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Die Fachjury war sich einig: Die Auszeichnung in der Kategorie Lebenswerk geht in diesem Jahr an den Komponisten Hans Werner Henze. Die Entscheidung teilte Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, im Rahmen der Jahrespressekonferenz am 24. März 2011 in München mit. Die Auszeichnung für das Lebenswerk wird exklusiv und als einzige Ehrung bereits vor der Preisverleihung bekannt gegeben.

Die Ehrung für Hans Werner Henze wird einer der Höhepunkte der Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises 2011 am 14. April in Berlin sein. Die Jury ehrt mit dem Preis für das Lebenswerk das besondere Schaffen Henzes: Der Komponist verfasste mehr als 40 Werke für Musiktheater, Solokonzerte, Sinfonien, Oratorien, Liederzyklen und Kammermusik. Einige Werke entstanden auch durch seine enge Freundschaft mit der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Er zählt national wie international zu den meist gespielten und renommiertesten Komponisten unserer Tage.

In der Begründung der Jury des Deutschen Musikautorenpreises heißt es: „Hans Werner Henze ist eine Musikerpersönlichkeit, die außerhalb der deutschen und europäischen Grenzen gewirkt hat und sehr stark wirkt. Ein Vorbild für Generationen nach ihm. Er hat für alle Genres Musik komponiert, Schüler gehabt, die sehr bekannt geworden sind – er versieht das alles mit einem Stempel seiner unvergleichlichen Qualität und Identität.“

Hans Werner Henze (geb. am 1. Juli 1926 in Gütersloh) studierte am Kirchenmusikalischen Institut in Heidelberg und beschäftigte sich u.a. bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik mit dieser Musikform und dem Serialismus. Bereits 1953 wanderte er nach Italien aus, wo er heute immer noch lebt – Grund für die Auswanderung war die seines Erachtens mangelnde Aufarbeitung des Dritten Reiches und des herrschenden Dogmatismus in der Neuen Musik in seinem Heimatland Deutschland. In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unterrichtete er eine Meisterklasse für Komposition am Mozarteum Salzburg, von 1980 bis 1991 war er als Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln tätig. Lehraufträge und Aufenthalte als „Composer in Residence“ führten ihn zudem zu den Berliner Philharmonikern, in die USA und nach Kuba.

Auf seine Initiative hin wurden 1976 in Montepulciano das „Cantiere Internazionale d’Arte“ und 1988 die Münchener Biennale (Internationales Festival für neues Musiktheater) gegründet.

Hans Werner Henze wurde in den vergangenen Jahrzehnten mit zahlreichen nationalen wie internationalen Auszeichnungen für sein Schaffen geehrt, u.a. mit der Ehrenmitgliedschaft in der Royal Academy of Music London (1975), dem Ernst von Siemens-Musikpreis (1990), dem Praemium Imperiale des japanischen Kaisers (2000) und dem Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern (2008). Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 wurde Henze mit einer Hommage („Henze-Projekt“) gewürdigt, in deren Rahmen auch seine jüngste Komposition, die Oper "Gisela oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks" uraufgeführt wurde.

Hans Werner Henze folgt als Preisträger in der Kategorie Lebenswerk beim Deutschen Musikautorenpreis auf den Komponisten Peter Thomas (2009) und den Textdichter Michael Kunze (2010).

Der Deutsche Musikautorenpreis ist initiiert von der GEMA und Teil des Kulturauftrags der Verwertungsgesellschaft. Mit diesem Preis, der seit 2009 jährlich verliehen wird, werden Komponisten und Textdichter für herausragende Qualität ihrer Werke ausgezeichnet.

 

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Im Rahmen der Jahrespressekonferenz in München präsentierte Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, am gestrigen Donnerstag, 24. März 2011, die Bilanz des Geschäftsjahres 2010.

Der Gesamtertrag der GEMA für Rechteinhaber aus aller Welt betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 863,0 Mio. €. Damit konnte die GEMA den Gesamtertrag im Vergleich zum Vorjahr um 22,0 Mio. € (+2,6 %) steigern. Gleichzeitig sank der Kostensatz von 15,2 % auf 14,7 % (-3,3%).

Der Anteil der Inkassomandate, wie zum Beispiel des neuen Mandats der Verwertungsgesellschaft Media im Bereich der Hotels, betrug im vergangenen Jahr 191,2 Mio. €. Dieser Ertrag aus den Inkassomandaten führt zur positiven Entwicklung für das Gesamtergebnis des Jahres 2010.

Die Bilanz der wichtigsten Inkasso-Bereiche der GEMA im Überblick:
Tonträger

Auch im Geschäftsjahr 2010 waren die Erträge aus der Lizenzierung bei Tonträgern weiterhin rückläufig, entsprechend der national und international anhaltenden Entwicklung hin zu Musiknutzungen im Internet und weg von Um- und Absätzen im Tonträgerbereich. Im Geschäftsjahr 2010 betrugen die Inkassoeinnahmen bei Tonträgern 140,2 Mio. € (2009: 149,4 Mio.€, 2008: 150,3 Mio.€, 2007: 182,0 Mio.€).

Internet
Im Online-Bereich konnte der Gesamtertrag entsprechend der o.g. Entwicklung gesteigert werden. Er lag im Geschäftsjahr 2010 bei 13,3 Mio. € (2009: 10,6 Mio. €, 2008: 7,3 Mio. €, 2007: 7,2 Mio. €). Diese Fortschritte beim Online-Inkasso erfolgen aber auf deutlich zu niedrigem Niveau und spiegeln in keiner Weise die tatsächliche Nutzung von Musik im Internet wider.

Rundfunk und Fernsehen
Nach der Ertragssteigerung im Geschäftsjahr 2009 (aufgrund einmaliger Nachzahlungen der Kabelunternehmen für die Jahre 2007 und 2008) lag der Gesamtertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder unter dem Höchstwert des vergangenen Jahres und betrug 261,6 Mio. €. Dies entspricht einem Minus von 25,7 Mio. € im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 (2009: 287,3 Mio. €, 2008: 241,5 Mio. €, 2007: 224,9 Mio. €).
Die größte Ertragssteigerung konnte im Bereich des privaten Fernsehens verzeichnet werden (+7,1 Mio. € bzw. +12,2 %), den signifikantesten Rückgang gab es nach dem Sondereffekt im Vorjahr erwartungsgemäß bei der Kabelweiterleitung zu verzeichnen (-33,6 Mio. € bzw. -31,9 %).

Bezirksdirektionen
Die Erträge der Bezirksdirektionen blieben auch im Geschäftsjahr 2010 stabil und betrugen 299,1 Mio. € (2009: 294,6 Mio. €, 2008: 286,1 Mio. €, 2007: 287,1 Mio. €).

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

 

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Am 18. März beginnt MaerzMusik 2011 (mit einem Vorspiel im Babylon am 17.03.). Das Festival für aktuelle Musik der Berliner Festspiele feiert sein 10-jähriges Jubiläum und steht in diesem Jahr unter dem Motto KLANG BILD BEWEGUNG. In den zehn Festivaltagen wird ein dichtes, vielseitiges Programm an verschiedenen Orten in ganz Berlin präsentiert.

Bei der heutigen Pressekonferenz in der Kantine am Berghain betonte der künstlerische Leiter von MaerzMusik Matthias Osterwold den Erfolg der 10-jährigen Festivalarbeit: „Durch die vielseitigen und grenzüberschreitenden Programme hat sich MaerzMusik als zentrales Festival für aktuelle Musik in Europa etabliert. Nicht nur in Fachkreisen finden die thematischen Setzungen und die offene Atmosphäre großen Zuspruch, das Festival hat sich in den Jahren zum Publikumsmagneten entwickelt. Die Verbindung von Klang, Bild und Bewegung spielte immer eine wichtige Rolle und passt daher wunderbar als Motto der diesjährigen Jubiläumsausgabe. Wir freuen uns auf ein 10 Tage andauerndes Fest, das das Jubiläumsjahr 2011 der Berliner Festspiele einläutet.“

Das Eröffnungskonzert von MaerzMusik 2011 findet am 18. März im Club MOSKAU mit Chroma XV von Rebecca Saunders statt. Im Raum verteilte Instrumentalgruppen machen den architektonischen Raum und die faszinierende Klangwelt von Rebecca Saunders akustisch und szenisch erfahrbar.

Am Eröffnungswochenende sind die ersten der insgesamt vier großen Stummfilmprojekte zu erleben: die neue Musik von Martin Matalon zu Metropolis von Fritz Lang wird das Ensemble Modern in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz aufführen und im Babylon spielt das Nieuw Ensemble Amsterdam die Komposition von Misato Mochizuki zum japanischen Film Taki no shiraito von Kenji Mizoguchi. Ein raumgreifender Instrumentenpark ist bei Tiere sitzen nicht von Enno Poppe und Wolfgang Heiniger mit dem Ensemble musikFabrik im Radialsystem zu erleben. Das Konzert des Stuttgarter ensemble ascolta am Sonntagabend rückt szenische Bühnensituationen und die visuell-theatrale Seite aktueller Musik in den Mittelpunkt, u.a. mit Fragmentos de teatro imaginario von Elena Mendoza, den Dream Diaries von Jennifer Walshe und der Uraufführung Girasole von Pei-Yu Shi.

Einer der Höhepunkte des Festivals ist das Berlin-Debüt des New Yorker Ensembles Alarm Will Sound mit Stücken von Wolfgang Rihm und John Adams sowie mit Bearbeitungen der Musik des Electronica-Stars Aphex Twin. Mit Tables Are Turned präsentieren der österreichische Komponist Bernhard Lang, das Ensemble Alter Ego aus Rom und der britische Turntablist Philip Jeck eine Uraufführung, in dessen Mittelpunkt der Schallplattenspieler als Instrument und Loop-Erzeuger steht.

Weitere Uraufführungen sind die Arbeit Licht-Zeiten von Komponist und Schlagzeuger Michael Wertmüller mit dem Videokünstler Lillevan im spektakulären Kraftwerk Mitte TRAFO und das Projekt ROAD WORKS des Saxophonisten Christoph Gallio mit dem Künstler Beat Streuli im Berghain.
Spielorte des Festivals sind: Kammermusiksaal der Philharmonie, Babylon und Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, Sophiensaele und Sophienkirche, Radialsystem V, Joseph-Joachim Konzertsaal der Universität der Künste, Glashof Jüdisches Museum, MOSKAU, Berghain und TRAFO.
Weitere Informationen und Tickets unter: www.maerzmusik.de oder Tel (030) 254 89 100

 

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Zur Förderung der zeitgenössischen Musik in Berlin hat die Kulturverwaltung des Landes Berlin in diesem Jahr 8 Kompositionsstipendien an folgende Berliner Komponisten und Komponistinnen vergeben:

1. Matthias Bauer für Sonar Quartett 5.000 €
2. Sascha Janko Dragicevic für Ensemble Adapter 5.000 €
3. Sebastian Elikowski-Winkler für Zafraan Ensemble 5.000 €
4. Evan Gardner für Ensemble mosaik 5.000 €
5. Sarah Nemtsov für Ensemble Adapter 5.000 €
6. Marianthi Papalexandri-Alexandri für QNG Quartet New Generation 5.000 €
7. Jakub Sarwas für Ensemble work in progress Berlin 5.000 €
8. Ignaz Schick für The Berlin Experimental Band 5.000 €
40.000 €

Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, bestehend aus Dr. Juliana Hodkinson, Dr. Ulrike Liedtke und Stephan Winkler.

 

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Trägerin des Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreises 2011 ist die in Berlin lebende spanische Komponistin Maria de la Luz (Lula) Romero Garrido.

Frau Romero Garrido (*1976) studierte Klavier am Konservatorium Cristóbal de Morales in Sevilla, Kunstgeschichte an der Universität Sevilla und Komposition am Konservatorium Manuel Castillo in Sevilla. Sie besuchte Kurse und Workshops von u.a. Heinz Holliger, Cristobal Halffter, Jörg Widmann, Javier Álvarez, Fabio Nieder und Richard Febel. 2008 erhielt sie den CDMC Kompositionspreis des spanischen Kultusministeriums. 2010 schloss sie den Masterstudiengang für Komposition am Königlichen Konservatorium in Den Haag ab.

Die Pianistin und Komponistin arbeitete mit renommierten Künstlern und Ensembles zusammen, so z.B. dem Nieuw Ensemble, dem Ensemble der Ligeti Academy, Grup Instrumental de Valencia, Grupo Dhamar, Rosa Ensemble, NEOSBrass und dem Ensemble Espacio.

Während ihres Aufenthaltes in Rheinsberg möchte die Künstlerin an einer Serie von Stücken für kleinere Besetzungen und Live-Elektronik arbeiten.

Der Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis wird von der Berliner Kulturverwaltung seit 2006 in Kooperation mit der Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg vergeben. Die Auszeichnung erhalten Komponistinnen, die ihren Lebensmittelpunkt in Berlin haben. Der Preis würdigt das bisherige Werk einer Komponistin und will ihr weiteres künstlerisches Schaffen fördern. Er ist mit 10.000 € dotiert und beinhaltet einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt in der Musikakademie Rheinsberg sowie die Aufführung des an der Musikakademie entstandenen Werks der Komponistin in Rheinsberg und Berlin. Der Preis trat an die Stelle des erfolgreichen Kompositionsstipendiums, das im Rahmen des Künstlerinnenprogramms der Kulturverwaltung ab dem Jahr 2000 dreizehn Berliner Komponistinnen zu einen Arbeitsaufenthalt nach Rheinsberg führte.

Den Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis erhielten bisher:

Ellen Hünigen (2006)
Pei – Yu Shi (2007)
Clara Maida (2008)
Eun-Hwa Cho (2009)
Naomi Pinnock (2010)

 

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Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft e. V. (bdv) und der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e. V. (VDKD) einigten sich nach intensiven Gesprächen mit der GEMA über offene Punkte aus der Schiedsstellenentscheidung des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) aus dem Jahr 2009. Im Fokus stand dabei die Sichtweise der Schiedsstelle, dass Sponsoring- und Werbeeinnahmen einen geldwerten Vorteil darstellten, an welchem die Autoren zu beteiligen seien.

Gemäß der Einigung müssen ab 1. April 2011 Veranstalter, die zum Beispiel Einnahmen aus der Kooperation mit Wirtschaftsunternehmen erzielen, zusätzlich zum Allgemeintarif je nach Veranstaltungsgröße eine weitere Vergütung zwischen 0,35 und 0,42 Prozent auf den Veranstaltungsbruttoumsatz zahlen.

Im Interesse der Vermeidung einer gerichtlichen Auseinandersetzung hatten die Verbände Ende 2009 nach langwierigen Verhandlungen und einem Verfahren vor der Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts zunächst nur einem Vergleich bezüglich der Erhöhung der allgemeinen Vergütungssätze zugestimmt. Die darüber hinaus von der GEMA geforderte Beteiligung der Autoren auch an weiteren geldwerten Vorteilen wie etwa Sponsoring- und Werbeeinnahmen wurde dabei mit der Maßgabe ausgeklammert, dass die Parteien darüber eine Einigung bis Ende 2010 erzielen.

Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA: „Mit der Einigung ist ein Durchbruch in einem für die Vergütung unserer Urheber wichtigen Bereich gelungen: Wir haben gemeinsam mit den Konzertveranstalterverbänden festgelegt, welche Umsätze unter dem Begriff „geldwerter Vorteil“ zu verstehen sind und diese in den einschlägigen Tarif miteinbezogen“.

„Nach den schwierigen Verhandlungen über den Allgemeintarif haben wir nun nochmals ein halbes Jahr über die Beteiligung an Sponsoring- und Werbeeinnahmen verhandelt. Im Ergebnis haben wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese erneute Kostensteigerung nicht zu sehr auf die Kartenpreise auswirken wird“, so Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft.

„Um ein weiteres Mal einen jahrelangen Rechtsstreit zu vermeiden und unseren Mitgliedern endlich Sicherheit bei ihren Kalkulationen zu geben, haben wir auch bezüglich des weiteren Beteiligungsverlangens mit der GEMA erneut einen Vergleich ausgehandelt“, berichtet Michael Russ, Präsident des VDKD. "Zwar ist es bedauerlich, dass die Veranstalter erneut eine weitere Belastung hinnehmen müssen. Da aber die Schiedsstelle ausdrücklich festgestellt hat, dass die Autoren an Sponsoring- und Werbeinnahmen ebenfalls zu beteiligen sind, war das Ergebnis aus Sicht der Veranstalter unvermeidlich“, so Russ.

Der einschlägige Tarif U-K wird in Kürze entsprechend den Ergebnissen der Einigung neu veröffentlicht.

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft und der VDKD vertreten die Interessen von über 500 Unternehmen der deutschen Veranstaltungsbranche und repräsentieren damit einen Gesamtumsatz von rund 3,2 Milliarden Euro bei über 106 Millionen verkauften Eintrittskarten.

Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern (Komponisten, Textautoren und Musikverleger) sowie von über zwei Millionen Rechteinhabern aus aller Welt. Sie ist weltweit eine der größten Autorengesellschaften für Werke der Musik.

 

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Vom 18. bis 20.03.2011 findet in der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover zum siebten Mal die Werkstatt Junger Komponisten statt, ein Nachwuchsprojekt von Musik 21 Niedersachsen. Ein Wochenende lang können Jugendliche aus Niedersachsen und Norddeutschland im Alter bis zu 21 Jahren in Kompositionsseminaren und Workshops zeitgenössische Kompositionstechniken erlernen und ihre bisherigen Kenntnisse vertiefen – unter der Künstlerischen Leitung von Benjamin Lang, Komponist und Kompositionspädagoge, und mit dem Gastdozenten Mark Andre, Kompositionsprofessor in Dresden.

Mit dem Klarinettisten Udo Grimm von Das Neue Ensemble probieren die Teilnehmer eigene Kompositionen und feilen an deren Umsetzbarkeit. Hierfür sind sie eingeladen, eine eigene Komposition für Es-/B-, Bass- oder Kontrabassklarinette einzureichen.

Auf dem dreitätigen Programm steht zudem ein Besuch des Musik 21 Nachwuchsfestival. Am 19. und 20.03. bietet es eine Plattform der Generationen übergreifenden Begegnung und des kreativen Austauschs zwischen jungen Musikern, Komponisten, Schülern, Pädagogen/-innen sowie etablierten Musker/innen und Ensembles. In öffentlichen Konzerten präsentieren sie ausgewählte, herausragende Ergebnisse.

Gerade durch „die Mischung aus Seminaren, Probe und Konzertbesuch, aber auch, dass Zeit ist, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen“ zeichne sich die Werkstatt Junger Komponisten aus, stellte ein Teilnehmer der letzten Werkstattausgabe fest. Seit Projektbeginn im Jahr 2008 haben sich die Bewerberzahlen mehr als verdoppelt.

Anmeldeschluss für die 7. Werkstatt Junger Komponisten ist am 01.03.2011, Einsendeschluss für die eigenen Kompositionen am 10.03.2011. Die Teilnahmegebühr beträgt 40,- Euro, inklusive Unterbringung und Vollpension 70,- Euro.

Anmeldebogen und weitere Informationen: http://www.musik21niedersachsen.de/Nachwuchs/WJK VII
Email: info@musik21niedersachsen.de, Tel. 0511 – 7635297-1

Dozenten der 7. Werkstatt Junger Komponisten
Benjamin Lang, geboren 1976, studierte Komposition und Dirigieren und besuchte weiterführende Kurse und Seminare. Nach Lehraufträgen in Komposition und Musiktheorie an den Musikhochschulen in Hannover, Bremen, Rostock sowie an der FH Osnabrück und an der Universität Lüneburg wurde er 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter für Komposition, Kompositionspädagogik und Musiktheorie am Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück. Seit 2010 ist er Dozent an der Zürcher Hochschule für Künste.
Mark Andre, geboren 1964, studierte am Conservatoire National Supérieure de Musique de Paris (CNSMP) Komposition, Kontrapunkt, Harmonielehre und musikalische Analyse. Lehrer waren u. a. Claude Ballif und Gérard Grisey. Kompositionsstudien bei Helmut Lachenmann in Stuttgart, 1997 Aufenthalt bei André Richard im Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung des SWR Freiburg. Lehrte Kontrapunkt und Instrumentationslehre am Conservatoire National de Région de Strasbourg. Seit dem Wintersemester 2009/10 ist er Professur für Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.
Udo Grimm studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in der Klasse von Prof. Hans Deinzer und anschließend im Studiengang Soloklassen. 1990 gewann er den 1. Preis im Fach Klarinette der Hochschule Hannover. 1987–91 war er Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Er ist Gründungsmitglied von Das Neue Ensemble und ständiger Gast bei Orchestern wie dem Kammerensemble Neue Musik Berlin, dem Ensemble Modern und dem Ensemble Resonanz.

 

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Vom 16. März bis zum 16. Mai 2011 können sich Künstler und Kulturschaffende aus den Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Design, Film, Literatur, Musik und Kulturtheorie/-kritik im Internet um ein Stipendium des Goethe-Instituts für einen Aufenthalt in der Villa Kamogawa in Kyoto, Japan bewerben. Das Angebot gilt damit auch für Musiker und Komponisten aller musikalischen Genres.

Das Stipendium bietet Künstlern und Kulturschaffenden die Möglichkeit, drei Monate lang in Kyoto ein Projekt mit besonderem Japanbezug umzusetzen oder weiterzuentwickeln. Dabei umfasst das Stipendium eine monatliche finanzielle Zuwendung von 2.500,- Euro, die Unterbringung in der Villa Kamogawa und einen Reisekostenzuschuss. Für das Jahr 2012 werden insgesamt 12 Stipendien vergeben.

Bewerben können sich freischaffende Künstler und Kulturschaffende mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland, die ihr Studium abgeschlossen und mit eigenen Publikationen und Werken bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Eine Altersbeschränkung besteht nicht.

Weitere Informationen und Zugang zum Bewerbungsverfahren sind zu finden unter
http://www.goethe.de/villa-kamogawa

Die Villa Kamogawa – Kunst lebt, wo Künstler leben
Ab 2011 unterhält das Goethe-Institut eine Künstlerresidenz mit eigenen Räumlichkeiten: die Villa Kamogawa im japanischen Kyoto. Während des dreimonatigen Aufenthalts in Kyoto können die Stipendiaten im direkten persönlichen Austausch mit der Kulturszene vor Ort geplante Projekte umsetzen, neue Konzepte entwickeln und nachhaltige Arbeitskontakte zu japanischen Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden aufbauen oder vertiefen. Die Stipendiaten im Jahr 2011 sind Lucy Fricke (Literatur), André Hörmann (Film), Claudius Lünstedt (Dramatik), Jens Ullrich (Bildende Kunst), Thomas Lehmen (Tanz), Andreas Otto (Musik), Nina Fischer & Maroan el Sani (Bildende Kunst) und Franz Anton Cramer (Kulturtheorie).

Die Villa Kamogawa ist Teil des Residenzprogramms des Goethe-Instituts. Mit verschiedenen Formen von Arbeitsaufenthalten und Stipendien bietet das Goethe-Institut Künstlern und Kulturschaffenden aus Deutschland die Möglichkeit, für einige Wochen oder Monate in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten. So fördern sie den interkulturellen Dialog und leisten einen wichtigen Beitrag zur Vernetzung der internationalen Kulturszenen. Denn nur über intensive Zusammenarbeit vor Ort entstehen langfristige nachhaltige Kontakte, die die Grundlage für weitere gemeinsame Projekte sind.

 

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Das FORUM NEUER MUSIK 2011 des Deutschlandfunks richtet den Fokus auf Deutschland und es beginnt mit John Cage. Cage, demnächst Jahrhundertjubilar und derzeit wenig präsent, gilt in der Welt der Avantgarde-musik als unausweichliche Schlüsselfigur. Seine Rezeption hat hierzulande einst Weichen gestellt. Wie kam es dazu? Prägt und polarisiert er noch immer? Was an Zeitgeschichte ruft sein Name wach?

Im Zentrum des FORUM 2011 stehen die Ensemblekonzerte: Drei deutsche Formationen – ascolta, e-mex und das Ensemble Modern – porträtieren drei in Deutschland lebende Kom-ponistInnen, die künstlerisch singuläre Wege beschreiten. Zum ‚Phänomen Cage’ setzen sie sich nicht direkt in Bezug. Gebeten, ihr künstlerisches Selbstbild persönlich mitzugestalten, entschied sich Karin Haußmann mit Webern, Varèse und Feldman für den musikgeschicht-lichen Rückgriff. Jamilia Jazylbekova verschmilzt die westliche Schule mit Traditionen aus ihrer Heimat. Die Komponistin ist auch als Vokalistin zu hören. Rolf Riehm beansprucht mit seiner Musik, gesellschaftlich Position zu beziehen. Er hat die junge Kanadierin Annesley Black in sein Konzert integriert.

Vier Abende lang erklingen beim FORUM 2011 die vier Teile eines legendären, bislang nur wenige Male gespielten Klavierwerks. Es ist als Gegenstück zu den exklusiven Porträtkon-zerten gedacht. Urheber John Cage beanspruchte vor gut sechzig Jahren, in diesem Zyklus von Subjektivem ganz frei zu sein. Was sagt das Werk heute? Pianistin Sabine Liebner präsentiert mit ihrer Interpretation der Etudes australes eine gänzlich neue Lesart des Werks.

Beim FORUM 2011 geht es um Referenziale, um deren Haltbarkeit und Vermittlung. Am ‚Beispiel Cage’ wird nach dem Gewordensein der Neuen Musik in Deutschland gefragt. Dass Cage und Feldman ihren Aufstieg den Medien der (west)deutschen Nachkriegsgesellschaft verdanken, ist auch ein Beispiel für die historische Rolle des Rundfunks. Diesem Themen-komplex widmet sich eine Kooperation mit der Kölner Hochschule für Musik und Tanz, die ein Semesterprojekt, eine Matinee, einen Kompositionsauftrag und ein Konzert umfasst.

Zum FORUM 2011 vergibt der Deutschlandfunk sechs Kompositionsaufträge. Die interna-tionale Nachwuchsförderung des FORUM gilt den Komponistinnen Jamilia Jazylbekova, Myunghoon Park, Enver Özdiker und Annesley Black. Alle Konzerte werden bundesweit ausgestrahlt.


Konzerte und Veranstaltungen

Donnerstag, 07. April 2011
20.30 DLF Hörstück „Grete Sultan – Ich war übrig geblieben“
21.30 DLF John Cage – Etudes australes, Book I (Sabine Liebner, Klavier)

Freitag, 08. April 2011
10.00 – 16.00 DLF Jury “Edition zeitgenöss. Musik” Deutscher Musikrat (nicht öffentlich)
19.00 DLF Ensemble Modern: Porträtkonzert Jamilia Jazylbekova
20.30 DLF DLF Publikumsempfang
21.30 DLF John Cage – Etudes australes, Book II (Sabine Liebner, Klavier)

Samstag, 09. April 2011
10.00 – 14.00 HfMT Matinee in der Hochschule für Musik und Tanz
17.45 DLF Konzert ensemble 20/21 der Hochschule für Musik und Tanz
19.00 DLF e-mex ensemble: Porträtkonzert Karin Haussmann
21.30 DLF John Cage – Etudes australes, Book III (Sabine Liebner, Klavier)

Sonntag, 10. April 2011
17.00 DLF Roundtable „Chancen von Einzelwegen“
19.00 DLF Ensemble ascolta: Porträtkonzert Rolf Riehm / Annesley Black
21.30 DLF John Cage – Etudes australes, Book IV (Sabine Liebner, Klavier)

 

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Aribert Reimann erhält in diesem Jahr den mit 200.000 Euro dotierten, internationalen Ernst von Siemens Musikpreis für sein Lebenswerk. Die Oper Lear machte den in Berlin lebenden Komponisten vor dreißig Jahren weltberühmt. Heute ist der „unumstrittene Meister der Vokalmusik“ einer der meistgespielten lebenden Komponisten. Erst im vergangenen Jahr feierten Kritiker und Publikum seine für die Staatsoper Wien entstandene Oper Medea. Der Ernst von Siemens Musikpreis wird Aribert Reimann bei einem musikalischen Festakt im Münchner Cuvilliés-Theater am 24. Mai 2011 überreicht. Die drei Förderpreise für junge Komponisten gehen an den Briten Steven Daverson, den Spanier Hèctor Parra und an Hans Thomalla aus Deutschland. Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung 2,5 Millionen Euro. Gefördert werden 2011 über hundert zeitgenössische Musikprojekte in zwanzig Ländern weltweit.

Aribert Reimann wurde am 4. März 1936 in Berlin geboren. Er wuchs in einer von Musik geprägten Familie auf. Sein Vater war Kirchenmusiker, seine Mutter eine namhafte Oratoriensängerin und Gesangspädagogin. Bereits mit zehn Jahren komponierte Reimann erste Klavierlieder. Nach dem Abitur 1955 arbeitete er als Korrepetitor am Studio der Städtischen Oper in Berlin und studierte zugleich an der Berliner Musikhochschule Komposition bei Boris Blacher und Ernst Pepping sowie Klavier bei Otto Rausch. 1957 gab er seine ersten Konzerte als Pianist und Liedbegleiter. Ein Jahr später ging er zum Studium der Musikwissenschaft an die Universität Wien. Sein Ballett Stoffreste nach einem Libretto von Günter Grass wurde 1959 an den Städtischen Bühnen in Essen uraufgeführt. Musiktheater und Lied wurden zu den Keimzellen, aus denen sich das künstlerische Schaffen Reimanns weiter entwickelte. Bereits 1971 wurde dem Komponisten für sein bis dahin bestehendes Gesamtwerk der Kritikerpreis für Musik verliehen. Von 1974 bis 1983 hatte er eine Professur an der Hamburger Musikhochschule mit Schwerpunkt auf dem Zeitgenössischen Lied inne, 1983 wurde er in gleicher Funktion an die Berliner Hochschule der Künste berufen.

Aribert Reimann zeichnet vor allem ein besonderes Gefühl für Stimmen aus, wie es kaum ein anderer lebender Komponist hat. Nicht nur ist er mit Stimmen und deren Ausbildung am großen Repertoire aufgewachsen; er wurde – mit 22 Jahren – Korrepetitor und Klavierbegleiter von Dietrich Fischer-Dieskau, später auch anderer großer Solisten wie Catherine Gayer, für die Melusine entstand. Das vertiefte die Sensibilität für Möglichkeiten und Grenzen des Singens und es bewahrte ihn vor der Gefahr der Vereinsamung des ausschließlich Schaffenden. „Ich brauchte auch den reproduktiven Umgang mit Musik: sich selbst auszuschalten und in einen anderen hineinzudenken. Deshalb habe ich auch so gern unterrichtet.“

Der „unumstrittene Meister der Vokalmusik“ schuf zudem ca. vierzig Werke „absoluter Musik“, zahlreiche Kammermusikstücke, Solokonzerte und Orchesterwerke wie die Miniaturen für Streichquartett (2004/05), die beiden Klavierkonzerte (1961 und 1972), Sieben Fragmente für Orchester (in memoriam Robert Schumann, 1988) oder das Orchesterwerk Zeit-Inseln (2004). Die Abstraktion seines rein instrumentalen Schaffens wirkt mitunter wie ein Gegenentwurf zum Kommunizierenden seiner Vokalmusik:
Hochgetrieben in dünne Luft, bis ins kaum Fassbare fein verzahnt. Für Reimann ist das vokale vom rein instrumentalen Komponieren „total getrennt. Das sind zwei verschiedene Ebenen.“

Reimanns Arbeit als Opernkomponist begann 1965 mit der Uraufführung von Ein Traumspiel nach der Textvorlage von August Strindberg in Kiel. 1971 folgte bei den Schwetzinger Festspielen Melusine nach dem Schauspiel von Yvan Goll. Mit der Oper Lear (1978, Bayerische Staatsoper) konnte Aribert Reimann sowohl Fachleute und Kritiker als auch ein breites Publikum für seinen charakteristischen Personalstil gewinnen, das Werk erlebte international über 30 Produktionen. Auf Grundlage des Schauspiels von William Shakespeare schuf der Komponist eine Musik von fast körperlicher Unmittelbarkeit, die sich ihrer Existenz am Rande des Verstummens stets bewusst ist. Mit der Oper Das Schloss nach Franz Kafkas Romanvorlage nahm Reimann 1990 bis 1992 ein weiteres ambitioniertes Literaturopern-Projekt in Angriff: Die albtraumhaft-labyrinthische Atmosphäre der Textvorlage spiegelt sich in einer kammermusikalisch fragilen Musiktextur.

Gut dreißig Jahre nach seinem internationalen Durchbruch mit Lear gelang Reimann der ferne, andere, weibliche Gegenentwurf zu jenem König. Eine unauslotbare Gestalt, die, anders als Lear, umso stärker wird, je weniger Ausweg es gibt. Die Uraufführung der Medea an der Wiener Staatsoper im Februar 2010 wurde von den vollzählig erschienenen europäischen Kritikern sowie vom Publikum frenetisch gefeiert.

Aribert Reimann, der nie dem Musikbetrieb nachlief, sich keiner Richtung anschloss, aber mit größter Konsequenz seine persönliche Sprache entwickelte, hat das Musikgeschehen der letzten Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt und zählt heute zu den erfolgreichsten Komponisten (nicht nur) des Musiktheaters.

Preisverleihung am 24. Mai 2011 im Münchner Cuvilliés-Theater
Für sein Lebenswerk ehrt die Ernst von Siemens Musikstiftung Aribert Reimann mit dem Ernst von Siemens Musikpreis. Die hohe Auszeichnung wird Reimann vom Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste bei einem musikalischen Festakt im Münchner Cuvilliés-Theater am 24. Mai 2011 überreicht. Die Laudatio hält der Musikwissenschaftler und -kritiker Stephan Mösch. Die Sopranistin Anna Prohaska wird gemeinsam mit Jörg Widmann und Axel Bauni Aribert Reimanns Trio …ni una sombra interpretieren. Das Saxophon-Quartett XASAX und das ensemble recherche werden zudem die drei von der Ernst von Siemens Musikstiftung in Auftrag gegebenen Werke der Komponisten-Förderpreisträger Steven
Daverson, Hèctor Parra und Hans Thomalla zur Uraufführung bringen.

Komponisten-Förderpreise an Steven Daverson, Hèctor Parra und Hans Thomalla
Die drei Komponisten-Förderpreise 2011 gehen an Steven Daverson, Hèctor Parra und Hans Thomalla.
Der in Northampton geborene und in London lebende Steven Daverson studierte u.a. am Royal College of Music (RCM) bei Jonathan Cole und Mark-Anthony Turnage, wo er im Moment auch promoviert. Steven Daverson entwirft in seinen Werken außergewöhnliche klangliche Texturen, die in ihrer Dichte an Verfahren und Vorbilder in der bildenden Kunst erinnern. Seine Musik zeichnet sich durch eine spezifisch haptische Qualität aus, durch eine besondere, sich gleichwohl stets entziehende Körperlichkeit.
Der aus Barcelona stammende Komponist Hèctor Parra studierte bei Brian Ferneyhough, Jonathan Harvey und Michael Jarrel in Genf und Paris. Er ist Professor für Elektroakustische Komposition am Konservatorium in Saragossa und forscht derzeit am IRCAM in Paris. In Hèctor Parras Musik geschieht generell, was Kunst in ihrem Kern ausmacht: Sie lässt die sinnliche Fülle der verstreichenden Gegenwart erfahrbar werden. Hans Thomalla studierte Komposition in Frankfurt und Stanford bei Brian Ferneyhough und schloss mit dem Doctor of Musical Arts ab. Seit September 2007 ist er Professor an der Northwestern University in Chicago, USA. Mit seinen musikalischen Fragestellungen knüpft Hans Thomalla an gesellschaftliche, teils sogar an existenzielle Fragen an. Im Juli 2011 wird an der Stuttgarter Staatsoper seine Oper fremd uraufgeführt.

Die Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt insgesamt 2,5 Millionen Euro
Insgesamt vergibt die Ernst von Siemens Musikstiftung 2,5 Millionen Euro. Gefördert werden im Jahr 2011 mehr als hundert Projekte im zeitgenössischen Musikbereich in zwanzig Ländern weltweit. Zahlenmäßig den größten Anteil der Förderungen machen die Kompositionsaufträge aus, in 2011 sind es über 160 Aufträge. Neben Konzerten und Veranstaltungsreihen sind der Ernst von Siemens Musikstiftung auch wissenschaftliche Einzelpublikationen sowie Gesamtausgaben – wie zum Beispiel die Webern- und die Schönberg-Gesamtausgabe – ein großes Anliegen. Pädagogisch wertvolle Projekte, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zur zeitgenössischen Musik ermöglichen und erleichtern, werden ebenso unterstützt wie Akademien und Workshops für Musikstudenten und junge Komponisten, Dirigenten und Instrumentalisten. Zahlreiche Festivals erfahren außerdem Förderungen durch die Ernst von Siemens Musikstiftung, um deren Einsatz für die zeitgenössische Musik zu würdigen.

 

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18 Konzerte, ein Festival, Musikworkshops für Kinder und Jugendliche, ein Preis für den musikalischen Nachwuchs und ein eigenes Ensemble – chiffren, das Forum für zeitgenössische Musik, verspricht ein vielfältiges Musikprogramm für 2011.

Mit der Uraufführung Fernglas und Schlieren des jungen schleswig-holsteinischen Komponisten Mathias Monrad Møller startete chiffren bereits fulminant ins Jahr 2011. Weiter geht es mit Paukenschlag und Provinzlärm:
Sechs Schlagzeuger von Ensemble S verwandeln Anfang Februar mit Le Noir de l’Étoile von Gérard Grisey die Halle400 in einen vielschichtigen Klangraum.

Vom 24. bis 26. Februar lärmt die Provinz im Ostseebad Eckernförde. Mit der Biennale ProvinzLärm wird die Kooperation mit chiffren auch in 2011 fortgesetzt. In diesem Jahr steht Finnland im musikalischen Mittelpunkt des Festivals. Mit dem Zagros-Ensemble werden Musiker des finnischen Radio-Orchesters aus Helsinki zu Gast sein. Außerdem präsentieren das Ensemble AuditivVokal Dresden und das Gastgeberensemble reflexion K vorwiegend zeitgenössische Musik des baltischen Staates.

2006 als Festival gegründet, hat sich chiffren als Konzertveranstalter auch über das Festival hinaus im Kieler Musikleben etabliert. Fester Bestandteil des Projekts sind Kooperationen mit Kulturpartnern. Unter dem Motto „Aus anderen Ländern“ veranstaltet chiffren gemeinsam mit den Kieler Auslandsgesellschaften eine lose Konzertfolge. Neue Musik aus Finnland (30.3.) und Japan (25.5.) sowie klassische und zeitgenössische Kompositionen zu Werken des indischen Dichters und Philosophen Rabindranath Tagore (noch ohne festen Termin im November) richten den Blick auf aktuelle musikalische Entwicklungen über Deutschland hinaus.
Auf die aktuelle Musik der baltischen Länder konzentriert sich die Arbeit des Vereins Neue Musik im Ostseeraum. In Kooperation mit chiffren werden die Musiker des Vereins einen Konzertabend in der Lübecker Musikhochschule gestalten.

Innerhalb der 2010 begonnenen Portraitkonzerte beleuchtet chiffren am 1. Juli das Werk des bekannten schleswig-holsteinischen Komponisten Friedhelm Döhl, der am 7. Juli 2011 seinen 75. Geburtstag feiert.

Neue Musik auf dem Wasser mitten in der Kieler Innenstadt erklingt im August. Mit einem Kurz-Konzert auf der schwimmenden Bühne beteiligt sich chiffren am Kieler Bootshafensommer und richtet damit seinen Blick auf das junge Publikum, das den Besuch von klassischen Konzertsälen oftmals meidet.

Regelmäßig veranstaltet chiffren Konzerte mit Ensembles der Region. So stellt I Vocalisti im April aktuelle Chormusik in der Klosterkirche Uetersen vor, ensemble reflexion K aus Eckernförde bespielt die Räume des Kieler Flandernbunkers (11.10.) und die norddeutsche sinfonietta wird unter der Leitung des Musikers und Dirigenten Christian Gayed in Rendsburg auftreten (noch ohne festen Termin im November).

Ein Highlight im Konzertprogramm von chiffren bildet der Auftritt der Jungen Deutschen Philharmonie, die am 20. September mit 106 Musikern zu Gast im Kieler Schloss sein wird. Mit „Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky und Werken von George Benjamin und Robin de Raaff stellen die jungen Musiker ein breit gefächertes Programm – von einem Schlüsselwerk für die Musik des 20. Jahrhunderts bis zu einer erst in diesem Jahr fertiggestellten Komposition – vor.

Die landesweit qualifiziertesten jungen Musiker hat chiffren im eigens gegründeten LandesJugendEnsemble Neue Musik Schleswig-Holstein versammelt. Unter neuer Leitung von Johannes Harneit spielt das Ensemble in Plön (13.8.) und Kiel (14.8.). Höhepunkt wird ein Auftritt auf Kampnagel in Hamburg im Rahmen der Reihe NDR das neue werk (25.9.).

Neben den Konzertveranstaltungen will chiffren in besonderen Musikprojekten Kindern und Jugendlichen die Freude an der Neuen Musik vermitteln und den Einstieg in ungewohnte Hörwelten erleichtern.
Composer in Residence heißt ein mehrmonatiger Kompositionskurs für junge Leute, den chiffren in Kooperation mit Theater Kiel veranstaltet. Dreizehn junge Menschen im Alter von neun bis fünfzehn Jahren komponieren unter Anleitung von Cord Meijering, Direktor der Akademie für Tonkunst Darmstadt und seit 1991 Leiter der dort angesiedelten Kompositionsklasse für Kinder und Jugendliche, eine eigene Oper. Die moderne Fassung des Märchens „Kalif Storch“ wird 2012 als Produktion des Theater Kiel in den Spielplan des Theater im Werftpark aufgenommen.

Der chiffren-Preis bietet jungen Instrumentalisten eine Chance, sich auf dem Gebiet der zeitgenössischen Musik zu profilieren. Zusammen mit dem Landesmusikrat Schleswig-Holstein lobt chiffren jährlich diesen besonderen Preis für die hervorragende Interpretation eines zeitgenössischen Werkes aus. Nominiert werden junge Soloinstrumentalisten und Ensembles ganz unterschiedlicher Kategorien durch die Jury des Landeswettbewerbs »Jugend musiziert«, der 2011 in Lübeck stattfindet.

Am 15. Mai stellen sich die nominierten jungen Musiker und Musikerinnen im Klaiber Studio des Kieler Opernhauses der Fachjury in diesem für Schleswig-Holstein einzigartigen Wettbewerb. Dotiert ist der chiffren-Preis mit 300 Euro.

Als Ensemble in Residence wurde in diesem Jahr das Kammerensemble Neue Musik Berlin von chiffren eingeladen. Von Mai bis Juni werden die Musiker des Ensembles vier Wochen lang Schulen in ganz Schleswig-Holstein besuchen und in praktisch orientierten Workshops zeitgenössische Musik lebendig vermitteln.

In einem öffentlichen Konzert (9.6.) präsentiert das Ensemble, das bereits 2010 Gast des chiffren-Festivals kieler tage für neue musik war, sein aktuelles Musikprogramm.

 

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Zu den kommenden Internationalen Ferienkursen für Neue Musik, die vom 14. bis 28. Juli 2012 in Darmstadt stattfinden werden, hat das Internationale Musikinstitut Darmstadt bereits jetzt zwei "Calls" aufgerufen.

Nach dem Erfolg von Ensemble 2010 bei den Ferienkursen im vergangenen Jahr sind auch für 2012 junge Ensembles für Neue Musik zur Teilnahme am Projekt Ensemble 2012 eingeladen. In einer zweiwöchigen intensiven Studienphase, die von Dozenten der Ferienkurse begleitet wird, und verschiedenste Arbeitsmöglichkeiten umfasst, erarbeiten die ausgewählten Ensembles auch ein Programm, das am Ende in Konzerten präsentiert wird. Die Ausschreibung für den "Call for Young Ensembles 2012" ist online.
Bis zum 15. Mai 2011 können sich junge Ensembles mit einer Besetzungsgröße von drei bis zwölf Musikern bewerben.

Nach den nicht weniger erfolgreich verlaufenen Staubach Honoraria 2010 im Rahmen der 45. Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt haben sich Alice und Harry Eiler dazu entschlossen, das IMD und die Ferienkurse auch in Zukunft zu unterstützen. Das IMD freut sich über diese langfristige Kooperation und kann damit den Bewerbungsprozess im Vergleich zu 2010 deutlich vorziehen, damit die ausgewählten KomponistInnen mehr Zeit zur Fertigstellung ihrer Stücke haben. Die Ausschreibung für die fünf Stipendien für die Ferienkurse 2012 ist ab sofort online. Die Bewerbungsfrist endet am 1. April 2011.

 

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Mit Isabel Mundry erhält eine der bedeutendsten deutschen Komponistinnen den Heidelberger Künstlerinnenpreis 2011. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner überreicht den Preis am Mittwoch, 19. Januar, im Anschluss an das vierte Philharmonische Konzert in der Heidelberger Stadthalle.

Die musikalische Beschäftigung mit Zeit und Raum zählt zu den zentralen Themen der Künstlerin. Weltweit werden ihre nuancenreichen, fein modellierten und farbintensiven Werke aufgeführt und gepriesen. Weil sie sich mit ihrer beeindruckenden, individuellen Klangsprache in besonderem Maße um die Weiterentwicklung der zeitgenössischen Musik im 20. und 21. Jahrhundert verdient gemacht hat, ist die Wahl der Jury auf sie gefallen.

Der mit 5.000 Euro dotierte Heidelberger Künstlerinnenpreis wird in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben. Er wurde 1987 von der Heidelbergerin Roswitha Sperber ins Leben gerufen. Der Preis, mit dem herausragende internationale Komponistinnen ausgezeichnet werden, ist weltweit einzigartig. Zu den Preisträgerinnen zählen bekannte Tonkünstlerinnen wie Adriana Hölszky (1990), Galina Ustwolskaja (1992), Olga Neuwirth (2008) und Kaija Saariaho (2009).

Im vierten Philharmonischen Konzert kommt am 19. Januar um 20 Uhr unter anderem Isabel Mundrys Komposition „Zeichnungen“ unter der Leitung von Maestro Eiji Oue zur Aufführung. In der Komposition für Streichquartett und Orchester macht Mundry das Verhältnis von Nähe und Ferne klanglich erfahrbar. Als Solisten für die filigran gezeichneten Melodielinien konnten die Mitglieder des renommierten Apollon Musagète Quartett gewonnen werden. Die jungen polnischen Musiker erhielten beim ARD-Musikwettbewerb 2008 den ersten Preis und fast alle Sonderpreise. Das Konzert wird vom langjährigen Medienpartner Deutschlandfunk aufgezeichnet und am 10. April 2011 ab 21.05 Uhr gesendet.

 

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Der 1981 in Zweibrücken geborene Komponist Florian Mattil erhält in diesem Jahr das Stipendium für "Experimentelle Musik und Komposition" der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Dieses Stipendium wird von der Kunststiftung NRW gefördert. Es ist ein Aufenthaltstipendium über sechs Monate in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen (NRW). Florian Mattil wird sein Stipendium mit Beginn des Monats Februar 2011 im Künstlerdorf Schöppingen aufnehmen.

Dieses Stipendium für experimentelle Komposition konnte in den vergangen Jahren bereits an Komponistinnen und Komponisten aus Deutschland, Italien, Argentinien, Südkorea, Litauen, Spanien, Weißrußland und der Türkei vergeben vergeben werden.

Florian Mattil arbeitete zunächst als Regiepraktikant und -assistent in Theater-, Rundfunk-, Film- und Opernproduktionen. Ab 2003 studierte er instrumentale und elektronische Komposition bei Günter Steinke und Dirk Reith an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Von 2008 bis 2010 folgte ein Aufbaustudium in demselben Studiengang, das Mattil mit Auszeichnung abschließen konnte. Neben instrumentalen und elektronischen Werken arbeitet er vor allem an interdisziplinären Projekten, bei den sich Performances, Installationen und Klang verbinden. Außerdem arbeitet er zusammen mit Choreografen an Tanztheaterstücken.

In den letzten Jahren waren von Florian Mattil Kompositionen und Aufführungen auch international zu sehen und zu hören. So etwa in 2009 die Performances Telepathos II und III bei der interdisziplinären Plattform "Feldstärke" von "pact Zollverein" in Essen, Paris und Los Angeles oder auch die Komposition zum Tanztheaterstück "gestrandet" nach einem Konzept von Monika Born in der "Dampfzentrale Bern". Auch der Ton zum Tanztheater "Las tres partes" von Leandro Kees, dass 2010 in Tanzhaus NRW in Düsseldorf aufgeführt wurde, stammt von Florian Mattil.

In einen Sinfoniekonzert auf der Zeche Zollverein kam Florian Mattils Orchesterstück "Helium-Flash" im vergangenen Jahr in einem Reigen mit klassischen Stücken von Hadyn bis Mendelssohn zur Uraufführung. Helium-Flash bezeichnet die explosionsartige Fusion von Helium bei der Entwicklung von Sternen. Der Komponist Florian Mattil bemerkte über sein neueste Komposition: „Die physikalischen Prozesse, die in einem Stern ablaufen, haben in ihrer nur scheinbaren Einfachheit und Übersichtlichkeit einen starken Einfluss auf mein Werk genommen. Einzelne Klangereignisse verhalten sich wie Elementarteilchen im Mikrokosmos, die sich in Wolken verdichten und wieder auflösen."

 

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Der mit 10.000 Euro dotierte Kunstpreis 2010 der Regensburger Kulturstiftung der REWAG, in diesem Jahr für Musik ausgeschrieben, geht an den in Regensburg geborenen und zur Zeit in Hamburg arbeitenden 31-jährigen Komponisten Leopold Hurt. Er studiert in der Kompositionsklasse von Prof. Dr. Manfred Stahnke an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater.

22 Komponisten der Region hatten sich mit 120 Werken der Klassischen Musik an der Ausschreibung beteiligt. Sinfonien, Klavierkonzerte, Oratorien, Opern und Kammermusikwerke höchster Qualität wurden eingereicht. Positiv überrascht wurden Kuratorium und Jury von der großen Resonanz der Ausschreibung.
Leopold Hurt entschied den Wettbewerb für sich mit den beiden Kompositionen "Seismographien" (2009), Messungen über Antoine Brumel kombiniert mit Bearbeitungen aus Brumels Messe „Et ecce terrae motus“ für 6 Stimmen und 17 Streicher und "Erratischer Block" (2006) für Violine, Saxophon, Klavier, Schlagzeug, mikrotonale Altzither und Elektronik. Für letzteres Werk hatte Hurt bereits den Kompositionspreis der Landeshauptstadt Stuttgart zugesprochen bekommen.

Die Jury (Prof. Dr. Wolfgang Horn, Lehrstuhl für Musikwissenschaft der Universität Regensburg, Prof. Dr. Dieter Torkewitz, Lehrstuhl für Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Juryvorsitz Studiendirektor Udo Klotz als Kuratoriumsvertreter der Regensburger Kulturstiftung der REWAG) zeigte sich beeindruckt von Hurts Kompositionen: "Hurts Kompositionen sind im höchsten Maß innovativ. Der Komponist zeigt, dass er über ein ungemein großes kreatives und technisches Potential verfügt, seine Kompositionen bestechen durch unvergleichlich hohe Farbigkeit im Umgang mit den gewählten technischen Mitteln.

Leopold Hurts (geboren 1979 in Regensburg) umfangreiche Konzerttätigkeit umfasst sowohl die Neue Musik als auch den Bereich der Historischen Aufführungspraxis. Er erhielt u. a. Engagements beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, beim Sinfonieorchester des WDR, sowie als Solist beim Orchestra di Roma. Konzertreisen führten ihn nach China, in den Libanon (Goethe-Institut) und nach Moskau.

Der Komponist Leopold Hurt machte unter anderem mit der Kammeroper "Anna Livia Plurabelle" (Auftragswerk von A*Devantgarde München 2001) und mit dem abendfüllenden Oratorium "Muspilli" (Auftragswerk der Regensburger Philharmoniker) auf sich aufmerksam. Eine Reihe von Werken spiegelt seine analytische Auseinandersetzung mit regionalen Spuren mitteleuropäischer Volksmusik wider, letzteres auch mit elektronischen und multimedialen Mitteln.

Neben frühen Preisen und Auszeichnungen war Leopold Hurt Stipendiat des Freistaats Bayern, der Stiftung „Podium Junger Musiker“ und Preisträger im internationalen Wettbewerb für Zither „Ernst Volkmann-Preis“ (2004), in dessen Jury er 2008 berufen wurde. 2003/2004 erhielt er ein Stipendium für einen Aufenthalt an der „Cité Internationale des Arts“ in Paris. 2008 wurde er mit dem "Annemarie und Hermann Rauhe Preis für Neue Kammermusik" ausgezeichnet.

 

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Im Rahmen des Berliner Künstlerinnenprogramms vergibt die Berliner Kulturverwaltung in Kooperation mit der Musikakademie Rheinsberg zum 6. Mal den mit 10.000,-- Euro dotierten Berlin-Rheinsberger-Kompositionspreis.

Mit der Vergabe des Preises ist die Intention verbunden, sowohl das bisherige Werk einer Komponistin auszuzeichnen, als auch deren weiteres künstlerisches Schaffen zu unterstützen. Die Auszeichnung beinhaltet einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt an der Bundes- und Landesmusikakademie Rheinsberg, während dessen geplante Kompositionen ausgearbeitet und die vielfältigen Möglichkeiten des Kontakts und künstlerischen Austauschs in der Musikakademie genutzt werden sollen. Die Uraufführung einer Komposition sowohl in Rheinsberg als auch in Berlin sind vorgesehen.

Antragstellerinnen müssen ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Berlin haben, im Bereich der zeitgenössischen Komposition wirken und mit ihrer Arbeit bereits in der Öffentlichkeit hervorgetreten sein.

Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury.

Die Auslobung des Preises verfolgt das Ziel, professionell arbeitende Komponistinnen zu fördern, ihren Werken eine größere Öffentlichkeit zu verschaffen und damit zum Abbau der Unterrepräsentanz von Komponistinnen im Musikleben beizutragen.

Abgabeschluss ist der 31. Januar 2011 (es gilt der Poststempel).

Antragsformulare können in der Berliner Kulturverwaltung abgeholt werden oder sind im Internet unter http://www.berlin.de/sen/kultur/foerderung/informationen/maininfo.html#K8m herunter zu laden.
Kontakt/weitere Informationen:
Karin Hofmann (Tel. 90228-441) – Künstlerinnenförderung –
Brunnenstr. 188-190, Zimmer 4/E/8, 10119 Berlin (dienstags bis freitags)

 

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Das Land Niedersachsen hat jetzt für das Jahr 2011 Jahres- und Arbeitsstipendien in der Bildenden Kunst und weitere Stipendien in der Sparte Musik/Komposition - einschließlich innovativer Musikproduktion - ausgeschrieben. Die Förderung von 3.000 bis zu 12.000 Euro soll freiberuflichen Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, sich verstärkt ihrem künstlerischen Schaffen sowie Projekten widmen zu können. Sie ist für einen Zeitraum von drei Monaten bis zu einem Jahr ausgelegt.

Die Stipendiaten sind während der Förderung grundsätzlich nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Auf Wunsch der durch die Niedersächsische Kunst- und die Musikkommission auszuwählenden Bewerberinnen und Bewerber können diese allerdings einen Teil des Förderzeitraums in den Worpsweder Martin-Kausche-Ateliers verbringen.

Antragsberechtigt sind Künstlerinnen und Künstler, die in Niedersachsen leben oder arbeiten. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur nimmt Bewerbungen noch bis zum 15. Januar 2011 (Posteingang) entgegen.

Ebenfalls bis zu diesem Termin sind Bewerbungen für einen Studienaufenthalt in einer ausländischen Künstlerstätte für das Folgejahr 2012 möglich. Diese Förderungen umfassen auch die Architektur und Landschaftsarchitektur. Bewerbungen sind für die Deutsche Akademie Rom, die Cité Internationale des Arts in Paris und das Deutsche Studienzentrum in Venedig möglich.

 

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Der Bundesverband Musikindustrie e. V. (BVMI) begrüßt die zwölf Thesen von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und ruft zu einer konsequenten Diskussion über die Grundlagen von Kultur und Wissen im digitalen Kontext auf. Prof. Dieter Gorny rief heute in der Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages dazu auf, die Diskussion über das Urheberrecht auf der Basis der Thesen des Kulturstaatsministers nicht nur reflexhaft zu führen. Neumann hatte darin am vergangenen Freitag ein klares Bekenntnis zum Schutz des geistigen Eigentums in der digitalen Welt abgegeben.

Wie in der physischen darf auch in der digitalen Welt der Wert individueller geistiger Leistungen nicht negiert werden. „Das Internet eröffnet viele großartige Möglichkeiten, ändert aber die Prinzipien der Entstehung geistigen Eigentums nicht komplett. Ein brillanter Song entsteht nicht durch „Schwarmintelligenz“, sondern durch harte Arbeit des Einzelnen und seiner Partner. In den meisten Fällen macht erst dieses Zusammenwirken den Genuss kreativer Werke überhaupt möglich. Es ist richtig und wichtig, dass die Kreativen für ihre Ideen und ihre Arbeit auch bezahlt werden. Nichts anderes kann für diejenigen gelten, die partnerschaftlich an der Entwicklung beteiligt sind“, sagte Vorstandsvorsitzender Prof. Dieter Gorny am Montag in Berlin.

„Wir unterstützen daher insbesondere die sehr grundsätzliche Betrachtung des Urheberrechts als Voraussetzung für die Entstehung individueller geistiger Leistungen und damit letztlich auch als Voraussetzung für die Entstehung von Kunst, Kultur und Wissen in einer modernen digitalen Gesellschaft“, so Gorny weiter. Das Urheberrecht formuliert weit über Kunst und Kultur hinaus die Spielregeln für den Umgang mit Wissen und schafft die richtigen Anreize, sich mit Zeit, Kreativität, Engagement, Konzentration und Verantwortung investiv am kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritt zu beteiligen. „Über diese Grundlagen müssen wir ausführlich miteinander reden, um die verzerrt geführte Debatte über Urheberrecht in digitalen Zeiten neu und vernünftig aufsetzen zu können.“

Der Bundesverband Musikindustrie begrüßt außerordentlich, dass sich der Kulturstaatsminister in einem so zentralen Bereich äußert und die Überlegungen und Vorschläge der Bundesjustizministerin zu einem Warnhinweissystem weiterentwickelt. Darüber hinaus teilt der Branchenverband die Forderung, Verbraucherinnen und Verbraucher durch ein Warnhinweismodell über die Unrechtmäßigkeit ihres Tuns zu informieren, denn in der Tat mag es in der digitalen Welt für einige noch schwer sein, sich zurechtzufinden. Das von Neumann präferierte Warnhinweismodell wird insofern zu einer Erhöhung der Medienkompetenz führen. Darüber hinaus kann dies sehr viel schneller als die gegenwärtigen Abmahnungen ausgestaltet werden, die den User oft erst lange nach der – vielleicht längst vergessenen – Tat erreichen. Über die Ausgestaltung von angemessenen aber auch ernstzunehmenden Sanktionen gegenüber solchen Rechtsverletzern, die nach der Warnung noch immer illegal downloaden, muss jedoch noch intensiv gesprochen werden.

 

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Unter dem Titel „Entwicklung des Urheberrechts in der digitalen Gesellschaft“ findet heute um 13.00 Uhr eine öffentliche Expertenanhörung der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ im Bundestag statt. Hierzu wurden zehn Sachverständige eingeladen, um die Fragen der Kommissionsmitglieder und der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten.

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Die Tatsache, dass keine Urheber als Sachverständige in die heutige Expertenanhörung eingebunden sind, zeigt einmal mehr, wie unterrepräsentiert diese im Denken und Handeln der Enquete-Kommission sind. Ich bin sehr froh, dass sich Staatsminister Bernd Neumann mit seinem Positionspapier ‚Ohne Urheber keine Kulturelle Vielfalt’ im Namen der Bundesregierung deutlich für diesen zentralen Punkt in der Diskussion engagiert.

Sollte die Arbeit der Enquete-Kommission ‚Internet und digitale Gesellschaft’ weiterhin so einseitig auf die Verbraucherinteressen ausgerichtet bleiben, ist der Misserfolg vorprogrammiert, weil ihr der gesamtgesellschaftliche Blick fehlt. Deshalb appelliere ich an die Kommissionsmitglieder, wenigstens durch die Themenfestsetzung und die Einladung von Urhebern als Sachverständige, der fundamentalen Bedeutung des Schutzes und der Weiterentwicklung geistigen Schaffens gerecht zu werden. Denn ohne Urheber keine Kreativität und ohne Kreativität keine Kulturelle Vielfalt.“

 

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Der Deutsche Komponistenverband (DKV) begrüßt das Positions-Papier, das Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, zum Thema „Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter“ veröffentlicht hat. In zwölf Punkten positioniert sich der Staatsminister eindeutig im Sinne der Urheber und fordert, deren Rechtsstellung auch und gerade im Rahmen der digitalen Entwicklungen zu stärken. Als zentrale Aussage Neumanns erachtet der DKV, dass das Urheberrecht im digitalen Zeitalter als Schutzinstrument der Kreativen weder generell aufgehoben noch in ein Verbraucherrecht umgedeutet werden dürfe. Insbesondere begrüßt der DKV auch den Hinweis auf die Notwendigkeit einer angemessenen Vergütung für die Urheber.

Die Tatsache, dass das Internet einen schnellen und unkomplizierten Zugang auf urheberrechtlich geschützte Inhalte ermögliche, dürfe nicht bedeuten, dass dieser Zugang auch kostenfrei sei, so der Staatsminister.
Ein wichtiges Bekenntnis ist nach Ansicht des DKV außerdem das Bekenntnis zur Rolle der Verwertungsgesellschaften: „Die Rechtewahrnehmung durch
Verwertungsgesellschaften ist auf der Grundlage des
Urheberrechtswahrnehmungsgesetzes zu sichern“, heißt es im Papier des
Kulturstaatsministers.

Jörg Evers, Präsident des Deutschen Komponistenverbandes, äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Forderungen Neumanns: „Der DKV begrüßt das Positionspapier ‚Ohne Urheber keine kulturelle Vielfalt‘ in hohem Maße. Der Staatsminister hat damit erneut dokumentiert, dass er ein absoluter Glücksfall für die Kultur in Deutschland ist, sowie ein verlässlicher Anwalt für die diese Kultur sichernden Belange ihrer Urheber. Der DKV gratuliert zu diesem klaren und richtungsweisenden Werk!"

 

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Unmittelbar vor der siebten öffentlichen Sitzung der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, die heute als öffentliche Anhörung zum Thema „Entwicklung des Urheberrechts in der digitalen Gesellschaft“ stattfinden wird, hat Staatsminister Bernd Neumann MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, heute im Bundeskanzleramt unter dem Titel „Ohne Urheber keine kulturelle Vielfalt“ zwölf Thesen zum Thema „Kultur und Digitalisierung“ veröffentlicht.

Die GEMA begrüßt dieses eindeutige Bekenntnis des Staatsministers zur Stärkung der Rechtsstellung der Urheber und zur Wertschätzung ihres schöpferischen Werks.

Dazu der Vorstandsvorsitzende der GEMA, Dr. Harald Heker: „Die Nutzung des Mediums Internet ist inzwischen gesellschaftlich zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Eine entsprechende angemessene wirtschaftliche Beteiligung der Urheber an diesem Erfolg steht jedoch noch aus. Die fundierten und umfassenden Thesen des Staatsministers zeugen von Respekt gegenüber der schöpferischen Leistung der Kreativen, deren Schaffen die Grundlage für den Erfolg des Internets bildet.“

Den Verwertungsgesellschaften kommt hierbei eine entscheidende Rolle zu. So fordert das Thesenpapier an zentraler Stelle, dass „die Rechtewahrnehmung der Verwertungsgesellschaften deshalb zu sichern ist“, auch in Form einer EU-Richtlinie für die Verwertungsgesellschaften in Europa.

Wichtigstes Ziel für den Erhalt der kreativen Vielfalt ist es, die massenhaften Urheberrechtsverletzungen im Internet einzudämmen. „Wir freuen uns, dass der Staatsminister auch hierzu mit der Forderung der Fortentwicklung der Provider-Haftung einen Lösungsansatz unseres Hauses in sein Thesenpapier aufgenommen und als erforderliche Maßnahme bereits in die im November 2010 verabschiedete IKT-Strategie der Bundesregierung „Deutschland Digital 2015“ eingebracht hat“, so Dr. Harald Heker.

 

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Am heutigen Freitag, 26. November 2010 hat Bernd Neumann, Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, ein Zwölf-Punkte-Papier zum Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter veröffentlicht.

Hierzu Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „Das Positionspapier von Staatsminister Neumann zeigt neue Perspektiven zur Bewältigung der Herausforderungen im digitalen Zeitalter auf. Die Eindeutigkeit, mit der sich Bernd Neumann für den Schutz des geistigen Eigentums einsetzt, ist ein wichtiges Signal für die bisher vorwiegend verbraucherorientiert geführte Diskussion. Dieses Papier stärkt nicht nur das Bewusstsein für den Wert der Kreativität, sondern stellt einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen kultureller Kompetenz und Wertschätzung des geistigen Eigentums her. Letztlich sitzen Urheber und Nutzer in einem Boot, denn ohne Urheber gibt es keine Kreativität und ohne Kreativität keine Kulturelle Vielfalt.

Der Deutsche Musikrat unterstützt die Forderungen des Kulturstaatsministers und appelliert in diesem Sinne an alle Entscheidungsträger, auf der Grundlage des Positionspapieres des Kulturstaatsministers umsetzungsfähige Konzepte für einen verantwortungsvollen Umgang in der digitalen Welt zu erarbeiten.“

 

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Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt, dass Kulturstaatsminister Bernd Neumann, MdB mit seinem Positionspapier "Ohne Urheber keine kulturelle Vielfalt. Zwölf Punkte des Staatsministers für Kultur und Medien zum Schutz des geistigen Eigentums im digitalen Zeitalter" ein deutliches und nachdrückliches Signal zum Schutz der Urheber in Zeiten der Digitalisierung gesendet hat.

Als besonders zentral erachtet der Deutsche Kulturrat, dass Kulturstaatsminister Neumann in dem Papier unterstreicht, dass ein funktionierendes Urheberrecht die kreative Vielfalt nicht beschneidet, sondern im Gegenteil eine Voraussetzung für kulturelle Vielfalt ist. Ebenso teilt der Deutsche Kulturrat die Einschätzung von Kulturstaatsminister Neumann, dass neben der wirtschaftlichen Dimension des Urheberrechts die starke ideelle Dimension des Urheberpersönlichkeitsrechts in den zukünftigen Debatten eine wesentlich wichtigere Rolle spielen muss.

Der Deutsche Kulturrat unterstützt die zwölf Thesen von Kulturstaatsminister Neumann nachdrücklich, in denen die Abwägungen zwischen Urheber- und Nutzerinteressen konkret verdeutlicht werden.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Wir freuen uns über die klare kulturpolitische Positionierung von Kulturstaatsminister Neumann in der Diskussion um das Urheberrecht. Das Positionspapier stärkt den Künstlern und der Kulturwirtschaft den Rücken, die in der Debatte um das Urheberrecht in Zeiten der Digitalisierung häufig übergangen werden. Besonders der Zeitpunkt der Vorstellung des Papiers kurz vor der Anhörung der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" des Deutschen Bundestages am Montag ist gut gewählt. Der Kulturstaatsminister stellt in seinen zwölf Thesen klar: Kulturelle Vielfalt ist ohne ein starkes Urheberrecht für die Künstler und für die Kulturwirtschaft nicht denkbar."

 

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Der Staatsminister für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat heute in Berlin ein 12-Punkte-Papier zum Schutz des digitalen Eigentums vorgelegt. Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte dazu:

„Die zunehmende Digitalisierung unserer Welt macht vor der Kultur nicht halt. Einerseits ergeben sich großartige Chancen, kulturelle Schätze einfacher zugänglich zu machen und neue Formen kultureller Schaffensprozesse zu entwickeln. Andererseits birgt die Digitalisierung auch Risiken. Im digitalen Umfeld (weltweiten Netz) ist es technisch einfach möglich, urheberrechtlich geschützte Werke zu nutzen, ohne die angemessene Vergütung dafür zu entrichten. Auch, wenn dies für den Nutzer angenehm und kostengünstig ist, ist es in vielen Fällen nicht erlaubt und dies aus gutem Grund. Denn den Urhebern, ausübenden Künstlern und anderen kreativen Berufen wird der Lohn ihrer Arbeit vorenthalten, ihre wirtschaftliche Existenz bedroht. Wenn es aber nicht mehr möglich ist, von kreativer Arbeit zu leben, wird unsere kulturelle Landschaft verarmen, wird es über kurz oder lang keine kulturelle Vielfalt geben. Wir können deshalb nicht die Hände in den Schoß legen, sondern wir müssen reagieren.“

„Bei künftigen Regelungen müssen die Interessen von Nutzern und Verwertern angemessen berücksichtigt werden“, betonte Staatsminister Bernd Neumann weiter. „Dazu gehört sicher auch, dass Wege rechtskonformen Handelns aufgezeigt werden. Bei eindeutigen Rechtsverletzungen muss aber sichergestellt sein, dass illegales Handeln auch ernstzunehmende rechtliche Konsequenzen, wie z.B. eine Abmahnung nach sich zieht. Zur Verwirklichung der Urheberrechte ist zudem die Mitwirkung aller Verwerter von kreativen Leistungen erforderlich. In diesem Zusammenhang ist auch die Providerhaftung fortzuentwickeln.“

„Auch für die Digitalisierung sogenannter verwaister und vergriffener Werke sind die erforderlichen rechtlichen Grundlagen zu schaffen, um wertvolle Bestände aus Bibliotheken oder Archiven der Allgemeinheit besser zugänglich machen zu können“, hob der Staatsminister weiter hervor. „Dabei müssen die Persönlichkeitsrechte des Urhebers gewahrt und auch ein wirtschaftlicher Ausgleich vorgesehen werden.“

 

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Zum vierten Mal in Folge verleiht das ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie gemeinsam mit dem EXPERIMENTALSTUDIO des SWR den weltweit höchstdotierten Preis für elektronische Musik. Der Giga-Hertz-Preis, der bislang aus einem Hauptpreis und vier Produktionspreisen bestand wurde in diesem Jahr um die Kategorie „Technische Innovation“ erweitert. 2010 wird zudem zum zweiten Mal auch der Walter-Fink-Preis des ZKM für Tanz, elektroakustische Musik und Medien vergeben.

Den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis des Giga-Hertz-Preis 2010 erhält Gottfried Michael Koenig (*1926 Deutschland). Koenig schrieb instrumentale Werke für Orchester und kammermusikalische Besetzungen und entwickelte Computerprogramme für instrumentale und elektronische Musik. Er gilt als Pionier der algorithmischen Komposition und verfasste ein umfangreiches musiktheoretisches Werk. Er lehrte unter anderem am Institut für Sonologie der Universität Utrecht, an der Kölner Musikhochschule für elektronische Musik und bei den Darmstädter Ferienkursen.

Die vier mit je 8.000 Euro dotierten Giga-Hertz-Produktionspreise gehen an Dániel Péter Biró (*1980 Kanada), José Miguel Fernandez (*1973 Frankreich), Orestis Karamanlis (*1978 Griechenland) und Robert Normandeau (*1955 Kanada). Die Produktionspreise sind Realisationsstipendien, mit denen die KünstlerInnen ihre eingereichten Projekte am ZKM Institut für Musik und Akustik und am EXPERIMENTALSTUDIO des SWR in Freiburg verwirklichen können.

Den erstmals verliehenen Sonderpreis für technische Innovation erhält Jaime E. Oliver La Rosa (*1979 Peru). Er entwickelte ein System, bei dem die Bewegungen der Hände über einer Fläche unmittelbar in Töne umgewandelt werden, ohne dass diese eine Tastatur oder Instrumente bedienen.

Der Walter-Fink-Preis des ZKM für Tanz, elektroakustische Musik und Medien wird 2010 an Daniel Berwanger und Pipo Tafel für ein interaktives Konzertkonzept verliehen.

Die feierliche Vergabe des Giga-Hertz-Preises, inklusive einer musikalischen Intervention und Konzerten, findet am Samstag, 4. Dezember 2010, ab 19 Uhr im ZKM Karlsruhe statt. Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt dieses Jahr erstmals im Rahmen des Festivals IMATRONIC des ZKM Instituts für Musik und Akustik (1.-5.12.2010). Das Festival-Programm umfasst Konzerte, Ateliers, ein Symposium und ein Kinderkonzert. Im Zentrum steht das Pariser Lautsprecherorchester Akusmonium.

 

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„Unerwartet/Unexpected“ ist die siebte CD der bei WERGO erschienen Reihe musikFabrik. Die thematisch aufgebaute Edition liegt damit vollständig vor. Die Kooperation zwischen Wergo und der musikFabrik soll aber fortgesetzt werden, bereits 2011 werden weitere CDs erscheinen.

Der Titel ist bei „Unerwartet/Unexpected“ Programm: Der vor allem als Opernkomponist bekannte Philippe Boesmans überrascht mit einem „biedermeierlichen“ Klaviersextett. Bei Richard Barrett wird die Störung zum Strukturprinzip und Luca Francesconi kennt die Formel, der Musik das Formelhafte auszutreiben. Die Frage, „Sind sie erfahren?“, die David Lang mit dem Titel seines Melodrams stellt, ist insofern rhetorischer Natur, als das Stück einen forschenden Blick auf das unerwartete Ende eines Konzertbesuchs richtet.


edition musikFabrik – CD 7: Unerwartet / Unexpected

David Lang: Are You Experienced? für Sprecher, E-Tuba solo und 13 Musiker
Philippe Boesmans: Sextuor à clavier für Klavier, 2 Violinen, 2 Violen und Violoncello
Richard Barrett: interference für Kontrabassklarinette solo, Stimme und Pedal Bass Drum
Luca Francesconi: Unexpected End of Formula für Violoncello, Live-Elektronik und Ensemble (Uraufführung 2008)

WER 68572 (CD)

Christian Brückner: Stimme / Carl Rosman: Stimme, Kontrabassklarinette, Bass Drum /
Melvyn Poore: Tuba / Dirk Wietheger: Violoncello / musikFabrik /
Stefan Asbury, Etienne Siebens und Christian Eggen: Dirigenten / Josh Martin (ZKM): Klangregie

 

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Die Münchner „Edition of Contemporary Music“ (ECM) zählt zu den renommiertesten Schallplattenlabels in den Bereichen des Jazz und der musikalischen Moderne. Komponisten und Interpreten wie Keith Jarrett, Jan Garbarek, Arvo Pärt und György Kurtág haben die wesentlichen Werke ihres Œuvres in der ECM veröffentlicht. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Schallplatten und CDs erschienen.

Im Oktober 2009 wurde an der Universität Mannheim ein Symposium zum 40-jährigen Bestehen der ECM abgehalten, dessen Vorträge nun in dem Band „Der blaue Klang - Musik, Literatur, Film, Tonspuren: Der Wirkungskreis von ECM und der europäisch-amerikanische Musikdialog“ (Wolke, 2010) veröffentlicht wurden. Ergänzt wird der Band durch Beiträge zum Engagement des Labels und seines Gründers Manfred Eicher in den Bereichen Film, Theater und Literatur, sowie durch eine Chronik. Ziel der Herausgeber ist es, das weitverzweigte Wirkungsfeld der ECM zu dokumentieren und in einen Zusammenhang mit ästhetischen, ökonomischen und kulturpolitischen Tendenzen zu bringen.

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Der chinesische Komponist Xiaoyong Chen hat seit dem Wintersemester 2010/2011 an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg eine Gastprofessur für "Neue Musik, Komposition und chinesische Musikkultur".

Xiaoyong Chen ist zugleich Professor am Shanghai Conservatory. Er arbeitet schon seit vielen Jahren mit der Kompositionsabteilung der Hamburger Musikhochschule zusammen. Durch seine Gastprofessur wird diese Zusammenarbeit auf eine neue Stufe gehoben. Zugleich wird die ebenfalls seit einigen Jahren bestehende fruchtbare Verbindung zwischen der Musikhochschule Hamburg und dem Shanghai Conservatory, die zur Einführung des Internationalen Masterstudium Instrumentalmusik führte, weiter vertieft.

Von Chen, der vor anderthalb Jahren im „neuen werk“ des NDR ein Portraitkonzert erhielt, wird das Amaryllis Quartett am 28. November 2010 das Streichquartett Nr. 3 zur Uraufführung bringen


Xiaoyong Chen
wurde 1955 in Peking,China, geboren. Nach seinen Studien am Beijing Central Conservatory setzte er seine Kompositionsstudien bei György Ligeti in Hamburg fort (1985 – 1989).

1987 debütierte er bei den Donaueschinger Musiktagen mit seinem 1. Streichquartett. Die Komposition Yün für Sopran und 11 Instrumentalisten (1991) erhielt einen Preis des Forum Junger Komponisten/WDR 1992 und wurde unter Peter Eötvös in Köln, Leipzig und Dresden aufgeführt. Warp für Kammerensemble und sein 1. Streichquartett wurden im Rahmen einer Tournee der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen 1994 in Amsterdam und Wien gespielt. Seitdem arbeitet Chen intensiv mit diesem Orchester zusammen, von dem er bereits drei Kompositionsaufträge erhielt. Die Deutsche Kammerphilharmonie produzierte 1999 seine Portrait-CD Invisible Landscapes in Kooperation mit Radio Bremen. 1999 entstand Chens Orchesterwerk Interlaced Landscapes im Auftrag der Gulbenkian Foundation und ging mit dessen Orchester unter Muhai Tang auf Tournee nach China und Portugal. Im Jahr 2000 schrieb Chen die Komposition Fusion im Auftrag des Cellisten Yo-Yo Ma für das Silk-Road Project.

Chen Xiaoyong arbeitete mit bedeutenden Orchestern und Ensembles darunter dem SWR-Sinfonieorchetser Baden-Baden, dem KBS-Symphony Orchestra Seoul, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem National Symphony Orchestra of Taiwan, dem Gulbenkian Symphony Orchestra, Ensemble Modern, London Sinfonietta, Auryn Quartett, Arditti String Quartet, Ensemble 2e2m Paris u.a.
Aufführungen seiner Werke fanden in Europa, Asien, Russland, Australien, den USA und Südamerika statt. Internationale Festivals stellten seine Musik vor, darunter das Asian Music Festival, die Dresdener Tage für zeitgenössische Musik, das Asian Contemporary Music Festival (Korea), das Holland Festival, die Wiener Graben Fest-Tage, die Tage der Neuen Musik Hannover, Ars Musica Brüssel, Weltmusiktage (Manchester, Hong Kong), Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Tanglewood Festival (USA) u.a.

Seit 2005 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg, seit 2006 Professor für Komposition am Shanghai Conservatory.

 

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Die „Tage Neuer Musik in Weimar“ widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. 2010 lautet es: „Reflexion & Inspiration“. „Dabei wird den Einflüssen nachgespürt, die sich in vielfältiger Weise als anregend für ihre Arbeit erweisen“, erklärt Festivalleiter Michael von Hintzenstern den inhaltlichen Ansatzpunkt. Fünf Konzerte mit internationalen Spitzensolisten und Ensembles präsentieren dabei ein „Universum Neuer Klaviermusik“, „Theatralische Aktionen“, „Neue Spielarten improvisierter Musik“, „Internationale Tendenzen elektroakustischer Musik“ und „Neue Ansätze der Komposition für Streichquartett“.

Im Bestreben, einen der wichtigsten „Grenzgänger“ der Neuen Musik im Osten Deutschland anlässlich seines 80. Geburtstages zu ehren, wird Paul-Heinz Dittrich Zeuthen als „composer in residence“ am Festival teilnehmen. Charakteristisch für dessen Werk ist die Verbindung von Musik und Sprache. Wie kaum ein anderer Tonschöpfer der Gegenwart hat er die europäische Literatur, insbesondere die Lyrik, in seinem umfangreichen Schaffen geborgen. Dafür stehen seine Klaviermusik V „Hommage à Heiner Müller“ ebenso wie sein Streichquartett III „Nachmusik nach Novalis“, welche das Festival umrahmen. Das gilt aber auch für Doppelbegabungen wie den Komponisten und Dichter Allain Gaussin, der das Blitzen nächtlicher Traumbilder in komplexe musikalische Strukturen verwandelt. Ansatzpunkte gibt es viele, wenn z.B. Georges Aperghis in einer seiner musik-theatralischen Aktionen eine Autorennstrecke zum Schauplatz eines Schlagzeugstückes macht, in dem der Performer viele veschiedene Rollen zu spielen hat: den Fahrer, den Sport-Kommentator, das Publikum und das Auto selbst.

Gerade in der elektroakustischen Musik ergeben sich neue Beziehungsebenen, wobei die Klangwelt eines Flipperautomaten das „motivisch-thematische Material“ ebenso liefern kann wie das Bohren, Schweißen und Sägen eines Stahlwerkes. Das gilt nicht zuletzt für live-elektronischen Kompositionen, bei denen sich aus wechselseitigen Interaktionen zwischen Instrument und Computer neue Dimensionen des Musizierens eröffnen. „Klassiker“ wie Luigi Nono oder Frederic Rzewski werden hierbei einer Komponistengeneration gegenübergestellt, die erst in den 70er Jahren geboren wurde. Das Festival lädt dazu ein, einen Kosmos facettenreicher Möglichkeiten zwischen Reflexion und Inspiration zu erleben.

 

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Mit einem begeistert aufgenommenen Konzert am 20. September im Warschauer Witold-Lutoslawski-Saal ging für rund 30 junge Musiker der 8. European Workshop for Contemporary Music (EWCM) zu Ende. Der polnische Rundfunk sendete das Konzert des EWCM live. Für 2011 wurden bereits weitere Auftritte des Ensembles angefragt.

Im Vorfeld des Konzertes hatten die jungen Instrumentalisten das anspruchsvolle Programm mit Werken von Marco Stroppa, Isabel Mundry, PRASQUAL und Beat Furrer in einer einwöchigen Arbeitsphase im Rahmen des Warschauer Herbstes unter der Leitung von Prof. Rüdiger Bohn einstudiert. Höhepunkte der Arbeitsphase waren die Begegnungen mit Beat Furrer und Isabel Mundry. Sie berichteten über die Hintergründe ihres kompositorischen Schaffens und erläuterten ihre Klangvorstellungen für die einzustudierenden Werke. Damit erhielten die jungen Musiker Einblick in zwei grundlegend verschiedene Ansätze Neuer Musik. Auf diese Weise konnten die Ausführung der diffizilen Spieltechniken nach den Vorstellungen der Komponisten und die Präsentation der Stücke perfektioniert werden. Die Komponistin Isabel Mundry etwa äußerte, dass der EWCM eine der gelungensten Aufführungen ihrer Komposition überhaupt auf die Bühne gebracht habe. Neben dem Ensemble überzeugte auch der Solist des Abends, Stefan Wirth, mit seiner Interpretation von Furrers Klavierkonzert.

Eindrücke und Erfahrungen der EWCM-Teilnehmer können im Online-Blog zum Workshop unter www.nmz.de nachgelesen werden.

Ein schöner Erfolg für den EWCM ist auch das ungebrochene Interesse an seiner Arbeit. So wird er auch 2011 wieder zu erleben sein, wenn das 20-jährige Jubiläum des deutsch-polnischen Vertrages und die polnische EU-Ratspräsidentschaft begangen werden.

Der EWCM ist ein Projekt des Deutschen Musikrates und bietet jungen Musikern die Möglichkeit, sich auf internationaler Bühne mit Repertoire und Spieltechniken zeitgenössischer Musik auseinanderzusetzen. Der EWCM wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Projektpartner ist der Warschauer Herbst. Unterstützt wird der EWCM in diesem Jahr außerdem durch das Goethe-Institut, Pro Helvetia und die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit.

 

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