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Das IMATRONIC Festival des ZKM | Instituts für Musik und Akustik (IMA) ist das größte Festival elektronischer Musik in Deutschland, das junge aktuelle Entwicklungen präsentiert und auszeichnet. Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung steht die Verleihung des renommierten Giga-Hertz-Preises und Walter-Fink-Preises des ZKM.

Die Verbindung von Klavier und elektronischer Musik verleiht dem ZKM | Institut für Musik und Akustik international ein Alleinstellungsmerkmal. Besonders sichtbar wird dies in der Reihe Piano+, das zentrale Positionen der zeitgenössischen Klavierliteratur uraufführt. Einen besonderen Schwerpunkt stellt die Präsentation von Iannis Xenakis dar – dem Visionär wird eine Ausstellung und ein Symposium sowie ein Konzertabend im Rahmen von Piano+ gewidmet.

Der Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik – vergeben von EXPERIMENTALSTUDIO des SWR und ZKM | Institut für Musik und Akustik – ist in der thematischen Ausrichtung einzigartig unter den Musikpreisen in Deutschland.

Der Giga-Hertz Hauptpreis geht in diesem Jahr an den Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez. Mit seinen live-elektronischen Werken „…explosante fixe…“, „Répons“, „Dialogue de l’ombre double“ und „Anthèmes II“ hat dieser richtungsweisende Impulse für die Entwicklung der Musikgeschichte der letzten 40 Jahre gesetzt. Von epochaler Bedeutung sind die durch ihn beförderte Neubewertung des Raumes und die Neubestimmung der Musiker in heutiger Konzertpraxis durch Elektronik

Die Jury, bestehend aus Peter Weibel (Vorstand ZKM | Karlsruhe), Ludger Brümmer (Leiter ZKM | Institut für Musik und Akustik), Detlef Heusinger (Leitung EXPERIMENTALSTUDIO des SWR), Björn Gottstein (Musikwissenschaftler und -journalist), Rainer Pöllmann (Musikwissenschaftler und -journalist) würdigte besonders die Pionierarbeit, die Boulez in dem Metier der elektronischen Musik leistete. Boulez zu Ehren werden an diesem Abend gleich drei seiner Kompositionen aufgeführt, die die Vielfältigkeit seines Schaffens spiegeln: Ein rein instrumentales Werk, ein instrumentales Stück mit Live-Elektronik und eine akusmatische Komposition.

Aufgrund des großen Zuspruchs gerade bei der jüngeren Komponistengeneration hat die Jury dieses Jahr entschieden, mehr Preise als sonst üblich zu verleihen, um so den Nachwuchs besonders zu fördern. Die Giga-Hertz Förderpreise 2011 gehen an: Aaron Einbond (USA), Madjid Tahriri (Iran), Anthony Tan (Kanada), Eric Lyon (USA), Benedikt Schiefer (Deutschland) und Andrea Vigani (Italien).

Der Walter-Fink-Preis des ZKM für Tanz, elektroakustische Musik und Medien, der durch den Musikmäzen Walter Fink gestiftet wird, ermöglicht Neukonzeptionen und deren Umsetzung am ZKM. Der Walter Fink-Preis geht dieses Jahr an das kanadische Duo Mireille Leblanc und Åke Parmerud.

Im öffentlichen Festakt werden die Preise von namhaften Persönlichkeiten aus Kultur und Politik übergeben. Die Preisträgerkonzerte ehren den Hauptpreisträger 2011 und präsentieren Uraufführungen der Vorjahresgewinner, etwa die interaktive Tanzperformance der jungen Berliner Künstler Pipo Tafel und Daniel Berwanger sowie neue elektroakustische Kompositionen für den ZKM_Klangdom von Orestis Karamanlis und Robert Normandeau. Der Festtag wird eingeläutet durch ein Nachmittagskonzert des EXPERIMENTALSTUDIO des SWR mit Kompositionen für Instrumente und Live-Elektronik von Detlef Heusinger, André Richard und Mark André.

In vier Konzerten stellt die von der Pianistin Catherine Vickers kuratierte Konzertreihe Piano+ zentrale Positionen der zeitgenössischen Klavierliteratur vor, die den Rahmen des Instruments sprengen und medial, theatral oder elektroakustisch erweitern. Die einzelnen Konzerte setzen Schwerpunkte und pointieren Perspektiven. Der Eröffnungsabend wird mit audiovisuellen Kompositionen von Spassov, Messmer und Beil beginnen. Neben den drei zentralen PianistInnen des Festivals Catherine Vickers, Rei Nakamura und Sebastian Berweck ist der herausragende Posaunist Mike Svoboda Gast dieses Konzertes. In dem anschließenden Konzertteil wird der Aspekt des Mechanischen in Kompositionen von Conlon Nancarrow, Minimalist Phillip Glass bis hin zu einem partizipativen neuen Werk von Ludger Brümmer das Spiel der Pianistin Maki Namekawa bestimmen.

Piano+ präsentiert auch dieses Jahr ungewöhnliche Uraufführungen, die den Kanon des Klaviers erweitern. Neben zwei Werken von Iannis Xenakis werden Kompositionen von Martin Iddon (mit Midi-Flügel) und pure-data-Aktionist Johannes Kreidler von Rei Nakamura zur Uraufführung gebracht. Der Pianist Sebastian Berweck, ein Spezialist der Verbindung von Elektronik und Klavier, präsentiert ein Programm mit kompositorischen Highlights von Finnendahl, Poppe, Marcoll und Tutschku.

Iannis Xenakis, dem Visionär zwischen Mathematik, Architektur und Musik, ist im Rahmen von Piano+ ein Konzertabend gewidmet: Selten gespielte Klavierwerke wie „Evryali“, „Six Chansons“, „Mists“ und „À.r.(Hommage á Ravel)“ sowie „Dikhthas“ für Klavier und Violine werden elektroakustischen Kompositionen gegenüber gestellt. Die von Sharon Kanach kuratierte Ausstellung zu Xenakis zeigt und kommentiert wissenschaftlich Xenakis’ vielfältiges Schaffen anhand von Faksimiles seines zeichnerischen Werks und musikalischen Notationen. Ein zweitägiges Symposium mit Xenakis-Spezialisten fokussiert die Zukunft seiner elektronischen Kompositionen unter aufführungspraktischen Aspekten und ihre Tragweite für die gegenwärtige algorithmische kompositorische Praxis.

 

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Die Frist läuft. Nur noch zwei Monate bis zum Abgabetermin: Anlässlich des SHMF-Länderschwerpunkts „China“ 2012 ist – in Zusammenarbeit mit dem Central Conservatory of Music Beijing, China – ein chinesisch-deutscher Kompositionswettbewerb für Kammermusik ausgeschrieben.

Die prämierten Werke werden im August 2012 im Hauptprogramm des Schleswig-Holstein Musik Festivals uraufgeführt. Die Uraufführungen werden vom Ensemble ConTempo Beijing, das zum ersten Mal in Europa auftritt, gespielt und im Rahmen eines gemeinsamen Workshops vom Ensemble Modern und dem Ensemble ConTempo Beijing einstudiert.

Das Ensemble ConTempo Beijing gründete sich aus Studenten des Central Conservatory of Music Beijing, China. Das Ensemble, das in variabler Besetzungsgröße auftritt und sowohl europäische als auch chinesische Instrumente verwendet, wurde seit seiner Gründung von Musikern des Ensemble Modern aus Frankfurt am Main trainiert und begleitet. Ihr erster öffentlicher Auftritt in Beijing im Mai 2011 fand ein internationales Presseecho.

Erklärtes Ziel der Zusammenarbeit von Ensemble ConTempo Beijing und Ensemble Modern ist es, die zeitgenössische Musik Chinas einer möglichst breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Teilnahmeberechtigt sind Komponistinnen und Komponisten, die aus Deutschland oder China stammen oder dort ihren festen Wohnsitz haben und nicht älter als 35 Jahre sind. Die Komposition sollte mindestens eine Septettbesetzung und mindestens ein chinesisches Instrument aufweisen.

Abgabetermin ist der 10. Januar 2012.

 

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Der 1968 geborene und in New York lebende Autor und Musikkritiker Alex Ross wird mit dem mit 20.000,– € dotierten Belmont-Preis für zeitgenössische Musik ausgezeichnet. Ebenso kenntnisreich wie unterhaltsam erzählt Ross in seinem Buch „The Rest is Noise: Das 20. Jahrhundert hören“ von der Musik dieser ereignisreichen Zeit. Über die Grenzen von Klassik, Jazz, Rock und Pop hinweg eröffnet Ross einen neuen Blick auf die Kulturgeschichte – fernab eurozentristischer Sichtweisen. Den Untertitel des in fünfzehn Ländern erscheinenden Werkes nimmt er dabei ganz wörtlich: Das Geschriebene wird im Internet mit Glossar und Hörbeispielen für jedermann belegt.

Die 1997 gegründete Forberg-Schneider-Stiftung fördert herausragende Leistungen auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik. Sie tut das in erster Linie durch die Vergabe des Belmont-Preises, der nach Möglichkeit alle zwei Jahre an Komponisten, Musiker oder Musikwissenschaftler vergeben wird. Der Preis gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen für künstlerisches Schaffen in Europa.

Bisherige Belmont-Preisträger für zeitgenössische Musik:

2009 Marino Formenti, Pianist und Dirigent aus Wien
2007 Bruno Mantovani, Komponist aus Paris
2005 Quatuor Ebène, Streichquartett aus Paris
2004 Carolin Anne Widmann, Geigerin aus London und Leipzig
2001 Florent Boffard, Pianist aus Paris
1999 Jörg Widmann, Komponist und Klarinettist aus München und Freiburg

Alex Ross wird den Belmont-Preis im Rahmen des 4. Abonnementkonzertes 2011/2012 des Münchener Kammerorchesters entgegennehmen. Anschließend führt Alexander Liebreich, Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters, ein Gespräch (in englischer Sprache) mit dem Preisträger.

 

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Die Berliner Kulturverwaltung vergibt auch im Jahr 2012 Kompositionsstipendien im Bereich der Neuen Musik.

Gefördert werden professionell arbeitende Komponistinnen und Komponisten, die ihren Wohnsitz in Berlin haben und an keiner Hochschule immatrikuliert sind. Die Stipendienvergabe steht unter dem Vorbehalt, dass die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen.

Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2012.

Die Kulturverwaltung des Berliner Senats ermöglicht in diesem Jahr erstmals eine Online-Bewerbung für dieses Förderprogramm. Der Link zum Online-Formular sowie das Informationsblatt zur Ausschreibung können im Internet unter http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informationen/maininfo.html#K2 aufgerufen werden.

Künstlerinnen und Künstler, die den Antrag ausnahmsweise per Hand ausfüllen möchten, können sich die Bewerbungsunterlagen bei der Kulturverwaltung des Berliner Senats, Brunnenstraße 188-190, 10119 Berlin-Mitte, abholen oder als doc-Datei zusenden lassen. Die Kulturverwaltung empfiehlt den Bewerberinnen und Bewerbern jedoch, die Möglichkeit der Online-Bewerbung zu nutzen.

Die Höhe der Stipendien beträgt voraussichtlich je 5.000 €. Es kann – je nach Art des beschriebenen Vorhabens – aber auch ein abweichender Betrag beantragt werden. Insgesamt stehen voraussichtlich 35.000 € zur Verfügung.

Eine unabhängige Jury entscheidet im März 2012 über die Vergabe der Projektmittel. Sobald die Jury feststeht, wird sie im Internet unter dem oben angegebenen link veröffentlicht. Nähere Informationen sind unter der Telefonnummer (030) 90228 713 zu erhalten.

 

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Der von der Beethovenstiftung Bonn für das Jahr 2011 zum Stadtklangkünstler berufene Leipziger Künstler Stache hat seine temporäre Stadtklang-Studiogalerie in der Bonner Friedrichstraße vorgestellt, die ab Sonntag, 30. Oktober, 15 Uhr geöffnet ist. Dort präsentiert er bis Anfang Januar 2012 mehrere Klanginstallationen. Auch die Kuratoriumsvorsitzende der Beethovenstiftung, Dr. Monika Wulf-Mathies, und der Kurator und Projektleiter von "bonn hoeren", Carsten Seiffarth, informierten über Teile der Galerie wie das "Waschmaschinenprogrammscheibenorchester".

Faszinierende, spielerische Arbeiten, bei denen die Besucher entdecken, dass man an Fensterscheiben Musik machen kann, welche kulinarischen Klänge ein O-Ton-Büffet enthält und wie ein ganzes Orchester aus Kuckucksuhren sogar Beethovens Mondscheinsonate trällern kann. Daneben können die Besucher eine kleine Klanginsel bespielen und ein Scherengitter zum Klingen bringen.

Bereits seit April ist der Stadtklangkünstler Erwin Stache in Bonn auf vielfältigste Weise aktiv und präsent. Stache, der als einer der Pioniere auf dem Gebiet interaktiver Klangkunst im öffentlichen Raum gilt, hat im letzten halben Jahr in mehreren Bonner Stadtteilen nicht nur seine Klanginseln "53,1 kiloohm" zu Orten sinnlicher und aktiver Klangerlebnisse für die gesamte Bevölkerung werden lassen - auch sein Stadtklang-Studio in der Maxstraße wurde zum Treff– und Ausgangspunkt vielfältiger Klangaktionen im Stadtraum.

 

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Preisträger des Busoni-Kompositionspreises 2011 ist der Schweizer Komponist Michael Pelzel. Der Preis in Höhe von 6.000 Euro wird am 26. November in der Akademie der Künste verliehen. Den Förderpreis von 2.500 Euro erhält Tristan Brookes aus Großbritannien. Die Jury bildeten die Mitglieder der Sektion Musik Erhard Grosskopf, Enno Poppe und Rebecca Saunders.

Zur Preisverleihung in der Akademie, Pariser Platz, spielt das ensemble mosaik unter der Leitung von Enno Poppe Werke der beiden Preisträger sowie von Ferruccio Busoni. Die Laudationes halten Enno Poppe und Rebecca Saunders.

Der Busoni-Kompositionspreis wurde 1988 von Aribert Reimann gestiftet und wird im Abstand von zwei bis drei Jahren an junge, in der Öffentlichkeit noch nicht bekannte Komponisten vergeben. Mit der Auszeichnung fördert die Akademie der Künste den kompositorischen Nachwuchs – seit 1992 werden zusätzlich auch Kompositionsstudenten gefördert. Die letzten Preisträger waren Enno Poppe (2002), Michael Hirsch (2005) und Eun-Hwa Cho (2008).

Michael Pelzel, geboren 1978 in Rapperswil (Schweiz). 1998 bis 2009 Kompositions- und Instrumentalstudium in Luzern, Basel, Stuttgart, Berlin und Karlsruhe u.a. bei Georg-Friedrich Haas, Hanspeter Kyburz und Wolfgang Rihm. Außerdem verschiedene Meisterkurse und regelmäßige Besuche der Sommerkurse von Darmstadt, Acanthes, Metz und Royaumont, Paris. Michael Pelzel ist als freischaffender Komponist und Organist tätig. Seine Werke werden von renommierten Ensembles wie dem Collegium Novum Zürich, ensemble recherche, Klangforum Wien, Linea Ensemble, Strasbourg, Ensemble intercontemporain, Paris oder dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks aufgeführt. Er war Gast bei wichtigen internationalen Festivals wie Musica Viva, München, Donaueschinger Musiktage, Wien Modern, Lucerne Festival oder Tel Aviv Museum. Zu seinen jüngst erhaltenen Auszeichnungen zählt der Marguerite Staehelin Förderpreis 2010.

Tristan Brookes, geboren 1986 in Oxford (Großbritannien), absolvierte seine Musikausbildung zunächst am King’s College in London. 2007 bis 2008 wechselte er an das dortige Royal College of Music. 2010 bis 2011 schlossen sich ergänzende Studien an der Kunstuniversität Graz bei Pierluigi Billone an. Mit „SERRA: PESSOA“ für großes Ensemble war er 2010 am Young Composers Project des London Philharmonic Orchestra beteiligt sowie im selben Jahr am „Faster than Sound“-Projekt des London Contemporary Orchestra mit seinem Stück „Ur“ für Ensemble and live-relayed sounds. Klangforum Wien brachte im Februar 2011 eine Auftragskomposition der International Ensemble- and Composers-Academy impuls in Graz zur Uraufführung.

 

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Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) und das Experimentalstudio des SWR vergeben den Giga-Hertz-Hauptpreis 2011 in Höhe von 15.000 Euro an den Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez. Mit seinen live-elektronischen Werken "...explosante fixe...", "Répons", "Dialogue de l’ombre double" und "Anthèmes II" habe Boulez richtungsweisende Impulse für die Entwicklung der Musikgeschichte der letzten 40 Jahre gesetzt, so die Jury in ihrer Begründung. Von epochaler Bedeutung sei die durch ihn beförderte Neubewertung des Raumes und die Neubestimmung der Musiker in heutiger Konzertpraxis durch Elektronik. Der Giga-Hertz-Preis für elektronische und akusmatische Musik wird seit 2007 jährlich vom Institut für Musik und Akustik am ZKM zusammen mit dem Freiburger Experimentalstudio des SWR vergeben und würdigt Komponisten für ihr Lebenswerk. Die Preisverleihung findet am Samstag, 26. November 2011, in Verbindung mit einem öffentlichen Festkonzert im ZKM Karlsruhe statt mit Werken u. a. von Pierre Boulez, Mark Andre und Horacio Vaggione. Die Laudatio auf Pierre Boulez hält Winrich Hopp.

In diesem Jahr werden Preisgelder von insgesamt fast 50.000 Euro vergeben. Den Produktionspreis 2011 in Höhe von 8.000 Euro erhält der Argentinier Horacio Vaggione. Aaron Einbond (USA), Madjid Tahriri (Iran), Anthony Tan (Kanada), Eric Lyon (USA), Benedikt Schiefer (Deutschland) sowie Andrea Vigani (Italien) erhalten die in 2011 erstmalig vergebenen Förderpreise in Höhe von je 4.000 Euro. Die Förderpreise wie auch der Produktionspreis sind mit einem Arbeitsaufenthalt in einer der beiden Institutionen verbunden.

 

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Im Zusammenhang mit dem Themenjahr „Reformation und Musik” 2012 innerhalb der Luther-Dekade hatte die Evangelische Kirche in Deutschland gemeinsam mit den Landesmusikräten Mitteldeutschlands einen Kompositionswettbewerb ausgeschrieben. Auf Grundlage der Lieder „Ein feste Burg ist unser Gott” (EG 362) oder „Nun freut euch, lieben Christen g’mein” (EG 341) sollte ein zyklisches Werk geschaffen werden, das die heutige kirchenmusikalische Praxis belebt.

Eine Jury kürte nun Thomas Buchholz, Komponist aus Halle (Saale), mit seiner Komposition „Feste Burg” zum Sieger. Sowohl Stephan Dorgerloh, Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt, als auch KMD Prof. Wolfgang Kupke, Präsident des Landesmusikrates Sachsen-Anhalt e.V., zeigten sich erfreut über die Entscheidung der Jury. Die Tradition mitteldeutscher evangelischer Kirchenmusik finde mit einer solchen Komposition eine lebendige Fortsetzung in Sachsen-Anhalt, sagten sie.

Für den zweiten Preis des Wettbewerbs nominierte die Jury Stefan Langenberg aus Oberhausen, und Günter Neubert aus Leipzig. Die Uraufführung der Sieger-Komposition wird für den Juni 2012 in der Lutherstadt Wittenberg vorbereitet. Der Preis umfasst 6.000 Euro für den Sieger und je 2.000 Euro für die zweiten Plätze.

 

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Der Komponist Prof. Dr. h.c. Helmut Lachenmann wird für sein musikalisches Lebenswerk mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens
der Bundesrepublik Deutschland am 27. Oktober in Stuttgart geehrt. Der
Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten des
Landes Baden-Württemberg Peter Friedrich wird ihm die Auszeichnung
überreichen.

Mit seinen vielseitigen und herausragenden Werken beeinflusste Lachenmann Generationen von Komponisten. Seine Musik grenzt sich von der sinfonischen Tradition ab. Als erfolgreiches Experiment entwickelte er mittels neuen Spieltechniken die sogenannte Musique concrète instrumentale. In seinen Werken steht nicht das Erlebnis von Schönklang im Vordergrund, sondern die Erfahrung ungewohnter Klangereignisse.

Lachenmanns Spieltechniken vermitteln dem Hörer völlig neue, bisher unbekannte Klangerlebnisse. Für seinen außergewöhnlichen Beitrag als einer der renommiertesten, international wirkenden Komponisten zeitgenössischer Musik wird Helmut Lachenmann ausgezeichnet.

 

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Vom 15. bis 17. Juni 2012 findet der Tag der Musik unter dem Motto
„Hören“ mit Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet statt. Laien- und Profimusiker, Jugendliche und Erwachsene, Chöre, Orchester, Bands,
Ensembles mit europäischen und außereuropäischen Instrumenten, Musikschulen und allgemein bildende Schulen, Musiktheater und Musikvereine, Rundfunkanstalten und Musikverlage: Alle sind aufgerufen, sich mit ihren Veranstaltungen am Tag der Musik zu beteiligen!

Von Barockmusik über zeitgenössische Werke bis hin zum Pop:
Alle Musikstile sind willkommen.

Zusätzlich wird es wieder den Wettbewerb Tag der Musik in 6 Kategorien geben.

Anmeldung und Informationen:

WWW.TAG-DER-MUSIK.DE

 

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Die „Tage Neuer Musik in Weimar“ widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2011 lautet es: „Neue Spielarten elektroakustischer und improvisierter Musik“. In sieben Konzerten wird der Versuch unternommen, sich auf unterschiedliche Weise dem Motto zu nähern. Dabei soll zugleich deutlich gemacht werden, dass Weimar traditionell auch eine Stadt der Neuen Musik ist, kam es doch hier vor 150 Jahren unter dem Patronat von Franz Liszt zur Gründung des „Allgemeinen Deutschen Musikvereins“, der ersten Organisation zur Propagierung zeitgenössischer Musik.

Durch die Auszeichnung mit einem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (München) in Höhe von 10.000 Euro wurde es den Klang Projekten Weimar e.V. ermöglicht, mit den „Neuen Vocalsolisten Stuttgart“ eines der rennomiertesten Spezialensembles mit zwei Programmen einlzuaden, in denen neue Werke von Sandeep Bhagwati, Cathy van Eck, Johannes Schöllhorn, Andreas Dohmen und Claude Vivier im Jugend- und Kulturzentrum „mon ami“ erklingen.

Aber auch im Bereich der elektroakustischen Musik gibt es zwei Konzerte der Spitzenklasse. So wurde der 65. Geburtstag von Annette Vande Gorne (Belgien) und der 85. Geburtstag von Francis Dhomont (Frankreich) zum Anlass genommen, visionären Wegbereitern der akusmatischen Musik je ein Porträtkonzert zu widmen, in denen sie selbst die Klangregie übernehmen. Die Veranstalter sind dankbar, dass dafür der bestens geeignete Fürstensaal der Musikhochschule genutzt werden und die bewährte Zusammenarbeit mit Prof. Robin Minard und dem Studio für elektroakustische Musik (SeaM) fortgesetzt werden kann.

Zu den Attraktionen des Festivals dürfte auch die Gesamtaufführung von Karlheinz Stockhausens Komposition „Pole für 2 Sänger“ mit Kurzwellenempfängern (1969/70) gehören, die Michael Vetter und Natascha Nikeprelevic als eine Mischform aus Experimentellem Musiktheater und Intuitiver Musik zelebrieren.

Um neue Spielarten improvisierter Musik unter Einbeziehung von Live-Elektronik geht es in zwei weiteren Veranstaltungen, die das “Ensemble für Intuitive Musik Weimar“ (EFIM) gemeinsam mit der Schlagzeugerin Francoise Rivalland (Paris) und dem Posaunisten Mike Svoboda (Basel) gestaltet.


Kartenverkauf:

Tourist-Information Weimar (Markt), Telefon: 03643 / 745745 oder 30 Minuten vor Konzertbeginn!
Kartenpreise: 8 Euro – Vorverkauf: 7 Euro, ermäßigt: 6 Euro – Vorverkauf: 5 Euro


Programm:

Mittwoch, 2. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 19:30 Uhr
Neue Vokalmusik (1):
Komposition von Sandeep Bhagwati
Neue Vocalsolisten Stuttgart

Donnerstag, 3. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 19:30 Uhr
Neue Vokalmusik (2):
Werke von Cathy van Eck, Claude Vivier, Andreas Dohmen und Johannes Schöllhorn
Neue Vocalsolisten Stuttgart

Donnerstag, 3. November
Jugend- und Kulturzentrum “mon ami” (Goetheplatz), 21:00 Uhr
Neue Vokalmusik (3):
Karlheinz Stockhausen: POLE für 2
Michael Vetter (München), Stimme mit Kurzwellenempfänger
Natascha Nikreprelevic (Köln), Stimme mit Kurzwellenempfänger

Freitag, 4. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 19:30 Uhr
Porträtkonzert Annette Vande Gorne (Belgien)
Klangregie: Annette Vande Gorne

Freitag, 4. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie) , 21:00 Uhr
Improvisationskonzert (Themen von Liszt)
Francoise Rivalland (Paris), Schlagzeug
Hans Tutschku (Boston), Live-Elektronik
Ensemble für Intuitive Musik Weimar

Samstag, 5. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 19:30 Uhr
Porträtkonzert Francis Dhomont (Frankreich/Kanada)
Klangregie: Francis Dhomont

Samstag, 5. November
Fürstensaal (Platz der Demokratie), 21:00 Uhr
Nacht der Improvisation
Mike Svoboda (Basel), Posaune
Ensemble für Intuitive Musik Weimar

 

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Die Hans und Gertrud Zender-Stiftung, die sich der Förderung der zeitgenössischen Musik widmet, vergibt im Jahre 2011 im Zusammenwirken mit dem der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und der Reihe „musica viva“ des Bayerischen Rundfunks erstmals zwei Preise.

Der „Happy New Ears“-Preis für Komposition geht an den Komponisten Enno Poppe, der „Happy New Ears“-Preis für Publizistik zur Neuen Musik geht an den Musikwissenschaftler Philippe Albèra.

Zur Stiftung
Die vor sechs Jahren gegründete Hans und Gertrud-Zender-Stiftung widmet sich der Förderung der zeitgenössischen Musik. Sie hat in der Vergangenheit schon mehrfach jüngere Komponisten und Musikwissenschaftler gefördert.

Zur Initiative „Happy New Ears“
„Happy New Ears“ ist der Name einer Initiative der Hans und Gertrud Zender-Stiftung. Diese vergibt 2011 erstmalig und künftig alle zwei Jahre zwei Preise, die der Förderung und Unterstützung der Neuen Musik dienen sollen: den Happy New Ears Komponistenpreis und den Happy New Ears Preis für Publizistik zur Neuen Musik. Beide Preise sind mit einem Preisgeld von 10.000.- Euro ausgestattet. Das Preisgeld des Publizistik-Preises kann auch auf mehrere Träger aufgeteilt werden.Die Initiative arbeitet mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sowie mit der musica viva und BR-Klassik des BR zusammen. Die Preise der Hans und Gertrud Zender-Stiftung werden nicht ausgeschrieben, eine Bewerbung ist ausgeschlossen. Die Hans und Gertrud Zender-Stiftung bestellt für die Bestimmung der Preisträger zwei Jurys, eine für den „Happy New Ears“ -Komponistenpreis und eine für den „Happy New Ears“- Publizistikpreis.

 

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Die diesjährigen Donaueschinger Musiktage vom 14. bis 16. Oktober haben sich erneut als Kristallisationspunkt für die Neue Musik erwiesen, der die musikalischen Gattungen und Kunstformen zusammenführt. Neben Konzerten für großes Sinfonieorchester erwarteten das Publikum Ensemblekonzerte, Vokalkonzerte sowie Konzertinstallationen. Alle Konzerte der drei Festivaltage waren ausverkauft. Insgesamt beteiligten sich rund 190 Musiker, Dirigenten, Komponisten und Klangkünstler an den 20 Uraufführungen.

Die Musiktage wurden am Freitag (14.10.) mit der Komposition "Séraphin-Symphonie" von Wolfgang Rihm für Ensemble und Orchester eröffnet. Interpreten dieser Uraufführung waren das "Ensemble musikFabrik" und das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Festivalleiter Armin Köhler in seiner Bilanz: "Mit ihren Interventionen zwischen Adorno und Volksmusik präsentierten die Donaueschinger Musiktage auch in diesem Jahr wieder ein breitgefächertes Spektrum unterschiedlicher ästhetischer Strömungen zeitgenössischer Musik zwischen Performance und Orchestermusik. Herausragende Klangkörper waren das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie das ’Ensemble musikFabrik’."

Im Fokus der Donaueschinger Musiktage standen die Auftritte der diesjährigen Gast-Ensembles. Das "Ensemble musikFabrik", das "Ensemble Recherche" sowie die "Neuen Vocalsolisten Stuttgart" glänzten mit Interpretationen auf höchstem Niveau. Sie brachten u. a. Werke von Sergej Newski, Rebecca Saunders, François Sarhan, Sarah Nemtsov, Jennifer Walshe und Iris ter Schiphorst zur Uraufführung. Das Kulturprogramm SWR2 hat nahezu alle Konzerte live im Radio übertragen. Hoch im Kurs beim Publikum standen außerdem die zahlreichen Klanginstallationen und Performances des Festivals. Auf Grund der großen Kartennachfrage wurden zahlreiche zusätzliche Vorführungen angeboten.

Das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg hat zum Abschluss der Musiktage den Kompositionspreis 2011 für das nach Auffassung der Musiker "bemerkenswerteste Orchesterwerk des Festivals" verliehen. Er geht an das Werk "zirckel / richtscheyt / felscher" von Andreas Dohmen: "Ein Stück, in dem von allen Beteiligten sehr viel Arbeit steckt, in dem aber auch so Vieles und so Interessantes geschieht, dass die Spannung beim Spielen und Hören in jeder Probe größer wurde", so die Jury. Mit der Auszeichnung verpflichtet sich das Orchester, sich für weitere Aufführungen des prämierten Werkes einzusetzen.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert die Donaueschinger Musiktage im Rahmen ihrer Spitzenförderung. Weitere Förderer sind das Land Baden-Württemberg, die Stadt Donaueschingen und der Südwestrundfunk. SWR-Hörfunkdirektor Bernhard Hermann äußerte sich in Donaueschingen zum kulturellen Engagement des Südwestrundfunks bei sinkenden Gebühreneinnahmen: "Wir werden uns als öffentlich-rechtlicher Rundfunk weder auf die Nische ’Hochkultur’ reduzieren lassen, noch auf ’Quote’. Solange wir von allen Gebührenzahlern finanziert werden, müssen wir auch allen etwas bieten: den Mehrheiten und den Minderheiten, den Freunden der Pop-Musik und der Comedy, den Liebhabern des Hörspiels und der Neuen Musik, und denen, die von Fußball fasziniert sind. Dennoch ist es unser Ziel, auch künftig die bedeutende Rolle als Kulturfaktor und Kulturproduzent weiter spielen zu können, wie wir es derzeit tun - mit mehr als 500 Kulturveranstaltungen jährlich, darunter auch den weltweit renommierten Donaueschinger Musiktagen."

Donaueschingens Oberbürgermeister Thorsten Frei: "Die Donaueschinger Musiktage konnten im Jahr 2011 auf eine neunzigjährige Geschichte zurückblicken. Dieses Festival hat das kulturelle Selbstverständnis von Stadt und Region in entscheidendem Maße beeinflusst. So, wie die Stadt Donaueschingen mit ihren Besonderheiten und ihrem herbstlichen Charme den Charakter des Festivals über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat, prägt das Festival auch die Donaueschinger Bevölkerung: Jenseits von Verwunderung, Neugierde, Ablehnung oder Begeisterung ist durchgehend Stolz und Selbstbewusstsein gegenüber den Donaueschinger Musiktagen zu spüren."

Die nächsten Donaueschinger Musiktage finden vom 19. bis 21. Oktober 2012 statt. Als Komponisten für neue Werke wurden Malin Bång, Mark Barden, Franck Bedrossian, Eliav Brand, Aureliano Cattaneo, Beat Furrer, Clemens Gadenstätter, Bernhard Gander, Arnulf Herrmann, Georg Katzer, Johannes Kreidler, Klaus Lang, Eduardo Moguillansky, Wolfgang Motz/Mia Schmidt, Marko Nikodijevic, Helmut Oehring, Yoav Pasovsky, Stefan Prins, Trond Reinholdtsen, Klaus Schedl, Martin Smolka, Øyvind Torvund und Michael Wertmüller ausgewählt. Alle Kompositionen entstehen im Auftrag des Südwestrundfunks.

 

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Im November letzten Jahres startete das Institut für Musik und Akustik am Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) zusammen mit dem Goethe-Institut Belgrad Deutschlandradio Kultur, Radio Belgrad (3.Programm), der Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union und dem Regisseur und Medienkünstler Götz Naleppa einen Wettbewerb, der sich an europäische Klangkünstler richtete. Unter dem Titel Europa – Ein Klangpanorama wurden sie aufgefordert, Kompositionen einzureichen, die akustische Eindrücke eines europäischen Ortes zusammenfassen. Die etwa fünfminütigen Aufnahmen aus den Bereichen Klangkunst/Radiokunst/elektroakustische Musik sollten einen Eindruck von den Besonderheiten der verschiedenen Teile Europas vermitteln.
Aus den insgesamt 186 Einsendungen aus 25 europäischen Ländern wurden von einer internationalen Jury die zehn besten Beiträge ausgewählt. Die Gewinner und ihre Kompositionen sind:

• Susanna Caprara, dalla notte al mattino (Italien)
• Katrinem Emler, gaits in albufeira (Deutschland/*1969)
• Francesco Giomi, Alla Carta (Italien/*1963)
• Konrad Korabiewski, Skeyti (Dänemark/*1980)
• Stefan Malešević, Hinter den Knochen (Serbien/*1989)
• Etienne Noiseau, Tramuntana (Frankreich/*1978)
• Tamer Fahri Özgönenc, Musique Cologne (Deutschland/*1987)
• Softday (Mikael Fernstroem & Sean Taylor),
Hypoxia Hibernalis (Irland)
• Lisa Streich, Playing Berlin (Schweden/*1985)
• Ladislav Železný, Five Minutes (Tschechien/*1979)

Entstanden sind Klanglandschaften, verdichtete Klangkonglomerate als Abbild des urbanen Raums, rhythmische Montagen, akustische Spaziergänge und zuweilen witzige Portraits einer Region. Die Klänge reichen von den typischen Kirchen- und Kuhglocken über isländisches Schnee- und Eisschollenknirschen zu unterirdischen Bergwerkgeräuschen. Nicht ausgespart wird das charakteristische Spektrum des urbanen Transports (U-Bahn, Autos, Fahrräder), elektrische Schwingungen, Vogelzwitschern, Sprachen, Küchengeräusche, tote Atmosphären.

Die Gewinner werden im Oktober 2011 zu einem Workshop nach Karlsruhe eingeladen, wo sie zusammen mit dem Klang- und Medienkünstler Thomas Köner aus ihren Kompositionen ein europäisches »Klangpanorama« erarbeiten, das am 22. Oktober im ZKM sowie an weiteren Orten aufgeführt und von den beteiligten Radiostationen übertragen wird.

Europa – Ein Klangpanorama ist ein Projekt von Deutschlandradio Kultur, Goethe-Institut Belgrad, der Ars Acustica Gruppe der European Broadcasting Union, des Instituts für Musik und Akustik am Zentrum für Kunst- und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) und des Regisseurs und Medienkünstlers Götz Naleppa.

Das Projekt wird von der Allianz Kulturstiftung gefördert.

 

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Das Kuratorium des Förderkreises der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) wird den bedeutenden polnischen Komponisten, Dirigenten und Musiker Krzysztof Penderecki für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung auf dem Gebiet der Musik mit dem „Viadrina-Preis 2011“ auszeichnen. Mit Krzysztof Penderecki wird einer der wichtigsten Repräsentanten des polnischen Musiklebens geehrt, der schon sehr frühzeitig nach dem Zweiten Weltkrieg Brücken nach Deutschland baute, dem deutschen Publikum die Ohren für das zeitgenössische polnische Musikschaffen öffnete, durch vielfältige Kooperationen mit deutschen Orchestern, Chören, Rundfunksendern und Hochschulen wesentlich dazu beigetragen hat, die gegenseitige Wahrnehmung in positivem Sinne zu verändern.

Krzysztof Penderecki wurde am 23. November 1933 in Dębica (Polen) geboren. Bereits in jungen Jahren erhielt er Violin- und Klavierunterricht, mit 18 nahm ihn das Krakauer Konservatorium auf. Ab 1954 studierte er bei Artur Malewski und Stanislas Wiechowicz Komposition an der Krakauer Staatsakademie für Musik, an die er 1958 zum Professor berufen wurde. Ein Jahr später gewann Penderecki beim II. Warschauer Wettbewerb Junger Polnischer Komponisten alle drei zu vergebenden Preise. Zur internationalen Avantgarde schloss er 1960 mit der Uraufführung von Anaklasis für 42 Streichinstrumente bei den Donaueschinger Musiktagen auf. Einem breiten Publikum wurde Penderecki 1966 mit der Aufführung der Lukas-Passion im Dom zu Münster bekannt. Von 1966 bis 1968 lehrte der polnische Komponist an der Folkwang-Hochschule in Essen. Seine erste Oper „Die Teufel von Loudon” nach Aldous Huxley, kam 1969 an der Hamburer Staatsoper zur Uraufführung. 1972 wurde Penderecki zum Rektor der Musikhochschule in Krakau ernannt, von 1973 bis 1978 lehrte er außerdem an der Yale University in den USA. Als Dirigent eigener und fremder Werke gewann Penderecki weltweit Anerkennung.

Der Viadrina-Preis wird seit 1999 jährlich an deutsche und polnische Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderer Weise um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben. Den Viadrina-Preis erhielten u.a. der bedeutende Übersetzer Karl Dedecius (1999), der Nobelpreisträger Günter Grass (2001), die polnischen Publizisten Adam Michnik (2000) und Adam Krzeminski (2006) sowie der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki (2009) und im Vorjahr der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff. Mit Krzysztof Penderecki erhält erstmals ein Komponist und Dirigent den Viadrina-Preis.

Die feierliche Preisverleihung wird Anfang 2012 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) stattfinden.

 

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"BLICKWECHSEL. Künstlerische Dialoge mit Polen" heißt das Projekt in der Berliner Akademie der Künste (AdK), bei welchem vom 27. Oktober 2011 bis 08. Januar 2012 Polens Gegenwartskunst und -kultur präsentiert werden.
Der "European Workshop for Contemporary Music" (kurz: EWCM), ein Kooperationsprojekt des Deutschen Musikrates und des „Warschauer Herbstes“, gestaltet den Auftakt von BLICKWECHSEL: mit einem Eröffnungskonzert am Donnerstag, 27. Oktober um 19.30 Uhr im Studio der AdK, Hanseatenweg. Auf dem Programm stehen Werke der jungen polnischen Komponisten Dariusz Przybylski, Jagoda Szmytka und Agata Zubel. In einem von Daniel Cichy moderierten Gespräch berichten sie im Anschluss über die aktuelle polnische Musikszene. Der Eintritt ist frei. Zum Abschluss legt Marcin Lenarczyk alias DJ Lenar Remixes aus dem polnischen Experimentalradio auf. Die Proben des EWCM vom 24. bis 26. Oktober sind öffentlich.

Wer wissen möchte, wie sich die gegenwärtige Kunst- und Kulturszene Polens darstellt, hat hier die Gelegenheit dazu. BLICKWECHSEL ist entstanden als eine Kooperation zwischen renommierten polnischen Kulturinstitutionen und der Berliner Akademie der Künste. Der EWCM eröffnet auf Einladung der AdK das interdisziplinäre Programm mit einem Konzert zeitgenössischer Musik der jungen polnischen Komponistengeneration. Außerdem vertreten sind die Sparten Medienkunst, Film, Theater, Architektur, Literatur und ein Schülerprogramm, bei dem fünfzig polnischen und fünfzig deutschen Schülern zwischen 14 und 18 Jahren Begegnungen mit den teilnehmenden Künstlern ermöglicht werden.

Der EWCM ist in diesem Jahr nach zwei vorausgegangenen Auftritten in Warschau erstmalig in Deutschland zu erleben. Er besteht zurzeit aus 16 Musikerinnen und Musikern – vornehmlich aus Polen und Deutschland. Geleitet wird der Workshop wie das gleichnamige Ensemble von Rüdiger Bohn, Professor an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf. Unterstützung erfährt er von der jungen argentinischen Dirigentin Cecilia Castagneto. Auf dem Programm stehen Werke von Jagoda Szmytka mit "Just before after point-line seven" (2010), Dariusz Przybylski mit "Inexprimable" (2007) und Agata Zubel mit „Ulicami ludzkiego miasta“ (Straßen einer menschlichen Stadt, 2011, DE).

Der EWCM ist ein Projekt der gemeinnützigen Projektgesellschaft des Deutschen Musikrates sowie des polnischen Festivals für zeitgenössische Musik "Warschauer Herbst" und wird maßgeblich durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert. Das EWCM-Projekt im Rahmen von BLICKWECHSEL erfährt zusätzliche Unterstützung durch "Kulturprojekte Berlin", die Stadt Warschau anlässlich "Partnerzy. 20 Jahre Städtepartnerschaft Berlin-Warszawa" und durch die Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

 

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Eine prominentere Schirmherrin als die russische Komponistin Sofia Gubaidulina sowie eine internationale Fachjury namhafter Komponisten hätte der TONALi12 Kompositionspreis kaum finden können. Deutschlandweit ist nun schon zum zweiten Mal ein Wettbewerb für Komponisten ausgeschrieben, die das 40. Lebensjahr nicht überschritten haben dürfen. Das Motto „Jung komponiert für Jung!“ korrespondiert mit dem TONALi-Instrumentalwettbewerb für junge Cellisten, die das neue Stück des Preisträgers beim TONALi12 Grand Prix dann gleich als Pflichtstück zur Aufführung bringen werden. Teilnehmende Cellisten dürfen nicht älter als 21 und nicht jünger als 16 Jahre alt sein. Für die jungen Komponisten, die den mit 2000 Euro dotierten Kompositionspreis erhalten möchten, gilt als einzige Bedingung, dass ihre Cello-Komposition nicht länger als 7 Minuten dauert und ohne elektronische Verstärkung sowie ohne Skordatura auskommt. Der Gewinner des TONALi12-Kompositionspreises wird am16. März 2012 bekannt gegeben.

Bewerbungsschluss ist der 17. Februar 2012.


Kurzinformationen zum TONALi12 Kompositionspreis

Schirmherrin:
Sofia Gubaidulina

Jury:
Vykintas Baltakas, Hans-Peter Dott, Reinhard Flender, Dai Fujikura, Robert Krampe, Elmar Lampson, Fabian Müller, Benjamin Schweitzer, Ruta Paidere, Gabriel Teschner

Stück:
Komposition für Violoncello Solo (ohne Elektronik und ohne Skordatura)

Dauer:
7 Minuten

Preisgeld:
2.000 Euro

Sonderpreise:
Herausgabe der Gewinnerkomposition bei den Sikorski Musikverlagen
3 Bewerbungskompositionen werden im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit Klangradar3000 in der Laeiszhalle Hamburg aufgeführt

Bewerbungsschluss:
17. Februar 2012

Bekanntgabe des Gewinners:
16. März 2012

 

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Klangradar 3000 ist ein innovatives musikpädagogisches Projekt, das Jugendlichen allgemeinbildender Schulen in Hamburg die einzigartige Möglichkeit gibt, im Rahmen des Schulalltags experimentelle und zeitgenössische Musik zu komponieren und interdisziplinäre Projekte zu verwirklichen. Unter Anleitung erfahrener KomponistInnen entdecken und begreifen die SchülerInnen in lebendigen Kompositionsprozessen die eigenen kreativen und sozialen Kompetenzen.

Das Teilprojekt „Reise 21“ schickt SchülerInnen und Schüler in Begleitung eines Komponisten oder einer Komponistin auf eine Forschungsreise in unbekannte Klanggefilde. In diesem Projekt erarbeiten die SchülerInnen ausschließlich im Bereich der Neuen und experimentellen Musik eine eigene Komposition innerhalb eines halben Jahres, die auf Produktion neuer, un-erhörter Klangstrukturen basiert und führen diese selbstständig am Ende auf.

Reise21 startet am 1.Oktober 2011: Eine Jury wird aus den zahlreichen Bewerbungen Teams, bestehend aus Komponist und Schülergruppe, zusammenstellen und diese auf die Reise bis Mitte Juni 2012 schicken.

Klangradar 3000/Reise 21 wird 2012 sein 12-jähriges Bestehen feiern und ab diesem Jahr das Abschlusskonzert im „Tag der Musik“ jeweils Mitte Juni verankern.

Für Schulklassen und KomponistInnen aus Hamburg
Bewerbungsfrist: 01.10.2011
Projektbeginn: 01.11.2011
Abschlussaufführungen: 15.&16.06.2012 zum Tag der Musik 2012

Weitere Informationen zu Klangradar3000 und der Anmeldung entnehmen Sie bitte: http://www.klangradar3000.de

 

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Der diesjährige Preisträger des Horst und Gretl Will-Stipendiums für Jazz/Improvisierte Musik, Benjamin Schaefer, nimmt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am kommenden Dienstag aus den Händen von Bürgermeisterin Angela Spizig und Horst Will entgegen. Anschließend gibt der Pianist mit seinem Trio im Stadtgarten ein Konzert. Der Eintritt dazu ist frei.

Der 1981 geborene Schaefer hat bereits mit sechs Jahren Klavierunterricht bekommen, den er 1998 bei Otto Wolters an der Städtischen Musikschule Braunschweig fortsetzte. Von 2001 bis 2008 studierte er Jazzklavier und Komposition an der Kölner Musikhochschule bei Frank Wunsch, Hans Lüdemann, John Taylor und Joachim Ullrich. Er war Mitglied des Landesjazzorchesters NRW und des Bundesjazzorchesters (BuJazzO). Tourneen dieser und anderer Formationen führten ihn bereits in zahlreiche europäische Länder sowie nach Russland, in die Ukraine, die USA und durch sieben Länder Zentralamerikas.

Sein „Benjamin Schaefer Trio“ gewann 2007 beim Concours du Jazz Européen in Avignon den Publikumspreis und den Preis für die beste Komposition. Im selben Jahr erhielt das Trio zudem den Niedersächsischen Jazzpreis. Das Trio gastierte in wichtigen Jazzclubs und auf zahlreichen Festivals, spielte Doppelkonzerte mit Roy Hargrove und Abdullah Ibrahim und wurde von BR, WDR und SR mitgeschnitten.

Benjamin Schaefer hat bereits vier CDs als Bandleader oder Co-Leader veröffentlicht, die sich national wie international bester Kritiken erfreuen. Zwei dieser CDs erschienen beim renommierten Label Enja. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit arbeitet Schaefer seit 2009 als Dozent für Jazz-Klavier an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Mit seiner Klangwelt schafft er ein einzigartiges Extrakt verschiedener Komponenten. Jazz, Blues, Rock und E-Sounds treffen aufeinander, verschmelzen dabei – oder kontrastieren ganz bewusst. Die Arbeit mit elektronischen Geräten und Effekten setzt innovative Akzente. Seine Kompositionen besitzen die Schlichtheit von Songs. Den Musikern bleibt so viel Raum zu Improvisation und Gestaltung. Mit seinem ungewöhnlichen Stil definiert Hoffmann einen neuen Weg zwischen Jazz und Rock.

Die Entscheidung der Jury des Horst und Gretl Will-Stipendiums für Jazz/Improvisierte Musik fiel einstimmig auf Benjamin Schaefer. In der Begründung heißt es: „Seine Projekte nehmen den Grundgestus einer kollektiven Entfaltung der Musik auf und geben ihm nachdrückliche eigene Impulse mit. Darin sind ein souveräner kompositorischer Umgang mit Zeit und Stille, experimentell erarbeitete, ausgeprägt originelle Klangvorstellungen und nie selbstzweckhaft eingesetzte spielerische Fähigkeiten klar erkennbar. Als Komponist zeichnet Benjamin Schaefer sich dadurch aus, dass er seinen Mitmusikern weite, aber klar definierte Räume gibt und selbst im gleichen konzeptuellen Rahmen agiert. Er legt mehr Wert auf das Stück als Ganzes, auf ein gelingendes Werk, auf konsequente Spielprozesse und Verläufe als auf selbstdarstellerische Entfaltungen. Die offenkundige Überlegtheit, die seine musikalischen Qualitäten durchzieht, ist Kennzeichen und Ergebnis einer kontinuierlichen persönlichen und künstlerischen Entwicklung in allen ihren musikalischen Parametern. Die Jury war sich einig darin, dass diese Konsequenz, diese Entwicklung und diese hohe Qualität, die Benjamin Schaefers Arbeit seit längerer Zeit immer weiter zunehmend kennzeichnet, hohe Anerkennung verdient hat.“

Seit den 70er Jahren vergibt die Stadt Köln Förderstipendien für junge Künstlerinnen und Künstler im Alter von bis zu 30 oder 35 Jahren. Dieses Jahr konnten zum ersten Mal Bewerberinnen und Bewerber, die in Nordrhein-Westfalen wohnen oder arbeiten, am Auswahlverfahren teilnehmen. Bisher war die Ausschreibung auf Kölnerinnen und Kölner beschränkt. Viele von den Stipendiatinnen und Stipendiaten haben sich mittlerweile in ihren Sparten durchgesetzt, sind bekannt und erfolgreich geworden. Beispielhaft seien hier genannt: Maria de Alvear, Carola Bauckholt, Marcel Beyer, Liane Dirks, Johannes Fritsch, Jens Hagen, Norbert Hummelt, Jürgen Klauke, Thomas Kling, Theo Lambertin, Marcel Odenbach oder Manos Tsangaris.

 

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Auch in diesem Jahr veranstaltet der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Festival „Warschauer Herbst” den „European Workshop for Contemporary Music” (kurz: EWCM). Der EWCM ist gleichzeitig Workshop und Ensemble. Seit 2003 findet er jährlich als Förderprojekt Neuer Musik statt. "Musik als Kommentar zur Realität" lautet der diesjährige thematische Fokus beim "Warschauer Herbst", einem der bedeutendsten Festivals zeitgenössischer Musik in Europa. Dazu präsentiert der EWCM unter der Leitung von Rüdiger Bohn, Professor für Dirigieren an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, vier Gegenwartskompositionen, darunter zwei Uraufführungen. Die Probenphase findet vom 14.-19. September 2011 in der Warschauer Musikuniversität Frédéric Chopin statt, das Abschlusskonzert als ein Festivalhöhepunkt am 20. September im Witold-Lutosławski-Konzertstudio des Polnischen Rundfunks. Bereits tags zuvor wird um 18.00 Uhr als Einführungsveranstaltung ein Gespräch mit den Komponisten im Goethe-Institut Warschau angeboten.

Rüdiger Bohn betreut dieses transnationale Projekt bereits zum neunten Mal seit seiner Gründung im Jahr 2003. Mit ihm erarbeitet das Ensemble – 17 junge Musiker je zur Hälfte aus Deutschland und Polen – ein anspruchsvolles Programm mit vier Werken der jungen zeitgenössischen Komponistengeneration. Für den Workshop wurden zwei Kompositionsaufträge erteilt. Mit dem Konzert am 20. September beim Polnischen Rundfunk werden sie zur Uraufführung gebracht.

Der Deutschlandfunk beauftragte die polnische Komponistin Agata Zubel aus Wroclaw – ihr neues Werk trägt den Titel „Ulicami ludzkiego miasta“ (Straßen einer menschlichen Stadt) – und die Staatskanzlei Düsseldorf den Komponisten Gordon Kampe aus Essen. Sein Werk heißt „Zwerge“. Als bedeutende Vertreter des zeitgenössischen Repertoires nahmen der Deutsche Musikrat und der „Warschauer Herbst“ außerdem Kompositionen der in Berlin lebenden Komponistin Rebecca Saunders ("A visible trace") und von Oscar Bianchi ("Mezzogiorno") aus New York mit in das Programm auf.

"Alle Kompositionen haben mit dem Leben zu tun, manche sehr direkt", so Rüdiger Bohn, der weiter erläutert: "Die Stücke sind alle sehr persönlich. Es handelt sich um sehr gut und differenziert geschriebene Partituren mit langen Spielanweisungen am Anfang und von den Komponisten persönlich erfundenen Klängen. Bei Gordon Kampe kommt unter anderem ein Schlagzeugapparat aus Joghurtbechern vor, er hat biographische Anspielungen einkomponiert wie Opernpassagen oder Geräusche aus seiner Umgebung. Und Agata Zubel fängt den "Puls der Zeit" im Bild der Strasse ein und hat z.B. Gehgeräusche, Husten und Lachen, aber auch Geräusche von Papier, Paketklebeband und Fotokamera in ihre Komposition eingebaut. Man hat es hier also mit einer großen Vielfalt an Gerauschen aus unserer Welt zu tun.“

Besonders wichtig ist dem künstlerischen Leiter die enge Zusammenarbeit mit den Komponisten und mit allen Beteiligten auf die Suche nach Klängen und Klangfarben zu gehen. Die Musiker sollen dabei soviel wie möglich lernen und entdecken und dadurch neugierig auf das jeweils neue Stück werden.

Das Ziel des EWCM als Projekt für Neue Musik ist, besonders talentierte Nachwuchsmusiker umfassend zu fördern und der Kunstmusik der Gegenwart durch den Kulturaustausch zwischen Deutschland und Polen ein größeres Forum und eine selbstverständliche Präsenz in Europa zu ermöglichen. Die Bereiche Komposition, Ensemblespiel, Dirigieren, Musiktheorie und deren Vermittlung werden durch Vorträge und Medien unterstützt. Der EWCM führt jedes Jahr Studierende und junge Profimusiker aus Europa zu einer einwöchigen Probenphase zusammen, bei der die besonderen Spieltechniken der Neuen Musik vertieft und wichtige Repertoirestücke einstudiert werden. Die Förderung des kulturellen Austauschs innerhalb Europas macht den besonderen Akzent des Projektes EWCM aus.

Der "European Workshop for Contemporary Music" ist ein Projekt der Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrates. Gefördert wird es durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Darüber hinaus wird der EWCM durch das Goethe-Institut unterstützt. Der „Warschauer Herbst“, das Goethe Institut Warschau und der Deutschlandfunk sind Kooperationspartner des EWCM.

Der Konzertmitschnitt aus Warschau wird demnächst beim Deutschlandfunk gesendet: am Samstag, 19. November ab 22.05 Uhr (DLF) in der Sendereihe „Atelier neuer Musik“.

Weitere Informationen unter www.musikrat.de/ewcm

 

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Die VG Musikedition hat die Gesamtverträge mit dem VdS Bildungsmedien und dem Deutschen Musikverleger-Verband (DMV) über die Abgeltung der Vergütungsansprüche nach § 46 Abs. 4 UrhG um zwei weitere Jahre verlängert.

Gemäß § 46 UrhG ist es möglich, geschützte Werke in Sammlungen für den Schul- oder Unterrichtsgebrauch ohne Zustimmung des Urhebers zu veröffentlichen. Allerdings steht dem Urheber eine angemessene Vergütung zu, die die VG Musikedition für ihre Mitglieder berechnet. Mit der Verlängerung der Gesamtverträge besteht für Schulbuchverlage und Musikverlage, die auch Schulbücher herstellen, weiterhin die Möglichkeit einer verwaltungseinfachen Abrechnung aus einer Hand.

Die VG Musikedition macht allerdings darauf aufmerksam, dass der so genannte „Schulbuchparagraf“ nur auf solche Sammlungen anzuwenden ist, die ausschließlich für den Schul- oder Unterrichtsgebrauch gedacht sind. Nicht unter das Privileg nach § 46 UrhG fallen zum Beispiel Lehrerhandreichungen, Instrumentalschulen oder Sammlungen zum Selbstunterricht.

Die VG Musikedition nimmt unter Anderem zahlreiche grafische Vervielfältigungsrechte, Abdruckrechte sowie die Rechte an Wissenschaftlichen Ausgaben und Erstausgaben für Musikverlage, Komponisten, Textdichter und musikwissenschaftliche Herausgeber wahr.

 

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Die Kunststiftung NRW hat den Mauricio Kagel Musikpreis ins Leben gerufen, um Musikerinnen und Musiker zu ehren, die im Sinne des großen deutsch-argentinischen Komponisten Mauricio Kagel (1931-2008) interdisziplinär arbeiten, nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen suchen und neue Aspekte der Rezeption von Musik ausloten. Der Preis ist mit € 50.000,- dotiert, wobei der Preisträger davon € 20.000,- in ein künstlerisches Projekt in Nordrhein-Westfalen einbringen soll.

Verleihung des 1. Mauricio Kagel Musikpreises der Kunststiftung NRW
Sonntag, 18. September 2011, 12 Uhr
Robert-Schumann-Saal, Ehrenhof 4-5, 40479 Düsseldorf

Georges Aperghis wird am 18. September 2011 – dem Todestag von Mauricio Kagel – im Robert-Schumann-Saal, Museum Kunstpalast, in Düsseldorf den MAURICIO KAGEL MUSIKPREIS DER KUNSTSTIFTUNG NRW entgegennehmen. Die Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Kunststiftung NRW Frau Ministerin Ute Schäfer wird den Preis überreichen.
Die musikFabrik spielt Werke von Mauricio Kagel und Georges Aperghis.

 

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Zum Studienjahr 2011/12 übernimmt Isabel Mundry eine halbe Kompositionsprofessur an der Hochschule für Musik und Theater München, nachdem sie schon im Sommersemester 2011 als Gastprofessorin an der Hochschule tätig war. Sie wird ihre Münchner Studenten zusätzlich zu der Kompositionsklasse in Zürich betreuen, die sie seit 2004 innehat. Isabel Mundry gehört zu den profiliertesten deutschen Komponisten der Gegenwart und zeichnet sich durch eine ganz eigene musikalische Sprache aus. Ihre Werke werden von den namhaftesten Ensembles für neue Musik und in den großen Konzerthäusern in aller Welt musiziert.

Vor Antritt ihrer Zürcher Professur war sie als Professorin für Musiktheorie und Komposition an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt tätig und hatte Lehraufträge für Musiktheorie/Analyse an der Hochschule der Künste Berlin sowie an der Berliner Kirchenmusikschule Spandau. In den letzten Jahren hat sie namhafte Kompositionsstipendien und –preise erhalten wie den Boris-Blacher-Preis, den Kompositionspreis Berlin, Busoni-Preis, Kranichsteiner Musikpreis, Schneider-Schott-Preis, Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung, Siemens-Förderpreis u.a. Als Composer in Residence war sie bisher beim Luzern-Festival, beim Tong Yong-Festival, beim Takefu-Festival, beim Nationaltheater Mannheim und bei der Staatskapelle Dresden tätig, am Wissenschaftszentrum Berlin hat sie 2002/03 als Fellow gearbeitet. Isabel Mundry ist bei Workshops, Meisterklassen und Ferienkursen eine gesuchte Dozentin; sie ist Mitglied der Akademien der Künste Berlin und München.

 

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Preisträger des internationalen Komponistenwettbewerbes Brandenburger Biennale ist der in Dresden lebende Komponist Carsten Hennig. Sein für die Brandenburger Symphoniker komponiertes Werk "shaft" (Welle) wird an diesem Abend unter der Leitung von GMD Michael Helmrath uraufgeführt. Im Anschluss daran wird ihm der mit 5.000 Euro dotierte Preis symbolisch mit der traditionellen Preisträgerskulptur des havelländischen Bildhauers Gerhard Göschel überreicht.

Die Jury der 4. Biennale war wie immer hochkarätig besetzt mit dem georgischen Komponisten Giya Kancheli, dem italienischen Dirigenten Andrea Pestalozza, dem belgischen Komponisten Boudewijn Cox und den beiden ständigen Brandenburger Jurymitgliedern GMD Michael Helmrath und Markus Rindt, künstlerischer Leiter der Dresdner Sinfoniker.

Das Preisträgerkonzert ist noch in anderer Hinsicht eine Weltpremiere, denn es wird live über das Internetradio westbrandenburg@nachrichten (http://rueck-spiegel.de/) gesendet.

Nach den Erfolgen der Preisträger Ondrej Adamek (2. Biennale) und Marko Nikodijevic (3. Biennale), die im November 2010 mit ihren Preiskompositionen der Biennale die beiden ersten Plätze des polnischen Tansman-Wettbewerbes gewonnen haben und Nikodijevic bereits im September 2010 die Gaudeamus Muziekweek, setzt sich die Erfolgsgeschichte der Brandenburger Biennale in diesem Jahr fort:
Aus dem jungen Sproß der Brandenburger Biennale wird ein Baum!

Preiskompositionen der Brandenburger Biennale werden diesen Herbst auch zu traditionsreichen europäischen Festivals aufgeführt. Am 25. September dirigiert Andrea Pestalozza zum 55. Festival der zeitgenössischen Musik der Biennale di Venezia eine leicht modifizierte Version der Partitur von "Segel" des Symphonikerpreisträgers der 2. Brandenburger Biennale, Vittorio Zago.
Am 8. Oktober führt Peter Eötvös mit dem Radio Symphonieorchester Wien zum "Steirischen Herbst" in Graz "cvetic, kucica" (Blümchen, Häuschen) von Marko Nikodijevic, dem Preisträger der 3. Biennale, auf.

 

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Der Komponist Markus Lehmann-Horn bekommt an diesem Sonntag, 21. August 2011, im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals den mit 20.000 Euro dotierten Paul Hindemith-Preis verliehen. Das Preisgeld wird von der Hindemith-Stiftung (Blonay/Schweiz) und den drei Hamburger Stiftungen Rudolf und Erika Koch-Stiftung, Walther und Käthe Busche-Stiftung und Gerhard Trede-Stiftung getragen. Der Preis wird im Rahmen eines Schlagzeug-Marathons mit Martin Grubinger, dem Schleswig-Holstein Festival Orchester und dem Dirigenten John Axelrod in der Lübecker Musik- und Kongresshalle vergeben (Konzertbeginn 19 Uhr). Das ursprünglich geplante Werk „Rot…“, das Markus Lehmann-Horn für diesen Anlass Martin Grubinger auf den Leib komponiert hat, kann aus probentechnischen Gründen an diesem Abend leider nicht uraufgeführt werden. Martin Grubinger wird es zu einem späteren Zeitpunkt aus der Taufe heben. Stattdessen erklingt Lehmann-Horns Werk „Drei Lieder für Sopran und Orchester“ nach Texten von Else Lasker-Schüler, den Solistenpart hierbei übernimmt Sopranistin Trine Wilsberg Lund.

Für Markus Lehmann-Horn bedeutet Musik „nicht rationale Information, sondern sinnliche Kommunikation“. Der Komponist wurde 1977 in München geboren. Ab 1984 erhielt er Klavierunterricht, daneben Gitarrenunterricht bei Gulaab; ab 1992 setzte er seinen Gitarrenunterricht bei Abi von Reininghaus und Gunnar Geiße in München sowie bei Michael Arlt in Würzburg fort. Ab 2000 nahm er Kompositionsunterricht bei Tobias PM Schneid (Neuburg a.d. Donau). Von 2003 bis 2007 studierte er Komposition für Film und Fernsehen an der Hochschule für Musik und Theater München. Im Herbst 2007 begann er die Meisterklasse im Fach Komposition bei Heinz Winbeck in Würzburg. Er bekam Kompositionsaufträge im Konzertbereich u.a. für die Münchner Opern-Festspiele (2003), die Bayerische Akademie der Schönen Künste (2008), die Kasseler Musiktage (2009), das Siemens Arts Program (2008) und das A•DEvantgarde-Festival München (2003/09/11). Daneben schrieb er Filmmusik-Kompositionen für diverse nationale und internationale Filmproduktionen. Markus Lehmann-Horn erhielt diverse Preise und Auszeichnungen, z.B. Franz-Grothe-Preis 2009, „Gerhard Schedl Musiktheaterpreis“ der Neuen Oper Wien 2009, sowie den vierten Platz beim „Berliner Opernpreis 2010“. Mehrfache Nominierung für die beste Filmmusik beim „Jerry Goldsmith-Award“ 2008/09/10 in Ubeda, Spanien.

 

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Klangradar 3000 ist ein innovatives musikpädagogisches Projekt, das Jugendlichen allgemeinbildender Schulen in Hamburg die einzigartige Möglichkeit gibt, im Rahmen des Schulalltags experimentelle und zeitgenössische Musik zu komponieren und interdisziplinäre Projekte zu verwirklichen. Unter Anleitung erfahrener KomponistInnen entdecken und begreifen die SchülerInnen in lebendigen Kompositionsprozessen die eigenen kreativen und sozialen Kompetenzen.

Klangradar 3000 bietet Jugendlichen die einmalige Chance, Neugierde auf die eigenen unentdeckten musikalischen, visuellen und darstellenden Potentiale zu entwickeln, aktiv in Kompositionsprozesse einzusteigen und als Interpret und Darsteller das eigene neue Werk auf die Bühne zu bringen. Klangradar 3000 bringt neue Dimensionen in den Musikunterricht, baut Berührungsängste mit der Musik unserer Zeit ab, öffnet den SchülerInnen den Zugang zu neuen, ungewöhnlichen Konzertprogrammen und entdeckt die unerwartete Vielfalt der Musik und interdisziplinären Kunst des 21. Jahrhunderts.

Herzstück von Klangradar3000 ist die Reise 21: Bei der „Reise 21“ handelt es sich mit sechs Monaten Komponieren im Rahmen des Musikunterrichts um das längste und bewährteste Neue Musik- und Kompositions-Vermittlungskonzept des Projektes „Klangradar 3000“. Im Jahre 2000 von dem Komponisten Burkhard Friedrich in der Trägerschaft des Landesmusikrats Hamburg gegründet, trug es anfangs noch den Titel „Reise in die Musik des 21. Jahrhunderts“ und wurde 2008 Bestandteil des von dem Netzwerk Neue Musik der Kulturstiftung des Bundes für vier Jahre geförderten Projekt „Klangradar 3000“. „Reise 21“ schickt SchülerInnen und Schüler in Begleitung eines Komponisten oder einer Komponistin auf eine Forschungsreise in unbekannte Klanggefilde. In diesem Projekt erarbeiten die SchülerInnen ausschließlich im Bereich der Neuen und experimentellen Musik eine eigene Komposition innerhalb eines halben Jahres, die auf Produktion neuer, un-erhörter Klangstrukturen basiert, und führen diese selbstständig am Ende auf.

Reise21 startet am 1.Oktober 2011: Eine Jury wird aus den zahlreichen Bewerbungen Teams, bestehend aus Komponist und Schülergruppe, zusammenstellen und diese auf die Reise bis Mitte Juni 2012 schicken.

Klangradar 3000/Reise 21 wird 2012 sein 12-jähriges Bestehen feiern und ab diesem Jahr das Abschlusskonzert im „Tag der Musik“ jeweils Mitte Juni verankern.

Klangradar 3000 – Komponieren & Neue Musik in Hamburger Schulen
Reise21 - Ausschreibung Schuljahr 2011_12
Für Schulklassen und KomponistInnen aus Hamburg
Bewerbungsfrist: 01.10.2011
Projektbeginn: 01.11.2011
Abschlussaufführungen: 15.&16.06.2012


Weitere Informationen unter: www.klangradar3000.de

 

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Europäisches Zentrum der Künste Dresden blickt auf eine erfolgreiche Spielzeit zurück. Im ersten Halbjahr 2011 waren bereits fast so viele Besucher im Festspielhaus wie im gesamten Jahr 2010. Die Auslastung stieg von 67 auf 88 Prozent. Der Stadtrat hat einem flexibleren Preissystem zugestimmt, damit ist künftig eine differenzierte Preisstaffelung möglich. Auch die Sanierungsarbeiten an der Fassade des Festspielhauses werden in diesem Jahr abgeschlossen. Zum 1. Oktober soll anlässlich der Eröffnung von TonLagen - Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik die dann fertig restaurierte Fassade übergeben werden.

"HELLERAU ist auf dem besten Weg, in der Stadt anzukommen" bilanziert Dieter Jaenicke, Künstlerischer Leiter von HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, nach einem erfolgreichen 1. Halbjahr 2011. "Schon jetzt haben wir fast genauso viele Besucher wie im gesamten Jahr 2010." Auch die Anzahl der Veranstaltungen hat sich enorm erhöht. Neben großen Abendveranstaltungen an den Wochenenden mit Gastspielen von Kompanien und Ensembles von internationalem Rang haben sich zwei Veranstaltungsformate für und mit der Dresdner Szene etabliert: Im Sommer endete die erste erfolgreiche Staffel der Linie 08, einem Pilotprojekt gemeinsam mit TanzNetzDresden. Linie 08, bei der sich die Freie Dresdner Tanzszene einmal im Monat im Nancy Spero Saal präsentieren konnte, fand so viel Publikumszuspruch, dass im nächsten Jahr eine Fortsetzung folgt. Mit dem Dienstagssalon entsteht das Pendant dazu für die Dresdner Musikszene. Der Musiker und Lyriker Max Rademann stellt dabei in lockerer Salonatmosphäre Musiker ganz unterschiedlicher Musikrichtungen vor.

Mit TonLagen setzen wir ein traditionsreiches Festival fort:


TONLAGEN // Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik / 01.10. - 16.10.
Der Fokus des diesjährigen TonLagen-Festivals liegt auf dem Werk des großen amerikanischen Komponisten Steve Reich, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag feiert. Im Rahmen des Festivals wird seinem Schaffen in verschiedenen Konzerten und dem ausschließlich Reich gewidmeten Abend Celebrating Steve Reich Tribut gezollt. Dabei werden seine Kompositionen unter anderem von Synergy Vocals, Brad Lubman, der Dresdner Philharmonie, Jan Vogler und dem Ensemble Modern interpretiert. Steve Reich wird zu TonLagen selbst anwesend sein und seine dokumentarische Oper The Cave in HELLERAU präsentieren. Den Auftakt zu TonLagen geben am 30.09. Dresdner Schüler mit Reichs Clapping Music im Hauptbahnhof. Neben dem Werk Steve Reichs gibt es im Rahmen des Festivals viele weitere musikalische Entdeckungen zu machen. Wie Musik vor 39.000 Jahren klang, erforschen Anna Friederike Potengowski und Georg Wieland Wagner. Mit einer Flöte aus dem Flügelknochen eines Singschwans, Trommel, Atem und Rhythmus spielen sie ihr zeitgenössisches VentOs urzeitlich.
Die erste Oper des Leipziger Komponisten Daniel Smutny wird zur Uraufführung kommen. Ferne Nähe beschäftigt sich mit der menschlichen Empfindung in Zeiten absoluter Kontrolle. Die Dresdner Sinfoniker gehen zusammen mit dem iranischen Komponisten und Kamancheh-Virtuosen Kayhan Kalhor mit der Uraufführung von Cinema Jenin - A Symphony eine spannende Symbiose zwischen Orient und Okzident ein. Und auch die ganz jungen Komponisten finden ihren Platz im Programm von TonLagen. Hast du Töne? Wir schon! heißt es zum Jahreskonzert des Komponistenklasse der Hochschule für Musik Dresden. Die Kompositionen der acht- bis 18jährigen Studenten werden von den Dresdner Sinfonikern gespielt. The Brandt Brauer Frick Ensemble zeigen, dass Neue Musik, Techno und Jazz eine wundervolle Symbiose eingehen können. Mit Switch on, einer Konferenzoper, wird Santiago Blaum das diesjährige Tonlagen-Festival beenden.


Neue Eintrittspreise
Mit dem Auftakt zu TonLagen wird es in HELLERAU auch ein neues Preissystem geben. Zusätzlich zu den bisherigen Karten für 19 € bzw. ermäßigt 10 € können nun für Veranstaltungen mit betont experimentellem Charakter Karten für 15/7 € bzw. für 10/5 € für Vorstellungen im kleinerem Rahmen erworben werden. 6 € Eintritt für Veranstaltungen wie Linie 08 und den Dienstagssalon bleiben erhalten.

 

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Auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung in München hat der Deutsche Komponistenverband (DKV) beschlossen, seine Arbeit zukünftig strukturell neu aufzustellen. Ziel ist es, den sich verändernden Anforderungen an die Interessenvertretung der Komponisten und der zunehmenden Ausdifferenzierung des Berufsbilds Rechnung zu tragen. Zusätzlich zur horizontalen Vernetzung des Verbandes durch die Landesverbände soll es nun auch eine vertikale Vernetzung durch die Einrichtung von Fachgruppen geben. Diese Fachgruppen werden wiederum im Vorstand des DKV verankert sein. DKV-Vizepräsident Lothar Vogtländer erklärt das Modell: „ Das Dach, das alle Komponisten eint, soll und muss der DKV bleiben. Respekt und Toleranz gegenüber den Leistungen aller Musikautoren soll auch künftig die Maxime des Verbandes sein. Durch die Fachgruppenarbeit sollen künftig die Interessen der einzelnen Berufsgruppen wie E-Musik, Film- und Rock/Pop effektiver auf den Punkt gebracht und wahrgenommen werden. Der DKV wird durch diese Strukturreform sowohl ganzheitlich als auch in der Vielfalt des Berufsbildes „ Komponist „ eine neue Dynamik entfalten können.“

Mit der Einrichtung von Fachgruppen unter dem Dach des DKV reagiert der Verband auch auf die gegenwärtige internationale Struktur, die ebenfalls eine Unterteilung des Dachverbandes „European Composer and Songwriter Allicance (ECSA)“ nach Genres vorsieht.

Gast auf der Mitgliederversammlung war Patrick Ager, Generalsekretär der ECSA, der über die Arbeit der europäischen Dachorganisation berichtete. Dabei ging es in erster Linie um die Interessenvertretung aller europäischen Komponisten in Brüssel und Straßburg. Zentrales Thema der Arbeitsgespräche mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und anderer europäischer Organisationen war und ist der Respekt vor dem geistigen Eigentum und die Achtung des Urheberrechts auf europäischer Ebene und weltweit. DKV-Präsident Jörg Evers dankte Ager für seinen Bericht und betonte die Bedeutung der ECSA-Aktivitäten: „Im Rahmen der Verlagerung von Gesetzen auf die europäische Ebene und angesichts der weiter fortschreitenden Digitalisierung, die den weltweiten Zugang zu Musik aller Art im Netz möglich macht, ist es um so wichtiger, mit geballter Kraft für die Wahrung der Urheberrechte einzutreten. Dass die Komponisten hier mit einer Stimme sprechen – über Genre- und Nationengrenzen hinaus – ist für das gemeinsame Anliegen von nicht zu überschätzender Bedeutung.“

 

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1986 fiel der Startschuss zu einem CD-Projekt, das in dieser Form bis heute konkurrenzlos geblieben ist und sich in der internationalen Musikwelt einen exquisiten Namen gemacht hat: die Edition Zeitgenössische Musik (EZM), initiiert und herausgegeben von der Projektgesellschaft des Deutschen Musikrats in Kooperation mit Schott/WERGO. Wer sich heute in Deutschland als Komponist anspruchsvoller, neuer Musik betätigt, der kommt an der Edition Zeitgenössische Musik nicht vorbei.

Aus Anlass des 25. Geburtstags der Edition Zeitgenössische Musik organisieren die Förderprojekte Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats verschiedene Veranstaltungen und Aktionen, um die Reihe über das ganze Jahr unüberhörbar hochleben zu lassen. Dazu zählen neben den vier Porträt CDs, die selbstverständlich auch im Jubiläumsjahr veröffentlicht werden, Konzerte mit EZM-Komponisten (u.a. in Helsinki, Bonn, Warschau, München), kurze Filmporträts, eine Präsentation der EZM auf der Musikmesse in Frankfurt, Presseveröffentlichungen u.v.m. Einen Überblick liefert nun ein Kalender, der fortlaufend aktualisiert wird. Mit einem Klick auf den entsprechenden Monat gelangen Sie zu den jeweiligen Terminen.

 

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Das alljährlich im Rahmen der Weimarer Meisterkurse vergebene „Franz Liszt Stipendium“ war erstmals für den Bereich akusmatische Musik (Musik für Lautsprecher) ausgeschrieben worden. Aus dem dreitägigen Kompositionsworkshop gingen zwei Teilnehmer besonders erfolgreich hervor: Der 30-jährige mexikanische Komponist Alejandro Montes de Oca Torres gewann das mit insgesamt 3000 Euro dotierte „Franz Liszt Stipendium“ der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar, das ihm 2012 eine dreimonatige, ungestörte schöpferische Arbeit in Weimar ermöglichen wird. Ein Förderpreis in Form einer Auftragskomposition (Uraufführung im Herbst 2012 in Weimar) ging an den 32-jährigen Amerikaner Aaron Einbond.

„Beide junge Komponisten zeigten die Fähigkeit, Technologie mit persönlichem musikalischem Ausdruck zu verknüpfen“, begründete die dreiköpfige Jury ihr Urteil. Jurymitglieder waren Prof. Robin Minard (Vorsitz), Prof. Michael Obst (beide Kompositionsprofessoren der Weimarer Musikhochschule) sowie Prof. Franz Martin Olbrisch (Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden). Aus insgesamt rund 30 Bewerbungen hatte die Jury sieben Komponisten nach Weimar eingeladen, um bei dem Workshop im Rahmen der 52. Weimarer Meisterkurse ihre Werke vorzustellen. Unter den Teilnehmern befanden sich Amerikaner, Argentinier, Mexikaner, Chinesen und Deutsche. In zwei Konzerten hatten die jungen Komponisten Gelegenheit, ihre Werke zu präsentieren.

Alejandro Montes de Oca Torres, geboren 1980 in Mexiko City, lebt in Kopenhagen. Er studierte zunächst Gitarre an der „Escuela Superior de Música” in México City bei Mario Beltrán del Río, Josefina Robles and Pablo Gómez. Parallel nahm er ein Kompositionsstudium bei Julio Estrada, Humberto Hernández Medrano und Carole Chargueron auf. Ergänzend kamen Workshops mit unter anderem Carlos Sánchez, Mario Lavista, Hebert Vásquez, Ake Parmerud and Françoise Barriere hinzu. Inzwischen hat der Mexikaner auch einen Master-Abschluss in elektroakustischer Komposition am „Royal College of Music“ in Stockholm. Dank eines UNESCO-Aschberg-Stipendium konnte er eine Zeitlang am „Institut International de Musique Electroacoustique“ in Bourges künstlerisch arbeiten. Neben rein akusmatischen Werken komponiert Alejandro Montes de Oca Torres auch Werke für Instrumente und Live-Elektronik.

Aaron Einbond, geboren 1978, New York, arbeitet derzeit als „Mellon Postdoctoral Fellow” für Komposition an der Columbia University. Neben seinem Doktorgrad im Fach Komposition, den er 2009 an der „University of California“ in Berkeley erlangte, blickt der Amerikaner auf eine Fülle von Studienerfahrungen zurück. So nahm er unter anderem Kompositionsunterricht bei Mario Davidovsky an der „Harvard University”, bei Robin Holloway an der „University of Cambridge“, bei Julian Anderson am „Royal College of Music“ in London und arbeitete zwei Jahre lang mit Yan Maresz am berühmten IRCAM in Paris. Kompositionsaufträge und Aufführungsmöglichkeiten boten ihm Neue-Musik-Ensembles wie "L’Instant Donné“, „Mosaik“ und „SurPlus“ sowie auch Klangkörper wie die „New York Chamber Symphony“ oder das „Cincinnati Symphony Orchestra“. Darüber hinaus erhielt Aaron Einbond eine Vielzahl an Preisen und Stipendien unter anderem vom „Aspen Music Festival“ und vom „Atlantic Center for the Arts“.

 

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