Das umfassende Förderprogramm „Hamburg Music Business Support“, das die Behörde für Kultur und Medien Hamburg Ende 2020 gemeinsam mit dem Musikwirtschaftsverband Hamburg Music entwickelt hat, wird in diesem Jahr noch einmal neu aufgelegt: Ab morgen können sich Hamburger Musikunternehmen sowie in der Musikwirtschaft tätige Soloselbstständige wieder auf Fördergelder bewerben, die bei der Bewältigung der Folgen der Corona-Krise helfen und musikwirtschaftliche Projekte ermöglichen sollen. Die Behörde für Kultur und Medien hat hierfür zwei Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Für weite Teile der Musik- und der Veranstaltungswirtschaft bleibt die Lage auch nach dem Wegfall der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie prekär. Schleppende Vorverkäufe, Preissteigerungen sowie Personal- und Ressourcenmangel sind nur einige Spätfolgen der Pandemie, die für viele Unternehmen in der Branche weiterhin existenzbedrohend sind. Das Programm „Hamburg Music Business Support“, das Ende 2020 ins Leben gerufen wurde, geht daher in eine neue Runde und ermöglicht musikwirtschaftliche Projekte in dem Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Dezember 2022.
 
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Seit dem weitgehenden Wegfall der Corona-Beschränkungen können wir wieder großartige Konzerte in Hamburg erleben. Dies verdanken wir zum einen der vielfältigen Musikszene der Stadt, aber auch dem großen Mut und der Leidenschaft für die Musik der Veranstaltungswirtschaft. Denn die Spätfolgen der Corona-Beschränkungen machen es noch immer alles andere als leicht, erfolgreich Konzerte zu veranstalten. Gemeinsam mit der Musikwirtschaft haben wir daher den ‚Hamburg Music Business Support‘ neu aufgelegt. Das Förderprogramm ergänzt die bestehenden Bundeshilfen, um die Vielfalt der Musikwirtschaft in Hamburg zu erhalten und das Veranstalten von Konzerten in Hamburg zu erleichtern.“

Timo Wiesmann, Geschäftsführer Hamburg Music: „Während viele Hilfsprogramme auf Bundesebene auslaufen, ist unsere Branche nach wie vor in einer sehr schwierigen Lage. Unternehmen und Soloselbstständige in allen Teilbereichen der Musikwirtschaft kämpfen weiterhin ums wirtschaftliche Überleben und blicken mit großer Unsicherheit in die Herbst- und Wintersaison. Daher freuen wir uns, dass wir gemeinsam mit der Kulturbehörde das weltweit einzigartige Programm Hamburg Music Business Support neu auflegen konnten – ein wichtiger Baustein, um langfristige Schäden am Ökosystem Musikwirtschaft zu verhindern und wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen. Mit Programmen wie diesen unterstreicht Hamburg seinen Status als eine der weltweit bedeutendsten Musikstädte.”

Antragsberechtigt sind nichtstaatliche kulturelle Betriebe der Hamburger Musikwirtschaft, also kleine und mittlere Hamburger Musikunternehmen sowie im Haupterwerb in der Musikwirtschaft tätige Soloselbstständige, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind. Gefördert werden Projekte mit kulturellem Bezug, die diese Unternehmen befähigen, mit angepasstem oder neuem Geschäft aus der Corona-Krise zu kommen. Dabei kann es beispielsweise um die Neuplanung ausgefallener Musikveranstaltungen, Veröffentlichungen oder Kampagnen gehen, um die Stabilisierung laufender Projekte oder um Maßnahmen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Musikbetrieben in Krisen, zum Beispiel für Zeiten absehbarer, Corona-bedingter Mindereinnahmen in der Zukunft. Bis zu 90 Prozent der Kosten entsprechender Projekte können übernommen werden. Die maximalen Förderbeträge reichen von maximal 10.000 Euro für Soloselbstständige bis zu maximal 300.000 Euro für größere Musikbetriebe.
 
Die Förderbedingungen und Informationen zur Antragstellung finden sich unter www.musikwirtschaft.org. Die Antragstellung ist ab dem 15.7.2022 möglich.

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