Der Deutsche Musikwettbewerb ist mit zwei großen Abschlusskonzerten in der Aula der Universität Bonn und einer Preisverleihung im Alten Rathaus Bonn zu Ende gegangen. Neben dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs an das Amelio Trio wurden Preise im Gesamtwert von rund 50.000 Euro an den Kompositions-Preisträger und die insgesamt 33 Stipendiatinnen und Stipendiaten vergeben. Die Einzigartigkeit des Deutschen Musikwettbewerbs liegt darüberhinaus in der umfangreichen Förderung im Anschluss an den Wettbewerb, darunter in der Vermittlung von bis zu 250 Konzerten pro Jahr (Kammerkonzerte & Solokonzerte mit Orchester) und der Produktion einer Debüt-CD beim Leipziger Label GENUIN in Kooperation mit Deutschlandfunk/Deutschlandfunk Kultur.

Die knapp 20-köpfige Gesamtjury bestimmte das Amelio Trio aus Hannover zum Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs. Jury-Vorsitzender Prof. Oliver Wille sagt: „Das Amelio Trio besticht durch sein energetisches, dynamisches und lebendiges Spiel. Dabei weisen sie eine erstaunliche interpretatorische Reife auf, durchleben in ihren sehr persönlichen Interpretationen sowohl zerbrechliche Momente als auch überbordende Kraft und viele überraschende Facetten, die ihr Spiel bereichern. Diese Stärken in Verbindung mit höchstem technischen Standard hat die Gesamtjury beeindruckt, überzeugt und schließlich dazu gebracht, in diesem Jahr nur diesen einen Preis zu vergeben."

Bei den Abschlusskonzerten präsentierten sich die Preisträger und Stipendiat:innen dem Publikum, das Konzert am Samstag wurde vom Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Jakob Lehmann gemeinsam mit den ausgezeichneten Musiker:innen gestaltet. Im Anschluss an das Konzert überreichte die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Katja Dörner, im Alten Rathaus ihren Preis an Myriam Navarri, außerdem erhielt die Oboistin den Musikpreis des Bonner Rotary Clubs und den Sonderpreis der Freunde Junger Musiker e.V. Mainz-Wiesbaden. Der Preis der Freunde Junger Musiker Düsseldorf wurde überreicht an das Bernstein Trio; ein Jahresstipendium der Deutschen Stiftung Musikleben ging an Thomas Mittler (Horn, Frankfurt), Leonard Kutsch (Bassposaune, Aachen), das Jasper Trio (Frankfurt) und das Amelio Trio (Hannover). Der Publikumspreis wurde an Lina Kochskämper (Flöte, Hannover) vergeben.
Alle Ergebnisse und Fotos des Deutschen Musikwettbewerbs 2024 sind zu finden auf der Website www.deutscher-musikwettbewerb.de/.

Amelio Trio (Hannover/Niedersachsen)
Johanna Schubert, Violine
Merle Geißler, Violoncello
Philipp Kirchner, Klavier

Kompositionspreis des Deutschlandfunk, ausgeschrieben für Gitarre solo
Henrik Dewes, Elixier (Zürich)

Ein Stipendium erhalten:

Flöte:

  • Elena La-Deur (Niedersachsen)
  • Lina Kochskämper (Niedersachsen)
  • Charlotte Kuffer (Bayern)
  • Ronja Macholdt (Hessen)

Oboe:

  • Sofía Zamora Meseguer (Berlin)
  • Yeonsu Nam (NRW)
  • Myriam Navarri (NRW)

Gitarre:

  • Noel Shutina (Bayern)

Tenorposaune:

  • Ann-Catherina Strehmel (Schleswig-Holstein)

Bassposaune:

  • Leonard Kutsch (NRW)

Horn:

  • Thomas Mittler (Berlin/Hessen)

Ensembles für Alte Musik

  • Barock_Plus (Bayern)
    Dominik Heidl, Cembalo
    Marie Erndl, Blockflöte
    Verena Spies, Barockcello
    Tabea Wink, Blockflöte
  • Ensemble Interchange (Bayern)
    Matija Chlupacek, Blockflöte
    Friederike Vollert, Blockflöte
    Sara Roque Corado, Barockcello
    Felix Ritter, Laute und Theorbe
    Tuan-Han Hu, Cembalo

Klaviertrio & Klavierquartett

  • Avin Trio (Niedersachsen)
    Valerie Schweighofer, Violine
    Michael Schmitz, Violoncello
     Josefa Schmidt, Klavier
  • Bernstein Trio (Berlin)
    Roman Tulchynsky, Violine
    Marei Schibilsky, Violoncello
    Julia Stephan, Klavier
  • Jasper Trio (Niedersachsen)
    Yuliia Van, Violine
    Lukas Rothenfußer, Violoncello
    Jung Eun Séverine Kim, Klavier
  • Confringo Klavierquartett (Niedersachsen/Bayern/Berlin)
    Johanna Müller, Violine
    Philipp Sussmann, Viola
    Irena Josifoska, Violoncello
    Viktor Soos, Kalvier
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