Digitales Modell eines futristischen Klinker-Baus mit Glasfassade
Blick auf die Fassade des Neuen Gasteig  
Photo:  Henn

In seiner Sitzung am Mittwoch, 20. Dezember 2023, hat der Münchner Stadtrat einen wegweisenden Beschluss für die Zukunft von Europas größtem Kulturzentrum gefasst. Der Gasteig wird architektonisch weiterentwickelt, technisch modernisiert und inhaltlich so aufgestellt, dass er ein visionärer Ort bleibt.

Stimmen zur Entscheidung

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Der Gasteig ist das größte Kulturzentrum Europas, das allen offensteht. Quasi rund um die Uhr kann man sich dort aufhalten, mit anderen treffen, lesen, Veranstaltungen besuchen oder lernen. Und natürlich herausragende Konzerte in der Philharmonie erleben, die wir zukunftsfähig weiterentwickeln. Die Kulturbrücke und die Dachterrasse werden den öffentlichen Raum um 3.500 qm attraktive Flächen erweitern. Wir investieren in die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger, für die der Gasteig ein ,erweitertes Zuhause‘ ist. Rund zwei Millionen Mal jährlich wurde er bisher schon besucht. Nach der Generalsanierung wird das Kulturzentrum noch beliebter, da bin ich mir sicher!“

Dominik Krause, 2. Bürgermeister und Gasteig-Aufsichtsratsvorsitzender: „Der Stadtrat hat heute ein Bekenntnis zur Kulturstadt München abgegeben. Der Beschluss zur umfassenden Modernisierung des Gasteig ist bemerkenswert, denn er fällt in eine Phase schwindender finanzieller Spielräume. Dass es trotzdem eine breite Mehrheit im Stadtrat für eine Generalsanierung gibt, zeigt: Kultur ist uns etwas wert in dieser Stadt. Die Generalsanierung ist aber mehr als eine Investition in die Kultur – es ist eine Investition in den wichtigsten Begegnungsort unserer Stadt. Fünf Kulturinstitutionen und zahlreiche weitere Veranstalter*innen gestalten im Gasteig ein vielfältiges Programm, das ankommt.

Rund zwei Millionen Besuche im Jahr zeigen, wie relevant dieser zentrale öffentliche Ort für Münchens Stadtgesellschaft ist.“

Anton Biebl, Kulturreferent: „Der neue Gasteig wird richtig klasse! Er steht für München in all seiner Vielfalt und ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen – für Kultur, Nachhaltigkeit und Zusammenleben. Mit der ‚Kulturbrücke‘, einer gläsernen Etage auf ganzer Länge, verbinden wir drinnen und draußen, Innenstadt und Kulturzentrum, Zuschauen und Mitmachen. Bereits in den 1970ern war der Gasteig visionär. Er wird es bleiben und ich danke dem Stadtrat, der in Zeiten wie diesen Großes wagt. Für die Menschen in München.“

Clemens Baumgärtner, Referent für Arbeit und Wirtschaft: „Die Investition in ein Kulturzentrum, das in Europa seinesgleichen sucht, ist eine gute und nachhaltige Investition. Ein herausragender Wirtschaftsstandort ohne herausragende Kulturangebote ist um vieles ärmer. Der neue Gasteig wirkt in diesem Sinn für München als attraktive Tourismusdestination ebenso wie als Argument für die hohe Lebensqualität in unserer Stadt.“

Stephanie Jenke, Gasteig-Geschäftsführerin: „Europas größtes Kulturzentrum wird in Zukunft auch das modernste: Ein zur Stadt geöffnetes, architektonisch neu gedachtes Haus, in dem alle willkommen sind und gemeinsam mit anderen etwas erleben können. Die heutige Entscheidung ist ein Meilenstein hin zu einem neuen pulsierenden und inspirierenden Kulturzentrum im Herzen Münchens. Der neue Gasteig wird alle begeistern!“

Weitere Stimmen zur Stadtratsentscheidung von Dr. Arne Ackermann, Direktor der Münchner Stadtbibliothek, Dr. Martin Ecker, Managementdirektor, und Dr. Susanne May, Programmdirektorin der Münchner Volkshochschule, Paul Müller, Intendant der Münchner Philharmoniker, Prof. Lydia Grün, Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater München und Florian Ganslmeier, Geschäftsführer des Münchener Kammerorchester, unter www.gasteig.de/generalsanierung-stimmen.

Mit der Generalsanierung

  • entstehen mit der Umsetzung der Kulturbrücke 28 % mehr an öffentlichen Nutzflächen für Besucher*innen.
  • werden die Anforderungen an einen zukunftsfähigen Gasteig umgesetzt. So erhalten die Institute, Veranstalter*innen und Kulturschaffende beste und konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen, das Publikum höchst attraktive Programme und Angebote und München einen einzigartigen Ort mit Strahlkraft nach innen und außen.
  • entsteht für die Kulturvermittlung eine institutsübergreifende Plattform als räumliche Einheit für gemeinsame Projekte. Vermittlungsangebote können durch Bündelung der vorhandenen Kompetenzen ausgeweitet werden.
  • wird die volle Umsetzung der Inklusion und der Barrierefreiheit möglich.
  • erhalten die Münchner Philharmoniker einen Konzertsaal, der international wettbewerbsfähig ist und innovative Impulse setzt.
  • wird dem renommierten Münchner Kammerorchester eine Heimat gegeben und damit die Attraktivität des Gasteig als Musikstandort insgesamt erhöht.
  • ist aufgrund der Attraktivität des generalsanierten Gasteig mit steigenden Besucher*innenzahlen und steigenden Vermietungen zu rechnen, also mit höheren Einnahmen.
  • sind die Investitionen erst nachhaltig, weil sie vielfältige Perspektiven für die nächsten Jahre eröffnen.
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