Die Initiative kulturelle Integration wird in Kooperation mit dem Bundesverband Musikunterricht e.V. vom 10. bis 12. Februar 2025 in zeitlicher Nähe zum fünften Jahrestag des Anschlags in Hanau ein Begegnungskonzert in Berlin ausrichten. Hierzu laden wir alle Musiklehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland herzlich ein, eine maximal 5-minütige Aufführung ihres Schulensembles, ihrer Klasse oder ihres Kurses zum Themenbereich Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus oder anderen Formen von Ausgrenzung einzureichen.

Um die Namen der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau vom 19. Februar 2020 nicht zu vergessen und ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Rassismus und Ausgrenzung zu setzen, wurde von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und der Initiative kulturelle Integration der bundesweite Aktionstag Hanau ins Leben gerufen. Den Auftakt bildete im Februar 2023 ein Schultheaterprojekt unter dem Titel „HANAU – Schultheater für Zusammenhalt in Vielfalt“. In diesem Jahr fand der Schulwettbewerb: „Junge Kunst für Hanau“ mit einer Ausstellung im Kulturforum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin statt.

Im kommenden Jahr werden die ausgewählten Ensembles vom 10. bis 12. Februar 2025 nach Berlin eingeladen. Dort findet am Abend des 10. Februars 2025 ein erstes Treffen aller Aufführenden statt, das die Möglichkeit zur Information und zum Kennenlernen bietet. Im Zentrum des zweiten Tages steht die Darbietung der musikalischen Beiträge in einer prominenten Spielstätte der Hauptstadt in Anwesenheit von Kulturstaatsministerin Claudia Roth und Serpil Temiz Unvar, der Gründerin der „Bildungsinitiative Ferhat Unvar“.

Die beiden Präsidenten des Bundesverbandes Musikunterricht sagten: Dr. Georg Biegholdt „In der der gemeinsamen musikalischen Auseinandersetzung mit der Thematik erleben Kinder und Jugendliche Vielfalt in der Gesellschaft wie in der eigenen Klasse nicht nur zu akzeptieren, sondern als Chance für das Gelingen eines anspruchsvollen musikalischen Projektes wahrzunehmen.“ Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt „Allein durch ihr Vorhandensein impliziert Musik eine gesellschaftliche Vision: Musik lebt im ausbalancierten Zusammenspiel zwischen individueller Freiheit des Einzelnen und dem gemeinsamen Musizieren in der Gruppe. So kann sich in der Musik ausdrücken, wie wir unser Zusammenleben gestalten wollen.“
    
Olaf Zimmermann, Sprecher der Initiative kulturelle Integration und der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates sagte: „Fünf Jahre nach dem verheerenden rassistischen Anschlag in Hanau, dem neun Menschen zum Opfer fielen, laden wir Schülerinnen und Schüler ein, mit ihren Beiträgen ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. Ich freue mich schon jetzt auf die vielfältigen Darbietungen.“