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04.05.2018 Schul-Musikvermittlungsprojekt "Händel-Experiment" zeichnet Kompositionen aus - 2020 steht Beethoven im Fokus

 

Beim großen Abschlusskonzert des ARD-"Händel-Experiments" am Donnerstag, 3. Mai, in Händels Geburtsstadt Halle wurden sieben Schülerkompositionen vom MDR SINFONIEORCHESTER uraufgeführt. Das Konzert wurde live auf allen Kulturwellen der ARD, in den Dritten Fernsehprogrammen und als Video-Livestream im Netz übertragen. 2020 geht das ARD-Musikvermittlungsprojekt mit dem "Beethoven-Experiment" in die nächste Runde.

"Das Experiment ist gelungen: Wir haben mit dem Projekt so viele junge Menschen erreicht und sie haben uns mit ihren kreativen Kompositionen berührt und begeistert - so sehr, dass die Jury sieben statt drei Preise verliehen hat", sagte MDR-Intendantin Karola Wille zu Beginn des Abschlusskonzertes in der Georg-Friedrich-Händel-Halle.

Der MDR hatte in diesem Jahr die Federführung bei dem ARD-Musikvermittlungsprojekt. Prominente Paten waren die in Halle lebende Pianistin Ragna Schirmer und der YouTuber Marti Fischer.

Deutschlandweit waren zu Beginn des Schuljahres 2017/18 Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse aufgerufen, sich vom Barock-Komponisten Georg Friedrich Händel inspirieren zu lassen und selbst klassische Rondos, Klangcollagen oder freie Kompositionen zum Thema Wasser zu komponieren. Die große Beteiligung an dem Wettbewerb hat die Erwartungen der Jury weit übertroffen. Unter den 350 Einsendungen gab es auch Videoclips "Händel in 100 Sekunden erklärt", Comic-Beiträge oder Gesangseinlagen zum "Halleluja". Um die hohe Qualität der Schülerarbeiten zu würdigen, wurden deshalb sieben Gewinner aus sieben Bundesländern ausgezeichnet - ursprünglich vorgesehen waren drei Preisträger.

Am Donnerstag wurden die sieben Gewinnerstücke bei dem als TV-Show inszenierten Abschlusskonzert "Händel und die Champions - das große Finale" vom MDR SINFONIEORCHESTER vor 1.000 Schülerinnen und Schülern in der Georg-Friedrich-Händel-Halle uraufgeführt. Durch die Veranstaltung führte MDR-Moderatorin Mareile Höppner. Die ausgezeichneten Kompositionen kommen aus folgenden Schulen:

Oberschule Pegau (Sachsen), Gesamtschule "Am Schilfhof" in Potsdam (Brandenburg), Ahnatalschule Vellmar (Hessen), Gymnasium Blankenese (Hamburg), Realschule Ailingen (Baden-Württemberg), Burggymnasium Essen (Nordrhein-Westfalen) sowie vom Landesgymnasium Latina in Halle (Sachsen-Anhalt).

Der MDR hatte den bundesweiten Kompositionswettbewerb mit Lehrerweiterbildungen, Workshops für Schüler, kostenfreien Unterrichtsmaterialien, Video-Tutorials und einer speziellen Komponier-Software unterstützt. Außerdem wurden Workshops mit den Paten Ragna Schirmer und Marti Fischer in Leipzig und Görlitz veranstaltet und das MDR-SINFONIEORCHESTER war auf Schultour unterwegs.

Das Abschlusskonzert ist zum Nachschauen in dem MDR-Mediathek abrufbar: mdr.de/mediathek.

ARD-Projekt geht ab 2020 neue Wege

Das Projekt "Ein ARD-Konzert macht Schule" wurde 2014 gemeinsam von ARD und dem Deutschen Musikrat ins Leben gerufen, um Schülerinnen und Schüler zur Beschäftigung mit klassischer Musik anzuregen. Jedes Jahr steht ein anderer Komponist im Mittelpunkt: Nach Antonín Dvorák, George Gershwin und Antonio Vivaldi drehte sich diesmal alles um Georg Friedrich Händel. Im Jahr 2020 geht das Musikvermittlungsprojekt neue Wege: Zum ersten Mal gestalten alle neun Rundfunkanstalten in der Zeit vom 20. bis 26. Januar 2020 gemeinsam eine "ARD-Woche der Musik". Thema ist dann Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag im Jahr 2020 gefeiert wird. Die Federführung für das "Beethoven-Experiment" liegt dann beim WDR.

Quelle: http://www.mdr.de

 
 

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