkt sind die Konzerte in der Konzertkirche Neubrandenburg: Am 11. Juni begrüßen die Neubrandenburger Philharmoniker und die Geigensolistin Viviane Hagner die Gäste mit Werken von L. v. Beethoven. Das Konzert endet mit einem Feuerwerk auf dem Marktplatz. Am 13., 15. und 16. Juni stellen sich die eben erst ausgezeichneten 1. Bundespreisträgerinnen und -preisträger in den Abendkonzerten noch einmal mit Ausschnitten aus ihren Wettbewerbsprogrammen dem Publikum vor.

In einem öffentlichen, musikalischen Festakt am 17. Juni in der Aula des Gymnasiums Carolinum in Neustrelitz erhalten dann ausgewählte Preisträger in Anwesenheit von Kultusminister Tesch hoch dotierte Geldpreise in einer Gesamthöhe von rund 190.000 Euro aus den Händen von rund 30 Stiftungsorganisationen. Darunter ist auch ein Sonderpreis, den die beiden Sparkassen Neubrandenburg-Demmin und Mecklenburg-Strelitz in Höhe von 2.000 Euro für eine herausragende Leistung in den beiden neuen Pop-Kategorien „Gitarre“ oder „Drum-Set“ ausloben.

Seit 1963 wird der Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" an wechselnden Orten in Deutschland ausgetragen. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten, Träger ist die Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates. Ständiger Förderer des Bundeswettbewerbs ist das Bundesjugendministerium. Seit vielen Jahren ist die Sparkassen-Finanzgruppe Hauptsponsor von "Jugend musiziert".

 

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In diesem Jahr feiert das Goethe-Institut seinen 60. Geburtstag. In seinem Pressegespräch am heutigen Vormittag ging Präsident Klaus-Dieter Lehmann auf die wechselvolle Geschichte des größten deutschen Kulturmittlers ein. Die wichtigsten aktuellen Aufgaben seien die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Entwicklungen in Konflikt- und Krisenregionen sowie das Engagement im Bereich Bildung.

Die Geschichte des Goethe-Instituts, so Lehmann, sei stets auch ein Spiegel der Entwicklungen Deutschlands und der Welt gewesen. Im ersten Jahrzehnt seines Bestehens sei es vor allem darum gegangen, Deutschland wieder in die internationale Staatengemeinschaft zu integrieren und an die kulturelle Moderne anzuschließen. Die 70er Jahre seien geprägt gewesen von neuen außenpolitischen Gegebenheiten, die Auswärtige Kulturpolitik wurde zur Dritten Säule der deutschen Außenpolitik. Die Politisierung der Nach-68er-Gesellschaft habe sich auch in der Programmarbeit des Goethe-Instituts abgebildet. Die welthistorische Zäsur von 1989 habe dann einen großen Aufbruch in den Osten eingeleitet und in der letzten Dekade sei ein Netzwerkausbau vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern hinzugekommen. Lehmann erwähnte in diesem Zusammenhang auch die immer wieder schwierige Haushaltssituation des Goethe-Instituts: "Wurden uns für die neuen Aufgaben zunächst auch zusätzliche Mittel bereit gestellt, so glaubten einige Politiker ab Mitte der 90er Jahre, die neuen Herausforderungen in der Ferne durch einen Abbau des Engagements bei den europäischen Nachbarn finanzieren zu können - ein irriger Glaube, denn auch in einer zusammenwachsenden EU muss jede Generation neu gewonnen werden."

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik im 21. Jahrhundert sei geprägt von eruptiven Veränderungen und von der Suche nach einer neuen Weltordnung, so Lehmann. Das Goethe-Institut sei aufgerufen, in den zahlreichen Konflikt- und Krisenregionen der Welt seine Möglichkeiten anzubieten - als Kulturinstitution, nicht als politischer Akteur. Es schaffe Infrastruktur und ermögliche Begegnung und Austausch. So könne es beim Aufbau von Zivilgesellschaften mithelfen und Talenten die Chance zur Entfaltung geben. In zahlreichen Ländern würden Dokumentarfilmer ausgebildet, Theater beim Aufbau eines Ensembles unterstützt, Verlagsketten aufgebaut. Ein Beispiel für diese Facette der Arbeit der Goethe-Institute sei das Programm "Arab Shorts" mit Filmen junger arabischer Filmemacher, das auf dem Festival "Vor dem Sturm" vom 17.-22. Juni in Berlin zu sehen sei. Die Goethe-Institute in Nordafrika/Nahost hätten auf den "arabischen Frühling" umgehend reagiert, etwa indem sie deutsche Erfahrungen aus der Zeit nach dem Mauerfall von 1989 einbrächten. Das Goethe-Institut Kairo biete künstlerischen Initiativen und politischen Gruppierungen mit seiner Tahrir-Lounge eine Plattform für Diskussion, Meinungsbildung und Austausch.

Klaus-Dieter Lehmann wies darauf hin, dass die Arbeit des Goethe-Instituts seit nunmehr einem Jahrzehnt mit Recht nicht nur als auswärtige Kulturpolitik, sondern als Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik firmiere. Bildung sei ein Schlüssel zur Wahrnehmung der Chancen, die eine weltweite Lerngesellschaft biete. Das Goethe-Institut sei mit seinem Netz von knapp 150 Instituten, hunderten Bibliotheken und Informationszentren, 25 Millionen Besuchen jährlich auf Goethe-Webseiten in 40 Sprachen, 5000 Kulturprogrammen und 20.000 Sprachkursen im Jahr ein unverzichtbarer Akteur der deutschen und internationalen Bildungslandschaft. Dabei gehe der Bildungsbegriff des Goethe-Instituts bewusst über den engen Begriff von Aus- und Fortbildung hinaus. Er schließe die Entwicklung der ganzen Persönlichkeit ein und bedeute immer auch Aufklärung, Emanzipation, Urteilskraft, zivilgesellschaftliche Verantwortung und kulturelle Teilhabe. Die Institute wirkten dabei gleichermaßen nach Innen wie nach Außen. Mit ihrer Sprachausbildung und Informationsarbeit leisteten die Institute einen wertvollen Beitrag zur Stärkung des Studienstandorts Deutschland; qualifizierte Arbeitskräfte würden in der Heimat für Deutschland interessiert, nachziehende Ehegatten sprachlich und kulturell auf den Wechsel vorbereitet. Im 60. Jahr seines Bestehens hätten sich Profil und Aufgaben des Goethe-Instituts verändert und weiter ausdifferenziert. Das positive Echo aus Kultur, Politik und Wirtschaft - in Deutschland wie auch in den Gastländern - sei eine erfreuliche Bestärkung, den erfolgreichen Weg weiter zu verfolgen und sich dabei aber auch beständig weiter zu reformieren.

Das weltweit tätige deutsche Kulturinstitut fördert die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes Deutschlandbild. In Zeiten neuer globaler Herausforderungen zielt die Arbeit des Goethe-Instituts auf ein vertieftes Verständnis der Kulturen untereinander und auf die Stärkung des Ansehens Deutschlands in der Welt. Derzeit verfügt das Goethe-Institut über 149 Institute und 11 Verbindungsbüros in 93 Ländern.

 

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Der 59. Hochschulwettbewerb der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) ist gestern in der Musikhochschule Lübeck entschieden worden. In zwei Runden wetteiferten die besten Studierenden der deutschen Musikhochschulen um die ersten und zweiten Preise in den Fächern Lied-Duo, Schlagzeug, Tuba, Musikpädagogik und Komposition.

Den ersten und zweiten Preis im Fach Lied-Duo, dotiert mit 6.000 und 3.600 Euro erhielten Studierende der Hochschule für Musik Karlsruhe: Andreas Beinhauer und Melania Kluge sowie Daniela Vega De Santis und Melanie Bähr. Der mit 3.000 Euro dotierte erste Preis für das Fach Schlagzeug ging an die 23-jährige Zhe Lin aus der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Den zweiten Preis Schlagzeug erspielte sich Shinichi Minami, der ebenfalls an der Hochschule für Musik Karlsruhe studiert. Gewinner der ersten beiden Preise im Fach Tuba sind der Spanier Rubén Durá de Lamo sowie der griechische Student Vikentios Gionanidis, beide von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Julia Schüly und Susanne Richter von der Hochschule für Musik Saar erhielten den mit 4.400 Euro dotieren ersten Preis im Fach Musikpädagogik für ihr Konzept der “Kleinen Streicher“, das Geigen- und Cellounterricht für Kinder an Grundschulen fördert. Den Preis stiftete der Verband der deutschen Musikschulen (VdM).

Alle ersten und zweiten Preisträger stellten sich gestern beim Preisträgerkonzert im vollbesetzten Großen Saal der Musikhochschule Lübeck vor. Wissenschaftsminister Jost de Jager unterstrich die Bedeutung der Musikhochschule Lübeck für das Land Schleswig-Holstein und kündigte weitere Gespräche zur Vorbereitung der nächsten Zielvereinbarungen an. Prof. Dr. Werner Heinrichs, Vorsitzender der RKM, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der musikalischen Bildung für die Gesellschaft hin. Die Darbietungen der Preisträger seien eine Bestätigung für die hochqualifizierte künstlerische und pädagogische Ausbildung an deutschen Musikhochschulen. Er appellierte an die Landesregierungen der Länder, für die Lehrbeauftragten an deutschen Musikhochschulen bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Die Preisträger präsentierten sich unter anderem mit Werken von Schubert, Wolf, Webern, Zemlinsky und Barber. Die beiden Preisträger im Fach Tuba spielten das Tubakonzert in f-Moll von Vaughan Williams, begleitet vom Orchester der Musikhochschule Lübeck unter Leitung von Prof. Gerd Müller-Lorenz. Die mit einem Förderpreis ausgezeichnete Komposition „Haut ab“ von Benjamin Helmer von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim wurde in einer Interpretation von Johannes Fischer, Professor für Schlagzeug in Lübeck und seinem Schüler Davide Poretti uraufgeführt.

104 Musikstudierende aus 23 Hochschulen im gesamten Bundesgebiet hatten sich zur Teilnahme angemeldet und sich in rund halbstündigen Wertungsspielen in einer Kombination aus Pflicht- und Wahlstücken den Fachjurys gestellt. Von den 27 Lied-Duos, 18 Schlagzeugern und acht Tubisten, 13 Musikpädagogen und elf Komponisten qualifizierten sich acht Liedduos, neun Schlagzeuger, vier Tubisten sowie vier musikpädagogische Projekte für die zweite Wettbewerbsrunde. Die Bewerber im Fach Komposition bewarben sich mit einer Komposition für Schlagzeug solo, Schlagzeug-Ensemble oder Bläserquintett und wurden bereits im Vorfeld ermittelt. Ein erster und zweiter Preis Komposition wurde nicht vergeben. In allen Fächern vergab die Jury mit 600 Euro dotierte Förderpreise.

Begleitend kamen die Konferenzen der Musikhochschulleitungen, der Arbeitsgemeinschaft für Schulmusik und die Bundes-Astenkonferenz in Lübeck zusammen. Bis einschließlich 25. Mai tagen weiterhin die Rektoren und Kanzler der deutschen Musikhochschulen. Der Wettbewerb der RKM wird seit rund 60 Jahren jährlich in einer anderen deutschen Musikhochschule ausgetragen, in Lübeck zuletzt 1993. Der Hochschulwettbewerb 2011 ist Teil der Jubiläumsveranstaltungen, mit denen die Musikhochschule in diesem Jahr ihr hundertjähriges Bestehen feiert.

 

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Zur Auftaktveranstaltung seines großen Bundeskongresses hat der Verband deutscher Musikschulen (VdM) am vergangenen Freitag seine „Mainzer Erklärung“ vorgestellt: „Die Schulzeitverdichtung darf musikalische Entfaltung nicht verhindern – Musikalische Bildung braucht Zeiten und Räume in der Schule!“

Musizierende Schülerinnen und Schüler dürfen nicht auf die Verliererstraße der Schulreform geraten, heißt es in dem Papier, das einstimmig von der Bundesversammlung des VdM verabschiedet wurde. Es geht um die Folgen der Ganztagsschule und der verkürzten Gymnasialzeit (G 8) auf die Musikschularbeit. Durch die Verdichtung des Regelunterrichts der allgemein bildenden Schulen bleibt für den Instrumental- oder Gesangsunterricht an den Musikschulen immer weniger Zeit. Gleichzeitig verengt sich die Raumkapazität, die allgemein bildende Schulen den Musikschulen zur Verfügung stellen können.

Die „Mainzer Erklärung“ betont den Stellenwert des Instrumental- und Vokalunterrichts als Teil der Allgemeinbildung, „in der die musikalische Bildung mit ihrem Eigenwert und mit ihren persönlichkeitsbildenden Eigenschaften einen festen Platz hat“. Geeignete Rahmenbedingungen für die musikalische Bildung – zum Beispiel in Form von flexiblen Zeitstrukturen und zeitlichen Freiräumen innerhalb des Schulunterrichts – müssen diesem Stellenwert Rechnung tragen.

Die Musikschulen stehen der Entwicklung von Kooperationsmodellen mit Kitas, Kindergärten und Schulen offen gegenüber und haben hier bereits Pionierarbeit geleistet. Dieses Aufeinanderzugehen darf aber nicht zu Lasten derjenigen Kinder und Jugendlichen gehen, die selbst Musik machen möchten. Weiterhin muss es allen Schülerinnen und Schülern möglich sein, am Unterricht sowie an den weiterführenden musikalischen Angeboten der Musikschulen teilzunehmen.

In seiner Rede zur Eröffnung des Musikschulkongresses betonte Ministerpräsident Kurt Beck die Bedeutung der musikalischen Bildung für die Erziehung junger Menschen. Beck nahm Stellung zur aktuellen Frage der Existenzbedrohung von Musikschulen durch die Kommunalaufsicht in Rheinland-Pfalz und sagte zu, dass in Rheinland-Pfalz auch in nicht ausgeglichenen kommunalen Haushalten die Kommunalaufsicht freiwillige Leistungen für die Musikschulen dulden werde.

Mit einer farbenfrohen musikalischen Abschlussveranstaltung ist der Kongress gestern in Mainz zu Ende gegangen. Über 1.500 Teilnehmer nutzten drei Tage lang das breit gefächerte Programm unter dem Motto „Musikschule – Bildung mit Zukunft!“. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen sowie Diskussionsforen und Plenumsvorträge zu aktuellen bildungspolitischen und musikpädagogischen Themen waren Teil des Kongressangebots. Unter anderem wurden die Themen „Veränderungsmanagement in Musikschulen“, „Musikschule im Social Web“ und die Aufgabe der Musikschulen in der kommunalen Bildungslandschaft beleuchtet.

Der Bundesvorsitzende des VdM, Winfried Richter, bilanzierte die dreitägige Veranstaltung: „Von diesem Musikschulkongress geht eine Aufbruchstimmung aus. Die Musikschulen und die Lehrkräfte wissen, dass sie sich in den nächsten Jahren auf erhebliche infrastrukturelle und fachliche Veränderungen einstellen müssen. Der Kongress hat gezeigt, dass sie dafür gut gerüstet sind.“

Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ist der Fachverband der Träger von derzeit rund 950 öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen. Unterstützt wurde der Kongress vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur sowie von der Landeshauptstadt Mainz und ihrem Congress Centrum. Das Land Rheinland-Pfalz war erstmals Austragungsland für den Kongress, der in enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz veranstaltet wurde.

 

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Mit einem fulminanten Abschlussvorspiel ist der 4. Bigbandleiter Workshop unter der Leitung von Jiggs Whigham am 02.05.2011 in Schwerin zu Ende gegangen. Rund 15 Teilnehmer hatten eine Woche lang die Möglichkeit, unter fachkundiger Leitung von Jiggs Whigham und seinem Assistenten Martin Gerwig mit zwei hervorragenden Bands am Goethe Gymnasium zu arbeiten. Nach Jena im Jahr 2009 fand diese erfolgreiche Fortbildung für Bigbandleiter zum zweiten Mal in den neuen Bundesländern statt. Am Goethe-Gymnasium Schwerin fanden Teilnehmer und Dozenten optimale Bedingungen vor. Gastgeber war BAGGS, die Bigband am Goethe-Gymnasium Schwerin, die bereits an mehreren Deutschen Orchesterwettbewerben erfolgreich teilgenommen hat. Zum Abschluss bedankte sich der künstlerische Gesamtleiter und derzeitiger Chefdirigent der BBC Bigband Jiggs Whigham bei allen Beteiligten. Er betonte, dass Liebe das Wichtigste beim Musizieren und Improvisieren sei, und brachte es mit einem Zitat von Duke Ellington auf den Punkt: Love You madly!

Bigbands haben in den letzten Jahren stetig an Stellenwert gewonnen und sind an allen Institutionen des musikalischen Lebens, wie Schulen und Musikschulen, aber auch in der freien Szene nicht mehr weg zu denken. Viele Leiterinnen und Leiter haben selbst in diesen Bands gespielt, aber in den seltensten Fällen eine Ausbildung oder ein Coaching in diesem Bereich bekommen. Ziel des Workshops war es, einen Austausch über bigbandspezifische Herausforderungen in Gang zu setzen und sein eigenes Verhalten in Bezug auf Bewegung und Körpersprache von einem renommierten Profi überprüfen zu lassen. Auf diese Weise sollten die Teilnehmer wichtige neue Impulse für die eigene Probenarbeit erhalten. Zusätzlich ging Assistent Martin Gerwig auf individuelle Probleme der Teilnehmer ein.

Jiggs Whigham gilt weltweit als einer der renommiertesten Jazzposaunisten, Bigbandleiter und Jazzpädagogen. Zurzeit leitet er die BBC Bigband in London. Bis 2006 leitete er als "Professor auf Lebenszeit" die Abteilung für Popularmusik an der "Hanns Eisler" Hochschule für Musik in Berlin. Jiggs Whigham war außerdem Leiter der Schweizer Radio Band (Radio DRS). Von 1995 bis 2000 dirigierte er als künstlerischer Leiter die RIAS Big Band Berlin. Als Posaunist spielte er u.a. im Glenn Miller Orchestra, bei Stan Kenton sowie in den Bigbands von Kurt Edelhagen, Count Basie, Peter Herbolzheimer und in der WDR Bigband.

Beim Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW) treffen sich seit über 20 Jahren die besten Orchester und Formationen der instrumentalen Amateurmusik. Am erstmals im Jahre 1986 ausgetragenen DOW nehmen mittlerweile mehr als 130 Ensembles mit über 5.000 Musikerinnen und Musikern teil. Die Einbindung internationaler Juroren und Fachleute machen ihn zudem zu einer internationalen Kommunikationsplattform. Der Wettbewerb richtet sich an Amateurorchester aus den Bereichen der sinfonischen Musik, der Zupf-, Blas-, Akkordeonmusik und des Jazz. Neben der Begegnung und dem Leistungsvergleich dokumentieren Stipendien und Fortbildungsveranstaltungen für Dirigenten aller Sparten, die Vergabe von Kompositionsaufträgen und Kompositionspreisen, Tondokumentationen der Orchester sowie Literaturlisten die nachhaltige Förderung dieses Wettbewerbs. Der DOW wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Hildesheim wird der Austragungsort des 8. DOW vom 12.-20.05.2012 sein.

 

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In der heutigen Auftakt-Pressekonferenz zum Musikschulkongress in Mainz hat der Verband deutscher Musikschulen (VdM) seine Positionierung in der aktuellen Bildungsdiskussion geschärft. Unter dem Motto „Musikschule – Bildung mit Zukunft!“ veranstaltet der VdM den größten Bildungskongress in der Bundesrepublik, eine Fortbildungsveranstaltung mit mehr als 1.500 Teilnehmern vom 20. bis 22. Mai im Congress Centrum Mainz.

Musikalische Bildung muss in Deutschland einen ebenso großen Stellenwert haben wie die so genannten MINT-Fächer. Das betonte der Bundesvorsitzende des VdM, Winfried Richter, in seiner Erklärung. Die Musikschulen präsentieren sich in Mainz als gestaltender Partner der aktuellen Bildungspolitik. Angesichts der derzeit zu beobachtenden Schulzeitverdichtung im Rahmen von Ganztagsschule und G8 forderte Richter: „Musikschule für alle: Kinder und Jugendliche aller Schichten müssen auch zukünftig die Möglichkeit haben, an musikalischer Bildung teilzuhaben. Dafür ist es nötig, dass Schülerinnen und Schüler für das Musizieren auch weiterhin genügend Zeit haben – und dass den Musikschulen öffentliche Räume in den allgemein bildenden Schulen zur Verfügung stehen.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, betonte den Stellenwert, den die Musikschulen im Bereich der kulturellen Bildung haben. Dabei verwies er auf die für Kommunen besonders wichtige integrative Kraft der Musikschularbeit. „Musische und musikalische Bildung legen die Grundlage für ein kulturell erfülltes Leben“, so Beutel.

Jürgen Hurrle, Vorsitzender des Landesverbandes der Musikschulen in Rheinland-Pfalz, erwartet von dem Kongress noch größere Aufmerksamkeit für die Musikschulen im Land, sowohl in der Bevölkerung als auch bei den Kommunen und auf Landesebene.

Drei Tage lang werden sich Musikschullehrer aus ganz Deutschland im Mainzer Congress Centrum über neue Tendenzen und Unterrichtsmodelle informieren. Gleichzeitig ist der Kongress eine Plattform für aktuelle kultur- und bildungspolitische Diskussionen. Mit seinem Kongress beteiligt sich der Verband deutscher Musikschulen auch am Aktionstag des Deutschen Kulturrats „Kultur gut stärken!“, und bekennt sich damit zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und zum Kampf gegen den Kulturabbau.

Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) mit seinen 16 Landesverbänden ist der Zusammenschluss der rund 950 öffentlichen Musikschulen in Deutschland, in denen an über 4.000 Standorten bundesweit insgesamt über 1 Million Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 35.000 Fachlehrkräften im praktischen Musizieren unterrichtet werden. Der VdM ist der Fach-, Träger- und Interessenverband der öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Programm „Kulturelle Jugendbildung“ des Kinder- und Jugendplans des Bundes gefördert.

 

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Auf dem Essen-Werdener Campus der Folkwang Universität der Künste entsteht mit großzügiger Förderzusage der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die neue musikwissenschaftliche Bibliothek, die bundesweit über einen der größten musikwissenschaftlichen Bestände verfügen wird. Nach der durch die archäologischen Vorarbeiten unvermeidlichen Bauverzögerung haben die Bauarbeiten nun begonnen. Die Fertigstellung ist für März 2012 geplant, die Nutzung wird ab WS 2012/13 möglich sein. Der Entwurf stammt von dem Architektenbüro Max Dudler, die Projektverantwortung für den architektonisch herausragenden Neubau liegt beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW.

Bei dem heutigen Ortstermin stellten Dr. Thomas Kempf, Mitglied des Vorstands der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste, Dr. Armin Lövenich, Duisburger Niederlassungsleiter des BLB NRW und Folkwang Bibliotheksleiterin Viola Springer die neue Bibliothek vor:

Die Konzeption sieht einen kubischen kompakten Baukörper vor mit transluzenter Glas-Fassade, die eine Anmutung von durchsichtigem Kalksandstein hat. Diese besondere Fassade schützt einerseits die Bücher vor direktem Sonnenlicht und lässt andererseits das monolithische Gebäude im Dunklen von innen strahlen. Der viergeschossige, unterkellerte Neubau setzt einen bewussten und architektonisch herausragenden Akzent im Kontext der historischen Bausubstanz der Alten Abtei der Folkwang Universität der Künste.

In der neuen Bibliothek werden erstmalig drei wertvolle Bestände zusammengefasst: neben den folkwangeigenen Beständen auch die umfangreiche Sammlung der ehemaligen musikwissenschaftlichen Bibliothek der Ruhr Universität Bochum, die ihren musikwissenschaftlichen Zweig eingestellt hat, und die musikpädagogischen Bestände der Universität Duisburg-Essen. Mit etwa 200.000 Noten, Tonträgern, Büchern und weiteren Medien verfügt die Folkwang Universität der Künste damit bundesweit über einen der größten musikwissenschaftlichen Bestände. Die neue Bibliothek wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Folkwang Rektor Prof. Mehnert: "Die neue Bibliothek ist DIE musikwissenschaftliche Bibliothek des Ruhrgebiets und wird damit dem herausragenden wissenschaftlichen Anspruch der Folkwang Universität der Künste wunderbar gerecht."

BLB Niederlassungsleiter Duisburg Dr. Armin Lövenich: "Im August 2011 sind wir mit dem Rohbau fertig, und ich freue mich schon jetzt auf die Übergabe des Neubaus im März 2012."

 

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In Anwesenheit von Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen, MdB, wurde heute im hannoverschen Zooviertel der erste Musikkindergarten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) eingeweiht. Die gelungene Zusammenarbeit der HMTMH mit der katholischen Kirche St. Elisabeth sowie die finanzielle Unterstützung der Walter und Charlotte Hamel Stiftung ermöglichen diese für die Stadt modellhafte Einrichtung.

In einer Feierstunde am heutigen Montag würdigten alle kooperierenden Einrichtungen die gelungene und zielführende Umsetzung des St. Elisabeth-Musikkindergartens. Die Kindergartenkinder zeigten bereits Erlerntes und der Kammerchor des Mädchenchors Hannover gab musikalisches Geleit.

„Die HMTMH fühlt sich auch für die musikalische Früherziehung der Kleinsten verantwortlich. Diese Einrichtung fördert Kinder musikalisch und bildet gleichzeitig angehende Pädagoginnen und Pädagogen studienbegleitend aus. Eine wunderbare Synergie“, so Hochschulpräsidentin Professorin Dr. Susanne Rode-Breymann. In einem den Unterricht im Kindergarten begleitenden Seminar mit didaktisch-methodischem Schwerpunkt lernen Studierende der HMTMH, vermittlungsmethodische Kreativität zu entwickeln. So werden Sie für den späteren Beruf ideal ausgebildet.

Musikpraxis zum Bildungsinhalt der Kinder zu machen ist Leitidee des zunächst auf drei Jahre angelegten Modellprojekts. In der Vorschulzeit gilt es, die kindliche Neugier für Musik, für die Künste und die Kultur zu öffnen. Handelndes und hörendes Umgehen mit Musik steht dabei im Zentrum der Arbeit. Das Konzept ist übergreifend: Durch die gute Verzahnung besteht für die Kinder die Möglichkeit, später im Mädchenchor Hannover oder im Hochschulprojekt „VIFF“ aufgenommen zu werden. So ausgebildete junge Menschen tragen die Musik als integralen Bestandteil in die Gesellschaft. Ein späteres Musikstudium ist nicht ausgeschlossen.

„Neben der Freude, die Musik auslöst, unterstützt das gemeinsame Musizieren als Teil der Früherziehung die Entwicklung der kognitiven und sozialen Kompetenzen der Mädchen und Jungen. Musikunterricht für alle Kinder, unabhängig von der Herkunft, stärkt so auch ihre späteren Teilhabemöglichkeiten“, stellte Dr. Ursula von der Leyen, MdB, in der Gellertstraße heraus. Und weiter: „Deswegen freue ich mich – und bin auch stolz –, dass es in Hannover fortan einen Musikkindergarten gibt.“

Singen und Stimmspiele, erste Kontakte mit Musikinstrumenten, Gehör- und Rhythmusschulung fließen in alle Bildungsbereiche ein und werden fester Bestandteil im Tagesverlauf der Kinder. Singen und Hören-Lernen hilft bei der Sprachentwicklung, unabhängig vom kulturellen Hintergrund des Kindes, und fördert dessen soziale Kompetenz. Dr. Christian Haferkorn, Vorstandsvorsitzender der Walter und Charlotte Hamel Stiftung, machte deutlich: „Wir haben für das Hochschulprojekt, das auf Initiative von Gudrun Schröfel, Professorin für Musikerziehung, möglich geworden ist, gern Mittel zur Verfügung gestellt. Gute Ausstattung, ausreichend Klangkörper in Form von Handtrommeln, Xylophonen usw. sind für einen erfolgreichen Musikkindergarten zwingend erforderlich.“ Die Hannoversche Walter und Charlotte Hamel Stiftung ermöglicht die Anschaffung der Arbeitsmittel und Finanzierung der Lehrkräfte mit einer zunächst dreijährigen Unterstützung von 5.000 Euro pro Jahr.

 

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Die Agentur für Qualität in Freiwilligendiensten hat der Deutschen UNESCO-Kommission e.V. für ihren internationalen Freiwilligendienst »kulturweit« das "Quifd-Qualitätssiegel für Entsendeorganisationen" verliehen. Das bundesweit anerkannte Zertifikat bestätigt, dass die Deutsche UNESCO-Kommission hohe Qualitätsstandards einhält. Die Zertifizierung von »kulturweit« gilt zunächst für ein Jahr, danach besteht die Möglichkeit der Anschlusszertifizierung.

"Die Zertifizierung unterstreicht unsere erfolgreiche Arbeit. Wir haben mit »kulturweit« einen qualitativ hochwertigen Freiwilligendienst im Bereich der Kultur- und Bildungspolitik aufgebaut", so Anna Veigel, Leiterin der »kulturweit«- Koordinierungsstelle der Deutschen UNESCO-Kommission. "Unsere Freiwilligen erhalten eine kompetente fachliche Anleitung, gute Betreuung und passgenaue Einsatzstellen. Wir werden auch in Zukunft das hohe Niveau aufrecht erhalten."

»kulturweit« ist ein internationaler kultureller Freiwilligendienst für junge Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren. Er wird von der Deutschen UNESCO-Kommission durchgeführt und vom Auswärtigen Amt gefördert. Die Einsatzdauer beträgt 6 oder 12 Monate. »kulturweit« ermöglicht jungen Menschen aus Deutschland, sich freiwillig im Bereich der Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Hierbei sind alle Freiwilligen finanziell umfangreich abgesichert – »kulturweit« steht somit allen jungen Menschen offen.

Die Einsatzstellen befinden sich in so genannten Entwicklungsländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie in Staaten Mittel- und Osteuropas. Während ihres Einsatzes übernehmen die Freiwilligen vielfältige Aufgaben – von der Hausaufgabenbetreuung in der Deutschen Schule Budapest bis zur Veranstaltungsorganisation in der Außenstelle des Deutschen Akademischen Auslands Dienstes in Mexiko Stadt.

 

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Mit ihren musikalischen Bildungsangeboten haben die Orchester und Ensembles des Norddeutschen Rundfunks in der Saison 2010/11 fast 45.000 Kinder, Jugendliche und Eltern aus allen Teilen Norddeutschlands begeistert. Das Education-Programm von NDR Sinfonieorchester, Radiophilharmonie, Chor und Bigband wurde damit erneut ausgeweitet. Die vielfältigen Veranstaltungen ermöglichen es jungen Menschen, anspruchsvolle Musik auf sinnliche und aktive Weise zu erleben - unabhängig von sozialem Hintergrund, Schulform oder musikalischer Vorbildung. Über die musikpädagogischen Angebote der NDR Klangkörper informierte Intendant Lutz Marmor am Freitag, 6. Mai, den Verwaltungsrat des Senders.

NDR Intendant Lutz Marmor: "Die Orchester des NDR haben den Generationswechsel an ihrer Spitze hervorragend bewältigt. Ebenso wichtig ist es, dass wir die nachwachsenden Generationen für klassische Musik begeistern. Die musikpädagogischen Angebote der Klangkörper des NDR leisten hier vorbildliche Arbeit. Auch in finanziell schwierigen Zeiten stehen wir zu unserem Engagement für die Klangkörper."

Dr. Rosemarie Wilcken, Vorsitzende des NDR Verwaltungsrats: "Das pädagogische Programm der NDR Orchester und des Chors erleichtert den Zugang zu klassischer Musik und weckt bei jungen Menschen das Interesse für Musik jenseits von Pop. Damit erfüllt der NDR eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe - gerade in Zeiten, in denen der Besuch eines klassischen Konzertes nur noch selten zum Alltag von Kindern und Jugendlichen gehört."

Das Spektrum der Education-Angebote reicht von Familienkonzerten, musikalischen Mitmach-Aktionen, Schulbesuchen, einem "Zwergen-Abo" bis hin zu gemeinsamen Auftritten der NDR Bigband mit Schul-Bigbands. Die kreativen, oft unkonventionellen Angebote sind maßgeschneidert für unterschiedliche Altersgruppen - von Dreijährigen bis hin zu Oberstufenschülern. So wenden sich die "Mit-Mach-Musik" des NDR Sinfonieorchesters oder das "Zwergen-Abo" der NDR Radiophilharmonie in Hannover bereits an die Jüngsten im Kindergartenalter. Die Reihe "Konzert statt Schule" von Sinfonieorchester oder die "Konzerte für Kinder" der Radiophilharmonie sind für jüngere Schüler konzipiert, andere Konzerte wie die Reihe "Spurensuche" der Radiophilharmonie oder der Besuch von Proben des Sinfonieorchesters für ältere Schüler. Hinzu kommen Angebote der NDR Bigband, die - nach Schul-Tourneen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen - im Februar und März 2011 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern besuchte und dort gemeinsam mit Schul-Ensembles Konzerte gab.

Informationen und Programmhefte zu den Konzerten und unterschiedlichen musikalischen Bildungsangeboten von NDR Sinfonieorchester, Radiophilharmonie, Chor und Bigband sind unter www.ndr.de/kultur abrufbar.

 

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Den diesjährigen Kongress des Verbands deutscher Musikschulen (VdM) wird der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck eröffnen. Am Freitag, 20. Mai 2011 geht es los: Eine bunte Festveranstaltung ist Auftakt für die dreitägige Veranstaltung im Mainzer Congress Centrum, die einen Eindruck von der Vielfalt und Qualität der Musikschularbeit in Deutschland präsentieren will.

„Musikschule – Bildung mit Zukunft“ ist das Motto für den Kongress, der sowohl Fortbildungsveranstaltung für die Lehrkräfte der öffentlichen Musikschulen in Deutschland ist als auch Diskussionsforum für die aktuellen Fragen der musikalischen Bildung. „Digitalisierung“, „Demoskopischer Wandel“, „Bildung für alle“ sind dabei nur einige Stichworte, in deren Umfeld sich auch Musikschulen mit den Themen Veränderungsmanagement, Qualitätssicherung und Angebotserweiterungen beschäftigen. Gleichzeitig werden erfolgreiche Modelle der musikpädagogischen Arbeit – ganz praktisch – präsentiert.

Bereits im Vorfeld betont der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz die Bedeutung öffentlicher Musikschulen in Deutschland: „Ihr Kongress ist ein Anlass für mich festzustellen: Musikschulen sind ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil unserer Bildung in Deutschland. Mit ihrem hohen pädagogischen Qualitätsstandard leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Weiterentwicklung unserer Musikkultur. Dabei liegt die Stärke der Musikschulen in ihrem breit gefächerten Angebot. Es reicht von der vorschulischen Erziehung über die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen bis zu Erwachsenen in verschiedenen Lebensaltern. Allen Interessierten wird somit lebenslanges musikalisches Lernen ermöglicht.“
Grußworte zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag, 20. Mai 2011 sprechen auch der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Jens Beutel, sowie der Vorsitzende des VdM, Winfried Richter. Richter ist überzeugt von der zentralen Rolle, die Musikschulen in der aktuellen Bildungsdiskussion spielen: „Kultur, kulturelle und musikalische Bildung sind ein wesentlicher Zukunftsmotor der Gesellschaft. Deshalb wollen und müssen die Musikschulen mitreden, wenn es in der Diskussion von heute um die Bildung von morgen geht. Sie leisten in den Kommunen eine fundierte Grund- und Aufbauarbeit in allen Bereichen der musikalischen Bildung.“

Musikalisch werden die Kongressbesucher durch ein vielfältiges Programm eingestimmt, das Ensembles des Peter-Cornelius-Konservatoriums der Stadt Mainz sowie Musikschulen der Region gestalten. Ein inhaltliches Input zum Kongress-Thema „Musikschulen – Bildung mit Zukunft“ gibt der Rektor der Universität Mozarteum Salzburg, Reinhart von Gutzeit.
Der Kongress wird unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur sowie von der Landeshauptstadt Mainz und ihrem Congress Centrum Mainz.

Zum ersten Mal ist Rheinland-Pfalz das Austragungsland für den Kongress, der in enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Musikschulen in Rheinland-Pfalz veranstaltet wird. Der Vorsitzende des Landesverbands, Jürgen Hurrle, dankt in diesem Zusammenhang dem Landesmusikrat Rheinland-Pfalz und dem Sparkassenverband Rheinland-Pfalz für die finanzielle Unterstützung der rheinland-pfälzischen Begegnungs-Veranstaltung.

 

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Schulreform, Bologna-Prozess und Globalisierung sind zunächst nur Schlagworte, die für einen grundsätzlichen Wandel der Berufswelt stehen, der jedoch längst in Gang gesetzt ist. Umso dringlicher stellt sich die Frage: Wie sieht die Situation auf dem Arbeitsmarkt der Musikberufe tatsächlich aus? Was muss Jugend heute vermittelt werden, damit sie den Anforderungen von Morgen gerecht wird? Antworten und mögliche Wege diskutieren Experten und Teilnehmer auf der Arbeitstagung des Bayerischen Musikrats am 13. und 14. Mai in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf.

Im Plenum und in Arbeitskreisen beleuchten sie die im Zuge des Bologna-Prozesses entstandenen Neuerungen und entwickeln Rahmenbedingungen, die erfüllt sein müssen, um die nachwachsende Generation optimal für die veränderten beruflichen Anforderungen in den Bereichen Musikwirtschaft, Musikpädagogik und Konzertwesens auszubilden.

U.a. referieren der Präsident des Deutschen Musikrats, Prof. Martin Maria Krüger, über die „Zukunft der Musikberufe – Herausforderung an die Ausbildung“, der Präsident der Hochschule für Musik Nürnberg, Prof. Martin Ulrich, über die „Berufliche Spitzenausbildung an den bayerischen Musikhochschulen – eine aktuelle Bestandsaufnahme“ und der Direktor der Berufsfachschule für Musik Bad Königshofen, Ernst Oestreicher, über die „Studienvorbereitung – der Schlüssel zum Musikberuf?“.

In anschließenden Arbeitskreisen erarbeiten Experten gemeinsam mit Teilnehmern entscheidende Kriterien zur Zukunft der Künstlerischen Berufe im Konzertwesen (Leitung Hansjörg Albrecht, künstlerischer Leiter Münchener Bach-Chor und -Orchester), zur Zukunft der Musikpädagogischen Berufe (Leitung Prof. Dr. Wolfgang Pfeiffer, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), zur Zukunft der Berufe in Musikwirtschaft, Medien und Management (Leitung Fritz Lauterbach, BR Multimedia Programm und Hochschule für Musik und Theater München) sowie „Neue Einsatzbereiche für Musikfachkräfte mit staatlicher Ausbildung / Anerkennung aus Musikschulen und Verbänden“ (Leitung MR Michael Weidenhiller, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus und Christiane Franke, Projektleitung Netzwerk Musik in Bayern).

Zeitgemäße Anforderungen an die berufliche Musikausbildung in Bayern beleuchtet eine Parlamentsrunde mit Josef Pschierer CSU, Dr. Linus Förster SDP, Brigitte Meyer FDP, Prof. Dr. Michael Piazolo Freie Wähler und Dr. Sepp Dürr Bündnis 90 / Die Grünen in der abschließenden Podiumsdiskussion.

 

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Studierende, Lehrende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover trauern um Vladimir Krainev. Der herausragende Pianist und Professor für Klavier, welcher in der Nacht zu Freitag, 29. April 2011, verstarb, wirkte bis zuletzt an der Hannoverschen Musikhochschule. Hier unterrichtete er insgesamt 19 Jahre lang Pianistinnen und Pianisten aus allen Teilen der Welt, darunter über 120 Preisträgerinnen und Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe wie dem Rubinstein- oder dem ARD-Wettbewerb.

„Wir haben einen großen Pianisten und Lehrer verloren. Vladimir Krainev stand als einer der letzten Schüler von Heinrich Neuhaus für eine große russische Pianistentradition. Er war in der Lehre außerordentlich erfolgreich und hat es verstanden, sein Wissen kraftvoll und mit großer Menschlichkeit weiterzugeben“, so Hochschulpräsidentin Professorin Dr. Susanne Rode-Breymann. Für seine Studierenden war Krainev fast eine Vaterfigur, stets um die optimale ganzheitliche Entwicklung seiner Schülerinnen und Schüler besorgt. „Wichtig war ihm, dass man in jeder Situation sein Bestes gibt und für seinen Erfolg arbeitet und kämpft. Man soll immer auch für das Publikum auftreten“, erläutet ein ehemaliger Student von Vladimir Krainev. „Wir verlieren einen liebenswerten Pianisten und Kollegen“, hieß es heute auch aus der Klavierabteilung der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Vladimir Krainev wurde 1944 in der der Ukraine geboren. Schon früh wurde seine Zuneigung zur Musik und zum Klavier entdeckt und durch seine Lehrer an der Kharkover Musikschule weiterentwickelt. Er begann sein Studium am Moskauer Tschaikowski Konservatorium, wo unter anderem Heinrich Neuhaus zu seinen Lehrern zählte. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums am Moskauer Konservatorium baute er sein Können in der Solistenklasse von Stanislav Neuhaus, dem Sohn von Heinrich Neuhaus, aus. Nachdem er mit ersten Preisen aus internationalen Klavierwettbewerben, u. a. in Lissabon (Portugal), Leeds (England), und Moskau (Russland) hervorgegangen war, begann seine Karriere als Pianist. Vladimir Krainev gab Konzerte in allen wichtigen europäischen Metropolen und bei bedeutenden Musikfestivals. Er absolvierte Tourneen mit Orchesterkonzerten und Soloabenden durch Europa, die USA und Fernost. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Vladmir Ashkenazy, Pierre Boulez, Carlo Maria Giulini oder Bernard Haitink zusammen. Zu seinen Kammermusikpartnern zählten Natalia Gutman, Liane Issakadze, Gidon Kremer, Heinrich Schiff, Dmitrij Sitkovetsky, das Borodin-Quartett und Jewgenij Nesterenko.
Musik zu unterrichten war eine natürliche Folge seiner vielfältigen künstlerischen Aktivitäten. Seit 1992 arbeitete der Pianist Krainev in Hannover an der Hochschule für Musik und Theater, ab 1994 als Professor für Klavier. Immer wieder war Krainev Jurymitglied von wichtigen Klavierwettbewerben.

Er war Initiator der Konzertreihe „Vladimir Krainev invites“ am Moskauer Tschaikowski Konservatorium, in er seine Studierenden Seite an Seite mit berühmten Musikerinnen und Musikern spielten. 1992 organisierte er den ersten Internationalen Wettbewerb für junge Pianisten in Kharkov. Dieser findet alle zwei Jahre statt. 1994 schließlich gründete er den Internationalen Vladimir Krainev-Verein zur Förderung junger Pianisten.

 

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Ob auf dem Marktplatz, in Einkaufspassagen, Seniorenheimen, Museen oder Kirchen – vom 26. bis 29. Mai 2011 präsentieren sich 21 ausgewählte Schulensembles aus allen Bundesländern und aus England in Bremen. Sie zeigen ihr musikalisches Können in ehrwürdigen Konzertstätten wie GLOCKE und der Kirche Unser Lieben Frauen, gehen aber auch an ungewöhnlichere Orte wie die JVA, um möglichst viele Menschen an ihren Auftritten teilhaben zu lassen. Bremen wird vier Tage lang ganz im Zeichen der Schulmusik stehen.

Die Bremer Lehrerbigband gibt am 26. Mai um 11 Uhr auf der Open-Air-Bühne am historischen Marktplatz den Startschuss für die 16. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“. Anschließend begrüßen die Bremer Partnerschulen die anreisenden Ensembles dort mit einem abwechslungsreichen Musik-Programm. Beim ersten großen Begegnungskonzert um 18 Uhr in der GLOCKE treffen die 21 Teilnehmerensembles der Bundesbegegnung dann zum ersten Mal aufeinander – insgesamt über 700 Schülerinnen und Schüler aller Schularten. Weitere Begegnungskonzerte folgen am Freitag, 27. Mai um 18 Uhr im PIER 2, am Samstag, 28. Mai in der Kirche Unser Lieben Frauen sowie am Sonntag als großes Finale um 12 Uhr wieder in der GLOCKE.
Nach gemeinsamen Schulkonzerten mit den Bremer Partnerschulen sind die Teilnehmerensembles am Freitag und Samstag auf der Open-Air-Bühne zu hören und geben Konzerte in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Auch Auftritte im Focke- und im Übersee-Museum, in der JVA und in der Lloyd Passage finden statt sowie musikalische Umrahmungen von Gottesdiensten. Als weiteres Highlight stehen Teilnehmer-Workshops auf dem Programm, u.a. werden die Bremer Philharmoniker gemeinsam mit über 80 Jugendlichen ein Stück erarbeiten, das beim Abschlusskonzert am Sonntag öffentlich aufgeführt wird.

Veranstaltet wird die 16. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ vom Verband Deutscher Schulmusiker e.V. in Kooperation mit dem Landesmusikrat Bremen und der Senatorin für Bildung und Wissenschaft, die auch maßgeblich an der Finanzierung des Projektes beteiligt ist. Ziel der Veranstaltung ist, der Öffentlichkeit die Vielfältigkeit schulpraktischen Musizierens zu zeigen und auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen und qualifizierten musikalischen Erziehung in allen Schulformen hinzuweisen. Gleichzeitig sollen den Jugendlichen auf diese Weise unterschiedlichste musikalische Begegnungen ermöglicht werden, um dadurch ihre eigene Lebenswelt immer wieder neu zu erfahren.

Ausgewählt wurden für die 16. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“ nicht nur die qualitativ überzeugendsten, sondern auch die vielleicht außergewöhnlichsten Ensembles der jeweiligen Bundesländer. Jugendkammerchor, Sinfonieorchester, Jazzband, Musicalgruppe und Steelband (um nur einige zu nennen) sollen den bremischen Zuschauern und Zuhörern viel kulturelle Abwechslung bieten. Traditionell sind auch Ensembles aus einem EU-Partnerland eingeladen – dieses Mal kommen 3 Gruppen aus England.

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen ist Schirmherr dieser 16. Bundesbegegnung „Schulen musizieren“. Beim Abschlusskonzert am 29. Mai erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Teilnehmerurkunden aus den Händen der Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Renate Jürgens-Pieper.

 

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